Kraftwerk Farge (Quelle: wikipedia)

RE: Mit neuer Koalition zum neu entwickelten „alten“ Zentrum Blumenthal?

#16 von fight4yrights , 09.02.2015 17:55

Zitat
Danach soll dieser Teil Blumenthals zum Stadtumbaugebiet gemäß § 171 b Baugesetzbuch (BauGB) erklären werden, für das gemeinsam mit dem Beirat Blumenthal ein städtebauliches Entwicklungskonzept aufgestellt werden soll. Zu den erforderlichen Finanzmittel für Planung und Umsetzung heißt es , dass sie im Haushalt „zu fixieren sind“.



Als ob "Kohle" neue Konzepte bringen würde!
Seit fast 30 Jahren werden für ein städtebauliches Entwicklungskonzept Gelder verschwendet. Und nun soll diese Planlosigkeit mit noch mehr Geldern unterstützt werden?
Die wollen eigentlich, dass das zum "Sanierungsgebiet" erklärt wird, damit öffentliche Gelder an die Besitzer der in den Straßenzügen um den Marktplatz herum verfallenen Immobilien gegeben wird. Wer hat das denn verkommen lassen? Die Besitzer. Und jetzt soll der Steuerzahler für deren Investionsscheu aufkommen? Tolle Idee!
€50.000.000 sind mittlerweile auf dem BWK Gelände versenkt worden. Und wo sind die Arbeitsplätze?

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"CDU fordert Strukturkonzept"

#17 von Lola2 , 14.02.2015 08:44

http://www.weser-kurier.de/region/die-no...56350.htmlZitat
Sanierung des Zentrums Blumenthal
CDU fordert Strukturkonzept
Julia Ladebeck 14.02.2015 0 Kommentare

Jörg Kastendiek, wirtschaftspolitischer Sprecher der CDU-Bürgerschaftsfraktion, verlangt ein Strukturkonzept für die Aufwertung und Sanierung des Blumenthaler Zentrums. Er fordert die Senatoren für Wirtschaft und Bau auf, ein Konzept auf Grundlage der Handlungsempfehlungen aus dem Ergebnisbericht der Immobilienstandortmanager des Unternehmens Baubecon vorzulegen.
0 0 0

Kastendiek kritisiert Wirtschaftssenator Martin Günthner (SPD): „Es kann nicht sein, dass Senator Günthner das 100 000 Euro teure Gutachten erst nach Aufforderung der Wirtschaftsdeputation vorlegt und danach einfach abheftet.“ Das Wirtschafts- und das Bauressort von Senator Joachim Lohse (Grüne) seien gefordert, gemeinsam ein Sanierungskonzept für das Blumenthaler Zentrum zu erarbeiten, „und dieses mit einem verbindlichen Zeit- und Maßnahmenkatalog zu unterlegen“.
Zitat Ende

...da kann man wirklich auf das Konzept gespannt sein...

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"Start der Sanierungsdebatte"

#18 von Lola2 , 26.02.2015 11:26

http://www.weser-kurier.de/region/die-no...id,1065769.html

Zitat
Neue Pläne für die Entwicklung Blumenthals
Start der Sanierungsdebatte
Christina Denker 26.02.2015 0 Kommentare

Blumenthal hat massive strukturelle Probleme, die Entwicklung sieht nicht rosig aus. Politik und Verwaltung wollen nach den Bemühungen der vergangenen Jahre erneut einen Anlauf unternehmen, Blumenthals Zukunft zu steuern. Die SPD will den alten Kern zum Sanierungsgebiet erklären und so Fördermittel akquirieren. Die Baubehörde schlägt einen anderen Weg vor.

Wenn es nach der SPD im Blumenthaler Beirat geht, soll das alte Ortszentrum in ein Stadtumbaugebiet nach Paragraf 171b Baugesetzbuch verwandelt werden. Mit diesem Schritt, argumentieren die Sozialdemokraten, könne dem weiteren Verfall Blumenthals Einhalt geboten werden. Hintergrund ist unter anderem die Feststellung, dass Blumenthal aus sich selbst heraus nicht gesunden kann.

..der Beitrag klärt weiter auf:
Schleichende Enteignung in der City"

Ortsamtsleiter Peter Nowack ist überzeugt, dass die Gebäude im alten Blumenthaler Kern energetisch saniert und dass leer stehende Geschäfte in Wohnraum umgewandelt werden müssen. „Der Werteverlust rund um den Blumenthaler Marktplatz ist nur durch solche Investitionen aufzufangen“, sagt er. Derzeit gebe es eine schleichende Enteignung im alten Zentrum, das Gebiet verliere mehr und mehr an Wert.
Zitat Ende

Es geht um Fördergelder die zu beantragen wären, wobei wir aus dem Zeitungsartikel entnehmen konnten dass lt. "Beschlusslage bis 2020 EFRE-Mittel der EU" in den Bremer Westen fließen.

Es bleibt also noch genügend Zeit für die weitere Vorbereitung, nachdem nun die Arbeit der Immobilienstandortmanager der Fa. Baubecon nicht weiter zum Erfolg geführt haben.

Eines ist klar, dass Blumenthal sozusagen sich im "Tal der Tränen" befindet hat man an verantwortlicher Stelle ja nun erkannt, aber jeder ältere Bürger bekommt es mit der Angst zu tun wenn er in der Zeitung lesen muss, was der Ortsamtsleiter dazu gesagt hat: ..."Aber auch die Hauseigentümer in dem von der SPD favorisierten Entwicklungsgebiet müssten sich laut Nowack daran beteiligen. „Das wird uns viel Überzeugungsarbeit kosten“, meint er und befürchtet schon jetzt „brutale Diskussionen“. Dennoch könne sich am Ende kein Eigentümer dieser Verpflichtung entziehen und müsse sich notfalls bei der Bank um einen Kredit bemühen."

