Kraftwerk Farge (Quelle: wikipedia)

Bürgerantrag v. 3.11.2014 zur Trinkwasserverordnung

#61 von Lola2 , 19.01.2015 23:38

Anke Krohne von "Die Linke" hatte freundlicherweise die Antwort des Bürgerantrages v. 17.4.2014 beim OAL angefragt. Der Beirat und das Publikum wurde vom OAL belehrt, dass die 6-Wochen-Frist nur für den Beirat gilt, wann die Behörde antwortet, darauf hat der Beirat keinen Einfluss.

Hierzu muss ich sagen, dass man meinen BA v. 17.4.2014 nur insofern unterstützen würde, wenn ich mich bereit erklären würde, dass ein Teil des Antrages als Forschungsauftrag weitergeleitet würde. Die CDU Herr Schwarz erklärte mir, dass man meinen BA als Forschungsauftrag unterstützen würde. Ich erklärte mich seinerzeit auf der Beiratssitzung bereit, dass mein BA in diesem Punkt abgeändert werden soll und habe gewartet und gewartet und gewartet.

Am 3.11.2014 habe ich dann einen erneuten Bürgerantrag gestellt, weil ich nun auf die Trinkwasserverordnung der Bundesrepublik gestoßen bin und dort heißt es:

In mit Kohlenwasserstoff belasteten Böden dürfen keine Kunstoffrohre ohne besonderen Schutz für Trinkwasserinstallationen verwendet werden. Damit soll verhindert werden, dass aromatische Kohlenwasserstoffe durch die Kunstoffrohre diffundieren und in das Trinkwasser gelangen können
.

Die Beantwortung dieses Bürgerantrages habe ich heute auf der Beiratssitzung angemahnt.
Der OAL holte auch wieder weit aus und erklärte mir, dass man wegen der Haushaltgssperre und Datenschutz ..und...und...und...mit einen Forschungsauftrag nicht weiter kommen würde.

Dann durfte ich sprechen und habe erst einmal klargestellt, dass ich nie einen Forschungsauftrag an den Beirat gegeben hätte, sondern er selber hat mir mitgeteilt, dass der Beirat einen Teil des BA in einen Forschungsauftrag abgeändert haben möchte und ob ich mich damit einverstanden erklären würde. Ich machte auf der heutigen Beiratssitzung ganz deutlich klar, dass mir ein Forschungsauftrag völlig egal wäre und man hätte damals nicht einmal mitgeteilt was denn nun erforscht werden sollte.
Es ist wieder fast 1 Jahr verstrichen und ich möchte einfach nur wissen ob in den kontaminierten Gebieten die Kunststoff-Trinkwasserrohre gegen andere Materialien ausgetauscht wurden, denn Krebs bedeutet fast immer Leben und Tod - ein bisschen Tod gibt es nicht.

Ich finde diese Form von "Verschleppung " ungeheuerlich und hoffe, dass die Damen und Herren der lokalen Presse dieses Thema aufgreifen.



"Chemikalien in Blumenthal u.Ortsteilen - Erdreich/Grundwasser"
In diesem Thread habe ich die Straßen /Plätze in Blumenthal aufgeführt, die lt.Umweltamt Bremen u.a. mit aromatischen Kohlenwasserstoffen kontaminiert sind.
Auch hier stellt si ch die Frage ob in diesen Gebieten die Trinkwasserleitungen ausgetauscht wurden.

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RE: Bürgerantrag v. 3.11.2014 zur Trinkwasserverordnung

#62 von Lola2 , 21.01.2015 20:11

http://www.das-blv.de/elkat/150121/index.php

In der heutigen Ausgabe der Wochen-Zeitung "Das BLV" ging es um Thema Behandlung der Bürgeranträge.

Ein Bürger wartet schon ein halbes Jahr auf die Beantwortung.

Linke, Grüne und CDU beklagten ebenfalls, dass die Beantwortung von Bürgeranträgen ausstehen.

Mein Antrag vom 3.11.2014 wurde in dem Zeitungsbericht des BLV bedauerlicherweise nicht erwähnt.
--------------------------------





Bürgerfragen (3)
Beitrag 36 von Reinhard, der sich mit dem Thema "Bürgerbeteiligungen" intensiv beschäftigt hat und sein Kommentar verdeutlicht, wie absurd die Geschichte um den "Forschungsauftrag" ist.


