Kraftwerk Farge (Quelle: wikipedia)

Islamisierung: ein Überblick

#1 von Reinhard , 04.03.2016 16:02

Islamisierung

Mit Islamisierung bezeichnet man einen Bedeutungszuwachs der Moslems in einer Gesellschaft. Dazu können verschiedene Faktoren wie

a) eine Zuwanderung aus islamischen Staaten,

b) eine eine hohe Zahl von Konvertiten,

c) ein höherer Anteil streng religiös ausgerichteter Moslems unter den Kindern islamischer Eltern und ganz sicherlich zuletzt und daher unwichtig

d) eine höhere Geburtenrate muslimischer Familien gegenüber anderen Bevölkerungsgruppen.

Die unterschiedlichen Geburtenraten von Frauen in Deutschland nach ihrem Migrationsstatus

Dabei zeigt sich, dass die Geburtenrate von Frauen mit Migrationshintergrund überdurchschnittlich ist. Im Jahr 2008 hatten Frauen der Jahrgänge 1959–1973 ohne Migrationserfahrung im Schnitt 1,44 Kinder, diejenigen mit Migrationserfahrung hingegen 1,95. Noch deutlichere Unterschiede bestehen im Vergleich zu den Frauen mit türkischer Staatsangehörigkeit, die im Durchschnitt mit 2,60 Kindern fast die doppelte Fruchtbarkeit wie deutsche ohne Migratonshintergrund besitzen.

Dafür sind allerdings nicht nur die regionale Herkunft oder die Religionzugehörigkeit entscheidend, sondern auch die unterschiedlichen Sozialisationserfahrungen, wie sie verschiedene Altersgruppen gemacht haben. So hatten deutsche Frauen ohne Migrationshintergrund der Jahrgänge 1974–1992 mit 0,33 die wenigsten und die türkischen Frauen der Jahrgänge 1933–1958, also die Mütter früherer Zeiten, mit 3,59 Kindern die meisten Nachkommen.

In Schätzungen für die weitere Entwicklung kann man daher eine weitere Angleichung dieser starken Differenz nicht ausschließen. Allerdings muss man sehen, dass das generative Verhalten innerhalb weniger Generationen die Bevölkerungsstruktur erheblich verschieben kann, wenn bei einer Gruppe die Zahl der Sterbefälle größer als die der Geburten ist. Das zeigt sich dann relativ schnell in den Kindergärten und Schulen, wo bereits heute in einigen Stadtteilen muslimische Kinder die Mehrheit stellen.

Vor allem wegen der weltweit hohen Fertilitätsraten muslimischer Frauen wird bereits von einem "demographischen Dschihad" oder einem "Geburten-Dschihad" gesprochen.


Die Geschichte der politischen Islamisierungsdiskussion in Europa

Als politisches Problem wurde eine Islamisierung zunächst vor allem durch den niederländischen Soziologen Pim Fortuyn thematisiert, der mit seiner Liste „Lijst Pim Fortuyn" im Jahr 20o2 vor einem großen Wahlsieg stand, bevor er aus politischen Motiven ermordet wurde. Später hat die 2006 gegründete „Partij voor de Vrijheid“ unter Geert Wilders diesen zentralen Progammpunkt übernommen.

Für Wilders ist die islamistische Gewalt, wie sie sich in Terroranschlägen zeigt, nicht die Folge eines Missbrauchs der Religion, sondern leitet sich unmittelbar aus den im Koran enthaltenen göttlichen Geboten ab. Für ihn lässt sich der Koran daher nicht mit den heiligen Schriften anderer Religionen vergleichen, sondern eher mit einem politischen Kriegsaufruf wie Adolf Hitlers "Mein Kampf".

Aufgrund dieser Einschätzung müsste für Wilders der Koran verboten werden, weil er „Muslime in verschiedenen Suren dazu aufruft, Juden, Christen, Andersgläubige und Nichtgläubige zu unterdrücken, zu verfolgen oder zu ermorden, Frauen zu schlagen und zu vergewaltigen und mit Gewalt einen weltweiten islamischen Staat zu errichten“.

