Kraftwerk Farge (Quelle: wikipedia)

Blumenthal-Offensive tritt auf der Stelle

#1 von Lola , 24.04.2013 07:18

http://www.weser-kurier.de/region/zeitun...rid,554331.html

Zitat
Ein Kümmerer ist hauptsächlich in Huckelriede aktiv / Büro-Öffnungszeiten bereits eingeschränkt - 24.04.2013
Blumenthal-Offensive tritt auf der Stelle
Von Christina Denker

Die Belebung des Blumenthaler Ortskerns soll vorangetrieben werden, und das mit Nachdruck. Nicht zuletzt deshalb wurden zwei Kümmerer, Kay Greiner und Andreas Bodeit, damit beauftragt, den Leerstand rings um den Markt zu beheben. Bodeit ist allerdings seit Februar zu 80 Prozent als Stadtentwickler für Huckelriede tätig. Auch die Öffnungszeiten des Kümmerer-Büros wurden schon wieder reduziert.
Zitat Ende

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RE: Blumenthal-Offensive tritt auf der Stelle

#2 von Lola , 14.08.2013 13:05

http://www.weser-kurier.de/startseite_ar...rid,635767.html

Zitat
Blumenthaler Kaufleute wünschen sich Öffnung - 14.08.2013
Parkplatz statt Marktplatz
Von Christina Denker

Die Kaufleute rund um den Blumenthaler Marktplatz bemängeln die Parkplatzsituation im Umfeld ihrer Läden. Sie wünschen sich, aus dem Marktplatz einen Parkplatz zu machen. Der Beirat hat jetzt beschlossen, sich mit dem Thema gründlicher zu beschäftigen.
Zitat Ende

Das ist doch schon einmal ein guter Vorsatz, obwohl er recht spät kommt.

Sollte man den verwaisten Ortskern von Blumenthal und das BWK-Gelände mit dem B-Plan 1288 nicht eigentlich als Einheit betrachten?
Ob die Blumenthaler wirklich glücklich sind auf d em ehemaligen BWK-Gelände einen Industriepark zu bekommen in dem es "rauchen" und "stinken" darf?

Was will man denn mit dem wirtschaftlich verwaisten Ortskern machen?
Ein paar Blumenkübel aufstellen?
Ein paar Häuser abreißen?

Müssen jetzt die "Kümmerer" sozusagen als Sündenböcke herhalten was seit vielen Jahren schon falsch gemacht wird?

Wäre es nicht vorteilhafter gewesen man hätte die verantwortlichen Personen zur Beiratssitzung eingeladen, die den Einsatz der "Kümmerer" durch Unterschriften vertraglich festgelegt haben?
Ein solcher Vertrag wäre ja nicht zustande gekommen wenn man sich an höherer Stelle nichts dabei gedacht hätte, denn es handelt sich ja immerhin um Steuergelder, mit denen gerade das "klamme" Bremen sorgsam umgehen sollte.

Vielleicht wäre es eine Anregung für die nächste Beiratssitzung, die Verantwortlichen einzuladen,um ihnen Gelegenheit für Erklärungen zu geben warum der Vertrag geschlossen wurde und woran er gescheitert ist, weil Herr Greiner letztendlich nur ausführendes Organ ist. Immerhin läuft der Vertrag über 2 Jahre, oder?

Auf jeden Fall finde ich, dass es ein sehr befremdliches Verhalten der Beiratsmitglieder ist, die Erfolglosigkeit und den weiteren Niedergang an einer einzelnen Person festmachen zu wollen, nur weil sie die Erwartungen der Kommunalpolitiker nicht erfüllen kann.

Wenn alles so weiterlaufen soll wie die Politik/Verwaltung geplant hat....und die Zukunft Blumenthals will man wieder erfolgreich sehen...?

....dann.... hilft nur noch ein Zauberer ...sowie eine Verteilerstelle für rosarote Brillen..


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RE: Blumenthal-Offensive tritt auf der Stelle

#3 von Lola , 15.08.2013 19:25

http://www.blumenthal-zeitung.blogspot.d...vorschlage.html

Zitat v. 3.letzten Absatz:
Die Verantwortlichen in Blumenthal haben es also in der Hand, was aus ihrem Zentrum werden soll. Sie können aus ihrer ehemaligen Kreisstadt ein Industrie- und Gewerbegebiet mit angrenzenden Wohngebieten für Asylsuchende, Geduldete, Hartz IV-Empfänger und Migranten machen. Anscheinend haben sich die Beiratspolitiker für diesen Weg entschieden, als sie sich so beharrlich und gegen alle guten Argumente für eine entsprechende Nutzung der Industriebrache einsetzten, die nach dem Ende der Bremer Wollkämmerei zwischen Wätjens Park, Weser und alten Ortszentrum neu geplant werden konnte.

