Kraftwerk Farge (Quelle: wikipedia)

Tanklager schließt zum Monatsende....

#1 von Lola , 27.05.2013 23:57

http://www.weser-kurier.de/bremen/wirtsc...rid,580224.html

Zitat
Privatisierungspläne des Bundes - 27.05.2013
Tanklager-Verkauf gescheitert
Von Stefan Dammann

Farge·Schwanewede. Der Verkauf des Bundeswehr-Tanklagers in Bremen-Farge ist offenbar gescheitert. Das größte Kraftstoff-Reservoir der Bundesrepublik sollte eigentlich an einen privaten Betreiber übergehen. Nun ist die Zukunft ungewiss. Das Lager schließt zum Monatsende und hat dann für den Bund keine Funktion mehr.
Zitat Ende

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RE: Tanklager schließt zum Monatsende....

#2 von Lola , 28.05.2013 07:35

http://www.weser-kurier.de/region/zeitun...rid,580358.html
Zitat
andkreis Osterholz pocht auf Auflagen für interessierte Betreiber / „Stillstandsbetrieb“ ab 1. Juni - 28.05.2013
Tanklager: Verkauf hakt am Baurecht
Von Jürgen Theiner

Die Bundeswehr bleibt vorerst Eigentümerin des Tanklagers Farge, der angestrebte Verkauf der Anlage durch die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben liegt auf Eis. Wenn sich die bisherige Betreiberfirma Tanquid zum Monatsende von dem Gelände zurückzieht, übernimmt zunächst ein Dienstleister aus Speyer die Instandhaltung der technischen Infrastruktur....

........
........
Nach Informationen dieser Zeitung sind die Verkaufsgespräche, die die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) mit zwei potenziellen Erwerbern geführt hat, an einem toten Punkt angelangt. Hintergrund ist offenbar eine Intervention des Landkreises Osterholz. Die Kreisverwaltung hatte in einem Schreiben vom 8. Mai an die Bima klargestellt: Jedweder Käufer muss vertraglich zusagen, die gesamte Anlagentechnik zu beseitigen, falls der Betrieb des Tanklagers irgendwann aufgegeben wird. Diese Verpflichtung soll sogar mit einer entsprechenden Bürgschaft abgesichert werden. Doch die verbliebenen Interessenten, mit denen die Bima zuletzt verhandelt hat, denken gar nicht daran, einen solchen Wechsel auf die Zukunft zu unterschreiben. Zu groß wäre aus ihrer Sicht das Risiko, auf Kosten in Millionenhöhe sitzen zu bleiben.
Zitat Ende

Wie beruhigend, dass es noch Politiker und Verwaltungen gibt die zukunftsorientiert entscheiden!!!
Ich glaube in Farge und Rönnebeck gibt es viele Menschen die froh über diese Entscheidung sind.


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RE: Tanklager schließt zum Monatsende....

#3 von Klueverbaum , 28.05.2013 09:58

Da müssen sich die Blumenthaler wohl bei den Politikern des Kreises Osterholz bedanken. Die scheinen wesentlich verantwortungsvoller zu sein als die in Bremen und auch besonders in Blumenthal.

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Wo ein Wille ist…

#4 von Reinhard , 28.05.2013 10:18

Wo ein Wille ist…

Die Recherchen und Interviews der Norddeutschen dürften nicht nur viele besorgte Bürger beruhigen. Sie werfen auch Fragen auf. So scheint es in Niedersachsen ein anderes Bundesbaugesetz zu geben als in Bremen, wo von offizieller Seite immer nur von einem Bestandsschutz für die Eigentümer des Tanklagers die Rede war, aber nie von eine Rückbauverpflichtung zugunsten der Umwelt und zukünftiger Generationen.

Das muss besonders überraschen, da in der Hansestadt die beiden Ressorts, die für den Bau- und dem Betrieb eines Tanklagers zuständig sind und über das Bundesbaugesetz und das Bundesemissionsschutzgesetz regelnd eingreifen können, demselben Senator unterstehen. Hier gibt es also tatsächlich die kurzen Wege, auf die Bremen so stolz ist.

