Kraftwerk Farge (Quelle: wikipedia)

"Was Knoops Park mit Russland zu tun hat"

#1 von Lola , 10.01.2016 09:22

http://www.weser-kurier.de/startseite_ar...id,1288238.html

...so lautete die Überschrift des 2.Teil eines Artikels in der Ausgabe des Kurier am Sonntag v. 10.1.2016
Atorin: Erika Thies

Zitat
Was Knoops Park mit Russland zu tun hat
Bremer Kaufmann Ludwig Knoop gründete im Zarenreich die damals größte Textilfabrik der Welt

Die bekannteste Russlanddeutsche dürfte derzeit die Sängerin Helene Fischer sein. Sie hieß ursprünglich Jelena Petrowna Fischer und wurde 1984 in Sibirien geboren. Als Kind siedelte sie mit ihrer Familie nach Rheinland-Pfalz um. Ihre Großeltern, 1941 nach Sibirien deportiert, waren Wolgadeutsche.

In umgekehrter Richtung machte sich in den 1840er-Jahren der junge Bremer Ludwig Knoop (1821–1894) auf den Weg und gründete im damaligen Zarenreich unter anderem die damals größte Textilfabrik der Welt. Er wurde 1877 vom Zaren Alexander II. geadelt und nahm die russische Staatsangehörigkeit an. Er blieb Bremen aber treu und fand auf dem Waller Friedhof seine letzte Ruhestätte. Er hat prominente Nachkommen: Der Schauspieler und TV-Quizmaster Hans-Joachim Kulenkampff war sein Urenkel. Bundesverteidigungsmininisterin Ursula von der Leyen ist seine Ururenkelin.

In Knoops Park ist Ludwig Knoop nach wie vor sehr präsent. Fast noch zu seinem 100. Todestag wurde dort 1995 eine von Claus Homfeld geschaffene Bronzestatue aufgestellt: ein freundlicher Herr mit Bäuchlein, der den Spazierstock in der rechten und den Hut in der linken Hand trägt.

Knoops Park in St. Magnus nimmt mit seinen rund 70 Hektar nur einen Teil des Areals ein, auf dem 1871 an der Lesum die Knoop’sche Residenz eingeweiht wurde: Schloss Mühlenthal. Nicht weit entfernt ließ der Baron später für die Familien seiner Töchter Louise Albrecht, Emilie Kulenkampff und Adele Wolde drei eigene Domizile bauen: Albrechtsburg, Kränholm und Schotteck.

Kränholm – so hieß die Insel nicht weit von St. Petersburg, auf der Knoop 1856 seine Manufaktur für Baumwollfabrikate gegründet hatte, mit später 7000 oder sogar 10 000 Beschäftigten. Laut Herbert Schwarzwälders Bremen-Lexikon ist Knoop in Russland an der Errichtung von etwa 200 Fabriken beteiligt gewesen und gründete zur Kapitalbeschaffung eigene Banken.

Während des Deutsch-Französischen Krieges 1870/71 erwarb er Schiffe – manche behaupteten gar: die ganze Flotte – des Norddeutschen Lloyd. Unter russischer Flagge waren die Schiffe für die Franzosen nämlich tabu

Zitat Ende

Als Userin in diesem Forum ist es mit wichtig den Lesern die Stadtteile in Bremen-Nord näher zu bringen und gleichzeitig Bremen-Nord einmal in den Vordergrund zu stellen, denn es gibt auf Grund der Geschichte viel zu entdecken.

Die Autorin und der Weser Kurier mögen mir bitte verzeihen, dass ich den ganzen 2.Teil hier eingestellt habe, aber eine Kürzung hätte diesen informativen Beitrag verstümmelt.

Lola  
Lola
Beiträge: 1.197
Registriert am: 24.01.2013


RE: "Was Knoops Park mit Russland zu tun hat"

#2 von CaoCao57 , 15.04.2016 13:45

Schönes Zitat

CaoCao57  
CaoCao57
Beiträge: 3
Registriert am: 15.04.2016


RE: "Was Knoops Park mit Russland zu tun hat"

#3 von Lola , 15.04.2016 18:23

..ja, ich fand den ganzen Bericht im Weser Kurier interessant.

Die Wolgadeutschen wurden von Stalin nach Usbekistan deportiert.

Es gibt eine Fülle von Informationen in Sachen Bildung, Touristik
und Schlager :-) - Außerdem eine Deutsch -Usbekische Gesellschaft http://deutsch-usbekische-gesellschaft.de/impressum/



http://www.handelsblatt.com/panorama/aus...n/10230128.html
Zitat
05.08.2014 12:00 Uhr

Steile Karriere mit überraschendem Ursprung. Heute vor 30 Jahren wurde Helene Fischer geboren. Ihr Geburtsort deutet kaum auf ihre außergewöhnliche Schlagerkarriere hin. Ein Ortsbesuch im tiefsten Sibirien.
Dass die blondeste aller deutschen Schlagerqueens vor 30 Jahren hier zur Welt kam, weiß kaum einer ihrer Fans. Helene Fischer wurde als Russlanddeutsche in Krasnojarsk, Sibirien, geboren. Ihre Großeltern, Wolgadeutsche, kamen als Deportierte im Zweiten Weltkrieg nach Sibirien. Viele Jahre bemühten sie sich um eine Aussiedlung in die Bundesrepublik.
Zitat Ende


