Kraftwerk Farge (Quelle: wikipedia)

"Essbares Blumenthal" - neugierig? :-)

#1 von Lola , 17.05.2013 19:59

......... "essbares Blumenthal" ..warum denn nicht?!..

http://www.youtube.com/watch?v=CSI3ckG5Y9g
http://www.youtube.com/watch?v=J9aUWsiogsQ
http://www.daserste.de/information/wisse...ernach-100.html

Die "essbare Stadt" Andernach am Rhein..
Hierzu gibt es einen Bürgerantrag von Jutta Riegert aus Bremen-Blumenthal und den kann man hier abrufen:

http://www.ortsamt-blumenthal.bremen.de/...20Stadtteil.pdf

Auch wenn es keine "Sause" oder "Jubiläum" der Hitler-Unterschrift zur "Eingemeindung Blumenthals" geben wird,
sollte man diese vorbildliche Idee doch nicht vom Tisch wischen.

Im Kernbereich von Blumenthal gibt es z.B. zwischen Bahrsplate und Marktkauf ein ziemlich verwildertes Areal, oder
wie wäre es mit den Hinterhöfen von der George-Albrecht-Straße?
Viele Migranten kommen möglicherweise aus ländlichen Regionen ihrer Heimatländer. Vielleicht ist der gemeinsame Gemüse-und Obstanbau ein Thema das Migranten und Einheimische zusammen führen könnte?

Frau Riegert kommt aus Andernach am Rhein und hat mir vor ein paar Tagen Fotos von dort geschickt, die ich aber leider nicht einstellen kann, aber dafür habe ich die Videos gefunden und Frau Riegert hat bestätigt, das es wirklich in Andernach so aussieht.

Ob die Blumenthaler Verwaltung dieses Projekt mit Jutta Riegert erörtern würde?

Vielleicht gibt es Gartenfreunde aus Bremen-Nord die sich gern über dieses Projekt mit Jutta Riegert austauschen würden?

Hier ist die Mail-Adresse von Frau Riegert, die sich über eine Kontaktaufnahme von Interessierten freuen würde.

Jutta Riegert [jutta.riegert@gmx.de]

Warum sollte ein solches Projekt nicht auch in Blumenthal funktionieren?


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RE: "essbares Blumenthal" - neugierig? :-)

#2 von Lola , 17.05.2013 20:55

..ein Projekt aus Berlin..

http://www.youtube.com/watch?v=oUdrU8HtJ5I

..könnte auch aus jeder anderen Stadt sein..

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RE: "essbares Blumenthal" - neugierig? :-)

#3 von Lola , 17.05.2013 21:02

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RE: "essbares Blumenthal" - neugierig? :-)

#4 von Lola , 18.05.2013 09:16

Das Video über "vor 30 Jahren in N.Y." hat bei mir den Eindruck hinterlassen,
dass es auf der ganzen Welt eine "George-Albrecht-Straße" mit ihren Problemen gibt.

Man muss einen Weg finden damit Einheimische und Zuwanderer gemeinsam etwas schaffen können und jeder vom anderen lernen kann.

Gibt es nicht seit über 10 Jahren einen Arbeitskreis der sich mit den Brennpunkten in Blumenthal , speziell auch mit dem Brennpunkt George-Albrecht-Straße befasst?

Bis jetzt hat man wohl nicht viel auf dem Zettel, oder?

Was spricht also dagegen wenn der Arbeitskreis sich mit Frau Riegert in Verbindung setzen würde?

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Das Modell der Mietergärten

#5 von Reinhard , 18.05.2013 10:29

Um Näheres über „Mietergärten“ zu erfahren“, die eine etwas andere Zielsetzung als die Aktion „Essbares Andernach“ haben, muss man nicht bis New York fahren. Beispiele findet man beispielsweise bereits in Hannover.

In NRW hat man sogar eine wissenschaftliche Untersuchung zu dieser Thematik veröffentlicht, die Teil des EU-Projektes „NEHOM - Neighbourhood Housing Models“ ist. Man kann also durchaus von den Erfahrungen anderer lernen.

Ohnehin dürfte es in städtischen Problemvierteln sinnvoller sein, solche Gärten nicht ohne ein bisschen Besitzerstolz anzulegen. Das schafft dann auch eine stärkere Identifikation mit dem Wohnquartier.

