Kraftwerk Farge (Quelle: wikipedia)

"Die Zeitschrift der Strasse" - Das Bremer Strassenmagazin

#1 von Lola , 29.09.2016 09:31

Gestern, am 28.9.2016 war ich mal wieder beim Netto-Markt in Farge.

Vor dem Gebäude saß ein Mann, den ich in d in der Vergangenheit schon sehr oft vor Supermärkten in Rönnebeck und Farge gesehen habe und dort seine Magazin verkauft.

Ich habe mir eine Zeitung bei ihm gekauft und mir ist aufgefallen, dass er erschöpft, mutlos und auch krank oder kraftlos auf mich wirkte. Allein die Vorstellung den ganzen Tag zu stehen,ist erschöpfend. Er hatte noch viele Exemplare die verkauft werden wollen und es war bereits später Nachmittag, das macht natürlich mutlos.

Schön wäre es wenn die Supermärkte oder Bäckereien die sich ja auch in den Gebäuden befinden ihm einen Hocker oder Stuhl zur Verfügung stellen würden, denn es verkauft sich besser wenn man sich mit dem Käufer auf Augenhöhe befindet. Vor allem ist es leichter vom Stuhl aufzustehen als vom Boden.

Vielleicht können die Bäckereien sich vorstellen, dass sie einen Topf haben für "Vorgeschobenen".

Ich wäre gerne bereit hin und wieder wenn ich mir einen Kaffee kaufe einen zweiten gleich mitzubezahlen, den die Bäckereiverkäufer z.B. diesem Zeitungsverkäufer anbieten. Ich bin sicher es gibt außer mir noch viele andere die auch einen "Vorgeschobenen" gerne bezahlen.

Manchmal sind kleine Gesten sehr hilfreich. :-)

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RE: "Die Zeitschrift der Strasse" - Das Bremer Strassenmagazin

#2 von Lola , 01.10.2016 22:44

Heute (1.10.2016) berichtete eine FB-Userin, dass der Verkäufer des Magazins der Straße
wieder wie gewohnt in Rönnebeck vor dem Aldi seine Zeitschrift verkauft hat und zwar auf einem Hocker.

Eine sehr nette Geste, ihm eine Sitzgelegenheit zur Verfügung zu stellen.

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"Vorgeschobenen" (Kaffee)

#3 von Lola3 , 19.01.2017 20:50

http://www.suspendedcoffee.de/index.php?page=Home

...den o.a. Link habe ich heute auf Facebook entdeckt.


Zitat:

Suspended Coffees Germany/ Aufgeschobener Kaffee in Deutschland

Mach Mit!

Du besitzt ein Café oder bist in einem anderen Gastrogewerbe tätig?
Du hast die nötigen Kontakte diese Initiative bekannter zu machen?
Du möchtest selbst aktiv werden, Cafés und Bäckereien ansprechen, Flyer an Interessenten ausgeben?

Dann nimm Kontakt zu uns auf und werde Teil dieser Bewegung!
Zitat Ende

Wäre ganz toll wenn sich Cafes in Bremen- Nord dieser Bewegung anschließen würden, weil es einfach eine nette Geste an jemanden ist, der aus welchen Gründen auch immer, nicht einfach mal eben ins Cafe gehen kann um Kaffee zu trinken.

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"Soziale Arbeit mit Haltung"

#4 von Lola3 , 06.03.2017 09:20

http://www.weser-kurier.de/bremen/bremen...id,1559916.html


Zitat
Wohnungslose in Bremen
Soziale Arbeit mit Haltung
Kathrin Aldenhoff 01.03.2017 0 Kommentare

Studierende der Hochschule Bremen haben Obdachlose und Menschen, die Angst haben, ihre Wohnung zu verlieren, zu deren Lebensumständen befragt. Die Antworten haben sie erschüttert.

Das Thema ihres Seminars hat die Studierenden der Hochschule nicht kalt gelassen, das wird gleich klar. An der Tafel in Raum 158 steht: „Wohnungsnot bekämpfen statt verwalten!“, und die Studierenden des Studiengangs Soziale Arbeit, die ihre Ergebnisse präsentieren, tun das mit Leidenschaft, mit Empörung, mit einer Haltung. 110 Gespräche haben 35 Studierende der Hochschule mit Menschen geführt, die obdachlos sind oder die Angst haben, obdachlos zu werden. Das, was sie gehört haben, hat sie erschüttert.

