Kraftwerk Farge (Quelle: wikipedia)

Was erzählen wir unseren Kindern?

#1 von Gast ( Gast ) , 21.04.2016 10:43

GDF_SUEZ macht Millionengewinne!

Brüchau/Sachsen-Anhalt vs. Bremen-Farge

Abfälle werden vor der „Haustür“ entsorgt, #GDF_SUEZ macht Millionengewinne!
Anwohner sind entsetzt, Politiker und Behörden vertuschen und halten die Hand auf, ist doch #GDF_SUEZ ein gerngesehener Sponsor, auch in Bremen.
Was unternehmen wir?
Was erzählen wir unseren Kindern?

#Brüchau ist eine der größten Bohrschlammgruben auf dem Gebiet der ehemaligen DDR und befindet sich in der Altmark, einem der wichtigsten Erdgasfördergebiete Deutschlands. Hier befinden sich 120 Gasbohrlöcher. Nach der Wende übernahm GDF Suez diese Förderstätten und verdient bis heute Millionen mit seinem Geschäft.
70 Tonnen Pestizide, 250 Tonnen metallisches Quecksilber, fast 9.000 Tonnen Säuren und jede Menge radioaktive Isotope lasten auf der Deponie.
Gefahr für die Umwelt?
Nach der Wende hatte der See allerdings noch nicht ausgedient: Der französische Energiekonzern GDF Suez (heute ENGIE) förderte Gas in Sachsen-Anhalt und nutzte Brüchau für seine Abfälle. Weitere 190.000 Kubikmeter an Bohrabfällen landeten im Silbersee. Alles in allem ein hochgiftiger Cocktail mit vielen toxischen Zutaten, wie aus einer Anlage einer Kleinen Anfrage der Grünen in Sachsen-Anhalt hervorgeht.

https://motherboard.vice.com/de/read/der...see-deutschland

Seit diesem Monat ist nun das Gewissheit, was die Anwohner schon länger befürchtet haben: Die Behörden müssen gewusst haben, dass der Gift-Cocktail in dem See nicht sicher ist und langsam ins Grundwasser tröpfelt. Die Lehmschicht des Silbersees ist undicht. Durfte die GDF Suez die Bohrschlammgrube also überhaupt betreiben?



Farge –Rekum, ein Dorf im äußersten Norden von Bremen.
Aschendeponie in Bremen-Farge
http://wir-buerger-in-bremen-nord.jimdo....itten-in-farge/

Ende der 60 ger Jahre baut das Kraftwerk Farge einen neuen Block.
Die anfallende Asche wurde direkt vor dem Werkstor in den ehemaligen Farger Feuchtwiesen deponiert.
Dafür kaufte man flugs die entsprechenden Feuchtwiesengebiete, kofferte diese tiefgründig aus (bis 3m tief) und verfüllte dann die Fläche mit der anfallenden Asche.
Die Kraftwerksasche ist hoch toxisch und ist eine Gesundheitsgefährdung für die Farger Bürger und eine Umweltgefahr für das Grundwasser und die Landschaft in der Farger Region!
Petition zur Aschendeponie am Kohlekraftwerk Bremen-Farge,
Bis heute völlig ungeklärt und vergessen.
http://online-petitionen.jimdo.com/petit...n-bremen-farge/

Illegale Aschendeponie am Kraftwerk Farge bis heute ungeklärt
Die Ablagerungen in den Farger „Feuchtwiesen“ zwischen den Straßen „Wilhelmshavener Straße“, „Fargerstraße“, „Witteborg“ und „ Berner Fährweg“ wurden vom Betreiber des Kohlekraftwerkes in Farge ohne Betriebsgenehmigung, somit illegal Anfang der 1970er Jahre begonnen.
Jeder Bremer Bürger, der seinen Abfall vor der eigenen Haustür vergräbt, wird wegen unerlaubter Abfallbeseitigung zu Recht angeklagt und mit Sicherheit auch hart verurteilt. Die Industrie darf in Bremen mit einem nachsichtigen Verhalten seitens der Behörden rechnen, denn vor dem Gesetz sind alle gleich? Bis heute ist keine Veränderung des Deponie-Geländes sichtbar!