Angebliches Wissen und seine Folgen

#36 von Reinhard , 05.06.2014 17:06

Angebliches Wissen und seine Folgen

Endlich liegt auch das genehmigte Protokoll der Beiratssitzung vor, auf der über den Bürgerantrag "Aufklärung der rätselhaften Mess- und Analyseergebnisse am Tanklager Farge" entschieden wurde. Dabei interessiert jetzt vor allem die weiterhin vorgesehene Aufklärung der Rönnebeck-Anomalie, da die beiden ersten Teilfragen inzwischen von der Umweltbehörde bereits beantwortet wurden.

Die Behandlung des Antrags begann mit der nicht näher erläuterten Behauptung des Ortsamtsleiters, “dass man diesen Antrag aufgrund von datenschutzrechtlichen Gründen des Krebsregisters nicht einfach so beschließen könne.“ Damit war ein erster Rahmen für die weitere Diskussion abgesteckt.

Falls sich das Votum gegen einen positiven Beschluss auf eine zu geringe Fallzahl für die angesprochenen Fälle von Non-Hodgkin-Lymphomen und Muliplen Myelomen beziehen sollte, die einer wünschenswerten Anonymität im Wege steht, dürfte der niedrigste erfragte Wert für Rönnebeck im Bereich von 9 bzw. 10 liegen, wenn man die nationale Relation zwischen den beiden Krebserkrankungen zugrunde legt. Das sind Zahlen, die deutlich über einem vom Krebsregister für Farge allein bereits veröffentlichten Wert von nur zwei Fällen liegen.

Auch durch eine Verteilung der 40 Rönnebecker Erkrankugen auf das Gebiet des Ortsteils würden nicht zwangsläufig Geheimhaltungsvorschriften verletzt, da niemand Namen und Adressen gewünscht hat. Es geht schließlich nur um die Frage, ob es räumliche Konzentrationen von Fällen gibt und wenn ja, wo sich diese befinden. Dadurch soll geklärt werden, ob das Tanklager verantwortlich sein kann oder eher eine vergessene Mülldeponie oder noch etwas anderes.

Besonders unverständlich, wenn nicht absurd wird dieses Stoppschild für den Bürgerantrag, wenn später stattdessen ein Forschungsauftrag beschlossen wurde, für den angeblich diese „datenschutzrechtlchen Gründe“ nicht zu gelten scheinen. Sollen hier etwa Wissenschafter eigene Daten erheben, für die sie keinen Datenschutz zusichern müssen? Unter dieser Bedingung wird man wahrscheinlich bis zum Sankt Nimmerleinstag warten müssen, bis man auch nur einige auswertbaren Angaben erhält.


Ohnehin wirft der Beiratsbeschluss über einen Forschungsauftrag, der offenbar unter Zeitdruck gefasst wurde, Fragen auf. Da er von einem CDU-Vertreter gestellt und vom Ortsamtsleiter sogleich unterstützt wurde, dürfte er vorher als Reaktion des Beirats außerhalb der Öffentlichkeit abgesprochen worden sein, sodass man über die Motive nur rätseln kann. Nach dem Protokoll wurde dann einstimmig beschlossen, zu den Krebserkrankungen in Rönnebeck einen „Forschungsauftrag des Beirats“ auszugestalten.

Zu dieser „Ausgestaltung“ machte der Beirat keine besonderen Vorgaben. So bleibt offen, was überhaupt erforscht werden soll, wer den Auftrag erhalten wird, wer die Kosten trägt und nicht zuletzt auch bis wann die "Ausgestaltung" erfolgen soll.

Bei einem Forschungsauftrag ohne eine Forschungsfrage wäre sicherlich einmal ein Berater notwendig gewesen, der nicht nur Wissen vorgibt; denn im Grunde handelt es sich bei diesem Beschluss darum, im Bereich der Forschung jemanden mit einem Einkauf zu beauftragen, ohne ihm gleichzeitig einen Einkaufszettel zu geben, auf dem die gewünschten Waren vermerkt sind. Das macht wirklich keinen professionellen Eindruck!

Vielleicht hätte man nicht unbedingt den Bürgerantrag verschlimmbessern sollen. Dann hätte man eine Antwort des Krebsregisters zur errechneten Rönnebeck-Anomalie erhalten, und interessierte Wissenschaftler hätten vielleicht auf einem bestätigten Leukämiecluster Rönnebeck spannende Fragen für ihre Forschungen entdeckt, wie das auch beim Leukämiecluster Elbmarsch der Fall war.

