Kraftwerk Farge (Quelle: wikipedia)

Quecksilber, Arsen, Chlor, Methan, CO 2

#1 von Klueverbaum , 05.02.2013 15:30

Das Kraftwerk Farge schleudert eine Menge Substanzen in die Luft, die sicherlich auch nicht gerade gesund sind. So wird auf der Seite des Bundesumweltamtes mitgeteilt, daß im Jahre 2010 insgesamt 1.560.000.000 kg CO 2 in die Luft geblasen wurden (Schwellenwert 100 000 000 kg, also das dreifache des Schwellenwertes), dazu das Vierfache des Schwellenwertes an Schwefeloxiden, das Zehnfache des Schwellenwertes, nämlich 106 kg Quecksilber, über 30 kg Arsen (ohne Spitzenhäubchen) und diverse andere Substanzen. Nachzulesen hier.

Für die Jahre ab 2007 kann man die Zahlen hier einsehen.

Zum Vergleich: Im Jahr 2004 waren es "nur" 70 kg Quecksilber, die Arsen-Menge ist relativ gleich geblieben. Die Schwefeloxide sind weniger geworden, dafür wurde damals noch der Feinstaub angegeben mit 69.700 kg im Jahr.

Bei Wind wird das Zeugs hoffentlich stark verdünnt, bevor es auf die Erde oder die Menschen herabrieselt, aber wie ist das bei Windstille? Was kommt dann in Farge, in Blumenthal oder Berne runter?

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RE: Quecksilber, Arsen, Chlor, Methan, CO 2

#2 von Reinhard , 05.02.2013 16:33

Alles wirklich sehr wichtig. Nur funktionieren bei mir die Links nicht. Leider !

Bisher hatte ich auch immer Schwierigkeiten, in die Register zu kommen. Gibt es dafür einen Trick?

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RE: Quecksilber, Arsen, Chlor, Methan, CO 2

#3 von Lola , 05.02.2013 17:32

http://www.eper.de/eper2/0_common/0_deta...39669%2F2%2F000

..ich konnte nur den o.a. Link öffnen.

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RE: Quecksilber, Arsen, Chlor, Methan, CO 2

#4 von Reinhard , 05.02.2013 19:04

Nur lässt sich bei mir die Seite nicht öffnen. Und wenn ich den Pfeil an der Karte anklicke, heißt es: "Die Seite wurde nicht gefunden".

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RE: Quecksilber, Arsen, Chlor, Methan, CO 2

#5 von Klueverbaum , 05.02.2013 23:36

Vermutlich klappt das mit dem Verlinken nicht, oder vielleicht sind da irgendwelche Skripte dabei, ich wollte natürlich gerne der Einfachheit halber die direkten Links einstellen. Aber wenn das nicht funktioniert:

Die Jahre 2001 und 2004 sind zu finden über www.eper.de, da ist rechts ein orangefarbener Kasten "eper Daten 2004". Wenn man darauf klickt kommt "die Seite wurde nicht gefunden". Dann gehts weiter über einen Klick auf "Betriebseinrichtungen:Abfrage" (oben auf der SEite). Und da dann z. B. Bremen eingeben, alles andere so lassen und auf "Datenabfrage starten" klicken.

An die Daten von 2007 bis 2010 kommt man so: www.thru.de, dann oben auf "Betriebe - Suche". Oben ist schon Berichtsjahr 2010 eingestellt, dann nur noch die PLZ 28777 eingeben, dann wird GDF Suez angezeigt. Rechts unten auf Details klicken.

Wenn es dann geklappt hat, vielleicht dahin verlinken und diese Anleitung wieder rausnehmen?


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RE: Quecksilber, Arsen, Chlor, Methan, CO 2

#6 von Reinhard , 06.02.2013 08:37

Hallo Klueverbaum,

Dank für die detaillierten Wegweiser. Damit habe ich sogar die Daten gefunden und mich nicht unterwegs irritieren lassen.

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RE: Quecksilber, Arsen, Chlor, Methan, CO 2

#7 von Lola , 17.02.2013 15:55

http://www.duh.de/fileadmin/user_upload/...ber_KohleKW.pdf

Quecksilberbelastungen von Gewässern durch Kohlekraftwerke
-Auswirkungen auf die Genehmigungsfähigkeit-
Prof.Dr.jur. Wolfgang Köck/RA Dr.jur. Stefan Möckel

Gutachten im Auftrag der Deutschen Umwelthilfe e.V.
Mai 2010

Seite 5
Quecksilberbelastung- Qualitätsnormen - "Phasing Out"

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RE: Quecksilber, Arsen, Chlor, Methan, CO 2