https://peter788523.wordpress.com/2015/0...verantwortlich/

Wollen Sie in einem Stadtteil leben, in dem täglich 50 kg lungengängige #Schwermetalle ihre Atemluft belasten?
Wollen Sie in einer Stadt wohnen,in der ein #Tanklager der #Nazis ihren Lebensraum vergiftet?
Wollen Sie in einer Stadt leben, in der #ROTgruene Politiker #Umweltprobleme ignorieren, #Umweltbelastungen dementieren und #Umweltvergiftungen vertuschen?
Wollen Sie ihre Kinder in einen Kindergarten schicken, der auf einer hochexplosiven 80 bar #Tanklager – Benzinleitung errichtet und heute noch betrieben wird?

Nein, wollen Sie nicht?
Wir auch nicht, also tun wir etwas?

https://peter788523.wordpress.com/bremen...raftwerk-farge/
https://kraftwerkfarge.wordpress.com/cat..._kohlelagerung/

Gast

RE: Was erzählen wir unseren Kindern?

#2 von Lola , 01.05.2016 11:05

...eine berechtigte Frage!

Ich gewinne immer mehr den Eindruck, dass sich die Bremer Regierung schon längst aus der Verantwortung gestohlen hat.

Auf einer Anwohnerversammlung im Jahr 2013 hat der Bremer Umweltsenator Lohse gesagt,
dass es seit 20 Jahren keinen Störfall mehr gegeben hat beim Tanklager. Diese Aussage hat mich sehr nachdenklich gemacht, denn es wurde seinerzeit das MTBE im Grundwasser gefunden (Zusatz f. Bleifreies Benzin)

Geht man 20 Jahre in der Firmengeschichte der IVG zurück, dann stellt man folgendes fest:

IVG: ..was war vor 20 Jahren? - 1993
Beitrag 1

"Das einst unter dem Namen "Industrieverwaltungsgesellschaft" bekannte bundeseigene Unternehmen ist nach seiner vollständigen Privatisierung durch Börsengang im Jahr 1993 heute einer der großen Asset und Investmentmanager Europas."

Schlechte Nachrichten sind natürlich niemals gut für eine Aktiengesellschaft, weil die Kurse dann ganz schnell auf Talfahrt gehen.

Von einem Umweltsenator erwarte ich schon überhaupt nicht eine solche Aussage, wie von Herrn Lohse gegeben wurde:

Das Tanklager hat Bestandsschutz
Wer hat das zu bestimmen?
Gibt es ein Urteil oder Untersuchungen darüber?
Wer bestimmt, dass eine solche Anlage Bestandsschutz hat, die zudem noch Pipelines unter einem Gebäude betreibt, was seit Jahrzehnten einen Kindergarten beherbergt und das Grundwasser verseucht?
(Inzwischen soll die Anlage unter dem Kindergarten mit der Pipeline zum Hafen zurückgebaut sein.?)

Geht es eigentlich noch schlimmer?

Es gibt immer noch die Aschedeponie vor den Toren des Kraftwerks .. über der im wahrsten Sinne des Wortes "seit Jahren Gras gewachsen ist".

..was geschieht eigentlich mit der Kohleasche vom Kraftwerk Farge?
Beitrag 5

..wurde ein Bürgerantrag eingestellt, für den sich der Beirat Blumenthal nicht zuständig sah, sondern es wäre ein Eingabe.

Ich hätte eher erwartet, dass der Beirat selbst eine Aufklärung herbeiführen würde, zumal alle Beiratsmitglieder hier auch ihren Wohnsitz haben.
Das war allerdings eine Fehleinschätzung von mir.

Kürzlich habe ich ein Schild auf der Bahrsplate gesehen auf dem informiert wurde wem die Blumenthaler Bürger die Disc Golf Anlage zu verdanken haben!

