Kraftwerk Farge (Quelle: wikipedia)

Algen für das Klima

#1 von Klueverbaum , 10.02.2013 23:42

Vor zwei oder drei Jahren wurde versucht, der BREWA ein - na sagen wir mal - harmloses Image zu geben. Dort wurden - oder werden immer noch? - Algen gezüchtet!!! Weil: die brauchen zum Wachsen CO2. Und wer sondert CO 2 ab? Richtig! Die Sondermüllverbrennungsanlage!

Aber das ist ja gar nicht so schlimm, denn das fressen ja nun die Algen. Also alles öko oder was?

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RE: Algen für das Klima

#2 von Lola , 03.09.2013 08:20

http://www.weser-kurier.de/bremen/stadtt...rid,651957.html

Zitat
Europäisches Förderprogramm hat seit 2007 gut 22 Millionen Euro nach Bremen-Nord fließen lassen - 03.09.2013
Wo der Norden von Europa profitiert
Von Klaus Grunewald

Bremen-Nord.Es gibt sie in Bremen-Nord fast überall: Firmen, Initiativen und touristische Attraktionen, die nur entstanden sind, weil seit über 20 Jahren Steuergelder aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) geflossen sind. Manchmal freilich auch in Pleiteprojekte, wie die Insolvenz der BBV zeigt.

..
Am Schluss des Beitrags heißt es:

Nicht alle EFRE-geförderten Maßnahmen sind so deutlich wahrzunehmen wie in Marßel oder im Werderland. Die Bremer Unternehmen Phytolutions, Brewa und die Jacobs University zum Beispiel haben hinter verschlossenen Bürotüren ein gemeinsames Projekt für den Umweltschutz entwickelt. Dabei werden Mikroalgen zur Reinigung von Rauchgasen eingesetzt. Zum Beispiel im Heizkraftwerk Blumenthal. Gesamtkosten bisher: gut 800 000 Euro, davon sind etwa 550 000 Euro EFRE-Gelder.
Zitat Ende

Es wäre doch sehr interessant wenn man von Forschungsergebnissen in der Presse lesen könnte, denn gerade dieses Heizkraftwerk macht vielen Blumenthalern zu schaffen.
Oder war/ist das Projekt gar nicht von Erfolg gekrönt und man liest deshalb nichts mehr?

Nun ist aber gerade der CO2 Ausstoss ein wichtiges Thema, aber wo bleiben die Schadstoffe denn wenn die Algen zucht möglicherweise aufgegeben wurde?


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zuletzt bearbeitet 03.09.2013 | Top

RE: Algen für das Klima

#3 von Lola , 03.09.2013 09:40

..der Ordnung halber möchte ich noch hinzufügen, dass mir klar ist, das Forschungen sich über Jahre bewegen können, bis die Wissenschaftler plötzlich einen großen Erfolg verzeichnen können oder man muß das Projekt aufgeben. Kein Mensch ist so blauäugig und erwartet, dass eine Forschung auf anhieb Erfolg hat.

Jedoch wäre es für die Bürger dieser Region sicher interessant Forschungsergebnisse zu erfahren, z.B. Schadstoffausstoss vorher und während der Algenzucht.


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RE: Algen für das Klima

#4 von Klueverbaum , 03.09.2013 13:54

Da war doch mal was: http://www.dielinke-bremen-nord.de/in_de...rennungsanlage/

Aber ob da eine Antwort gekommen ist?Ichfinde es ohnehin merkwuerdig,dass man nie die Antworten auf die Sachen liest,die in der Beiratssitzung angesprochen werden.

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RE: Algen für das Klima

#5 von Lola , 03.09.2013 14:19

Hallo Klueverbaum, danke für den Hinweis.
Hab gerade mal gelesen

28. April 2013
Anfrage zur Algenzucht bei der Müllverbrennungsanlage

Am 23.6. 2010 wurde mit großem Aufwand und unter Beteiligung von Umweltsenator Loske der "Startschuss" für eine Pilotanlage auf dem Gelände der Müllverbrennungsanlage Heizkraftwerk Blumenthal gegeben. Dort sollten jährlich 5000 kg Algentrockenmasse entstehen und angeblich 10 000 kg Kohlendioxid verbraucht werden.

Dieses Projekt wurde von der WFB aus Mitteln des europäischen Programms zur Förderung anwendungsnaher Umwelttechniken finanziert.

Der Beirat Blumenthal fragt den Senator für Bau, Umwelt und Verkehr:
- Wie hat sich dieses Projekt entwickelt?
- Ist der Versuch noch aktuell oder wurde er inzwischen beendet?
- Ist damit zu rechnen, dass die Algenproduktion weiterhin betrieben wird und wenn ja, von wem und unter wessen Aufsicht?
- Welche Erkenntnisse wurden aus dem Projekt gewonnen?"

Hier wurden EU-Fördergelder investiert.
Ich habe den Bericht der Norddeutschen so verstanden, dass € 500.00 EU-Fördergelder waren und € 300.000,-- hat Bremen aus Steuermitteln dazu gelegt.

So ein paar Ergebnisse sollte aber schon öffentlich gemacht werden. Mich als Bürgerin interessiert das schon und ich glaube andere Blumenthaler ebenso, oder?


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Der Reiz des Neuen

#6 von Reinhard , 06.09.2013 09:24

Der Reiz des Neuen

Anders als wenigstens ein Blumenthaler Beiratsmitglieder scheint sich die wissenschaftliche Projektleitung nicht mehr für das Algenprojekt in Blumenthal zu interessieren, denn es hat anscheinend weder zu wissenschaftlichen noch finanzielle Meriten geführt. So findet man weder eine einschlägige wissenschaftliche Publikation zu den Ergebnissen noch eine gesunde Bilanz bei dem hoch gelobten Algen-Startup Phytolutions GmbH. Hier operiert man vielmehr nach der letzten veröffentlichten Bilanz deutlich im roten Bereich, denn für 2011 musste ein sechsstelliger nicht gedeckter Fehlbetrag ausgewiesen werden. Für eine Nachbereitung des Blumenthaler Projektes werden folglich die entsprechenden Mittel fehlen, was die Funkstille bei den Nachrichten erklärt.

Daher dürfte es für die Karriere der beteiligten Wissenschaftlicher förderlicher gewesen zu sein, der Algen-Hype ade zu sagen und sich einem neuen spannenden Thema zuzuwenden: dem denkenden Tiefseeroboter Wally.

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BREWA Sondermüllverbrennungsanlage

Burg Blomendal (Quelle: wikipedia)
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