Kraftwerk Farge (Quelle: wikipedia)

"Eine hässliche Erfahrung"

#1 von Lola3 , 12.11.2017 06:00

Beim Aufräumen wundert man sich manchmal warum man z.B. eine Zeitschrift 7 Jahre aufbewahrt hat.
Die Titelseite auf der Trittin und Künast, unter der Überschrift "DIE NEUE DEUTSCHE VOLKSPARTEI" zu sehen sind und darunter steht "Was taugen die Grünen?"

Deswegen habe ich den "Spiegel" Nr.46 v. 15.11.2010 doch sicherlich nicht aufbewahrt?

Also mußte das Aufräumen erst einmal unterbrochen werden und lesen war angesagt, denn es mußte ja einen Grund gegeben haben warum ich die Zeitschrift aufbewahrt habe.

Auf Seite 104 wurde ich fündig, obwohl es noch einige andere Themen gegeben haben könnte, aber nein, es war mit Sicherheit dieses Thema, das sich mit dem folgenden Link auch aufrufen läßt.

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-75159742.html

Zitat

"15.11.2010
ENTSCHÄDIGUNG

„Eine hässliche Erfahrung“

Mangelnde Transparenz, umstrittene Immobiliengeschäfte, Betrug - die jüdische Claims Conference soll sich um Überlebende des Holocaust kümmern, macht aber immer wieder durch Affären von sich reden. Jetzt sieht sich auch die Bundesregierung zum Handeln gezwungen.
Allein in das Hauptquartier der jüdischen Claims Conference (JCC) am Broadway in Manhattan vorgelassen zu werden ist ein Ereignis, mehr noch ein Gespräch mit ihrem Chef. Gregory Schneider empfängt im 20. Stock.
Die JCC gab sich bislang äußerst verschwiegen.
Nicht einmal die Zahl ihrer Mitarbeiter veröffentlichte sie. Das ist seltsam für eine so prominente Organisation, die seit ihrer Gründung 1951 viele Milliarden Euro aus Deutschland an Holocaust-Opfer auf der ganzen Welt verteilt hat.

.....

Die Wiedergutmachung folgt seit der Gründung der JCC immer demselben Schema: Die Bundesrepublik stellt das Geld zur Verfügung, die Claims Conference verwaltet es. Auf diese Weise vermied Berlin das Risiko möglicher Konflikte bei der Anerkennung von Opfer-Anträgen.
So wurde es auch gehandhabt, als nach dem Ende der DDR die Rückübertragung Hunderter Immobilien in Ostdeutschland begann, die vor dem Holocaust Juden gehört hatten. Um jahrelange juristische Reibereien mit möglichen Erben zu vermeiden, setzte die Bundesregierung eine Frist: Immobilien, auf die bis Ende 1992 niemand Anspruch erhoben hatte, gingen automatisch in den Besitz der Claims Conference über. Rund 1,5 Milliarden Euro flossen nach Angaben der JCC durch den Verkauf dieser Häuser und Grundstücke an die Organisation.
Doch die Auktionen liefen nicht immer koscher ab. So hatte etwa der langjährige Immobilien-Verkäufer der JCC, Michael Siegmund, seit 1998 einen Nebenjob als Aufsichtsrat bei der Deutschen Grundstücksauktionen AG. Das Versteigerungsunternehmen verdiente an fast jedem Verkauf von Immobilien, die der Claims Conference überschrieben wurden. Erst 2007 beendete die Organisation ihre Zusammenarbeit mit Siegmund. Der interne Untersuchungsbericht wird bis heute wie eine geheime Staatssache behandelt.
Nicht nur verprellte Erben beschwerten sich. Andere Opfer-Organisationen warfen der JCC vor, zu hohe Rücklagen zu bilden und die Verkaufserlöse nicht ausschließlich an bedürftige Holocaust-Überlebende weiterzugeben. Besonders groß war die Empörung in Israel, wo ein Großteil der Opfer lebt. Der damalige israelische Rentenminister Rafi Eitan nannte die Vertreter der JCC "eine Bande".

