Kraftwerk Farge (Quelle: wikipedia)

RE: Gasöl und Kerosin: JETAI, F34 und F44 und das "Geschenk" an die Bürger

#16 von Lola2 , 03.10.2014 09:03

.....Korrosion.....

Warum hat man sich an verantwortlicher Stelle in Bremen, mit diesem Thema nicht schon längst ernsthaft beschäftigt?

http://de.wikipedia.org/wiki/Grundwasser
Zitat
Gefahren für das Grundwasser und Grundwasserschutz
Das Grundwasser ist in der Wasserrahmenrichtlinie der EU als Schutzgut eingestuft. Gleichzeitig soll bis 2015 ein guter chemischer und physikalischer Zustand erreicht werden.[3] Somit kommt dem Grundwasserschutz europaweit eine hohe Priorität zu. Aus diesem Grund wird das Grundwasser behördlich, mit Hilfe von Grundwassermessstellen überwacht.

Menschliche Aktivitäten können sich qualitativ und quantitativ negativ auf das Grundwasser auswirken.

In Deutschland sind mengenmäßige Engpässe durch übermäßige Grundwasserentnahme nur lokal von Bedeutung. In semiariden oder ariden Regionen mit geringer Grundwasserneubildung führt eine übermäßige Entnahme von Grundwasser zu einer großflächigen Absenkung der Grundwasseroberfläche und zu entsprechenden Umweltschäden. Bei grobem Verstoß gegen geltende Gesetze wird oftmals ein Strafverfahren gegen sogenannte Umweltsünder eingeleitet.

Gefahren für die Grundwasserbeschaffenheit sind beispielsweise die Deposition und Bodenpassage von Luftschadstoffen, die übermäßige Ausbringung von Dünge- und Pflanzenschutzmitteln durch die Landwirtschaft oder hochkonzentrierte Schadstofffahnen aus Altlasten.

Der pflegende (kurative) und wiederherstellende (sanierende) Grundwasserschutz hat daher eine wichtige Bedeutung im Umweltschutz. Zum vorbeugenden Grundwasserschutz zählt die Ausweisung von Wasserschutzgebieten im Einzugsgebiet von Wasserwerken. Die Sanierung von Grundwasserschäden ist meist teuer und zeitaufwändig.

http://de.wikipedia.org/wiki/Altlast
Zitat

Altlast
Der umgangssprachliche Begriff Altlast bezeichnet einen abgrenzbaren Teil der Erdoberfläche, der infolge früherer menschlicher Tätigkeiten gesundheits- oder umweltschädliche Veränderungen des Bodens oder des Grundwassers aufweist, wodurch die durch Rechtsnormen geschützte Mindestqualität nicht mehr gegeben ist. Im übertragenen Sinne wird der Begriff auch manchmal allgemein für ein seit langer Zeit ungelöstes Problem oder eine nicht erledigte Aufgabe verwendet.

Schadstoffe aus Altlasten können auf verschiedenen Wegen zum Menschen gelangen und dadurch seine Gesundheit oder gar sein Leben gefährden. Für Deutschland gelten die Grenzwerte laut Bundes-Bodenschutz- und Altlastenverordnung (kurz: Bundes-Bodenschutzverordnung) für folgende Wirkungspfade

1. Wirkungspfad Boden und Grundwasser → Aus dem Grundwasser wird Trinkwasser gewonnen und es speist sich das Oberflächenwasser
2. Wirkungspfad Boden und Nutzpflanze → Die Nutzpflanzen nehmen die Schadstoffe über die Wurzeln auf und speichern sie in Knollen (Kartoffeln, Rüben) oder Blättern (bei Salat, Spinat, Kohl). Früchte und Blätter werden durch aufgewirbelten Staub kontaminiert
3. Wirkungspfad Boden → Menschen kommen in Kontakt mit kontaminiertem Erdreich oder nehmen die Schadstoffe über die Lunge (Staub in der Luft), die Haut (Gartenarbeiten) oder den Magen-Darm-Trakt (Kleinkinder, die Erde essen) auf.

