Kraftwerk Farge (Quelle: wikipedia)

"Bauunternehmer kontra Baubehörde"

#1 von Lola , 01.07.2018 01:02

https://www.weser-kurier.de/region/die-n...id,1744398.html

Zitat
Abfallanlage in Rönnebeck
Bauunternehmer kontra Baubehörde
Christian Weth 30.06.20180 Kommentare

Erst genehmigte die Behörde eine Abfallanlage in Rönnebeck, dann zog sie die Genehmigung zurück. Jan-Gerd Kröger will sie trotzdem. Sein Anwalt hat Klage beim Verwaltungsgericht eingereicht.

Blumenthal. Es ging hin und her: Erst genehmigte die Behörde am Rönnebecker Weserufer eine Anlage, in der Bauabfälle zerkleinert und sortiert werden, dann entzog sie die Genehmigung. Deshalb gibt es wieder ein Hin und Her: Ein Anwalt schreibt, die Behörde schreibt zurück. Den Verteidiger hat Jan-Gerd Kröger eingeschaltet. Der Blumenthaler Bauunternehmer und Präses der Handwerkskammer will die zweite Entscheidung, die seine Abfallanlage verhindert, nicht einfach so hinnehmen. Er pocht auf die erste. Mittlerweile hat sein Anwalt Klage beim Verwaltungsgericht eingereicht.

Kröger hält die Begründung, mit der die Behörde ihm die erteilte Genehmigung wieder entzogen hat, für „fadenscheinig“: Eine Anlage, in der Baustoffe – auch giftige – behandelt werden, gefährde das Grundwasser. Aber davon, sagt der Bauunternehmer, war vorher nie die Rede gewesen. Sondern davon, dass auf dem Grundstück im Grunde alles erlaubt sei, was andernorts verboten ist. So sagte es auch ein Mitarbeiter der Behörde, als er die Anwohner über die Genehmigung der Abfallanlage informierte. Das Gelände, auf dem Kröger das Sortieren und Zerkleinern von Baustoffen plant, ist das Gelände der früheren Sarstedt-Werft.

Warum die Behörde erst Ja gesagt hat, dann Nein, erklärt Jens Tittmann, Sprecher von Bau- und Umweltsenator Joachim Lohse (Grüne), mit einem Irrtum. Der sei aufgefallen, als die Behörde das Vorhaben noch einmal prüfte, weil Kröger von Auflagen der Genehmigung abweichen wollte. „Dabei stellte sich heraus, dass zum Schutz des Grundwassers die Anlage auf dem Grundstück nicht zulässig ist.“ Die Genehmigung wurde noch in dem Monat entzogen, in dem sie erteilt wurde. Die Behörde kündigte an, nach einem Alternativstandort für die Abfallanlage zu suchen. Laut Tittmann hat Kröger alle Ersatzflächen bisher abgelehnt.

Kröger sagt es etwas anders: Erst sollte er mit der Anlagen ins Gewerbegebiet Farge-Ost, dann in gar kein Gewerbegebiet mehr. „Auch in denen ist das Behandeln von Bauabfällen nicht mehr erlaubt.“ Deshalb soll er jetzt in den Bremer Industriepark. Doch der ist ihm zu weit weg. Kröger will die Anlage in Blumenthal, weil dort der Sitz seiner Firmen ist.

...es heißt weiter:

[b]Kröger spricht von lackierten Holzrahmen, Dämmstoffen mit künstlichen Mineralfasern, Asbestplatten und von Asphalt mit PAK, einem Kohlenwasserstoff, der als krebserregend gilt.[/b]
Zitat Ende

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