..........................................
http://lmdr.de/wp-content/uploads/2016/0...nddeutschen.pdf
Zitat
Am 31. Januar 2016 unterzeichnete
Präsident Wladimir Putin den Erlass „Über erstrangige Maßnahmen zur Rehabilitation der Russlanddeutschen“, der die früher verankerte
Wiederherstellung der „russlanddeutschen Staatlichkeit“ (wie im Ukas des Präsidenten Boris Jelzin vom 21.02.1992)
nicht mehr enthält. Zwar blieb der Erlass von 1992 de facto auch eine leere Versprechung
Zitat Ende


http://www.weser-kurier.de/deutschland-w...id,1344399.html

Zitat
Tadschikistan
Steinmeier beginnt Zentralasien-Reise in Usbekistan
30.03.2016 0 Kommentare

Mit einem Besuch in Usbekistan beginnt Außenminister Frank-Walter Steinmeier heute eine dreitägige Reise durch Zentralasien. Bei den Gesprächen in der ehemaligen Sowjetrepublik geht es neben einer engeren bilateralen Zusammenarbeit auch um den gemeinsamen Kampf gegen islamistischen Terrorismus.

Weitere Stationen der Reise sind Kirgistan und Tadschikistan. Beide Staaten gehörten früher ebenfalls zur Sowjetunion. Vor seiner Abreise sagte Steinmeier, Zentralasien sei von großer strategischer Bedeutung. Die Region liege zwar meist im "Schlagschatten" der internationalen Aufmerksamkeit, hier prallten aber die Interessen der großen Regionalmächte, Russland, China und Iran aufeinander. Deshalb sei es wichtig, dass Deutschland sich engagiere.

Alle drei Länder sind muslimisch geprägt und versuchen derzeit, den Einfluss von Fundamentalisten einzudämmen. Zudem macht ihnen derzeit die Wirtschaftskrise in Russland zu schaffen.

Usbekistan - die erste Station der Reise - wird seit Jahrzehnten von Präsident Islam Karimow regiert. Der heute 78-Jährige steht international wegen massiver Verstöße gegen Bürger- und Menschenrechte in der Kritik. Bis vergangenes Jahr unterhielt die Bundeswehr in der südusbekischen Stadt Termes einen Stützpunkt als Drehkreuz für den Einsatz im Nachbarland Afghanistan. (dpa)
Zitat Ende


Ein älterer Spiegel Online-Bericht über Unruhen in Usbekistan
http://www.spiegel.de/politik/deutschlan...g-a-356644.html
Zitat
Unterdessen gerät die deutsch-usbekische Militärkooperation in die Kritik. Bestätigt wurde vom Verteidigungsministerium ein Bericht der ARD-Sendung "Monitor", wonach die Bundeswehr usbekische Offiziere ausbildet. Ein Sprecher sagte, im Rahmen des Nato-Programms "Partnership for Peace" würden seit geraumer Zeit rund 120 usbekische Militärs an verschiedenen Einrichtungen der Bundeswehr geschult. Ziele seien eine Reform der Streitkräfte in dem zentralasiatischen Land, die Vermittlung demokratischer Werte und der Aufbau euro-atlantischer Strukturen.
Zitat Ende

Der Sport darf auch nicht fehlen:
http://www.rp-online.de/sport/mit-35-sil...em-aid-1.600278
Zitat
Mal lebt Oksana Chusovitina in Deutschland, mal in Usbekistan. Die Diplomsportlehrerin versucht, den riesigen Erfahrungsschatz ihrer langen Karriere an junge Turnerinnen weiterzugeben, nicht nur an ihre deutschen Teamkameradinnen. So bereitete sie die usbekische Mannschaft in Bergisch Gladbach auf die Europameisterschaften vor. Das hinderte sie nicht daran, sich auch selbst für die Titelkämpfe in gute Form zu bringen. So gut, dass sie sich für die Arbeit wieder einmal selbst mit Edelmetall belohnte.
Zitat Ende


..zu Baron Ludwig Knoop -


"Er hat prominente Nachkommen: Der Schauspieler und TV-Quizmaster Hans-Joachim Kulenkampff war sein Urenkel. Bundesverteidigungsmininisterin Ursula von der Leyen ist seine Ururenkelin."

"Während des Deutsch-Französischen Krieges 1870/71 erwarb er Schiffe – manche behaupteten gar: die ganze Flotte – des Norddeutschen Lloyd. Unter russischer Flagge waren die Schiffe für die Franzosen nämlich tabu"
Zitat Ende

http://www.sankt-magnus.de/Knoop.html
Die Stationen aus dem Leben des Baron Knoop


http://www.weser-kurier.de/bremen_artike...rid,392761.html
Zitat
Kanonenschüsse auf der Lesum
Ulf Fiedler 09.10.2012 0 Kommentare

Eine engere Verbindung als allgemein bekannt bestand zwischen Baron Ludwig von Knoop und Admiral Brommy. Beide spielten eine gewichtige Rolle im jungen gesamtdeutschen Seekriegswesen. Brommy schlug sich 1849 mit den Dänen vor Helgoland und Knoop sorgte 1870/71 im Krieg gegen Frankreich dafür, dass bremische Handelsschiffe die französische Seeblockade brechen konnten.
Lesum. Am 10. Juni 1893 liefen zwei über die Toppen geflaggte Dampfschiffe die Lesum aufwärts. In Höhe von Knoops Park stoppten die Maschinen. Schiffskanonen feuerten mehrere Schüsse ab, die weithin über das hohe Ufer hallten. Ein kriegerischer Akt? Wohl kaum unter voller Beflaggung. Die Salven waren ein Ehrengruß zur Goldenen Hochzeit der Eheleute Knoop. Diese respektvolle Geste hat einen interessanten Hintergrund.