Auf alle Fälle sollten die diversen Arbeitskreise, die sich mit dem sozialen Brennpunkt im Bereich der George-Albrecht-Straße beschäftigen, diese Maßnahme in ihre Überlegungen aufnehmen. Wenn ohnehin Daten erhoben werden, könnte man ein entsprechendes Interesse der Bewohner sondieren. So eine Aktion lässt sich schließlich nicht verordnen.

Aber in dieser Sache muss man sich nicht ausschließlich auf die Bremer Verwaltungen verlassen, die so intensiv mit der Koordination ihrer geplanten Maßnahmen beschäftigt sind. Auch Wohnungsbaugesellschaften wären ein Ansprechpartner, wie das Beispiel der Wildauer Wohnungsbaugesellschaft im Berliner Umland zeigt.


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RE: essbare Stadt..wie wäre es mit Blumenthal?

#6 von Lola , 30.05.2013 20:00

Heute erhielt ich eine Mail von Jutta Riegert zum Thema "essbare Stadt Andernach", den sie in der Rheinzeitung am 29.5.2013 gelesen hat...
Zitat
"Ernten in der City

Essbar Mobiler Garten

M Andernach. Auch wenn es derzeit wettermäßig nicht so aussieht, so hat sich doch ein Stück Frühling in der Andernacher Innenstadt festgesetzt. Denn der fahrbare Garten sorgt für Farbtupfer in der City. Der umgestaltete Anhänger, der mit Salat, Kohl, Petersilie, Schnittlauch, Kohlrabi und vielem mehr bepflanzt ist, ist der Hingucker in der Läufstraße. Passanten haben schon die Gelegenheit genutzt und ganz im Sinne des Mottos der Essbaren Stadt, „Pflücken erlaubt“, die ersten Salatköpfe und Kräuter geerntet."
Zitat Ende

Der"Mobile Garten" steht vor dem Rathaus.
Ob der Bürgermeister die Pflanzen wässert und Unkraut zupft, wurde nicht überliefert :-)

Im Beitrag Nr. 1 findet man die e-Mail-Adresse von Jutta Riegert zwecks Ideenaustausch.

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Essbare Stadt: Projekt bringt Andernach bundesweit Anerkennung

#7 von Lola , 15.06.2013 19:21

...positive Schlagzeilen könnte auch Blumenthal sehr gut gebrauchen!!!!

http://www.rhein-zeitung.de/regionales_a...rid,610375.html
Zitat
Essbare Stadt: Projekt bringt Andernach bundesweit Anerkennung

Andernach - Die Bäckerjungenstadt geht seit drei Jahren einen neuen Weg in der öffentlichen Grünraumgestaltung. Rund um die historische Stadtmauer und inzwischen an weiteren Orten in der Stadt wachsen Tomaten, Kartoffeln, Zucchini, Bohnen und anderes Gemüse.
Zitat Ende

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Kräuter zwischen Hochhäusern

#8 von Lola , 15.06.2013 19:33

http://www.weser-kurier.de/region/zeitun...rid,593860.html

Zitat
- 15.06.2013
Kräuter zwischen Hochhäusern

Lüssum-Bockhorn (wk). Vor rund einem Jahr legten Waldorf-Schüler der 6. Klasse am Lüssumer Ring einen kleinen Kräutergarten an. Das Beet wurde unter Leitung von Lehrer Jürgen Petersen ständig gepflegt. Und so konnte jetzt gemeinsam der Erfolg des Projektes gefeiert werden. Die Bewohner der umliegenden Hochhäuser konnten bisher die Düfte des Kräutergartens genießen, nun kam auch der Geruch von frisch Gegrilltem hinzu. Im Rahmen eines Sommerfestes konnten die Nachbarn Gartenplaner Stefan Berndt zum Thema Kräuter befragen.
Zitat Ende

Ganz toll!

Wenn jetzt noch die "Bremische Verwaltung" das Projekt "essbare Stadt" aufgreifen würde, könnten überall in Blumenthal städtische Grundstücke in "grüne Oasen" verwandelt werden.
Das Interesse ist da, denn die Schüler der 6.Klasse am Lüssumer Ring haben es bereits vorgemacht!

Die Politik, sowie die Verwaltung sollte das Ohr mehr an der Bevölkerung haben.

