Kraftwerk Farge (Quelle: wikipedia)

RE: "Grüne wollen Aus für Tanklager"

#46 von Lola , 29.10.2013 08:06

..ich möchte etwas nicht unerwähnt lassen:

Die Sprecherin der Bürgerinitiative hat sich nicht "die Wurst vom Brot nehmen" lassen und erntete für ihren Beitrag sehr starken Beifall, der einige Sekunden später auch vielleicht zu "standing ovations"" geführt hätte.
Der Zeitplan mußte aber eingehalten werden


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RE: "Grüne wollen Aus für Tanklager"

#47 von Lola , 29.10.2013 08:39

..ich war nicht in der falschen Veranstaltung!

www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&s....53899372,d.bGE

Zitat
Ein wichtiger Punkt des Abend: Dr. Maike Schäfer von Bündnis 90/Die Grünen konnte verkünden, daß sich die Bürgerschaftsfraktion einstimmig gegen einen weiteren Tanklagerbetrieb ausgesprochen hat – Umweltsenator Dr. Lohse kam dies trotz mehrfacher Aufforderung leider nicht über die Lippen!
Zitat Ende


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RE: "Grüne wollen Aus für Tanklager"

#48 von Reinhard , 30.10.2013 09:58

Den kurzen Bericht über die Ausschusssitzung von "buten und binnen" kann man inzwischen im Internet abrufen. Dort ist u.a. auch die Position von Frau Dr. Schaefer festgehalten.


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RE: "Grüne wollen Aus für Tanklager"

#49 von Reinhard , 31.10.2013 16:09

Nach der heutigen Diskussion im Nordwestradio scheinen sich die Postionen zwischen den Grünen und ihrem Senator inzwischen angenähert zu haben. Für die Vertreterin der Umweltbehörde sind sie bestenfalls "minimal", da alle eine Stilllegung unterstützen würden.

Problematisch ist hingegen eine Auskunft, die das Nordwestradio von der BimA erhalten hat. Danach soll es wieder "ernsthafte Interessenten" für einen Kauf des Tanklagers geben. Für diesen Fall hat der Landkreis Schwanewede erneut einen baurechtlich begründeten Bescheid gegen den Bund angekündigt, wenn die Rückbauverpflichtung nicht sicher geregelt ist.

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Risikofaktor Mensch

#50 von Reinhard , 01.11.2013 17:55

Risikofaktor Mensch

Auch wenn nach der jüngsten Meldung, die Verhandlungen der BimA über eine endgültige Aufgabe des Tanklagers Farge ankündigt, einige Beobachtungen an Brisanz verloren haben, dürften die folgenden Anmerkungen zu der Gesprächsrunde beim Nordwestradio ihre Bedeutung etwa im Hinblick auf die kommenden Gespräche nicht ganz verloren haben.

Unter den Interviewten konnte man bei den Entscheidungsträgern aus Bremen nicht nur sachliche Argumente hören, sondern es war auch viel Psychologisches im Spiel. Obwohl, wie von Seiten der Bürgerinitiative erklärt wurde, „Tausende“ Grundstücke gefährdet sind, das Grundwasser akut bedroht ist und die Kinder in Farge eine KiTa besuchen müssen, die auf einem Pulverfass steht, kann es neben dem Tanklager daher noch einen menschlichen Risikofaktor geben.

So wusste die Abteilungsleiterin im Umweltressort zu berichten, dass dem Senator offensichtlich eine Liebeserklärung für ein Farge ohne Tanklager nur sehr schwer über die Lippen kommt. Sie selbst scheint sehr auf ihren engen Aufgabenbereich fixiert zu sein, da sie über die Entsorgung der im Tanklager abgeschöpften Substrate keine genauen Angaben machen konnte. Sie kommen nach ihren Angaben entweder auf eine Deponie oder werden verbrannt, wobei sie sich nur sicher war, dass alles ordnungsgemäß abläuft. Von einer ganzheitlichen Sicht der Schadstoffentsorgung kann also trotz aller Vernetzungen in den Behörden offenbar keine Rede sein.

