Kraftwerk Farge (Quelle: wikipedia)

"Wohnen statt Gewerbe"

#31 von Lola2 , 13.08.2014 07:56

http://www.weser-kurier.de/bremen/stadtt...rid,919257.html

Zitat
Kümmerer haben neue Aufgabe - 13.08.2014
Wohnen statt Gewerbe
Von Christina Denker

Blumenthal. Die Bemühungen, den Blumenthaler Ortskern als Geschäftszentrum wiederzubeleben, sind offensichtlich gescheitert. Die Immobilienstandortmanager für Blumenthal, die die Einzelhandelsentwicklung im Ortskern vorantreiben sollten, haben jetzt einen neuen Auftrag bekommen: Künftig steht nicht mehr die Beseitigung vom Leerständen im Fokus ihrer Arbeit; vielmehr geht es jetzt darum, bis Ende des Jahres zu untersuchen, ob sich das Gebiet als Wohnstandort eignen könnte. Das sagte jetzt der Sprecher des Wirtschaftssenators, Holger Bruns. Er räumte aber ein, dass es sich auch hier um eine Aufgabe handele, die „planerisch schwierig“ sei.
Zitat

..in der Tat, das ist wirklich eine furchtbar schwere Aufgabe. Hoffentlich reicht die Zeit bis zum Jahresende...das könnte knapp werden, oder?

Wenn es sich nicht als Wohnstandort eignen würde, was bleibt dann noch? Die Abrissbirne?

Ein Architekt und Planer der etwas von seinem Fach versteht und Kreativität besitzt wird aus jedem Ladenlokal eine schnuckelige Wohnung machen können.
Es ist eine Kostenfrage.

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RE: "Wohnen statt Gewerbe"

#32 von Reinhard , 13.08.2014 09:57

Nur wer wird in diesen "rosa" Zeiten dort wohnen wollen?

Die Immobilienbesitzer werden sich mit relativ niedrigen Mieten anfreunden müssen, wenn sie keine Wohnungsleerstände wollen. Das begrenzt zwangläufig die Umbauinvestitionen, wenn es dafür keine staatlichen Zuschüsse gibt.

Zudem bleiben die Wohnumfeldfaktoren, die einem höheren Wohnwert entgegenstehen: die Sondermüllverarbeitung von BWK-Nachfolgebetrieben, die Ungewissheit über die weitere Entwicklung des BWK-Geländes und der soziale Abstieg fast aller Blöcke des WiN-Gebietes "Altes Zentrum Blumenthal".

Für alle Haushalte, die es sich leisten können, wird daher hier nicht gerade ihre erste Wohnpräferenz liegen.

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"Deutsche Carsharing-Markt boomt"

#33 von Lola2 , 31.08.2014 07:56

http://www.weser-kurier.de/startseite_ar...rid,931238.html

http://www.dielinke-bremen.de/parlamente...-in-blumenthal/

http://www.carsharing.de/presse/pressemi...g-boom-haelt-an
Zitat


Bundesverband CarSharing e. V. (bcs) veröffentlicht Jahresbilanz 2013

Berlin. Der Trend zum Teilen statt Besitzen hält an. Die vom Bundesverband CarSharing e.V. veröffentlichte Jahresbilanz zum deutschen Carsharing zeigt deutlich gestiegene Nutzerzahlen: Mehr als 750.000 Fahrberechtigte setzen mittlerweile auf das Prinzip „Nutzen statt Besitzen“ auf deutschen Straßen. Damit hielt der seit Jahren beobachtete Trend zum Carsharing an. Mehr als 1,1 Prozent der Bevölkerung Deutschlands über 17 Jahre nehmen inzwischen am Carsharing teil.

Anfang 2014 waren 757.000 Teilnehmer bei den etwa 150 deutschen Carsharing-Anbietern registriert, was im Vergleich zum Vorjahr einem Zuwachs von 67,1 Prozent entspricht. Bei stationsbasierten Angeboten waren 320.000 Teilnehmer registriert (plus 50.000), bei stationsunabhängigen („free floating“) Angeboten 437.000 Nutzer (plus 254.000). Erstmals hat die Quote der Carsharing-Teilnehmer bezogen auf die führerscheinfähige Gesamtbevölkerung ab 18 Jahren damit die 1 Prozenthürde übersprungen (1,13 Prozent).

Diesen Nutzern stehen 7.700 Fahrzeuge an 3.900 Stationen im stationsbasierten Carsharing und 6.250 Pkw in stationsunabhängigen Angeboten zur Verfügung. Durchschnittlich 42 Nutzer teilen sich ein Fahrzeug im stationsbasierten Carsharing, 70 Nutzer bei den stationsunabhängigen Angeboten.
Zitat Ende


Zitat aus dem Weser Kurier:
"„Es entsteht eine neue Konsumkultur: Immer mehr Verbraucher wollen ein Produkt oft nicht mehr besitzen, sondern nur noch nutzen und teilen“, heißt es in einer Marktstudie der Beratungsfirma Roland Berger."

Ich kann leider nichts festestellen ob man sich nun in Blumenthal für eine Carsharing-Station entschieden hat oder eher dagegen?

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"Freiluftbibliothek auch für Blumenthal"?

#34 von Lola2 , 31.08.2014 08:41

http://www.buergerstiftung-bremen.de/Con...df?id=794592965

....kürzlich war ich in der Neustadt und bin auch wieder mal über den Delme-Markt gegangen und habe dort in der Freiluftbibliothek zwei Leser sitzen sehen, die tief in ihrer Lektüre versunken waren. Das Gewusel der Kinder und Passanten störte sie offenbar überhaupt nicht. Sie saßen dort wie in einer kleinen Oase, nippten zwischendurch an ihrem Kaffee und haben gelesen.

