Kraftwerk Farge (Quelle: wikipedia)

..interessante Lektüre...

#16 von Lola , 22.09.2013 15:02

Batteriespeichersystemen in Verbindung mit einer Photovoltaikanlage startet ab .... Energy Efficiency Award von der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena)!

Den Hinweis habe ich hier gefunden:
http://tanklagerfarge.wordpress.com/woru...-es-eigentlich/


gewerbliche Nutzung
Windkraft-Anlagen
Solar-Anlagen
Speicherung regenerativer Energien ...(auf der Webseite der BI kann man darauf klicken= http://www.youtube.com/watch?v=Q8rpuZuFLro - Strom speichern mit "Power-To-Gas" Anlage
http://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Energie-Agentur
http://www.powertogas.info/partner/alle-partner.html ..und hier hat man alle Partner!

https://www.di-verlag.de/de/GWF-Gas-Erdg...forming-energy1
..und hier wird ein neues Mitglied vorgestellt.


Handwerk
produzierendes Gewerbe
Landschaftsschutzgebiete / Naturschutzgebiete
(zwingend erst nach einer Sanierung/Rückbau!)
Naherholung
Sportflächen (wie z.B. der Grambker Sportpark-See)
Wald-Camping
Kletter-Park (wie z.B. der Kletter-Park Verden)
Gotcha/Paintball-Bereich
Off-Road-Strecke (wie z.B. der Hoope-Park)

Passt schon.


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RE: "Werk Kiefer"

#17 von Lola , 17.10.2013 15:02

http://www.goslarsche.de/Home/harz/regio...rid,430587.html

Dieser Beitrag gehört zum Thema Posting Nr.8

Zitat
Südharz. Nach langen Jahren des Stillstands ist Bewegung gekommen in die Rüstungsaltlast „Werk Kiefer“ im Siebertal, nachdem spätestens seit dem Molde-Gutachten von 1998 bekannt war, dass die Altlast das Trinkwassereinzugsgebiet für rund 20.000 Menschen im Pöhlder Becken gefährdet.

Bei der früheren Tochterfirma der Dynamit Nobel (DAG) waren unter Verwendung von flüssigem Trinitrotoluol (TNT) Tellerminen und Granaten produziert worden, bevor die Fabrik im April 1945 in die Luft flog. Seither führen auf dem Areal am Pfingstanger hinter dem Herzberger Bauhof und im Schatten des stolzen Schlosses Herzberg über Jahrzehnte die einstigen „Kiefer“-Abwasserleitungen in den dortigen Mühlengraben, der direkt in die Sieber entwässert.

Im Bericht heißt es weiter:

Anfang dieses Monats hat der niedersächsische Umweltminister Stefan Wenzel (Grüne) in einem Schreiben an den BUND-Kreisverband Goslar unmissverständlich klargestellt: „Es besteht in erheblichem Umfang ein weiterer Untersuchungsbedarf.“

Das war lange nicht klar, weil sich alle Beteiligten von der Eigentümerin Stadt Herzberg über die Bodenschutzbehörde Landkreis Osterode bis hin zum DAG-Rechtsnachfolger, der Bonner Grundstücksgesellschaft IVG, untätig und schweigend hinter der Rechtslage verschanzten
Zitat Ende

Interessant ist auch der Leserkommentar unter demArtikel.


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RE: "Der große Bellheim alias WCM"

#18 von Lola , 09.04.2014 12:39

so lautet die Überschrift eines Threads im Forum Ariva

http://www.ariva.de/forum/Der-grosse-Bel...M-458362#bottom

Über die WCM kann man ab Beitrag 1-6 auf Seite 1 hier in diesem Thread lesen oder natürlioch ab Seite 1 im o.a. Link.


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zuletzt bearbeitet 09.04.2014 | Top

" Der Konzern, der Hitler den Weltkrief ermöglichte"

#19 von Lola , 13.04.2014 14:39

http://www.handelsblatt.com/unternehmen/...te/4428986.html

So heißt die Überschrift eines Berichts im Handelsblatt v. 28.7.2011

Zitat aus o.a. Link:
Geschichte der IG FarbenDer Konzern, der Hitler den Weltkrieg ermöglichte

Die IG Farben hat in den Weltkriegen grausame Dinge getan. Jetzt gibt es neue Erkenntnisse über das zerstörerische Werk von Bayer, BASF und Co und wie die Verantwortlichen sich noch Jahre nach dem Krieg feierten.