Nur ist ein solches zweckmßiges Vorgehen vermutlich nicht zu erwarten, wenn ein führender Vertreter der größten Fraktion sich auch dann nicht näher mit der Krebsproblematik beschäftigt, wenn sie trotz des sonst so wachsamen Auges ihres Ortsamtsleiters auf einen mangelhaften Informationsstand in einem ihrer Anträge zur Krebsproblematik vom Gesundheitssenator hingewiesen wurden. Das hat ihn jedoch nicht davon abgehalten, die Einbeziehung von Daten der Jahre 2012 und 2013 zu fordern, obwohl die Meldungen, wie in den Studien des Krebsregisters auch deutlich vermerkt ist, immer mit einer Zeitverzögerung eingehen, sodass in der aktuellen Studie erstmals das Jahr 2010 herangezogen werden konnte.

Dieser Beiratsbeschluss sieht daher wie eine fast unlösbare Aufgabe aus, wenn man an das Beispiel mit dem Einkauf denkt. Ohne Rückfragen ist sie es zweifellos. Aber was soll der Beirat dann antworten?

Man kann daher den Eindruck gewinnen, dass die Frage nach der Rönnebeck-Anomalie nicht möglichst schnell aufgeklärt, sondern möglichst bald vergessen werden soll, da sich der Beschluss praktisch nicht umsetzen lässt.

Aber dafür ist nicht der Bürgerantrag verantwortlich, der nichts Unmögliches fordert!

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RE: zum Bürgerantrag v. 3.11.2014 zur Trinkwasserverordnung

#63 von Lola2 , 22.01.2015 07:35

Die Norddeuts che - Ausgabe v. 22.1.2015 - Lokales Seite 3 - Autorin: Christina Denker

Im Beitrag " Drei Blumenthaler Bauprojekte" wurde u.a. das Thema "Trinkwasserleitungen" erwähnt.

Da kann man nur hoffen, dass der Antrag endlich Beachtung findet.

Vielleicht kann man diese Gefahrenquelle sogar ausschließen, wenn Bremen nach bekannt werden der Kontaminationen sofort gehandelt hat und gemäß Trinkwasserverordnung einen Austausch diffundierender Kunstofffleitungen vorgenommen hat, oder diese mit einer Ummantelung versehen hat durc h die aromatische Kohlenwasserstoffe nicht diffundieren können und vor allem die Bevölkerung über diese Gefahrenquelle informiert hat.

Wenn hierzu eine klare Antwort vorliegt, dann muss man weiter sehen und recherchieren wo die Gefahrenquelle liegt, allerdings vertraue ich da der Einschätzung des Medizinprofessors Dr. Ernst Chantelau, dass die Giftstoffe über den Weg der Nahrungsaufnahme in den Körper gelangen und da kann man schon eine Eingrenzung vornehmen.

Warten wir die weitere Entwicklung ab.


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zuletzt bearbeitet 22.01.2015 | Top

RE: zum Bürgerantrag v. 3.11.2014 zur Trinkwasserverordnung

#64 von Lola2 , 26.01.2015 19:44

http://www.ndr.de/nachrichten/niedersach...enhorst410.html

.

Zitat

NDR 1 Niedersachsen
Stand: 26.01.2015 17:10 Uhr - Lesezeit: ca.2 Min.
Fäkal-Keime belasten Delmenhorster Trinkwasser weiter
Die Stadtwerke Delmenhorst. © NDR Fotograf: Oliver Gressieker
Die Stadtwerke Delmenhorst wollen das Keim-Problem bis zum Ende der Woche in den Griff bekommen.

Mal eben einen Schluck Leitungswasser trinken oder unbesorgt die Zähne putzen: Das ist in Delmenhorst derzeit nicht möglich. Weil in der vergangenen Woche Fäkal-Keime im Trinkwasser gefunden wurden, müssen die Bürger in der 75.000-Einwohner-Stadt ihr Wasser bis auf Weiteres abkochen. "Wenn alles nach Plan läuft, wird das Wasser gegen Ende der Woche wieder komplett keimfrei sein", sagte der Geschäftsführer der Stadtwerke Delmenhorst (SWD),

Zitat Ende


..da können die Rönnebecker Bürger nur hoffen, dass bald eine Antwort auf den Bürgerantrag kommt.