Warum sind solche Stadtmöblierungen und Einrichtungen in Blumenthal nicht möglich?
Die Bücher werden schon von den Bürgern kommen!
Warum erinnert der sogenannte Marktplatz in Blumenthal auch im Hochsommer den Betrachter eher an einen traurigen und leblosen Marktplatz im November?

Bringt die Verwaltung in Blumenthal solche Aktivitäten, wie den "Freiluftbücherschrank" in Verbindung damit, dass Blumenthal das Image des "arme-Leute-Stadtteils" bekommen könnte? Ts ts ts...
Man kann übrigens auch über Bücher diskutieren und von daher gibt es Kommunikationen mit Leuten mit denen man vorher noch nie gesprochen hat.

Übrigens: Bücher sind Freunde und Freunden tut man doch nichts schlechtes an, oder?
In der Neustadt haben die Bürger keine Erfahrungen mit Vandalismus gemacht, warum sollte das in Blumenthal passieren?


Wie sollen Kinder und Jugendliche an das Lesen herangeführt werden, wenn sie nicht einmal mehr Vorbilder haben.

Vielleicht sollte man hier einmal eine Anfrage an die Bürgerstiftung Bremen richten, ob man Blumenthal nicht auch als Empfänger eines "Freiluftbücherschranks" einplanen könnte, natürlich nur mit dem Wohlwollen und der Zustimmung der Beiratsmitglieder aus dem Beirat Blumenthal.


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zuletzt bearbeitet 31.08.2014 | Top

Abgelehnt

#35 von Klueverbaum , 31.08.2014 12:54

In Blumenthal wurde das auch angeregt.

http://www.dielinke-bremen.de/parlamente...-in-blumenthal/

Und abgelehnt.Ist eben keinBolzplatz.

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RE: Abgelehnt - zum Thema "Freiluftbibliothek"

#36 von Lola2 , 31.08.2014 14:38

...hier sollte man wirklich mal an die Vernunft der einzelnen Beiratsmitglieder appelieren, denn offenbar haben sie noch nie etwas von der Pisa-Studie gehört
und auf welchem Rang Bremen sich befindet.

Ein schulisches Fach "Fußball" gibt es meines Wissens nicht, aber das Lesen ganz gewiss.

Außerdem regt lesen die Fantasie bei Menschen an und erweitert den Horizont....denn!

..nur wer liest ist klar im Vorteil!........ und nebenbei lernt der Leser noch, sich bei Diskussionen viel besser ausdrücken zu können. Das gilt natürlich auch für Schüler, deren Ausdrucksweise in den Aufsätze sich erheblich verbessern können, weil sie über ein viel größeres Vokabular verfügen, wenn sie lesen.

Es spricht alles für eine "Freiluftbibliothek", denn es geht hier um Lebensqualität der Blumenthaler Bürger, die öffentlich so gut wie gar nicht gefördert wird.

Auch wenn der Antrag der Linken seinerzeit abgelehnt wurde, können verantwortungsvolle und selbstbewußte Kommunalpolitiker
durchaus ihre Entscheidung revidieren, oder ist das im Beirat Blumenthal nicht möglich?

Es sind die kleinen Dinge im Leben die vielen Bürgern Freude bereiten und von daher sollte eine "Freiluftbibliothek" schon machbar sein, denn in anderen Stadtteilen von Bremen und in anderen Städten wird es erfolgreich praktiziert, aber merkwürdigerweise wird in Blumenthal alles und jedes abgeblockt.

Ist die Kommunalpolitik hier so einseitig festgefahren oder woran liegt es, dass Fußball hier das A und O ist.'und alles andere zählt irgendwie nicht?

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RE: erst abgelehnt - zum Thema "Freiluftbibliothek"..dann angenommen

#37 von Lola2 , 21.11.2014 07:39

http://www.weser-kurier.de/region/die-no...rid,994379.html
Zitat
Offenes Bücherregal in Meyenburg wird gut angenommen

Dieses Engagement hat Anke Krohne zum Anlass genommen, dass diese Idee auch in Blumenthal umsetzbar wäre und dazu bitte den u.a. Link aufrufen:

http://www.dielinke-bremen.de/parlamente...-in-blumenthal/
..leider wurde der Antrag von Anke Krohne/ Die Linke im Bumenthaler Beirat abgelehnt.


Nun gab es aber auch eine Information der Senatspressestelle...

http://www.senatspressestelle.bremen.de/detail.php?id=24123
Zitat
Der Senator für Kultur
Bürgermeister Böhrnsen startet die „offenen Bücherschränke“

05.06.2009

Der Senator für Kultur, Bürgermeister Jens Böhrnsen, hat am heutigen Freitag (5. Juni) die Aktion der „Offenen Bücherschränke“ in Bremen gestartet. Dabei stellte der Bürgermeister als erster zwei Bücher in den neuen Bücherschrank im Bürgerhaus Oslebshausen.
Zitat Ende
[b]


("Freiluftbibliothek auch für Blumenthal"? #34 von Lola2 , 31.08.2014 08:41 )

Anke Krohne hat nicht locker gelassen.......

Wie schön, dass es in Blumenthal auch bald einen öffentlichen Bücherschrank gibt:
http://www.dielinke-bremen.de/parlamente...-in-blumenthal/

Zitat
30. Oktober 2013
Antrag zu öffentlichen Bücherregalen in Blumenthal

Blumenthal hatte über lange Jahre einen überregionalen Ruf in literarisch interessierten Kreisen. War es zunächst die Blumenthaler Buchhändlerin Edith Kreutzer (Polus), die durchaus hochkarätige Schriftsteller zu Lesungen in ihre kleine Bücherstube an der Mühlenstraße und später ins Geschäft an der Landrat-Christians-/Ecke Kaffeestraße holte, wurde dies später von einem damaligen Leiter der Stadtbibliothek übernommen. Bekannte Schriftsteller fanden den Weg nach Blumenthal und die Veranstaltungen waren immer gut besucht.