Herr Wilders hat seine Position man in einer Rede auf Deutsch dargestellt, die er am 27. März 2015 auf Einladung der österreichischen FPÖ in der Wiener Hofburg zum Thema "Europas Bedrohung durch die Islamisierung" gehalten hat.



In Deutschland gab der 2010 erschienene Buchbestseller "Deutschland schafft sich ab" von Theo Sarrazin den Anstoß zu einer breiten Debatte über eine mögliche Islamisierung und ihre Folgen. Dabei stießen seine Thesen auf ein breites Interesse, denn die Studie gilt mit über 1,5 Mio. Exemplaren (Stand Januar 2012) als das meistverkaufte Sachbuch seit der Gründung der Bundesrepublik Deutschland.

Zentrale Thesen des Autors beziehen sich dabei auf eine „Eroberung durch Fertilität“ sowie eine unterdurchschnitliche Bildungs- und Aufstiegsmotivation bei einem größeren Anteil der islamischen bzw. türkischen Migranten.

So sind nach seinen Auswertungen von Daten der amtlichen Statistik muslimische Migranten unterdurchschnittlich in den Arbeitsmarkt integriert und überdurchschnittlich von Sozialtransfers abhängig, weisen also relativ hohe Quoten für Arbeitslose und Hartz IV-Bezieher aus.

Gründe für diese schlechte Anpassung an die Normen der deutschen Gesellschaft sieht der Berliner Wirtschafts- und Sozialstatistiker darin, dass sich diese Migrantengruppe nicht hinreichend um die Bildungsbeteiligung ihrer Kinder kümmert, eine hohe Geburtenrate aufweist und eine Tendenz zur Bildung von Parallelgesellschaften zeigt.

Diese harten statistischen Fakten wurden jedoch bisher nach dem Urteil Theo Sarrazins weder von der Wissenschaft noch der Politik ausreichend beachtet, was zu Fehlentwicklungen führt. Für ihn haben so Integrationsbeauftragte und Islamforscher, Soziologen und Politologen sowie naive Politiker diese Probleme totgeschwiegen. Daher wird nicht gesehen oder verdrängt, dass die „islamische Immigration“ durch „fordernde, den Sozialstaat in Anspruch nehmende, kriminelle, andersartige, frauenfeindliche Einstellungen … mit fließenden Übergängen zum Terrorismus“ geprägt ist.

Eine zusammenfassende Darstellung der Position findet man in einem Vortrag von Thilo Sarrazin mit dem Titel "Die neue Völkerwanderung", den er auf Einladung der FPÖ am 6.10.2015 im Vienna Twin Tower gehalten hat.



Der Kampf gegen eine Islamisierung als Organisationsziel: Pegida

Spätestens seit dem 20. Oktober 2014 ist eine Islamisierung auch in Deutschland nicht mehr nur ein Diskussionsthema unter Wissenschaftlern, Journalisten und an Stammtischen; denn am Abend dieses Tages fand erstmals in Dresden ein Abendspaziergang von Pegida statt, wobei dieses Akronym für "Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes" steht. Zentrale Themen für die Veranstalter sind dabei vorrangig die deutsche Asylpolitik (Skandierter Ruf: "Ausweisen!) und eine allgemeine Kritik am politischen System ("Wir sind das Volk!", "Lügenpresse!", "Volksverräter!") und seit Mitte 2015 speziell an der Flüchtlingspolitik der Bundeskanzlerin ("Merkel muss weg!")

Abweichend von dem Eindruck, den viele Massenmedien vermitteln, verlangt Pegida in einem Positionspapier die "Aufnahme von Kriegsflüchtlingen und politisch oder religiös Verfolgten", weil man darin eine "Menschenpflicht" sieht.

Im namengebenden Kampf gegen eine Islamisierung ist man "FÜR den Widerstand gegen eine frauenfeindliche, gewaltbetonte politische Ideologie aber nicht gegen hier lebende, sich integrierende Muslime!" und "GEGEN das Zulassen von Parallelgesellschaften/Parallelgerichte in unserer Mitte, wie Sharia-Gerichte, Sharia-Polizei, Friedensrichter usw".

