Kraftwerk Farge (Quelle: wikipedia)

Kohlezüge dürfen fahren

#1 von Klueverbaum , 20.02.2013 09:25

Zitat
Die Weichen sind gestellt: Zwar gibt es noch kein festes Datum für den ersten Kohlentransport über Nordbremer Gleise seit 2001, doch er wird kommen, spätestens Anfang April. Alle Versuche, politische oder juristische Prellböcke aufzustellen, müssen als gescheitert gelten. Das haben sich vor wenigen Tagen auch die Vegesacker Beiratspolitiker eingestanden, als sie den Verkehrssenator in einer Entschließung aufforderten, entlang der Bahnstrecke "für einen umfassenden Schutz der anliegenden Wohnbevölkerung Sorge zu tragen". Auch den Parteienvertretern ist also klar: Die Sache selbst ist nicht mehr zu verhindern.


So schreibt es die Norddeutsche heute.

Der Artikel enthält zusätzlich eine schallende Ohrfeige für die Blumentaler SPD, die im Gegensatz zu ihren Burglesumer und Vegesacker Vertretern sich nicht gegen die Kohlezüge ausspricht. Die Blumenthaler SPD zusammen mit ihrem Ortsamtsleiter nimmt für Arbeitsplätze alles in kauf. Das war schon vor zehn Jahren bei der Genehmigung der Müllverbrennungsanlagen so. Und das ist heute beim Kraftwerk genauso. Fragen nach der Schadstoffbelastung durch das Kraftwerk wurden mit schöner Regelmäßigkeit über die Jahre hinweg abgelehnt. Man will nichts wissen. Dann muss man nicht reagieren. Genauso war es doch beim Tanklager?

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RE: Kohlezüge dürfen fahren

#2 von Klueverbaum , 24.02.2013 19:28

Ich hab hier mal einen kleinen historischen Abriß gefunden.

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RE: Kohlezüge dürfen fahren

#3 von Lola , 08.03.2013 09:53

Heute steht ein ausführlicher Bericht in "Die Norddeutsche" und so wie es ausschaut sind die Bürger chancenlos, denn Genehmigungen für Transportfahrten liegen vor.

Die Zeiten ändern sich und darum sollte die Politik mal darüber nachdenken Genehmigungen befristet zu erteilen.

Befristete Genehmigungen schützen den Bürger vor unzumutbare Zustände, die möglicherweise ungehindert bis in alle Ewigkeit dauern können.

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RE: Kohlezüge dürfen fahren

#4 von fight4yrights , 08.03.2013 12:28

Und Bürger die Einwendungen gegen diese Kohlezüge haben, werden mal eben ausversehen öffentlich als Zitat Herr OA Nowack: "Ich hasse diese(n) Klugscheißer"
bezeichnet. Pech nur, dass das Mikrophon nicht ausgeschaltet war.
Daher mein Aufruf:
Klugscheißer dieser Welt vereinigt euch!!!

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RE: Kohlezüge fahren!

#5 von Lola , 03.04.2013 08:30

Aus dem Weser Kurier sowie aus der Norddeutschen konnte man heute entnehmen, dass die ersten Kohlezüge seit gestern rollen. Der Lärm wurde von den Bewohner entlang der Bahntrasse unterschiedlich wahrgenommen.

Man muss abwarten und beobachten wie sich dieser neue Transportweg, den GDF Suez eingeschlagen hat, entwickelt. Selbst wenn die Leute entlang der Bahnlinie reihenweise krank würden, interessiert sich ein Konzern nicht wirklich dafür und die Politik gibt sich ohnehin machtlos. Ein Unternehmen hat die Aufgabe gewinnorientiert zu handeln und das um jeden Preis.
Man kann als Bewohner im Bremer Norden nur noch hoffen, dass es nicht zu einer Kollision auf der zum Teil eingleisigen Strecke zwischen Kohlezügen, Tanklagerzügen und Personenzügen kommt.

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Plötzlich waren die Züge leise....