Inzwischen gibt es weltweit andere Projekte für LeserInnen, z. B. werden Bücher ausgewildert (das sogenannte Bookcrossing) oder in wettergeschützten Stationen zum Tausch angeboten. Ein schönes Beispiel hierfür ist am Ortseingang von Meyenburg zu finden.

Auch in Blumenthal wäre so ein Angebot denkbar, mögliche Standorte könnten vor oder im Ortsamt, Dokumentationszentrum, Haus der Zukunft, Haus Blomendal, Eva-Seligmann-Haus, vor oder in Gemeindehäusern oder auch Einkaufsmärkten entstehen. Eine gewisse Aufsicht sollte natürlich gegeben sein.

Der Beirat Blumenthal begrüßt entsprechende Initiativen und fordert das Ortsamt Blumenthal auf, Interessenten bei der Durchführung zu unterstützen sowie eine erste Station im Ortsamt einzurichten.
Zitat Ende


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zuletzt bearbeitet 17.12.2014 | Top

Die Beerdigung eines scheintoten Zentrums

#38 von Reinhard , 18.12.2014 11:22

Die Beerdigung eines scheintoten Zentrums


Es heißt „Gut Ding will Weile haben“. Aber gilt das auch umgekeht? Kann man von einer langen Bearbeitungszeit auf ein gutes Ergebnis schließen?

Um diese Frage und noch einiges über die zukünftige Entwicklung Blumenthals zu klären, kann man als Beispiel die neue Planung für den „Marktplatz“ heranziehen. Darüber hat am Mittwoch mit den entsprechenden Kommentaren des Stadtteilchefs das BLV berichtet. Mit dem n deem Zusammenhang neuen begriff hat diese Zeitung jetzt den Ortsamtsleiter bezeichnet, also einen Beamter, der nach dem Ortsbeirätegesetz (OBG) ein Dienstleister für den Beirat ist. Als Kernaussagen werden dabei gleich in der Überschrift eine Öffnung des Marktplatzes für den Verkehr und eine Verbindung von altem und neuen Zentrum herausgestellt.

Wenn man die Sache einmal näher betrachtet, wird damit im Wesentlichen die Uhr um zwanzig Jahre zurückgestellt, obwohl sich in der Zwischenzeit einiges ereignet hat. Auch wenn das Gutachten noch nicht veröffentlicht wurde, muss man aus dem Artikel schließen, dass es kaum eine wirklich neue Idee enthält. Das muss auch nicht überraschen, da es sich nicht um das erste Gutachten zu diesen Fragen handelt.

Der Verkehrsfluss soll nach dem BLV-Artikel verbessert, während man einen verkehrsberuhigten Marktplatz, wie ihn fast jede Stadt und jeder Stadtteil in Deutschland inzwischen kennt und liebevoll pflegt, aufgeben will, ohne dass in den letzten zwanzig Jahren versucht wurde, ihn wirklich zu einem Platz aufzuwerten, den man mit dem Auto gut erreichen kann, aber auf dem man sich auch gern aufhält. So musste der fast scheintote Platz sehr lange auf eine sinnvolle Umgestaltung hoffen.

Damit ist jetzt Schluss, da man in einem verkehrsberuhigten Marktplatz offenbar nur noch Nachteile für die weitere Entwicklung Blumenthals sieht. Besonders kühn im neuen Gutachten ist die Behauptung, eine bessere Straßenverbindung zwischen dem alten Zentrum und dem Blumenthal Center, das noch ausgebaut werden soll, könnte das alte Zentrum beleben, wenn man dort leichter mit einem Auto vorfahren kann.

Nur dürfte das vermutlich nur in Orten gelten, wo das Wasser aufwärts fließt; denn überall sonst setzt sich ein attraktiveres Zentrum bei einer besseren Erreichbarkeit noch stärker durch als das ohnehin schon der Fall ist. Schließlich wird das Blumenthal Center auch von den Wohngebieten östlich des Nicht-Marktplatzes schneller erreichbar.

Die einzige realistische Erwartung kann daher nur eine weitere Konzentration der Kaufkraft im Blumenthal Center sein, während der Marktplatz nicht mehr eine zumindest angedeutete Platzfunktion besitzen wird, sondern Teil des Straßennetzes im früheren Zentrumsbereich wird. Das „alte“ Zentrum „entwickelt“ sich damit zum ehemaligen Zentrum.

Damit setzt sich in Blumenthal eine Entwicklung fort, die man nicht als eine Attraktivitätssteigeruung eines teilweise verstädterten suburbanen Raumes bezeichnen kann. Hier müsste die Entwicklung eines Zentrums mit einer hohen Aufenthaltsqualität, wie sie der Internethandel nicht bieten kann, und von Wohngebieten mit hohem Freizeitwert im Vordergrund stehen. Dazu hat Blumenthal bekanntlich durch die Weser und die Landschaft der Bremer Schweiz sehr gute Voraussetzungen. Dazu würde allerdings auch gehören, dass man für ein gutes Image sorgt, sodass Blumenthal in ganz Bremen zu einem mit positiven Attributen besetzten Wohngebiet wird. Nur ist man davon durch die vielen Eigentore weit entfernt. Und die sind nicht irgendwo durch "Schwarzrederei" erfunden, sondern ganz real geschossen worden!

Man kann natürlich auch eine anderes Leitbild verfolgen, das sozial benachteiligte Ortsteile auf Dauer für normal, die Zuweisung von Einrichtungen, die de Kernstadt nicht haben will, für ein Sternstunde und ein architektonisch wenig ansprechendes Einkaufszentrum als Stadtteilzentrum für völlig ausreichend hält. Als besonderes Highlights kann man Besuchern ja immer noch einen Luxusbolzplatz und eine ererbte Burg vorführen.