Düsseldorf.
Der abgemagerte jüdische Häftling bricht unter der Last der Holzplanke zusammen. Bevor er sich aufrappeln kann, ist der SS-Wachposten bei ihm und drischt ihm den Gewehrkolben an den Kopf. Immer wieder. Ein anderer Häftling, der britische Soldat Avey, will ihm helfen. Doch er bemerkt den SS-Mann nicht, der sich von hinten nähert und ihm mit der Pistole hart ins Gesicht schlägt. Avey wird später ein Auge verlieren und nie erfahren, wer der Jude war, dem er helfen wollte.


So sah das Leben und Sterben aus in der Fabrik der IG Farben in Auschwitz – und es gab noch weitaus schlimmere Vorfälle. Es ist der Konzern, der den Zweiten Weltkrieg möglich machte und von dem heute noch Bayer, BASF und Wacker als eigenständige Firmen übrig sind. „Deutschland hätte den Krieg ohne die synthetischen Materialien der IG Farben nicht lange durchgestanden“, schreibt Diarmuid Jeffreys in seinem gerade auf Deutsch erschienenen Buch „Weltkonzern und Kriegskartell“. Der britische Journalist hat in einer enormen Fleißarbeit Tausende Dokumente durchgesehen und so die Geschichte der IG Farben nachvollzogen, wie es bisher noch nie getan wurde.

1870er-Jahre: Deutsche Chemiefirmen führen
1899: Erfindung von „Aspirin“
1910: Das Haber-Bosch-Verfahren
1915: Massenproduktion von Salpetersäure
1916: Zwangsarbeiter für BASF
1925: Gründung IG Farben
1929: Die Weltwirtschaftskrise
Januar 1933: Hitler wird Reichskanzler
März 1933: Die IG Farben kollaboriert
Dezember 1933: Der Benzinvertrag
Mai 1938: Tschechoslowakei
September 1939: Sieg über Polen
Juni 1940: Rache an Frankreich
April 1941: Fabrik in Auschwitz
Juni 1941: Menschenmaterial
September 1941: Zyklon B
Juni 1942: Das eigene KZ
Mai 1944: Der Bombenhagel
Januar 1945: Auschwitz verlassen
April 1945: Werke eingenommen
August 1947: Der Prozess beginnt
1951: Die neue Zukunft
1952: Liquidation der IG Farben
(wenn man den o.a. Link aufruft, dann kann man die einzelnen Jahreszahlen anklicken und es erscheinen Erläuterungen)

Am 1. Januar 1952 tritt die IG Farben in Liquidation. Der neue Name lautet IG Farbenindustrie AG i.L. Drei Jahre später wurde das Unternehmen aus der Kontrolle der Alliierten genommen und befand sich fortan jahrzehntelang in Abwicklung.

Es ist die Geschichte eines Megakonzerns, der in Friedenszeiten den Liberalismus liebte, sich aber im Krieg rasant in den Dienst des Staates und der Armee stellte – und in beiden Fällen prächtig verdiente. Das Beispiel IG Farben ist auch heute noch von höchster Relevanz, weil es zeigt, welch dramatische Folgen es haben kann, wenn sich Unternehmen und Politik zu nahe kommen.

Und es ist auch die Geschichte von Firmenlenkern, die für den Profit die Ermordung von Zehntausenden Menschen duldeten – ja sogar anordneten. Sie wurden als Kriegsverbrecher verurteilt. Als sie aber wegen „guter Führung“ schon nach zwei Jahren das Gefängnis verließen, stand die Limousine schon bereit. Sie alle bekamen wieder gute Jobs und trafen sich im Februar 1959 zu einem glanzvollen Wiedersehensbankett mit viel Wein unter guter Laune.
Zitat Ende

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RE: " Der Konzern, der Hitler den Weltkrief ermöglichte"

#20 von Lola , 13.04.2014 15:21

http://www.handelsblatt.com/unternehmen/.../4428986-2.html
Zitat
Die Gründung der IG Farben

Dabei geht es auch um die Rolle der Konzerne für das Selbstverständnis des deutschen Volkes. 1873 war „das neue, wirtschaftlich ungemein anpassungsfähige Deutschland eine Macht, mit der gerechnet werden musste“.

Bis zum Ersten Weltkrieg hatte sich die Chemiebranche aus der Tagespolitik weitgehend herausgehalten. Natürlich würde Lobbyarbeit gemacht – gerade im Ausland. Aber insgesamt hielten es die Unternehmen mit Liberalismus und freiem Handel.

