Kraftwerk Farge (Quelle: wikipedia)

..sogar im WK-Hauptteil wird in einem Leserbrief auf das Tanklager Bezug genommen..

#16 von Lola , 12.06.2013 07:51

Weser Kurier Ausgabe 12.6.2013 - Seite 5 - Leserbriefe.

Zum Thema "Tempo 30"
Falsche Gewichtung

..diesen interessanten Kommentar sollte man sich nicht entgehen lassen.

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MTBE und unser Trinkwasser

#17 von Lola , 12.06.2013 14:38

http://www.iawr.org/docs/publikation_son...1_mtbe-iawr.pdf

Zitat aus Seite 7
1980 wurde erstmals über das Vorkommen von MTBE im Grundwasser berichtet [18]. Im
Jahr 1996 musste in Santa Monica/Kalifornien die Hälfte aller Trinkwasserbrunnen ge-
schlossen werden, weil Konzentrationen von mehr als 600 μg/L MTBE festgestellt worden
waren [18,33]. Daraufhin wurde zwischen 1996 und 1999 in Kalifornien ein umfangreiches
Messprogramm durchgeführt, das 1,4 % aller untersuchten Trinkwasserquellen als be-
lastet auswies. In 1 % aller Grundwasserm
essstellen und 8,5 % aller Oberflächengewäs-
ser wurde MTBE gefunden. Im US-Bundesstaat Maine an der Ostküste waren 1998 16 %
aller Brunnen mit Konzentrationen unter 35 μg/L belastet, bei 1 % (zumeist privaten Brun-
nen) lagen die Konzentrationen höher [33]. In den gesamten USA sind derzeit etwa 5 -
10 % der Trinkwasservorkommen mit MTBE verunreinigt, 1 % zeigen Belastungen über
20 μg/L. Das Auftreten von MTBE im Grundwasser steht dabei oft in Zusammenhang mit
schadhaften unterirdischen Lagertanks von Tankstellen [29,33,34,35,36].
Zitat Ende

Im Jahr 1996 wurden in Santa Monica/Ca. die Hälfte aller Trinkwasserbrunnen geschlossen.
Vielleicht müßten mehr Stadtbremer auf die Grundwasser-und Erdkontamination in Bremen-Farge, ausgehend vom Tanklager-Farge, hingewiesen werden. Sollten auch hier Trinkwasserbrunnen von der Schadstofffahne erreicht werden und müßten diese Brunnen geschlossen werden, ja dann!!!... wird es richtig teuer!!!

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RE: MTBE und unser Trinkwasser

#18 von Lola , 12.06.2013 15:33

http://www.lubw.baden-wuerttemberg.de/se...chgespraech.pdf

Zitat aus Seite 30
Tabelle 1: Auswahl von Ereignissen in Europa, die zu punktuellen Einträgen von MTBE in
Grundwasser geführt haben.
Land Ursache(n) Jahr Maximal beobachtete Konzentration (in μg/L)
Dänemark Leckagen Tankstellen 1991-1998 550000

Deutschland Leckagen bei Tanklagern/Raffinerien 1998/1999 185000
Deutschland Nähe von Tankstellen 1999 1000 Deutschland Leckagen Tankstellen 2000 87000

England Leckagen Tankst
ellen/-depots 1991-1999 830000
Finnland Kontaminierte Standorte 1996-1998 330000
Frankreich Unfall 1996 2000
Niederlande Leckagen Tankstellen 1999 120
Österreich Altlast Tankstelle 2000 1600
Schweiz Transportunfall 1994 123000
Schweiz Transportunfälle 1998-2000 165000
Schweiz Leckagen Tankstellen 1999/2000 270
Spanien Nähe Tankstellen 2000 13000

In der folgenden Übersicht sind die wesentlichen Unterscheidungsmerkmale diffuser und punktueller
MTBE-Einträge ins Grundwasser zusammengefasst.

Seite 31-

Tabelle 2: Merkmale diffuser und punktueller MTBE-Einträge in Grundwasser
.......