Der Quasi-Bürgermeister von Blumenthal scheint vor allem die sonnigen Seiten zu sehen, da für ihn diese Gemenge aus BTEX, MTBE, Benzol, PAK etc. Wertstoffe mit einem entsprechen Preis darstellen und TanQuid als Tanklagerbetreiber gut verdient hat, wobei er nicht erwähnte, ob dabei Abschreibungen für die Anlage sowie Rückstellungen für Sanierungsrisiken und einen Rückbau der Anlage eingerechnet wurden. Möglicherweise waren es also wir Steuerzahler, die für diese Gewinne gesorgt haben, die aber in Zukunft bei einem Eigentümer, der z.B. auch die Rückbauauflagen erfüllen muss, nicht mehr zu erwarten wären.

Ohnehin scheint man sich für präzise Zahlen nicht besonders zu interessieren, da die präziseste Angabe zu den Sanierungs- und Rückbaukosten „Millionen“ lautete.

Ebenfalls gemeinsam waren die Gefühle der Machtlosigkeit gegenüber „Berlin, wo letztlich entschieden wird“, der Bundeswehr und der Staatsanwaltschaft. So hat offensichtlich niemand an einen Kontakt zu den BimaA-Vertetern gedacht, die das bei einem ersten vom SPD-MdB vermittelten Gespräch in Vegesack angeboten hatten, an ein gerichtliches Vorgehen gegen unberechtigte Geheimhaltungsansprüche der Bundeswehr für ein nicht mehr militärisch genutztes Areal wie das Tanklager Farge oder auch nur an einen Anruf bei der Staatsanwaltschaft, um sich dort nach einem Rückgabetermin für beschlagnahmte Akten zu erkundigen.

Wenn man den Vertretern der Bürgerinitiative Hysterie vorwirft, sollte man vielleicht zunächst an das biblische Sprichwort denken, nach dem man nicht nur den Splitter im Auge des anderen sehen soll.


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"Am besten kompletter Rückbau"

#51 von Lola , 02.11.2013 06:39

http://www.weser-kurier.de/startseite_ar...rid,699805.html

Zitat
Blumenthaler Stimmen zum möglichen Aus für das Tanklager Farge - 02.11.2013
Am besten kompletter Rückbau
Von Albrecht-Joachim Bahr

Blumenthal. Eine zivile Nachnutzung des Tanklagers der Bundeswehr in Farge scheint vom Tisch. Wie berichtet, signalisiert der Bund in einem Schreiben an die Bremische Finanzbehörde, dass es auf absehbare Zeit keine Verkaufsperspektive für das 300 Hektar große Areal gibt. Bremen möge deshalb drei Varianten einer Schließung prüfen: Einmottung, Teilabriss oder komplette Entfernung.
Zitat Ende

Zu einer lückenlosen Aufklärung gehört für meine Begriffe auch, dass man den Bürgern mitteilt, wie die Sanierung finanziert werden soll.

Nachdem das Tanklager 1993 vollständig privatisiert wurde- ..was war vor 20 Jahren? - 1993

gibt es da Sicherheiten, in Form von Rückstellungen? Dieser Punkt wurde von @Reinhard im vorangegangenen Beitrag schon angesprochen, denn lt. Info des OAL hat der letzte Betreiber TanQuid "gut verdient".

Sobald man genaue Angebote vorliegen hat kann man die gebildeten Rückstellungen dagegen rechnen.
Sollten jedoch die gebildeten Rückstellungen nicht ausreichen um die Sanierung zu finanzieren und es werden Steuergelder benötigt, hat dann nicht der Bürger das Recht auf Transparenz?

Bei aller Freude über eine mögliche Schließung des Tanklagers darf die Akte auf keinen Fall geschlossen werden,
denn das Zauberwort sollte "Transparenz" heißen.


