Kraftwerk Farge (Quelle: wikipedia)

"Müllerloch: Investor springt ab - Stadt sucht neuen Partner"

#16 von Lola , 04.10.2013 08:22

http://www.weser-kurier.de/startseite_ar...rid,676748.html

Zitat

Stadt sucht neuen Partner - 04.10.2013
Müllerloch: Investor springt ab
Von Jürgen Theiner

Blumenthal. Das Blumenthal-Center am Müllerloch bleibt bis auf Weiteres unvollständig. Der Hamburger Projektentwickler Procom Invest, der zur Bahrsplate hin eine 160 Meter lange Ladenzeile realisieren wollte, hat sich von dem Vorhaben verabschiedet. Entsprechende Informationen dieser Zeitung wurden von dem Unternehmen bestätigt – allerdings ohne Angabe von Gründen. Die Wirtschaftsförderung Bremen (WFB) bemüht sich nun nach den Worten ihres Sprechers Torsten Haar um einen neuen Partner für die Realisierung des Einzelhandelsprojektes. Ob dies auf der Grundlage der bisherigen Pläne möglich sein wird, ist offen.
Zitat Ende


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WFB-Politik

#17 von Reinhard , 04.10.2013 10:09

WFB-Politik

Wenn man die letzten Meldungen zum Einzelhandel in Blumenthal liest, kann man leicht an den Regeln der Grundrechenarten zweifeln.

Hier soll einerseits an der Mühlenstraße Verkaufsfläche mit staatlichen Subventionen, für deren Bereitstellung die innovative Verwaltung einen Deal mit der Sozialbehörde eingehen will, in Wohnraum umgewandelt werden. Die Entscheidungsträger gehen also von einem Überbesatz aus, wofür auch die zahlreichen Leerstände sprechen.

Andererseits kann die Ladenzeile zwischen Müllerloch und Bahrsplate vorerst nicht gebaut werden, weil bereits mehrere vorgesehene Mieter im Herbst 2010 abgesprungen sind. Offenbar haben die Geschäftsleute hier nicht genügend Kaufkraft für die vorgesehene „Mischung aus Drogerie, Billigtextilien und Ein-Euro-Läden“ gesehen.

Jetzt heißt es, das Blumenthal-Center sei „bis auf Weiteres unvollständig“. Eine kühne Behauptung, nachdem es schon lange ohne diese „Ergänzung“ bestanden hat, die anscheinend außer der WFB niemand braucht.

Nur warum will sich die Wirtschaftsförderung Bremen (WFB) weiter um einen neuen Partner bemühen? Will man am Müllerloch Verkaufsflächen erstellen, die anschließend „rückgebaut“ werden müssen, oder will man die Leerstände in den Blumenthaler Ortsteilen weiter erhöhen?

Kann sich die WFB keine andere Flächennutzung vorstellen als eine Bebauung mit Läden, für die es keine Nachfrage gibt? Ein Center ist nicht erst durch einen Ein-Euro-Laden und einen weiteren Billigtextilienanbieter „vollständig“.

Es sei denn, die WFB will auch hier wie auf dem BWK-Gelände alles dafür tun, um Blumenthal auf Dauer zu einem sozial benachteiligten Gebiet abzuwerten und die Konkurrenzfähigkeit etwa mit Schwanewede als Wohnstandort zu nehmen.

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Beängstigender Fortschritt

#18 von Reinhard , 06.10.2013 14:19

Beängstigender Fortschritt

Nachdem die Bremer Stadtplaner bereits bei der Erarbeitung eines Entwicklungskonzeptes Blumenthal zwischen Juni 2004 bis Oktober 2005 15 Leerstände von Geschäfstlokalen an der Mühlenstraße und am Makrtplatz gezählt hatten, ist deren Anzahl nach den Aussagen des Immobilienmanagers inzwischen weiter gestiegen.