Der Eintrag erfolgt bei diffusen Quellen vor allem über die reguläre Verwendung von MTBE als
Benzinzusatz. Bei punktuellen Quellen liegt immer eine Störung vor, also ein Unfall oder eine
Leckage. Das Konzentrationsniveau bei diffusen Einträgen ist dementsprechend gering. Die Aus-
wertung verschiedener europäischer Monitoring-Daten zeigt, dass Konzentrationen oberhalb von ca.
2 μg/L meist eher auf unbekannte Punktquellen schließen lassen. Diese müssen nicht groß sein: einAutounfall mit der Freisetzung von vielleicht 100 Litern Benzin kann unter ungünstigen Bedingungen
bereits lokal höhere Konzentrationen im Grundwasser verursachen. Bei punktuellen Quellen sind
typische Konzentrationen in der Nähe der Quelle um einige Größenordnungen höher (siehe Tabelle
1). Eine Korrelation von positiven MTBE-Befunden mit Monoaromaten, also Benzol oder Toluol, ist bei
diffusen Einträgen selten gegeben, das bestätigtentsprechende Untersuchungen aus den USA. Bei
punktuellen Quellen haben wir oft eine solche Korrelation, dies hängt natürlich davon ab, wie lange der Eintrag her ist und wie weit vom Kontaminationszentrum entfernt gemessen wird. Schließlich sind .....
Ende Zitat

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Studie des Bundesumweltamt - wegen Brand in Buncefield/England 2005

#19 von Lola , 13.06.2013 06:40

http://www.bmu.de/fileadmin/bmu-import/f..._bericht_bf.pdf
Zitat
3.3
Leckageerkennung und Produktrückhaltung

Die KAS empfiehlt den Betreibern von Tanklagern für Otto-Kraftstoffe, die den erweiterten
Pflichten der StörfallV unterliegen, im Rahmen eines Gesamt - Sicherheitskonzeptes diezusätzliche Ausrüstung von
Tanks mit Leckageüberwachungseinrichtungen zu prüfen, dieeinen Produktaustritt zeitnah detektieren und zumindest alarmieren. Dabei wird auch em­pfohlen zu prüfen, inwieweit Gasdetektoren installiert werden sollen.
Gegebenenfalls ist das Koppeln mit Gegenmaßnahmen, wie z. B. das Unterbrechen von Befüllvorgängen, zu prüfen.
Im Einzelfall kann die Ummantelung von Tanks mit einem Ringmantel sinnvoll sein. Der
Zwischenraum Tank/Mantel sollte mit einer Leckagedetektion mit Alarmierung sowie einer (halb)stationären Löschanlage zur Beschäumung ausgestattet werden.Die KAS hält eine Dichtheit der Auffangeinrichtungen (gemäß TRwS 788 [alt TRwS 133])
auch bei Brandbelastung über eine angemessene Zeit für erforderlich. Sie empfiehlt den zuständigen Stellen (Deutsches Institut für Bautechnik [DIBt]) bzw. Gremien (ABS), diesbe­züglich das Regelwerk unter Berücksichtigung der Erfahrungen von Buncefield zu prüfen.
Ebenso sind Möglichkeiten zur sicheren Ableitung ausgetretenen Produkts zu erwägen.
Zitat Ende

Ist das Tanklager-Farge mit derartigen Überwachunseinrichtungen ausgestattet, wenn ja, seit wann?


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zuletzt bearbeitet 13.06.2013 | Top

RE: Studie des Bundesumweltamt - wegen Brand in Buncefield/England 2005

#20 von Lola , 14.06.2013 08:00

http://www.wallstreet-online.de/nachrich...aeft-an-tanquid
Zitat

IVG Immobilien AG verkauft Tanklagergeschäft an TanQuid
Autor: Redaktion w:o
| 01.10.2007, 15:20 | 2615 Aufrufe | 0 | druckversion
IVG Immobilien AG, eine der großen börsennotierten Immobiliengesellschaften Europas, hat das Tanklagergeschäft an die TanQuid Zweite GmbH & Co. KG für € 58 Mio. verkauft. Der Verkauf des Tanklagergeschäfts war bereits im Frühjahr im Rahmen der Konzentration auf das Kerngeschäft angekündigt worden. Im Geschäftsbereich Kavernen fokussiert sich IVG künftig ausschließlich auf die großvolumige unterirdische Lagerung von Gas und Öl.
Zitat Ende

..übrigens nur mal so, der Löschteich beim Verladebahnhof 2, wurde im Jahr 2006, demnach von der IVG noch angelegt, bevor das Tanklagergeschäft an TanQuid verkauft wurde.

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..etwas Geschichte ...nur mal so

#21 von Lola , 14.06.2013 08:16

..das Konglomerat der IG Farben..
..hier findet man noch weitere Links, wer sich für das Aktiengeschäft interessiert wird dort auch fündig.
..warum ich auf die IG Farben komme? Wegen der Beteiligung WCM und wie da wieder die Verbindung zu IVG war kann man im o.a. Link oder diesem hier lesen:

http://finneu.ariva.de/forum/YES-t179897?page=15

Etwas Geschichte zwischendurch ist auch mal ganz interessant, oder?