Doch der Krieg veränderte alles. Die Rohstofflage war dermaßen schwierig, dass sich die Reichsführung an die Chemiekonzerne wandte. Es ging vor allem um Sprengstoffe - und nicht zuletzt um Giftgas. Die klügsten Köpfe wie Fritz Haber (übrigens ein Jude) und Carl Bosch wurden rekrutiert. Geld bekamen die Konzerne genug und auch „billige“ Arbeitskräfte: Rund 60.000 belgische Zwangsarbeiter forderte Bayer-Chef Carl Duisberg 1916 an, wir Buchautor Jeffreys herausfand.

Probleme der IG Farben bei der Gründung

- Die Voraussetzungen
- Der Koloss in Zahlen
- Guter Wille reicht nicht
- Vorstände und die Fusion
- Traditionen
- Gewerkschaften
- Fachwissen
- Organisatio
(Beim Anklicken des o.a. Links, kann man diese 8 Themenbereiche für Erläuterunmgen aufrufen

Umso schwieriger war die Situation für die Unternehmen nach dem Krieg. Die Produktion musste auf zivile Produkte umgestellt werden, zudem war der Patentschutz für viele Produkte von den Firmen der Alliierten faktisch ausgehöhlt worden. Es begannen zähe Verhandlungen und ein mühsamer Wiederaufbau. Zudem bemühten sich vor allem die USA, die besten Köpfe der Branche abzuwerben.

Doch es gelang den großen Firmen, sich zu erholen und wieder zum Machtfaktor zu werden. So musste Gustav Stresemann, Reichskanzler der Weimarer Republik, erklären: „Ohne die IG und die Kohle könnte ich keine Außenpolitik machen.“

Dass es soweit kam, war vor allem BASF-Chef Carl Bosch und Bayer-Chef Duisberg zu verdanken. Vor allem Bosch, 13 Jahre jünger als sein Kollege, hatte in dieser Phase ein glänzendes Näschen für die sich bietenden Chancen. Und dazu gehörte auch der Zusammenschluss der Konzerne.

Dank Duisbergs Hartnäckigkeit kam es am 2. Dezember 1925 zum Bündnis, wenig später folgte die offizielle Fusion von BASF, Bayer, Höchst, Agfa und anderen. Nun lag es an Bosch, einem stillen, bescheidenen Mann, die Teile des Konglomerates zusammenzuführen. Der 52-Jährige hatte eine schwere Aufgabe:
Zitat Ende

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RE: " Der Konzern, der Hitler den Weltkrief ermöglichte"

#21 von Lola , 13.04.2014 15:29

http://www.handelsblatt.com/unternehmen/.../4428986-2.html

Protagonisten Teil 2

Jüdische Manager der IG Farben

Mit der Machtübernahme Hitlers 1933 gerieten die jüdischen Manager im Führungszirkel der IG Farben in den Fokus der Politik: Zu ihnen gehörten Arthur von Weinberg, Kurt Oppenheim, Max Warbrug, Alfred Merton, Otto von Mendelssohn Bartholdy und Ernst von Simson. Die Nationalsozialisten behaupteten, ihre Anwesenheit sei ein klarer Beweis dafür, dass der Konzern der „Verschwörung des internationalen Finanzjudentums“ angehöre.

Friedrich Bergius
Adolf Hitler und seine Wünsche
Hermann Schmitz
Carl Krauch
Fritz ter Meer
Otto Ambros
Heinrich Himmler
(durch Anklicken des o.a.Links, kann man die Erläuterungen zu den einzelnen Personen aufrufen)

Carl Bosch war kein großartiger Unternehmer, aber ein Stratege mit Weitsicht. Er löste die wesentlichen Probleme und die IG Farben wuchs und wuchs. Er erkannte früher als viele, dass sich die Weltwirtschaft zu sehr vom Öl abhängig gemacht hatte und setzte auf das deutsche Fachwissen im Bereich der Hydrierung – was später im Zweiten Weltkrieg noch eine besonders wichtige Rolle spielen sollte.

Derweil waren die Verbindungen zur Politik in der mittleren Phase der Weimarer Republik wieder deutlich lockerer geworden. Die IG Farben unterstützte die Partei, die einen am ehesten in Ruhe arbeiten ließ. Natürlich war dabei wichtig, dass die deutsche Politik gute Beziehungen mit den früheren Kriegsgegnern unterhielt – das Exportgeschäft war schließlich sehr wichtig.
Zitat Ende

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RE: " Der Konzern, der Hitler den Weltkrief ermöglichte"

#22 von Lola , 13.04.2014 15:36

http://www.handelsblatt.com/unternehmen/...p=1&a=falseitat
Zitat
Deutschlands ehemaliger ChemierieseDie Geschichte der IG Farben in Bildern
28.07.2011, 10:47 Uhr

