Kraftwerk Farge (Quelle: wikipedia)

"Judenhass erreicht die Schulhöfe"

#1 von Lola , 11.02.2018 13:52

https://www.weser-kurier.de/region/niede...id,1698920.html

Zitat

Antisemitismus auf dem Pausenhof
Judenhass erreicht die Schulhöfe

Martin Wein 10.02.2018 7 Kommentare

Das Wort "Jude" benutzen viele Schüler als Schimpfwort. Auch in Niedersachsen berichtet eine Lehrerin über Vorfälle. Kritiker sagen, Lehrer wüssten zu wenig über Antisemitismus und den Umgang damit.


In Bergen-Belsen starben nach Angaben der Gedenkstätte zwischen 1943 und 1945 mindestens 52.000 Männer, Frauen und Kinder. (Christian Charisius, REUTERS)

73 Jahre nach dem Ende des NS-Regimes setzt sich unverblümter Antisemitismus auf vielen Schulhöfen in Niedersachsen immer mehr durch. Entsprechende Äußerungen und Einstellungen ihrer Mitschüler treiben jüdische Kinder und Jugendliche zunehmend in die innere Immigration. ­Viele verleugneten inzwischen ihre Religion in der Öffentlichkeit und besuchten dazu unerkannt den evangelischen Religionsunterricht, berichten Vertreter jüdischer Organisationen.

Tonfall hat sich deutlich verschärft

Lisa Scheremet hält die Entwicklung für dramatisch. Die streitbare Lehrerin, die 1990 im Alter von zehn Jahren mit ihrer Familie aus Russland nach Deutschland immigrierte, war jahrelang an einer Berliner Brennpunkt-Schule eingesetzt. Jetzt unterrichtet sie an einer niedersächsischen Hauptschule im Speckgürtel Hamburgs. „Wenn ich einen Juden auf der Straße sehen sollte, würde ich ihn töten“, hätten Schüler in ihrem Unterricht geäußert, sagt die 36-Jährige. Ein Schüler habe sie in sozialen Netzwerken als „Judennutte“ bezeichnet.

Der Bericht informiert weiter:

""Jude" als Schimpfwort sei wieder salonfähig

Einen Stimmungsumschwung beobachtet auch Michael Fürst, Vorsitzender im konservativen Landesverband Jüdischer Gemeinden in Niedersachsen. „Jude“ als Schimpfwort sei wieder salonfähig – aber keineswegs nur unter muslimischen Migranten oder Anhängern der AfD. „Das gibt es auch bei Mitgliedern von CDU oder SPD“, sagt Fürst, „und die Eltern beeinflussen – oftmals unterschwellig – ihre Kinder“.

Fürst verlangt allerdings eine angemessene Differenzierung. „Jude“ werde keineswegs nur für Angehörige der Religionsgemeinschaft verwendet, sondern häufig als Teil einer vermeintlich coolen Jugendsprache ähnlich gedankenlos wie „schwul“ für vermeintlich Andersartige oder Schwächere. „Viele, die das sagen, haben garantiert noch nie einen Juden getroffen“, glaubt er. Ob dahinter tatsächlich ein gefestigtes antisemitisches Weltbild stehe, sei unklar. Zumindest aber werde entsprechenden Äußerungen häufig nicht angemessen widersprochen.

Eine tatsächliche Bedrohung für die jüdischen Gemeinden in Niedersachsen – Ende 2016 gehörten ihnen nach Daten der Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland 7946 Mitglieder an – sieht Michael Fürst nicht. Dennoch beklagt er wie Seidler erhebliche Mängel in der pädagogischen Aufklärung.

Der letzte Absatz lautet wie folgt:

In Bergen-Belsen starben nach Angaben der Gedenkstätte zwischen 1943 und 1945 mindestens 52.000 Männer, Frauen und Kinder.
Bei der Befreiung am 15. April 1945 fanden britische Soldaten Tausende unbestattete Leichen und zum Skelett abgemagerte todkranke Menschen.

Die nach Kriegsende bekannteste Gefangene war die erst 15 Jahre alte Anne Frank. Sie fiel noch kurz vor der Befreiung im Februar oder März 1945 einer Fleckfieberepidemie im Lager zum ­Opfer.

Zitat Ende

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