Die Familie Knoop war nach längeren Jahren in Russland 1861 nach Bremen zurückgekehrt. Ludwig Knoop kaufte ein Stadthaus am Alten Wall 15, das er großzügig umbauen ließ. Einige Jahre später begann der Bau des neuen Schlosses "Mühlenthal". In der Zwischenzeit, bis zum Umzug 1864, wohnte die Familie in Hillmanns Hotel. Die Sommermonate allerdings, so erinnerte sich Tochter Adele Wohlde, wurden wie in früheren Jahren auf dem alten Gut Mühlenthal verbracht.
Die Büste des Admirals Carl Rudolf Brommy (1804 bis 1860), Befehlshaber der ersten deutschen Reichs-Kriegsflotte, steht © Fotos: Ulf Fiedler
Die Büste des Admirals Carl Rudolf Brommy (1804 bis 1860), Befehlshaber der ersten deutschen Reichs-Kriegsflotte, steht unterhalb von Knoops Park am Lesumufer. (Fotos: Ulf Fiedler)

Baron Knoop kümmerte sich nicht nur um seine russischen Besitzungen, sondern war auch in Bremen tätig und ein gesuchter Ratgeber. Er saß im Aufsichtsrat des Norddeutschen Lloyd. Im Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 verhängten die Franzosen eine völlige Blockade der deutschen Nordseeküste. Das konnte den Bremer Schiffshandel zum Erliegen bringen. Baron Knoop brachte in dieser Situation nicht nur seine Erfahrung ein.

Ein wichtiges Kapital wurde in dieser Situation seine russische Staatsbürgerschaft, die er während seiner Geschäfte in Russland angenommen hatte. Die abenteuerliche Idee, Knoops Staatsbürgerschaft zum Nutzen Bremens einzusetzen, fand allgemeine Zustimmung. In einem rasch vollzogenen juristischen Akt wurde Baron Knoop Eigentümer aller vom Norddeutschen Lloyd bereederten Schiffe. Die Frachtsegler und Dampfschiffe konnten nun völlig legal die russische Flagge führen und blieben von feindlichen Attacken unbehelligt. Die Salutschüsse zu Knoops Goldener Hochzeit waren ein Dank für sein Intermezzo als Besitzer einer eigenen Flotte, die längst an den Lloyd zurückgegeben war.
Zitat Ende

Eine sehr interessante Verbindung von Bremen zu Russland.

Lola  
Lola
Beiträge: 1.197
Registriert am: 24.01.2013


RE: "Was Knoops Park mit Russland zu tun hat"

#4 von Lola , 13.07.2016 20:14

http://www.landschaftsarchitektur-heute....er/details/1933

..eine schöne Beschreibung vom Knoops Park mit einem stimmungsvollem Foto..

Lola  
Lola
Beiträge: 1.197
Registriert am: 24.01.2013


"Preis für Knoops Park"

#5 von Lola , 24.11.2016 14:18

http://www.weser-kurier.de/startseite_ar...id,1501662.html

Zitat


Bremen
Preis für Knoops Park
Lisa Boekhoff 24.11.2016 0 Kommentare

Besucher von Knoops Park sollen der Bronzefigur des Kaufmanns Ludwig Knoop immer mal wieder Blumen zustecken. Denn immerhin ist ihm die Anlage zu verdanken. Der Förderverein, der sich um den historischen Park kümmert, hat nun ebenfalls ein Dankeschön bekommen: Neben vier weiteren Trägern wurde er mit dem Bremer Denkmalpflegepreis 2016 ausgezeichnet.
Zitat Ende

Wenn der Artikel mit dem o.a.Link aufgerufen wird,kann man auch ein sehr schönes Bild der Bronze-Figur des Baron Knoop bewundern.

Lola  
Lola
Beiträge: 1.197
Registriert am: 24.01.2013


"Was Knoops Park mit Russland zu hat"

#6 von Lola , 24.11.2016 15:38

http://www.weser-kurier.de/startseite_ar...id,1288238.html

......inzwischen habe ich den 1.Teil des Artikels aus dem Weser Kurier von Jan. 2016 nochmal gelesen und bin der Meinung, dass wir schon allein dadurch, dass die deutsche Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen die Urururenkelin von Baron Knoop ist, darf auch ein Bremer Politiker nicht fehlen, zumal er sogar eine Urkunde unterzeichnet hat "für 40-jährige ehrenvolle Tätigkeit im öffentlichen Dienst zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger unseres Land", worin ihre Lehrerinnenzeit in Omsk (Russland) einrechnet war.

Zitat
...
Nachdem Hitler im Juni 1941 den erst 1939 abgeschlossenen Nichtangriffspakt einseitig gebrochen hatte, marschierte die Wehrmacht zunächst zügig gen Osten. Stalin, der fürchtete, die Russlanddeutschen könnten sich dem Feind anschließen, ordnete ihre Deportation in möglichst entlegene Gegenden an.

Viele der damals Zwangsumgesiedelten, vor allem aber ihre Kinder und Kindeskinder sind inzwischen nach Deutschland zurückgekehrt. Allein von 1992 bis 2014 waren es mehr als 930 000 aus Kasachstan, rund 700 000 aus der Russischen Föderation – vor allem aus Sibirien–, 74 000 aus Kirgisistan, 42 000 aus der Ukraine, 27 000 aus Usbekistan und 14 000 aus Tadschikistan.
.......

