Kraftwerk Farge (Quelle: wikipedia)

"Großkapitalist nährt Kommunisten"

#1 von Lola3 , 06.03.2017 09:27

http://www.weser-kurier.de/bremen/bremen...id,1559991.html

Zitat

Film der Woche

Großkapitalist nährt Kommunisten
Alexander Schnackenburg 01.03.2017 0 Kommentare

Raoul Pecks gekonnter Historienfilm "Der junge Karl Marx" schreit nach einer Fortsetzung, zumal der Film im Jahr 1848 endet. Unter anderem informiert die Geschichte über die brutale Realität in Europas Fabriken.

Die industrielle Revolution mag die Kluft zwischen Proletariat und Bourgeoisie vertieft haben. Doch auch ohne Fabriken wäre der Kampf der Mittellosen gegen die besitzende Klasse unvermeidlich gewesen. So wenigstens dürfte es Karl Marx gesehen haben. Diesen Schluss legt Regisseur und Drehbuchautor Raoul Peck dem Zuschauer seines gekonnten Historienfilms „Der junge Karl Marx“ gleich mit der ersten Szene nahe: Ärmlich gekleidete Männer, Frauen und Kinder sammeln totes Holz im Wald, als eine Gruppe von Reitern brutal über sie herfällt und sie mit Schwertern wie Keulen niedermetzelt.

Dazu ertönt eine Stimme aus dem Off. Es ist die Stimme von Marx (August Diehl), wie sich dem Zuschauer bald erhellt: „Ihr habt den Unterschied zwischen Diebstahl und Sammeln verwischt. Aber ihr irrt, wenn ihr glaubt, es sei in eurem Interesse. Das Volk spürt die Strafe, aber es sieht nicht das Verbrechen“, kommentiert der Journalist und Philosoph die Szene.

„Blutiges Geld“ aus der Fabrik

Peck zitiert aus einer Artikelserie der Rheinischen Zeitung, in welcher Marx im Jahr 1843 die Bestrafung des Auflesens von Raffholz anprangerte. In der Folge versucht der Regisseur aufzuzeigen, wie sich Marx bis zum Jahr 1848 radikalisierte, als er mithilfe seiner Frau Jenny von Westphalen (Vicky Krieps) und mit Friedrich Engels (Stefan Konarske) das Kommunistische Manifest formulierte.

Geschickt schwenkt Peck zunächst von Köln nach Paris: An jenen Ort, an welchem Marx ab 1844 im Exil lebte, ehe er auch Frankreich verlassen musste und nach Brüssel zog. Peck lässt den 26-jährigen Deutschen, historischen Quellen folgend, hier auf den gestandenen Sozialisten Pierre Proudhon (Olivier Gourmet) treffen, der ihm in seinen umjubelten Ausführungen indes nicht konsequent genug erscheint.
Zitat Ende

Den vollständigen Beitrag kann man mit o.a. Link aufrufen.

Lola3  
Lola3
Beiträge: 163
Registriert am: 11.01.2017


"100 Jahre kommunistische Revolution: Historiker Löw beschreibt Karl Marx als den „Vernichter“

#2 von Lola3 , 10.03.2017 22:42

http://www.epochtimes.de/wissen/geschich...er-a675304.html

Zitat
Von Lea Zhou4. February 2017 Aktualisiert: 5. Februar 2017 7:27

Im Oktober 2017 jährt sich die russische Revolution zum hundertsten Mal. Zum Anlass des bevorstehenden Jubiläums veröffentlicht die EPOCH TIMES ein in 2011 geführtes Interview mit dem Historiker Professor Konrad Löw neu. Er gilt als Experte in der Forschung über Karl Marx als Verfasser des „Rotbuchs über den Kommunismus“.

Filmzitat: Er gibt radikale Antworten. Der deutsche Philosoph Karl Marx: Seine Vision einer klassenlosen Gesellschaft macht den streitbaren Draufgänger zum einflussreichsten Deutschen der Moderne.

Professor Konrad Löw: Das ist natürlich nicht schlecht: Einflussreichster Philosoph der Moderne. Könnte man sagen, na ja – so wird er uns präsentiert und für viele ist er es ja tatsächlich.

Epoch Times: Ist er ein Anreger für viele?

Prof. Löw: Zumindest einer, zu dem man sich bekennt, wobei die allerwenigsten, die sich zu ihm bekennen, genauere Kenntnisse seiner Gedanken und seiner Werke haben.

Epoch Times: Herr Professor Löw, was ist das für ein Film?

Prof Löw: Ein Film über Karl Marx und den Klassenkampf. Das ZDF hat vor einigen Jahren eine Umfrage gestartet, wer der größte Deutsche sei und das Resultat war – Platz 1: Konrad Adenauer, Platz 2: Martin Luther. Aber bereits auf Platz 3: Karl Marx; in den neuen Bundesländern war Karl Marx sogar auf Platz 1. Da ist es natürlich naheliegend, ihn und sein Werk dem deutschen Publikum näherzubringen, eben darüber einen Film zu inszenieren und zu zeigen, und das geschah im November 2010.

Epoch Times: Warum ist Karl Marx in Ostdeutschland der bekannteste Deutsche?

Prof. Löw: Die Antwort ist einfach: Man hat den Kindern und Jugendlichen in den Gebieten der ehemaligen DDR Karl Marx als einen Menschen vorgestellt, dessen ganze Leidenschaft nur dem galt, für das Volk zu wirken. Also als jemanden, der wirklich das Wohl der Arbeiter, der Unterdrückten suchte und dafür gleichsam sein eigenes Leben opferte. So wurde er präsentiert. Und das wurde geglaubt, deshalb also seine hohe Reputation.

Reale Kenntnisse sind so gut wie nicht vorhanden, ich bin ja früher oft in die neuen Bundesländer gekommen, habe darüber auch referiert, vor Lehrern und Kollegen, aber die alle räumten unumwunden ein: eine intensivere Beschäftigung mit Marx habe es für sie nicht gegeben. Marx wurde ihnen vorgegeben, und um tiefer einzusteigen, fehlte ihnen einerseits die kritische Literatur und andererseits die Zeit.

Epoch Times: Was war er eigentlich für ein Mensch, Karl Marx.

Prof. Löw: Das ist wohl möglich zu beantworten, wenn wir alles Schriftliche, was er selbst in seinen jungen Jahren verfasst hat und das damals über ihn verfasst wurde, lesen würden, zur Kenntnis nehmen – was ja kaum geschieht. Dann haben wir einen Menschen vor Augen, der vor Selbstbewusstsein strotzt, und gleichzeitig – das geht Hand in Hand – alle anderen, die Menschen, aber auch ihre Tradition, gering erachtet, wenn nicht sogar verachtet. Das ist ein sehr tristes Menschenbild des Karl Marx, aber niemand, der sich mit den Fakten beschäftigt, mit den Briefen des Vaters, mit eigenen Aufzeichnungen, mit seinen Gedichten und so weiter, kann diesem Urteil entgehen.
Zitat Ende

Das vollständige Interview kann man mit o.a. Link aufrufen.

Lola3  
Lola3
Beiträge: 163
Registriert am: 11.01.2017


   

"Blumenthal in der Zeit des Faschismus"

Burg Blomendal (Quelle: wikipedia)
Xobor Forum Software ©Xobor.de | Forum erstellen