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"Tanklager: Kauf keine Option"

#22 von Lola , 19.06.2013 07:46

http://www.weser-kurier.de/region/zeitun...rid,596613.html

Zitat
Senat will Kosten für Rückbau und Sanierung nicht tragen - 19.06.2013
Tanklager: Kauf keine Option
Von Albrecht-joachim Bahr
UND MICHAEL BRANDT

Farge. Bremen hat kein Interesse daran, das Tanklager in Farge zu übernehmen. Das stellte Finanzstaatsrat Dietmar Strehl (Grüne) gestern in der Stadtbürgerschaft klar. Klaus-Rainer Rupp hatte sich im Namen der Linksfraktion in der Fragestunde des Parlaments nach dem Stand der Dinge erkundigt. Laut Finanzbehörde hatte Bremen zwar kein ausdrückliches Vorkaufsrecht für das Tanklager-Gelände, unabhängig von den gesetzlichen Regelungen biete aber in derartigen Fällen der Bund den Kommunen den ersten Zugriff an. Einen möglichen Kaufpreis für das Areal, von dem bekanntlich eine starke Grundwasserbelastung ausgeht, nannte der Staatsrat nicht.
Zitat Ende

Bei uns liegt ein Erdtank für Heizöl in der Erde, den wir mit unserem Nachbarn gemeinsam genutzt haben.
Als unser Nachbar und wir uns entschlossen haben, auf Gas umzusteigen wurden wir von der Behörde aufgefordert innerhalb einer bestimmten Frist den Erdtank zu reinigen. Es wurde eine Firma beauftragt, die diesen Tank ordnungsgemäß gereinigt hat.
Das ist wohl inzwischen ein ganz normaler Vorgang, oder?

Was passiert aber mit dem kilometerlangem Rohrsystem und mit den Tanks vom Tanklager?
Werden die Tanks und Rohrleitung zunächst einmal vollständig leer gefahren oder wartet man jetzt ab ob es doch noch einen Käufer gibt?

Schaun wir mal wie es weitergeht mit dem Tanklager.
Die Bürgerinitiative wird mit Sicherheit wachsam bleiben in Sachen Sanierung vom Grundwasser und kontaminiertem Erdreich, denn es geht um die Gesundheit vieler Bürger und um den Erhalt von Immobilienwerten, die kaum als Alterversorgung taugen, wenn sie nahezu unverkäuflich sind.

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Fehlendes ökonomisches Denken?

#23 von Reinhard , 19.06.2013 09:20

Fehlendes ökonomisches Denken?

Die Bremer Finanzbehörde lehnt einen Kauf des Tanklagerareals ab, wie sie auf eine entsprechende Frage der Linksfraktion in der Stadtbürgrschaft erklärt hat. Dabei führt sie als Argument die Höhe der Kosten für einen Rückbau an, die sie im "höheren zweistelligen Millionenbereich" sieht. Das ist immerhin schon deutlich weniger als die ältere Schätzung des Blumenthaler Ortsamtes, die bei ca. 500 Mio. € lag. Es scheint also noch eine sehr offene Frage zu sein.

Bei der Antwort fällt jedoch vor allem ein „Fehler“ im wahrsten Sinne des Wortes auf; denn der Bremer Finanzstaatsrat scheint nur die Kosten zu sehen, aber nicht den Nutzen des Geländes. Kann das daran liegen, dass für eine Psychologin und einen Mathematiker ökonomisches Denken nicht zum täglichen Geschäft gehört?

Ein Grundstück mit dieser Belastung lässt sich auf einem Markt vermutlich relativ preiswert kaufen und kann durch Bremen danach über einen Bebauungsplan leicht aufgewertet werden. Das müsste sich doch mit den Parteifreunden an der Spitze der Bauverwaltung leicht absprechen lassen!

Bremen könnte so eine gute Investition für den eigenen klammen Haushalt machen und den Anwohnern des Tanklagerareals ihre Zukunftssorgen nehmen.

Doch vielleicht gibt es ja eine Hoffnung, wenn die Bremer Finanzbehörde den Eigentümer nur psychologisch weichkochen will,
damit er Bremen diese Belastung aus der Nazi-Zeit zu einem wahren Freundschaftspreis überlässt.