Gefahren durch Grundwasser für den Menschen

Normalerweise geht von Grundwasser keine direkte Gefahr für den Menschen (wie zum Beispiel bei unmittelbar benachbarter magmatischer Aktivität, siehe phreatomagmatische Explosion) aus. Es kommt jedoch gelegentlich zu Überschwemmungen und Unterspülungen durch austretendes Grundwasser.[4] Eine tödliche Gefahr stellt eintretendes Grundwasser beim Tunnelbau dar. Grundwasser kann Beton und die Stahlbewehrung angreifen. Deshalb muss grundsätzlich dort, wo Betonteile mit Wasser in Berührung kommen können, eine Grundwasserprobe entnommen werden, die gemäß DIN 4030 auf Betonaggressivität untersucht werden muss.
Zitat Ende


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RE: Gasöl und Kerosin: JETAI, F34 und F44 und das "Geschenk" an die Bürger

#17 von Lola2 , 03.10.2014 09:32

http://de.wikipedia.org/wiki/Grundwasser
Zitat

Bauwesen

Grundwasser, im Bauwesen auch als Druckwasser bezeichnet, stellt besonders im Tiefbau ein Problem dar, wenn wechselnde, in den Baubereich reichende Grundwasserstände nicht beachtet werden oder wenn bewusst ins Grundwasser gebaut wird, das dann in die Baugrube beziehungsweise das Bauwerk drückt. Eine auf wasserundurchlässigem Beton basierende und damit grundwasserfeste Bauweise von Kellern und sonstigen Bauwerken wird als Weiße Wanne bezeichnet.[6][7]
Zitat Ende

Hat es zur Zeit, als das Tanklager gebaut wurde " wasserundurchlässigen Beton" gegeben?

https://www.beton.org//wissen/beton-bautechnik/weisse-wanne/

In Blumenthal wurde immer wieder betont, dass die Stahltanks mit einer Betonummantelung noch gesichert wurden.

War die Betonummantelung der Schutz gegen Korrosion oder ein Schutz gegen den Druck, damit ein leerer Tank nicht vom Erdreich zusammengedrückt werden kann?

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RE: Gasöl und Kerosin: JETAI, F34 und F44 und das "Geschenk" an die Bürger

#18 von Lola2 , 03.10.2014 10:15

http://www.altmayerbtd.de/e/download/beh..._09_11klein.pdf

Zitat
Stahltank unterirdisch
GARANTA
Dieses Tank-System vereinigt die Stabilität des Stahls mit der
absoluten Korrosionssicherheit des Kunststoffs. Das Ergebnis
ist ein unterirdischer Langzeittank für Heizöl und Dieselkraft-
stoff mit dem vollkommenen Schutz gegen Außen- und In-
nenkorrosion. Der GARANTA erhält eine Außenisolierung aus
Epoxidharz. Innen ist der Tank an der Behältersohle mit einer
Epoxid-Kunstharzschicht geschützt. Eine
Langzeit-Garantie
von 20 Jahren
gegen Schäden durch Innen- und Außenkorro-
sion unterstreicht diese hervorragende Behälterkonzeption.
UNIT
UNIT ist ein kompletter Heizöllagertank, der ideal in Hin-
blick auf Technik, Sicherheit und Effizienz ist. UNIT-Tanks
sind zylindrische Lagerbehälter aus Stahl nach DIN 6608/2
in den Größen 3.000 bis 60.000 Liter Inhalt. Die Behälter
werden in drei Versionen angeboten STANDARD, TOP
und GARANTA. UNIT-Tanks werden mit aufgeschweiß-
ten Domschächten, mit verzinkten Schachtabdeckungen
begehbar oder befahrbar ausgerüstet. Leckanzeiger und
Grenzwertgeber gehören zum Lieferumfang. Die erforder-
lichen Armaturenteile werden im Werk vormontiert. Auf der
Baustelle müssen lediglich die Leitungen zum und vom
Haus verlegt und montiert werden. Die bauseitigen Mon-
tagekosten werden dadurch auf ein Minimum reduziert.