Jetzt hat der Dezernent des Landkreises Osterholz dafür gesorgt, dass entsprechend dem Baurecht keine Ruinen den Außenbereich verschandeln können und zu weiteren Sorgen bei den Anwohnern führen, ganz wie es den Intentionen des Gesetzes entspricht.

Damit bestätigt sich die Haltung, die Panorama bereits am 11. Dezember letzten Jahres in seinen Interviews festgestellt hat.
Während der Bau- und Umweltsenator damals anscheinend nur einen Rechtsanspruch des Eigentümers bzw. Betreibers auf den Fortbestand seiner Genehmigung kannte, sah man in Schwanewede den Fall erheblich kritischer. So wollte die Gemeinde dem „Verkauf und Weiterbetrieb nicht bedingungslos zustimmen. Sie will nach dem Abzug der Bundeswehr stattdessen ihr Planungsrecht wahrnehmen und erst dann zustimmen, wenn die Ursachen für die Grundwasserbelastung aufgeklärt und alle Risiken eines Weiterbetriebs des Tanklagers einschätzbar sind. Bremen dagegen will die alte Betriebsgenehmigung für das Tanklager einfach weiterhin gelten lassen.“

Es scheint also wichtig zu sein, dass nicht nur ein juristischer Weg vorhanden ist, sondern auch der politische Wille, diesen gehen zu wollen.

Dabei ist nach den Aussagen des Artikels in der Norddeutschen besonders bemerkenswert, dass der Verkäufer gegen die Auflagen des Kreises Osterholz nicht einmal an eine Klage denkt. Aber der Bund bzw. die BimA sah die Sache ohnehin nicht so eindeutig wie die Bremer Gewerbeaufsicht und der Bau- und Umweltsenator, denn bereits im Verkaufsexposé hieß es: Bremen und Schwanewede „haben signalisiert, daß sie einer Weiter- und Nachnutzung der Liegenschaft als Tanklager aufgeschlossen gegenüber stehen. Die Änderungen der FNP und die Bauleitplanung sind zwischen dem Käufer und den beiden Kommunen abzustimmen.“

Aber diesen Satz hat man in Bremen anscheinend immer überlesen. Man kann allerdings aus diesem Vorgang auch lernen, dass man vor allem auf die Taten der Politiker achten muss und weniger auf ihre sonntäglichen Erklärungen über Nachhaltigkeit und Umweltschutz.


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RE: Wo ein Wille ist…

#5 von Reinhard , 28.05.2013 11:36

Übrigens kann man sich über den „Politiker“, der vielen Anwohnern des Tanklagers Farge wenigstens einen großen Teil ihrer Sorgen zunächst einmal genommen hat, im Internet näher informieren. Danach setzt er sich außerhalb seiner Tätigkeit als Dezernent politisch u.a. für „mehr aktive Bürgerbeteiligung“ ein. „Das heißt für mich, die Bürger von Anfang an zu beteiligen und dabei auch andere Wege zu gehen, als die bisherigen eingefahrenen formellen Verfahren.

Man kann also auch außerhalb Bremens bürgernahe Politiker und Verwaltungsbeamte finden. Oder sind es dort sogar mehr?


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RE: Wo ein Wille ist…

#6 von Reinhard , 28.05.2013 13:36

Wie wichtig die Forderung des Landkreises Osterholz ist, belegt ein Blick auf die Best Oil GmbH. Dieses Tochterunternehmen der Hanenkamp Gruppe hatte Ende 2011 lt. Bundesanzeiger bei einem Eigenkapital von 80.000 € Verbindlichkeiten von einer halben Million €. Große Stürme könnte dieses Unternehmen also kaum überstehen und an eine Finanzierung des Rückbaus wäre nicht zu denken.

Auch hätte der Kauf für die GmbH eine ungewöhnliche Größenordnung, an der sich ein Unternehmen leicht verschlucken kann. So wird bisher nur das Tanklager Nienburg mit 80.000 m³ Lagerkapazität betrieben. Das ist etwas „weniger“ als die 320.000 m³ in Farge.