Der Beitrag informiert weiter:
.....
Doch beim Bremer Arbeitsamt hieß es zunächst: „Sie mit einer sowjetischen Erziehung wollen hier in einer Schule arbeiten?“ Ob sie nicht umschulen wolle – vielleicht zur Altenpflegerin? Als da die Tränen kullerten, dachte sie, es werde, weil es draußen regnete, keiner merken. Aber: „Kommen Sie unter meinen Schirm“, sagte an der Haltestelle eine unbekannte Frau zu ihr. „Irgendwann scheint wieder die Sonne.“ Das half ihr damals sehr.

Kurz darauf schon bot die Arbeiterwohlfahrt ihr eine Stelle in einem Tagesinternat an. Von da aus war es in den Schuldienst in Obervieland dann nicht mehr weit.
[b] Inzwischen ist ihr – mit einer von Bürgermeister Böhrnsen unterzeichneten Urkunde – sogar schon gedankt worden für „40-jährige ehrenvolle Tätigkeit im öffentlichen Dienst zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger unseres Landes“. Da war die Lehrerinnenzeit in Omsk netterweise mit eingerechnet.

Zitat Ende


https://de.wikipedia.org/wiki/Jens_B%C3%B6hrnsen

Jens Böhrnsen (2008)

Jens Böhrnsen (* 12. Juni 1949 in Bremen) ist ein deutscher Jurist und Politiker (SPD). Von 2005 bis 2015 war der frühere Verwaltungsrichter siebenter Präsident des Senats und Bürgermeister der Freien Hansestadt Bremen sowie Senator für kirchliche Angelegenheiten, ab 2007 zudem Senator für Kultur. Er schied am 15. Juli 2015 mit der Wahl seines Nachfolgers Carsten Sieling aus diesen Ämtern. Von 2005 bis 2007 war er außerdem Senator für Justiz und Verfassung.

Böhrnsen ist Mitglied von ver.di, der Arbeiterwohlfahrt,
der Deutsch-Israelischen Gesellschaft und der Bremischen Evangelischen Kirche in Bremen.[2]
Er ist Vorsitzender des Stiftungsrats der Stiftung Wohnliche Stadt.

https://de.wikipedia.org/wiki/Ursula_von_der_Leyen
Ursula von der Leyen
"Ursula Gertrud von der Leyen[1] (Audio-Datei / Hörbeispiel anhören?/i; geb. Albrecht; * 8. Oktober 1958 in Ixelles/Elsene, Region Brüssel-Hauptstadt, Belgien) ist eine deutsche Politikerin der CDU. Sie ist seit dem 17. Dezember 2013 Bundesministerin der Verteidigung im Kabinett Merkel III.

Von 2003 bis 2005 war von der Leyen niedersächsische Ministerin für Soziales, Frauen, Familie und Gesundheit, von 2005 bis 2009 Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und von 2009 bis 2013 Bundesministerin für Arbeit und Soziales.

Frau von der Leyen hat sich auch bei einem der Ehlerding-Stiftung beteiligt:
http://www.ehlerding-stiftung.de/h/im_detail_128.php

Sie ist die Urururenkelin von Baron Knoop und ihr Vater war ebenfalls Politiker, wie sie _

https://de.wikipedia.org/wiki/Ernst_Albrecht
Ernst Albrecht wurde als Sohn des Internisten Carl Albrecht in Heidelberg geboren. Er war ein Ururenkel des Bremer Großkaufmanns Baron Ludwig Knoop. Sein Vater ließ sich wenig später in Bremen nieder, wo Albrecht anfänglich die Schule besuchte. 1948 legte er in Brake die Abiturprüfung ab. Von 1946 bis 1948 führte er eine Gruppe der Deutschen Jungenschaft.[2] Später studierte Albrecht Philosophie und Theologie in Tübingen, an der Cornell-Universität (USA) und in Basel (bei Karl Jaspers). 1953 schloss er sein anschließendes Studium der Rechts- und Wirtschaftswissenschaft in Tübingen und Bonn als Diplomvolkswirt ab. Im Jahr 1959 promovierte er über das Thema Haftungsverhältnisse der Montangemeinschaft.[3][4] 1954 wurde er Abgesandter der Montanunion, 1958 Kabinettschef bei der EWG-Kommission, 1969 Generaldirektor der EG, 1971 bis 1976 Geschäftsführer des Gebäckherstellers Bahlsen.[1]
Zitat Ende


Lola  
Lola
Beiträge: 1.197
Registriert am: 24.01.2013

zuletzt bearbeitet 24.11.2016 | Top

"..Ursula von der Leyen erinnert in Bremen an europäische Werte und gewährt Einblick in die Familiengeschichte"

#7 von Lola3 , 02.02.2017 21:49

http://www.weser-kurier.de/bremen/bremen...id,1542266.html

Zitat

Rede in Bremen
Von der Leyens Plädoyer gegen den Nationalismus
André Fesser 01.02.2017 5 Kommentare

Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen hat beim Neujahrsempfang der Bremer CDU an europäische Werte erinnert. Und sie hat ihren Zuhörern einen Einblick in die Familiengeschichte gewährt.
Zitat Ende

Frau von der Leyen gab den Rat offen mit Neuem umzugehen. "Unser Land verändert sich, wie es sich immer verändert hat"
"Sie erinnerte aber auch daran, dass es Dinge gibt, die diese Veränderungen überdauern: Dinge wie Tradition und Identität"

Lola3  
Lola3
Beiträge: 163
Registriert am: 11.01.2017


Zentralasien ....."Warum gerade Tschetschenen?"