TOP
TOP bezeichnet einen Heizöl- oder Dieseltank
mit spezieller Auskleidung im Bodenbereich.
Heizöl enthält aggressive Fremdstoffe, die den
Stahl angreifen und durch Lochfraßkorrosion
zerstören können. Der gefährdete Bereich ist
vor allem die Behältersohle, weil sich dort der
aggressive „Ölsumpf“ bilden kann. Der altmay-
erBTD-TOP-Tank ist hier mit einer zusätzlichen
Kunststoffschicht geschützt. Wir geben auf die-
sen Tank eine
Gewährleistung von 10 Jahren
gegen Schäden durch Innenkorrosion.


Stahltank unterirdisch
GARANTA

Dieses Tank-System vereinigt die Stabilität des Stahls mit der
absoluten Korrosionssicherheit des Kunststoffs. Das Ergebnis
ist ein unterirdischer Langzeittank für Heizöl und Dieselkraft-
stoff mit dem vollkommenen Schutz gegen Außen- und In-
nenkorrosion. Der GARANTA erhält eine Außenisolierung aus
Epoxidharz. Innen ist der Tank an der Behältersohle mit einer
Epoxid-Kunstharzschicht geschützt. Eine
Langzeit-Garantie
von 20 Jahren
gegen Schäden durch Innen- und Außenkorro-
sion unterstreicht diese hervorragende Behälterkonzeption

Zitat Ende

Ich denke wenn man sich als Laie mit dem Thema Korrosion näher beschäftigt, kommt man zu dem Schluss, dass das Tanklager nicht sicher sein kann und überhaupt kein " Recht auf Bestandsschutz" mehr bestehen kann.

Das Thema Korrosion ist so wichtig, dass Konzerne wie z.B. ThyssenKrupp Forschungsaufträge vergeben.

Wenn ein 80-Jahre altes unterirdisches Tanklager vor Gefahren wie Korrosion von Innen und von Außen so geschützt und sicher wäre, dann würden Firmen nicht Gelder in Forschungsaufträgen investieren um ihre Produkte auf den neuesten Stand der Technik zu bringen.

Von daher waren m.M. nach "Beruhigungspillen" an die gefährdete Bevölkerung zu verteilen, höchst fragwürdig und als Bürgerin die quasi auf dieser Schadstofffahne "hocken muss", frage ich mich inzwischen ob es monetäre Gründe waren, das diese "Altlast" von den verantwortlichen involvierten Personen und Firmen sozusagen ausgesessen wurde?


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zuletzt bearbeitet 03.10.2014 | Top

RE: Gasöl und Kerosin: JETAI, F34 und F44 und das "Geschenk" an die Bürger

#19 von Lola2 , 03.10.2014 10:58

...abschließend zu meinen vorigen Beiträgen von heute möchte ich nur noch hinzufügen:
Eine Staatsanwaltschaft die vor diesem Hintergrund "die Ermittlungen aus Gründen der Verjährung einstellt", macht mir schlichtweg Angst.

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Mehr Angst

#20 von Reinhard , 03.10.2014 13:06

Mehr Angst können zwei andere Institutionen machen, die für die Sicherheit des Tanklagers verantwortlich waren und sind.

Die Staatsanwaltschaft kann nur unter Berücksichtigung der Verjährungsfristen ermitteln, da kein deutsches Gericht den Fall sonst behandeln würde. Man könnte und müsste sonst der Staatsanwaltschaft die Verschwendung von Steuergeldern vorwerfen.

Da sieht für den Eigentümer, den Bund, und die Bremer Gewerbeaufsicht anders aus. Vor allem das Bremer Gewerbeaufsichtsamt, das dem Gesundheitssenator untersteht, sollte endlich seine Karten auf den Tisch legen und die Prüfberichte veröffentlichen, die angeblich eine Betriebsgenehmigung für die Altanlage in Farge in all den Jahren gerechtfertigt haben.


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