Unter diesen Prämissen kann man selbstverständlich feststellen: „Wir bewegen uns
in der Entwicklung deutlich nach vorne“.

Nur sollte man zuerst einmal die Zielrichtung erläutern. Aber einer Leitbilddiskussion weichen Ortsamt und Beirat aus, obwohl ein anderes Gutachten das dringend angeraten hat. Liegt es etwa daran, dass dann jeder die Erfolge und Misserfolge selbst überprüfen könnte? Er müsste sich zumindest nicht auf unbegründete Behauptungen verlassen, zumal dann nicht, wenn sie sich darauf beziehen, dass praktisch nur ein alten Zustand wiederhergestellt werden soll, den man vor zwanzig Jahren nicht gewollt hat. Das ist wirklich eine erstaunliche Beschreibung für eine Entwicklung zurück in die Vergangenheit!

Aber warum soll es nicht auch Menschen geben, die sich darüber freuen, wenn ein Gutachter das Rad nochmals entdeckt hat. Bedauerlich ist hier nur, dass es kein Rad ist, sondern eher Sand, den man unkritischen Lesern in die Augen streuen kann. Das dürfte auch weiterhin nötig sein, denn die beiden Immobilienmanger bzw. Kümmerer, die aus EU-Mitteln finanziert wurden, sollten durch ihre Arbeit „den historischen Stadtkern wieder für Einheimische und Touristen attraktiv und zu einem Ort der sozialen Begegnung“ machen.

Da kann man sich im Blumenthaler Ortsamt nur freuen, dass das noch bei keiner ausländischen Fernsehstation gelesen hat und in einer Reportage die Touristen interviewen wollte.


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zuletzt bearbeitet 18.12.2014 | Top

"Abschlußbericht der Kümmerer"

#39 von Lola2 , 14.01.2015 14:51

...so lautet die Überschrift einer Info in der heutigen Ausgabe "Die Norddeutsche"

Zitat
Der Abschlußbericht der Immobilienstandortmanager (die sog. Kümmerer) ist das Hauptthema während der Sitzung des Blumenthaler Beirats am Montag, 19.Januar.
Die Sitzung, die im Schulzentrum Eggestedter Straße stattfindet, beginnt um 19.00 Uhr. Eingeladen zum Tagesordnungspunkt Immobilienstandort sind Mitarbeiter des Sanierungsträgers Baubecon sowie Vertreter
der Bau-und Wirtschaftsbehörde.

Zitat Ende

..da darf man dann auf das Ergebnis gespannt sein.

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"Wir brauchen ein Gesamtkonzept"

#40 von Lola2 , 14.01.2015 15:52

http://www.weser-kurier.de/region/die-no...id,1032218.html

Zitat
Oliver Berger, Vorsitzender von Blumenthal Aktiv, über die Zukunft des Handels im Stadtteil, die Brenor und neue Kooperationen
„Wir brauchen ein Gesamtkonzept“
14.01.2015 0 Kommentare

Vierzig Jahre alt wird die Interessenvertretung „Blumenthal Aktiv“. Kein Jubiläum zwar, aber Anlass, um nach vorne zu blicken. Oliver Berger, Vorsitzender von Blumenthal Aktiv, sprach mit Doris Friedrichs über die Idee hinter der Gründung Anfang 1975 und über Projekte und Entwicklungsmöglichkeiten für den Stadtteil.


...............
Der Beitrag endet mit folgenden Worten von Herrn Berger:

Wenn wir unseren Stadtteil schlechtreden, werden wir dies auch zukünftig so empfinden. Die Veränderung beginnt zunächst einmal im Kopf. Die Blumenthaler müssen sich darauf besinnen, welche positiven Eigenschaften unser Standort hat: die Nähe zum Wasser, die Parkanlagen und die kulturellen Einrichtungen wie zum Beispiel die Burg Blomendal. Wir sollten in dem Bewusstsein leben, dass Blumenthal lebens- und erlebenswert ist. Und dieses auch nach außen tragen.

Zitat Ende

..ich sehe es etwas anders als Herr Berger, denn "den Finger in die Wunde legen" hat nichts mit "schlechtreden" zu tun. Ganz im Gegenteil, wenn alle negativen Vorkomnisse, wie z.B. in Sachen Grundwasserverseuchung, Krebserkrankungen, herausfinden warum es mit Blumenthal so bergab gegangen ist.

Vor diesen ganzen Problemen kann ich nicht die Augen schließen und mir selbst Mut machen, in dem ich mir versuche einzureden hier ist alles schön, dazu bin ich zu sehr Realistin, obwohl ich sehr gerne Märchen und Gedichte lese.
Nein, ich kann aber mithelfen, dass es irgendwann wieder einmal ein schöner Stadtteil wird, aber da wird noch sehr viel und sehr lange chloridhaltiges Wasser die Weser runter fließen, mindestens noch 46 Jahre.

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"Blumenthal tritt auf der Stelle"

#41 von Lola2 , 15.01.2015 08:11

http://www.das-blv.de/elkat/150114/index.php Seite 7 (Auch noch Sansibar für Nowack?)

...und damit das nicht so bleibt, konnte man dem BLV v. 14.1. entnehmen, dass der OAL von Blumenthal "gerade seine Hände nach nicht funktionierenden, teilweise gefährlichen Objekten ausstreckt".

Es handelt sich um die Leuchten "Das blaue Band" aus der Vegesacker Fußgängerzone. Nun könnte man denken, "Donnerwetter, was für ein sparsamer Mann".
Die Leuchten dürften wohl im Grunde genommen unwichtig sein, denn es geht um die Erschließungskosten der Bahrsplate, damit man wahrscheinlich auch bei Dunkelheit den Bolzplatz benutzen kann und wenn man schon mal dabei ist, dann kann auch gleich Wasser und Abwasser mit verlegt werden und dann können die Blumenthaler dort auch richtig feiern-
Vielleicht ist das dann sogar ein Abwasch, wenn die Ladenzeile dort gebaut wird, oder?