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RE: "essbares Blumenthal"

#9 von Lola , 15.10.2013 07:52

Der Antrag von Frau Riegert soll auf der nächsten Beiratssitzung zum Thema gemacht werden.

Bei soviel Unterstützung aus dem Beirat, kann sich das Projekt nur positiv entwickeln.

Einige User haben Anschauungsmaterial, in Form von Videos und Fotos ins Forum eingestellt, damit man sich diese "essbare Stadt" auch vorstellen kann.

Hoffen wir mal, dass alles klappt und das man das Projekt auf den Weg bringen kann.


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RE: "essbares Blumenthal"

#10 von fight4yrights , 15.10.2013 13:26

Wer ist auf die Idee gekommen, aus "Urban Gardening" "essbare Stadt" zu machen?
Das Projekt ist Klasse, aber ganz ehrlich, beim deutschen Titel stelle ich mir schokoladenüberzogene Häuser vor, an denen Spaziergänger knabbern.
FG
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RE: "essbares Blumenthal"

#11 von Lola , 15.10.2013 13:46

Hallo fight4yright,

schau Dir bitte mal Posting Nr. 1 an, dort findest Du Videos auf YouTube - z.B. Andernach-die essbare Stadt und wer die Idee nach Bremen-Nord gebracht hat. In weiteren Beiträgen findest Du noch mehr Infos und auch Filmmaterial. Meine Freundin in Berlin ist von diesem Projekt auch begeistert. Aus Berlin ist auch ein Beitrag dabei und last but not least- vor 30 Jahren in New York.

Eine ganz tolle Idee und die Gärtner aus Andernach bescheinigen diesem Stadtgrün ein kleineres Budget als mit der herkömmlichen Begrünung.

Es braucht eben mehr Unterstützung und vielleicht ist das auch eine Sache für die sich die neue Quartiersmanagerin interessieren könnte.
Man muss es ihr nur mitteilen.

Essbares Blumenthal habe ich nur davon gemacht


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RE: "essbares Blumenthal"

#12 von Lola , 13.11.2013 06:20

http://www.weser-kurier.de/startseite_ar...rid,708143.html

Zitat

Beirat bringt – mit rund zwei Jahren Verzögerung – das Projekt „Essbare Stadt“ auf den Weg - 13.11.2013
Mehr Möhren für Blumenthal
Von Christina Denker

Blumenthal. Vor zwei Jahren hatte Jutta Riegert aus Rönnebeck zum ersten Mal das Projekt „Essbare Stadt“ vorgestellt. Die Idee, auf öffentlichen Grünflächen in Blumenthal Obst und Gemüse anzubauen, versandete jedoch. Jetzt stieß sie beim Beirat auf einmal auf offene Ohren. Es sollen sogar Kräfte eingestellt werden.
Zitat Ende

Den tristen und wenig zum Verweilen einladenden Marktplatz kann ich mir gut mit Tomatenpflanzen vorstellen, deren leuchtend rote Früchte dem Platz vielleicht ein südliches Flair vermitteln, dazu ein paar Tische, Stühle und Sonnenschirme vom Eiscafe und Menschen, die einfach mal den Tag genießen bei einem Eis oder einer Tasse Kaffee.

Prima gemacht, Jutta Riegert!


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Weitere Anregungen

#13 von Reinhard , 13.11.2013 13:51

Weitere Anregungen

Wie man eine „essbare“ Stadt organisieren kann, zeigt das Beispiel Minden, wo sich eine unabhängige lokale Bürgerinitiative gebildet hat, "die gemeinschaftliches Gärtnern nach dem ‘Pflücken erlaubt’-Prinzip in der Innenstadt und im Stadtgebiet verwirklichen will.“

Auf der Homepage dieser Bürgerinitiative lassen sich bereits viele praktische Hinweis und Erfahrungen finden, sogar auch Beiträge im Hinblick auf die Stadtentwicklung.

Zudem wird auf Projekte in Barcelona und in Berlin hingewiesen. Hier werden der Prinzessinnengarten in Kreuzberg und der Permakultur-Gemeinschaftsgarten in Hellersdorf genannt, also Versuche in sozialen Brennpunkten.