Inzwischen wurden Mitte Januar 2015 die Ergebnisse einer esten empirischen Erhebung über die Sozialstruktur und die Motive der Demonstrationsteilnehmer erhoben, ausgwertet und in der Süddeutschen Zeitung unter der Überschrift "
Männlich, gebildet, parteilos" veröffentlicht. Danach sind von vier "Spaziergängern" drei konfessionslos, sodass von einer Ablehnung des Islams aus einer religiösen Konkurrenzsituation heraus keine Rede sein kann. Wenn der Islam als Problem wahrgenommen wird, dann geht es dabei nicht um seine Vorstellungen von "Himmel" und "Hölle" in einer anderen Welt, sondern um seine ganz irdischen Vorschriften über das Zusammenleben der Menschen.

Nach diesen Daten, die sich auf etwa 400 Interviews stützen, bieten die Pegida-Demonstranten ohnehin ein anderes Bild als es viele Massenmedien verbreiten; denn er durchschnittliche "Spaziergänger" stammt aus der Mittelschicht, ist gut ausgebildet und berufstätig, verdient etwas mehr als der durchschnittliche Sachse. Er ist ein Mann, gehört keiner Religion und keiner Partei an - und ist Sachse".

Bei den Motiven für die Demonstrationen steht nach den Daten der Forschergruppe des Zentrums für Verfassungs- und Demokratieforschung (ZVD) der TU Dresden eine allgemeine Unzufriedenheit mit der Politik an erster Stelle, während nur ein Viertel der Befragten vorrangig gegen eine "Islamisierung des Abendlandes" auf die Straße geht. Die Kundgebung bietet daher für die Mehrheit der Teilnehmer in erster Linie eine Möglichkeit, "tief empfundene, bisher nicht öffentlich artikulierte Ressentiments gegenüber der politischen und meinungsbildenden Elite zum Ausdruck zu bringen".

Einen Eindruck von einer Pegida-Veranstaltung mit ihren Reden, die auch von ausländischen Gästen gehalten werden, einer Pegida-Hymne und dem abendlichen Spaziergang durch Dresden, vermittelt ein youtube-Video vom ersten Geburtstag am 19.10.2015, das bisher über 290.000 Aufrufe im Internet hatte.



Die Dawa fundamentalistischer Moslems in Deutschland

Blickt man auf die Konrahenten von Pegida, konzentriert sich die mediale Aufmerksamkeit in Deutschland vor allem auf die Aktivitäten von Pierre Vogel, und Ibrahim Abou-Nagie, und einge weitere deutschssprachige und rhetorisch begabte Moslems, die häufig als salafistisch Hassprediger bezeichnet werden, da man ihnen eine Werbung für den Islamischen Staat vorwirft. Das hat allerdings bisher noch kein deutsches Gericht durch ein entsprechendes Urteil nachgewiesen.

Bei ihrer Werbung um neue Anhänger bzw. Gläubige gehen die beiden Prediger unterschiedliche Wege. Ibrahim Abu-Nagie verteilt mit seinem Lies!-Projekt in den Fußängerzonen vieler deutscher und inzwischen sogar europäischer Städte kostenlose Exemplare des Korans in inzwischen 11 Sprachen. Damit werden vorwiegend Nicht-Muslims angesprochen, die an den hell gestalteten Verteiltischen nicht nur ein Koran-Exemplar mitnehmen, sondern meist auch ein kürzeres oder längeres Gespräch mit den meist jungen Moslems auf der anderen Seite der Tische führen.

Unter diesen Verteilern sollen sich auch einige wenige befunden haben, die später in Syrien und im Irak für den Islamischen Staat gekämpft haben, was die Ermittlungen der deutschen Sicherheitsorgane auslöste.

Um Informationen über den Islam zu erhalten, muss man jedoch nicht unbedingt nach einem dieser Tische des Lies!-Projektes Ausschau halten; denn diese deutsche Übersetzung des Korans, also der angeblich abschließende göttlichen Herabsendung an seine Geschöpfe, kann man auch im Internet downladen, wo auch die Webseite "Die wahre Relgion" von Ibrahim Abou-Nagi ausführlich über die Welt des Islam berichtet.

Einen typischen Stand des 2011 gestarteten Lies!-Projektes, das als Koranverteilungskampagne eine möglichst große Verbreitung des Islam zum Ziel hat, kann man im folgenden youtube-Video kennenlernen.



