Kraftwerk Farge (Quelle: wikipedia)

Das Kulturcafe Nunatak will mit Veranstaltungen das Miteinander stärken"

#1 von Lola3 , 05.03.2017 06:56

http://www.weser-kurier.de/region/die-no...id,1560158.html

Zitat

Das Kulturcafé Nunatak will mit Veranstaltungen das Miteinander stärken
Klezmer am Blumenthaler Markt
Noelle Köhler 02.03.2017 0 Kommentare

Blumenthal. Das Café Nunatak verfolgt das Ziel, „Impulse für mehr Miteinander im Stadtteil“ zu geben. Betrieben wird der Treffpunkt von der gemeinnützigen Quartier GmbH. Ungeachtet der Herkunft oder dem Glauben soll hier Menschen die Möglichkeit gegeben werden, sonntags von 15 bis 18 Uhr und mittwochs von 16 bis 19 Uhr in der Kapitän-Dallmann-Straße 2 miteinander Zeit zu verbringen und sich mit den unterschiedlichen Kulturen zu beschäftigen.

Daneben gibt es Einzelveranstaltungen. So wird am Donnerstag, 9. März, „Sol sayn gelebt – die kleine Klezmerband“ um 19 Uhr ein Konzert geben. Es handelt nach Angaben des Veranstalters vom Alltag und den Festen der osteuropäischen Juden, wobei Lebensfreude und Vitalität des Tanzes im Mittelpunkt stehen. Die Akkordeonistin Susanne Sasse und der Klarinettist Martin Kratzsch drücken dieses Lebensgefühl mit ihrer Klezmermusik aus. Beide sind außerdem Mitglieder der international bekannten Band Klezgoim.
Zitat Ende




..da sich das Cafe in der Kapitän-Dallmann-Str. befindet, wurde das Cafe sicherlich durch die Entdeckung des Seefahrers Kapitän-Dallmann ihm zu Ehren so genannt.
Mehr über Kapitän-Dallmann und seine Entdeckungen damals und heute kann man hier finden:
"Vom Leben der Seefahrer"
https://www.awi.de/ueber-uns/service/pre...rforschung.html

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..noch ein berühmter Namengeber einer Straße im Blumenthal-Zentrum

#2 von Lola3 , 05.03.2017 09:25

George Alexander Albrecht

https://de.wikipedia.org/wiki/George_Ale...recht_(Kaufmann)

Zitat
George Alexander Albrecht (* 2. August 1834 in Hannover; † 24. November 1898 in Bremen) war ein deutscher Kaufmann.

Leben

Albrecht absolvierte eine kaufmännische Lehre beim Handelshaus Johann Lange Sohn’s Wwe. & Co., dessen Teilhaber er später wurde und bis zum Tode blieb. Darüber hinaus saß er im Vorstand weiterer Unternehmen. Zudem war er österreichisch-ungarischer Konsul.

1864 heiratete er Louise Dorothea Betty Knoop (1844–1889), Tochter des Industriellen Baron Ludwig Knoop. Einer seiner Söhne war der Kaufmann Carl Albrecht.

Neben seiner kaufmännischen Tätigkeit war er ein Förderer der geografischen Wissenschaft. Er war Mitbegründer und Präsident der Geographischen Gesellschaft in Bremen. Im Jahr 1869 übernahm er die Rechnungs- und Kassenführung im Ausführungskomitee der zweiten deutschen Nordpolarfahrt. Er finanzierte verschiedene Forschungsreisen, unter anderem die der Brüder Aurel und Arthur Krause zu den Küstenländern des Beringmeeres (1881/1882).[1

https://de.wikipedia.org/wiki/Carl_Albrecht_(Arzt)
Carl Eduard Albrecht (* 28. März 1902 in Bremen; † 19. Juli 1965) war ein sehr stark philosophisch und psychologisch engagierter deutscher Arzt, der mit seinen Schriften zur Bewusstseinsphilosophie, insbesondere zur Mystikforschung, u. a. Gabriel Marcel und Karl Rahner beeinflusste.