Die Geschäftsführer der GmbH und Gründer der Gruppe scheint also vor allem eine hohe Risikobereitschaft auszuzeichnen. Das ist jedoch zwangsläufig keine Garantie für die Sicherheit des Unternehmens und damit auch der Anwohner. Aber für derartige Fälle gibt es die Rückbauverpflichtung, die auch bei Windkraftanlagen üblich ist. Man muss sie nur anwenden wollen.


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RE: Wo ein Wille ist…

#7 von Reinhard , 29.05.2013 12:08

Auch wenn uns die Zeitung nicht über juristische Details informiert hat, dürfte die Rechtsgrundlage für die Rückbaupflicht und die Auferlegung einer Sicherheitsleistung § 35 Abs. 5 BauGB sein.

Dort heißt es zum Bauen im Außenbereich: „(5) Die .. zulässigen Vorhaben sind in einer flächensparenden, die Bodenversiegelung auf das notwendige Maß begrenzenden und den Außenbereich schonenden Weise auszuführen. Für Vorhaben nach Absatz 1 Nr. 2 bis 6 ist als weitere Zulässigkeitsvoraussetzung eine Verpflichtungserklärung abzugeben, das Vorhaben nach dauerhafter Aufgabe der zulässigen Nutzung zurückzubauen und Bodenversiegelungen zu beseitigen … Die Baugenehmigungsbehörde soll durch nach Landesrecht vorgesehene Baulast oder in anderer Weise die Einhaltung der Verpflichtung nach Satz 2 sowie nach Absatz 4 Satz 1 Nr. 1 Buchstabe g sicherstellen.

Dazu hat das Bundesverwaltungsgericht in einer Entscheidung vom 17. Oktober letzten Jahres einige Erläuterungen gegeben. Danach ist zur Einhaltung der Rückbaupflicht die Auferlegung einer Sicherheitsleistung gerechtfertigt und wird durch die Gesetzesmaterialen bestätigt. Dort wird „auf das „Verursacherprinzip“ und die Notwendigkeit verwiesen, angesichts der zunehmenden Inanspruchnahme des Außenbereichs die Einhaltung der Rückbaupflicht „sicherzustellen“. Dazu reicht eine „bauordnungsrechtliche Pflicht zur Beseitigung des Vorhabens“ nach dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts nicht aus. Vielmehr „verlangt“ das „Baurecht auf Zeit“ nach verbindlichen Sicherungen.

Mit anderen Worten: Eine Genehmigungsbehörde muss Sicherheitsleistungen auferlegen, wenn sie die Rechtslage beachtet und nicht so intransparent und „lasch“ arbeitet wie anscheinend das Bremer Bau- und Umweltamt und die Bremer Gewerbeaufsicht.


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RE: Wo ein Wille ist…

#8 von Lola , 31.05.2013 06:34

..ist auch ein Weg ...und den hat nun auch Bremen gefunden!

Die Norddeutsche - Seite 3 - 31.5.2013
von Jürgen Theiner

Tanklager: Bremen teilt die Haltung des Landkreises Osterholz

Zitat
Nach Darstellung der Behörde wird bei der Stillegung einer genehmigungspflichtigen Anlage wie des Tanklagers Farge von der Gewerbeaufsicht darüber entschieden, was auf dem Gelände konkret zu tun ist. In jedem Fall sähen die einschlägigen Vorschriften des Bundesimmissionsschutzgesetzes vor, dass "die Wiederherstellung eines ordnungsgemäßen Zustandes des Anlagengrundstücks gewährleistet ist".
Der Betreiber steht dabei in der Pflicht.

Im konkreten Fall des Tanklagers Farge ist es die Aufgabe des Bundes als ursprünglicher Betreiber , die Umweltschäden im Boden zu beseitigen.
Zitat Ende

Welche Behörde ist für die Überwachung der Sanierung vom eigentlichen Tanklagergebiet zuständig?