Damit wären die Häuser für die Bewohner keine Alterssicherung mehr, sondern sie würden für die Eigentümer zu einer Belastung werden die möglicherweise aus lauter Zukunftsangst für "..nen Appel un Ei" an Investoren, Spekulanten oder sonstwen verscherbelt würden.
Die Bürger haben das "Tal der Tränen" nicht verursacht und sollten deshalb auch nicht zu irgendwelchen Maßnahmen gezwungen werden, auch nicht legal durch irgendeine" Hintertür", die bisher noch keiner bemerkt hat. Man sollte die Menschen auch nicht unter Zugzwang bringen und ihnen mehr oder weniger ein schlechtes Gewissen einreden wenn sie nicht sanieren, aus welchen Gründen auch immer.

In 2013 bin ich das ganze Areal um die George-Albrecht-Str.und UMZU, zu Fuß einmal abgegangen und für einen Investor dürfte es ein Sahnestück sein, das wird auch den sogenannten "Heuschrecken" nicht entgangen sein. Inmitten eines alten gewachsenen Ortskern einfach "Tabula Rasa" machen und Neubauten mit Weserblick? dort gewinnbringend erstellen?
Befürchtet man mit Großinvestoren auch "brutale Diskussionen", wie mit dem normalen Bürger, der zudem Rentner geworden ist und eigentlich keine Kredite bei Banken bekommt, es sei denn der Kredit ist mehrfach abgesichert?


Man kann es drehen und wenden wie man will, die Müllverbrennungsanlage bleibt....es sei denn mutige Kommunalpolitiker, Stadtplaner, Umweltpolitiker und natürlich Wirtschaftspolitiker finden zusammen mit dem Unternehmen einen geeigneten Standort für eine Umsiedelung.
In Hamburg Wilhelmsburg hatte man sich erfolgreich gegen eine Müllverbrennungsanlage gewehrt.
http://blumenthal-zeitung.blogspot.de/20...helms-burg.html

Irgendwie steht Blumenthal sich selbst im Weg.


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RE: "Standpauke für den Beirat"

#19 von Lola2 , 28.02.2015 15:08

http://www.weser-kurier.de/region/die-no...id,1067574.html

Zitat
Verkehrskonzept und Sanierung des Blumenthaler Ortskerns: Senatsvertreter empört über Debatte in Blumenthal
Standpauke für den Beirat
Volker Kölling 28.02.2015 0 Kommentare

Jetzt soll Blumenthal plötzlich von allen Seiten gerettet werden: Nach dem Immobiliengutachten stand nun ein Verkehrsgutachten im Beirat auf dem Prüfstand. Außerdem stimmte der Beirat am Donnerstag für eine Sanierung des Ortskerns. Und Rainer Imholze aus dem Bauressort las den Blumenthalern gehörig die Leviten: „Sie stehen sich hier selbst im Wege.“

.....Der Artikel endet wie folgt:
Zuvor hatte Rainer Imholze als Vertreter der Baubehörde klare Worte gefunden. „Ich dachte, das wäre jetzt allen klar: Über kein Zentrum wird so negativ gesprochen wie sie das über Blumenthal tun. Sie verbreiten ein negatives Image.“ Die Situation sei dramatischer als die meisten glaubten: Man rede von 75 Prozent Ladenleerständen. Imholze: „So etwas gibt es sonst nirgendwo in Bremen.“ Je länger man diskutiere, desto schlechter werde es. Dabei habe der Stadtteil mehr Potenzial als andere – mit seiner Nähe zur Weser, zum BWK-Gelände, dem historischen Ortskern und dem funktionierenden Einzelhandelszentrum Müllerloch: „Hier geht es aber längst nicht mehr darum, ob man am Ende einer Straße rechts oder links abbiegt.“

Imholze hielt bunte Hochglanzbroschüren in die Höhe: Ein über 100-seitiges Förderkonzept für Walle, ein ähnliches Werk für die Neustadt. Dahinter stecken Millionen für Maßnahmen auf allen Politikfeldern, erläuterte Imholze: „Da reden die Menschen aber auch anders über ihren Ortsteil. So etwas geht nur im Konsens und unter Beteiligung ganz vieler Senatsressorts. Und auch für Blumenthal finden sich hier und da in den Ressorts noch Kollegen, denen Blumenthal am Herzen liegt. Aber Sie müssen zum Konsens finden, dann steht das Angebot, dass wir gemeinsam etwas machen.
Aber ich sage das hier zum allerletzten Mal.“
Zitat Ende

..sehr deutliche Worte...

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Kuddelmuddel

#20 von Reinhard , 09.03.2015 12:43

Kuddelmuddel

Die heutige Sitzung des Blumenthaler Beirats verdient besondere Beachtung, wenn man eine Beziehung zwischen verschiedenen Tagesordnungspunkten herstellt, die heute und in den vorangegangenen Sitzungen behandelt wurden.

Heute soll der Hauspolitologe von Bremer Bürgerschaft und Senat, Prof. Probst, über seinen "Bericht zur Evaluation des Ortsgesetzes über Beiräte und Ortsämter vom 2. Februar 2010" informieren. Dabei wollen der Gutachter und seine Auftraggeber nach den bisher vorgestellten Empfehlungen vor allem die Ortsämter finanziell und personell stärken, da man in ihnen quasi parteipolitisch neutrale Dienstleister für die Beiratsmitglieder zu sehen scheint. Das ist sicherlich eine Annahme, für die es kaum Belege geben dürfte. Allerdings haben heute Abend die Vertreter der Fraktionen, die sich bisher vom jeweiligen Ortsamt benachteiligt gefühlt haben, die Möglichkeit, diese fragwürdige Unterstellung des Gutachtens zu hinterfragen.