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RE: "ob das Umweltamt oder die Aufsichtsbehörden schon etwas gemerkt haben?"

#52 von Lola , 02.12.2013 18:51

http://tanklagerfarge.wordpress.com/

Zitat
Momentaner Höhepunkt ist die Entdeckung einer Anwohnerin, die am 21.11. Augenzeugin einer einem Geysir ähnlichen Ausblasung aus einer Pipeline auf dem Tanklager-Gelände wurde. Um ungefährlichen Wasserdampf dürfte es sich nicht gehandelt haben, da sich direkt danach ein scharfer Benzingeruch ausbreitete.
Zitat Ende


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RE:"Bürger werden zu Tanklager-Profis"

#53 von Lola , 05.12.2013 08:10

....so lautet die Überschrift des Beitrags in der heutigen Ausgabe "Die Norddeutsche".

Es wurde den Besuchern der 10.Anwohnerversammlung an technischen Zeichnungen und Fotos die Funktion des Tanklagers näher gebracht.
Es wurde auf Risiken hingewiesen die z.B. die Metallverbindung aus Nieten darstellt, auch hielt man damals das Gelände von seiner Geologie her geeignet, was aber ein Trugschluss war. Man wußte noch nicht, "das die leichteren Öldestillate der Treibstoffe auch die Ton-und Geschiebelehmschicht bis zum Grundwasser durchdringen".
Von den genieteten Metallverbindungen der Tanks wurde ein Vergleich zum Untergang der Titanic gezogen.
Die techn. Erklärungen waren allesamt sehr beeindruckend.

Es wurde auch ein Bild gezeigt, dass kürzlich von einer Anwohnerin aufgenommen wurde und es zeigt einen Geysir aus weißem Dampf und es wurde von einem Benzingeruch berichtet. Die BI berichtete, dass auf alle Nachfragen zu diesem Vorfall keine Antwort gekommen. Eine Strafanzeige wurde von der Anwohnerin nicht gestellt.

Einer der Referenten der BI hat in einem Bürgerantrag über das Ortsamt angefragt, ob man eine Gefährdung der Schüler in der Oberschule Sandwehen ausschließen könne. Eine junge Frau meldete sich zu Wort und berichtete, dass sie sechs Jahre an der Schule war und dass es im Sommer auf dem Schulhof zeitweise wie auf einer Tankstelle roch.

Es wurde auch über den Ölunfall in Etzel gesprochen und wie stark sich die Medien und Politik diesem Thema widmeten.
40 Kubikmeter Rohöl seien binnen 24 Stunden ausgelaufen und hätte Oberflächengewässer auf einer Länge von 6,2 km verunreinigt.

In Farge geht man davon aus, dass durch mehrere Unfälle 9.500 Kubikmeter das Erdreich und Grundwasser verseucht haben. Lt.BI enspricht das einer Menge die 2375 mal sogroß ist wie in Etzel."Bloß haben wir nicht jeden Tag die Politiker am Zaun, sondern bekommen statt Hilfe nur Lippenbekenntnisse".

Eines ist jedenfalls sicher, als Besucher gehe ich jedesmal nach einer Anwohnerveranstaltung mit größeren Kenntnissen über das Tanklager nach Hause und bin inzwischen in der Lage, die Beschwichtigungen seitens der Politik richtig einzuordnen.

Als Anwohnerin gewinne ich immer mehr Kenntnisse was sich hinter dem Zaun mit den Schildern "Militärischer Bereich" befindet:

....Ein Konstrukt aus längst vergangenen Zeiten, das über eine Beteiligung zum Konzern der I.G.Farben AG gehörte.....

...der zwar mittlerweile liquidiert ist, dennoch werden die Bürger noch in Jahrzehnten mit den Hinterlassenschaften konfrontiert werden.