Einige seiner Nachkommen erlangten im politischen Leben der Bundesrepublik Deutschland beträchtliche Prominenz: so war Albrecht der Vater von George Alexander Albrecht und Ernst Albrecht und Großvater von Ursula von der Leyen und Marc Albrecht.


https://de.wikipedia.org/wiki/Ernst_Albrecht
Ernst Carl Julius Albrecht (* 29. Juni 1930 in Heidelberg; † 13. Dezember 2014 in Burgdorf)[1] war ein deutscher Politiker (CDU). Er war von Januar 1976 bis Mitte 1990 Ministerpräsident von Niedersachsen.

Albrecht wurde als Sohn des Internisten Carl Albrecht in Heidelberg geboren. Er war ein Ururenkel des Bremer Großkaufmanns Baron Ludwig Knoop. Sein Vater ließ sich wenig später in Bremen nieder, wo Albrecht anfänglich die Schule besuchte.
1948 legte er in Brake die Abiturprüfung ab.
Von 1946 bis 1948 führte er eine Gruppe der Deutschen Jungenschaft.[2] Später studierte Albrecht Philosophie und Theologie in Tübingen, an der Cornell-Universität (USA) und in Basel (bei Karl Jaspers).
1953 schloss er sein anschließendes Studium der Rechts- und Wirtschaftswissenschaft in Tübingen und Bonn als Diplomvolkswirt ab.
Im Jahr 1959 promovierte er über das Thema Haftungsverhältnisse der Montangemeinschaft.[3][4] 1954 wurde er Abgesandter der Montanunion,
1958 Kabinettschef bei der EWG-Kommission,
1969 Generaldirektor der EG, 1971 bis 1976 Geschäftsführer des Gebäckherstellers Bahlsen.[1]

Landespolitik

Albrecht war von 1970 bis 1990 Mitglied des niedersächsischen Landtages. Von 1971 bis 1974 bekleidete er das Amt des stellvertretenden Vorsitzenden der CDU-Landtagsfraktion.

Albrecht wurde am 15. Januar 1976 als Oppositionskandidat mit Stimmen aus der sozialliberalen Regierungskoalition überraschend zum Nachfolger des aus Altersgründen zurückgetretenen Ministerpräsidenten Kubel gewählt. Damit war Albrecht Niedersachsens erster CDU-Ministerpräsident (siehe auch: Landtagswahlen in Niedersachsen).

Als Ministerpräsident traf Albrecht 1977 die Entscheidung, im dünn besiedelten Landkreis Lüchow-Dannenberg in unmittelbarer Nähe zur innerdeutschen Grenze ein „Nuklearzentrum“ zu errichten. Dieses sollte ursprünglich neben einem Zwischenlager für Atommüll bei Gorleben auch das zentrale deutsche Atommüllendlager, ein neues Atomkraftwerk an der Elbe bei Langendorf und eine Wiederaufarbeitungsanlage für Uranbrennstäbe in Dragahn[5] umfassen. Die Entscheidung für den geologisch mäßig geeigneten Salzstock Gorleben war allein dem politischen Kalkül geschuldet, wie Kritiker schon lange mutmaßen. Sie gehen zudem davon aus, dass sich Albrecht mit der Auswahl des dünn besiedelten Wendlandes geringere Proteste seitens der Bevölkerung erhoffte. Der Untersuchungsausschuss des Deutschen Bundestages kam 2013 zu dem Ergebnis, dass der Standort von Albrecht wegen seiner Grenznähe und als Reaktion auf das benachbarte Endlager für radioaktive Abfälle Morsleben in der DDR gewählt worden ist.[6][7]

In seiner Amtszeit setzte er sich dafür ein, dass Niedersachsen 1979 als erstes Bundesland 1000 vietnamesische Flüchtlinge (Boatpeople) aufnahm.[8] Seine Regierung verantwortete auch den unter der Bezeichnung Celler Loch bekannt gewordenen fingierten Sprengstoffanschlag auf das Hochsicherheitsgefängnis Celle zur Einschleusung von V-Personen in die linksterroristische Szene um die Rote Armee Fraktion.