Ich benutze weder den Bolzplatz noch die Disc-Golf-Anlage, habe sie auch nie gefordert und darum muss ich auch meine Dankbarkeit gegenüber Konzernen nicht zeigen, sondern ich möchte Aufklärung und Transparenz über die Problemfälle in unseren Stadtteilen.
Erst wenn das erfolgt ist, kann ich ein Bürgerengagement von Konzernen positiv einstufen.

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RE: Was erzählen wir unseren Kindern?

#3 von Lola , 07.05.2016 08:43

...dass es sehr schwierig ist sich Gehör bei Behördenvertretern zu verschaffen, wenn es z.B. eine Häufung von Krebserkrankungen in ganz bestimmten und kleinräumigen Gebieten gibt .

Das Krebsregister Bremen hat zwar in 2013 eine kleinräumige Analyse erstellt, aber nicht wie man es in Niedersachsen gemacht hat nach Frauen und Männern getrennt. Auch hätte das Alter berücksicht werden sollen. In Niedersachsen war eine Häufung von bestimmten Krebserkrankungen bei Männern auffällig.
Gewässerschutz Beitrag 15

Es gibt Auffälligkeiten z.B. mit einer Fläche in der Farger Heide und einem Gebiet in Niedersachsen, was der NDR für eine Reportage in einem Video festgehalten und recherchiert hat.

http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/ma...markt10128.html

Die Film zeigt uns aus der Vogelperspektive, dass an der Stelle wo der Bohrschlamm entsorgt wurde,
keine Bäume mehr wachsen. Der Bodenaushub zeigt Ölschlamm. An anderer Stelle hat man den Bodenaushub auf Chemikalien untersucht und man hat Bromide festgestellt.
Gewässerschutz (2) Beitrag 16

Den Anwohner in unmittelbarer Nähe der Farger Heide ist seit Jahren ein Baumsterben aufgefallen und das der Löschteich, der sich in unmittelbarer Nähe befindet immer einen geringeren Wasserstand zeigt.

In 2013 wurden vom Umweltamt Bremen Bodenproben veranlasst, nachdem die BI Tanklager Farge nicht locker gelassen hatte.

Zusammen mit einem erfahrenen Chemiker habe ich mir diesen Bodenaushub angesehen und vor allem daran gerochen, es war ein sehr unangenehmer stechender Gestank, der zudem noch ätzend auf die Nasenschleimhäute wirkte. Mein Begleiter hatte kurz nach dem der Bodenaushub erfolgte , was ein od. zwei Tage zurücklag daran gerochen und bekam sofort Nasenbluten. Dem Geruch nach zu urteilen war es Brom, wie seine Information lautete.

Wie aber kommt Brom, oder überhaupt Chemikalien in die Farger Heide?

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RE: Was erzählen wir unseren Kindern?

#4 von Lola , 07.05.2016 22:35

...warum die Schadstofffahne, die das Umweltamt Bremen mit BTEX bezeichnete, sich nicht auf natürlichem Wege durch Mikroorganismen selbst abbaut!

Der natürliche Schadstoffabbau wird durch Biozide verhindert, weil alle Mikroorganismen vernichtet werden.
Gewässerschutz Beitrag 1 - Thema Biozid TBT

http://www.weser-kurier.de/region/die-no...id,1049992.html

Wie kommt TBT in die Weser?


Es gibt ein Video, das sich mit folgendem Link aufrufen läßt:

http://www.daserste.de/information/wisse...acking-100.html
"Mit sehr hohem Druck wird dabei Wasser ins Bohrloch gepresst. Das Gestein zerklüftet. Risse entstehen. Dem Wasser beigemengt sind Quarzsande und giftige Chemikalien: Polymere machen es dickflüssig. Biozide verhindern Bakterienbefall und Tenside die Reibungsverluste.
Etwa ein Drittel des Frackwassers bleibt für immer im Boden. Der Rest kommt mit dem Gas wieder hoch und muss genauso wie das natürliche Lagerstättenwasser aufwändig als Sondermüll entsorgt werden."