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"Weitere Bohrungen im Farger Grund"

#54 von Lola , 19.12.2013 08:36

http://www.weser-kurier.de/startseite_ar...rid,737758.html

Zitat Ende
Heute Tanklager-Debatte in der Umweltdeputation - 19.12.2013
Weitere Bohrungen im Farger Grund
Von Michael Brandt

Farge. Die Hinterlassenschaften des Tanklager-Betriebs in Farge beschäftigen weiter die Politik. Heute legt die Verwaltung der Umweltdeputation einen mehrseitigen Bericht vor. Grundaussage erneut: für das Grundwasser in Blumenthal bestehe keine erkennbare Gefahr.

Zitat Ende

Die Bürgerinitiative hat da allerdings eine andere Meinung.


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RE: "Weitere Bohrungen im Farger Grund"

#55 von Reinhard , 19.12.2013 10:04

Die Vorlage "Boden- und Grundwasserkontaminationen auf dem Gelände des Tanklagers in Bremen-Farge", auf der der W-K-Artikel beruht, lässt sich hier im Internet abrufen.

Wichtig ist dabei der Hinweis auf den „7. Sachstandsbericht“ zur Grundwasserverunreinigung am Verladebahnhof II mit den aktuellen Untersuchungsergebnissen, der sich zurzeit noch in der Bearbeitung befindet und voraussichtlich Ende 2013 auf der Internetseite des Umweltressorts veröffentlicht werden soll.

Wenn sich das Umweltressort trotz der begrenzten Zahl von Arbeitstagen an seinen Zeitplan hält, muss man also nicht mehr sehr lange warten, um neue offizielle Messdaten zu erhalten.


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RE: "Weitere Bohrungen im Farger Grund"

#56 von Reinhard II ( Gast ) , 21.12.2013 11:43

Am 10. Dezember 2013 hat sich der Tag gejährt, an dem innerhalb einer öffentlichen Blumenthaler Beiratssitzung seitens des Umweltamtes die Kontamination des Farger Grundwassers bekannt wurde und bei der Bevölkerung ein Entsetzen auslöste.
Als logische Folge formierte sich die Bürgerinitiative.
Weitere Untersuchungen zeigten, dass das wahre Ausmaß der Umweltkatastrophe noch gar nicht erforscht war, und im Laufe des Jahres 2013 wurde mehrfach die Warnung vor einer privaten Grundwasserentnahme auf zusätzliche Areale erweitert, bis hin zum Aufstellen von Verbotsschildern.
Parallel dazu erschien im Sommer der Grundwasser-Güte-Bericht 2013 für das Land Bremen, der aussagt, dass das Grundwasser und somit das Trinkwasser gut sei und unbedenklich.
Lügt hier jemand? Nein! Der Begriff „Grundwasser“ wird nur in unterschiedlichen Bedeutungen angewandt je nach Verwendungszweck.
Vor weiteren Diskussionen oder gar Entscheidungen wäre es sinnvoll, sich mit den Behörden auf eine einheitliche deutsche Sprache zu einigen.

In Ermangelung einer besseren Ausdrucksweise unterscheide ich in
- Grundwasser im Abstrom des Tanklagers und in
- Grundwasser zur Gewinnung von Trinkwasser.

Die erste Definition sorgt für Krankheit und Tod,
die zweite für Gesundheit und Leben.

Um die Bevölkerung in Sicherheit zu wiegen, sprechen die Behörden nur von der zweiten Definition. Diese betrifft ca. eine halbe Mio Bremer Bürger.

Die erste Definition bezieht sich "nur" auf ca. 20000 Menschen.
Und das Problem erledigt sich in den nächsten Jahrzehnten von selbst!

Reinhard II

RE: "Weitere Bohrungen im Farger Grund"

#57 von Reinhard II ( Gast ) , 21.12.2013 15:43

Zusatz:
Auch die Behörden müssen bei ihrer Arbeit Prioritäten setzen!