Im Vorfeld der Bundestagswahlen 1980 wurde Albrecht als möglicher Kanzlerkandidat gehandelt. Nach wochenlangen öffentlichen Auseinandersetzungen wählte die CDU/CSU-Bundestagsfraktion mit 57 % der Stimmen Franz Josef Strauß von der CSU zum gemeinsamen Kanzlerkandidaten. Strauß verlor anschließend die Wahl gegen Helmut Schmidt.

1983 lehnte Albrecht den Wunsch Helmut Kohls ab, als Bundespräsident zu kandidieren.[8][9]

Im niedersächsischen Landtag scheiterte im Dezember 1988 ein von der SPD-Fraktion wegen der Spielbankaffäre eingebrachtes konstruktives Misstrauensvotum gegen Albrecht mit 76 gegen 79 Stimmen. Mindestens ein Mitglied der Oppositionsparteien SPD und Grüne muss dabei für Albrecht gestimmt haben.

Am 2. September 1989 trennte sich die CDU-Fraktion in Niedersachsen nach mehreren Skandalen vom Abgeordneten Kurt Vajen, was den Verlust der parlamentarischen Mehrheit im Landtag zur Folge hatte. Der kurz zuvor nachgerückte SPD-Politiker Oswald Hoch erklärte wenig später seinen Austritt aus der SPD-Fraktion und sicherte als fraktionsloser Abgeordneter Albrecht fortan die Mehrheit von 78 Stimmen (CDU/FDP) zu 77 Stimmen (SPD/Grüne) bis zum Ende der Legislaturperiode im Juni 1990.[10]

Ernst Albrechts Amtszeit war mit 14 Jahren die bisher längste aller Niedersächsischen Ministerpräsidenten. Seine Gestaltung von Politik und die von ihm gesetzten Marken haben das Land im positiven wie im negativen Sinne nachhaltig geprägt.[8] Einige Stimmen sagen, dass er dem bis dahin „künstlichen Gebilde Niedersachsen“ ein Bundesland mit eigener Identität gegeben hat.[8][11] Er forcierte die Gründung von Forschungsinstituten in Hannover, Braunschweig, Clausthal und Göttingen. Andererseits belasten die gesellschaftlichen Konflikte, die Albrecht vor vier Jahrzehnten im Wendland initiiert hat, die Landes- wie Bundespolitik bis in die Gegenwart. Albrecht gehörte zu den wenigen Politikern, die von der Wirtschaft in die Politik gewechselt sind und stand dem sich immer stärker etablierenden Berufsparlamentariertum sehr kritisch gegenüber.[8]
Abwahl und die Tätigkeit danach

Bei der Landtagswahl am 13. Mai 1990 kam es prozentual nur zu relativ geringen Änderungen; gleichwohl wurde nun eine rot-grüne Mehrheit bzw. Koalition möglich. Der SPD-Herausforderer, der spätere Bundeskanzler Gerhard Schröder, bildete eine rot-grüne Regierung; damit war Albrecht nach über 14 Jahren nicht mehr Ministerpräsident.
Ernst Albrecht (2008)

Albrecht war Aufsichtsratsvorsitzender der EHW Thale AG (heute Thaletec GmbH) und kaufte 1993 mit dem Bremer Kaufmann Hans Henry Lamotte das Unternehmen. Er war ferner 2007 Aufsichtsratsmitglied des Bauunternehmens GP Papenburg AG (siehe Günter Papenburg).

https://de.wikipedia.org/wiki/Hans-Holger_Albrecht
Leben
Hans-Holger Albrecht wurde in Brüssel, Belgien, als Sohn von Heidi Adele und Ernst Albrecht geboren, wo sein Vater bei der Europäischen Kommission arbeitete. 1971 zog die Familie nach Deutschland, wo Ernst Albrecht Ministerpräsident von Niedersachsen (1976–1990) wurde. Eines seiner sechs Geschwister ist die Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen. Hans-Holger Albrecht wuchs im Burgdorfer Ortsteil Beinhorn auf. Er studierte an den Universitäten Freiburg im Breisgau, Yale (USA) und Bochum, wo er einen Abschluss als Jurist machte.

