Kraftwerk Farge (Quelle: wikipedia)

Staatsanwaltschaftliche Ermittlungen

#1 von Reinhard , 11.03.2013 22:57

Mit etwas Glück kann die Öffentlichkeit vielleicht morgen etwas mehr über die Hintergründe der Grundwasserkontamination durch das Tanklager Farge erfahren; denn die Linke hat in der Bürgerschaft Fragen zu den laufenden staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen gestellt. Darin geht es um den exakten Gegenstand des Verfahrens und die Rolle der Umweltbehörde in diesem Verfahren.

Die Fragestunde in der Bürgerschaft ist zwischen 14 – 19 Uhr und wird voraussichtlich von Radio Weser.TV übertragen.

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RE: Staatsanwaltschaftliche Ermittlungen

#2 von Reinhard , 12.03.2013 14:19

Nach der Antwort des Senats ermittelt die Staatsanwaltschaft in diesem frühen Stadium gegen „unbekannt“, und zwar aufgrund eines Hinweises der Umweltbehörde, die der Staatsanwaltschaft Unterlegen übergeben hat.

Nachgewiesen ist MTBE in einer Menge, die deutlich über dem Grenzwert liegt. Die Ursache wird im Tanklager gesucht, wobei es zu „einem bisher nicht ermittelten Zeitpunkt“ zu der Kontamination gekommen ist.

Auf eine Nachfrage zum Verkauf des Tanklagers war dem Senatsvertreter über einen angeblich bereits erfolgten Verkauf nichts bekannt.

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RE: Staatsanwaltschaftliche Ermittlungen

#3 von Reinhard , 17.04.2013 12:52

Nach dem heutigen Bericht im BLV über Durchsuchungen bei dem aktuellen Tanklagerbetreiber TanQuid und dem Bundesdienstleistungszentrum scheint die Bremer Staatsanwaltschaft einen konkreten Verdacht auf „Gewässer- und Bodenverunreinigung“ zu haben. Dabei dürfte es nicht um Kriegsfolgen gehen, sondern um Vorfälle in der Zeit, als TanQuid das Tanklager im Auftrag der Bundeswehr betrieben hat.

Falls sich der Anfangsverdacht erhärten sollte, müssten die Kontrollgremien in Bremen daher die angeblich erteilte Betriebsgenehmigung neu bewerten. Bisher hieß es hier immer: „Wird .. ein Tanklager nach dem Stand der Technik betrieben und bei regelmäßigen Überprüfungen keine neuen Leckagen festgestellt, dann bestünden keine Zweifel an der Zuverlässigkeit des Betreibers. Die Altlast alleine gebe heute keine rechtliche Handhabe, um einem genehmigten und ordnungsgemäß laufenden Betrieb die Genehmigung zu entziehen“

Zudem erklärte der Umweltsenator, dass die Anlagen überwacht werden und es sei sicher, dass es sich um Schäden aus der Vergangenheit handele, zum einen aus den Kriegs- oder Nachkriegsjahren und zum Anderen aus der Zeit zwischen 1984 und 1987. Neue Leckagen seien nicht festgestellt worden.“

Offensichtlich hat auch die Tanklager-Besichtigung durch einige handverlesene Vertreter aus Blumenthal nicht den Eindruck vermitteln können, dass die weitgehend unterirdische Anlage in Farge nach heutigen Maßstäben sicherheitstechnisch und betriebswirtschaftlich optimal zu betreiben ist. So wurde auf die Frage nach der Sicherheit nur auf „eine ein Meter dicke Betonschicht“ verwiesen, von einem Sicherheitskonzept, wie Leckagen schnell erkannt und beseitigt werden, war also keine Rede.

Insgesamt gesehen dürfte der Dienstag also eher ein grauer Tag für die Tanklager-Lobby gewesen sein.

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RE: Staatsanwaltschaftliche Ermittlungen

#4 von Lola , 18.04.2013 07:21

http://www.weser-kurier.de/region/zeitun...rid,549734.html
Zitat
Gutachten belegt: Schon lange vor der Warnung der Anwohner wurden in Farge Schadstoffe gefunden - 18.04.2013
119 Gift-Flächen
Von Christina Denker

Im März wurden Anwohner mehrerer zusätzlicher Straßen in Farge vom Umweltsenator vor dem Gebrauch des Grundwassers gewarnt. Die Gefährdung soll vom Verladebahnhof I ausgehen. Ein Gutachten zeigt allerdings, dass giftige Stoffe bereits 1978 und 2008 gefunden wurden.
......
..in dem Bericht heißt es weiter, "aktuell gerät jetzt die im Tanklager ansässige Firma TanQuid ins Visier der Staatsanwaltschaft."

--------------------------
Ich verweise noch auf folgende Beiträge:
Worüber die Umweltbehörde nicht informiert

Nach welchen Schadstoffen sollte man suchen?

Kerosin: JETAI, F34 und F44

http://www.chemtrails-info.de/chemtrails/jp8.htm

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RE: Staatsanwaltschaftliche Ermittlungen

#5 von Lola , 20.04.2013 08:01

http://www.taz.de/1/archiv/digitaz/artik...c3698e6976cdcf7

Zitat
Die Ergebnisse der Hausdurchsuchungen und die weiteren Ermittlungen der Staatsanwaltschaft sollen nun Aufklärung darüber geben, wie sich die "Causa Tanklager" weiterentwickelt. Allerdings wird das wohl noch dauern, da laut Staatsanwaltschaft, "massenhaft Unterlagen ausgewertet werden müssen".
Zitat Ende

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RE: Staatsanwaltschaftliche Ermittlungen

#6 von Lola , 27.09.2013 07:15

..es wäre schon interessant zu erfahren, ob die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft neue Erkenntnisse in Sachen Umweltdesaster in Bremen-Farge gebracht haben.

Vielleicht greift die Presse diese Frage auf, denn ein öffentliches Interesse besteht mehr denn je.


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Ganz schön vermessen
Tanklager-Farge ist nicht mehr das größte unterirdische Tanklager

Burg Blomendal (Quelle: wikipedia)
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