Für viele wäre das ein Grund zum raschen Handeln gewesen. Im Bremer Norden scheint hingegen die Volksweisheit zu gelten: „Gut Ding will Weile haben“, wobei die zuständigen senatorischen Stellen offenbar auch in diesem Fall wirklich gute Arbeit leisten wollen. So konnte nach fast einem Jahrzehnt des Niedergangs zwar immer noch kein Konzept zur unmittelbaren Problemlösung entwickelt oder gar mit dem Einsatz von konkreten Maßnahmen begonnen werden.

Jetzt wird der Verwaltung jedoch mächtig Druck gemacht; denn wie heute der Weser Report berichtet, konnte der Wirtschafts- und Strukturrat Bremen-Nord (WIR) endlich „in der Arbeitsgruppe Wirtschaft und Arbeit“ einen „idealen Rahmen“ finden, wo das Thema angesiedelt werden kann.

Wenn das kein Fortschritt auf dem Weg zum Besseren ist!


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"Mehr Platz für Kreativität"

#19 von Lola , 26.10.2013 13:44

so lautet die Überschrift eines Artikels in der heutigen Ausgabe der Norddeutschen.

Schüler Jannis Hartmann hat sich Gedanken gemacht wie man die Ständer-Kreuzung kreativer gestalten könnte.
Das Ortsamt hat von ihm bezüglich "SIR CHARLES" auch schon Infos bekommen, die man mit folgendem Link abrufen kann.

http://www.ortsamt-blumenthal.bremen.de/...en198.c.2049.de

Nachdem ich die BWK-Geschichte gelesen habe, sehe ich den Standort von "Sir Charles" anders als Jannis Hartmann.
http://www.blumenthal-zeitung.blogspot.de/

In dem Beitrag der Norddeutschen heißt es weiter: "Ich freue mich, in einem Stadtteil zu wohnen, wo viele Menschen aus unterschiedlichen Nationen wohnen".

Am Schluss des Beitrags heißt es in der Norddeutsche: "Sollte der Bahnhof Blumenthal ähnlich lieblos neu aufgebaut werden wie der Busbahnhof Buschdeel in Rönnebeck, sehe ich als Bürger keinen großen Anlass, irgendwelche Hoffnungen zu schöpfen".

Wer bestimmt denn hier in Blumenthal die "kreative Gestaltung" von öffentlichen Plätzen? Oder wer hat es bestimmt? Vielleicht sollten dann die Verantwortlichen mal das Ohr an der Bevölkerung haben, dann würde es auch ganz sicher nicht einen derart trostlosen Marktplatz geben.

Wer hat denn eigentlich in Blumenthal Probleme mit Menschen anderer Nationen?

...............Junge Leute wie Jannis Hartmann ganz sicher nicht!................


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RE: "Mehr Platz für Kreativität"

#20 von Lola , 30.10.2013 04:30

Zitat Beitrag 63 B-Plan 1288 (BWK-Gelände) in der Diskussion (5)
Blick über den Tellerrand

Probleme mit alten Industrieflächen und mit der Entwicklung sozial benachteiligter Stadtteile gibt es nicht nur in Blumenthal. Politik und Planung können darauf jedoch sehr unterschiedlich reagieren.

Das gilt beispielsweise für den Hamburger Stadtteil Wilhelmsburg, dessen Industrialisierung wie in Blumenthal mit der Gründung einer Wollkämmerei begonnen hat. Nur greift man dort nicht zur Ausweisung von Industrie- und Gewerbeflächen, sondern setzt völlig andere Akzente. Blumenthaler werden sich vermutlich sehr wundern, wenn sie sich einmal anschauen, was alles außerhalb der engen Bremer Politikwelt möglich ist.
Zitat Ende

Es lohnt sich hier zu lesen:

http://www.blumenthal-zeitung.blogspot.d...helms-burg.html

Das was in Blumenthal legalisiert wird, eine Müllverbrennungsanlage direkt am Wohngebiet, dagegen hat man in Wilhelmsburg erfolgreich gekämpft. Solche Betriebe hat man umgesiedelt.

Schauen wir mal, ob durch diese Amtshandlung ein blühendes Blumenthal entsteht.