Karriere

Hans-Holger Albrecht begann 1990 bei Daimler-Benz. Von 1991 bis 1996 arbeitete er für den Medienkonzern CLT, dort war er für alle Aktivitäten im Bereich Fernsehen sowie für die Entwicklung des Geschäfts in Deutschland und Osteuropa zuständig. Er arbeitete an neuen Projekten für RTL II in Deutschland, RTL 7 in Polen, RTL 1 in Ungarn und Channel 5 in Großbritannien. Außerdem war er zuständig für den Start von Super RTL in Deutschland und für die Entwicklung des digitalen Fernsehprojekts Club RTL von CLT.

1997 wechselte er als Leiter der Pay-TV-Sparte im Geschäftsbereich Viasat Broadcasting zur Modern Times Group, 1999 wurde er zum Leiter des gesamten Geschäftsbereichs ernannt, womit er auch für die Sparte Free-TV zuständig wurde. Im April 2000 wurde er zum COO von MTG berufen. Am 1. Oktober 2000 wurde er Vorstandsvorsitzender und CEO der MTG AB. Während seiner Amtszeit verdoppelte sich der Umsatz von MTG von 5,4 Mrd. Schwedischen Kronen auf 13,5 Mrd. im Jahr 2011.

Im November 2012 wechselte Hans-Holger Albrecht als Präsident und CEO zu Millicom.[1] Er formte in den Jahren 2013 und 2014 aus dem auf Märkte in Lateinamerika und Afrika konzentrierten Mobilfunk-Unternehmen durch Einführung neuer digitaler Produkte und Dienstleistungen einen auf Digital Lifestyle ausgerichteten Konzern.

Seit Februar 2015 ist Hans-Holger Albrecht Präsident und CEO von Deezer. Der global aktive Musikstreaming-Dienst ist präsent in über 180 Ländern und bietet einen Musikkatalog mit mehr als 35 Mio. Songs.

https://de.wikipedia.org/wiki/Ursula_von_der_Leyen
Ursula Gertrud von der Leyen[1] (Audio-Datei / Hörbeispiel anhören?/i; geb. Albrecht; * 8. Oktober 1958 in Ixelles/Elsene, Region Brüssel-Hauptstadt, Belgien) ist eine deutsche Politikerin der CDU. Sie ist seit dem 17. Dezember 2013 Bundesministerin der Verteidigung im Kabinett Merkel III.

Von 2003 bis 2005 war von der Leyen niedersächsische Ministerin für Soziales, Frauen, Familie und Gesundheit, von 2005 bis 2009 Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und von 2009 bis 2013 Bundesministerin für Arbeit und Soziales.

https://de.wikipedia.org/wiki/George_Alexander_Albrecht
" George Alexander Albrecht (* 15. Februar 1935 in Leuchtenburg, Landkreis Osterholz) ist ein deutscher Dirigent.
Leben

Albrecht − Sohn des Arztes Carl Albrecht − ist ein Ururenkel des Bremer Großkaufmanns Baron Ludwig Knoop, jüngerer Bruder des Politikers Ernst Albrecht und Vater des Dirigenten Marc Albrecht sowie Onkel der Verteidigungsministerin der Bundesrepublik Deutschland Ursula von der Leyen.

Er studierte Violine, Klavier und Komposition und erhielt 1954 den „Prix d'excellence“ der Accademia Chigiana in Siena/Italien. Mit 29 Jahren wurde er 1965 zum Generalmusikdirektor der Niedersächsischen Staatsoper Hannover berufen und war damals jüngster GMD in Deutschland. Er war im Laufe seiner Karriere u.a. Gastdirigent der Berliner und Münchner Philharmoniker, der Bamberger Symphoniker, der Staatskapelle Dresden und des Gewandhausorchesters Leipzig. Er dirigierte sämtliche deutsche Rundfunk-Orchester und stand bei zahlreichen ausländischen Orchestern am Pult, darunter die Warschauer Philharmonie, das Orchestre Philharmonique de Paris, die Tschechische Philharmonie sowie die Rundfunk-Orchester Turin, Mailand und Rom. Opern- und Konzertgastspiele führten ihn nach Bologna, Barcelona, Madrid, Triest, Turin, Venedig, zur Philharmonie St. Petersburg, an das Opernhaus Zürich, zur Wiener Staatsoper, zum Wiener Konzerthaus und zum Wiener Musikverein, den Salzburger Festspielen und in die Carnegie Hall in New York. Im Februar 1992 debütierte er in Japan beim NHK-Sinfonieorchester Tokio. Nach 32 erfolgreichen Jahren verließ Albrecht mit Ende der Spielzeit 1992/93 die Hannoversche Oper, um sich zunehmend Gastdirigaten zu widmen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Marc_Albrecht
Marc Albrecht (* 1964) ist ein deutscher Dirigent. Er ist der Sohn des Dirigenten George Alexander Albrecht (* 1935) [1] und der Cousin der Ministerin Ursula von der Leyen.[2]