#8 von Lola3 , 25.07.2017 19:27

http://www.preussische-allgemeine.de/nac...hetschenen.html

Zitat
Die kaukasische Bevölkerungsgruppe ist an den Schaltstellen des Dschihad überdurchschnittlich vertreten

Im globalen Dschihad der Islamisten kommt den Tschetschenen eine immer wichtigere Rolle zu. Obwohl es nur etwa eine Million Tschetschenen gibt, findet man sie immer häufiger an den zentralen Schaltzentralen des Dschihad, nicht nur im Kaukasus, von wo sie stammen, sondern auch in Syrien, Westeuropa und den USA.
Schon die Osmanen und später auch Adolf Hitler wussten Aggressivität und Extremismus der kaukasischen Bergvölker, die sich länger als alle anderen gegen die russische Eroberung gewehrt hatten, zu schätzen und zu nutzen. Die Osmanen verlegten Tschetschenen und Tscherkessen, die als besonders aggressiv galten, weil sie den Islam erst relativ spät angenommen hatten und gegenüber den anderen muslimischen Volksgruppen Minderwertigkeitsgefühle hatten, in alle aufrührerischen Provinzen ihres Reiches. Hitler nutzte kaukasische Freiwilligenverbände der Wehrmacht zum Krieg gegen die Sowjetunion. Nach der Niederlage Deutschlands deportierte Josef Stalin die Tschetschenen aus dem Kaukasus nach Zentralasien. Aber anders als die Wolgadeutschen, die ebenfalls von Stalin deportiert worden waren, durften die Tschetschenen bereits 1956 wieder in ihr Heimatgebiet im Kaukasus zurück­kehren, wo sie dann noch vor dem Untergang der Sowjetunion 1991 als erste den bewaffneten Kampf gegen die russischen Besatzer aufgenommen haben.
Dieser Unabhängigkeitskampf war zunächst nationalistisch geprägt. Der tschetschenische Islam hatte unter Stalin nur im Untergrund und dank eines alt eingewurzelten Bruderschaftswesens überlebt. Später bildete der Islam jedoch, unterstützt durch wahhabitische Hassprediger aus Saudi-Arabien, die Speerspitze des Kampfes gegen die russischen Besatzer. Was sich in Tschetschenien ereignete, war die Übernahme einer nationalistischen Bewegung durch eine transnational-religiös-ideologische Bewegung. Die Tatsache, dass Tschetschenen Muslime waren, war das Einfallstor, durch das sich Al Kaida Zutritt in den Kaukasus verschaffte. Dadurch wandelte sich auch der ehemals tolerante Islam der Bruderschaften in einen extremistischen der Salafisten, die selbst die eigenen Religionsgenossen und Nationalisten nicht schonten, wenn sie sich nicht dem eigenen Diktat unterwarfen. Heute bekämpfen sich im Kaukasus nicht mehr Russen und Tschetschenen, sondern Tschetschenen untereinander.
Die ständigen Kriege der letzten 25 Jahre haben viele Tschetschenen zur Flucht nach Westeuropa und den USA veranlasst, wo sie bereitwillig Asyl erhielten, weil es sich ja um Verfolgte handelte. Wie sie zur Frage der Gewalt stehen, wurde bei den Asylverfahren nicht geprüft. Dank ihrer Bruderschaften konnten sich bald auch in Westeuropa gut eingeführte Netzwerke für den Salafismus und Dschihadismus unter den tschetschenischen Flüchtlingen herausbilden. So haben die tschetschenischen Dschihadisten im letzten Jahrzehnt auf den Schlachtfeldern des Heiligen Krieges, sei es in Afghanistan, im Irak oder in Syrien, einen fast legendären Status als Kämpfer erhalten. „Tschetschene“ wurde zum Synonym für militärisch kompetenter Dschihadist. Die tschetschenischen Kämpfer haben eine militärische Kultur entwickelt, die mehr an Russen als an Araber erinnert. Daher auch ihr Ruf, dass sie auf dem Schlachtfeld eine höhere Effektivität zeigen. Vor allem im Islamischen Staat (IS) haben die Tschetschenen im militärischen Bereich Führungsrollen übernommen, wie Omar al-Schischani aus dem Pankissi-Tal in Georgien, der in der georgischen Armee sein Kriegshandwerk gelernt hatte.
Zitat Ende

Bitte den kompletten Artikel mit o.a. Link aufrufen

https://de.wikipedia.org/wiki/Tschetschenien
Zitat
Ausrufung der Tschetschenischen Republik Itschkerien
Siehe auch: Tschetschenische Republik Itschkerien
Inguschetien und Tschetschenien

Zur Sowjetzeit hatten verschiedene Regionen einen unterschiedlichen Status erhalten. Regionen, die als Sozialistische Sowjetrepubliken in das System der UdSSR integriert waren, wurden nach 1991 als unabhängige Staaten anerkannt (z. B. Kasachstan oder die Ukraine). Autonome Sowjetrepubliken wiederum waren Teil einer übergeordneten Sowjetrepublik, im Falle Tschetscheniens war dies die Russische Sowjetrepublik.

Im September 1991, nachdem die Auflösung der Sowjetunion nur noch eine Formalie war, wurde der bisherige, pro-russische Regierungschef Tschetscheniens, Doku Sawgajew, durch den ehemaligen Luftwaffengeneral und Nationalisten Dschochar Dudajew abgelöst. Dudajew leistete seinen Amtseid auf den Koran und strebte als neuer Regierungschef die Unabhängigkeit an. Kurz darauf trennte sich Inguschetien von Tschetschenien und entschied sich für einen Verbleib bei Russland.