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Die Folgen senatorischer Intransparenz

#21 von Reinhard , 07.11.2013 15:12

Die Folgen senatorischer Intransparenz

Auch wenn die staatliche Offensive nur schwer in Gang kommt, gibt es jetzt zumindest Initiativen von einer Bürgerin und einer Partei, die wie das BLV schreibt, mit „Kreativität den Stadtteil aufwerten“ wollen. Damit sind konkret ein Vorschlag der Linken, die öffentliche Bücherregal aufstellen will, möchte die Vorsitzende der SPD Rönnebeck über einen Bürgerantrag "Grünanlagen in begehbare Gärten umzuwandeln und um Gemüse zu ergänzen". Dabei schwebt ihr das Andernacher Modell einer „Essbaren Stadt“ vor.

Während dieser ältere Antrag, über den der Weser-Kurier bereits vor gut einem Jahr berichtet hat, offenbar nicht mehr im Internet abrufbar ist, sondern jetzt in zwanzig Minuten mündlich vorgestellt werden soll, lässt sich der Antrag der Linken in der üblichen Weise abrufen.

Eine Schwierigkeit bei der Beurteilung dieser Vorschläge dürfte es sein, dass sich kaum abschätzen lässt, wie viele Gärtner oder Leser an diesen Projekten nachhaltig Interesse haben, was für einen Erfolg eine wichtige Voraussetzung ist.

Das müsste in diesem Fall nicht so sein, da vor einiger Zeit die Sozialbehörde eine Einwohnerbefragung durchgeführt hat, über deren Ergebnisse bisher nur wenig bekannt geworden ist. Nicht einmal die üblichen Daten über die Abgrenzung der Grundgesamtheit, also die einbezogenen Straßen, noch über die Größe der Stichprobe wurden gemacht, obwohl die Soziabehörde anhand dieser Daten ein Konzept für das flankierende WiN-Gebiet in Blumenthal entwickeln lassen wollte.

Da es dabei nicht zuletzt auch um die von den Bewohnern wahrgenommenen Infrastrukturdefizite geht, könnten die Ergebnisse dieser Untersuchung, wenn sie denn zur Verfügung stehen, eine gute Grundlage für die jetzt diskutierten Vorschläge sein.

Besser wäre es jedoch zweifellos gewesen, wenn die Sozialbehörde nicht nur andere vernetzen will, sondern versucht hätte, bereits vor der Durchführung der Befragung eine „Vernetzung“ mit den betroffenen Blumenthalern zu erreichen, indem sie das Konzept und den Erhebungsbogen beispielsweise im Beirat zur Diskussion gestellt hätte. In diesem Fall hätte man sicherlich sehr leicht die eine oder andere Frage leicht etwa umformulieren oder eine zusätzliche Antwortkategorie aufnehmen können.

Das hätte zweifellos bessere Aufschlüsse über die tatsächliche Problemsituation erbringen können und nicht nur Ergebnisse, die ohnehin bereits vorher bekannt waren, wie in der diesjährigen Juni-Beiratsdiskussion über die vorgestellten Resultate bemerkt wurde.

Auch bei diesem Mangel an Transparenz stellt sich die Frage nach den Motiven, da in der sozialen Arbeit derartige autoritär anmutende Verhaltensmuster von der herrschenden Pädagogik nicht gerade empfohlen werden.

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RE: Die Folgen senatorischer Intransparenz

#22 von Lola , 08.11.2013 08:17

http://www.weser-kurier.de/index.php?pag...d%2C704406.html

Zitat

Wirtschaftsförderer beim Stammtisch von Blumenthal Aktiv - 08.11.2013
Debatte über Leerstände
Von Ulf Buschmann