Marc Albrecht studierte bei seinem Vater, dann in Wien, wo er Claudio Abbado beim Gustav Mahler Jugendorchester assistierte. Nach Engagements an der Hamburgischen Staatsoper (1988 als Assistent des nicht mit ihm verwandten Generalmusikdirektors Gerd Albrecht) wurde Marc Albrecht 1995 Generalmusikdirektor am Staatstheater Darmstadt. 2001 bis 2004 arbeitete er als freier Dirigent und gastierte in Europa und Übersee.

Als Konzertorchester leitete Albrecht in dieser Zeit u.a. die Berliner und Münchner Philharmoniker, das Concertgebouw-Orchester Amsterdam, das City of Birmingham Orchestra, St. Cecilia Rom, das Chamber Orchestra of Europe, die Staatskapelle Dresden und das Orchestre National de Lyon.

Im Musiktheaterbereich war Albrecht bislang bei den Bayreuther Festspielen, den Salzburger Festspielen, an der Opéra Bastille in Paris, der Deutschen Oper Berlin (2001 bis 2004 Erster Gastdirigent), der Semperoper Dresden sowie der Bayerischen Staatsoper München tätig. In der Saison 2008/2009 gab Marc Albrecht sein Debüt am Royal Opera House Covent Garden in London.

2004 und 2005 war er designierter, von 2006 bis 2011 amtierender Musikdirektor der Straßburger Philharmoniker. Seit der Saison 2011/2012 ist er Chefdirigent des Nederlands Philharmonisch Orkest, des Nederlands Kamerorkest und der Nederlandse Opera in Amsterdam.
Zitat Ende

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George Albrecht war Konsul von Österreich-Ungarn

#3 von Lola3 , 05.03.2017 10:58

http://schule.judentum.de/projekt/herzl.htm
Zitat


1. Begrifferklärung „Zionismus“

Das Wort „Zion“ war ursprünglich die Bezeichnung für eine Anhöhe und die auf ihr gelegene Burg in Jerusalem. Einige Zeit später wurde der Begriff zum Synonym für die Heiligtümer Jerusalems, wie in der Bibel (Jesaja 10,12) nachvollzogen werden kann. Darauffolgend wurde „Zion“ als Mittelpunkt des jüdischen Glaubens zum Ausdruck, welcher das „Heilige Land“ bezeichnet.
„Zionismus“ ist eine nationalistisch-ideologische Bewegung des jüdischen Bürgertums seit Ende des 19. Jahrhunderts. Der Zionismus strebt die Schaffung eines eigenständigen jüdischen Staates auf dem Gebiet Palästinas an.

2. Gesellschaftliche Stellung der Juden im 19. Jahrhundert

Obwohl die französische Revolution und die damit in Verbindung stehenden Reformen der Aufklärung einen gesellschaftlichen Fortschritt zur Folge hatten, bezog sich dieser nicht auf das Volk der Juden. Die Auffassung vom „nutzlosen“ und „verdorbenen“ Juden ist zu dieser Zeit weitläufig verbreitet, das Bild vom „schmarotzenden“ und „ausbeutenden“ Juden in breiten Kreisen des Volkes tief verwurzelt. In der vorherrschenden Ständegesellschaft wurden die Juden als Bürger lediglich geduldet - nicht akzeptiert. Durch die zunehmende Entstehung der Ghettos wurden die Juden nun immer mehr von der sie umgebenden nichtjüdischen Umwelt isoliert und in ihrer wirtschaftlichen Tätigkeit eingeschränkt. Seit der Durchsetzung dieser Maßnahmen beherrschen Hetze und Befangenheit gegenüber den Juden die Bevölkerung. Vor allem in den osteuropäischen Ländern kommt es ab den 80er Jahren des 19. Jahrhunderts zu schwerwiegenden Gewaltverbrechen.