Noch im Oktober organisierte Dudajew ein umstrittenes Unabhängigkeitsreferendum. Am 27. Oktober 1991 stimmten bei einer Wahlbeteiligung von 72 % angeblich über 90 % für die Unabhängigkeit. Moskau-freundliche tschetschenische Politiker wie Ruslan Chasbulatow zweifelten das Ergebnis und die Durchführung an und bestritten, dass es eine Mehrheit für die Unabhängigkeit gebe.[15] Der Historiker John B. Dunlop hingegen schätzt, dass zu diesem Zeitpunkt etwa 60 % der Bevölkerung Tschetscheniens eine Unabhängigkeit befürworteten.[16] Weder der sowjetische Präsident Michail Gorbatschow noch sein Nachfolger, der russische Präsident Boris Jelzin, erkannten dies an.

Am 1. November 1991 erklärte Dudajew einseitig die Unabhängigkeit Tschetscheniens. Russland akzeptierte die Entscheidung nicht, erklärte Dudajews Regierung für nicht legitim und verhängte den Ausnahmezustand über Tschetschenien. Truppen des russischen Innenministeriums wurden jedoch zurückgeschlagen.

Russland versuchte weiterhin Einfluss auf Tschetschenien zu nehmen und unterstützte dort pro-russische Politiker, de facto war Tschetschenien nun aber unabhängig, wenngleich internationale Anerkennung ausblieb. Die einzigen Ausnahmen waren Georgien in der Regierungszeit von Swiad Gamsachurdia zwischen 1991 und 1992 und das Islamische Emirat Afghanistan.

Dudajew verfolgte innenpolitisch eine anti-russische Politik, versuchte die russische Sprache zu verdrängen, schaffte das kyrillische Alphabet ab und belebte das tschetschenische Clansystem neu. Durch Diskriminierung und teils offene Gewalt wurden die meisten nicht-tschetschenischen Bewohner in die Flucht getrieben. Die Wirtschaft der Region kollabierte und die Kriminalität blühte auf[17]. Dudajew war wegen seiner erfolglosen Wirtschaftspolitik auch in Tschetschenien höchst umstritten und immer Kritik aus den eigenen Reihen ausgesetzt. Unterdessen steigerte er seine anti-russische Rhetorik immer weiter und behauptete schließlich sogar, Russland verursache Erdbeben in Armenien und Georgien, um damit Tschetschenien zu schaden.[18] 1993 kam es zu Konflikten zwischen dem Parlament und Dudajew, gegen den sich eine breite Opposition, auch unter Unabhängigkeitsbefürwortern, und kurz darauf eine pro-russische Gegenregierung bildete.

..es heißt weiter..

Am 11. Dezember 1994 begann damit der Erste Tschetschenienkrieg als russische Truppen nach Tschetschenien einrückten. Ursprünglich plante Russland, die Region innerhalb weniger Tage einzunehmen und anschließend wieder einzugliedern, der Feldzug entwickelte sich jedoch zum absoluten Desaster. Nach anfänglichen Erfolgen gestaltete sich bereits die Einnahme Grosnys als verlustreich und langwierig. Die russische Kampfmoral war von Anfang an gering, die tschetschenischen Kräfte erhielten massive Unterstützung aus dem Ausland, besonders aus der islamischen Welt, und wechselten zur Guerillakriegsführung. Die russischen Verluste waren während des ganzen Krieges äußerst hoch und führten zu Widerstand in der russischen Bevölkerung. Im August 1996 gelang es den Tschetschenen, Grosny zurückzuerobern und Russland damit eine beachtliche Niederlage zuzufügen.

Daraufhin schloss Russland, vertreten durch General Alexander Lebed, einen Friedensvertrag mit Tschetschenien und zog sich zurück. Der Vertrag bestätigte zwar die Eigenstaatlichkeit des Landes nicht, akzeptierte aber de facto die Regierung der Rebellen als Verhandlungspartner und sah weitere Gespräche mit ihnen vor.

Der Krieg hatte auch auf tschetschenischer Seite viele Opfer gefordert und die wirtschaftliche Lage war nun noch prekärer als zuvor. Dies führte zur Radikalisierung weiter Teile der tschetschenischen Gesellschaft und Führung. Der saudische Wahhabismus hatte ebenso wie dschihaddistische Ideen Einzug gehalten.

1999 kündigte Wladimir Putin, damals im Amt des Ministerpräsidenten, eine militärische Lösung des Tschetschenien-Konfliktes an, um es wieder unter die vollständige Kontrolle der russischen Zentralregierung zu stellen. Am 1. Oktober 1999 marschierte die russische Armee in Tschetschenien ein und begann mit einer breit angelegten sogenannten „Antiterror-Operation“ den Zweiten Tschetschenienkrieg. Im Gegensatz zu seinem Vorgänger gelang es Putin die Kämpfe schnell zu beenden und Tschetschenien vollständig unter russische Kontrolle zu bringen. Die Region erhielt nun wieder den Status einer autonomen Republik innerhalb Russlands.

2009 wurde der Zweite Tschetschenienkrieg von russischer Seite für beendet erklärt.