Blumenthal. Die Wirtschaftsförderinnen Kathrin Kampe und Iris Geber waren jetzt Gäste des Unternehmerstammtisches von Blumenthal Aktiv. Zumindest für Kathrin Kampe war es ein Heimspiel, denn sie ist in Lüssum aufgewachsen. Im Stadthaus Vegesack ist Kathrin Kampe jeweils mittwochs und freitags als Ansprechpartnerin des Unternehmensservice Bremen tätig. Es ist ein Zusammenschluss von Wirtschaftsförderungsgesellschaft Bremen (WfB), Handel- und Handwerkskammer sowie RKW. Der Hintergrund: Unternehmer sollen jeweils einen Ansprechpartner in allen Belangen haben.
Zitat Ende

Ein Mitglied der Runde,Fritz-Dieter Regendorff, Kassenwart von Blumenthal aktiv, schilderte seinen Eindruck, "dass es im Gewerbegebiet Farge-Ost eine ganze Reihe von Widrigkeiten gebe. Sein Eindruck sei, dass niemand an einer wirklichen Weiterentwicklung des Areals interessiert-und das, obwohl es aureichend Brachfläche gebe

Ja, Herr Regendorff und bald kommt nämlich noch einer hinzu: http://www.dielinke-bremen.de/parlamente...september-2013/

Zitat
Zum Schwerpunktthema, der Verlagerung der Recycling-Station in Farge (Claus-von-Lübken-Straße), war Herr Thomas Katzke vom Senator für Bau, Umwelt und Verkehr anwesend. Er erklärte, dass es in Bremen insgesamt 18 Recyclingstationen mit 17 Millionen Kundenkontakten gäbe. Über die Recyclingstationen würden 60.000 t Abfälle entsorgt bei einer Gesamtabfallmenge von 240.000 t in Bremen. Die Station in Farge sei stark sanierungsbedürftig und nicht mehr zukunftsfähig, sie müsse daher verlegt werden. In Zukunft sollen an den Stationen auch Sperrmüll und große Elektrogeräte angenommen werden können, dafür ist der Platzbedarf dann auch größer. Die zu findende Fläche muss 4000 – 6000 qm groß sein, im Herbst solle die neue Station möglichst eröffnet werden.

Der Ortsamtsleiter stellte wieder seine Idee vor, die Recyclingstation auf dem Gelände des Tennisclubs an der Ecke Kreinsloger/Ermlandstraße anzusiedeln. Dagegen gab es Proteste von Grünen und Linken, die das Gelände aus verkehrstechnischer Sicht ablehnen. An der ohnehin stark befahrenen Straßenecke müssten dann noch eine Einfahrt und eine Ausfahrt gebaut werden, die den durchgehenden Verkehr behindern und zusätzliche Gefahrensituationen schaffen würden. Der Ortsamtsleiter will mit der Ansiedlung dem Tennisverein helfen, der in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten ist.

Auch Herr Katzke fand den vorgeschlagenen Standort nicht passend.
Zitat Ende

Die Entwicklung des ehemaligen BWK-Geländes war auch ein Thema. Die Linie der Wirtschaftsförderung sei eine Mischung aus produzierendem Gewerbe, Dienstleistung und Wohnen möglich machen. Weil das Planungsrecht lange fehlte, kann man die Entwicklung erst jetz vorantreiben.

Die Mühlenstraße war auch ein Thema, aber ob man sie aus ihrem "Dornröschenschlaf" wecken könnte, darüber gingen die Meinungen auseinander.
Die Gewerbetreibenden plädierten jedoch fürdie Öffnung des Marktplatzes.

Warum breitet sich der Recyclinghof denn nicht genau gegenüber auf der Brache aus? Ich schaue heute nochmal wie groß die Fläche ist, die von der Stadt Bremen verkauft werden soll. Der Standort für den Recyclinghof ist doch gut, weil er für alle Ortsteile von Blumenthal gut erreichbar ist.
Bei dem Brachland handelt es sich um eine ehemalige Deponie und das Areal steht schon sehr lange zum Verkauf.

Nur mal so, ganz nebenbei.


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RE: Die Folgen senatorischer Intransparenz

#23 von Lola , 09.11.2013 08:16

..ich schätze ma lganz vorsichtig, aber es könnten bestimmt 15.000 - 20.000 qm Brachland dort sein.

