Kraftwerk Farge (Quelle: wikipedia)

Altlasten im Gewerbegebiet Claus v.Lübken-Straße

#1 von Lola , 30.05.2013 08:16

http://www.weser-kurier.de/region/zeitun...rid,580773.html

Auf den Beitrag im Weser Kurier habe ich die Fragen der CDU mit einer kompetenten Person besprochen und bei den Antworten des Umweltamtes sind ein paar zusätzliche Erklärungen durch das Umweltamt notwendig.

Die von der CDU gestellten Fragen lauteten wie folgt:
Frage 1 - Wurden in den letzten vierzig Jahren auf diesem Gebiet giftige Fässer abgelagert?

Es existieren Zeitzeugen über die Verbringung der Fässer in dieses Gebiet, da ändern auch keine Luftbilder die Sachlage, dass keine Fässer zu sehen sind.

Frage 2 War das Grundstück in der Vergangenheit jemals als Deponie klassifiziert?

.im Sinne einer genehmigten Deponie liegen keine Anhaltspunkte vor" und später wird aufgeführt :"Ab 1969 wurde die Grube mit Bauschutt, Erdaushub Haus und Sperrmüll sowie Abfälle jeglicher Art verfüllt". Abfälle jeglicher Art ? Was sind das für Abfälle - Sonderabfälle aus Krankenhäusern, aus Kernkraftwerken und was auch immer? Das war doch ein Deponiebetrieb, möglicherweise nannte man das damals noch nicht Deponie. Aber nach heutigen Auffassungen fand damals eine eindeutige Verbringung von Abfällen aller Art statt,
Die angeführten nicht auffälligen Widerstandsanomalien sollte das Umweltamt nochmals fachlich prüfen!!
Was will der Umweltsenator mit nicht auffällige Widerstandsanomalien ausdrücken - Beschwichtigung ? Diese Messungen können sicher öffentlich eingesehen werden? Meine Gesprächbspartner bezweifelt, dass verbrachte Fässer mit hochtoxischen Verbindungen unterhalb einer Deponie oder in einer Deponie von der Geländeoberfläche geortet werden können. Welche Mengen wurden deponiert und bis zu welcher Tiefe ? Wo steht das Schichtenwasser und das Grundwasser an? Hier sind weitergehende Antworten vom Umweltamt notwendig.


Frage 3 Wer waren die Vorbesitzer des Grundstücks?
"Der Vorbesitzer ist der Behörde namentlich bekannt." Wer war Vorbesitzer und ab wann gibt es einen anderen Besitzer? Sollte hier nicht das Bodenschutzgesetz greifen? Eigentum vepflichtet !

Frage 4 Wurden in den letzten zehn Jahren Bodenproben auf diesem Grundstück genommen?

: "Emmissionen in das Grundwasser unterliegen der laufenden Überwachung". Auf was wurde untersucht und wie hoch sind die nachgewiesenen Stoffe? Keine Aussagen über Fließgeschwindigkeiten des Grundwasser und die Lage der drei von sechs einmal jährlich beprobten Brunnen ( durch wen? ). Geologische Schichtenprofile sind ebenfalls bei der Wasserprobenuntersuchung und - beprobung zu berücksichtigen.
Die Frage nach den Bodenproben und auch auf was untersucht wurde ist ebenfalls nicht beantwortet. Damit gibt es auch keine Aussage vom Schadstoffpotential in dieser Altablagerung und deren mögliche Auswirkungen auf unterschiedlichste Schutzgüter.

Das Umweltamt sollte genaue Informationen bekannt geben, zumal die Gewerbe-Grundstücke zum Verkauf angeboten werden.


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zuletzt bearbeitet 30.05.2013 | Top

RE: Altlasten

#2 von Lola , 30.05.2013 18:14

http://www.umwelt.bremen.de/sixcms/media...tt_06-12-07.pdf
Seite 11 aus o.a. Link
Zitat
Altablagerungen sind Grundstücke, auf denen
Abfälle behandelt oder gelagert wurden. Dies kön
-
nen sowohl „wilde“ Müllkippen als auch frühere
– nach damaligen Maßstäben mehr oder weniger
geordnete – kommunale Abfalldeponien sein.
Ablagerungen dienten vielfach auch zur Auffül
lung von Gruben und Geländesenken.

Nach dem
2. Weltkrieg wurden häufig Bombentrichter mit
teilweise schadstoffbelasteten Abfällen aufgefüllt.

In der Stadtgemeinde Bremen unterliegt rund ein
Viertel aller Altablagerungen der Beobachtung
(Monitoring) im Rahmen des Altlastenüber-
wachungsprogramms (AÜP). Die systematische
Überwachung dient insbesondere dazu, mögli
-
che Gefahren, die von diesen Altablagerungen
unter bestimmten Umständen für Grundwasser
und Umwelt ausgehen können, frühzeitig zu
erkennen und abzuwehren. Die Ergebnisse des
Überwachungsprogramms werden regelmäßig
veröffentlicht. Zur Zeit liegt ein aktueller Bericht
auf Grundlage der Daten bis 2005 vor.
Grundwasserverunreinigungen durch Altstand
-
orte und durch Altablagerungen weisen jeweils
besondere typische Merkmale und Probleme
auf. Grundwasserschäden durch Altstandorte
verursachen in Bremen sowohl aufgrund ihrer
Ausdehnung als auch aufgrund der jeweiligen
Schadstoffspektren die weitaus größeren Proble
-
me und stehen daher auch im Vordergrund der
folgenden Ausführungen.

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Registriert am: 24.01.2013


RE: Altlasten

#3 von Lola , 30.05.2013 18:20

http://www.umwelt.bremen.de/sixcms/media...tt_06-12-07.pdf


Zitat aus Seite 16

Altlastenbedingte Grundwasserverunreinigungen im Land Bremen
2.6
Gesetzliche Grundlagen
Seit 2002 gibt es für das Land Bremen das Bremische Bodenschutzgesetz,
welches landes-spezifische Besonderheiten regelt.

Eine der meistdiskutierten Rechtsfragen im Zusammenhang mit Altlasten und altlastenbedingten
Grundwasserverunreinigungen ist die Frage, werdie Kosten für die Sanierung zu tragen hat. Grund
-sätzlich können hierfür der Schadensverursacherund der Eigentümer des Grundstücks, von dem die
Verunreinigung ausgeht, herangezogen werden.Das Bundesbodenschutzgesetz gibt den Rahmen
hierfür vor. In strittigen Fällen wird die Frage derKostenpflicht gerichtlich geklärt.Wenn eine erhebliche Gefahr unmittelbar droht,ist die Stadtgemeinde berechtigt, Untersuchungs-
und Sanierungsmaßnahmen einzuleiten und die Kosten später vom Pflichtigen zurückzufordern.

Grundstückseigentümer, unter deren Grundstück sich die Schadstofffahne einer Grundwasserver-
unreinigung ausbreitet, die von einem anderenGrundstück ausgeht, müssen nicht für die Sanie
-rung dieses Grundwasserschadens aufkommen.(Weitere Informationen und nähere Erläuterungen
finden Sie in Kapitel 6.3

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