#6 von Lola , 17.06.2013 12:40

Weser Report v. 12.6.2013 - Seite 2 -
Leserbrief: Zum Thema "Lärm-Experten blieben fern"

Der Verfasser des Leserbrief beschwerte sich im letzten Jahr beim Kraftwerksbetreiber über den Lärm "wenn die Züge ein-und ausfahren (lautes Quitschen an den den Schienen)".

Es kamen Fachleute von der Nordwestbahn und von der Stadt Bremen, mit denen sich der Leserbriefschreiber die Geräusche von seinen Garten anhörte. Was er nicht verstand, plötzlich waren die Züge sehr leise. Er erkundigte sich bei den Fachleuten ob jemand von ihnen dort angerufen hätte, was alle verneinten.

Als die Fachleute wieder weg waren, fuhren die Züge mit dem gewohnten Lärm wieder. Er weiß nicht, was er noch unternehmen kann, dass sich in dieser Hinsicht etwas ändert. Er schreibt weiter "das geht nicht mir alleine so, sondern allen, die am Farger Bahnhof wohnen".

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Kohleumschlag über den neuen Jade-Weser-Port Wilhelmshaven

#7 von Lola , 27.06.2013 05:35

http://de.wikipedia.org/wiki/Beteiligung...n#Hafenbetriebe

Zitat

JadeWeserPort Realisierungsgesellschaft mbH & Co. KG

Die JadeWeserPort Realisierungsgesellschaft mbH & Co. KG errichtet, unterhält, finanziert und verwaltet den Tiefwasserhafen JadeWeserPort. Die Freie Hansestadt Bremen ist über die bremenports GmbH & Co. KG als Kommanditist mit 49,9 % beteiligt (Treuhänderbeteiligung), die vom Land Niedersachsen gehaltene JadeWeserPort Logistics Zone GmbH & C. KG mit 50,1 %. Komplementärin ist die JadeWeserPort Realisierungs-Beteiligungsgesellschaft mbH, die identische Beteiligungsverhältnisse aufweist.
Zitat Ende

http://www.weser-kurier.de/region/zeitun...rid,594466.html

http://www.drehscheibe-foren.de/foren/re...138873,page=all
-Foren für Meinungsaustausch. Möglicherweise ist eine andere Zulieferung von Wilhelmshaven vielleicht gar nicht mehr möglich, als per Waggon, weil man dort auch Mischungen der Kohle vornimmt um den höchsten Brenneffekt erzielen zu können.

Wer am Jade-Weser-Port beteiligt ist, das kann man oben ja lesen.

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RE: Kohleumschlag über den neuen Jade-Weser-Port Wilhelmshaven

#8 von Lola , 27.06.2013 07:35

http://www.weser-kurier.de/region/zeitun...rid,594466.html

Zitat
Es ist nicht verständlich, warum für die Rumpel-Züge zum Kraftwerk eine andere Messlatte gelten sollte, nur weil die betroffenen Bürger in Bremen-Nord wohnen.
Zitat Ende

Es geht immer nur um die "Kohle".
Nachdem Bremen über die Beteiligungsgesellschaft am Jade-Weser-Port involviert ist will man natürlich alles über Wilhelmshaven abwickeln und da kann der Bürger noch so viel protestieren, da hilft nur eins- aus der Gegend wegziehen. Solange es dieses Kraftwerk geben wird, eine Änderung des Transport wieder zum Schiff, zum Wohle der Gesundheit und der Lebensqualität für die Bürger entlang der Bahnstrecke, wird ein Traum bleiben.

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RE: Kohleumschlag über den neuen Jade-Weser-Port Wilhelmshaven

#9 von Klueverbaum , 27.06.2013 10:18

Auch wenn es immer wieder wiederholt wird: Die Kohle kommt NICHT ÜBER DEN JADEWESERPORT !!!

Der Jade-Weser-Port ist ein Container-Umschlagshafen und die Kohle kommt nicht in Containern. Die Kohle kommt als Schüttgut auf Panmax- oder Capesizer-Schiffen in Wilhelmshaven an, und NICHT am Containerterminal, sondern gleich nebenan an der Niedersachsenbrücke!!!