Die Missionsarbeit von Pierre Vogel lässt sich exemplarisch am Beispiel seiner Veranstaltung in Bremen veranschaulichen. Dort untersagte die Stadt Bremen eine angemeldete Kundgebung mit Pierre Vogel und Sven Lau, vor allem als Organisator einer Scharia-Polizei in Wuppertal bekannt geworden ist, vor dem Bremer Hauptbahnhof, weil die salafistische Ideologie „elementar der freiheitlich-demokratischen Grundordnung“ widerspreche und „den Weg für Gewalt und Terrorismus“ ebne.

Doch sowohl das Verwaltungs- als auch das Oberverwaltungsgericht Bremen entschieden, dass sogar verfassungsfeindliche Äußerungen hinzunehmen seien, solange sie nicht strafbar seien. Da die Stadt keine strafbaren Äußerungen vorlegen konnte, wurde das Verbot gerichtlich aufgehoben.

Einen Eindruck von der Veranstaltung, die ein Beispiel für die Predigten und die Argumentation von Pierre Vogel ist, der wie hier häufig mit einer Besprechung des Gerichtsurteils an aktuelle Ereignisse anknüpft, sowie ihre Analyse in einem anschließenden Gespräch zwischen dem ehemaligen Bürgerschaftsabgeordneten und Geschichtslehrer Martin Korol und einem Moslem vermittelt ein Video der Bremer Bürger in Wut (BiW). Obwohl diese politische Gruppierung nicht zu den größten Islamfreunden zählen dürft, wählte man den sehr sachlich formulierte Titel "BIW TV: Wanderprediger Pierre Vogel am 01.06.2014 in Bremen", da man keinen Hassprediger sah und erlebte.



Über die aktuelle Predigertätigkeit von Pierre Vogel informiert seine Facebookseite.

Das menschliche Grundgesetz und das göttlich offenbarte Gesetz

Ein großes Problem, vor dem die Gläubigen der abrahamitischen Religionen stehen, ist das Gewicht, das die offenbarten Ge- und Verbote eines allmächtigen Schöpfergottes gegenüber menschlichen Entscheidungen besitzen, wie sie für eine Demokratie zentral sind. Dieser Konflikt wird in der in allen drei Religionen beliebten Erzählung von Isaaks Opferung deutlich, in der Abraham sich zwischen der natürlichen menschlichen Vaterliebe und dem Verlangen seines Gottes entscheiden muss, der von ihm die Opferung seines Sohnes Isaak verlangt.

Aus dieser Parabel haben die Theologen eine zentrale Handungsmaxime für die Gläubigen abgeleitet, die auch heute noch von praktischer Bedeutung ist, wenn man an diesen Gott Abrahams glaubt und die Erzählung für eine göttliche Offenbarung hält.

"Man muß Gott mehr gehorchen als den Menschen." heißt es in der Apostelgeschichte 5,29 des Neuen Testaments. Umgestzt auf das Alltagsleben eines Gläubigen bedeutet das eine Relativierung von Gesetzen, die als Mehrheitsentscheidungen von gewählten Abgeordneten verabschiedet wurden und vom Staat mit seinem Gewaltmonopol durchgesetzt werden können. Hier soll der Gläubige in Konfliktfällen nach dem göttlichen Gebot, also im Fall des Islams, nach der Scharia handeln.

Diese Sichtweise teilen die Anhänger eines fundamentalistisch ausgelegten Korans mit einigen kleineren christlichen Sekten wie den Zeugen Jehovas, die eine Beteiligung an politischen Wahlen kritisch sehen, und im Hinblick auf die Durchsetzung christlicher Normen vor allem bei Gesetzen zur Abtreibung, Homoehe und Sterbehilfe, also die Errichtung eines Gottesstaat nach biblischen Regeln, einige fundamentalistische Parteien in den Niederlanden wie die ChristenUnie (CU) und Staatkundig Gereformeerde Partij (SGP), die Eidgenössisch-Demokratische Union (EDU) in der Schweiz und die Partei Bibeltreuer Christen (PBG) in Deutschland.