Aber es geht nicht nur um die Überparteilichkeit und Objektivität der Ortsämter. Die ganz besondere „Planungsarbeit“ in Blumenthal wirft noch ganz andere Fragen auf. Hier ist es in den letzten Monaten „gelungen“, für ein relativ überschaubares Gebiet, das im Kern den Marktplatz, die Mühlenstraße und die George-Albrecht-Straße umfasst, gleich mehrere Gutachten einzuholen. Gemeint sind hier die Analyse von proloco zum WiN-Gebiet „Altes Zentrum Blumenthal“, der „Ergebnisbericht“ der „Kümmerer“ oder Immobilienmanager mit dem Titel „Immobilien-Standortmanagement Bremen Blumenthal“, das „Verkehrskonzept Blumenthal“ sowie die angestrebte Ausweisung eines Sanierungsgebietes.

Das sieht möglicherweise nach einen großen Engagement aus. Nur handelt es sich weitestgehend um Einzelvorschläge, denen eine gegenseitige Abstimmung fehlt. Der Hauptfehler ist jedoch der Versuch, Teilprobleme isoliert zu lösen, obwohl sie praktisch von der begrenzten Einwohnerzahl und Kaufkraft abhängen. Es fehlt der Blick auf das Ganze, also Blumenthal insgesamt, und sein Potenzial. Darauf hat sogar in der Blumenthaler Beiratssitzung Ende Februar der Vertreter des Bauressorts hingewiesen. Für ihn geht es nicht vorrangig darum „ob man am Ende einer Straße rechts oder links abbiegt.“, sondern um die Nutzung des Entwicklungspotenzials, das Blumenthal von seiner Lage und Geschichte her bietet. Man muss daher im alten zentralen Bereich des Staddteils „ mit seiner Nähe zur Weser, zum BWK-Gelände, dem historischen Ortskern und dem funktionierenden Einzelhandelszentrum Müllerloch“ wuchern.

Vor diesem Hintergrund stellen sich daher wichtige Fragen an die Blumenthaler Beiratsmitglieder, die nicht weiter dieselben Diskussionen führen wollen wie ihre Vorgänger bereits vor einigen Jahrzehnten, wenn man an die Verkehrsberuhigung des Marktplatzes oder an die Ausweisung eines Sanierungsgebietes denkt.

Auch wenn die diversen Ansätze der Gutachter zu unterschiedlichen Akzentsetzungen führen, werden einige Hinweise deutlich, die der Blumenthaler Beirat nur bisher noch nicht aufgegriffen hat.

Proloco hat empfohlen, ein Leitbild für Blumenthal zu entwickeln, wofür eine möglichst breite Beteiligung der Bürger organisiert werden können. Dabei versprechen sich die Autoren nicht nur die Einigung auf konkrete Ziele, auf die hin Maßnahmen entwickelt werden können. Gleichzeitig erhoffen sich die Gutachter eine Aufbruchstimmung, die eine wichtige emotionale Grundlage für eine bessere Entwicklung ist. Das gilt vor allem dann, wenn sie an die Stelle der planerischen Hängepartien tritt, die bisher für Blumenthal typisch sind, also wenig überzeugende Vorschläge etwa für das BWK-Gelände und den Marktplatz, deren praktische Umsetzung teilweise bereits seit zwei Jahrzehnten auf sich warten lässt.

Dieser Vorschlag der proloco-Gutachter könnte eine gute Grundlage für einen Aufbruch sein, wenn er nicht praktisch in der Versenkung verschwunden wäre.

Für die praktische Umsetzung bietet bereits das jetzt gültige Ortsbeirätegesetz eine institutionelle Möglichkeit. Ortsämter und Beiräte können Planungskonferenzen organisieren, auf denen Politiker und Bürger mit Fachleuten gemeinsam Entwicklungskonzepte erarbeiten.

Wie die Evaluationsstudie von Prof. Probst darstellt, wurde dieses Instrument bereits in vielen Bremer Stadtteilen erprobt. Nur eben in Blumenthal nicht.

Das kann sich jedoch ändern. Heute Abend besteht dazu eine gute Startchance; denn Prof. Probst hat sich in seiner Analyse der Arbeit der Bremer Ortsämter und Beiräte gerade besonders intensiv mit den Planungskonferenzen beschäftigt. Die Beiratsmitglieder müssen also nur einmal nachfragen, wenn sie statt des jetzigen Wirrwarrs an unkoordinierten Vorschlägen ein realistisches Entwicklungskonzept für ihren Stadtteil gemeinsam mit den interessierten Bürger erarbeiten wollen.


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zuletzt bearbeitet 09.03.2015 | Top

Konzeptionslose "Minimalplanung"

#21 von Reinhard , 12.10.2015 12:37

Konzeptionslose "Minimalplanung"

Der Weser-Kurier hat bisher sehr positiv über die Planungen für den Blumenthaler Marktplatz bzw. ein "Verkehrskonzept" für diesen Bereich berichtet. So schrieb er Anfang September von den Hoffnungen der Planer und Kommualpolitiker, "ein lebendiges und rücksichtsvolles Miteinander vn flanierenden Einkäufern, Radlern, spielenden Kindern und parkplazsichenden Autofahrern im Schritttempo zu erreichen"

Ende September wurde dann von einer erwarteten Weichenstellung für eine "Wiederbelebung des Ortszentrums" geschrieben.

Das sieht nach viel Konsens und einer alternativlosen Planung aus, dieren Umsetzung auch von sachverständigen Bürgern ohne "Wenn und Aber" empfohlen wird.

Nur hat die Sache einen gewaltigen Pferdefuß. Zwar stammen beide angeführten Zitate aus dem Monat September, jedoch nicht aus demselben Jahr.

Während der erste Bericht am 1. September 1989 in der Zeitung stand, folgte der zweite am 30. 9. 2015, also ein Vierteljahrhundert später. Auch wird die angesprochene Belebung von verschiedenen Entwürfen erhofft.