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RE: zum Bürgerantrag v. 3.11.2014 zur Trinkwasserverordnung

#65 von Lola2 , 01.02.2015 08:04

BI "Keine Erweiterung Grauer Wall"-In manchen Straßen wird von auffallend vielen Krebserkrankungen berichtet"

..wer sich die Zeit nehmen möchte, sollte die Beiträge aus dem o.a. Thread mal lesen.

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"DKMS Deutsche Knochenmarkspenderdatei · WELTKREBSTAG 2015 -

#66 von Lola2 , 04.02.2015 10:32

DKMS Deutsche Knochenmarkspenderdatei
12 Min ·

WELTKREBSTAG 2015 - BITTE TEILEN!
Am heutigen ‪#‎Weltkrebstag‬ werden wir Euch über den Tag verteilt wichtige Informationen zur ‪#‎Stammzellspende‬ geben und würden uns freuen, wenn Ihr diese mit Euren Freunden und der ganzen Welt teilt!

Nur so können wir mit Vorurteilen aufräumen und möglichst viele Menschen überzeugen, sich auch als Stammzellspender registrieren zu lassen.

Denn:
Viele Menschen lassen sich aus Unwissenheit oder unbegründeter Angst nicht als Stammzellspender registrieren. Dabei ist es so einfach, Blutkrebspatienten, die auf eine #Stammzellspende angewiesen sind, eine 2. Chance auf Leben zu schenken.

Wer noch nicht bei der ‪#‎DKMS‬ registriert ist, kann dies einfach online unter www.dkms.de/registrierung tun. Es dauert nur wenige Minuten und kann für Blutkrebspatienten das ganze Leben bedeuten.

‪#‎WorldCancerDay‬

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"Entschädigung für verseuchtes Grundwasser" in USA

#67 von Lola2 , 06.02.2015 10:28

http://netzfrauen.org/2015/02/05/risiken...lution-lawsuit/

Zitat
Im ersten US-Fracking-Prozess erhielt eine Familie aus Texas drei Millionen Dollar Entschädigung für Gesundheitsschäden durch verseuchtes Grundwasser.
....
In der Fracking-Zone im Norden von Texas machen sich die Menschen immer mehr Sorgen um die Gesundheit. Leukämie und andere seltene Krebserkrankungen nehmen vermehrt zu. Zusätzlich erschüttert eine Erdbebenserie Texas.

An immer mehr Orten beginnt die lokale Bevölkerung, sich gegen Fracking zu wehren. „Die Industrie hat unseren Brunnen verseucht”, protestieren Craig und Julie Sautner aus Dimock, Pennsylvania. In Wise County, Texas, erklärten Bob und Lisa Parr und ihre Tochter Emma, ihre Gesundheit sei seit 2008, als in ihrem nächsten Umfeld das Fracken von Erdgas begann, geschädigt worden. Lisa beklagte Atemprobleme und Kopfschmerzen, Bob erklärte er habe plötzlich dreimal die Woche Nasenbluten gehabt, auch Emma beklagte Nasenbluten und Kopfschmerzen. „Wir können das Wasser unserer Quelle nicht mehr trinken”, protestierte Bob Parr und verklagte den Betreiber der Bohrung Aruba Petroleum. „Wir können die Luft hier nicht atmen, ohne krank zu werden”.
Zitat Ende

In diesem Zusammenhang möchte ich nochmal an den Bürgerantrag "Die Rönnebeck-Anomalie" erinnern und an den Bürgerantrag vom 3.11.2014 hinsichtlich der Trinkwasserverordnung der Bundesregierung.

Die Beantwortung des BA v. 3.11.2014 wurde von der Antragstellerin zur Beiratssitzung am 9.2.2015 wieder angemahnt.

Es ist sehr schade , dass sich nicht noch mehr Bürger zu diesem Thema über Bürgeranträge zur Aufklärung der Krebserkrankungen zu Wort melden.