Gespannt darf man sein, ob er auch Verwendung für die Markthalle hat. Bis dahin müssen sich die Blumenthaler eben noch gedulden.

Auf der Bahrsplate kann sie ja nicht stehen, denn die Bahrsplate liegt im Überflutungsbereich, oder?

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Historiker Karsten Ellebrecht- Die Bahrsplate

#42 von Lola2 , 16.01.2015 07:32

http://www.weser-kurier.de/region/die-no...id,1033792.html

..passend zum vorigen Posting über die Erschließungswünsche der Bahrsplate des Blumenthaler Ortsamtsleiters, steht heute ein Bericht in der Norddeutschen über den Historiker Karsten Ellebrecht, der sich seit Jahren damit beschäftigt,Informationen zum Lager Bahrsplate zusammenzutragen.

Zitat
Ehemaliges Arbeitslager Bahrsplate
Historiker erforscht Leben und Leiden der Häftlinge
Ulf Buschmann 16.01.2015 0 Kommentare

Über das einstige Lager auf der Bahrsplate ist wenig bekannt. Diesem dunklen Kapitel Blumenthaler Geschichte widmet sich der Historiker und ehemalige Lehrer Karsten Ellebrecht. Mit einem Vortrag im Doku gab er Einblicke in das Leben der Häftlinge zwischen Zwangsarbeit und den Peinigungen durch ihre Bewacher.

Außenlager des KZ Neuengamme

Die Erinnerungen von Guillaume S. gehören zu denen, die der Historiker und ehemalige Lehrer Karsten Ellebrecht zusammengetragen hat. Er befasst sich seit mehreren Jahren mit dem Leben und dem Leiden der Insassen des Lagers auf der Bahrs-plate. Vor allem das, was der Franzose Piere Billaux berichtet, der in diesem Jahr 90 Jahre wird, bewegt Ellebrecht. Er und Billaux lernten sich schon in den 1990er-Jahren im Rahmen der Aufarbeitung der Geschichte des Bunkers „Valentin“ kennen.


Ehemaliges Arbeitslager Bahrsplate
Historiker erforscht Leben und Leiden der Häftlinge
Ulf Buschmann 16.01.2015 0 Kommentare

Über das einstige Lager auf der Bahrsplate ist wenig bekannt. Diesem dunklen Kapitel Blumenthaler Geschichte widmet sich der Historiker und ehemalige Lehrer Karsten Ellebrecht. Mit einem Vortrag im Doku gab er Einblicke in das Leben der Häftlinge zwischen Zwangsarbeit und den Peinigungen durch ihre Bewacher.
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Bahrsplate Vortrag im Dokumentationszentrum Blumenthal Karsten Ellebrecht © Christian Kosak
Karsten Ellebrecht beschäftigt sich seit Jahren damit, Informationen zum Lager Bahrsplate zusammenzutragen. (Christian Kosak)

Guillaume S. hatte Glück. „Du wirst wegen Sabotage aufgehängt“, erinnert sich der Belgier an die Worte seines Peinigers. Dass es am Ende doch nicht so gekommen ist, verdankte Guillaume S. einem betrunkenen SS-Mann. Der warf ihn aus der Schreibstube, wo er zuvor wieder einmal heftige Prügel von mehreren Kapos bezogen hatte.

Außenlager des KZ Neuengamme

Die Erinnerungen von Guillaume S. gehören zu denen, die der Historiker und ehemalige Lehrer Karsten Ellebrecht zusammengetragen hat. Er befasst sich seit mehreren Jahren mit dem Leben und dem Leiden der Insassen des Lagers auf der Bahrs-plate. Vor allem das, was der Franzose Piere Billaux berichtet, der in diesem Jahr 90 Jahre wird, bewegt Ellebrecht. Er und Billaux lernten sich schon in den 1990er-Jahren im Rahmen der Aufarbeitung der Geschichte des Bunkers „Valentin“ kennen.

Blumenthal war eines von 85 Außenlagern des Konzentrationslagers (KZ) im Hamburger Stadtteil Neuengamme und bestand vom 20. August 1944 bis April 1945. Mit zuerst knapp 500, später 1000 Insassen aus allen Teilen Europas war Blumenthal ein mittleres Lager: Die Insassen wurden in den bremischen Rüstungsbetrieben eingesetzt.



Im Durchschnitt 24 Tote im Monat

Überhaupt sei es schwierig, die Struktur des Lagers nachzuvollziehen. Vieles von dem, was überliefert sei, stamme aus der Erinnerung Überlebender. Dazu gehören Zeichnungen mit der Lage der Baracken. Oder Bilder von schlagenden Kapos. Karsten Ellebrecht wundert das nicht. Denn mit dem Vorrücken der alliierten Truppen im April und Mai 1945 auf Hamburg habe die SS versucht, so viele Dokumente wie möglich zu vernichten. Dass überhaupt etwas übrig ist, sei dem Mut und Einsatz von Häftlingen zu verdanken. In Blumenthal seien überwiegend Belgier, aber auch Franzosen, Griechen, Polen, Niederländer, Dänen, Russen und Männer aus dem Baltikum untergebracht gewesen. Auch Juden gab es. Sie bildeten den sogenannten Judenblock.