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Beirat und Bürger zweifeln an Gutachten

#24 von Lola , 21.06.2013 05:40

http://www.weser-kurier.de/startseite_ar...rid,598524.html

Zitat

- 21.06.2013
Krebsgefahr Farge: Beirat und Bürger zweifeln an Gutachten
Von Klaus Grunewald

Blumenthal. Statistisch gesehen, gibt es zwar keine erhebliche Erhöhung von Krebserkrankungen im Einzugsbereich des Tanklagers Farge. Doch mit dieser wissenschaftlichen Analyse lassen sich die Bewohner nicht abspeisen. Sie fordern eine umfassende Untersuchung über mögliche Gesundheitsgefährdungen, sollte der Betrieb des Tanklagers wieder aufgenommen werden. Einem entsprechenden Bürgerantrag hat der Beirat Blumenthal am Mittwochabend einhellig zugestimmt.

Im Bericht heißt es weiter:
Zudem zweifelte insbesondere Anke Krohne (Linke) die Auswahlkriterien der Gutachterinnen an. Sie hätten das gesamte Gebiet von Farge und Rönnebeck untersucht, von der sogenannten BTEX-Fahne, dort also wo die großen Grundwasserverunreinigungen auftreten, sei jedoch maximal nur ein Drittel der Farger betroffen. In einer Reanalyse des Diplom-Psychologen Jan Restat heißt es denn auch: Wenn es im betroffenen Gebiet über der BTEX-Fahne tatsächlich eine Häufung an Krebsfällen geben sollte, werde diese wegen des größeren Untersuchungsgebietes verwaschen.

Der Blumenthaler Beirat schloss sich einhellig der Argumentation des Bürgerantrags an, in dem eine umfassende Gesundheitsuntersuchung gefordert wird, die sich nicht ausschließlich auf Krebserkrankungen beschränkt. Wörtlich heißt in dem Papier: " Aufgrund der bisher unzureichenden Informationslage kann es der Beirat im Interesse der Gesundheit der betroffenen Bürger für nicht vertretbar halten, wenn ein weiterer Tanklagerbetrieb erfolgt, ohne dass die berechtigten Sorgen vorher unzweideutig ausgeräumt werden konnten." Kurzum: Das Kommunalparlament lehnt auch eine privatwirtschaftliche Nutzung des Tanklagers zum gegenwärtigen Zeitpunkt ab.
Zitat Ende

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lt. Umweltschadensgesetz v. 10.5.2007 besteht die Verpflichtung zur Schadensbeseitigung!

#25 von Lola , 24.06.2013 19:06

http://www.bmu.de/fileadmin/bmu-import/f..._bericht_bf.pdf

Zitat
Es wird darauf hingewiesen, dass die Dekontamination und Sanierung der Umwelt (Boden /
Wasser) nach einem Störfall in einschlägigen Rechtsvorschriften und Empfehlungen geregelt
ist. Insbesondere im Bodenschutzrecht sind weitgehende Vorschriften zum Umgang mit
Schäden an Boden und Gewässern aufgrund von Immissionen nach dem BImSchG enthal­
ten. Auf die neuen Vorschriften des Umweltschadensgesetzes vom 10. Mai 2007 wird hinge­
wiesen. Es besteht die Verpflichtung zur Beseitigung der Schäden und der weitgehenden
Wiederherstellung des ursprünglichen Zustands der Umwelt nach einem Störfall. Im Rahmen
der nach § 10 StörfallV zu gestaltenden Gefahrenabwehrplanung sollten daher ggf. auch
Hinweise auf die Planung der sächlichen und organisatorischen Ressourcen für die Dekonta­
mination / Sanierung gegeben werden.

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RE: lt. Umweltschadensgesetz v. 10.5.2007 besteht die Verpflichtung zur Schadensbeseitigung!

#26 von Lola , 24.06.2013 21:50

http://www.gesetze-im-internet.de/uschadg/BJNR066610007.html

Zitat

Gesetz über die Vermeidung und Sanierung von Umweltschäden (Umweltschadensgesetz - USchadG)
Nichtamtliches Inhaltsverzeichnis

USchadG

Ausfertigungsdatum: 10.05.2007

Vollzitat:

"Umweltschadensgesetz vom 10. Mai 2007 (BGBl. I S. 666), das durch Artikel 4 des Gesetzes vom 20. April 2013 (BGBl. I S. 831) geändert worden ist"
Stand: Zuletzt geändert durch Art. 4 G v. 21.1.2013 I 95
Hinweis: Änderung durch Art. 7 G v. 8.4.2013 I 734 (Nr. 17) textlich nachgewiesen, dokumentarisch noch nicht abschließend bearbeitet
Änderung durch Art. 4 G v. 20.4.2013 I 831 (Nr. 19) textlich nachgewiesen, dokumentarisch noch nicht abschließend bearbeitet