http://www.daserste.de/information/wisse...acking-100.html
Zitat
Dieses Lagerstättenwasser hat einen sehr hohen Salzgehalt, ist leicht radioaktiv und angereichert mit Quecksilber und Kohlenwasserstoffen, wie dem krebserzeugenden Benzol. Per Lkw und Pipelines wird das Lagerstättenwasser zu alten, leer gepumpten Erdgasfeldern transportiert und dort wieder in die Erde gepresst. Eine solche sogenannte Versenkbohrung befindet sich auch in der Nachbarschaft von Jochen Richert: "Was wir hier unseren Kindern und Enkelkindern hinterlassen, ist eine ganz große Sauerei. Über 300.000 Kubikmeter giftiges Lagerstättenwasser - also rund 10.000 Tankwagenfüllungen werden hier wieder in die Erde gepumpt. Wir wohnen und leben hier auf einem riesigen Giftsee."
Zitat Ende


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zuletzt bearbeitet 07.05.2016 | Top

RE: Was erzählen wir unseren Kindern?

#5 von Lola , 07.05.2016 23:21

..dass die Staatsanwaltschaft trotz "Brom-Fund" in der Farger Heide,
die Ermittlungen eingestellt hat.

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RE: Was erzählen wir unseren Kindern?

#6 von Lola , 08.05.2016 08:40

..ja was können wir erzählen?
Aus welchem Grund hat die Staatsanwaltschaft ihre Ermittlungen eingestellt?
Wo kommt dieses TBT her was in der Weser in Farge gefunden wurde und von dem man im WK lesen konnte? http://www.weser-kurier.de/region/die-no...id,1049992.html

Eine Einstellung der Ermittlungen ist für mich mehr als unverständlich vor allem bei der Betrachtung aller Informationen:

http://www.eco-world.de/scripts/basics/e...49&main=drucken
Zitat
Die EU-Kommission hat den Gesetzesentwurf der Bundesregierung für ein
nationales Verbot von giftigen Organozinnverbindungen wie das TBT (Tributylzinn) in Konsumgütern und Schiffsanstrichen abgelehnt. Der deutsche Gesetzentwurf sah ein allgemeines Verbot TBT-haltigen Schiffsanstrichen ab dem Jahr 2003 vor und sollte damit das von der IMO (Internationalen Schifffahrtsorganisation) avisierte Verbotsdatum absichern. Weiterhin sollte der Einsatz von Organozinnverbindungen in bestimmten Konsumgütern eingeschränkt werden.

"Es ist unverantwortlich, dass die EU-Kommission ein Verbot dieser Umweltgifte verhindert, obwohl es
sogar wissenschaftliche Hinweise für eine Gefährdung des Menschen gibt", kritisierte Dr. Sabine Otto,
Me
eresschutzexpertin des WWF. Die EU-Kommission begründet ihre Ablehnung damit, dass eine
sofortige Gesetzesänderung für Schiffanstriche den Handel zwischen den einzelnen Staaten
einschränken würde. Die endgültige Entscheidung der IMO, die im Oktober gefällt wird, soll
abgewartet werden. Bei organozinnhaltigen Konsumgütern gibt es laut EU-Kommission nicht
genügend Daten, die eine Gefährdung des Menschen belegen.

TBT und andere giftige Organozinnverbindungen wurden in Speisefischen, Sporttextilien, Windeln
sowie Fußböden nachgewiesen und müssen dringend verboten werden. Anfang des Jahres wurden
auch Belastungen von eingelegten Rollmöpsen bekannt. Durch seine hormonelle Wirksamkeit führt
TBT bereits bei geringsten Konzentrationen zu drastischen Veränderungen im Fortpflanzungssystem
von Meeresschnecken. Tierversuche zeigten, dass TBT und das verwandte DBT (Dibutylzinn) das
Immunsystem von Ratten schwächen und bei Mäusen Krebs auslösen. Immunstörungen sind bei
Fischen und Meeressäugern bekannt und auch Störungen des menschlichen Hormonsystems wurden
durch Zellkulturversuche bewiesen.

"Es ist ein Skandal, dass die EU-Kommission offensichtlich wirtschaftliche Interessen höher schätzt
als Verbraucher- und Umweltschutz", sagte Otto. EU-weit werden jährlich ca 3.000 t TBT produziert,
Haupthersteller ist die Firma Crompton (ehemals Witco) in Bergkamen. In der EU werden jährlich
1330 t TBT in Antifoulinganstrichen verwendet.