Gerade die fundamentalistischen Prediger in Deutschland müssen sich mit der Frage, wie sie zum Grundgesetz stehen, sehr eingehend auseinandersetzen. Gerade die kritische Öffentlichkeit und nicht nur der Verfassungsschutz interessieren sich für die Antwort, die leicht zu einem Verbot der Veranstaltungen und damit zum Scheitern des gesamten Projektes einer Dawa in Deutschland führen kann.

Wie die folgenden youtube-Videos zeigen, wägen die Prediger daher ihre Worte sehr sorgfältig ab, da sie einerseits dem Koran folgen wollen, der eine demokratisch verfasste Gesellschaft nicht kannte, und andererseits selbst von den Freiheiten profitieren, die ihnen das Grundgeetz in einer pluralistschen Gesellschaft garantiert und die auch von fast allen geschätzt werden, die sich ein Exemplar des Korans schenken lassen oder einer Predigt folgen.

Prinzipiell wird daher zunächst die Bedeuung des Grundgesetzes gegenüber dem Koran relativiert. So sieht Ibrahim Abou-Nagie den Koran "als das Grundgesetz":



Pierre Vogel stellt sich in einer seiner Predigten in Hamburg stärker der realen Konfliktlage. Zwar ist auch für ihn der Koran wichtiger als alles andere auf der Welt, weil er als das wahre Wort Gottes einen Wegweiser zum Paradies anbietet. Entscheidungen und Gesetze in einer Demokratie, also der Herrschaft des Volkes und damit von Menschen, hängen hingegen von den "Gelüsten" der Menschen ab, die nicht ohne Fehler sind. Das gilt nicht zuletzt gerade für die Mehrheit, weil sie zwar leicht die Menschen vom Weg Allahs abbringen aber kein göttliches Verbot aufheben kann. Nach seinem Verständnis soll die Scharia als Alternative zu den Gesetzen einer Demokratie ohnehin die Menschen nicht unglücklich machen, sondern nützlich sein. Sie wären damit auch im Interesse der Wähler, die offenbar nur der Teufel an dieser Erkenntnis fernhält.





Das ewige Höllenschicksal der Ungläubigen ("Kuffar")

Für beide hier angeführten fundamentalistischen Prediger beginnt ihre Missionsttigkeiit mit einer Aussage des Korans über die Nicht-Muslims,da sie ihre Mitmenschen vor einem ewigen Aufenthalt in der Hölle bewahren wollen. Dabei bezeh sie sich auf mehrere Suren des Korans, in der in einer literarischen Sprache allen Juden und Christen von Allah angekündigt wird, dass sie ganz unabhängg von ihrem sonstigen Verhalten nach ihrem Tod einen ewigen Aufenthalt in der Hölle zu erwarten haben.

Der Koran klärt so alle auf, die "eine andere Religion als den Islam begehren" (Sure 3 Vers 85) oder als "Ungläubige verflucht" sind, dass sie "im Jenseits ... verloren sein werden" bzw. "die Flamme für sie bereitet ist" (Sure 33, Vers 64).

Dieses unentrinnbare Schicksal im Jenseits wird jedoch noch zusatzlich mit einer ganz irdischen Vorschrift für das Sozialverhalten verknüpft; denn jeder Moslem muss sogar seine engsten eigenen Verwandten wie seinen Vater und seine Brüder, meiden, wenn sie "den Unglauben dem Glauben vorziehen". Nach Sure 9, Vers 23 darf zudem kein gläubiger Moslem einen Ungläubigen zum "Freund nehmen", weil er ein "Ungerechter" ist.

Wenn diese Vorschrift befolgt wird, führt sie zwangsläufig zur Entstehung einer fundamentalsitisch ausgerichteten Parallelgesellschaft, die sich bewusst von engen Konakten zur "ungläubigen" Mehrheitsgellschaft trennt, zumal sie sich aufgrund den Aussagen des Korans für klüger hält, weil sie nicht falschen Freuden und Götzen nachjagd, die sie nur einem ewigen Höllenfeuer näherbringt.