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zuletzt bearbeitet 06.02.2015 | Top

Radio Bremen- buten + binnen

#68 von Lola2 , 22.06.2015 20:36

http://www.radiobremen.de/gesellschaft/k...-bothel100.html
Zitat
Krebsregister Niedersachsen
Auffällig viele Krebsfälle in der Stadt Rotenburg

In der Stadt Rotenburg gibt es eine ungewöhnliche Häufung an Krebserkrankungen. Das gab das Krebsregister Niedersachsen heute bekannt. Mehrere Landkreise hatten eine entsprechende Untersuchung in Auftrag gegeben, nachdem die erhöhte Zahl an Leukämie-Fällen in Bothel im vergangenen September bekannt geworden war. Bürgerinitiativen führen das auf die Erdgasförderung zurück.
Zitat Ende


http://www.radiobremen.de/gesellschaft/t...register100.pdf
Zitat
Kurzfassung des EKN Berichtes zur Häufigkeit von
Krebsneuerkrankungen in der Samtgemeinde Bothel

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"Schließung des Zentrums für Humangenetik"

#69 von Lola2 , 26.06.2015 08:00

..auf der Facebookseite war folgende Pressemeldung zu lesen:

Zitat
Zur heutigen Sitzung des Akademischen Senats wurde folgende Pressemitteilung veröffentlicht:

Pressemitteilung vom 24.6.2015 | Personalrat der Universität Bremen
Schließung des ZHG beschlossen
Akademischer Senat der Uni verabschiedet Schließungsbeschluss ohne vorliegendes Personalkonzept für Beschäftigte


Der Akademische Senat der Universität hat in seiner heutigen Sitzung die Schließung der Zentralen Betriebseinheit „Zentrum für Humangenetik“ (ZHG) trotz Protesten aus Universität und Öffentlichkeit beschlossen.
Für 16 Mitarbeiter*innen, davon 11 hochqualifizierte Wissenschaftler*innen aus dem Fachgebiet Humangenetik, bedeutet dies das Ende einer erfolgreichen Berufslaufbahn insbesondere in der Tumorforschung und –diagnostik. De facto werden die Mitarbeiter*innen spätestens ab dem 1.10.15 zur (vorläufigen) Untätigkeit auf Staatskosten gezwungen.
Der Personalrat forderte von der Universitätsleitung vor der Beschlussfassung im AS ein Personalkonzept mit Perspektiven für alle Mitarbeiter*innen vorzulegen. Ein Übergang in neue Aufgabenbereiche kann nur mit den Mitarbeiter*innen und nicht über deren Köpfe hinweg erfolgen. Das vorzeitige Aus für das ZHG verhindert diesen Prozess.
In der AS-Sitzung erklärte die Personalratsvorsitzende Christel Wienrich: „Ich möchte meine Kolleginnen und Kollegen des ZHG nicht ohne Arbeit und Perspektive sehen. Der Personalrat fordert ein Personalkonzept, das von allen Beteiligten erarbeitet und für alle Betroffenen eine beruflich adäquate Perspektive bietet.“
Einen zeitlichen Umsetzungsplan und konkrete Vorschläge über mögliche Einsatzbereiche hält auch der Rechnungshof Bremen in seinem Jahresbericht 2015 (S. 97) für „dringend erforderlich“.
Zitat Ende

Am 24.6. konnte man im Weser Kurier lesen, "Rot-Grün beschließt Offshore-Terminal"
http://www.weser-kurier.de/bremen/buerge...id,1152467.html

Die Weisheit der Dakota-Indianer besagt: "Wenn du ein totes Pferd reitest, steig ab"

In dem folgenden Link findet man diese Weisheit der Dakota-Indianer bis zur Perfektion definiert.
http://www.erev.de/auto/Downloads/Skript..._der_Dakota.pdf
Der oder die Verfasser sind zwar unbekannt, aber vielleicht kommen sie aus Bremen?

Hat der Bürger einen Nutzen von diesem Offshore-Terminal?

Von der Arbeit des Institut für Humangenetik hat der Bürger einen großen Nutzen, den wohl Lobbyisten nicht erkennen können oder auch nicht erkennen wollen.

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Gutes/ schlechtes Beispiel

#70 von Reinhard , 06.07.2015 16:28

Gutes/ schlechtes Beispiel

Über die Mülldeponie Grauer Wall im Bremerhavener Ortsteil Speckenbüttel wurde hier im Forum bereits an anderer Stelle berichtet. Jetzt liegt eine Auswertung des Bremer Krebsregisters vor, die in einem Blogartikel rezensiert wird.

Unter dem Strich steht in dieser Studie im Auftrag des Bremer Umweltsenators Lohse und der Bremerhavener Gesundheitsbehörde eine deutliche Entwarnung, von der auch Radio Bremen berichtet hat.