Über das Beispiel der Prinzesinnengärten am Moritzplatz in Kreuzberg kann man sich auch visuell informieren. Zum Beispiel hier:

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RE: Weitere Anregungen

#14 von Lola , 13.11.2013 17:58

http://www.anstiftung-ertomis.de/urbane-...emen&Itemid=285

Zitat
Bremen-Walle Internationaler Garten e.V

Nach einer mehrjährigen Aufbauphase, die von der Grundstückssuche, ersten Pflanzaktionen und öffentlichen Festen, dem Einwerben von Fördermitteln und der Diskussion über die Vereinssatzung geprägt war, gründeten die InitiatorInnen im Sommer 2012 den Verein „Internationaler Garten Walle“. Bis dahin lief das Projekt bei der gemeinnützigen Waller Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft mbH, um rechts- und handlungsfähig zu sein.

In dem Bericht heißt es weiter:



Nach einer mehrjährigen Aufbauphase, die von der Grundstückssuche, ersten Pflanzaktionen und öffentlichen Festen, dem Einwerben von Fördermitteln und der Diskussion über die Vereinssatzung geprägt war, gründeten die InitiatorInnen im Sommer 2012 den Verein „Internationaler Garten Walle“.
...
So ist der Verein im Programm „Interkulturelle Begegnungen“ der Bremer Volkshochschule oder mit einem Gartenbuffet während der Integrationswoche vertreten. Besonders gut ergänzt sich der Internationale Garten mit dem benachbarten Naturspielplatz WUPP. Und die Beachtung in einer Bachelorarbeit im Studiengang Soziale Arbeit und Gesundheit der Hochschule Emden/Leer hat der Garteninitiative zusätzlichen Schwung gegeben.Neben der Pflege der einzelnen Beete gibt es immer auch gemeinsame Projekte. So walle1kamen bereits zweimal MitarbeiterInnen von Bremer Unternehmen und halfen freiwillig u.a. beim Bau eines Weidenzauns sowie beim Streichen des Gartenhausdaches.
Im Sommer 2012 besuchten regelmäßig zwei Grundschulklassen und einige Familien den Garten, um unter Anleitung von Gartenmitgliedern und einer Umweltpädagogin eigene Beete anzulegen, zu pflegen und schließlich abzuernten. Krönender Abschluss der Gartensaison 2012 war ein Herbstfest bei sommerlichen Temperaturen und reger Beteiligung.
Ein besonderes Anliegen ist dem Verein das Einwerben von Fördermitteln. Dies bedeutet v.a. öffentliche Anerkennung. Es motiviert die Gartengemeinschaft, wenn außer für Strom und Gartenhaus auch Mittel für ein Gewächshaus, für Sandkisten und Schaukeln oder auch mal für Projekthonorare zur Verfügung stehen.

Preise und Auszeichnungen
2012: Innovationspreis der „Sieben Faulen“ (2. Preis)
Zitat Ende

Warum sind solche Projekte in Blumenthal unbekannt?
Walle und Gröpelingen sind ein gutes Beispiel dafür, dass das Zusammenleben unterschiedlichster Nationen funktionieren kann.


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RE: Weitere Anregungen

#15 von fight4yrights , 14.11.2013 20:03

Zitat
Warum sind solche Projekte in Blumenthal unbekannt? Walle und Gröpelingen sind ein gutes Beispiel dafür, dass das Zusammenleben unterschiedlichster Nationen funktionieren kann.



weil: die ewig gestrigen in Blumenthal schon viel zu lange uneingeschränkt das Sagen hatten!
weil: die Blumenthaler sich viel zu wenig darum kümmern, ihr Umfeld selber zu gestalten
Beispiel: Die Schwaneweder Str. - nach der Sanierung gab es 1000de Narzissen, die die Stadt gesetzt hat. Nur noch wenige sind davon übrig. Kommt mal ein Anwohner auf die Idee, nachzupflanzen? Nein, die paar € sind nicht übrig. Lieber meckern wir, dass kostet ja nichts.

Gleiches Spielchen mit den Linden. Die treiben nun einmal jedes Jahr am Stamm aus. Schneiden die Anwohner diese Triebe zurück???
Nein, lieber beklagen sie sich darüber, dass vom Frühjahr bis Frühsommer die Sicht in den fließenden Verkehr eingeschränkt ist und ein Einfädeln in die Straße einem Kamikazemanöver gleichkommt.
Jedes Jahr das selbe: Mecker, Mecker, Mecker statt Initiative ergreifen.

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Burg Blomendal (Quelle: wikipedia)
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