Das lässt sich zwar als Offenbarungseid gegenüber allen städtebaulichen Ambitionen interpretieren, aber es kann zweifellos der Wille einer mehr oder weniger schweigenden Mehrheit sein. Nur macht es in diesem Fall wenig Sinn, gleichzeitig Steuergelder für Gutachten auszugeben, die sich damit beschäftigen, wie sich die Planungsfassade von einem angeblich gewünschten Zentrum am Marktplatz noch ein paar Jahre länger erhalten lässt.
Zitat Ende

....oder aber interessierte Blumenthalerinnen und Blumenthaler, die der Meinung sind, dass man hier sehr wohl noch etwas in die richtige Richtung lenken könne, sollten sich ein wenig Zeit nehmen und einfach mal lesen...

Donnerstag, 15. August 2013
Zentrum: Vorschläge

Vom toten Raum zum City-Treff
oder zum Industrieappendix:
http://www.blumenthal-zeitung.blogspot.d...vorschlage.html


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RE: Blumenthal-Offensive tritt auf der Stelle

#4 von Lola , 17.08.2013 15:07

B-Plan 1288 (BWK-Gelände) in der Diskussion

Meiner Meinung nach muss man das Zentrum von Blumenthal und das BWK-Gelände als Einheit betrachten.
Ich könnte mir vorstellen, dass es vor allem die Geschäftsleute und Immobilienbesitzer in Blumenthal interessiert warum der Beirat Blumenthal einen Bürgerantrag ablehnt, mit dem Titel:

BWK-Gelände und Blumenthals Zukunft
====================================

Ab Beitrag Nr. 32 befasst man sich mit dem abgelehnten Bürgerantrag, der gerade für die Blumenthalerinnen und Blumenthaler interessante Fragen an den Beirat gestellt hat und leider keine Beachtung gefunden hat.
Macht mich auf jeden Fall äußerst nachdenklich!


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RE: Blumenthal-Offensive tritt auf der Stelle

#5 von Lola , 21.08.2013 07:32

http://www.blumenthal-zeitung.blogspot.d...blumenthal.html

Das Blog ist eine interessante Lektüre mit vielen Recherchen auf der Suche nach Antworten.

Zitat
Zentrum Blumenthal
Altes Zentrum Blumenthal:

Vom Mittelpunkt einer Industriestadt zur entleerten Innenstadt
Zitat Ende


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"Ungepflegte Skulpturen"

#6 von Lola , 24.08.2013 12:10

http://www.weser-kurier.de/bremen/stadtt...rid,643586.html

Zitat
Linke dokumentieren Missstände - 24.08.2013
Ungepflegte Skulpturen
Von Leo

Bremen-Nord. Die Linken im Beirat Blumenthal haben zwei Anträge für die nächste Beiratssitzung zur Instandhaltung öffentlicher Kunst und Wege vorgelegt. Im ersten Antrag bemängelt die Kommunalpolitikerin Anke Krohne die fehlende Pflege zweier öffentlicher Skulpturen: Die Figuren "Die Lebensalter" von Andreas Frömberg und "Abel mit der Mundharmonika" von Marie-Luise Lentz seien vollgeschmiert oder zugewachsen. Die Linken haben ihrem Antrag Fotos angehängt, sie zeigen Kritzeleien auf der ersten beziehungsweise die zum Teil eingewachsene zweite Skulptur. Außerdem habe "Die Lebensalter" einen ungünstigen, nämlich verdeckten Standort und es gebe hier weder einen Hinweis auf den Künstler, noch auf den Dichter Manfred Hausmann, zu dessen Ehren beide Skulpturen erstellt wurden. Aus diesem Grund fordert die Linken im Beirat in ihrem Antrag "das Blumenthaler Ortsamt auf, sich für beide Skulpturen um eine Reinigung und eventuell auch Hinweistafeln zu kümmern." Ein Standortwechsel von "Die Lebensalter" stellen sie zur Diskussion.
Zitat Ende

..der zweite Antrag wird im Beitrag o.a. Link auch aufgeführt.