Näheres zur Standangabe finden Sie im Menü unter Hinweise

Zitat Ende

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RE: Störfallverordnung

#27 von Lola , 25.06.2013 07:48

http://www.gesetze-im-internet.de/bundes...2000/gesamt.pdf

Ein Service des Bundesministeriums der Justiz in
Zusammenarbeit mit der juris GmbH - www.juris.de
- Seite
1
von
25
-
Zwölfte Verordnung zur Durchführung des
Bundes-Immissionsschutzgesetzes
(Störfall-
Verordnung - 12. BImSchV)
12. BImSchV
Ausfertigungsdatum: 26.04.2000
Vollzitat:
"Störfall-Verordnung in der Fassung der Bekanntmachung vom 8. Juni 2005 (BGBl. I S. 1598), die zuletzt durch
Artikel 5 Absatz 4 der Verordnung vom 26. November 2010 (BGBl. I S. 1643) geändert worden ist"
Stand:
Neugefasst durch Bek. v. 8.6.2005 I 1598

Zuletzt geändert durch Art. 5 Abs. 4 V v. 26.11.2010 I 1643

-Zitat Ende-

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RE: "Endgültige Aufgabe des Tanklagers wird einhellig begrüßt"

#28 von Lola , 25.03.2014 06:19

Die Norddeutsche 25.3.2014 - Seite 1 - Bericht von Jürgen Theiner

Politik reagiert erleichtert, so lautet die Überschrift eines Berichts in der heutigen Ausgabe der Norddeutschen.
"Das war dringendnotwendig":" So reagiert die Schwaneweder SPD-Bundestagsabgeordnete Christina Jantz auf die Entwicklung. "Nun zahlt es sich aus, dass alle Beteiligten beharrlich am Ball geblieben sind."

Schwanewede wird von der Aufgabe des Tanklagers profitieren können, weil ein Teil davon zu Schwanewede gehört.

Die CDU rückt die erhöhte Zahl der Leukämieerkrankungen in den Fokus und regt an, "dass der Senat eine wissenschaftliche Studie zu den Gründen für erhöhte Leukämiegefahr durchführen läßt".

Für die Blumenthaler Grünen ist es zwingend erforderlich, dass eine" Nachnutzung dieser Anlage vermieden und jegliche künftige Betriebserlaubnis verweigert werden".

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RE: "Endgültige Aufgabe des Tanklagers wird einhellig begrüßt"

#29 von Lola , 25.03.2014 07:11

Bei der ganzen Freude über das "AUS" des Tanklagers sollte man nicht vergessen, dass die unermüdliche Vorarbeit von Anke Krohne, Beiratsmitglied für die Linken im Blumenthaler Beirat, geleistet wurde.

Einer Einzelkämpferin, die lange Zeit auf ziemlich verlorenem Posten stand bis ......

.. es Bürger gab, die sich für die gesundheitliche Problematik der Anwohner interessierten und die weitere Entwicklung kann man im Forum zu vielen Themen lesen.

Durch das Tanklager ist die "körperliche Unversehrtheit" der Bürger, die im Bereich des kontaminierten Erdreichs und verseuchten Grundwasser leben, stark beeinträchtigt, obwohl es hier eine Regelung im Grundgesetz gibt, wurden die Gefahren, die vom Tanklager ausgehen, über Jahrzehnte von von den Behörden ignoriert bzw. verharmlost und diese Tatsache sollte nicht verdrängt werden und sollte als Warnung immer allgegenwärtig sein.



Quelle:
http://de.wikipedia.org/wiki/Recht_auf_k..._Unversehrtheit


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zuletzt bearbeitet 25.03.2014 | Top

..der letzte Betreiber des Tanklagers in Farge war die Fa. TanQuid

#30 von Lola2 , 10.09.2014 01:23

http://de.wikipedia.org/wiki/TanQuid
Zitat
Die Tanquid GmbH & Co. KG (eigene Schreibweise: TanQuid) ist ein europaweit tätiger Industriekonzern, der Öl und chemische Produkte in Tanklagern speichert. Der Firmensitz ist Duisburg.

TanQuid ist der größte unabhängige Tanklagerbetreiber in Deutschland mit Lagern an ca. 20 Standorten.[1] Der Konzern hat sich auf die strategische Treibstoffbevorratung von EU-Mitgliedstaaten, Lagerung von Mineralölprodukten und chemischen Produkten für Dritte und weitere hiermit verbundene Dienstleistungen spezialisiert.

Die in Deutschland und Polen liegenden Tanklager umfassen einen Tankraum von ca. 3,6 Millionen Kubikmetern. Des Weiteren verfügt TanQuid über acht Pipelineanschlüsse und eigene Gleisanlagen von etwa 10 Kilometern Länge.