Links die Niedersachsen-Pier, rechts das Containerterminal JWP, und dann gibts da auch noch die NWO-Ölpier.(Quelle:wikipedia)

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:-)

#10 von Lola , 27.06.2013 11:27

Hallo Klueverbaum,
natürlich hast Du Recht, Kohle kommt nicht in Containern, sondern als Schüttgut.

Man kann andere auch ein wenig freundlicher auf Fehler hinweisen, oder? Nobody is perfect!

Ich habe nur nach einer Erklärung zusätzlich gesucht was den Transport per Waggon für das Unternehmen lukrativer macht und warum man in Bremen kein Ohr für die Sorgen, Beschwerden und Ärger der Bevölkerung hat, die duch die Änderung von Schiff auf Schiene schon vorprogrammiert waren, oder?

In Wilhelmshaven hat man übrigens einen Bürgerfond
http://www.buergerfonds.info/

Gibt es den in Bremen-Blumenthal nicht auch?

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RE: :-)

#11 von Klueverbaum , 27.06.2013 11:43

Achso das kam von Dir? Ich dachte, es hätte schon wieder so in der Zeitung gestanden.

In Blumenthal gibts eine Bürgerstiftung, aber ob die noch lebt weiß ich nicht. Gesponsert wird sie aber angeblich genau wie in Wilhelmshaven von GDF Suez. Jedenfalls stand es so in Zeitungsberichten.

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RE: "Die Kohlenzüge sind ein Rückschritt"

#12 von Lola , 02.07.2013 07:49

http://www.weser-kurier.de/bremen/stadtt...rid,606516.html

Zitat
Interview mit Umweltstaatsrat Wolfgang Golasowski - 01.07.2013
"Die Kohlenzüge sind ein Rückschritt"

Bremen-Nord. Die Anwohner der Eisenbahntrasse durch Bremen-Nord sind genervt von den Kohlentransporten, die seit Frühjahr zum Kraftwerk Farge fahren. Lärm- und Staubemissionen mindern die Lebensqualität. Können die zuständigen Behörden dagegen nichts unternehmen? Darüber sprach Jürgen Theiner mit Staatsrat Wolfgang Golasowski aus dem Senatsressort für Bau, Umwelt und Verkehr.
Zitat Ende

Auf Seite 3 findet man die Leserbriefe und einer beschäftigt sich mit der Debatte über die Kohlenzüge.
Eine sehr interessante Meinung. Ich habe auch noch nie einen halbwegs gefüllten Personenzug auf der Strecke gesehen, egal zu welcher Tageszeit ich an der Schranke in Rönnebeck stand oder an der Bahnlinie die vorbeifahrenden Züge sehe.

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SPD attackiert Umweltbehörde

#13 von Lola , 04.07.2013 08:02

http://www.weser-kurier.de/region/zeitun...rid,608111.html

Zitat
Bahnlärm: Tatenlosigkeit vorgeworfen - 04.07.2013
SPD attackiert Umweltbehörde
Von The

Bremen-Nord. Mit großer Skepsis sind die Äußerungen von Umweltstaatsrat Wolfgang Golasowski zum Konfliktthema Kohlenzüge von der Vegesacker SPD-Beiratsfraktion aufgenommen worden. Golasowski hatte vorgestern in einem Interview mit der NORDDEUTSCHEN angekündigt, den rechtlichen Rahmen der Transporte kritisch überprüfen zu wollen. Aus Sicht der SPD-Fraktionsvorsitzenden Heike Sprehe hat der Vegesacker Beirat in seinem Kampf gegen den Bahnlärm bisher kaum Unterstützung durch Golasowskis Ressort erfahren. Bei der jüngsten Sitzung des Regionalausschusses der drei Nordbremer Beiräte habe die Behörde sogar durch Abwesenheit geglänzt. Sprehe: "Ich bin wirklich gespannt auf die versprochene rechtliche Prüfung. Bemerkenswert, dass diese trotz massiver Proteste von Anwohnern und Beirat in der Vergangenheit noch nicht durchgeführt worden ist."