Nach dem Krieg
Neuangelegte Promenade in Grosny
Der 4261 m hohe Komito an der Grenze zu Georgien

Vor allem die Hauptstadt Grosny, aber auch andere Städte und einige Dörfer waren weitgehend zerstört, viele Menschen, darunter auch ein großer Teil der sehr gut Ausgebildeten, hatten die Republik verlassen. Es folgte eine von Terroranschlägen, Gewalt und Menschenrechtsverletzungen geprägte Zeit. Am 23. Oktober 2002 nahmen tschetschenische Terroristen unter Führung von Mowsar Barajew bei der Aufführung des Stückes „Nord-Ost“ im Moskauer Dubrowka-Theater etwa 700 Geiseln und forderten von der russischen Regierung den sofortigen Abzug des russischen Militärs aus Tschetschenien. Bei der umstrittenen Befreiungsaktion durch Spezialeinheiten unter Einsatz von Betäubungsgas kamen 41 Terroristen sowie 129 Geiseln ums Leben.

Bei den Präsidentschaftswahlen am 5. Oktober 2003 wurde Achmat Kadyrow, der Chef der Verwaltungsbehörde, Präsident. Kadyrow, eine ehemalige Schlüsselfigur der Unabhängigkeitsbewegung, hatte zuvor die Seiten gewechselt. Die Wahl wurde von einigen westlichen Politikern und vom bisherigen von Russland nicht anerkannten Präsidenten Maschadow als Farce bezeichnet. Maschadow tauchte in den Untergrund ab und rief zum weiteren Kampf gegen die neue Regierung und gegen Russland auf. Ein Bombenanschlag auf das tschetschenische Regierungsgebäude in Grosny am 27. Dezember 2002 forderte 72 Todesopfer. 2002 wurden 5695 Menschen in Tschetschenien Opfer von Landminen. Im Februar 2003 erließen die Vereinigten Staaten Sanktionen gegen tschetschenische Terrorgruppen und setzten sie auf ihre Liste terroristischer Organisationen, unter anderem infolge der Bombenattentate in Moskau. Außerdem wurden verdächtige Bankkonten von den Vereinigten Staaten eingefroren.

Bei einer Volksbefragung in Tschetschenien am 23. März 2003 stimmten laut offiziellem Ergebnis 95,5 Prozent der Bevölkerung für den Verbleib in der Russischen Föderation. Nach diesem Referendum erhielt die Republik durchgehend ein föderales Budget zur Finanzierung des Wiederaufbaus.

Am 9. Mai 2004 wurde Präsident Kadyrow bei einem Bombenanschlag getötet. Gewählter Nachfolger Kadyrows wurde im August 2004 Alu Alchanow. Im Juni 2004 erklärte der im Untergrund lebende Maschadow in einem Radiointerview, die Tschetschenen seien dabei, ihre Taktik zu ändern. „Bislang haben wir uns auf Sabotageakte konzentriert, von nun an werden wir Großangriffe starten.“ Am 21. Juni 2004 drangen nach Augenzeugenberichten etwa 100 bis 200 schwer bewaffnete Kämpfer aus Tschetschenien in die Nachbarrepublik Inguschetien ein und umstellten mehrere Polizeistationen und eine Kaserne von Grenzsoldaten. Zahlreiche Polizisten, Soldaten sowie Mitarbeiter der Staatsanwaltschaft und des russischen Inlandsgeheimdienstes FSB wurden erschossen, weiterhin 102 Zivilisten sowie der inguschetische Innenminister Abukar Kostojew. Im August 2004 sprengten zwei vermutlich tschetschenische Selbstmordattentäterinnen zwei russische Tupolew-Passagiermaschinen und töteten etwa 90 Menschen. Am 1. September 2004 stürmten tschetschenische Terroristen eine Schule in Beslan und nahmen mehr als 1100 Geiseln, zum größten Teil Kinder, um die Entlassung von in Inguschetien inhaftierten tschetschenischen Gesinnungsgenossen und den Abzug Russlands aus Tschetschenien zu erwirken. Nach erfolglosen Verhandlungen wurde die Schule unter umstrittenen Umständen von der russischen Armee gestürmt. Dabei kamen mehr als 300 Geiseln ums Leben. Die Verantwortung für beide Terroranschläge übernahm später der Anführer der tschetschenischen Freischärler, Schamil Bassajew (vgl. Geiselnahme von Beslan).

Am 8. März 2005 wurde Maschadow bei einer Spezialoperation des FSB in der Ortschaft Tolstoi-Jurt getötet, nachdem er angeblich erst eine Woche zuvor erneut Gesprächsbereitschaft zugesagt hatte. Seit dem 1. März 2007 ist Ramsan Kadyrow, der Sohn des getöteten prorussischen Präsidenten Achmad Kadyrow, Präsident des Landes. Am 5. April 2007 wurde er vereidigt. Anfang 2011 wurde seine Amtszeit um weitere vier Jahre verlängert. Seit Herbst 2010 trägt Kadyrow nicht mehr die Bezeichnung Präsident, sondern „Oberhaupt“ der Republik.

In der Tschetschenischen Republik ist es im sozioökonomischen Bereich in den letzten Jahren zu starken Verbesserungen gekommen, auch die Gewalt hat merklich abgenommen. Dennoch besteht im Vergleich zu anderen russischen Regionen nach wie vor Aufholbedarf. Der Wiederaufbau wird von Seiten der tschetschenischen Behörden als noch nicht abgeschlossen angesehen, und auch aus dem föderalen Zentrum wird in den nächsten Jahren noch Geld in diesen weiteren Wiederaufbau fließen.