In diesen wenigen Fakten drückt sich bereits das Dilemma der Blumenthaler Marktplatzplanung aus, die jetzt unter dem Stichwort "Verkehrskonzet" firmiert. Man sehnt sich nach einem Entwurf, der einen funktionslos gemachten Platz in ein belebtes Zentrum verzaubern kann. Aber deses Wunder konnte weder in vorigen Jahrtausend gelingen noch wird man es jetzt erleben können, da die notwendigen Voraussetzungen nicht gegeben sind.

Wenn dieses Zauberkunststück dennoch von Experten zu verschiedenen Zeiten mit abweichenden Vorstellungen versprochen wird, sollte man aufgrund dieser widersprüchlichen Aussagen kritisch werden und den naheliegenden Schluss ziehen, dass auch erfahrene Planer nur mit Wasser kochen können.

Das gilt aufgrund der impliziten Vorgaben für den Blumenthaler Marktplatz in ganz besonderer Weise. Hier gibt es einerseits ungewisse Vorhaben wie die Nutzung des BWK-Geländes und die Ausweisung eines Sanierungsgebietes, die offenbar nicht nach den Wünschen der Entscheidungsträger verlaufen und daher von den beauftragten Gutachtern gern in ihren Überlegungen ausgespart werden.

Anderersts haben sich die beiden Koalitonsfraktionen entsprechend ihrer Verbindung zur Interessengruppe "Blumenthal aktiv" und ihrer Beschlüsse in der Vergangenheit unterschiedlich positioniert. Während die CDU für die Zulassung von Pkws auf der Mühlenstraße plädiert, will die SPD ihren alten Beschluss über einen autofreien Makrtplatz nicht als Flop gewertet sehen.

Die Folgen dieser Anhäufung politischer Fettnäpfchen für einen sachlich fundierten Plan sind absehbar und finden sich in den vorgelegten Unterlagen wieder. Die Gutachter haben sich auf die Erstellung eindrucksvoller Straßenskizzen konzentriert, aber eine Analyse der Rahmenbedingungen außen vor gelassen. So plant man eine "minimale Öffnung des Marktplatzes", ohne die dadurch verlagerten Verkehrsströme zu prognostizieren oder eine mögliche kommende Umnutzung der Leerstände am Platz und in seiner engeren Umgebung zu berücksichtigen. Dabei ist hier von "75 Prozent Ladenleerständen" die Rede.

Der Zwang, den tabuisierten oder fehlenden Planungen für das BWK-Gelände und ein Saneirungsgebiet auszuweichen und die konfligieredenn Vorstellungen von SPD und CDU gemeinsam auf eine Entwurfszeichnung zu bringen, haben damit fast zangsläufig zu viel undurchdachtem Stückwerk geführt. Man sollte sich daher vermutlich auf die erste vorgesehene Maßnahme, dem Abbau von Parkautomaten "für lediglich 3000 Euro" beschränken, um die Händler an der Mühlenstraße nicht weiterhin zu benachteiligen, jedoch gleichzeitig mit einer umfassenden Neuplanung für den gesamten Bereich des alten Zentrums Blumenthal beginnen.

Hier ist schließlich sehr viel zu tun, auch wenn das im "Verkehrskonzept" völlig außerhalb des Blickfelds liegt.

Bei dieser desolaten Planungssituation sollte der Beirat, wenn er die Fehler der Vergagenheit einmal nicht wiederholen will, das "Verkehskonzept" ganz gründlich überarbeiten. Dabei müsste er auch selbst endlich aktiv werden und nicht sich nicht nur damit begnügen, ein deutlich zu kurz greifendes "Konzept" abzusegnen und sich dafür in der Lokalpresse feiern zu lassen. Diesen Jubel gab es bereits schon 1989 und es dürfte nicht verboten sein, aus alten Fehlern zu lernen.

Was wäre also zu tun?

Wie schon mehrfach dargestellt benötigt Blumenthal dingend ein Leitbild für seine zukünftige Entwicklung, das von möglichst vielen Bürgern getragen wird. Dazu sieht z.B. das Ortsbeirätegesetzt als Organsionsform

Planungskonferenzen
vor. Warum will Blmennthal weiterhin auf diese Chance verzichten und stattdessen eine isolierte Planung neben die andere setzen, um nachher feststellen zu müssen, dass man so nur einen Flickenteppich erhalten kann, der voller Nutzungskonflikte und ungenutzter Potenziale steckt?

Völlig ungeklärt bleibt die Nutzung der Gebäude an der halbseitig für den Verkehr geöffneten Mühlenstraße, was für die Qualität des Entwurfs von ganz erheblicher Bedeutung ist. Da aufgrund der fehlenden Kaufkraft, de vom konkurrierenden Blumenthal Center abgesogen wird, eine vorrangig Nutzung als Wohnfläche möglich und wahrscheinich ist, muss man sich fragen, ob es eine optimale Lösung sit, wenn direkt vor den Eingangstüren Autoverkehr auf einer engen Straße fließt.

Ebenfalls sind die jetzt notwendig werdenden Änderungen ausgeklammet, die sich aus dem Zuwachs der Wohnbevölkerung durch den gegenwärtigen Flüchtlingszuzug ergeben. Gerade Alt-Blumenthal kann aufgrund seiner aktuellen Sozial- und Gebäudestruktur schnell zu einem Flüchtlingsviertel werden, sodass man die Vorstellungen der Neubürger von einem attraktiven Wohnumfeld nicht übergehen kann. Andernfalls werden vielfältige Konflikte entstehen, da in anderen Kulturen beispielsweise der Aufenthalt außerhalb des Hauses eine andere Gewichtung besitzt als der im "alten" Deutschland.