Im Beitrag heißt es weiter:

Kritiker werfen Berlin seit langem vor, die JCC nicht streng genug zu kontrollieren.

"Die Deutschen fühlen sich wegen der Vergangenheit schuldig und trauen sich deshalb nicht, den Mund aufzumachen",

sagt der Israeli Martin Stern, der sich bei der Restitution jüdischer Versicherungspolicen einen Namen gemacht hat. Die jüngste Betrugsaffäre habe nicht nur materiellen Schaden angerichtet, sondern auch die Glaubwürdigkeit der Claims Conference schwer beschädigt, so der Abgeordnete Wiefelspütz.

Zitat Ende

Der deutsche Steuerzahler hat an Aufwendungen "für jüdische Überlebende des Nationalsozialismus bis Ende 2008 eine Gesamtsumme von 66,1 Mrd. €" aufgebracht.
Auf Seite 105 findet man eine Grafik mit Aufschlüsselung.


Im Artikel wurde auch die Deutsche Grundstücks AG genannt.
Infos dazu kann man dem folgenden Link entnehmen:
https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_G...%BCcksauktionen

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"Von den Anfängen bis 1945"

#2 von Lola3 , 13.11.2017 09:07

...wer an der Geschichte bzw. Vorgeschichte der Juden in Deutschland interessiert ist, kann sich auf der Seite des

Zentralrat der Juden in Deutschland K.d.ö.R

http://www.zentralratdjuden.de/de/topic/...geschichte.html

informieren.

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"Das Wunder des Überlebens"

#3 von Lola3 , 15.12.2017 05:59

https://www.weser-kurier.de/bremen/breme...id,1680061.html

Zitat

"Chanukka
Das Wunder des Überlebens
Carolin Henkenberens 14.12.20170 Kommentare

Am Donnerstagabend entzündeten die Mitglieder der Jüdischen Gemeinde Bremen den Chanukka-Leuchter und erinnerten an die vielen noch lebenden Holocaust-Opfer.

mpel wieder eingeweiht wurde, drohten die Lichter des siebenarmigen Menora-Leuchters zu erlöschen. Das Öl reichte nur noch einen Tag. Wie durch ein Wunder brannten die Kerzen acht weitere Tage – bis neues Öl hergestellt war. Darum feiern Juden alljährlich Chanukka, was hebräisch ist und „Einweihung“ bedeutet.

Doch an diesem Donnerstagabend steht in vielen jüdischen Gemeinden weltweit ein weiteres Wunder im Mittelpunkt: Das Wunder des Überlebens. Das jüdische Volk hat immer wieder überlebt. Als die Römer den zweiten Tempel zerstörten. Als Juden ohne eigenen Staat stets die Minderheit waren. Als die Nationalsozialisten Millionen von ihnen verfolgten und ermordeten.

„Das jüdische Leben hat gesiegt. Wir sind da!“, sagt Elvira Noa, Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde Bremen. „Wir gedenken aller, die das große Morden nicht überlebt haben.“ Unter den Gästen im Gemeindesaal sind einige Zeitzeugen, die als Kind selbst vom NS-Regime verfolgt oder in Ghettos gebracht wurden. Eine von ihnen ist Fanja Tazsikova. Die 86-Jährige hat die Ehre, eine der drei Kerzen anzünden zu dürfen. Das klappt zunächst nicht, das Feuer geht aus. „Vorführeffekt“, sagt sie und lacht.

Auch in New York, Berlin, Frankfurt, Köln und vielen weiteren Städten feierten Juden die „Internationale Nacht der Holocaust-Überlebenden“. Sie soll aufmerksam machen auf die etwa 500.000 noch lebenden Shoa-Überlebenden und ihr Leid. Aber auch auf den Respekt, den sie verdienen und die Hilfe, die sie benötigen.

Sie lebten von Sozialhilfe

Aufgerufen zu der Aktion hat die „Claims Conference“. Sie verwaltet Entschädigungsfonds und setzt sich für eine angemessene finanzielle Versorgung der Holocaust-Überlebenden ein. Vor zwei Jahren fand eine Studie heraus, dass ein Viertel der Überlebenden in Israel arm ist.