Am Schluss des Bericht heisst es:
Doch das ist aus der Sicht der SPD-Ortspolitikerin nicht die einzige Merkwürdigkeit bei der Behandlung des Themas Bahnlärm durch die Umwelt-und Verkehrsbehörde.
Widersprüche zeigten sich auch bei der Planungsvorhaben wie dem NeubaugebietAm Becketal. Dort seien zum Bahndamm hin Lärmschutzwände vorgesehen, während Alt-Anrainer dem Krach weiterhin ungeschützt ausgesetzt seien.
Zitat Ende

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RE:"Neuer Fahrplan für Kohlenzüge"

#14 von Lola , 11.10.2013 08:41

http://www.weser-kurier.de/startseite_ar...rid,682536.html

Zitat

Transporte sollen ab Dezember erst nach 6 Uhr Bremen-Nord erreichen / Problem der Uralt-Loks bleibt vorerst - 11.10.2013
Neuer Fahrplan für Kohlenzüge
Von Jürgen Theiner

Bremen-Nord. Zum Fahrplanwechsel im Dezember soll es für die lärmgeplagten Anwohner der Eisenbahnstrecke durch Bremen-Nord eine Verbesserung geben. Das Verkehrsressort des Senats hat erreicht, dass die Kohlenzüge zum Kraftwerk Farge dann nicht mehr in den frühen Morgenstunden unterwegs sind, sondern erst nach 6 Uhr – so wie es ursprünglich mal geplant war.
Zitat Ende
Im Gegensatz zu den anderen beiden OAL aus HB-Nord" dosierte OAL Heiko Dornstedt das Lob für GDF Suez sparsamer: " Vegesacks Ortsamtsleiter „Letztlich macht der Stromkonzern jetzt endlich das, was er ursprünglich mal angekündigt hatte, nämlich nicht vor 6 Uhr zu fahren“, so Dornstedt. Aber: „Ich lehne mich deshalb nicht zufrieden zurück.“ Es bleibe die Belastung der Bahnanwohner durch die Rußschleudern von Heavy Haul Power International"

Ich bin der Meinung, das sind klare Worte und so muss das sein!


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RE: "Keine Antwort zum Thema Lärmbelästigung"

#15 von Lola , 05.11.2013 07:54

http://www.weser-kurier.de/bremen_artike...rid,702282.html
Zitat
Gutachten zum Schienenverkehr - 05.11.2013
Keine Antworten zum Thema Lärmbelästigung
Von Max Polonyi

Bremen. Auf wenig Verständnis seitens der Bremerinnen und Bremer stießen am Montag Behördenvertreter bei einer öffentlichen Vorstellung des Gutachtens zur Kapazität des Eisenbahnnetzes. Zu der Veranstaltung im Konsul-Hackfeld-Haus waren etwa 50 Interessierte gekommen, um sich die Studie, die eine Zunahme des Güterverkehrs in und um Bremen von 40 Prozent in den nächsten 20 Jahren prognostiziert, erklären zu lassen.
Zitat Ende

Das Kraftwerk Farge hat durch die Umstellung von Binnenschiff auf Schiene schon einen Anteil.

Hier in Bremen-Nord muss man nicht einmal ein zusätzliches Schienennetz fordern, sondern die Kohletransporte einfach wieder per Binnenschiff transportieren. Viele Bürger entlang der Bahntrasse würden es begrüßen, denn für die Menschen wird die Lärmbelästigung zum Problem.

"Wir alle sind uns bewußt, dass die Lärmfrage ein heikles Thema ist" sagte Gunnar Polzin von der Verkehrsbehörde "aber eine Untersuchung der potentiellen Lärmbelästigung durch mehr Schienenverkehrin Bremen war nicht Teil der Studie".

Es gibt sogar in Bremen eine "Bahnlärm-Initiative". Lärmgeplagte Anwohner stehen also nicht allein da.

http://www.bahnlaerm-initiative-bremen.de/


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