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Unabhängiger Tanklager Verein e.V.

#9 von Lola , 03.06.2013 14:13

http://www.tanklagerverband.de/verband/vorstand.html

http://www.tanklagerverband.de/mitglieder/index.html

http://www.tanklagerverband.de/mitglieder/links.html

..einfach nur mal so- rund um das Tanklager. Wußte gar nicht, dass es einen solchen Verein gibt.

Farge war nach den Angaben des Tanklagerverband nicht das "weltgrößte Tanklager".
Einfach mal lesen.

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ein paar interessante Links-Arbeitskreis Tanklager

#10 von Lola , 03.06.2013 15:33

http://www.lanuv.nrw.de/anlagen/ueberpruef.htm
Überprüfung der Tanklager für brennbare Flüssigkeiten

Checkliste zur Überprüfung der Maßnahmen gegen Stofffreisetzung sowie zu Löschmaßnahmen
(Stand: April 2010)


http://www.bmu.de/service/publikationen/...-buncefield-gb/
Zitat
Stand: 01.01.2010
Abschlussbericht der Kommission für Anlagensicherheit (KAS) zum Tanklagerbrand in Buncefield (GB)


http://www.bmu.de/fileadmin/bmu-import/f..._bericht_bf.pdf

Zitat
Abschlussbericht
Bewertung des Tanklagerbrands von
Buncefield/GB vom 11.12.
2005 und daraus für
deutsche Großtanklager für Ottokraftstoff
abgeleitete Empfehlungen
erarbeitet vom:
Arbeitskreis Tanklager (AK-TL)
Zitat Ende


http://www.sfk-taa.de/publikationen/kas/KAS_16.pdf

Anlage 10 -( dort sind die teilnehmenden Institutionen/Organisationen aufgeführt)
42

Arbeitskreis TANKLAGER (AK-TL)
Vorsitzender: Herr Prof. Dr. Jochum
Sitzungstermine im Berichtsjahr 2009:
10. Sitzung am 28. Mai 2009 bei der GFI Umwelt in Bonn
11. Sitzung am 12. Oktober 2009 bei der GFI Umwelt in Bonn

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Osterholz will sich absichern

#11 von Lola , 04.06.2013 06:38

http://www.weser-kurier.de/region/zeitun...rid,585311.html
Zitat
Position zum Tanklager-Rückbau - 04.06.2013
Osterholz will sich absichern
Von Christina Denker

Schwanewede·Farge. Zum Tanklager Farge meldet sich der Landkreis Osterholz noch einmal zu Wort. Der Landkreis vertritt die Auffassung, dass für eine künftige Nutzung des Areals durch die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) oder private Käufer dieselben Anforderungen zu gelten hätten, wie sie auch andere private Eigentümer erfüllen müssten.
Zitat Ende

Klare Vorgaben! Somit weiß jeder der sich für diese Liegenschaft interessiert, was zu beachten ist.

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RE: Osterholz will sich absichern

#12 von Lola , 04.06.2013 07:32

http://www.weser-kurier.de/region/zeitun...rid,585311.html

Warum war dieser Nachschlag von OHZ notwendig?

Wäre vielleicht mal ganz interessant wenn es darauf vielleicht eine Antwort gibt.

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RE: Osterholz will sich absichern

#13 von Reinhard , 04.06.2013 09:50

Anscheinend war die Kreisverwaltung mit der Darstellung ihrer Haltung in der Norddeutschen nicht ganz einverstanden und hat daher durch eine Presseinformation ihre Rechtsposition klargestellt.

Wichtig ist dabei zunächst einmal, dass die Verwaltungsjuristen des Nachbarkreises mit der Konversion des Tanklagers eine grundsätzliche Änderung der Rechtsverhältnisse verbinden. Durch die förmlichen Aufgabe der militärischen Nutzung des Tanklagers Farge entfallen daher alle bisherigen baurechtlichen „Privilegierungen, die so nur für Zwecke der Landesverteidigung gelten.“

Damit wird, wie bereits schon ganz zu Beginn der Tanklagerdiskussion, auf die für nicht-militärische Bauten fehlenden Genehmigungen verwiesen, sodass man das Tanklager auch als „Schwarzbau“, also als Anlage ohne gültige Baugenehmigung, sehen kann.