Wer weiß schon warum der Recyclinghof sich nicht dort ausbreiten kann, ob der Grund die ehemalige Deponie ist oder man hofft auf einen größeren Betrieb, der Interesse an einem zusammenhängen Areal hat?

Vielleicht erfahren wir es, vielleicht auch nicht.


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"Der Mensch des Jahres 2013"

#24 von Lola , 31.12.2013 08:28

auf Seite 2 in der Ausgabe "Die Norddeutsche" v. 31.12.2013 stellt Heike Rohde vom OA Blumenthal "ihren Menschen des Jahres 2013" vor.

Jahr für Jahr sorgt Ursula Palme 3 x im Jahr für die Kübelbepflanzung vor dem Ortsamt Blumenthal.

Seit 25 Jahren macht sie diese ehrenamtliche Tätigkeit und fährt obendrein im Sommer täglich hin, um die Blumen zu wässern.
Als irgendwann kein Geld mehr für den Gärtner da war, hat sie diese Tätigkeit übernommen "es soll doch noch ein bisschen was schön sein in Blumenthal".

Sie hat Recht, es sieht schön aus und die Blumenthaler finden das bestimmt auch alle schön.


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"Ausblick auf ein dickes Problem-Paket"

#25 von Lola , 31.12.2013 08:41

http://www.weser-kurier.de/startseite_ar...rid,744298.html

Zitat

Die Nordbremer Beiräte müssen sich 2014 überwiegend um bekannte Sorgenfälle kümmern - 31.12.2013
Ausblick auf ein dickes Problem-Paket
Von Ulf Buschmann

Bremen-Nord. Auf die drei Nordbremer Stadtteilbeiräte wartet im kommenden Jahr ein strammes Programm – geprägt von altbekannten Problemstellungen. Der Bogen reicht vom Tanklager über das Haven Höövt bis zum Heerstraßenzug in Burglesum.

Am Schluss des Betrages heißt es:

Etwas tun soll sich ebenfalls in Blumenthal. Nach Überzeugung von SPD-Beiratssprecher Peter Geis steht das „wirtschaftliche Vorwärtskommen“ im Vordergrund, um „das Gesicht Blumenthals positiv zu verändern“. Die Stellschraube dafür sind für Geis das BWK-Gelände, der Umbau des Bahnhofs und das Gelände der einstigen Maschinenfabrik Dewers, das seit Jahren brach liegt. Geis sagt: „Wir müssen anfangen, für Blumenthal Arbeitsplätze zu schaffen.“

Am Herzen liegt ihm auch die Zukunft des Tanklagers in Farge. Geis ist der Auffassung, dass nicht nur die Bürgerinitiative das Thema vorantreiben müsse. Vielmehr sei hier auch der Beirat gefordert. Peter Geis: „Wir müssen etwas Nachhaltiges schaffen.“ Ähnlich sieht es der Beiratssprecher mit der Entwicklung der Mühlenstraße und der George-Albrecht-Straße. Hier gelte es ebenso am Ball zu bleiben. „Es läuft immer etwas an und dann passiert nichts mehr“, findet Geis.
Zitat Ende

Wie schön, dass durch die Arbeit der Bürgerinitiative endlich ein Umdenken in Sachen Tanklager eingesetzt hat.
Herrn Geis muss man Recht geben, denn es läuft tatsächlich immer etwas an und dann passiert nichts.

Blumenthals WiN-Gebiet

Vergessene Beschlüsse?

#8 von Reinhard , 29.12.2013 19:02


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Wo bleibt der Blumenthaler Beirat?

#26 von Reinhard , 13.01.2014 17:32

Wo bleibt der Blumenthaler Beirat?

Wenn man auf das Jahr 2013 zurückblickt, hat sich vor allem in den letzten Wochen einiges getan, was möglicherweise Blumenthal in den nächsten Jahren verändern wird. Dabei handelt es sich um Maßnahmen, die teilweise überraschend gekommen sind, weil sich auf den betroffenen Bereichen vorher über Jahre hinweg kaum etwas getan hat.