Reinhard II

Recherchen über Korrosion von Stahltanks

#58 von Lola , 04.01.2014 04:37

Nachdem nun leider mein Versuch fehlgeschlagen ist und ich keine Antwort auf meine Mail von der heutigen Fa. Tesch Wifo Tanklager-Farge
bekommen habe, bin ich zu dem Entschluss gekommen, in dieser Richtung nicht mehr zu recherchieren, denn das ist vergeudete Zeit.

Es kann auch nicht die Aufgabe einzelner Bürger sein,den Job von gut bezahlten Beamten des Umweltamtes oder des Gewerbeaufsichtsamtes zu erledigen.
Dieser Umweltschaden in Farge und Rönnebeck ist von einem solch gigantischem Ausmass, dass absolute Transparenz sich für die Bürger von selbst vesteht. Die zuständigen Ämter sehen das wohl anders.
Es gibt Möglichkeiten herauszufinden wie dick die Wandstärke der Tanks ist und ob es Risse gibt. Außerdem läßt sich mit den heutigen technischen Möglichkeiten prüfen, ob es Korrosionsschäden von innen gibt.

Aus verlässlicher Quelle wurde mir mitgeteilt, dass Ende der 90iger-Jahre viele Tanklager zurückgebaut wurden und es gab keines wo der Boden nicht kontaminiert war.
Bei dem Rückbau der vielen Tanklager müssen auch Erkenntnisse über den Korrossionsgrad der Tanks in Abhängigkeit ihrer Nutzungsdauer bekannt geworden sein. Die Ergebnisse könnten dem Bundesumweltamt vorliegen.

Dem Bundesamt für Materialforschung und -prüfung in Berlin-Dahlem (BAM) und /oder der Physikalischen Prüfanstalt in Braunschweig sollten exakte Kenntnisse in Sachen Lebensdauer für Treibstofftanks vorhanden sein. Tankstellen gibt es in Deutschland ja wohl genügend.

Eine Anfrage dort ist übrigens nicht kostenlos.
Vielleicht hat man ja aus Gründen der Sparsamkeit keine Anfrage gestellt, weil Bremen so klamm ist.


http://www.google.com/patents/DE102009059036B4?cl=de

http://de.wikipedia.org/wiki/Tank_%28Beh%C3%A4lter%29
Zitat
Ölschlamm

Trotz der hohen Qualität von Markenheizölen kann nicht verhindert werden, dass sich nach einer gewissen Zeit auf dem Tankboden durch Sedimentation Paraffine, Rost und Sand (anorganische Bestandteile der Rohöle) schädliche Ablagerungen bilden. Diese Ablagerung, der sogenannte „Gatsch“, enthält neben den oben beschriebenen Bestandteilen auch Komponenten aus dem Rohöl. Problematisch sind hier besonders die Anteile an Benzol und anderen leichtflüchtigen Kohlenwasserstoffen. Bei Stahltanks kann das sogar zur Durchrostung führen. Auch in Privathaushalten ist eine rechtzeitige Tankreinigung anzuraten. Besonders, wenn der Tank häufig fast leergefahren wird, kann angesaugter Ölschlamm Störungen (zugesetzter Ölfilter) verursachen, die den Ausfall der Heizungsanlage zur Folge haben.
Zitat Ende


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Versprochen und gebrochen

#59 von Reinhard , 04.01.2014 11:43

Versprochen und gebrochen

Eine nicht eingehaltene Ankündigung ist zwar keine „verschwiegene“ Nachricht, wie sie hier der Thread-Titel ankündigt. Dennoch werden Fragen aufgeworfen, wenn ein in Aussicht gestelltes Gutachten innerhalb einer angegebenen Frist nicht zur Verfügung steht.

Dieser Fall liegt aktuell beim 7. Sachstandsbericht zum Bereich Verladebahnhof II vor, dessen Veröffentlichung das Umweltressort noch für das letzte Jahr angekündigt hatte.

Trotzdem lässt sich dieser Bericht immer noch nicht auf der Webseite der Umweltbehörde abrufen.