3. Vorreiter Herzls

Um die genauen Anfänge des Zionismus zu benennen, bedarf es eines Rückblicks bis 2000 Jahre vor unserer Zeit. Bereits nach der Zerstörung des Ersten Tempels durch die Babylonier und die Vertreibung der Juden aus ihrem Heimatland Israel, entstanden Sehnsüchte nach einem eigenen jüdischen Staat, in dem es möglich ist, die eigene Religion friedvoll und ohne Auseinandersetzungen mit anderen Völkern auszuüben.
Vage Vorstellungen und Träume wurden dann im 19. Jahrhundert von konkreten Plänen abgelöst. Zu nennen wäre da zum Beispiel der Rabbiner Hirsch Kalischer. Dieser verfasste eine Schrift, in der er sich von der Denkweise eines erwarteten Messias, welcher die Juden zurück nach Palästina führt, abwendete. Er appellierte an die Juden, sie mögen zur Selbsthilfe greifen und gründete 1863 in Berlin das „Zentralkomitee für die jüdische Kolonisation in Palästina“. Desweiteren wäre Moses Hess zu nennen, der sich ebenfalls wie Hirsch für eine Errichtung eines Judenstaates in Palästina einsetzte. Genau wie Kalischer und Hess verfolgte auch Max Bodenheimer das Ziel einer gesicherten Nation der Juden in der Gemeinschaft aller Völker. Aus diesem Grund gründete er 1897 zusammen mit David Wolffsohn die „Nationaljüdische Vereinigung in Köln“, die als Wegbereiterin der kurz darauf entstehenden „Zionistischen Vereinigung für Deutschland“ (ZVfD) galt.

4. Biographischer Abriss zu Herzl

1860
* 2.Mai: Geburt Herzls in Budapest (ehem. Stadtteil Pest)
* Vater: Jacob Herzl - Kaufmann in der Textilbranche
* Mutter: Jeanette (geb. Diamant)

seit 1878
* studiert Jura in Wien --> 1884 Promotion zum Doktor der Rechte

1889
* Hochzeit mit Julie Naschauer (zwei gemeinsame Töchter und ein Sohn)

1891-1895
* Mitarbeiter der Wiener "Neuen Freien Presse" --> Korrespondent in Paris

1894
* Prozess gegen Alfred Dreyfus (jüdischer Offizier)
--> Idee eines eigenständigen jüdischen Staates

1896
* Redakteur der "Neuen Freien Presse"
* Veröffentlichung "Der Judenstaat"

1897
* 26.-29 August: 1. Zionistischer Weltkongress in Basel
* Herausgabe der Wiener Monatszeitschrift "Die Welt"

1898
* Verhandlung mit dem deutschen Kaiser Wilhelm II. hinsichtlich seiner Unterstützung
bei den Verhandlungen mit dem türkischen Sultan

1899
* England bietet Herzl ein Territorium in Uganda für eine eigenständige jüdische Siedlung
an. --> Scheitern des Plans

1902
* sein Romans "Altneuland" erscheint

1904
* 3. Juli Herzl stirbt auf Grund von Erschöpfung an einem Herzleiden in Edlach (a.d.
Rach) in Österreich

1949
* Sein Leichnam wird nach Israel (gegr. 1948) überführt und auf dem nach ihm
benannten "Herzlberg" (westlich. von Jerusalem) beigesetzt.