Schläge, Verletzungen, Unterernährung und Krankheiten: Wie in allen KZs und ihren Außenlagern vegetierten die Menschen dahin. Durchschnittlich 24 Tote verzeichnete die Statistik im Monat. Im Lager fanden auch Hinrichtungen statt. Sie waren mehr oder weniger öffentlich und jeder im Ort konnte zuschauen. Das, vermutet Ellebrecht, sei gewollt gewesen, auch als Warnung an die Bevölkerung.

h dem Krieg zunächst als Unterkunft für ehemalige Zwangsarbeiter genutzt, bis sie zurück in ihre Heimat konnten. Ab 1949 kamen in den Baracken Flüchtlinge unter. Die letzten Bauten wurden 1962 nach der Sturmflut abgerissen.
Zitat Ende

...da können die Erbauer dann ja nur hoffen, dass der Bolzplatz nicht irgendwann ein Opfer von möglichen Sturmfluten wird, denn der schützende Deich befindet sich dahinter.

Wer weiß, vielleicht war es von den damaligen Stadtplanern auch so gewollt, dass der Deich nicht verlegt wird, damit die Bahrsplate von einer Bebauung verschont bleibt.

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"Supermärkte drängen in neue Standorte"

#43 von Lola2 , 19.01.2015 15:10

http://www.weser-kurier.de/region/die-no...id,1036179.html
Zitat
Bauamt prüft Ansiedlungsvorhaben
Supermärkte setzen auf neue Standorte
Jürgen Theiner 19.01.2015 0 Kommentare

Der Lebensmittel-Einzelhandel in Bremen-Nord bleibt in Bewegung. Anfang Februar verlagert Inge Steffen ihren Edeka-Markt von der Lerchenstraße an die Borchshöher Straße, und auch in den übrigen Ortsteilen werden neue Standorte entwickelt. Nicht immer stoßen die Ansiedlungsvorhaben in der Baubehörde auf Gegenliebe. Dort ist man bestrebt, die Standorte in den Ortskernen zu konzentrieren und die Einzugsbereiche der Märkte klar zu umreißen.

Von seinem Schreibtisch im Vegesacker Stadthaus schaut Maximilian Donaubauer auf die Supermarkt-Landschaft Bremen-Nords. Die große Karte an seiner Pinnwand ist übersät mit den Firmen-Logos von Aldi, Lidl, Netto, Edeka und anderen Branchengrößen. Umgeben sind die jeweiligen Standorte von grünen Kreisen. Sie stellen 600-Meter-Radien dar.

Mit diesen Zirkelschlägen hat es eine besondere Bewandtnis. Nach dem 2009 beschlossenen, „kommunalen Zentren- und Nahversorgungskonzept“ für die Hansestadt markieren die 600-Meter-Radien den Bereich, den der jeweilige Marktstandort abdeckt, und zwar bezogen auf die nicht motorisierte Kundschaft.

Im Idealfall würde Donaubauers Karte so aussehen: In den Stadt- und Ortsteilzentren lägen die Firmenlogos dicht an dicht, denn dort soll sich der Handel ballen, jedenfalls der großflächige. Zentralität ist angesagt. Die Losung lautet: Stärkung der vorhandenen urbanen Kerne, nicht Zerfaserung. Abseits dieser Zentren wären relativ wenige Logos zu sehen – und wenn, dann würden sich zumindest die Einzugsbereiche kaum überschneiden.

Die Wirklichkeit sieht anders aus. Dass dies so ist, hat man der vergleichsweise freizügigen Planungspolitik der Vergangenheit zu tun. Auch abseits der Ortskerne durften sich größere Lebensmittelanbieter niederlassen, zum Teil sogar in direkter Konkurrenz zu ihnen.

Als größtmöglicher Sündenfall gilt den Planern heute der Marktkomplex am Müllerloch in Blumenthal, der den Geschäftslagen rund um den Marktplatz aktive Sterbehilfe geleistet hat.


Zitat Ende

...eine ehrliche Aussage vom Bauamtsleiter ---Respekt!
...ein wichtiger Schritt in die korrekte Richtung.
....................................

http://blumenthal-zeitung.blogspot.de/20...vorschlage.html
Eine sehr interessante und aufschlußreiche Arbeit von Dr.Reinhard Landwehr, Stadtforscher.
Donnerstag, 15. August 2013

Zitat
... Damit ist der wichtige zweite Aspekt, die Zeit, angesprochen. Veränderungen und damit auch Verbesserungen, die aus einer Unterstützung des Zentrums durch eine Entspannung an der George-Albrecht-Straße und eine Bebauung des BWK-Geländes eintreten, erfolgen nicht von heute auf morgen. Man muss daher zwischen einer aktuellen Stabilisierungsphase, in der langsam die Weichen für die Zukunft gestellt werden, und mittelfristig einer Neuordnungsphase unterscheiden, in der sich mögliche positive Impulse aus den beiden angrenzenden Teilgebieten Blumenthals auszuwirken beginnen.

Das würde bedeuten, dass man zunächst die bestehende Situation stabilisiert, indem man etwa die Parkplatzsituation im Sinne der Einzelhändler auf dem Marktplatz verbessert. Das sollte eigentliche eine Selbstverständlichkeit sein, denn es mag ja immer schwer fallen, einen Fehler einzugestehen, nur sollte das nicht über zwanzig Jahre dauern und anderen Steuerzahlern das Leben in diesen Jahren erschweren.



Die Organisation der Veränderung: Innovationsbereich Marktplatz-Mühlenstraße



Ein Zeitraum von ca. drei bis fünf Jahren, bis sich erste Impulse aus den Maßnahmen in den Nachbargebieten ergeben können, sollte zügig genutzt werden, um die Neuordnungsphase zu konzipieren. Auch dabei sollte man aus den Fehlern der Vergangenheit lernen und nicht versuchen, sie zu vertuschen.