Zitat Ende

Den kompletten Bericht kann man mit o.a. Link aufrufen.

Zur "Claims Conference" verweise ich auf Beitrag Nr.1 mit dem dieser Thread beginnt und der die Überschrift trägt: "Eine häßliche Erfahrung"

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"Rechte Parole könnte bleiben"

#4 von Lola3 , 15.12.2017 06:10

https://www.weser-kurier.de/region/die-n...id,1680020.html

Zitat

"Rechte Parolen im Bremer Norden
Die Sprache der Rechten
Christian Weth 14.12.20170 Kommentare

Unbekannte haben beim Bunker Valentin den Schriftzug „Stoppt den Schuldkult“ hinterlassen.
Jetzt wird überlegt, die rechte Parole stehenzulassen, um eine öffentliche Debatte zu entfachen."

Zitat Ende

Das wäre eine sehr kluge Entscheidung.
Respekt!

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"Von Surfern und Start-ups" Was Bremen von Israels Gründern lernen kann

#5 von Lola , 17.10.2018 09:08

https://www.weser-kurier.de/bremen/breme...id,1776366.html

Zitat

Reise ins Silicon Wadi
Von Surfern und Start-ups

Lisa Boekhoff 16.10.2018 0 Kommentare

Tel Aviv ist in Israel der Hotspot für Start-ups. Mit dem Surfbrett geht es morgens zum Strand, danach zur Arbeit. Was sich Bremen davon abgucken kann, hat sich eine Delegation aus dem Norden angeschaut.Die Reise steckt Matthias Fonger und Dirk Schwampe noch in den Knochen. Gerade erst sind der Geschäftsführer der Handelskammer und der Geschäftsführer des IT-Unternehmens Team Neusta aus Israel zurückgekehrt. Zusammen mit Kollegen aus Norddeutschland haben sie sich auf den Weg gemacht, um die Gründerszene dort zu entdecken. Damit ging es für die Wirtschaftsdelegation der IHK Nord nach dem Silicon Valley nun zum nächsten Hotspot für Start-ups und Technologietransfer: ins Silicon Wadi.

Die Begeisterung hält Fonger und Schwampe am Tag nach der Rückkehr hellwach. Beeindruckend – dieses Wort fällt im Gespräch immer wieder. Vor allem im Zusammenhang mit der Vernetzung von Wissenschaft und Wirtschaft in Israel. „Das hat dort eine viel stärkere Kraft. Die kennen sich wirklich in vielen Bereichen besser“, sagt Schwampe.

Zwar gebe es im heimischen Nordwesten ebenfalls Transfer zwischen Forschung und Unternehmen, aber nicht in diesem Umfang. Das liege aber auch an der Finanzierung. „Israel gibt deutlich mehr Geld in die Zukunft aus als wir.“ In Bremen sei die Vernetzung seiner Erfahrung nach teils Zufall. „An dieser Struktur müssen wir klar arbeiten. Der Austausch muss intensiver sein.“

Weiter informiert der Bericht wie folgt:

Fonger ist auch von der Mentalität in Israel begeistert. Die Menschen seien dort locker, zupackend, schnell, liberal, weltoffen – und jung. „In Tel Aviv sieht man eine ganz dynamische Gesellschaft. Jeder macht morgens seinen Sport, fährt mit dem Surfbrett raus aufs Meer und dann zur Arbeit. Es ist eine junge Gesellschaft, die nach vorne blickt, die in Technologien investiert statt in Rentenerhöhungen.“ Das verwundert nicht bei einem Durchschnittsalter in Israel von 30 Jahren.
Zitat Ende

Auch bei diesem Bericht weise ich auf mein Posting Nr.1 hin, denn man sollte nicht die Gelder unerwähnt lassen die Israel von Deutschland und den USA seit 70 Jahren erhält; aufgebracht durch die Steuerzahler.

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-75159742.html

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