Weitere Informationen:
Dr. Sabine Otto, Meeresumweltschutz, WWF Deutschland,
Fachbereich Meere und Küsten, Bremen, Tel.: 04 21/6 58 46-15

Quelle: Umweltstiftung WWF - Deutschland, D-60591 Frankfurt
http://www.wwf.de
info@wwf.de




http://www.umweltanalytik.com/lexikon/ing3.htm
Zitat
Umweltanalytik


Ingenieurbüro Oetzel - Umweltanalytik

TBT - Tributylzinnverbindungen

TBT ist die Abkürzung für Tributylzinn, eine der giftigsten Chemikalien, die der Mensch bewusst in die Umwelt ausbringt. Die organische Zinnverbindung wird als Biozid bei der Herstellung von Unterwasser-Schiffsanstrichen eingesetzt. Diese nicht faulenden Farben Antifoulingfarben verhindern den Bewuchs der Schiffe durch Muscheln, Seepocken und Algen, indem die Lebewesen beim Kontakt mit der giftigen Farbe abgetötet werden. Das aus den Anstrichen freigesetzte, schwer abbaubare TBT belastet heute viele Flüsse und Meere. Durch seine Wirkung als Umwelthormon sterben in weiten Meeresgebieten Muscheln und Meeresschnecken aus; es reichert sich in der Nahrungskette an und gefährdet auch Fische, Wale und schließlich den Menschen.

In Deutschland werden jährlich mehrere tausend Tonnen des Giftstoffes für Schiffsanstriche hergestellt. Das Gift gelangt nahezu vollständig in die Umwelt.
Chemische Organozinnverbindungen gelten allesamt als giftig. Die bekannteste Substanz ist Tributylzinn. TBT gilt nach Aussagen von Wissenschaftlern und der Hersteller selbst als eines der giftigsten chemischen Produkte, die Menschen jemals bewusst in die Umwelt eingebracht haben.

Eine vom ARD-Magazin "Plusminus" in Auftrag gegebene Untersuchung brachte jedoch Alarmierendes zu Tage: die hochgiftige Chemikalie findet auch in Teppichen, Bekleidung und Holzschutzmitteln Verwendung. In zwei Drittel der nach dem Zufallsprinzip gekauften Warenproben fand das beauftragte Labor teilweise extreme TBT-Werte. Das Gift steckt vor allem in Sportkleidung aus Kunstfasern.

Die Schwermetallverbindung steht in dem Verdacht, hormonelle Veränderungen beim Menschen hervorzurufen. So könnte TBT auch eine Ursache für die zunehmende Unfruchtbarkeit von Männern sein und bei Frauen zur Vermännlichung führen. TBT kann bereits in sehr niedrigeren Mengen seine verhängnisvolle hormonelle Wirkung entfalten. Tributylzinn ist in der Lage in das Hormonsystem einzugreifen und dieses durch falsche Signalgebung zu beeinflussen. Diese Wirkung von TBT, dem bisher einzigen bekannten Stoff mit androgenem (vermännlichendem) Effekt wurde an Wasserschnecken beobachtet. Bei vielen arten, wie z.B. der Wellhornschnecke, werden bei beiden Geschlechtern sowohl Östrogen (weibliches Geschlechtshormon) als auch Testosteron (männliches Geschlechtshormon) produziert. Überwiegt die Östrogenproduktion, werden weibliche Merkmale, überwiegt die Testosteronproduktion werden männliche Merkmale ausgebildet. Die Wirkungsweise des TBT basiert auf einer Blockierung der Östrogen- und einer Erhöhung der Testosteronproduktion, was bei vielen Tierarten zu den genannten Mißbildungen führt. Giftig sind zudem auch die Abbauprodukte von TBT: Di- und Monobutylzinn. Beide Stoffe sind im Gewebe von Meerestieren und in Sedimenten zu finden.