Die IG Farben haben im Zweiten Weltkrieg mit den Nazis kollaboriert, prächtig am Krieg verdient und ist für den Tod von zehntausenden Zwangsarbeitern verantwortlich. Die Bilder dazu.
Zitat Ende

(Mit dem o.a. Link kann man die Bilder-Galerie aufrufen)

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RE: " Der Konzern, der Hitler den Weltkrief ermöglichte"

#23 von Lola , 13.04.2014 15:48

http://www.handelsblatt.com/unternehmen/.../4428986-4.html

Zitat
Der Alltag mit den Nazis
IG Farben: Der neue Alltag mit den Nazis

Loyalität

Für die Nazis waren individuelle Loyalitätsbeweise einzelner Manager viel weniger wichtig als die Kooperation des Gesamtunternehmens. Dementsprechend wurde auch Carl Boschs Distanz zur NSDAP ignoriert

Die US-Kunden
Hitlergruß
Betriebszeitungen
Luftschutzübungen
Tierversuche verboten
Juden entlassen
Werbung im Ausland
(Beim Anklicken des o.a. Links , kann man die o.a. Themen mit Erläuterungen aufrufen)

Es folgten weitere Zahlungen: Insgesamt ließ die IG Farben der NSDAP 1933 4,3 Millionen Reichsmark zukommen. Aber Bosch wusste, was er dafür bekommen würde: Hitler rettete sein Projekt zur synthetischen Herstellung von Treibstoff. Jeffreys schreibt: „In weniger als einem Jahr würde man einen Vertrag von wahrhaft faustischen Dimensionen unterschreiben.“ Damit meinte er den Vertrag über einer Absatzgarantie von 350.000 Tonnen synthetischem Benzin zum einem Mindestpreis, der der IG Farben vor einem Verlust von rund 300 Millionen Reichsmark bewahrte.

Kein Wunder, dass sich der Konzern anpasste und kollaborierte. Carl Bosch war kein Antisemit, konnte aber nicht verhindern, dass immer mehr Juden sein Unternehmen verlassen mussten. Ihm tat es weh, all die guten Wissenschaftler gehen zu sehen. Unter ihnen war auch Fritz Haber. Im Ersten Weltkrieg hat der Patriot noch Giftgas für die Armee entwickelt, nun wurde er – obwohl inzwischen zum Christentum konvertiert – vertrieben.

Bei einem Treffen sprach Bosch Hitler auf die Judenfrage an: „Wenn immer mehr jüdische Wissenschaftler zur Emigration gezwungen werden, könnte die deutsche Physik und Chemie um 100 Jahre zurückgeworfen werden.“ Hitler bekam einen Wutausbruch und schrie, dass Bosch keine Ahnung von Politik habe und Deutschland wenn nötig 100 Jahre lang ohne Physik und Chemie arbeiten könne. Von da an war Bosch persona non grata in Hitlers Kreisen.

Die beiden trafen auch deshalb nie wieder zusammen, weil Bosch nicht das tat, was viele andere Industrielle nach solchen Wutausbrüchen Hitlers taten: eine Versöhnung anzustreben. Er war sich sicher, dass Hitler den synthetischen Treibstoff weiterhin haben wolle und setzt im Stillen die Unterstützung für jüdische Wissenschaftler fort. Das ging so weit, dass er den Exilanten heimlich Entschädigungen zahlte und beschaffte einigen gute Posten bei Unternehmen der IG in Übersee.

Carl Bosch wurde nie NSDAP-Mitglied, erfüllte als Chef der IG Farben aber zahlreiche Wünsche des Regimes. Das sei eben ein „unglückliches Nebenprodukt unternehmerischer Zweckmäßigkeit“.
Zitat Ende

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RE: " Der Konzern, der Hitler den Weltkrief ermöglichte"

#24 von Lola , 13.04.2014 15:54

http://www.handelsblatt.com/unternehmen/.../4428986-5.html

Zitat
Der Konzern, der Hitler den Weltkrieg ermöglichte
« 5 / 6 »
Wie die IG Farben vom Krieg profitierte

In den folgenden Jahren bekam die Chemiebranche – und die bestand zum Großteil aus der IG Farben – den Löwenanteil der ausgeschriebenen Subventionen. Zwischen 1936 und 1939 stammten rund 40 Prozent des Umsatzes aus fünf Produktionsbereichen, die direkt durch den sogenannten Vierjahresplan der Reichsregierung finanziert wurden: Nitrate für Sprengstoffe, Treibstoff, Metalle, Buna (Gummisparte) und Plastik. Die IG Farben versorgte Deutschland im Gegenzug mit allem, was es für einen Krieg brauchte.