Wie sieht es jedoch aus, wenn man den Weg überprüft der zu diesem Resultat geführt hat? Hier haben die Wissenschaftler der Krebsregister merkwürdige Kriterien angelegt. Dazu hier zwei Beispiele:

- Während in Langen "70" eine Fallzahl ist, bei der sich kein Vergleich nach dem Geschlecht durchführen lässt, trifft das nicht für die Region Bothel zu. Dort lassen sich bereits gestützt auf nur 56 Fälle die zentralen Erkenntnisse gewinnen.

- Auch scheint man in Speckenbüttel die Frage einer Belastung durch die Deponie „Grauer Wall“ besser untersuchen zu können, wenn man das Untersuchungsgebiet weiter fasst und mit der Stadt Langen in Niedersachsen ergänzt. Dabei hat es für die Krebsforscher aus Bremen und Oldenburg offenbar keine Bedeutung, dass Langen eine unterdurchschnittliche Belastung durch Leukämiefälle aufweist. Die Verwässerung war offenbar gewünscht, da sie im Laufe der Analyse nicht korrigiert wurde.

Diese Beispiele zeigen schon einmal, was die Tanklager-Bürgerinitiative in Blumenhal zu erwarten hat, wenn sie sich für eine umfasende Gesundheitsuntersuchung in Farge und Rönnebeck einsetzt.

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"Unter Verdacht - Häufung von Krebsfällen in Bothel"

#71 von Lola2 , 28.07.2015 11:07

http://www.weser-kurier.de/region_artike...id,1175867.html
Zitat
Häufung von Krebsfällen in Bothel: Erste Bodenproben genommen
Unter Verdacht
IRINA GÜTTEL 28.07.2015 0 Kommentare

Ralf Struckmann sticht den Spaten in den Boden und hebt ein Loch aus. „Einen Zollstock, bitte“, sagt er zu seinem Kollegen. Er misst und schaufelt dann noch etwas Erde aus dem Loch, bis die Tiefe stimmt. Mit einem Löffel füllt der Geograf die Erde in ein Glas mit Schraubverschluss. Sieben Bodenproben werden Struckmann und sein Kollege an diesem Tag rund um die Erdgasförderstelle Z 2 in Bothel (Landkreis Rotenburg) ziehen. Im Labor wird sich später zeigen, was tatsächlich in der Erde steckt: Nur Sand und Humus? Oder auch Quecksilber, Dioxine oder andere Schadstoffe?
Zitat Ende

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RE: "Unter Verdacht - Häufung von Krebsfällen in Bothel"

#72 von Lola2 , 28.07.2015 17:28

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/un...r-12822274.html

Zitat

Geplanter Wasserturm Exxon-Chef gegen Fracking vor der eigenen Tür

Rex Tillerson, der Vorstandsvorsitzende des größten Ölkonzerns von Amerika, ist normalerweise ein glühender Verfechter des umstrittenen Frackings. Doch nun kämpft er auf der anderen Seite - weil ein Bauprojekt vor seiner eigenen Tür ansteht.
26.02.2014, von Roland Lindner, New York
Chairman, President and CEO of Exxon Mobil Corporation Rex Tillerson hits a shot during the first round of the Pebble Beach National Pro-Am golf tournament
© REUTERS Abschlag: Rex Tillerson, der Chef von Exxon Mobile, auf seinem heimischen Golfplatz.

Exxon-Mobil ist der größte Ölkonzern in den Vereinigten Staaten und gehört zu den Verfechtern der umstrittenen Fördermethode „Fracking“. Entsprechend wenig Sympathien genießt der Konzern unter Umweltschützern, die sich in den Vereinigten Staaten den Kampf gegen das Fracking auf die Fahnen geschrieben haben. Nun aber finden die Fracking-Gegner auf einmal jemanden auf ihrer Seite, mit dem sie wohl nie gerechnet hätten: Rex Tillerson, der Vorstandsvorsitzende von Exxon-Mobil, kämpft gegen ein Projekt in Texas, das mit Fracking zu tun hat. Freilich hat sich der Exxon-Chef nicht von einem Tag auf den anderen zum Umweltaktivisten verwandelt. Der Widerstand gegen das Projekt hat vielmehr damit zu tun, dass es direkt vor seiner Haustür geplant ist – genauer gesagt, neben seiner Pferderanch.