Zu diesen neuen Ansätzen, die an anderen Stellen hier im Forum ausführlicher diskutiert werden, zählen das flankierende WiN-Gebiet Altes Zentrum Blumenthal, der Bolzplatz auf der Bahrsplate und die „Bildungsbrücke“.

Auch wenn diese Projekte inhaltlich sehr unterschiedlich ausgerichtet sind, haben sie eine überraschende eher formale Gemeinsamkeit. Sie entwickeln sich praktisch ohne das Gremium, das in Blumenthal aufgrund seiner Wahl legitime Entscheidungen über öffentliche Belange treffen kann: also ohne den Beirat.

Man sucht so etwa eine Diskussion des Beirats über den Standort des Bolzplatzes und seine Verbindung zu den Schulen und Vereinen vergeblich.

Dasselbe gilt für das WiN-Gebiet, wo nur eine Information über eine Datenauswertung im Beirat vorgetragen wurde, von der die meisten Beiratsmitglieder der Meinung waren, diese bringe nichts Neues. Eine öffentliche Diskussion über die Abgrenzung des WiN-Gebietes, seine Ziele und sein Maßnahmenprogramm steht hingegen noch aus.

Und auch bei der Bildungsbrücke sieht es ähnlich aus, auch wenn hier der aktuelle SPD-Antrag zumindest teilweise den Beirat einschalten will. Definitiv vorgesehen ist hier bisher ein Treffen im Haus der Zukunft, von dem offen ist, welche Legitimation die Teilnehmer haben, um verbindliche Entscheidungen zu treffen.

Wenn man die Aussagen des Beiratssprechers für das neue Jahr gelesen hat, bestehen hier also für den Beirat sehr gute Möglichkeiten, „etwas Nachhaltiges (zu) schaffen.“

Dabei sollte er vor allem darauf achten, dass „nicht immer etwas anläuft und dann nicht mehr passiert“, wie er gegenüber dem Weser-Kurier erklärt hat. Der Beirat müsste sich also als eine Instanz verstehen, die sich nicht nur über die Projekte anderer informiert, sondern auch selbst Initiativen startet und Kontrollen durchführt.

Es bestehen also zumindest prinzipiell für den Beirat und seinen Sprecher sehr gute Möglichkeiten, um aus üblichen guten Vorsätzen für ein neues Jahr tatsächlich eine neue Politik für ein Blumenthal zu machen, das seine Probleme in den Griff bekommt und sich zu einem attraktiven Stadtteil am Rande Bremens entwickelt.

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RE: Wo bleibt der Blumenthaler Beirat?

#27 von fight4yrights , 16.01.2014 06:52

Na, die Frage

Zitat
Wo bleibt der Blumenthaler Beirat?


kann man doch ganz einfach beantworten:
Da, wo er schon immer war....auf der Stelle. Es tut sich herzlich wenig, und dass seit Jahrzehnten.
Aber nun soll ja möglicherweise "frischer Wind" in die SPD Fraktion kommen, da dass für die "Grünen" gewählte Beiratsmitglied Dennis Klingenberg seinen Status als "Fraktionslos" (nach Austritt bei den "Grünen" unter Mitnahme seines Mandates) seine Wechselabsicht in die Partei der "ewig Gestrigen" bekundet hat.
Na, herzlichen Glückwunsch zu diesem Wahlbetrug.
Sail away, dream on.

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"Falsch gebaute Städte......"

#28 von Lola , 27.03.2014 07:40

http://de.wikipedia.org/wiki/St%C3%A4dtebauf%C3%B6rderung

Zitat
Hans Paul Bahrdt, Sozialwissenschaftler:

„Mit falsch gebauten Städten kann man eine Gesellschaft und eine Demokratie genauso ruinieren, wie durch die Einrichtung eines totalitären Regimes.“
Zitat Ende
..............................................................................................................................................................................................