In zwei erst vor kurzem veröffentlichten Untersuchungen aus den USA wurde menschliches Blut beprobt. In den meisten Proben wurde TBT gefunden. Beim Menschen kann TBT das Immunsystem schädigen, indem vor allem die Funktion von Immunzellen, die gegen Infektionen kämpfen, gestört wird. Für den Menschen wurde auf Basis dieser Wirkung im Jahr 1993 ein maximaler tolerierbarer Aufnahmewert (TDI) von ca. 15 Mikrogramm pro Tag abgeleitet. Wie aber im Juni 1999 bekannt wurde, wirkt TBT auch beim Menschen als potentiell endokriner Stoff, der das Hormonsystem schädigen kann. Weiterhin sind bei Säugetieren embryotoxische und thymustoxische Wirkungen dokumentiert. Diese Wirkungen werden jedoch bei dem TDI-Wert nicht berücksichtigt. Hinzu kommt, daß das TBT-Abbauprodukt DBT (Dibutylzinn) bei Säugetieren ähnlich toxisch wirkt wie TBT.

TBT Lind seine Abbauprodukte dürfen daher aus Sicht von Greenpeace überhaupt nicht in der Nah­rung enthalten sein.

Insbesondere Kunstfaserartikel wurden und werden bis heute, wie die Plusminus-Untersuchung zeigt, mit TBT sowie Monobutyl- und Dibutylzinn behandelt. Unter anderem wird damit häufig ein antibakterieller Effekt zum Beispiel in Sporttextilien angestrebt. Die Organozinnverbindungen können verhindern, dass die Kleidung bei starken Schweißaufnahme anfängt zu riechen. Deshalb werben einige Hersteller von Radhosen, bei denen Plusminus Organozinnbelastungen festgestellt hat, zum Beispiel mit einem sogenannten „antibakteriellen“ Effekt.

Informationen von Plusminus und Greenpeace


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zuletzt bearbeitet 08.05.2016 | Top

RE: Was erzählen wir unseren Kindern?

#7 von Lola , 08.05.2016 14:56

....Nachtrag und Korrektur zum Beitrag 4

http://www.weser-kurier.de/region/die-no...id,1049992.html

In der Weser bei Farge ist die sogenannte Umweltqualitätsnorm für Tributylzinn überschritten. Dasselbe gilt für Silber; hier ist der Wert um das Zweifache überschritten.

...es muß heißen "Quecksilber"

In der Weser bei Farge ist die sogenannte Umweltqualitätsnorm für Tributylzinn überschritten.
Dasselbe gilt für Quecksilber; hier ist der Wert um das Zweifache überschritten.


Wie gelangen Quecksilber und TBT- Tributylzinn in die Weser bei Farge?


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RE: Was erzählen wir unseren Kindern.....

#8 von Lola , 12.05.2016 15:01

....bezüglich der Rönnebeck-Anomalie?

Hier ist nochmal Punkt 3 aus dem Bürgerantrag v. 17.4.2014

"3. Die Leukämie-Anomalie in Rönnebeck
Das Krebsregister Bremen hat für die Ortsteile Farge und Rönnebeck eine
kleinräumige Analyse seiner Daten vorgelegt. Dabei hat sich
herausgestellt, dass das Krebsrisiko für die „Gesamtheit der malignen
Erkrankungen des hämatopoetischen Systems“, deren Entstehung
Fachleute mit Benzol in Verbindung bringen, in den Ortsteilen Farge und
Rönnebeck insgesamt überzufällig erhöht ist, wenn man – statistisch
ausgedrückt – einen einseitigen Signifikanztest durchführt. In einer
anschließenden Antwort auf die Kritik, die in der außerordentlichen
Beiratssitzung am 19.6.2013 vorgetragen wurde, haben die Autorinnen in
einer ergänzenden Analyse den Ortsteil Farge allein betrachtet. Dabei
stellten sie für diesen Ortsteil ein gegenüber Bremen nur leicht erhöhtes
Risiko fest.
Auf die Implikationen dieser Aussage für Rönnebeck sind sie nicht
eingegangen, obwohl ein signifikant erhöhtes Krebsrisiko für Farge und
Rönnebeck zusammen und ein nur wenig erhöhtes Risiko für Farge allein
zwangsläufig ein stark erhöhtes Risiko für Rönnebeck bedeutet. So
entfallen von den 57 Fällen in Farge/Rönnebeck (Kleinräumige Analyse, S.
10) insgesamt 17 (Stellungnahme, S. 2) auf Farge, also 40 auf
Rönnebeck, obwohl die Einwohnerzahl dort nur um 50% höher liegt.
Ich möchte daher der Beirat bitten, vom Krebsregister weitere
Einzelheiten über die beteiligten Krebslokalisationen einzuholen, da das
erhöhte Risiko in Rönnebeck vor allem ausgewiesen wird, wenn die
Erkrankungen an Non-Hodgkin-Lymphomen und Multiplen Myelomen
einbezogen sind. Dabei sollte auch anderen Erklärungen für diese
ungewöhnliche Häufung von speziellen Krebserkrankungen in Rönnebeck
nachgegangen werden."
.......................................................................................