Roland Lindner Autor: Roland Lindner, Wirtschaftskorrespondent in New York. Folgen:

In dem Streit geht es um einen fast 160 Meter hohen Wasserturm, der in einem wohlhabenden Vorort von Dallas errichtet werden soll. Der Turm würde neben der 33 Hektar großen Ranch stehen, die Tillerson und seiner Frau gehört. Die Tillersons und einige ihrer Nachbarn fürchten nun, dass der Turm zu einer Versorgungsstation für Wasser wird, das beim Fracking zum Einsatz kommt. Beim Fracking wird eine Mischung aus Wasser, Sand und Chemikalien in eine Bohrstelle gepresst, um Rohstoffe aus Schiefergestein zu gewinnen. Die Technik wurde zunächst vor allem bei der Förderung von Erdgas genutzt, mittlerweile wird damit verstärkt auch Öl gewonnen. Wie das „Wall Street Journal“ schrieb, sind im seit dem Jahr 2007 im Umkreis von Tillersons Anwesen mindestens neun Fracking-Bohrstellen entstanden. Umweltschützer fürchten, dass die Chemikalien in dem Fracking-Gemisch das Grundwasser verseuchen könnten.

Der 61 Jahre alte Tillerson und seine Nachbarn versuchen, den Wasserturm mit einer Klage zu verhindern. Sie fürchten, dass mehr Lastwagen auf den Straßen unterwegs sein werden, die sich an dem Turm mit Wasser eindecken. Dies werde für Lärmbelästigung und Verkehrsgefährdung sorgen, wie es in der Klage heißt. Der Anwalt von Tillerson sagte dem „Wall Street Journal“, seinem Mandanten gehe es vor allem um den Wertverlust seines Anwesens.
Noch viel Opposition in Amerika

Tillerson ist im Jahr 2001 in den Vorort von Dallas gezogen, seit 2006 ist er Exxon-Mobil-Chef. Unter seiner Führung hat der Konzern seine Erdgas-Aktivitäten und somit auch seine Fracking-Engagements erheblich ausgeweitet. 2010 kaufte er das Erdgasunternehmen XTO, das auf die Förderung sogenannter unkonventioneller Rohstoffvorkommen wie etwa in Schiefergestein spezialisiert ist.

Unter den Gegnern des Wasserturm in Texas findet sich neben Tillerson noch ein anderer überraschender Name: So hat sich auch der frühere amerikanische Kongressabgeordnete Dick Armey von der Republikanischen Partei der Klage angeschlossen. Armey ist bisher eher als Freund der Energieindustrie denn als Kämpfer für die Umwelt aufgefallen.

Ob nun aus persönlichen Motiven oder aus Umweltbedenken heraus: Fracking stößt in Amerika noch immer auf viel Opposition, obwohl die Fördertechnik seit einigen Jahren in vielen Bundesstaaten gang und gäbe ist. Zu den Ausnahmen gehört der Bundesstaat New York, der auf großen Erdgasvorkommen in Schiefergestein sitzt. Hier gibt es eine lautstarke Opposition, zu der auch Prominente wie zum Beispiel Yoko Ono gehören. In New York ist Fracking bislang de facto verboten, und eine seit Jahren ausstehende Entscheidung des Gouverneurs Andrew Cuomo über die Freigabe der Technik lässt weiterhin auf sich warten.
Zitat Ende

"Ein Schelm wer Böses dabei denkt!"

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"Unbekannte Gefahr - Radioaktive Abfälle aus der Öl- und Gasindustrie

#73 von Lola2 , 29.07.2015 14:19

http://www.deutschlandfunk.de/unbekannte...rticle_id=99731

Zitat
Unbekannte Gefahr
Radioaktive Abfälle aus der Öl- und Gasindustrie


Bei der Öl- und Gasförderung gelangen Schlämme aus der Unterwelt an die Erdoberfläche, die ein gefährliches Gepäck mit sich führen: Radioaktivität. Seit den 70ern ist das Problem der strahlenden Abfälle der deutschen Gas- und Ölindustrie bekannt. Bei Nachfragen nach konkreten Zahlen gibt man sich aber zugeknöpft.

Von Jürgen Döschner
Zitat Ende


Wo findet die Entsorgung statt?

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zum Thema "Rönnebeck- Anomalie"

#74 von Lola2 , 01.08.2015 15:22

http://www.kreiszeitung.de/lokales/roten...on-5174407.html

Zitat
Rotenburg - Von Michael Krüger. Erhöhte Krebszahlen auch in Rotenburg. Die Schlagzeile zu Anfang dieser Woche hat das Problem, das mit Bekanntwerden der massiv erhöhten Leukämie- und Lymphomerkrankungen älterer Männer in der Samtgemeinde Bothel im September 2014 begonnen hat, noch einmal verschärft. Die Suche nach Ursachen läuft.