Auch wenn eine Belebung des Platzes in dieser Weise von der Wohnbevölkerung beeinflusst wird, kann nicht ein geänderter Verkehrsstrom zur Belebung eines Platzes führen, sondern vor allem ein dort vorhandenes Angebot an Infrastruktureinrichtungen oder anderen Attraktivitäten. Wenn man Staßen ohne erwartete Nutzungen plant, gleicht das dem Kauf eines Sakkos oder Kleides für eine Person, die man nicht kennt und von der man nicht einmal die Körpermaße kennt.

Außerhalb von Blumenthal ist es daher die Regel, den Verkehr und die Nutzungen in einem Viertel gemeinsam zu planen. Aber ein derartiger freundlicher Hinweis wird sicherlich von enigen politischen Wortführern wieder einmal als ortsfremdes Schlechtreden diffamiert. Manche Politker können sich eben von ihrem alten Denken nur sehr schwer trennen, auch wenn es wie im Fall des Blumenthaler Marktplatzes zu einem Musterbeispiel für eine Fhllanung gefüht hat, der die Mehrheit geduldiger Beiratsmitglieder ein Vierteljahrhundet lang praktisch tatenlos zugeschaut hat.


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zuletzt bearbeitet 12.10.2015 | Top

"Einhundert Bürger protestieren"

#22 von Lola , 17.08.2016 08:14

http://www.weser-kurier.de/region/die-no...id,1438063.html

Zitat
Steinbrechanlage weiter Thema
Einhundert Bürger protestieren
Volker Kölling 17.08.2016 0 Kommentare

Blumenthal. Größter Aufreger in Rönnebeck ist zurzeit der geplante Bau einer Steinbrechanlage durch den Bauunternehmer Jan-Gerd Kröger auf dem Gelände der ehemaligen Sarstedt-Werft direkt an der Weser. Das Thema wurde jetzt im Beirat diskutiert, mit eindeutig ablehnender Botschaft.

Eigentlich sollten auf dem 18 000 Quadratmeter großen Grundstück in 1-a-Lage Wohnungen für den gehobenen Anspruch entstehen. Jetzt ist selbst in der Ortspolitik offen von „Schlampigkeit bei der Bremer Baubehörde“ die Rede, was die Umsetzung der entsprechenden Bebauungspläne angeht. Kröger nutze praktisch einen Zipfel Gelände, den noch ein Plan aus dem Jahr 1963 als Industriegebiet ausweist, erläuterte Blumenthals Ortsamtsleiter Peter Nowack. Kröger habe Baurecht und die Baubehörde werde ihm auch eine Genehmigung für die Abfallbehandlungsanlage erteilen, habe er aus dem Umweltressort erfahren.
Zitat Ende

Das Ortsamt hat eine Einwohnerversammlung geplant und der Umweltsenator Lohse hat sein Kommen schon abgesagt, weil es nicht um eine politische Entscheidung geht, aber es werden hochrangige Abteilungsleiter aus seinem Resort teilnehmen.Herr Kröger wurde ebenfalls eingeladen.

Der Beirat hat nun entschie
den, dass die Beiratssprecherin in dieser Angelegenheit mit Herrn Kröger Kontakt aufnehmen soll um auf ihn einzuwirken.

Vielleicht hat sie ja Glück


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zuletzt bearbeitet 17.08.2016 | Top

"Versammlung zur Steinbrecheranlage"

#23 von Lola , 29.08.2016 22:05

http://www.weser-kurier.de/region/die-no...id,1446287.html

Zitat
Umstrittenes Projekt wird diskutiert
Versammlung zur Steinbrechanlage
Michael Brandt 29.08.2016 0 Kommentare

Blumenthal. Die umstrittene Steinbrechanlage, die der Bauunternehmer Jan-Gerd Kröger am Rönnebecker Hafen betreiben möchte, ist einziger Tagesordnungspunkt einer Einwohnerversammlung, zu der das Ortsamt für Montag, 12. September, einlädt. Beginn ist um 19 Uhr, Ort ist die Turnhalle der Grundschule Rönnebeck. An der Sitzung werden laut Einladung Wolfgang Kumpfer vom Senator für Umwelt und Bau sowie Maximilian Donaubauer, Leiter des Bauamtes Bremen-Nord, teilnehmen. Ob Kröger ebenfalls am Sitzungstisch Platz nehmen wird, ist laut Einladung noch offen, er sei angefragt, heißt es.
Zitat Ende

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RE: "Versammlung zur Steinbrecheranlage"

#24 von Lola , 29.08.2016 22:19

..auf FB wurde der folgende Link eingestellt, zum Thema "Steinbrechanlage" zum vorangegangenen Beitrag

http://www.bremische-buergerschaft.de/dr...n/97/1935_1.pdf

Zitat
—1—
BREMISCHE BÜRGERSCHAFT
Stadtbürgerschaft
16. Wahlperiode
Drucksache 16
/ 201 S
06. 07. 04
Mitteilung des Senats
vom 6. Juli 2004

32. Änderung des Flächennutzungsplanes Bremen in der Fassung der Neubekannt-
machung vom 31. Mai 2001
Bremen-Blumenthal (Rönnebecker Weserufer)

Als Grundlage einer städtebaulichen Ordnung für das oben näher bezeichnete
Gebiet wird der Plan zur 32. Änderung des Flächennutzungsplanes Bremen in
der Fassung der Neubekanntmachung vom 31. Mai 2001 vorgelegt.
Die Deputation für Bau und Verkehr hat hierzu am 10. Juni 2004 den beigefügten
Bericht erstattet.
Der Bericht der Deputation für Bau und Verkehr wird der Stadtbürgerschaft hiermit
vorgelegt.
Der Senat
schließt sich dem Bericht der Deputation für Bau und Verkehr an und
bittet die Stadtbürgerschaft, den Plan zur 32. Änderung des Flächennutzungspla-
nes Bremen in der Fassung der Neubekanntmachung vom 31. Mai 2001 zu be-
schließen.