5. Vom Journalist zum Zionist

Manche mögen ihn als Phantasten, Träumer oder naiven Abenteurer bezeichnen. Theodor Herzl aber war ein Mensch voller Herzblut und Zielstrebigkeit. Er setzte sich tapfer für seine Sehnsüchte und Maxime ein, ohne auch nur den geringsten Zweifel an seinen Vorstellungen zu hegen.
Theodor Herzl wurde am 2. Mai 1860 im ungarischen Budapest, Stadtteil Pest, geboren. Er wächst in einer assimilierten jüdischen Familie auf. Zu Hause spielen Traditionen und Religion eine untergeordnete Rolle. Das Leben der Familie Herzl war ganz und gar an der deutschen Kultur orientiert. Ein Grund dafür war sich die Deutschstämmigkeit seiner Mutter Jeanette. Diese setzte außerdem durch, dass Theodor die deutsche Sprache erlernte. Somit war es für Herzl auch kein Problem in Wien Jura zu studieren, obwohl er sich insgeheim nach dem Beruf des Schriftstellers sehnte. Nachdem er 1884 zum „Doktor der Rechte“ promovierte, ging er, manche mögen sagen aus Leidenschaft, auf ein Angebot hin zur „Neuen Freien Presse“. Dort verfasst er die vom jüdischen Wiener Publikum so geschätzten Feuilletons. Herzl ist nun Journalist. 1891 zieht er als Korrespondent nach Paris, um von da aus für die „Neue Freie Presse“ zu berichten. Dies sDegradierung des französischen Offiziers Dreyfus (zeitgenössische Darstellung)ieht er auch gleichzeitig als Gelegenheit seiner jungen Vermählten ein Leben zu bieten, wie es die höhere Gesellschaft führt. Von da an wird ihm klar, dass es in Europa zwei gegensätzliche Welten gibt, die ihm vorher verborgen geblieben waren: das moderne und schöne Leben der höher stehenden Bürger und den Antisemitismus, welcher ihm durch die Dreyfus-Affäre verdeutlicht wird. Der jüdische Hauptmann Alfred Dreyfus wurde 1895 beschuldigt als Spitzel für die Deutschen Dokumente, die französische Militärgeheimnisse enthalten sollen, nach Deutschland entrichtet zu haben. Dreyfus wurde durch das von antisemitischen Vorstellungen beeinflusste Kriegsgericht für schuldig gesprochen und auf die Teufelsinsel verbannt. Herzl nahm aufgrund seiner journalistischen Tätigkeit als Berichterstatter an der öffentlichen Degradierung des französischen Generalstab Offiziers Alfred Dreyfus in Paris teil. Er empfand den juristisch nicht tragbaren Rechtsspruch als eine Verurteilung der ganzen jüdischen Bevölkerung und berichtete in der „Neuen Freien Presse“ über seinen tiefen Eindruck. Er gewann nun die Einstellung, „[...]dass es Zeit würde, etwas für die Juden zu tun“.
Aus diesem Schockerlebnis heraus verfasste Herzl 1896 die Schrift „Der Judenstaat. Versuch einer modernen Lösung der Judenfrage“. In diesem Moment ist aus dem Journalisten Theodor Herzl der wohl bekannteste Zionist überhaupt geworden. Hier formuliert er: "Wenn es den Juden unmöglich gemacht wird; sich innerhalb anderer Nationen zu verwirklichen, so müssen sie die Errichtung eines eigenen Nationalstaates ansAnzeige zum Erscheinen von Herzls "Der Judenstaat"treben, um gleich unter Gleichen zu sein.".

...
Herzls Wunsch war es einen Staat zu errichten, in dem Deutsch die Amtsprache ist und dem es möglich sei, andersgläubige Menschen aufzunehmen und sie zu tolerieren.

Für seinen „Judenstaat“ könne er sich drei Gebiete als Staatsterritorien vorstellen: Argentinien, Uruguay und Palästina. Dies lässt erkennen, dass sich Herzl von der streng orthodoxen Auffassung, welche Palästina als das Ursprungsland der Juden vorsieht, loslöst . Herzl ist voller Hoffnung, dass seine Idee viele Interessenten haben wird und er vor allem in den osteuropäischen Ländern auf Anklang stoßen wird. Viele seiner Zeitgenossen vertraten dieselbe Haltung wie er, jedoch besaß keiner so viel Zivilcourage, wie Herzl und publizierte das Problem des jüdischen Volkes.