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Nachschlag

#7 von Lola , 24.08.2013 14:48

Die Norddeutsche - 24.8.2013 - Seite 1 - Nachschlag von Michael Brandt

"Schläfrigkeit schadet Blumenthal"

Der Bericht ist eine gute Zusammenfassung über den Niedergang des alten Ortsmittelpunkts am Marktplatz in Blumenthal.
Der Beitrag endet mit folgendem Satz:

"Mit der bisherigen Schläfrigkeit werden Probleme verschleppt, sie schadet Blumenthal".


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Schläfrigkeit

#8 von Reinhard , 25.08.2013 11:37

Dieser Artikel, der Thesen aufgreift, die hier im Forum und in zwei Blog-Artikeln zur George-Albrecht-Straße und zum alten Zentrum am Marktplatz ebenfalls vertreten wurden, lässt sich inzwischen auch im Internet abrufen. Man kann ihn also nachlesen, falls die Tageszeitung nicht mehr zur Hand sein sollte. Und diese Beachtung verdient diese Kritik an der Langsamkeit der Bremer Politiker und Behördenvertreter durchaus.

Allerdings gibt es auch kleine Unterschiede gegenüber dem Blog, wenn Herr Brandt vor allem zu konkreten Taten aufruft, während sich die Blogbeiträge stärker damit beschäftigen, wie diese Maßnahmen aussehen könnten. Nur mit einem größer zugeschnittenen WiN-Gebiet wird es vermutlich nicht getan sein, da auch der beste Quartiersmanager eines WiN-Gebietes mit seiner Arbeit nicht für Kunden am Marktplatz sorgen kann.

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RE: Schläfrigkeit

#9 von Klueverbaum , 26.08.2013 00:22

Das sieht so aus, als ob der Schreiber des Berichtes sich hat instrumentalisieren lassen. Seine Forderung nach einer Öffnung des Marktplatzes und die Wiederherstellung des Autodurchgangsverkehrs wird seit Jahren von der CDU gebetsmühlenartig wiederholt.

Die Schließung des Blumenthaler Marktplatzes für den Autoverkehr war möglicherweise einer der Auslöser für den Niedergang des Blumenthaler Zentrums, da hiermit ständig die Abwanderung des Lüssumer Eisenwarenhandels nach Schwanewede in Verbindung gebracht wurde. Ob dies tatsächlich so war und nicht vielmehr die Abnahme der Kaufkraft im Blumenthaler Zentrum sowie die unterschiedlichen Gewerbesteuern in Bremen und Niedersachsen den Unternehmer zum Umzug veranlaßt haben, ist heute wohl nicht mehr zu klären.

Früher führte eine Buslinie durch die Mühlenstraße und die Fahrbahn war asphaltiert. Nun ist sie teilweise mit Kopfsteinpflaster und einer Pseudo-Verkehrsberuhigung versehen sowie verengt worden, größere LKW haben extreme Schwierigkeiten mit der Durchfahrt und auch für PKW wird es im Begegnungsverkehr stellenweise sehr eng.

Eine Öffnung des Marktplatzes für den Durchgangsverkehr würde für die Ansiedlung von Einzelhandel möglicherweise etwas bringen. Dazu müssten aber die Mühlenstraße und die Kapitän-Dallmann-Straße mit großem Aufwand wieder zurückgebaut werden, um den zu erwartenden Verkehrsstrom aufnehmen und verkraften zu können. Es wird stark bezweifelt, dass ein solcher Aufwand einen durchschlagenden Erfolg hätte. Schließlich sind die Straßen zur Zeit auch durchaus befahrbar und alle theoretisch möglichen Einzelhandelsunternehmen sind auch jetzt mit dem Auto erreichbar.

Richtig ist, daß die Ansiedlung des Blumenthal-Centers auf Wunsch von SPD und CDU keine wirklich gute Entscheidung war. Der ehemalige Beiratssprecher hat sich einmal zu der Äußerung hinreißen lassen, das neue Zentrum von Blumenthal würde sich dort befinden.