—1—
BREMISCHE BÜRGERSCHAFT
Stadtbürgerschaft
16. Wahlperiode
Drucksache 16
/ 201 S
06. 07. 04
Mitteilung des Senats
vom 6. Juli 2004
32. Änderung des Flächennutzungsplanes Bremen in der Fassung der Neubekannt-
machung vom 31. Mai 2001
Bremen-Blumenthal (Rönnebecker Weserufer)
(ehemals 56. Änderung des Flächennutzungsplanes Bremen 1983)
Als Grundlage einer städtebaulichen Ordnung für das oben näher bezeichnete
Gebiet wird der Plan zur 32. Änderung des Flächennutzungsplanes Bremen in
der Fassung der Neubekanntmachung vom 31. Mai 2001 vorgelegt.
Die Deputation für Bau und Verkehr hat hierzu am 10. Juni 2004 den beigefügten
Bericht erstattet.
Der Bericht der Deputation für Bau und Verkehr wird der Stadtbürgerschaft hiermit
vorgelegt.
Der Senat
schließt sich dem Bericht der Deputation für Bau und Verkehr an und
bittet die Stadtbürgerschaft, den Plan zur 32. Änderung des Flächennutzungspla-
nes Bremen in der Fassung der Neubekanntmachung vom 31. Mai 2001 zu be-
schließen.
Bericht der Deputation für Bau und Verkehr
32. Änderung des Flächennutzungsplanes Bremen in der Fassung der Neubekannt-
machung vom 31. Mai 2001
Bremen-Blumenthal (Rönnebecker Weserufer)
(ehemals 56. Änderung des Flächennutzungsplanes Bremen 1983)
1.
Verfahren nach dem Baugesetzbuch (BauGB)
1.1 Planaufstellungsbeschluss
Die Deputation für Bau und Verkehr hat am 11. Dezember 2003 einen Plan-
aufstellungsbeschluss für das Plangebiet gefasst. Dieser wurde am 21. Febru-
ar 2004 ortsüblich bekanntgemacht.
1.2 Frühzeitige Bürgerbeteiligung gemäß § 3 Abs. 1 BauGB
Vom Geltungsbereich der 32. Änderung des Flächennutzungsplanes sind die
im laufenden Verfahren befindlichen Bebauungspläne 394 (Rönnebecker Stra-
ße), 1229 (Rönnebecker Weserufer) und 1262 (Rönnebecker Hafen) zumindest
in Teilbereichen betroffen.
Zur frühzeitigen Bürgerbeteiligung nach § 3 Abs. 1 BauGB wurde zu den
genannten Bebauungsplänen jeweils eine Einwohnerversammlung durch-
geführt. Dabei wurden die Bürger über die allgemeinen Ziele und Zwecke
der Planung und die voraussichtlichen Auswirkungen im Rahmen der Be-
bauungspläne sowie der Änderung des Flächennutzungplanes unterrichtet.

Bericht der Deputation für Bau und Verkehr
(ehemals 56. Änderung des Flächennutzungsplanes Bremen 1983

—2—
Weiterhin wurden Fragen der Bürger zu den beabsichtigten Planungen be-
antwortet und zahlreiche Anregungen entgegengenommen, die Grundlage
eingehender Prüfung bei der weiteren Planaufstellung wurden.
Die Einwohnerversammlungen haben an folgenden Terminen stattgefunden:
Zum Bebauungsplan 394 am 1. Dezember 1997, zum Bebauungsplan 1229
am 9. April 1993 und zum Bebauungsplan 1262 am 6. Oktober 1998.
1.3 Beteiligung der Träger öffentlicher Belange
Die betroffenen Träger öffentlicher Belange wurden gemäß § 4 BauGB bei der
Aufstellung des Planes beteiligt. Die meisten Träger öffentlicher Belange ha-
ben schriftlich oder telefonisch mitgeteilt, dass sie mit den künftigen Festset-
zungen übereinstimmen. Soweit Bedenken vorgetragen wurden, konnten sie
im Planentwurf berücksichtigt werden.
Die übrigen Träger öffentlicher Belange haben durch Fristablauf zu erkennen
gegeben, dass die von ihnen wahrzunehmenden öffentlichen Belange durch
den Planentwurf nicht berührt werden.
1.4 Öffentliche Auslegung
Die Deputation für Bau und Verkehr stimmte am 11. Dezember 2003 dem
Planentwurf zu und beschloss dessen öffentliche Auslegung gemäß § 3 Abs. 2
BauGB. Daraufhin hat der Plan mit Begründung in der Zeit vom 5. März 2004
bis 5. April 2004 im Bauamt Bremen-Nord öffentlich ausgelegen. Interessen-
ten hatten in der Auslegungszeit zudem Gelegenheit, von einer Kopie des
Planes mit Begründung im Ortsamt Blumenthal Kenntnis zu nehmen.
Anlässlich der öffentlichen Auslegung sind keine weiteren Anregungen ein-
gegangen.
2.
Information des Beirates
Das Ortsamt Blumenthal wurde durch die Zusendung einer Deputationsvor-
lage unterrichtet.
3.
Beschluss
Die Deputation für Bau und Verkehr bittet den Senat und die Stadtbürgerschaft,
den Plan zur 32. Änderung des Flächennutzungsplanes Bremen (Rönnebecker
Weserufer) in der Fassung der Neubekanntmachung vom 31. Mai 2001 ein-
schließlich Erläuterungsbericht zu beschließen.
Jens Eckhoff Dr. Carsten Sieling
(Vorsitzender)..... (Sprecher)

Erläuterungsbericht zur 32. Änderung des Flächennutzungsplanes Bremen in der
Fassung der Neubekanntmachung vom 31. Mai 2001
Bremen-Blumenthal (Rönnebecker Weserufer)
Zitat Ende

+++++++++

Bitte auch die Erläuterungen lesen und mit o.a. Link aufrufen.