In der heutigen Ausgabe von "Die Norddeutsche" findet man auf Seite 1 eine Gespräch mit Dennis Witthus von "Blumenthal aktiv", der 11 Jahre Vorsitzender war und der die Entwicklung von Blumenthal bis heute miterlebt hat.

https://m.weser-kurier.de/articles/81351...thal-tunund8220

Zitat:
Es gibt ja viele Lippenbekenntnisse zum Standort Blumenthal, denen nur wenige Taten gegenüberstehen. Etwa als das Blumenthal-Center gebaut worden ist, hat man uns vom Bauamt eine „boulevardartige Anbindung“ des neuen Centers an den Marktplatz versprochen. Dahin gehend ist nur leider nichts passiert.

Welche Taten vermissen Sie denn ganz konkret?

Wenn man sieht, dass aus Blumenthal wichtige Behörden abgezogen wurden wie das Meldeamt oder etwa das Jobcenter, das in Vegesack angesiedelt wird, dass viele Ärzte zum Klinikum Nord abgewandert sind, dass zum Thema Marktplatz nichts passiert – dann muss die rot-grüne Koalition zum Thema Blumenthal auch endlich Taten folgen lassen und etwas für strukturelle Verbesserungen im Stadtteil tun.

Die Schließung des Blumenthaler Marktplatzes für den Autoverkehr ärgert Sie noch immer?

Das war der Kardinalfehler, dass der Marktplatz 1991 geschlossen wurde. Das hat dazu geführt, dass sich die Standortbedingungen so weit verschlechtert haben – dass es da so aussieht, wie es aussieht. Ich bin erschrocken darüber, mit welcher Ignoranz diese Zusammenhänge verneint werden. Ich habe schon vor Jahren darauf hingewiesen, dass diesen Leerständen im Blumenthaler Zentrum soziale Probleme folgen werden. Jetzt müssen wir damit klarkommen.

Blumenthal Aktiv hat diesen Prozess in den vergangenen Jahrzehnten begleitet. Wie sah das Engagement der Interessenvertretung aus?

Ich glaube schon, dass wir die Politik im vergangenen Jahrzehnt kritisch begleitet haben und manchem auch auf den Schlips getreten sind. Ich möchte dem noch hinzufügen, dass wir die sozialen Probleme, wie wir sie in Blumenthal haben, kaum mit Sozialarbeitern lösen können. Das geht nur mit Ökonomie, mit Arbeitsplätzen und attraktiven Wohngebieten, die junge Familien in Bremen halten. Damit ist es auch besonders entscheidend, was auf dem BWK-Gelände passiert.
Zitat Ende

Was hat das Bauamt damals bewogen den Ortskern Blumenthals so zu gestalten bzw. zu genehmigen, so wie sich z.B. der tote Marktplatz heute zeigt, mit dem verwaisten Kern Blumenthals, kurz gesagt: die unendliche Tristesse?

Hatte man zu der Zeit keine Stadtplaner beim Bauamt?
Gibt es über diese Maßnahmen Studien oder Gutachten?
Oder hat sich das nur irgendwer einfach mal so ausgedacht, dass es ganz schön wäre einen Marktplatz zu haben mit einem Brunnen?

Ein ganz dicker Hemmschuh zur positiven Entwicklung dürfte diese Thematik sein: http://blumenthal-zeitung.blogspot.de/20...ngsanlagen.html

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RE: "Falsch gebaute Städte......"

#29 von Lola , 01.06.2014 08:07

http://www.dielinke-bremen.de/parlamente...uer-blumenthal/


Im Jahr 2010 wurde ein Masterplan erstellt, das ist jetzt 4 Jahre her!

In Bremen wird auch gern ein "runder Tisch" gebildet an dem Probleme gelöst werden sollen.

In Blumenthal gibt es viele engagierte Bürger die daran arbeiten, dass es in Blumenthal wieder aufwärts geht und der "Knoten" irgendwann platzt.
Dazu bedarf es aber einer tatkräftigen Mitwirkung von Politik und Verwaltung, die von den Bürgern als ihre Vertreter demokratisch gewählt wurden.

Wie ist es möglich, dass in einem Stadtteil wie Blumenthal sich Probleme derart ballen, wie ich es als Bürgerin fast täglich erlebe.