In Niedersachsen Kreis Bothel sind viele Ärzte und Politiker zusammen mit den Bürgern sehr engagiert bemüht die Ursache für die erhöhte Krebszahl bei den Menschen in dem Gebiet zu finden. Vor allem die Auffälligkeit der Erkrankung speziell bei Männern.

Leider gibt es in Rönnebeck und Farge dieses Engagement nicht, warum das so ist, kann ich nicht verstehen, denn Krebs kann jeden treffen.
Dazu bitte den o.a. 3.Teil des Bürgerantrages v. 17.4.2014 lesen.
Der Link zur Datenbank des Krebsregisters, wobei es dort nur Daten bis 2012 gibt.
http://www.krebsregister.bremen.de/auswe...adt-bremen.html
Weitere Infos im Blumenthal-Blog http://blumenthal-zeitung.blogspot.de/20...-ronnebeck.html

Nach meiner Meinung würden in diesem Fall die Zwangsabgaben von Versicherten und Steuerzahlern so verwendet, dass diejenigen, die die ganze Sache einschließlich der Honorare für die Ärzte finanzieren, praktisch nicht an die Ergebnisse gelangen können. Dabei wäre ein solches System doch prinzipiell relativ gut geeignet, um kleinräumige Probleme im gesundheitlichen Bereich aufzuzeigen.

Vielleicht macht es sogar Sinn, diese Fragen in Bremen insgesamt anzusprechen und die Sache durch eine sorgfältige Fundierung vorzubereiten. Nur waren die bisherigen Reaktionen auf den Bürgerantrag ja enttäuschend, zumal sich auch die Frauen aus der BI, die jetzt im Tanklagerausschuss sind, nicht für eine weitere Krebsanalyse einsetzen, obwohl einige ja selbst direkt betroffen sind.

Möglicherweise findet sich ja noch mal jemand der einen Bürgerantrag stellt, oder engagierte Kommunalpolitiker zeigen Interesse an diesem Thema.



Lesestoff

http://blumenthal-zeitung.blogspot.de/se...0&max-results=6

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RE: Was erzählen wir unseren Kindern.....

#9 von Lola , 12.05.2016 15:54

.....wenn sich vielleicht später ihr Wunsch nach eigenen Kindern nicht verwirklichen läßt?

Für manche kann es eine Tragödie werden.

Kommen wir nochmal auf das TBT zurück:
Beitrag 1 - Gewässerschutz

"Quelle: Weser Kurier
Hier ein Vermerk zu Tributylzinn:
Quelle:http://www.wasser-wissen.de/index.html
TBT (Tributylzinn)