Für die Mehrheit der Blumenthaler Ortspolitiker mag es Sinn machen, das Zentrum ihres Ortes auf einem Supermarkt-Parkplatz zu sehen, haben sie doch auch dafür votiert, eine Sondermüll-Verbrennungsanlage nur 100 m vom Marktplatz entfernt zu genehmigen. Dass ein Marktplatz mit angeschlossener Müllverbrennungsanlage nicht gerade ein Aushängeschild ist, ist ihnen wohl irgendwann auch aufgefallen

Solange aber die offensichtlich in Beton gegossene Koalition in Blumenthal, die inzwischen weitestgehend zum Sprachrohr der innovativen Verwaltung geworden ist, weiter derart planlos und fantasielos agiert, wird sich nichts zum Vorteil Blumenthals ändern.

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RE: Schläfrigkeit

#10 von Lola , 26.08.2013 06:51

Warum sind die Immobilienwerte im niedersächsischen Umland von Blumenthal grundsätzlich höher?
Lemwerder z.B. einen Wertzuwachs von + 107% !!!!!!! zum Vorjahr.
Blumenthal verzeichnet ein Minus von 6% - Schwanewede ein Plus von 6%
Rönnebeck ..minus 29% - Ritterhude ein Plus von 20%

Jetzt hat Blumenthal die Chance die Zukunft positiv zu gestalten, wenn man sich dem B-Plan 1288 widmet und das BWK-Gelände zusammen mit dem Ortskern als eine Einheit betrachtet.
Nichts ist mehr so wie es einmal war und auch wenn man den Marktplatz für den Duchgangsverkehr wieder öffnet, wird es trotzdem nicht mehr so wie es war, denn im Laufe der Jahrzehnte hat sich hier alles verändert.
Den Marktplatz zu öffnen ist wieder mit Ausgaben von Steuergeldern verbunden und man hat dabei das BWK-Gelände aus dem Blick verloren und gleichzeitig hat man wieder etwas getrennt, was man als eine Einheit behandeln sollte.

Jetzt haben die Politiker, Verwaltung, Planer und alle die für die Gestaltung der Zukunft Blumenthals verantwortlich sind, die Gunst der Stunde zu nutzen und eine Chronologie zu erstellen was denn bisher hier so Schützenswertes von ihnen geschaffen wurde!

Warum klammert man sich an eine Müllverbrennungsanlage am Ortskern?
Warum hat es Jahre gedauert bis man das Umweltdesaster, ausgehend vom Tanklager Farge zur Kenntnis genommen hat?
Warum will man aus dem BWK-Gelände unbedingt einen Industriestandort machen?
Warum orientiert man sich nicht einfach mal bez. des BWK-Geländes an Delmenhorst, Hannover u.Augsburg?
Warum fallen in Blumenthal mit seinen Ortsteilen die Immobilienwerte, während im angrenzenden Umland in Niedersachsen Wertzuwachs zu verzeichen ist, z.B. + 107% in Lemwerder?
Warum wurde in Blumenthal seit vielen Jahren der wirtschaftliche Niedergang verwaltet ohne dass man wirklich mit erkennbarem Nachdruck gegen gesteuert hat?



http://www.immobilienscout24.de/wohnen/b...immobilien.html
Immobilien zum Kauf in Blumenthal besitzen einen durchschnittlichen Kaufpreis von 800,00 Euro/m² (-6% zum Vorjahr).

http://www.immobilienscout24.de/wohnen/b...immobilien.html
In Farge werden keine Immobilien angeboten-(Die Mieten sind jedoch um 11% gegenüber dem Vorjahr gefallen)

http://www.immobilienscout24.de/wohnen/n...immobilien.html
Immobilien zum Kauf in Lemwerder besitzen einen durchschnittlichen Kaufpreis von 950,00 Euro/m² (+107% zum Vorjahr)

http://www.immobilienscout24.de/wohnen/n...immobilien.html
Immobilien zum Kauf in Ritterhude besitzen einen durchschnittlichen Kaufpreis von 650,00 Euro/m² (+20% zum Vorjahr)

http://www.immobilienscout24.de/wohnen/n...immobilien.html
Immobilien zum Kauf in Osterholz-Scharmbeck besitzen einen durchschnittlichen Kaufpreis von 1050,00 Euro/m² (+6% zum Vorjahr)


http://www.immobilienscout24.de/wohnen/n...immobilien.html
Immobilien zum Kauf in Schwanewede besitzen einen durchschnittlichen Kaufpreis von 900,00 Euro/m² (+6% zum Vorjahr


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RE: Schläfrigkeit

#11 von Lola , 26.08.2013 08:44

..bei den ganzen Fragen ist mir eine erst später eingefallen und zwar zum Kraftwerk Farge!