Die TanQuid GmbH & Co. KG, Duisburg ist in Deutschland beim Amtsgericht Duisburg registriert. Das Mutterunternehmen von TanQuid ist die Gesellschafterin Macquarie Storage Holdings Limited, Bermuda.[1] Oberstes Mutterunternehmen ist die LODH Macquarie International Infrastructure Fund L.P., Kanalinseln.[1] Im Konzernabschluss nach IFRS-Regeln ist das Ergebnis der einzigen Tochter enthalten, der Tanklagergesellschaft Speyer mbH, Speyer.[1]

An zwei Unternehmen, der "Flughafen Hannover Pipeline GmbH & Co. KG, Hamburg" und der "Flughafen Hannover Pipeline Verwaltungsgesellschaft mbH, Hamburg" hält TanQuid je 50 % des Stammkapitals beteiligt.[

1951 wurde die VTG Vereinigte Tanklager und Transportmittel GmbH in Hamburg gegründet. 1961 folgte der Erwerb der VTG-Geschäftsanteile durch die Preussag AG, Berlin/Hannover. 1998 kam es zu einer Zusammenführung der Logistikaktivitäten von Lehnkering und VTG Vereinigte Tanklager und Transportmittel GmbH, Hamburg, zur VTG-LEHNKERING AG. 2005 war eine Verselbständigung des Geschäftsfeldes Tanklager in der eigenständigen Gesellschaft TanQuid mit dem Macquarie International Infrastructure Fund Ltd. beziehungsweise ab 2008 LMIF, LODH Macquarie Infrastructure Fund Ltd. als neuem Eigentümer. 2006 erfolgten Erwerb und Integration der deutschen Petroplus Tanklagerstandorte, 2007 Erwerb und Integration der IVG Tanklagerstandorte. Im Juni 2011 kam es zu einer Neustrukturierung in der Geschäftsführung.
Zitat Ende

http://de.wikipedia.org/wiki/Preussag
Zitat
Zweiter Weltkrieg

Mit Beginn des Zweiten Weltkriegs galten einige Unternehmenszweige als kriegswichtige Betriebe. Sie lieferten auch Rüstungsprodukte, wie Splitterbetonbomben und Granatenhülsen. Das Tochterunternehmen Nerag lieferte der Wehrmacht Motorenöle. Verpachtete Liegenschaften der Preussag dienten dem Militär als Munitions- und Treibstofflager. In den Werken wurden infolge des kriegsbedingten Arbeitskräftemangels Zwangsarbeiter und Kriegsgefangene beschäftigt, die etwa zwischen 20 und 60 Prozent der Belegschaften ausmachten. Bis 1944 blieben die Preussag-Betriebe weitgehend von Kriegseinwirkungen verschont. Ab dann führten die Alliierten eine Bombenoffensive gegen kriegsbedeutende Schlüsselindustrien, darunter auch die deutsche Mineralölindustrie. 1944 wurde die Bernsteinherstellung bei Angriffen auf Königsberg zerstört. Zu extremen Werkszerstörungen kam es durch rund 23 Luftangriffe auf die Deurag-Nerag-Raffinerie. Um den raschen Wiederaufbau der kriegswichtigen Produktion zu gewährleisten, wurde in Misburg ein KZ-Nebenlager errichtet, in dem durchschnittlich mehr als 1.000 KZ-Häftlinge untergebracht wurden. Außerdem wurden etwa 1.000 ausländische Zwangsarbeiter eingesetzt.[1]

In den 1950er Jahren hatte die Preussag noch in etwa die Geschäftsfelder wie bei ihrer Gründung in den 1920er Jahren. Das waren die Montanwirtschaft, Herstellung von Blei und Zink sowie die Förderung von Kalisalz, Erdöl und Erdgas.

Privatisierung 1959

Am 24. März 1959 konnten erstmals Volksaktien gezeichnet werden.[2] Es waren Kapitalanteile an der Preussag AG im Umfang von 120 Millionen DM, die von etwa 220.000 neuen Aktionären mit maximal fünf Stück zu 100 DM Nennwert pro Person erworben wurden.[3] Das Unternehmen gehörte zu jener Zeit zum staatlichen VEBA-Konzern.[4] Die Preussag wurde als erster staatseigener Besitz in der Bundesrepublik Deutschland privatisiert. Wegen hoher Nachfrage der Kunden entschloss sich die deutsche Bundesregierung, das ursprünglich geplante Volumen aufzustocken. 77 Prozent des Kapitals wurden schließlich abgegeben, der Bund behielt einen Anteil von etwas über 22 Prozent.[5]

Die Schaffung der ersten Volksaktiengesellschaft übertraf alle Erwartungen. Mit zehn Prozent waren Betriebsangehörige unter den neuen Aktionären nur in geringem Umfang vertreten. Das wird damit erklärt, dass sie der Euphorie nicht verfielen, sondern um die Probleme des Unternehmens wussten. Diese erste Privatisierung war zu ihrer Zeit eine bedeutsame Angelegenheit, die große Beachtung im In- und Ausland fand.