Wegen der fehlenden Kontakte werden sich zwangsläufig beide Gruppen misstrauen und verständnislos gegenüberstehen. Und das beginnt bereits in jungen Jahren bei den Kindern. Da das Belohnungsschema von Himmel und Hölle auch für Moslems gilt, die sich nicht an die göttlichen Regeln halten, zu denen auch der Gehorsam der Kinder zählt, sollen in einer islamischen Erziehung bereits Kinder durch das Schreckensbild der Hölle von einem Fehlverhalten abgehalten werden. Mit diesem "Wissen" von einer Hölle, der kein Nichtgläubiger entkommen kann, besuchen sie dann die Kindergärten und Schulen, wo sie mit diesen Kenntnissen leicht die nichtmuslimischen Kinder in Angst und Schrecken versetzen können.

Hinzu kommt als weiterer Trennungsfaktor das Verbot einer Feundschaft sogar zwischen Kindern, die gern zusammen sind und gemeinsam etwas unternehmen möchten.

Das sind die tief greifende soziale Folgen einer für Nicht-Moslems in der heutigen Zeit nicht mehr bedeutungsvollen Frage, auch wenn sich in früheren Jahrhunderten auch Christen darüber heftig gestritten haben. Aber das gilt eben nicht mehr für die Atheisten und Kuschelchristen, wie die fundamentalistischen Moslems ihre Gegenspieler in de Mehrheitsgesellschaft nennen.

Das Alleinstellungsmerkmal des Islams ist der Ein-Gott-Glaube, wie er schon in der Formel der Schahada "‚Es gibt keinen Gott außer Gott (Lā ilāha illā ʾllāh(u) لا إله إلا الله )" ausgesprochen wird, wenn jemand Moslem werden will.

Folgt man einem
Kommentar zur theologische Begründung sind die Trinitätslehre und die Heiligenverehrung die verurteilten Verfälschungen des Christentums. Wer also als Mensch den Empfehlungen von Jesus, aber nicht der kirchlichen Dogmatik folgt, hätte damit nach einer exakten Interpretation des Korans, die keine Rücksicht auf die Eigeninteressen einer Religonsgemeinschaft nimmt, eine gute Chance, im Jenseits nicht zu den Höllenbewohnern zu gehören.

Aber das kann natürlich nicht im Interesse islamischer Prediger liegen. So ist es für Ibrahim Abu Nagie sehr verständlich, dass Ungläubige die Hölle verdient haben, weil sie wie unartige Kinder nicht der letzten Anweisung Allahs gefolgt sind.



und Pierre Vogel predigt in seinem ganz persönlichen Stil dazu und mit einer ganz praktischen Empfehlung:




Die Scharia als göttliche Gebrauchsanweisung für den Menschen


Im islamischen Gottesbild wird Allah, wie es bereits in Sure 1 Vers 1 heraugesellt wird, als "gnädig" und "barmherzig" charakterisiert. Damit können Verbote, die in der heutigen Gesellschaft als wenig zeitgemäß erscheinen, also ewa zur vorehelichen Sexualität, zum Genuss von Alkohol und Schweinefleisch sowie zum Besuch zahlreicher Unterhaltungsangebote, nicht als reine gehrsamroben intrpreiert werden. Sie können nur ausgesprochen sein, weil ihr Befolgen den Menschen vel Leid ersparen kann. Die Scharia soll daher dem Gläubigen nicht als eine Last erscheinen, die er im Hinblick auf sein jenseitiges Schicksal tragen muss, sondern als eine Anleitung, um bereits im Dieseits glücklicher zu leben.

Nach der Meinung islamischer Fundmentalisten hat daher der Hersteller oder Schöpfer des Menschen mit der Scharia eine letzte Gebrauchsanweisung geschickt, nachdem die alten Fassungen der Juden und Christen "verfälscht" wurden. Wer sich an sie hält, kann damit einen fach- und sachgerechte pychische und soziale Organisation erwarten, da er auf das immense Wissen des Produzenten zurückgreifen kann.