Warum verzichtet die Verwaltung-Beirat-Politiker oder wer immer der Ansprechpartner dafür ist, nicht auf die Spende für die Bürgerstiftung und bittet den Konzern dieses Geld zum Wohle der Menschen, die an der Bahntrasse wohnen in die Logistik per Schiff zu investieren, das würde allen Bürgern zu Gute kommen, oder?


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Die schlechteste aller „Lösungen“

#12 von Reinhard , 26.08.2013 11:56

Die schlechteste aller „Lösungen“

Wegen der Belastungen in der Umgebung, also dem sozialen Brennpunkt an der George-Albrecht-Straße, der Industriebrache auf dem BWK-Gelände und dem Kaufkraftabsauger Blumenthal Center mit seinen kostenlosen Parkplätzen, kann eine geänderte Verkehrsregelungen auf dem Marktplatz zweifellos keine Wunder bewirken.

Aber das sollte kein Grund sein, um hier die schlechteste aller denkbaren Lösungen zu wählen und die auch noch über mehr als zwei Jahrzehnte beizubehalten!

Die Entscheidungsträger haben nach der Verkehrsregelung und der Gestaltung diesen Platz als einen Fußgängerbereich ausgewiesen. Das wäre dann eine gute Lösung, die den Gedanken von Fußgängerzonen entspräche, wenn auf diese Weise Passanten und Anwohner den Straßenraum für ihre Aktivitäten zurückgewinnen könnten, wie man das in Bereichen mit Fußgängerströmen, Außengastronomie, Straßenkünstlern, spielenden Kindern usw. fast überall auf dem Globus erleben kann. Nur wird in diesen Fällen das Leben auf der Straße nicht erst durch ein Verkehrsverbot für Autos erzeugt, sondern vielmehr den bestehenden Nutzungen nur mehr Platz eingeräumt.

Das ist in Blumenthal jedoch nicht der Fall. Hier hat nicht einmal ein Eiscafé seine Plätze auf dem Marktplatz, sondern ein paar Meter weiter auf einem recht engen Bürgersteig an der Kapitän-Dallmann-Straße.

Das führt dazu, dass der Platz von Fußgängern nicht genutzt wird und für parkende Autos verboten ist. Er ist also ein von der Politik und Planung geschaffener toter Raum, ein städtebaulicher Kropf.

Eine Alternative wäre der völlige Verzicht auf eine Platzlösung, wie es Herr Brandt vorgeschlagen hat, womit er sich angeblich vor den Karren der CDU hat spannen lassen. Das ist eine Argumentationsform, die schon etwas über die Gründe aussagt, die zu dieser nachhaltigen Perversion einer Fußgängerzone geführt haben.

Allerdings muss man wegen des Fehlschlags in der jetzigen Form nichts zwangsläufig das Vorhaben einer Platzlösung völlig aufgeben. Es dürfte sicherlich den nicht besonders teuren Versuch wert sein, dem letzten Beiratsantrag der Geschäftsleute zu folgen und das Parken auf einigen deutlich gekennzeichneten Stellflächen zu erlauben, damit es die Kunden der noch bestehenden Geschäfte leichter haben. Falls das jeweils von der Landrat-Christians-Str. bzw. dem Marktplatz nur für Rechtsabbieger erlaubt wird, sollte damit keine größere Behinderung des Verkehrsflusses verbunden sein.

Vielleicht könnte man, falls mit dieser Änderung die in Blumenthal übliche Zeremonie verbunden ist, wie es beispielsweise bei der Umbenennung der Emmalene-Bulling-Str. der Fall war, könnte man nicht nur für diesen Anlass noch paar Blumenkübel auf dem Marktplatz aufstellen und die Außengastronomie von der Kapitän-Dallmann-Str. auf den Marktplatz verlegen, um die Gäste und Teilnehmer der Zeremonie angemessen zu bewirten.

Es wäre ein kleine Lösung, die aber vermutlich kurzfristig das Beste aus den schlechten Rahmenbedingungen macht. Daher sollte sie zumindest einmal den Versuch wert sein.

Oder muss man vielleicht in Blumenthal nach mehr als zwanzig Jahren schlechter Regelung weniger von „Schläfrigkeit“ als von Erstarrung sprechen, weil sich in dieser Frage die beiden großen Parteien und das Bauamt Bremen-Nord verbissen haben und ängstlich davor zurückschrecken, nachzugeben oder gar einen „Fehler“ einzugestehen?