Es ging den Studierenden bei ihrer Befragung nicht um Zahlen, nicht darum, allgemeingültige Aussagen über die Wohnungsnot in Bremen zu treffen. Es ging vielmehr darum, offene Gespräche mit Menschen zu führen, die das Gefühl haben, nicht gehört zu werden. Wohnungsnot sei ein großes Thema und müsse in der Öffentlichkeit Thema bleiben, finden die Studierenden.
Zitat Ende

..es gibt sie doch noch: Menschen mit Empathie :-)

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"Wo Obdachlose in Bremen leben"

#5 von Lola3 , 17.08.2017 13:19

http://www.weser-kurier.de/bremen/bremen...id,1636669.html

Zitat

Soziale Stadtführung im Bahnhofsviertel
Wo Obdachlose in Bremen leben
Sabine Doll 16.08.2017 1 Kommentar

Die „Zeitschrift der Straße“ bietet eine soziale Stadtführung durch das Bahnhofsviertel an. Sie soll zeigen, wo und wie von Wohnungslosigkeit betroffene Menschen in Bremen leben und Hilfe bekommen.
Zitat Ende

Warum gibt es keine Schlichtbauten mehr, wie es sie noch bis in den 60er und 70er Jahren des letzten Jahrhunderts gegeben hat? Dann bräuchte es keine "Stadtführung" für junge Menschen geben, um ihnen die Obdachlosigkeit vorzuführen.

Ja, es gibt Hilfe von Mo-Fr. 8-17.ooh und 40 Notschlafplätze und dann gibt es noch die Unterkunft in der Fr.-Rauers-Str. (Papageienhaus) Der Beitrag informiert, dass es 500 - 600 obdachlose Männer und Frauen in Bremen gibt.

Ein schwerwiegender politischer Fehler der Vergangenheit war, den kommunalen Wohnungsbau = Volksvermögen ! an Privatinvestoren zu verkaufen.
Das ist schlichtweg als Vernichtung von Volkseigentum zu bezeichnen.

Es ist längst überfällig, dass wieder eine menschenwürdige Politik gestaltet wird.

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"Nachruf auf Peter True"

#6 von Lola3 , 13.12.2017 19:38

https://www.weser-kurier.de/bremen/breme...id,1679498.html

Zitat

Nachruf auf Peter True
Abschied von einem Kämpfer
Kathrin Aldenhoff 13.12.2017 ....3 Kommentare

Viele Jahre lebte Peter True in Bremen auf der Straße - und hoffte doch immer auf eine eigene Wohnung. Ein Nachruf.

Zitat Ende


https://pageflow.io/de/draussen-24-stund...em-obdachlosen/
Zitat

Draussen – 24 Stunden mit einem Obdachlosen
27. February, 2016

Mit der Reportage „Draußen“ hat Kathrin Aldenhoff gemeinsam mit der Fotografin China Hopson eine beeindruckende Geschichte über einen obdachlosen Mann aus Bremen produziert.

Dank des starken Protagonisten und der reduzierten Bildsprache gelingt ihr damit eine besonders intime und schnörkellose Umsetzung, in der sie stets die Augenhöhe mit ihrem Hauptdarsteller bewahrt. In der Zwischenzeit wurde die Multimedia Reportage für den Grimme Online Award 2016 nominiert.
Zitat Ende






https://www.weser-kurier.de/bremen/breme...id,1520779.html
Zitat
Was wurde aus...?
Ein Jahr im Leben des Obdachlosen Peter True
Kathrin Aldenhoff 27.12.2016.....1 Kommentar

Bereits im Januar begleitete der WESER-KURIER den Wohungslosen Peter True für eine Reportage. Nun scheint es in seinem Leben endlich wieder bergauf zu gehen.
Zitat Ende

0


https://www.weser-kurier.de/bremen/breme...alid,35914.html
Zitat
24 Stunden auf der Straße
Unterwegs mit einem Obdachlosen