Dazu gehörten auch Giftgase, was durchaus erstaunlich war. Schließlich war der Schaden durch die Giftgas-Produktion im Ersten Weltkrieg enorm gewesen. Dennoch entwickelte der Konzern für die Nazis ab 1936 Senfgas und wenig später zwei noch gefährlichere Stoffe: Tabun und Sarin.

Das mit Abstand dunkelste Kapitel der Geschichte der IG Farben war die Buna-Fabrik in Auschwitz. Hier sollte synthetischer Kautschuk hergestellt werden. Natürlich war die Nähe zum Konzentrationslager kein Zufall: Die IG Farben brauchte Sklaven, also ersetzbare Zwangsarbeiter, für den Bau der Werkes.

Als Gegenleistung lieferte der Konzern einen entscheidenden Beitrag zum Ausbau des KZs in eine industrialisierte Mordmaschine, in der eineinhalb Millionen Menschen starben. Jeffreys zitiert einen Überlebenden: „Kapos mit wilden Augen zogen ihren blutbesudelten Weg durch Scharen von Häftlingen, während SS-Männer, wie Cowboys im Fernsehen, aus der Hüfte heraus schossen. Kleine Gruppen stiller Männer suchten sich ihren Weg zwischen Leichen hindurch, die sie nicht sehen wollten, führten Messungen durch und machten sich Notizen.“

Aus Sicht des Autoren ist es absolut klar, dass die Führung der IG Farben von all dem wusste. Vor allem weil die IG Farben ab 1942 auf dem Komplex ein eigenes KZ errichtete.

Als sich die Niederlage Deutschlands abzeichnete, war die IG Farben längst eines der wichtigsten Ziele der Alliierten. Frankreich, Großbritannien und die USA hatten schon 1944 Kommissionen gebildet, die sich mit dem Konzern vertraut machten. Den Kampftruppen folgten auf dem Fuß Wissenschaftler, die die Technologie des Konzerns für die jeweilige Besatzungsmacht sichern sollten.

Sie fanden die Führungskräfte und Wissenschaftler des Konzerns und „überredeten“ sie, versteckte Dokumente auszuhändigen. Es kam sogar zu Ausgrabungen in Wäldern, wo man Ordner verscharrt hatte. Es ging den Alliierten aber auch darum, Deutschland zu entmonopolisieren: Nie wieder sollte eine so große Produktivkraft unter einem Dach angehäuft werden, wie es bei der IG Farben der Fall war.
Zitat Ende

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RE: " Der Konzern, der Hitler den Weltkrief ermöglichte"

#25 von Lola , 13.04.2014 16:03

http://www.handelsblatt.com/unternehmen/.../4428986-6.html

Zitat

Der Konzern, der Hitler den Weltkrieg ermöglichte
« 6 / 6
Was die Geschichte der IG Farben lehrt

Bei der Aufteilung der IG Farben spielten regionale Kriterien die wesentliche Rolle. Leverkusen und die Satellitenfirmen, die in der britischen Zone lagen, wurden eine Einheit. Ludwigshafen und Oppau lagen in der französischen Zone und die alten Werke von Hoechst rund um Frankreich in der US-Zone. Die Werke im Osten wurden entsprechend von der sowjetischen Planwirtschaft absorbiert.

Der Kalte Krieg warf seine Schatten voraus und die westlichen Alliierten hatten kein Interesse, einen Industriezweig zu zerschlagen, der Deutschland helfen sollte, um zum Bollwerk gegen die kommunistische Expansion zu werden. Dies verwendet Jeffreys auch als Begründung für die recht milden Strafen, die die 23 vor Gericht gestellten Führungskräfte der IG Farben bekamen. Dabei war der Prozess mehr als jeder andere geeignet, der Menschheit zu vermitteln, welche entscheidende Rolle die Wirtschaft am Ausbruch des Zweiten Weltkrieges hatte.

Unterm Strich ist Jeffreys eine höchst lesenswerte historische Studie gelungen – es muss eine außerordentliche Fleißarbeit gewesen sein, die Informationen aus all den verschiedenen Quellen zusammen zu suchen. Allerdings gibt es einige Schönheitsfehler: Zum einen stimmt die Behauptung nicht, dass es 1918 eine Kapitulation Deutschlands gab. Und Hindenburg starb nicht 1935, sondern 1934.