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"Abwärtstrend setzt sich fort"

#25 von Lola , 31.08.2016 18:25

http://www.weser-kurier.de/region/die-no...id,1447493.html

Zitat
Referenten der Arbeitnehmerkammer Bremen stellen erste Ergebnisse einer neuen Wirtschaftsstruktur-Analyse vor
Abwärtstrend setzt sich fort

Ulf Buschmann 31.08.2016 0 Kommentare

Blumenthal. Kai-Ole Hausen und Axel Weise legen aktuelle Zahlen vor. Hausen ist Referent für Strukturpolitik bei der Arbeitnehmerkammer Bremen, sein Kollege Weise kümmert sich um die Arbeitsmarktpolitik. Während einer Sitzung des Blumenthaler Beiratsausschusses für Arbeit, Wirtschaft, Handel und Gewerbe haben sie ein zum Teil massives Missverhältnis zwischen der Wirtschaftsstruktur Bremen-Nords und dem Rest der Stadt Bremen mit Daten belegt.

Die Referenten präsentieren im Haus der Zukunft erste Ergebnisse einer neuen Wirtschaftsstruktur-Analyse, die die Arbeitnehmerkammer beim Institut für Arbeit und Wirtschaft (IAW) in Auftrag gegeben hat. Die Studie soll am Donnerstag, 15. September, im Vegesacker Geschichtenhaus vorgestellt werden. Daraus geht hervor: Unter dem Strich hat sich der seit Ende der 1980er-Jahre erkennbare Abwärtstrend der Nordbremer Wirtschaft fortgesetzt. Wohnortnahe Arbeitsplätze in den drei Stadtteilen Blumenthal, Burglesum und Vegesack gibt es längst nicht mehr genug. Deshalb pendeln rund 70 Prozent der Menschen mit einem sozialversicherungspflichtigen Job in andere Stadtteile. Selbst von der seit 2007 zu beobachtenden Dynamik am Arbeitsmarkt hat Bremen-Nord kaum profitiert.

...im letzten Absatz heißt es:

Dabei gebe es durchaus einige Punkte, die für Bremen-Nord sprechen. Neben günstigen Mieten und Grundstückspreisen sowie „hochwertigen Wasserlagen für Wohnen und Naherholung“
(Studie) nannte Hausen attraktive Gewerbeflächen und den „erfolgreichen Besatz an mittelständischen Gewerbe- und Industrieunternehmen“. Auch die überregionale Verkehrsanbindung durch Busse, Bahnen und Autobahnen hält Hausen für gut. Hinzu kämen das Potenzial der Gesundheitswirtschaft und die internationale Präsenz in Sachen Bildung durch die Jacobs University. Dies alles biete für Bremen-Nord einige Perspektiven. Allerdings sei die Politik gefordert. Vor allem kämpfe der Stadtbezirk gegen ein Imageproblem.
Zitat Ende

Den vollständigen Bericht kann man mit o.a. Link aufrufen


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"Steinbrechanlage ist vom Risch"

#26 von Lola , 24.09.2016 23:33

http://www.weser-kurier.de/region/die-no...id,1463638.html

Zitat


Behörde sucht Alternativ-Standort
Steinbrechanlage ist vom Tisch
Sylvia Wörmke 24.09.2016 0 Kommentare

Rönnebeck. Erfolgreicher Protest: Anwohner und der Beirat Blumenthal haben so energisch gegen die Einrichtung einer Steinbrechanlage am Rönnebecker Hafen protestiert, dass nun ein Alternativstandort gesucht wird. „Die Genehmigung für die Steinbrechanlage in Rönnebeck ist ausgesetzt“, verkündet der Umweltsenator in einer Pressemitteilung. Darauf hätten sich der Bauunternehmer Jan-Gerd Kröger und das Umweltressort verständigt. Die Anlage sollte am Weserufer auf dem Gelände der früheren Sarstedt-Werft betrieben werden. Grund für die Sinnesänderung seien „die massiven Bedenken der Anwohner und des Beirates“. Die wolle man ernst nehmen. Nun soll zudem eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben werden um zu prüfen, welche Nutzung dort möglich ist. Das Gutachten, so die Einschätzung, wird im ersten Quartal 2017 vorliegen.
Zitat Ende

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"Aufbruch in Blumenthal"

#27 von Lola , 30.09.2016 07:34

http://www.weser-kurier.de/region/die-no...id,1467226.html

Zitat

Fachmarktzeile und Witthus-Hammer-Heimtex: Neueröffnungen kurbeln das Geschäftsleben an
Aufbruch in Blumenthal
Sylvia Wörmke und Volker Kölling 30.09.2016 0 Kommentare

Blumenthal. Für Verbraucher war Blumenthal am Donnerstag aufgrund der zahlreichen Angebote ein Einkaufsparadies. Die neue Fachmarktzeile im Blumenthal-Center wurde nach neunmonatiger Bauzeit eröffnet und gleichzeitig öffnete im Gewerbegebiet Blumenthal auch der Fachmarkt Witthus-Heimtex nach umfangreichen Bauarbeiten wieder seine Türen. Bei beiden Anlässen hieß es: volles Haus.

Die niederländische Ten Brinke Gruppe hat auf einem seit Jahren brachliegenden Grundstück zwischen dem Blumenthal-Center und der Bahrsplate in nur neun Monaten eine Fachmarktzeile aufgebaut. Politik und Verwaltung waren mit im Boot. Ortsamtsleiter Peter Nowack gehörte am Vormittag auch zu den ersten Besuchern. Er schaute sich mit Projektentwickler Uwe Kammholz das Ergebnis der Bauarbeiten an und schlenderte durch die Einkaufszeile.