Diese Rechtsposition wird man sicherlich vom Baurecht auch auf das Umweltrecht übertragen können und daher nach der Gültigkeit der Betriebsgenehmigung fragen müssen.

Auf dieser Grundlage verlangt der Kreis eine Sicherung der üblichen Rückbauverpflichtung. Dabei ist sein Adressat die Bundesrepublik und nicht ein möglicher Käufer, wie man aus dem Zeitungsartikel hätte ableiten können.

Die Frage ist jetzt, wie sich der Bund verhalten wird, da ihn die am 1. Juni begonnene Hängpartie nur Geld kostet. Bei der Suche nach einer Antwort dürfte sicherlich auch die Höhe der Kosten eine Rolle spielen, die der Blumenthaler Ortsamtsleiter auf ca. 500 Mio. € schätzt.

Für die Steuerzahler im Bund und in Bremen könnte es daher am Ende die billigste „teure“ Lösung sein, wenn sich der Bund, Bremen und Schwanewede an einen Tisch setzen, um gemeinsam nach einer neuen Nutzung zu suchen, die den Anwohnern Sicherheit bringt und bei der keine Ruinen die Landschaft verschandeln.

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Überprüfung der Tanklager für brennbare Flüssigkeiten -Stand April 2010

#14 von Lola , 05.06.2013 07:16

http://www.lanuv.nrw.de/anlagen/ueberpruef.htm (Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW)
Zitat
Überprüfung der Tanklager für brennbare Flüssigkeiten

Checkliste zur Überprüfung der Maßnahmen gegen Stofffreisetzung sowie zu Löschmaßnahmen
(Stand: April 2010)

Aufgrund des Brandes im Tanklager Buncefield (UK) im Dezember 2005 wurde die Sicherheit von Tanklagern in Deutschland grundsätzlich thematisiert. Nach einem entsprechenden Auftrag des Bundesumweltministers wurde von der Kommission für Anlagensicherheit (KAS) ein Arbeitskreis Tanklager (AK-TL) gebildet, der überprüfen sollte, ob für deutsche Tanklager Handlungsbedarf besteht und ob die gesetzlichen Vorschriften und das technische Regelwerk für einen sicheren Betrieb ausreichend sind. Der AK-TL gibt Empfehlungen und empfiehlt eine Überprüfung der Tanklager.

Vor diesem Hintergrund wurden die in dem Arbeitsbereich Anlagensicherheit des LUA NRW gesammelten Erfahrungen aus der Fortschreibung des Standes der Sicherheitstechnik sowie der Begutachtung von Sicherheitsanalysen und -berichten in einem ersten Positionspapier im Juni 2006 zusammengefasst, mit dem Ziel die Überwachungsbehörden und die Betreiber bei der Überprüfung der Tanklager zu unterstützen. Das Positionspapier Anforderungen an Tanklager für brennbare Flüssigkeiten wurde im Internet veröffentlicht.
Zitat Ende
..
In dem Papier heißt es weiter:"Nachfolgend werden die Checklistenmodule als Formular für Behörden, Betreiber und Sachverständige zur Verfügung gestellt. Da eine Verifizierung nur durch praktische Anwendung erfolgen kann, ergeht die Bitte um Rückmeldungen zu Vollständigkeit und Praxistauglichkeit an: Poststelle@lanuv.nrw.de.
Die Checklistenmodule:

Checklisten-Modul für einen einzelnen Tank
Checklisten-Modul für Verladestellen und Anlieferung per Pipeline
Verladestellen „EKW/TKW“.
Verladestellen „Schiff“.
Checklisten-Modul für die übrige technische Ausrüstung
Checklisten-Modul für Organisation, Notfallplanung und Sicherheitsmanagementsystem
Checklisten-Modul für das Umfeld des Tanklagers


http://www.lanuv.nrw.de/anlagen/pdf/Popa...ger_12_2008.pdf
LANUV NRW
Anforderungen an Tanklager für brennbare Flüssigkeiten
(Stand: Dezember 2008)

http://www.feuerwehr-weblog.de/2006/11/1...von-buncefield/

http://www.bmu.de/service/publikationen/...-buncefield-gb/

http://www.sfk-taa.de/publikationen/kas/KAS_13.pdf
Erläuterungen:
Abschlussbericht
Bewertung des Tanklagerbrands von Buncefield/GB vom 11.12.2005 und daraus f ̧r deutsche Grofltanklager f ̧r Ottokraftstoff
abgeleitete Empfehlungen erarbeitet vom: Arbeitskreis Tanklager (AK-TL)

Erl‰uterung zum Abschlussbericht
Dieser Abschlussbericht aktualisiert die bereits in mehreren Zwischenberichten (zuletzt: Ñ3.
Aktualisierung des 2. Zwischenberichts, Stand September 2007ì) verˆffentlichten Erkennt-
nisse des AK-TL. Seine Grundlagen und Begrenzungen werden vor allem in Abschnitt 1.2
ÑVorgehensweiseì beschrieben.
Der Abschlussbericht wurde vom AK-TL in seiner Sitzung vom 12.10.2009 verabschiedet
und von der KAS in ihrer Sitzung vom 11./12.11.2009 zustimmend zur Kenntnis genommen.
Zitat Ende

Im Falle des Tanklager Brand in Buncefield/England hat der damalige Umweltminister Gabriel dieses Unglück zum Anlass genommen, dass in Deutschland ein Arbeitskreis Tanklager gebildet wurde um einen Maßnahmen Katalog mit Empfehlungen erstellen zu lassen, der an alle Tanklager und Betreiber gehen sollte.
Es wurden Fragen der Sicherheit eines Tanklagers zusammengestellt, die von den Betreibern beantwortet werden mußten.

Wenn man jetzt eine Chronologie erstellen würde mit allen Daten, dann wird man sicherlich erkennen können, dass die Umbaum/Reparaturmaßnahmen im Tanklager Farge nicht auf ein freiwilliges Engagement schließen läßt, oder?
Die Studie ist sehr umfangreich, aber doppelwandige Rohre sind vorgegeben und bei einem Brand (bin kein Techniker, von daher empfehle ich jedem der sich für das Thema interessiert, bitte selbst zu lesen, möglicherweise habe ich das falsch interpretiert) sind die Be/Entlüftungspunkte eine große Gefahrenquelle wegen der Explosionsgefahr.
Ist da nicht beim Kindergarten in Rekum ein solcher Punkt?

Der Brand in England war im Jahr 2005
Die Studie wurde von Herrn Gabriel ebenfalls in 2005 in Auftrag gegeben.
Das Exposee der BImA kann auch Aufschluss darüber geben was für Reparaturen noch notwendig sind und welche Reparaturen wann gemacht wurden.

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..vor dem Hintergrund dieser Studie des Bundesumweltamt

#15 von Lola , 05.06.2013 08:01

...kann eigentlich kein verantwortungsvoller Politiker einer Weiterführung des Tanklagers zustimmen, so sehe ich das!
Sicherheit muss grundsätzlich Vorrang vor Bestandsschutz haben.
Hätte sonst ein Umweltminister eine solche Studie in Auftrag gegeben und hätte man sonst einen Arbeitskreis Tanklager gebildet?

Wichtig sind aUCH die Mitglieder des Arbeitskreises. Es handelt sich um Fachleute z.B. aus Technik u. Umwelt, sodass man davon ausgehen kann, dass alle Bereiche berücksichtigt wurden.


Vielleicht sollte man jetzt in die Zukunft schauen und darauf achten wie die Sanierungsmaßnahmen auf dem Tanklager-Gelände in Bremen-Farge voranschreiten.

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