Im nächsten Jahr ist wieder Bürgerschaftswahl, aber welche Partei soll ich wählen?
Welcher Partei traue ich zu, dass sie diese Probleme, die man hier schon viele Jahre immer vor sich her schiebt, wirklich stemmen kann?

Nehmen wir z.B. das Thema Müllverbrennung:

Zitat aus o.a. Link:
Der Geschäftsführer der Sondermüllverbrennungsanlagen betonte, dass seine Firma ja Bestandsschutz habe. Ja hat sie, weil der Bremer Umweltsenator nämlich gelogen hat. Bei den aufwendigen Erörterungsverfahren um die Genehmigung der Müllverbrennungsanlagen wurde von der Bevölkerung mehrfach die Befürchtung geäußert „Dann ist die Wollkämmerei irgendwann weg und die Müllverbrennungsanlagen haben wir hier“. Das würde nie passieren, beruhigten Vertreter des Bausenators und des Gewerbeaufsichtsamtes, die sich auch heute noch in Amt und Würden befinden. Wenn die BWK aufgegeben würde, würden die Genehmigungen neu überprüft, die wären eng an den Betrieb der BWK gekoppelt und würden alleine nicht weiterexisitiren.
Zitat Ende

Vielleicht sollte sich der Gesetzgeber einmal überlegen, dass möglicherweise leichtfertige Versprechungen von Politikern, rechtliche Konsequenzen haben sollten.
Unter Vollkaufleuten gilt übrigens auch das gesprochene Wort, das nur mal so nebenbei. Obwohl es auch in diesem Bereich häufig kaum noch eine Hemmschwelle gibt.


Möglicherweise würden dann Versprechungen von Politikern, die zum Nachteil der Bürger sind, in Zukunft seltener gemacht werden.

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RE: "Falsch gebaute Städte......"

#30 von Lola2 , 08.08.2014 10:10

Kürzlich habe ich einen Beitrag in einer Zeitung für Bremen-Nord gelesen indem Bürger aus Blumenthal sich zu Wort gemeldet haben, wie schön es in Blumenthal ist. Vermißt habe ich allerdings die Erwähnung was sie besonders schön finden.

Wenn jemand in Oberneuland seine gemütliche Eigentumswohnung verkauft hat, der kann sich für den Erlös in Blumenthal mindestens ein 2-Fam.-Haus kaufen.
Zur Immobilienentwicklung gibt es heute einen interessanten Bericht in der Ausgabe "Die Norddeutsche"

http://www.weser-kurier.de/bremen/stadtt...rid,916226.html

Die Lage bestimmt den Preis!

Mit Lobhudelei kann man leider keine Probleme bewältigen. Wenn man das könnte,dann würde ich heute noch mit einem Transparent durch die Straßen laufen und zu einem Treffen um 15.00 Uhr auf dem Blumenthaler Marktplatz zum "Lobhudeln" aufrufen. Ich wette, der Marktplatz würde aus allen Nähten platzen.

Es gehört schon Mut dazu Kritik öffentlich zu äußern und da verweise ich u.a. auf Dennis Witthus, der sich in folgendem zitierten Beitrag äußerte.

"Es sieht schlecht aus" #13 von Lola , 02.10.2013 14:46 Blumenthal-Offensive tritt auf der Stelle

Vor Problemen die Augen verschließen hilft leider nicht. Wenn es helfen würde, dann würde ich garantiert mitmachen.

..und so habe ich mich entschieden, zusammen mit anderen Usern, den ungeliebten Part der Kritiker zu übernehmen.
Wenn die "Lobhudeler" die Threads lesen würden, dann würden sie auch feststellen, dass sehr viele Lösungen aufgezeichnet wurden, denn

Kritik ist nicht gleich Kritik
.


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zuletzt bearbeitet 08.08.2014 | Top

   

1. April 2016: Rücktritt des OAL
Konflikt zwischen Balz, Beirat und Ortsamt

Burg Blomendal (Quelle: wikipedia)
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