Einen Zusammenhang mit der Erdgasförderung in der Region wollen die Behörden zwar nicht ausschließen, hüten sich aber vor schnellen Urteilen. Die Bürgerinitiativen arbeiten an der Aufklärung mit – werden aber auch deutlicher. Kathrin Otte, zweite Vorsitzende des „Gemeinnützigen Netzwerks für Umweltkranke“ (Genuk), spricht Klartext.

Haben die neuen Zahlen Sie überrascht?

Kathrin Otte: Der Schock bei der ersten Enthüllung der Krebsfälle in der Samtgemeinde Bothel war sicher noch größer. Auch, weil man sich erst daran gewöhnen musste, dass die eigenen Befürchtungen tatsächlich von der Realität bestätigt wurden. Ich hätte aber ehrlich nicht gedacht, dass sich ausgerechnet in der Stadt Rotenburg eine so ähnlich alarmierende Zahl gerade an Multiplem Myelom Erkrankter zeigt. Wenn man wie ich selbst von Umweltkrankheit betroffen ist, weiß man, welche Tragödien sich bei den Menschen und ihren Familien abspielen, dann ist man mit dem Herzen bei ihnen.
Zitat Ende

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Es geht auch anders!

#75 von Reinhard , 21.09.2015 14:26

Es geht auch anders!

Während sich Bremen und seine Verwaltung in Blumenthal schwer tun, die Krebsfälle in Farge und vor allem Rönnebeck detailliert zu analysieren, scheint man in Niedersachsen zumindest erheblich schneller auf eine ähnliche Häufung von Leukämiefällen zu reagieren.

Dort sind in Rodewald (Landkreis Nienburg/Weser) nach aktuellen Recherchen des NDR mindestens fünf Menschen unter 40 Jahren innerhalb von zehn Jahren an Leukämie erkrankt. Statistisch erwartbar wäre hingegen maximal eine Neuerkrankung gewesen. Ein Statistiker des niedersächsischen Landesgesundheitsamtes hat daher gegenüber der Redaktion von "Markt" bestätigt: "Es handelt sich hier um eine auffällige Erhöhung, der man nachgehen müsste."

In der betroffenen Gemeinde und beim Gemeinnützigen Netzwerks für Umweltkranke (Genuk) hat man bereits eine Erklärung für die überzufällige Häufung. Danach könnte ein ehemaliger Betriebsplatzes der Erdölfirma BEB Erdgas und Erdöl GmbH & Co., die heute zu ExxonMobil gehört, verantwortlich sein. Diese Firma hat auf dem Platz das gesammelte Öl nach der Förderung gereinigt und wieder abtransportiert. Dabei wurde über ein Ausblasrohr im Öl enthaltenes Gas, also auch krebserregendes Benzol, in die Umgebung abgeben.

Diese Belastung war schon vor der Pressemitteilung des NDR vom 20. September zu den Leukämiefällen kein Geheimnis; denn seit Dezember 2014 wird der stark kontaminierte Betriebsplatz saniert.

Obwohl erst seit einem Tag grobe Daten zu dem erhöten Krankheitsrisiko vorliegen, nimmt der zuständige Landkreis Nienburg den Hinweis auf die häufigen Leukämieerkrankungen "sehr ernst" und will in Abstimmung mit dem Niedersächsischen Landesgesundheitsamt und dem Epidemiologischen Krebsregister Niedersachsen "jetzt eine Krebs-Clusteruntersuchung in Rodewald veranlassen".

Dieser Kreis legt damit ein deutlich schnelleres Tempo vor als Bremen und Blumenthal, wo man entsprechende Bürgeranträge vergisst oder zumindest bis zur Gründung eines Ausschusses verschiebt. Die unterschiedlichen Reaktionen auf ein erhöhtes Krebsrisko lassen sich besonders leicht verfolgen, wenn sie mit dem Verhalten Bremer Politiker und Behörden nach dem ersten NDR-Bericht über Grundwasserkontaminationen durch das Tanklager Farge vergleicht.

Weitere Details über die Situation in Rodewald kann man heute in einer Sendung des NDR erfahren, und zwar am 21. September um 20.15 Uhr in "Markt" beim NDR-Fernsehen.

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