Da der Grund für das ausstehende Gutachten offenbar keine fehlenden Messungen sind und vermutlich auch keine persönlichen Ursachen beim vorgesehenen Gutachter vorliegen, müssen andere Gründe vermutet werden. Dabei liegt es nahe, dass sich die Entscheidungsträger nicht bei besonders positiven Messergebnissen den Kopf so lange zerbrechen, dass deswegen ein Termin, der zuvor den Umweltdeputierten mitgeteilt wurde, nicht eingehalten werden kann.

Da stellen sich vielmehr ganz andere Fragen:

Kam es zu unerwartet negativen und bedrohlichen Messdaten?

Waren die Ergebnisse für den „Erfolg“ der bisherigen Sanierungsmaßnahmen ernüchternd?

Sind die Wohngebiete und die Trinkwassergewinnung stärker gefährdet als es von der Umweltbehörde bisher erwartet wurde?

Oder muss die Umweltbehörde demnächst Verbote aussprechen und ihr Mess- und Sanierungsprogramm revidieren?

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RE:Anke Krohne kritisiert Bürgerschaft

#60 von Lola , 09.01.2014 07:33

Weser Report v. 8.1.2014 - Seite 2

zum Beitrag: Schlagabtausch per Mail

Anke Krohne kritisiert, dass man dem Thema Tanklager-Umweltschaden in der Sitzung vom 10.12.2013 keine Beachtung geschenkt hätte, obwohl es ein dringendes Thema ist.

Maike Schaefer von den Grünen antwortete ebenfalls öffentlich, dass Haushaltsberatungen anstanden und man die Themenwahl nicht nach Priorität, sondern nach Eingangsdatum der Anträge abgearbeitet hat.

Margitta Schmidtke SPD-Bürgerschaftsabgeordnete der SPD meldete sich ebenfalss zu Wort "Der Stil Ihres Briefes, Desinteresse und Ignoranz der Abgeordneten unterstellend, ist einfach nicht hilfreich, um eine gemeinsame Sache auch weiterhin gemeinsam voranzubringen", schrieb sie.
Beide Politikerinnen kündigten an, dass das Thema Tanklager voraussichtlich auf der nächsten Bürgerschaftssitzung am 21. Januar behandelt wird.

Zunächst einmal war es eine sehr mutige Handlung von Frau Krohne und ich vermisse bis heute Stellungnahmen von Politikern wie man das Problem
"Kindergarten auf einer Pipeline - Entlüftungsrohr unweit vom Kindergarten, jedoch im direkten Wohngebiet" beheben möchte.
Ein weiteres Entlüftungsrohr befindet sich bei der Schule Sandwehen. Eine ehemalige Schülerin berichtete auf einer Anwohnerversammlung, dass es im Sommer häufig auf dem Schulhof wie auf einer Tankstelle gerochen hat.

Wer sich bis heute über die Gefahren, die vom Tanklager ausgehen noch nicht schlau gemacht hat, dem ist nicht mehr zu helfen und das ist für meinen Begriff tatsächlich ignorant. Es reicht eben nicht für die BI Sympathie zu empfinden, oder die BI zu mögen, denn die Politiker sollten auf die Uhr schauen, es ist nicht erst " 5 nach 12", sondern mindestens "halb Eins".


Also ich fand den Brief von Frau Krohne ganz prima, denn alle Veröffentlichungen der BI, sowie Bürgerantgräge werden offenbar von der Politik nicht wahrgenommen, aber ein Schreiben, dass persönlich an die Abgeordneten gerichtet war, liess dann doch irgendwie aufschrecken.

Wifo Tanklager-Farge (2)
Für Interessierte, die sich über die Geschichte, Personen u.s.w. des Tanklagers informieren möchten, habe ich eine wirtschaftliche Zeitreise über den Verlauf des Tanklagers und Nebenschauplätzen bis in die heutige >Zeit, zusammengestellt.


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Nach welchen Schadstoffen sollte man suchen?
Worüber der Tanklager-Eigentümer nicht informiert

Burg Blomendal (Quelle: wikipedia)
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