#8 von Lola , 18.02.2013 06:14

http://www.bund.net/fileadmin/bundnet/pd...ilberstudie.pdf

Zitat- Seite 4 links unten
Zurzeit ist es immer noch
unklar, welche Menge dem Gehirn eines Fötus nicht zu schaden
vermag. Mit der Zeit wurden die wissenschaftlichen Bewertungen
sicherer Grenzwerte ständig nach unten korrigiert. Einige
Wissenschaftler glauben, dass es keinerlei unbedenkliche Menge
an Quecksilber für den menschlichen Körper gibt. Daher geben
die derzeitigen Abschätzungen der Belastungsmenge sowohl innerhalb
als auch außerhalb Europas Grund zur Besorgnis
Zitat Ende

Bereits im Jahr 2004 wurde eine Kampagne gestartet, um auf die Gefährlichkeit des Quecksilber hinzuweisen, weil es das zentrale Nervensystem im menschlichen Körper schädigt.

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RE: Quecksilber, Arsen, Chlor, Methan, CO 2

#9 von Lola , 18.02.2013 06:25

http://www.bund.net/fileadmin/bundnet/pd...ilberstudie.pdf
Seite4 li.Mitte
Zitat
Weil Quecksilber ein globaler
Umweltschadstoff ist, sind weltweite Maßnahmen nötig, um den
vorsätzlichen Gebrauch von Quecksilber und seine Abgabe an die
Umwelt zu unterbinden, die Quecksilberbelastung zu beseitigen
und unbeabsichtigte Abgaben durch große Luftverschmutzer
wie Verbrennungsöfen, Kohlekraftwerke und Zementöfen einzustellen.
Zitat Ende

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RE: Quecksilber, Arsen, Chlor, Methan, CO 2

#10 von Lola , 18.02.2013 14:02

http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensc...n-a-878506.html

Zitat
Gift-Konvention: 140 Staaten einigen sich auf Reduzierung von Quecksilber

Vier Jahre dauerten die Verhandlungen - nun haben 140 Staaten endlich einen Kompromiss gefunden: Sie wollen den Quecksilberausstoß weltweit und damit die Belastung von Mensch und Umwelt reduzieren. Das hochgiftige Metall wird unter anderem von Kohlekraftwerken freigesetzt.
..es heißt weiter...
Dank dieses Abkommens werde es in Zukunft möglich sein, die für Mensch und Umwelt hochgiftigen Quecksilberemissionen weltweit zu senken, erklärte das Außenministerium der Schweiz am Samstag.
Zitat Ende

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"Deutsche Kohlekraftwerke stoßen sieben Tonnen Quecksilber aus"

#11 von Lola , 10.01.2016 00:46

http://www.weser-kurier.de/deutschland-w...id,1284041.html

Zitat
Kohle
Deutsche Kohlekraftwerke stoßen sieben Tonnen Quecksilber aus
03.01.2016 0 Kommentare

Deutschlands Kohlekraftwerke stoßen jährlich rund sieben Tonnen giftiges Quecksilber aus.
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Braunkohletagebau © dpa
Blick über Abraumhalden des Jänschwalder Braunkohletagebaus auf die qualmenden Kühltürme des Braunkohlekraftwerkes der Vattenfall AG in Brandenburg. Foto: Patrick Pleul (dpa)

Laut einem Gutachten des Hamburger Instituts für Ökologie und Politik im Auftrag der Grünen-Bundestagsfraktion ist Deutschland in der EU bei der Quecksilberbelastung Spitzenreiter neben Polen und Griechenland.

70 Prozent des Quecksilberausstoßes in Deutschland gehen laut der Studie, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, auf Kohlekraftwerke zurück. Zuvor hatten "Spiegel Online" und "Welt am Sonntag" über die Ergebnisse berichtet.

Die Grünen kritisierten erneut, die Grenzwerte für Quecksilber seien zu hoch. Das Bundesumweltministerium wies die Vorwürfe zurück.

Bei Säuglingen und Kleinkindern kann Quecksilber zu Gehirnschäden führen. Zusätzlich kann das Schwermetall auch bei Erwachsenen krebserregend und nervenschädigend sein.

Moderne Filtertechnik könne helfen, rund 85 Prozent der Quecksilber-Emissionen großer Braun- und Steinkohlekraftwerke zu vermeiden, betonten die Hamburger Forscher. "Es ist technisch möglich, den Quecksilberausstoß von Kohlekraftwerken zu reduzieren, das muss endlich passieren. Alles andere ist gesundheits- und umweltpolitisch grob fahrlässig", sagte der Grünen-Fraktionsvize Oliver Krischer.


Zitat Ende


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