Da es um die Zukunft Blumenthals und nicht die von Bremen geht, muss, wie jede Lebenserfahrung lehrt, vor allem Blumenthal die Gestaltung übernehmen. Die politischen Gremien sollten sich daher nicht auf die Verwaltungen in Bremen und deren Fachkompetenz verlassen, sondern sich einmal wie Instanzen einer eigenständigen Stadt verstehen, die sich optimal entwickeln will. Dazu besitzt ein Bremer Stadtteil zwar nur sehr begrenzte Rechte, aber er darf deswegen durchaus den Willen haben, das Beste für sich selbst zu erreichen. Er muss daher nur seine Ressourcen entsprechend bündeln und möglichst richtige Impulse setzen.

Auch wenn eine Organisation der Innovation nach der Institution einer organisierten Standortgemeinschaft auf Ablehnung stößt, kann man dieses Konzept ohne seine rechtlichen Zwangsrahmen als Vorbild nehmen. Ein innovatives Stadtteilmanagement könnte so etwa die betroffenen Immobilieneigentümer und Ladeninhaber an einen Tisch bringen, um mit ihnen im Rahmen des vorher entwickelten Konzepts die nähere Zukunft in einem klar abgegrenzten Zeitraum zu planen.

Das könnte etwas das hier angerissene Modell eines Kommunikationszentrums sein. Dabei wäre dann nicht nur auf die Bestandsinteressen der aktuellen Geschäftsinhaber, sondern auch auf sinnvolle Ergänzungen zu achten, damit insgesamt rechtzeitig ein attraktives Angebot zur Verfügung steht.


Die Vitalisierung angrenzender Quartiere



Wie bereits mehrfach betont, macht dieser Innovationsprozess nur Sinn, wenn mittelfristig eine tatsächliche Verbesserung der Passanten- und damit auch Konsumentenströme zu erwarten ist. Diese Voraussetzung muss also mit großer Sicherheit in einem möglichst gut prognostizierten Rahmen eintreten.

Unabhängig davon, ob man sich auf dem ehemaligen BWK-Gelände eine Realisierung des B-Plans 1288 oder einen Wohn- und Gewerbepark wünscht, werden also möglichst konkrete Zahlen benötigt, damit sich ein Angebot planen lässt, das auch auf eine entsprechende Nachfrage trifft. Davon wird es auch abhängen, wie viel Parkflächen auf dem Marktplatz zur Verfügung stehen können bzw. als Fläche für eine ansprechenden Platzmöblierung durch Blumenkübel, Spielgeräte und Sitzmöbel, aber auch für gastronomische Betriebe, also eine Eisdiele, ein Café und vielleicht auch einen Biergarten, benötigt wird.

Wie diese kommunikativen Möglichkeiten zeigen, hängt die Realisierungschance weniger von gestrichenen Hausfassaden und Leerständen ab, sondern von potenzielle Gästen und Kunden. Man muss den Zusammenhang daher her anders sehen. Nicht das Verschwinden leerer Ladenlokale führt zu einer Belebung, sondern Menschen, die in der Nähe leben und ein attraktives Angebot finden, kommen auf einen Platz, sodass es sich lohnt, leerstehende Gebäude umzubauen und gut zu vermieten oder selbst zu nutzen.

Damit wird vor allem eine potenzielle Nachfrage aus dem ehemaligen BWK-Gelände zu dem ganz gewichtigen Faktor, der über die Zukunft des alten Blumenthaler Zentrums entscheidet.


Zentrumsloses Blumenthal?



Die Planungen des alten Zentrums kranken an ihrer isolierten Vorgehensweise. Dessen Funktionsfähigkeit hängt nicht nur von einem Platz und einigen angrenzenden Gebäuden ab, sondern von den Leistungen, die es für eine Reihe benachbarter Quartiere erfüllen kann oder eben auch nicht, wie es aktuell vor allem für die Wohngebiete an und um die George-Albrecht-Straße und die weitgehende Industriebrache auf dem BWK-Gelände zutrifft.

Die Verantwortlichen in Blumenthal haben es also in der Hand, was aus ihrem Zentrum werden soll. Sie können aus ihrer ehemaligen Kreisstadt ein Industrie- und Gewerbegebiet mit angrenzenden Wohngebieten für Asylsuchende, Geduldete, Hartz IV-Empfänger und Migranten machen.

Anscheinend haben sich die Beiratspolitiker mehrheitlich für diesen Weg entschieden, als sie sich so beharrlich und gegen alle guten Argumente für eine entsprechende Nutzung der Industriebrache einsetzten, die nach dem Ende der Bremer Wollkämmerei zwischen Wätjens Park, Weser und altem Ortszentrum neu geplant werden konnte.

Das lässt sich zwar als Offenbarungseid gegenüber allen städtebaulichen Ambitionen interpretieren, aber es kann zweifellos der Wille einer mehr oder weniger schweigenden Mehrheit sein. Nur macht es in diesem Fall wenig Sinn, gleichzeitig Steuergelder für Gutachten auszugeben, die sich damit beschäftigen, wie sich die Planungsfassade von einem angeblich gewünschten Zentrum am Marktplatz noch ein paar Jahre länger erhalten lässt.

In diesem Fall wäre es zweifellos ehrlicher, wenn man das Blumenthal Center als alleiniges Stadtteilzentrum anerkennen würde, das sicherlich sogar in seinem jetzigen Erscheinungsbild durchaus zu einem Industrievorort ohne größere eigene Entwickungsvorstellungen, aber mit sozial stark belasteten Wohngebieten passen würde. Hier lässt sich vielleicht sogar noch ein ebenerdiges Ladenlokal im Zuge eines weiteren Ausbaus anmieten und als Ortsamt einrichten. Damit wären dann auch die Probleme der Barrierefreiheit und Parkplätze gelöst.