Noch viel schwerer wiegt aber die Subjektivität, mit der Jeffreys den Prozess gegen die 23 IG-Farben-Vertreter begleitet. In der Tat fielen die Urteile auch nach objektivem Ermessen milde aus. Aber Jeffreys verlässt in diesen Passagen die Ebene des Historikers und stellt sich so deutlich auf Seiten der Anklage, wie es sich in einer solchen Studie nicht gehört. Da mag man ihm moralisch zustimmen wie man will.

Die Geschichte der IG Farben ist eine Pflichtlektüre und hochaktuell. Denn sie zeigt, wie dramatisch die Folgen sein können, wenn Staat und Wirtschaft zu sehr verschmelzen und voneinander abhängig sind. Politische Motive und Gewinnstreben dürfen nicht miteinander verknüpft werden – so die klare Botschaft. Oder wie es Jeffreys ausdrückt: „Die Geschichte der IG Farben lehrt uns viel über die Schwächen der Menschheit und darüber, wie ein Volk seine Seele aufgab.“
Zitat Ende

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Vergrabene Altlasten aus dem 2.Weltkrieg

#26 von Lola , 12.05.2014 00:31

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13498710.html
SPIEGEL-Report über die Gefahren des Rüstungsmülls aus Hitlers Giftfabriken" 27.11.1989

Zitat
Im Boden der Bundesrepublik sei "im Wortsinne Sprengstoff vergraben", stellte der Chemiker Michael Braedt von der Uni Göttingen fest. Der Sprecher der bundesweiten "Initiative gegen Rüstungsaltlasten" weiß, daß "große, teilweise noch unbekannte Gefährdungspotentiale" im Boden lagern. Eine "ständige Verseuchung des Grund- und Trinkwassers" sei "nicht nur zu befürchten", sondern "auch schon nachgewiesen".

"Kein einziger Standort" der Rüstungsproduktion, kritisiert der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), sei "bis heute saniert". 72 Areale ehemaliger Munitionsfabriken ermittelte der BUND quer durch die Republik, zum Beispiel in Sennelager, Schneverdingen, Traunreut und Ingolstadt. Eine vollständige Liste der Gefahrenherde existiert noch immer nicht.

Dazu kommen noch rund 90 Munitionsanstalten, staatliche Rüstungsbetriebe, in denen Kampfmittel und Munition zusammengesetzt und gelagert wurden, und eine nicht genau bekannte Zahl von Anlagen der "Wirtschaftlichen Forschungsgesellschaft". Sie betrieb riesige unterirdische Tanklager für Treibstoffe und Chemikalien und stellte Ausgangsstoffe für Rüstungsprodukte wie Salpeter- und Schwefelsäure her (siehe Grafik Seite 79).
....

In der Bombenfabrik "Tanne" bei Clausthal-Zellerfeld wurden die monatlich bis zu 300 000 Kubikmeter Abwasser zunächst auf dem Werksgelände verschüttet. Das wurde bald aufgegeben, weil die Giftbrühe die natürliche Tarnung der Kriegsfabrik vernichtete: Die Bäume starben ab.

Deshalb wurde eine Pipeline ins nahe gelegene Osterode gebaut. Dort fiel die tiefrote, dampfende Flüssigkeit über Kaskaden zu Tal und wurde in die Harzflüsse Söse und Rhume geleitet. Folge: Fischsterben, dann Badeverbot. Selbst das 80 Kilometer entfernte Wasserwerk in Hannover-Ricklingen mußte stillgelegt werden, nachdem sich die Verbraucher über "cognacfarbenes Wasser" beschwert hatten.

Chemiker Braedt, der in Clausthal-Zellerfeld wohnt, fand beim Studium von Besprechungsprotokollen aus dem Reichsinnenministerium heraus, daß die Nazis zeitweise sogar überlegt hatten, das Wasser vom Werk "Tanne" durch eine Pipeline über 250 Kilometer direkt in die Nordsee zu leiten.

Der Plan wurde fallengelassen. Statt dessen legten die Nazi-Ingenieure nahe bei Osterode Schluckbrunnen an, durch die insgesamt drei Millionen Kubikmeter der giftigen Brühe in die Tiefe gepreßt wurden. Auf diese Weise sei, so Braedt, "ein riesiger unterirdischer Giftsee" entstanden.

.....

Vorangetrieben hatte das Rüstungsprogramm das Oberkommando des Heeres (OKH) im Verbund mit der Industrie. Den Auftrag für die Planung und den Bau von Sprengstoffabriken erteilte das OKH an bekannte Großunternehmen wie IG Farben, Dynamit AG, Wasag und Degussa. Bauherrin und Eigentümerin wurde die reichseigene Gesellschaft Montan, die bis Kriegsende 128 Rüstungsbetriebe besaß.