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zuletzt bearbeitet 07.09.2013 | Top

"Es sieht schlecht aus"

#13 von Lola , 02.10.2013 14:46

so lautet die Überschrift zu einem Beitrag von Antje Preuschoff im BLV von heute, für einen Beitrag auf Seite 1.

Zitat
Bremen-Nord (PRE) – Es war kein sehr glückliches Bild, das Prof. Dr. Ivo Mossig vom Institut für Geographie an der Universität Bremen am Montagabend in der Strandlust zeichnete.
Im Rahmen des Dialogforums von Wirtschaftsrat Bremen-Nord und der Handelskammer Bremen informierte er eingangs zur Entwicklung des Einzelhandels. Die ist schlecht, die Umsätze stagnieren seit 1995, sind inflationsbereinigt sogar rückläufig.
Gründe gebe es dafür einige: Da ist die Tatsache, dass die Verbraucher mit stagnierendem Einkommen auf höhere Kosten in anderen Bereichen – etwa der Altersvorsorge oder bei Strom – reagieren müssen. Oder da ist die extreme Zunahme von Shoppingmalls auf der „grünen Wiese“ mit größeren und anderen Warenpräsentationen. Oder die zunehmende Konkurrenz durch den Onlinehandel. Zudem kristallisierte Mossig strukturelle Aspekte, wie einen Mangel an Parkplätzen, als problematisch für den Einzelhandel heraus. Die möglichen Folgen: Verödung, Leerstände oder Mindernutzung in den Mittelzentren. Auch der Nordbremer Einzelhandel kennt diese Entwicklung – nur in unterschiedlichen Ausprägungen, wie die Podiumsteilnehmer Werner Pohlmann, Vegesack Marketing, Dennis Witthus, Blumenthal Aktiv, und Christa Dohmeyer, Interessengemeinschaft Einzelhandel und Gewerbe Lesum, Burgdamm, St. Magnus e.V., verdeutlichten.

Während der Vegesacker Pohlmann den Standort nicht so schlecht aufgestellt sieht und „nur“ mit zu wenigen jungen Käufern hadert, zeigte sich insbesondere bei Dennis Witthus ein anderes Bild.

„Ich glaube, dass es nirgendwo schlimmer aussieht, als in Blumenthal“, erklärte er deutlich. Das alte Blumenthaler Zentrum sei nur noch eine Ruine. „Sowohl die Substanz (Quantität der Geschäfte) als auch das Image stimmen nicht“, zog er den Vergleich zu Vegesack, für das eine Analyse nur zweiteren Aspekt als kritisch betrachtet hatte. Blumenthal habe wenig Einkaufsattrativität zu bieten und statt – etwa in der Mühlenstraße – zu zählen, welche Geschäfte neu seien, solle man lieber gucken, ob nicht wieder eins „abhanden gekommen ist“, so Witthus lakonisch. „Die die da sind, kämpfen noch. Aber es sieht schlecht aus“, befand er abschließend.

Für Jochen Keibel, Inhaber von Hörgeräte Keibel und Neu-Blumenthaler, der unter den Zuhörern saß, sind ganz einfache Gründe für das beschriebene Szenario ausschlaggebend. „Es stinkt in Blumenthal“, befand er.
Zitat Ende

OAL Peter Nowack plädiert für einen Weihnachtsmarkt und finanzielle Mittel, damit Blumenthal in dieser Form Unterstützung findet.

Mit Geld geht allerdings der Gestank nicht weg, es sei denn die Politik nimmt Geld in die Hand und regelt es auf dem politischen Wege, damit das Heizkraftwerk einen anderen Standort bekommt, jedoch mit Heizkraftwerk dessen Lage fast neben dem Marktplatz ist, dürfte es unmöglich sein den Ortskern von Blumenthal zu beleben.

Die Verantwortlichen müssen sich auch die Frage stellen lassen, warum man keine Berechnung angestellt hat, in der Form "was hat Blumenthal für einen Nutzen vom Heizkraftwerk" und dagegen "wie hoch droht der Verlust für Blumenthal, wenn man an dem Standort des Unternehmens festhält".

Wenn man dann noch von den Plänen abrückt das BWK-Gelände zu einem Industriestandort zu machen, in dem es "rauchen und stinken" darf, dann wird auch Blumenthal wieder ein wertvoller Ortsteil werden in dem Menschen gerne leben, ihren täglichen Einkauf erledigen wollen und mehr Lebensqualität bekommen.