24 Stunden waren die Fotografin China Hopson und die Autorin Kathrin Aldenhoff mit Peter True auf der Straße. Sie haben mit ihm gefrühstückt, vor dem Bahnhof herumgestanden, Bier getrunken und draußen ihren Schlafsack ausgebreitet. Klicken Sie sich durch diese Fotostrecke und verfolgen Sie den Tag.
Zitat Ende

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zum Thema: RE: "Nachruf auf Peter True"

#7 von Lola3 , 13.12.2017 20:14

..vor einigen Tagen habe ich im Weser Kurier einen kleinen Beitrag gelesen, das lt. Senatorin Stahmann kein Bedarf besteht, Wohnungslosen in der kalten Jahreszeit in leeren Flüchtlingsheimen ein Zimmer anzubieten .

Die Senatorin informierte weiter, dass man daran arbeitet, dass für die Wohnungslosen passende Wohnungen gefunden werden....

Im Falle von Herrn True hat es sehr lange gedauert bis man eine geeignete Wohnung gefunden hat.
Leider verstarb er drei Tage vor Mietbeginn.

Die Sozialbehörde sollte vielleicht die Angelegenheit nochmal überdenken, denn es wurden wohl für einige Objekte langfristige Verträge abgeschlossen, die immerhin von Steuergeldern finanziert werden.

Es wird in diesem Land sehr viel Geld sozusagen "rausgehauen" und wenn schon kein Flüchtlingsheim aufgeschlossen wird, dann über die Feiertage ein Hotelzimmer. In Horn steht ein Hotel leer, wenn mich nicht alles täuscht. Bis vor kurzem wurde es von der Akademie Kannenberg genutzt. Es gibt in Bremen auch noch einige Hostels, die sicherlich Kapazitäten frei haben.
Die Verantwortlichen sollten sich mal einen Ruck geben, denn es geht nicht um Tausende Wohnungslose, sondern nur um ca. 1.000 - 1.400 Menschen, wie man aus Berichten der Presse entnehmen konnte. Die genaue Zahl wird der Sozialbehörde sicherlich bekannt sein.

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"Offensive für Obdachlose"

#8 von Lola , 15.10.2018 09:19

https://www.weser-kurier.de/region/die-n...id,1775405.html

Zitat

"Wohnungslose im Bremer Norden
Offensive für Obdachlose
Christian Weth 12.10.2018 2 Kommentare

Ortsämter, Kirchen, Verbände und Baugesellschaften haben sich zusammengetan, um Menschen zu helfen, die ihre Wohnung verloren haben. Manche Bündnispartner gehen davon aus, dass sich die Probleme zuspitzen.

Wie kann Obdachlosen im Bremer Norden geholfen werden? Antworten sucht seit dem Frühjahr eine Allianz, die es so noch nicht gegeben hat. Zu ihr gehören Ortsämter genauso wie Kirchengemeinden, die Innere Mission wie die Fachstelle Wohnen und – neuerdings – Baugesellschaften. Dass die Zahl der Bündnispartner so groß ist wie noch nie, kommt für manche Mitstreiter nicht von ungefähr. Ihrer Ansicht nach spitzen sich die Probleme der Wohnungslosen im Norden zu. Und wird eine Lösungssuche deshalb immer drängender. Nicht nur wegen des bevorstehenden Winters.

Wer seine Wohnung verlor, konnte vor Monaten noch hoffen, in einer Notunterkunft im Hochhaus am Vegesacker Bahnhofsplatz unterzukommen. Oder in einem Hotel, das die Sozialbehörde Schlichthotel nennt. Doch beides ist mittlerweile unmöglich geworden: Die Notunterkunft wurde geräumt, weil der Eigentümer aus den Hochhausetagen ein Hostel machen will – und Schlichthotels, die kurzfristig Zimmer für Obdachlose bereitstellen, fehlen im Norden. Alle Pensionen in Blumenthal, Burglesum und Vegesack, auf die das Ressort bisher zugreifen konnte, nehmen aus privatwirtschaftlichen Gründen keine Wohnungslosen mehr auf.
Zitat Ende

Den kompletten Bericht bitte mit o.a. Link aufrufen.
Die Leserbriefe sollte man auch nicht versäumen zu lesen.


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zuletzt bearbeitet 15.10.2018 | Top

   

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