Die Montan wiederum verpachtete die Anlagen an Tochterfirmen der Chemiekonzerne, die dann die Sprengstoffwerke eigenständig betrieben. Hauptproduzenten waren die zur Dynamit AG gehörende Verwertchemie, die Deutsche Sprengstoffchemie (Wasag), die Paraxol (Degussa) und die Anorgana (IG Farben).

Die verworrene Konstruktion, von König und Schneider als "klassisches Rüstungsviereck" bezeichnet, hat dazu geführt, daß sich die Verursacher der immensen Umweltschäden bis heute aus der Verantwortung stehlen können - die Rechtslage ist ungeklärt.

Betreiberfirmen wie die Verwertchemie, die rein rechtlich von den großen Muttergesellschaften abgetrennt waren, wurden nach 1945 vom Alliierten Kontrollrat ausnahmslos aufgelöst - ohne Rechtsnachfolger. Die Muttergesellschaften, die, zum Teil in neuen Formationen, weiterbestehen, lehnen jede Verantwortung für den Dreck ab.

Die Aufrüstungs-Gesellschaft Montan, Eigentümerin der Grundstücke, wurde bis 1951 von den Alliierten und Treuhändern verwaltet, bis sie in Bundesbesitz überging und den unverfänglicheren Namen Industrieverwaltungsgesellschaft (IVG) bekam.

Die IVG, ein Konzern fürs Grobe, verwaltet immer noch heikles Gut, so etwa Depots von US-Streitkräften und Nato-Pipelines, den Transport radioaktiver Abfälle und eine Firma zur Vermietung von Wohnungen im südafrikanischen Kapstadt. Konzernumsatz voriges Jahr: 730 Millionen Mark.
Zitat Ende

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RE: Vergrabene Altlasten aus dem 2.Weltkrieg

#27 von Lola , 12.05.2014 07:47

..zum Beitrag 26 - Spiegel-Report

http://de.wikipedia.org/wiki/Salpeters%C3%A4ure

Salpetersäure wurde zur Herstellung u.a. von Sprengstoff verwendet.

Zitat aus. o.a. Link
Salpetersäure (nach der Nomenklatur der IUPAC Hydrogennitrat genannt) ist die bekannteste und stabilste Sauerstoffsäure des Stickstoffs. Der Name leitet sich vom Salpeter ab, aus dem sie durch Zugabe einer stärkeren Säure (Schwefelsäure) gewonnen werden kann.

Salpetersäure liegt in wässriger Lösung weitgehend dissoziiert vor. Als starke anorganische Säure zählt sie zu den Mineralsäuren. Ihre Salze und Ester heißen Nitrate. Die Salze werden auch mit dem Trivialnamen „-salpeter“ gekennzeichnet, z. B.: Chilesalpeter, (Kali-)Salpeter, Ammonsalpeter, Kalksalpeter oder Mauersalpeter, Barytsalpeter etc.

Die reine Säure ist farblos und hat einen scharf stechenden Geruch. Sie wird unter anderem zur Herstellung von Düngemitteln, Farbstoffen und Sprengstoffen verwendet.Salpetersäure (nach der Nomenklatur der IUPAC Hydrogennitrat genannt) ist die bekannteste und stabilste Sauerstoffsäure des Stickstoffs. Der Name leitet sich vom Salpeter ab, aus dem sie durch Zugabe einer stärkeren Säure (Schwefelsäure) gewonnen werden kann.

Salpetersäure liegt in wässriger Lösung weitgehend dissoziiert vor. Als starke anorganische Säure zählt sie zu den Mineralsäuren. Ihre Salze und Ester heißen Nitrate. Die Salze werden auch mit dem Trivialnamen „-salpeter“ gekennzeichnet, z. B.: Chilesalpeter, (Kali-)Salpeter, Ammonsalpeter, Kalksalpeter oder Mauersalpeter, Barytsalpeter etc.