Neue Tätigkeitsbereiche ab 1960

Ab Anfang der 1960er Jahre verlegte die Preussag ihre Tätigkeitsfelder auf die lohnenden und zukunftsträchtigen Bereiche Chemie, Strom, Logistik und Stahl. 1960 engagierte sie sich im Chemiebereich. In Ibbenbüren baute sie in Beteiligung eine Fabrik zur Herstellung von Natronlauge mittels Chloralkali-Elektrolyse. 1961 stieg die Preussag durch Übernahme vom Bund in die VTG Vereinigte Tanklager und Transportmittel ein und engagierte sich ab 1962 im Stahlbau. Bereits 1955 war das Unternehmen in die Kohleverstromung durch das Kraftwerk Ibbenbüren eingestiegen.

Ab 1960 weitete die Preussag ihr Tätigkeitsfeld auf das Ausland aus, unter anderem durch Erdölbohrungen in Marokko oder im Jemen sowie die Erforschung von Erzlagerstätten.

Etwa Mitte der 1960er Jahre stieg die Preussag vermehrt in die Konsumgüterindustrie ein, da sie sich aufgrund der gestiegenen Reallöhne der Arbeitnehmer hohe Profite versprach. Der Unternehmensbereich Körperpflege stellte Pflegemittel und Kosmetikartikel her, wie Mundwasser, Parfüm, Zahnbürsten, Kämme.

Wandlung in ein Transport- und Touristikunternehmen

1989 übernahm die Preussag die Salzgitter AG und trennte sich 1998 wieder von ihr. Dies stellte eine der größten Fusionen der Nachkriegszeit dar. Der größte Unternehmensumbruch aber war der Aufkauf aller Hapag-Lloyd-Aktien 1997. Dadurch kam das Geschäftsfeld Containerschifffahrt hinzu, die sich zum zweiten Standbein des Unternehmens entwickelte. Vor allem durch die Hapag-Lloyd stieg die Preussag in die wachsende Touristikbranche ein. Durch weitere Zukäufe gehörte 1999 die TUI komplett der Preussag. Mit dem Kauf der britischen Thomson Travel Group im Jahr 2000 wurde das Unternehmen zum weltweit größten Touristikkonzern. Dadurch wird etwa 70 Prozent des europäischen Reisemarktes abgedeckt.

2002 benannte sich die Preussag in TUI um. Damit hatte die Preussag sich zu einem Dienstleistungsunternehmen gewandelt und ihre auf Grundstoffe ausgerichtete Firmengeschichte verlassen. In der Folge wurde auch der Bereich Energie an Gaz de France (Deutschland-Aktivitäten, 2002) und OMV (internationale Aktivitäten, 2003) abgestoßen.

Preussag Immobilien
Zentrale der Preussag Immobilien in Salzgitter

Den Firmennamen Preussag tragen nicht mehr viele Tochtergesellschaften. Einzige überregional noch bekannte ist die Preussag Immobilien GmbH mit Sitz in Salzgitter. Sie verwaltet für Dritte Immobilienvermögen und ist in den Bereichen Hausverwaltung, Portfolio-Management, Gewerbe-Immobilienverwaltung, Projektentwicklung und Baumanagement tätig. Sie ist einer der größten Verwalter von Wohnungseigentum in der Region Salzgitter. Ferner verwaltet sie Wohnungseigentum in Kiel, Hannover, Braunschweig und in der Harz-Region.

Im Jahr 1937 wurde das Unternehmen als Wohnungs-Aktiengesellschaft gegründet, um Wohnraum für die Arbeiter im neu aufgebauten Stahlwerk zu schaffen. Hieraus entstand im Laufe der Zeit die heutige Preussag Immobilien. Seit Gesellschaftsgründung wurde ein umfangreicher Wohnungsbestand zur eigenen Bewirtschaftung aufgebaut. Ab 1975 werden Wohnungseigentumsanlagen erstellt und die Eigentumsverwaltung nach dem Wohnungseigentumsgesetz begonnen. Der Betreuungsbereich Wohnraummanagement für Dritte ist bis auf über 8.000 Einheiten angewachsen. Schwerpunkte sind die Regionen Salzgitter, Kiel und neuerdings auch Hannover.