Lola2  
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"Bericht: Blumenthal braucht Hilfe"

#44 von Lola2 , 21.01.2015 10:25

http://www.weser-kurier.de/region/die-no...id,1037722.html

Zitat
Bericht: Blumenthal braucht Hilfe
Standortmanager legen 60-seitige Analyse vor/Schlüsselgrundstücke sollen neu belebt werden
, sei schwierig.
..
Jetzt liegt ein 60-seitiger Bericht und damit das ernüchjternde Ergebnis aus zwei Jahren Arbeit vor. Am Montag Abend wurde die Analyse während der Beiratssitzung vorgestellt.
Am Ende stellte Rainer Imholze vom Senator für Umwelt, Bau und Verkehr fest,was sich sicher schon viele Blumenthaler gedacht haben ""Das Quartier kann aus sich selbst heraus nicht gesunden". Vorher bekräftigte Imholze, dass dass der Ortskern im klassischen Sinne ein Sanierungsgebiet darstelle. Es jedoch als solches anzuerkennen, damit der Bund Gelder fließen lasse.

Zitat Ende
".
Der Bericht klärt weiter darüber auf, dass man "hofft, dass Bremen Gelder bereitstellen wird".
"2011 war die Lage dramatisch. Jetzt ist sie noch dramatischer".
weiter im Zeitungsbericht:" Innerhalb von drei bis vier Jahren , schilderte er , habe sich die Leerstandsquote um 74 Prozent erhöht. Noch mehr Zahlen: Lebten im Jahr 1995 noch 34.900 Menschen in Blumenthal," sind heute 4307 weniger und damit 12,3 Prozent.
Blumenthal schrumpft."

..Zitat Ende.

Ich habe mal gegoogelt und hier ist ein Link:
http://baubeconstadtsanierung.de/




http://baubeconstadtsanierung.de/
http://baubeconstadtsanierung.de/ueber-b...die-dsk-gruppe/

...
wenn ich das richtig verstanden habe, dann wurden die Immobilienstandortmanager 2 Jahre durch staatliche Fördergelder finanziert um dieses Gutachten zu erstellen?
Nachdem man nun festgestellt hat, dass Blumenthal ein Sanierungsfall ist wird die Baubecon oder eine Firma aus dieser Gruppe auch die Sanierung übernehmen?
Die Immobilienstandortmanager haben ja nun auch Kontakte bekommen mit einigen Immobilienbesitzern, die u.a. vielleicht eine unrentable Immobilie loswerden möchten und vielleicht hat man dadurch ja auch schon Gelegenheit das Ortsbild von Blumenthal zu verbessern, denn manchmal ist ein Abriss sinnvoller, aber das können nur die Spezialisten feststellen, oder?

Man darf gespannt sein wie die Sanierung aussehen wird und welche Firmen die Aufträge ausführen.

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Die DSK und BauBeCon, Marktführer im Bereich der Stadtentwicklung, wurden[...] lt.Webseite:
Zitat
Die DSK und BauBeCon, Marktführer im Bereich der Stadtentwicklung, wurden wieder erfolgreich für weitere drei Jahre nach ISO 9001 zertifiziert.

Damit setzen wir unseren hohen Qualitätsanspruch auch weiterhin konsequent in der Firmen-Organisation um.

Die DSK und BauBeCon wurden durch die DSQ GmbH nach DIN ISO 9001 : 2008 zertifiziert. Dieser internationale Standard dokumentiert, dass sämtliche Strukturen, Prozesse und Abläufe in den Unternehmen ständiger Kontrolle und damit einer kontinuierlichen Verbesserung unterliegen. Betriebliche Abläufe sind dadurch für alle Mitarbeiter noch transparenter, eventuelle Fehlerquellen werden zeitig erkannt.

Wir sehen unser Qualitätsmanagementsystem als zukunftsweisenden Garanten der laufenden Verbesserung der Dienstleistungen für unsere Kunden.

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Bremischer Gang der Dinge

#45 von Reinhard , 25.03.2015 15:43

Bremischer Gang der Dinge

Nach dem Anschluss Blumenthals an Bremen sind inzwischen über 75 Jahre vergangen. Ursprünglich sollte diese Ereignis sogar auf Beschluss einer Beiratsmehrheit aus SPD und CDU auf der Bahrsplate groß gefeiert werden.

Jetzt scheint es tatsächlich einen realen Grund für ein Fest zu geben, denn ab 30. März kann man mit der Bahn von Blumenthal in die Bremer Innenstadt fahren, ohne dabei in Vegesack umsteigen zu müssen.

Das macht die Fahrt deutlich bequemer und lässt die Entfernung zumindest in der subjektiven Wahrnehmung geringer erscheinen.

Derartige Verbindungen zwischen Vororten und der City sind in anderen Stadtregionen daher fast eine Selbstverständlichkeit, da sie vor allem auch viele andere Verkehrsprobleme lösen.

Wenn eine derartige organisatorische Maßnahme in Bremen erst lange 75 Jahre erfordert, obwohl die Schienen bereits verlegt sind, darf man nie in einer anderen Stadt gelebt haben, wenn man dafür Verständnis aufbringen soll. Aber das ist ja vermutlich gerade deswegen der Hintergrund einer entsprechenden Nicht-Mobilitätsempfehlung des Ortsamtsleiters gegenüber allen, die einmal auf die Nützlichkeit von Vergleichen oder die Probleme einer Betriebsblindheit hinweisen.

Hier hat man zumindest in Bremen auch für eine bürokratische Verwaltung vergleichsweise sehr lange benötigt. Aber kann und muss man daraus einen Rückschluss auf die Schwierigkeit der Aufgabe ziehen?

Wenn man auf die Termine und den generellen aktuellen Ankündigungsdrang in Blumenthal sieht, kann man auch zu anderen Erklärngen gelangen.

Vielleicht sollte man in Bremen jeweils die drei Jahre zwischen den Wahlterminen ausfallen lassen, wenn man sich etwas schnellere Maßnahmen wünscht. Schließlich scheint dann ohnehin kaum etwas zu passieren.

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