Die reine Säure ist farblos und hat einen scharf stechenden Geruch. Sie wird unter anderem zur Herstellung von Düngemitteln, Farbstoffen und Sprengstoffen verwendet.
Zitat Ende

Im Spiegel-Report wurde u.a. auch Schwefelsäure genannt.
http://www.lenntech.de/element-und-wasse...-und-wasser.htm

Zitat
In der chemischen Industrie wird sowohl Schwefelsäure hergestellt, als auch weiterverarbeitet. Sie ist die in der Industrie am meisten verwendete Chemikalie. Schwefelwasserstoff kann als Bleichmittel genutzt werden. Zudem ist das Element in Frostschutzmitteln, Schiesspulver, Feuerwerkskörpern, Lösungsmitteln und Batterien enthalten und wird bei der Produktion von Papier, Streichhölzern, Zellophan, Schmierstoffen, Farben und Emaille verwendet.
Einen großen Anteil an der Freisetzung von Schwefel in die Umwelt hat auch die Verbrennung von Kohle, Erdgas und Erdöl, bei der Schwefeldioxid entsteht. Kohle hat beispielsweise einen Schwefelgehalt von 2-3%. Außerdem trägt die Röstung schwefelhaltiger Erze und Metalls hierzu bei. Moderne Technologien machen es jedoch möglich, Schwefeldioxid aus der Metallherstellung in Schwefelsäure umzuwandeln, und Heizöl enthält heutzutage auch weniger Schwefel.
Sulfat kann in großen Mengen aus unzureichend gesicherten Mülldeponien für Hausmüll, Bauschutt und Sondermüll austreten. Es kann als Indikatorstoff fungieren, da bei seinem Auftreten oft auch andere Stoffe in Boden und Wasser freigesetzt wurden.

Read more: http://www.lenntech.de/element-und-wasse...m#ixzz31Tf0Gt6b
Zitat Ende

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RE: WCM

#28 von Lola , 27.05.2014 13:46

Wer seinen Wissensstand bezüglich WCM etwas auffrischen möchte: Posting 2, 3, 4, 7= WCM-IVG, 13, 18
In allen Beiträgen findet man weiterführende Links.
Doch nun zu den Usern von Wallstreet-online und ihren Einschätzungen, denn WCM war auch immer spannend zu lesen.


http://www.wallstreet-online.de/diskussi...neuster_beitrag

Ich beginne mal mit dem 13.5.2014:


Zitat von matjung Bei WCM scheint sich nicht viel zu tun.

Hi,
für mich, grenzt das Verhalten des Vorstand, an Nötigung.
Warum hat man einen Kapitalschnitt gemacht, wenn nichts passiert.
Sehe Kurse noch bei 1,50€.
Warte ab.

Bye

25.5.2014 WO

Für mich stellt sich die Frage ob WCM eine stärkere Korrektur/ Crash an den Börsen
abwartet und damit das Interesse an WCM erheblichst steigert.
Wer JAHRE lang plant kann die wenigen Monate auch noch abwarten.
Denn im oder nach Crash ist man sicher dankbarer für die sich bietenden SteuerChancen.
Ich warte Monate?Jahre?deshalb auf die Korrektur ,auch im Immobilienbereich .

26.5.2013 WO

@K_B so ein Quatsch - von Verlustvorträgen haben Firmen was, die fette Gewinne machen und nicht welche die Probleme haben - wieso sollten Firmen besser dastehen wenn Börsen crashen?


27.5.2013 WO

@himbeergeist.. mit "Interesse an WCM erheblichst steigert" dachte ich an
das Thema Steuern/in Medien zur Zeit.Was jetzt noch für gutgehende Firmen
ein"NoGo"ist ....haben wir doch gar nicht nötig... (der Name wird ja bekannt) könnte sich bei einem Crash zu neutral und "clever gemacht" wenden.
Welche Geschäftsmodelle nach dem Crash (z.b.in USA ziehen sich die Macher
z.Zeit teilweise 100% aus Bank Konsumaktien zurück)dann auf Jahre fette
Gewinne bringen wird sich zeigen.

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RE: WCM - Diskussionen und Einschätzungen auf WO

#29 von Lola , 27.05.2014 18:29

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27.5.2015 ..WO


@Himbeergeist und @K_B

Ich verstehe die Gedanken des K_B in der Hinsicht, als bei einem Rückgang der Immobilienbewertungen und -marktpreise für die WCM interessante Liegenschaften und Objekte vergleichsweise günstig einzugliedern sind, und diese dann infolge der vorgetragenen Verluste bei einem späteren Wiederanstieg der Bewertungen und Marktpreise für die WCM steuersparend veräußert werden können.

Lola  
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RE: WCM - Diskussionen und Einschätzungen auf WO 27.5.2014

#30 von Lola , 27.05.2014 21:46

http://www.wallstreet-online.de/diskussi...neuster_beitrag





Die WCM hat doch gar kein Kapital irgendjemand einzugliedern, den sie dann steuersparend wieder veräußern könnte. Die Verlustvorträge kann von einem mit Gewinnen genutzt werden, der Steuern sparen will, auf diese Hoffnung gründet sich doch der Wert der WCM - oder täusch ich mich?

Lola  
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