Wie es der Prediger Sven Lau in dem youtube-Video mit dem Titel "Kann man die Sharia lieben, aber sich gleichzeitig an das Grundgesetz halten?" versucht hat, lässt sich ein möglicher prinzipieller Konflikt zwischen einer göttlichen und einer menschlichen Rechtsordnung nicht ausschließlich auf einer abstrakten theoretischen Ebene diskutieren. Entscheidend sind die Auswirkungen in ganz konkreten Lebenssituationen. Aus der nicht unbedingt objektiven Sicht des Fundamentalisten soll es praktisch keine gravierenden Gegensätze für den "normalen" Moslem geben, da keine irdischen Gesetze in Deutschland in Kraft sind, die den Alkoholkonsum, voreheliche Sexualerfahrungen usw. vorschreiben und kein Gebot des Korans, das Polygamie, körperliche Gewalt gegen Ehefrauen usw. verlangt. Erst wenn ein islamischer Herrscher Diebstahl und Ehebruch mit abschreckenden körperlichen Strafen sanktionieren müsste, könnte es einen deutlichen Konflikt geben.




Allerdings kann man in der heutigen Zeit bereits einen sozialen Wandel diagnostizieren, der in die Richtung einer Islamisierung geht, auch wenn es dafür auf der Seite der Moslems eigentlich gar keinen religiösen Zwang gibt.

a) Anpassung an zwingende Vorschriften des Korans

Auch wenn es keine Gesetze gibt, die Vorschrifren des Korans verbieten, wenn man einmal um die Steitigkeiten wegen der weiblichenn Bekleidung absieht, kann das Befolgen im Alltagsleben zu Schwierigkeiten führen. Das gilt etwa für das Fasten im Ramadan, die vorgeschriebenen täglichen Gebete, die islamischen Feiertage und das Schweinefleischverbot. Hier sucht man in der Regeln nach Kompromissen, die es den Moslems erlauben, gegen keine religiöse Forderung zu verstoße, auch wenn damit Änderungen der Arbeitswelt verbunden sind.

Ein in der Öffentlichkeit stärker wahrgenommener Konflkt tritt beim Angebot von Miitagessen etwa in Kindgärten und Schulen auf, wenn aus Kostengründen die Zahl der angebotenen Gerichten beschränkt ist. Hier wird offenbar immer mehr auf das auch bei Bioköstlern, Vegetariern und Veganern nicht besonders beliebte Schweinefleich auf den Speiseplänen gestrichen.Auch wenn damit nicht jeder einen Verlust an wichtign sozialen Werten verbindet, erfolgt auf diese Weise eine Änderung der traditionellen Mahlzeiten in vielen deutschen Regionen, in denen Schweinsbraten, Schweinshaxe, Schäufele und Schweinefleisch als Bratwurst oder Schnitzel ein wesentlicher Teil der regionalen Küche waren und noch sind.

b) Deutsche Gerichtsentscheidungen nach der Scharia

Auch in detsche Gerichstentscheidungen fließen Teile der Scharia ein, wenn beispielsweise ein Muslim im Ausland polygam geheiratet hat und diese Ehe auch im zumindest rechtlich monogamen Deutschland gültig. Grndlae ist. Dies ist dafür ein Gruundsatz, nach dem seit dem Jahr 1900 bei privaten Rechtsbeziehungen, also vor allem bei Verträgen sowie Familien- und Erbrechtsfragen, ausländisches Recht angewandt werden darf.

Weiterhin kann der Einfluss der Religion für das Verhalten von Tätern bei einer Strafzumessung berücksichtigt werden.

c) Scharia als Rechtsordung in islamischen Parallelgesellschaften


Teilweise wird auch in Deutschland von dem Einsatz islamischer Friedensrichter als Ersatz für Vertreter der deutschen Rechtsordnung berichtet, was in Großbritannien bereits verbreitet ist. In diesen Fällen sprechen islamischen Scharia-Gerichte nach der Scharia recht, also den islamischen Gesetzen in einem demokratischen Land mit einem eigenen Rechtsystem.

Allerdings lassen sich einige religiöse Vorschriften, die in der Scharia enthalten sind, auch in Deutschland umsetzen, wie zum Beispiel das Schächten, also das Ausbluten von Tieren bei der Schlachtung, wobei allerdings das deutsche Gesetz eine Betäubung vorschreibt.

Deutschland bleibt damit zwar ein aufgrund seiner jetzigen Mehrheit der Nicht-Moslems eine christlich und säkular geprägte Demokratie. Aber es gibt auch erkennbare Tendenzen für eine beginnende Islamisierung, auch wenn dafür bisher vor allem freundliche Gesten gegenüber einer Minderheit veranwortlich sind.


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