Sind die Verantwortlichen nicht bereit weitreichende Änderungen zu Gunsten des Ortsteils Blumenthal zu machen, dann bleibt ihnen nur noch den Niedergang wie bisher zu verwalten.

Den Blumenthaler Bürgern wurde übrigens auch die Möglichkeit eingeräumt für den Bauplan B-1288 Ideen und Vorschläge einzubringen. Eine Bürgerin hat von diesem Vorschlag Gebrauch gemacht.

http://blumenthal-zeitung.blogspot.de/20...k-bebauung.html

B-Plan 1288 (BWK-Gelände) in der Diskussion (4)

aus Beitrag Nr.48 v. Reinhard....Es besteht daher die Gefahr, dass diese Investition aus EU-Mitteln wegen der im B-Plan 1288 geplanten Nutzungskonflikte nicht den erwünschten Nutzen bringt. In diesem Fall hätte man „dank“ eines fehlenden Gesamtkonzepts für die Entwicklung Blumenthals dieses Geld genau so vergeudet wie die 120 000 Euro für die Immobilienmanager am Marktplatz und in der Mühlenstraße.

Man müsste sich also nicht wundern, wenn sich demnächst eine Zeitung in Griechenland oder auf Zypern kritisch damit beschäftigen wird, wie Bremen EU-Mittel in äußerst zweifelhafte Projekte steckt.

Im o.a. Link findet man auch den vom Beirat abgelehnten Bürgerantrag. Für mich sieht es so aus, dass der B-Plan 1288 ohne "störende" Fragen durchgewunken werden soll.
Das waren die Fragen:
1. 1. Zukünftige Entwicklung Blumenthals und seiner benachbarten Ortsteile
2. Stärkung des Blumenthaler Zentrums durch zusätzliche Konsumenten und die Schließung funktionaler Defizite
3. Auswirkungen auf die Verkehrsbelastung in Blumenthal und den angrenzenden Ortsteilen
4. Werthaltigkeit des BWK-Geländes aufgrund verschiedener Nutzungskonzepte

Die Erläuterungen zu den vier Fragen findet man auch im o.a. Link.

Liebe Blumenthaler wehrt Euch und kämpft für mehr Lebensqualität damit Ihr Euren Kindern und Enkeln keinen zerstörten Lebensraum übergeben müßt.


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RE: "Es sieht schlecht aus"

#14 von Lola , 02.10.2013 15:48

http://www.blumenthal-zeitung.blogspot.d...7/bwk-stel.html

Mit dem o.a. Link kann man die Stellungnahme der Bürgerin zum B-Plan 1288 lesen, die mit einem Zitat wie folgt beginnt:

„Mit falsch gebauten Städten kann man eine Gesellschaft

und eine Demokratie genauso ruinieren,
wie durch die Einrichtung eines totalitären Regimes.“

(Hans Paul Bahrdt, Sozialwissenschaftler)

Dieses Zitat sollten die Mitglieder vom Beirat Blumenthal als Bürgervertreter im Hinterkopf haben, wenn der B-Plan 1288 durchgewunken wird.


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zuletzt bearbeitet 02.10.2013 | Top

"Es sieht schlecht aus"

#15 von Lola , 02.10.2013 17:22

http://www.das-blv.de/elkat/131002/html5.html#2

Für meine Bürgeranträge in Sachen B-Plan 1288 und Stellungnahme an das Bauamt Bremen-Nord habe ich fachliche Unterstützung bekommen, denn ich bin der Meinung, dass die Politik und Verwaltung mit den normalen Bürgern in Blumenthal nicht gut umgeht und ich wehre mich gegen einen Niedergang, wie man ihn hier in Blumenthal und den angrenzenden Ortsteilen z.B. Rönnebeck und Farge durch die Grundwasserschäden vorfindet.

Ein Interview von Regina Drieling vom BLV, mit meinem Ratgeber - Herrn Dr. Reinhard Landwehr - Stadtforscher
kann man im BLV auf Seite 2 lesen. Bei dem Thema ging es allerdings nicht um den B-Plan 1288, sondern um die Wahlergebnisse und sozialräumiger Struktur.

Lola
(im richtigen Leben heiße ich Brigitte Kohl)


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1. April 2016: Rücktritt des OAL
Konflikt zwischen Balz, Beirat und Ortsamt

Burg Blomendal (Quelle: wikipedia)
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