5. Umsetzungsversuche

Um seine Vorstellungen offiziell zu machen und im gleichen Augenblick Geldgeber für sein Vorhaben zu gewinnen, war es nötig, dass Herzl sich auf den Weg machte und sowohl reiche, als auch in der Öffentlichkeit stehende Menschen anzusprechen. Vorerst suchte er reiche Juden auf, reiste dann in die europäischen Hauptstädte London, Paris, Berlin und Moskau, um seine Ideen vorzustellen. Herzls Aufrufe bleiben jedoch ohne Interesse. In einem Gespräch mit dem österreichischen Baron von Hirsch wurden Herzls Erwartungen abermals enttäuscht, als von Hirsch Herzls Ideologie als Fantasterei abtat. Jedoch ließ sich Herzl nie entmutigen und gab nicht auf. Als er sein Anliegen dem Pariser Bankier Rothschild vortrug, machte dieser Herzl darauf aufmerksam, dass es mit dem Einverständnis den türkischen Sultan möglich sei eine Ansiedlung in Palästina durchzuführen. Dies war der Anstoß dafür, dass Herzl von nun Kontakt zur türkischen, deutschen und britischen Staatsführung aufnahm. Herzls Gedanke war es, Deutschland zu einer Übernahme des Protektorats zu bringen und England, als Nahost-Macht mit für sich zu gewinnen. Dies wäre recht nützlich, sollte sich die Türkei für Verhandlungen bereit erklären und Palästina gegen entsprechende Sanierungen für die Juden freizugeben. Eine weitere Macht, die Herzl für seine Diplomatie gewann war Russland, welches ähnlich wie England Einfluss auf die Türkei haben könnte und interessiert daran war die im Unglück lebenden Juden in Sicherheit zu bringen. Aufgrund der zahlreichen Ablehnung, in Bezug auf die Finanzierungshilfen, entschloss sich Herzl eine jüdische Nationalversammlung einzuberufen.

....bitte mit dem o.a. Link den kompletten Beitrag lesen.....

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RE: George Albrecht war Konsul von Österreich-Ungarn

#4 von Lola3 , 05.03.2017 14:30

http://www.wissen.de/lexikon/klezmer

Zitat

Klezmer
[ˈklɛz-; die oder der; Plural Klezmorim; hebräisch, jiddisch]
traditionelle jüdische Instrumentalmusik, besonders Klarinettenmusik; auch der Musiker, der eine Klezmer spielt.
Klezmer fand seinen Ursprung im 18. Jahrhundert in den jiddisch-sprachigen Gemeinden Osteuropas. Die Musik vereint Elemente der osteuropäischen Volksmusik (Polka, Doina) mit chassidischer Musik und jüdischen Volksliedern, deren Wurzeln bis ins Mittelalter zurückreichen. Die meist rein instrumentalen Stücke wurden von Berufsmusikern bei fröhlichen Anlässen (z. B. Hochzeiten) vorgetragen.

Mit den Auswanderungswellen 1881–1924 fand die Klezmer-Musik in den USA zunächst große Verbreitung. Durch die gesellschaftlichen und kulturellen Einflüsse in Amerika sowie durch die Auswirkungen von Nationalsozialismus und Stalinismus in Osteuropa verlor die Musik an Bedeutung; historische Aufarbeitung und ein gestiegenes Interesse an Weltmusik führte ab den 1970er Jahren zu einem Wiederaufleben. Führende Interpreten u. a. die Klarinettisten Naftule Brandwein, Dave Tarras, Joel Rubin, Giora Feidman.
Zitat Ende

..ich erinnere mich an einen Zeitungsbericht in "Die Norddeutsche" aus dem Jahr 2012 od.2013. Es war ein Gespräch zwischen einem damals 13-jährigen Bewohner der George-Albrecht-Straße (Roma?)
der gern Klarinette spielt, jedoch kein eigenes Instrument besitzt und es sich immer von seinem Vater oder Onkel geliehen hat. Beide haben ihm auch das Spielen beigebracht.
Leider finde ich diesen Zeitungsbericht nicht wieder, denn das Thema der Zeitung war nicht die Klarinette.

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