(tributyltin) gehört zu den giftigsten Verbindungen, die vom Menschen in die Umwelt eingetragen werden. Die hormonschädigende Wirkung auf zahlreiche Meeresorganismen ist nachgewiesen worden und bedroht die Population der betroffenen Arten. TBT wird als das aktive Biozid in Antifouling-Farben für Schiffsanstriche zur Vermeidung des Bewuchses von Organismen (Fouling) eingesetzt.
Das TBT wird im Wasser freigesetzt und entfaltet so seine giftige Wirkung. Ein für die Umwelt nachteiliger Effekt stellte sich ein, als bekannt wurde, dass das TBT andere im Wasser lebende Organismen schädigte. Heute ist das TBT nahezu überall in der aquatischen Umwelt zu finden. Es kann in den Kompartimenten Wasser, Sediment und Biota nachgewiesen werden, wobei besonders in Regionen mit intensivem Schiffsverkehr hohe Konzentrationen auftreten können.
Zitat Ende

http://www.biomess.eu/tbt.html
"Einige Chemikalien stehen im Verdacht, das Hormonsystem von Menschen und Tieren zu beeinflussen und damit die Fortpflanzungsfähigkeit von Menschen und Tieren sowie die Artengefüge in Ökosystemen zu gefährden.
Unter diesem Verdacht stehen seit geraumer Zeit auch Organozinnverbindungen, deren bekanntester Vertreter das Tributylzinnoxid (TBTO, TBT) ist. "



https://de.wikipedia.org/wiki/Tributylzinnhydrid
"Durch die Nahrungskette kann TBT in den menschlichen oder tierischen Organismus gelangen und dort hormonelle Störungen hervorrufen, die zur Unfruchtbarkeit führen können. In Meeresgebieten mit hohem Schifffahrtsaufkommen sind durch das TBT der Schiffsanstriche bei zahlreichen Tierarten fortpflanzungsunfähige Imposexe entstanden, d. h. bei Weibchen bildeten sich äußere Geschlechtsorgane von Männchen. Diese Formen machen bis zu 90 % einer Population aus, die Effekte sind irreversibel und die betroffenen Arten dadurch zum Teil vom Aussterben bedroht. Wegen des Eingreifens dieser Umweltchemikalie in den Hormonhaushalt ist sie ein so genannter endokriner Disruptor."

Auch das Quecksilber wurde in der Weser bei Farge festgestellt.
https://de.wikipedia.org/wiki/Quecksilber

"Quecksilber kommt in reiner Form in der Natur vor und ist als einzige flüssige Substanz aus Tradition als Mineral von der IMA anerkannt.[16]. Quecksilber ist auch ein Begleitmineral in Steinkohle.

Quecksilbervorkommen gibt es unter anderem in Serbien, Italien, China, Algerien, Russland und Spanien. Meist findet man es als Mineral in Form von Zinnober (HgS) in Gebieten mit ehemaliger vulkanischer Aktivität. Seltener kommt Quecksilber auch gediegen vor. Im spanischen Ort Almadén befinden sich die größten Zinnober-Vorkommen der Erde. Die Förderung wurde im Jahr 2003 beendet und die Minen zu touristischen Attraktionen umgearbeitet.[17] Weit seltenere Quecksilberminerale sind Montroydit (HgO), Paraschachnerit, Schachnerit, Eugenit, Luanheit und Moschellandsbergit (alle AgHg). Ein anderes Mineral ist Belendorffit (CuHg).

Der Export von Quecksilber bzw. von quecksilberhaltigen Stoffen mit einer Konzentration von über 95 % Quecksilber in Nicht-EU-Staaten ist verboten[80]."

Mit dem Wikipedia-Link lassen sich auch die gesundheitlichen Gefahren aufrufen.

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RE: Was erzählen wir unseren Kindern.....

#10 von Justice4 , 31.05.2016 10:50

Unseren Kindern erzählt man unterschiedliche Geschichten.
Vor dem Einschlafen lese ich meiner kleinen Tochter Märchen von Grimms vor.
Hänsel und Gretel ist ihr Lieblingsmärchen. Wenn ich über die Freizeit nicht ausreichend verfüge, weil ich länger in der Arbeit hier bleiben muss, dann liest meine Frau dem Kind die Märchen. Die Kinder mögen das, wenn sie natürlich klein sind. Unsere Nachkommen wählen immer öfter aber die Computerspiele, was mir eher nicht gefällt.

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Burg Blomendal (Quelle: wikipedia)
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