Im Jahr 1988 werden erste Wohnungsbestände als Treuhandverwaltung für Kapitalanleger übernommen. Seit 1990 werden Gewerbe- und Industriegrundstücke verwaltet. Zeitgleich erfolgen Planung, Organisation und Durchführung von Wohnungsprivatisierungen im eigenen Bestand. Im Rahmen eigener Projektentwicklungsmaßnahmen finden 1997 Grundsteinlegungen erster Großprojekte statt. Die Preussag Immobilien führt 2000 ein umfangreiches Baumanagement für Immobilien in Spanien, Portugal und den Niederlanden ein. Diese Einführung ist verbunden mit Projektentwicklungsmaßnahmen auf eigene Rechnung. Im Jahr 2001 wird die TUI-Repräsentanz in Berlin, Unter den Linden fertiggestellt.

Im Jahr 2005 führt Preussag Immobilien ein zentrales Immobilien-Management (ZIM) im TUI-Konzern ein und übernimmt 2006 das Portfolio-Management für die Service-Center der Hapagfly Fluggesellschaft an den innerdeutschen Flughäfen.

http://de.wikipedia.org/wiki/VTG_AG
http://de.wikipedia.org/wiki/Wirtschaftl...ngsgesellschaft
Die Wifo wurde ebenso wie die Montan als Tarnfirmen in der NS-Zeit gegründet, weil Deutschland auf Grund seiner Rüstungsindustrie permanent gegen den Versailler Vertrag verstoßen hat. .. http://de.wikipedia.org/wiki/Friedensvertrag_von_Versailles

http://de.wikipedia.org/wiki/TanQuid
Die Tanquid GmbH & Co. KG (eigene Schreibweise: TanQuid) ist ein europaweit tätiger Industriekonzern, der Öl und chemische Produkte in Tanklagern speichert. Der Firmensitz ist Duisburg.
(http://www.macquarie.com/dafiles/Interne...so-oct-2006.pdf
lt. Link ist der Anteil im Jahr 2006 .....9%
lt.Wiki heißt es wie folgt:
Geschichte

1951 wurde die VTG Vereinigte Tanklager und Transportmittel GmbH in Hamburg gegründet.
1961 folgte der Erwerb der VTG-Geschäftsanteile durch die Preussag AG, Berlin/Hannover.
1998 kam es zu einer Zusammenführung der Logistikaktivitäten von Lehnkering und VTG Vereinigte Tanklager und Transportmittel GmbH, Hamburg, zur VTG-LEHNKERING AG.
2005 war eine Verselbständigung des Geschäftsfeldes Tanklager in der eigenständigen Gesellschaft TanQuid mit dem Macquarie International Infrastructure Fund Ltd. beziehungsweise ab 2008 LMIF, LODH Macquarie Infrastructure Fund Ltd. als neuem Eigentümer.
2006 erfolgten Erwerb und Integration der deutschen Petroplus Tanklagerstandorte,
2007 Erwerb und Integration der IVG Tanklagerstandorte.
Im Juni 2011 kam es zu einer Neustrukturierung in der Geschäftsführung.

...eine Info über "Macquarie "
http://www.manager-magazin.de/unternehme...l/a-668775.html
Sal. Oppenheim
Macquarie übernimmt Derivategeschäft

Die angeschlagene Privatbank Sal. Oppenheim verkauft einen Teil ihrer Investmentsparte an das australische Finanzinstitut Macquarie. Der neue Mutterkonzern Deutsche Bank hat kein Interesse an dem Geschäft. Auch für die Reste des Investmentbankings soll eine Lösung gefunden werden.

Köln - Vereinbart worden sei, dass mehr als 90 Mitarbeiter in Deutschland und der Schweiz von Sal. Oppenheim zu Macquarie Chart zeigen wechseln, teilten beide Institute am Mittwoch mit. Es handelt sich um das Geschäft mit Aktienderivaten, Zertifikaten und anderen strukturierten Produkten. Über die Bedingungen der Transaktion, deren Abschluss für Anfang des zweiten Quartals 2010 erwartet wird, sei Stillschweigen vereinbar worden. Finanzkreisen zufolge beläuft sich der Wert des Geschäfts auf einen zweistelligen Millionen-Euro-Betrag. Das Derivategeschäft mit Privatkunden werde künftig unter dem Namen Macquarie Oppenheim firmieren."


Lola2  
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zuletzt bearbeitet 10.09.2014 | Top

   

Antworten zum Tanklager
"BI für ein lebenswertes Zernsdorf"

Burg Blomendal (Quelle: wikipedia)
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