Der Artikel informiert weiter:

"Eigentlich sollte auch der gastronomische Betrieb eines türkischen Betreibers am Donnerstag eröffnen. Doch hier war Fehlanzeige. Zur Verwunderung von Uwe Kammholz, der nicht nachvollziehen konnte, weshalb es der Betreiber nicht zur gemeinsamen Eröffnung geschafft hat, den Laden einzurichten. Details wusste er nicht, auch nicht, wann das Geschäft nun eröffnet wird. „Das ist schon ungewöhnlich“, meinte er."

Am Schluss des Zeitungsartikels heißt es:

Blumenthals Ortsamtsleiter Peter Nowack zitierte Mahatma Ghandi:

„Sei du selbst die Veränderung, die du dir wünschst für die Welt.“

Das war auch der Tenor der anderen Festreden: Mit der Art seiner 1,2-Millionen-Investition am Standort Blumenthal habe Dennis Witthus unternehmerische Kraft bewiesen, mit seinem Bekenntnis zu nachhaltigen Energien Pioniergeist. Nowack: „Für einen Blumenthaler Unternehmer ist das einfach perfekt. Solche Leute brauchen wir hier.“
Zitat Ende

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"Kapitän-Dallmann-Straße: Warum das frühere Altenheim nicht genutzt wird"

#28 von Lola , 04.10.2016 08:41

http://www.weser-kurier.de/region/die-no...id,1469220.html

Zitat
Kapitän-Dallmann-Straße: Warum das frühere Altenheim nicht genutzt wird
Notunterkunft ohne Flüchtlinge
Patricia Brandt 04.10.2016 0 Kommentare

Blumenthal. 120 Flüchtlinge sollten bereits 2015 in das frühere Altenheim an der Kapitän-Dallmann-Straße in Blumenthal ziehen. Alles war vorbereitet: Der Senat hatte eine Verpflichtungsermächtigung für die Miete erteilt, Jennifer Frank und Dennis Schmidt von den Johannitern stellten sich dem Beirat als Betreuer vor und eine Willkommensinitiative hatte sich auch gegründet. Doch die Räume des Gebäudes bleiben bis heute verwaist. Hinter den Kulissen wird bei der Verwaltung gerade diskutiert, ob die Stadt das Haus überhaupt noch als Flüchtlingsunterkunft anmietet.
Zitat Ende

...Beitrag 16 in diesem Thread dürfte auch interessant sein.

Um die Problematik in Blumenthal zu verstehen ist ein Blog-Beitrag hilfreich, den man mit folgendem Link aufrufen kann_

http://blumenthal-zeitung.blogspot.de/20...vorschlage.html

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"Von Aufbruch und Sorgen"

#29 von Lola , 15.10.2016 20:54

http://www.weser-kurier.de/bremen/zu-hau...id,1475754.html


Zitat

Blumenthal
Von Aufbruch und Sorgen
Annika Mumme 14.10.2016 0 Kommentare

Blumenthal ist der nördlichste Stadtteil Bremens und erstreckt sich vom malerischen Wätjens Park über das Gelände der ehemaligen Bremer Wollkämmerei und das „alte“ Stadtteilzentrum bis hin zur Bahrsplate direkt an der Weser. Die namensgebenden Blumen gibt es hier zuhauf; der Stadtteil ist sehr grün. Es gibt aber auch viel Wildwuchs und das eine oder andere „Unkraut" – um im Bild zu bleiben.

Einer, der sich für Blumenthal engagiert, ist Marcus Pfeiff. Er ist einer von vier Sprechern der Initiative Alt-Blumenthal. „Der Stadtteil befindet sich in einer Umbruchphase", sagt Pfeiff und spricht von einer schwierigen Zeit, die Blumenthal durchlebe. Es sei wichtig, die positiven Seiten deutlicher hervorzuheben. Denn obgleich Blumenthal Problemzonen habe, sollten die Vorzüge des Stadtteils für ein größeres Selbstbewusstsein unter den Bürgern sorgen. Auch und gerade angesichts aktueller Diskussionen.

Eine dieser Debatten dreht sich darum, dass der alte Ortskern nahezu tot sei, Kritiker bemängeln zudem die Planungen zur Neugestaltung: Die Ideensammlung nehme zu viel Zeit in Anspruch – Handlungen und Ergebnisse blieben dagegen aus.
Zitat Ende


http://www.weser-kurier.de/bremen/zu-hau...id,1475762.html

Es folgt dann noch ein Interview mit Blumenthals Ortsamtsleiter Peter Nowack, das man mit o.a. Link aufrufen kann.

Zitat aus dem Interview:
Interview
„Der erste Leerstand ist wie ein fauler Apfel“
Annika Mumme 14.10.2016 0 Kommentare

Peter Nowack ist 57 Jahre alt und seit dem 1. Juni 2010 Ortsamtsleiter in Blumenthal. Der gelernte Maschinenschlosser ist gebürtiger Blumenthaler und Mitglied bei der SPD. Wir sprachen mit ihm über den Leerstand und über viele zarte „Kultur-Pflänzchen", die in Blumenthal gepflegt werden müss(t)en.
Zitat Ende

Ein Ortsteil der so viele Jahre vor sich hindümpelte, kann nicht wie von Zauberhand plötzlich innerhalb kurzer Zeit zu einem pulsierenden Ort werden. Es ist ein Anfang gemacht und der Vorschlag die Leerstände zu einer "Künstleroase" werden zu lassen hört sich attraktiv an und was gehen die Immobilienbesitzer für ein Risiko ein? Sie bekommen die Nebenkosten und einen kleinen Obulus. Die Immobilie steht nicht leer und gewinnt an Attraktivität. Viele Räumlichkeiten stehen doch schon seit Jahren leer und möglicherweise besteht vielleicht die Chance nach einer gewissen Anlaufzeit, sollte der Stadtteil wieder belebt sein, zu einer festen Vermietung.
Eine schlechtere Lösung als ein Leerstand, kann es für einen Vermieter nicht geben, oder?


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