Ramsan Kadyrow regiert Tschetschenien seitdem autokratisch, ihm werden schwere Menschenrechtsverletzungen vorgeworfen. [20] Die Zahl der Vermissten und Ermordeten hat im Jahr 2009 deutlich zugenommen. Kadyrow und in Folge der Bürgermeister von Grosny, Muslim Chutschiejew, haben öffentlich geäußert, dass sie Familien, die Verwandte in den Wäldern - damit sind Rebellen gemeint - haben, bestrafen werden. Abbrennen der Häuser, Folter und Mord sind die Methoden der sogenannten Kadyrowskys, der Kadyrow unterstehenden Milizen.[21]

Im Jahr 2013 ist die Zahl von Asylsuchenden aus der Russischen Föderation auf 39.779 Personen stark angestiegen, was Platz 2 unter den Herkunftsländern bedeutete.[22] Verantwortlich ist an erster Stelle eine starke Zunahme von Flüchtlingen aus Tschetschenien.
Zitat Ende

Erst heute habe ich wieder einen Beitrag gelesen, dass Tschetschenen häufig in Konflikten verwickelt sind und habe mal ein wenig gegoogelt und der Beitrag in der "Preußischen Allgemeine Zeitung" erklärt viele Zusammenhänge.

Der Beitrag, aus u.a. Link hat mich neugierig gemacht, denn immerhin ist die Bundeswehr auch in Zentralasien stationiert, allerdings in Usbekistan und über Usbekistan gibt es auch einen Beitrag in diesem Thread.

https://www.wochenblick.at/blutiger-band...tzt-die-messer/

Lola3  
Lola3
Beiträge: 163
Registriert am: 11.01.2017


"Verflechtungen der europäischen Dynastien"

#9 von Lola3 , 01.10.2017 09:05

www.sisra.de/downloads/download.php?download=676
"2.4
Verflechtungen der europäischen Dynastien
Eine große Rolle in der Geschichte Russlands und in der Geschichte der Hauptstadt des Russischen Reichs
spielte die Dynastie der Prinzen von Oldenburg. Sie kamen nach Russland aufgrund der dynastischen Ver-
bindungen, die bis in die petrinische Zeit zurückverfolgt werden können. Besondere Bedeutung gewannen
diese Beziehungen aber Ende des 18. Jahrhunderts."

Zitat aus Beitrag 1 (Quelle: Weser Kurier)

"Kränholm – so hieß die Insel nicht weit von St. Petersburg, auf der Knoop 1856 seine Manufaktur für Baumwollfabrikate gegründet hatte, mit später 7000 oder sogar 10 000 Beschäftigten. Laut Herbert Schwarzwälders Bremen-Lexikon ist Knoop in Russland an der Errichtung von etwa 200 Fabriken beteiligt gewesen und gründete zur Kapitalbeschaffung eigene Banken. "

"Baron Knoop kümmerte sich nicht nur um seine russischen Besitzungen, sondern war auch in Bremen tätig und ein gesuchter Ratgeber. Er saß im Aufsichtsrat des Norddeutschen Lloyd.
Im Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 verhängten die Franzosen eine völlige Blockade der deutschen Nordseeküste. Das konnte den Bremer Schiffshandel zum Erliegen bringen. Baron Knoop brachte in dieser Situation nicht nur seine Erfahrung ein.

Ein wichtiges Kapital wurde in dieser Situation seine russische Staatsbürgerschaft, die er während seiner Geschäfte in Russland angenommen hatte. Die abenteuerliche Idee, Knoops Staatsbürgerschaft zum Nutzen Bremens einzusetzen, fand allgemeine Zustimmung. In einem rasch vollzogenen juristischen Akt wurde Baron Knoop Eigentümer aller vom Norddeutschen Lloyd bereederten Schiffe. Die Frachtsegler und Dampfschiffe konnten nun völlig legal die russische Flagge führen und blieben von feindlichen Attacken unbehelligt."

Leider ist der Link aus Beitrag 3..Stationen aus dem Leben Baron Knoop http://www.sankt-magnus.de/Knoop.html nicht mehr abrufbar, aber man kann auf Wikipedia zurückgreifen.

https://www.weser-kurier.de/bremen/stadt...rid,938397.html - Hier werden Quellen genannt, wo man fündig werden kann und das Buch kaufen kann.

Zitat aus dem WK
"In dem Buch erinnert sie sich voller Liebe und Anerkennung an ihren Vater. Sie schrieb Privates und Geschäftliches aus dem Leben des Barons auf, der von 1821 bis 1894 lebte. Ludwig Knoop gehörte damals zu den Begründern der russischen Industrialisierung und wurde mit seinen weit verzweigten Geschäften als Textilkaufmann einer der reichsten Männer Deutschlands.

Unter anderem errichtete Knoop 1857 auf der estnischen Insel Kränholm an der Narowa bei Narva eine eigene Textilfabrik. Wenig später besaß er mit 400 000 Spindeln und 2000 Webstühlen die größte Baumwollspinnerei Europas. 4500 Arbeitnehmer waren dort beschäftigt. Der ehrenvoller Höhepunkt seiner Karriere war die Ernennung zum erblichen Baron durch den russischen Zaren – anlässlich des 25-jährigen Geschäftsjubiläums von Ludwig Knoop.
Zitat Ende

Lola3  
Lola3
Beiträge: 163
Registriert am: 11.01.2017


RE: "Verflechtungen der europäischen Dynastien"

#10 von Lola3 , 01.10.2017 09:29

....und deren Vernichtung.


Zitat
http://die-rote-pille.blogspot.de/2010/0...-neue-welt.html
"Die Weltrevolution!

Sie verkündet das Bulletin der Großen Loge von Frankreich 1922:
„Die Freimaurerei wird diese größte Revolution, die Weltrevolution zustande bringen.

Und der Großorient von Frankreich verkündet (nach Poncin S.33) in seinem Einladungsschreiben zur Internationalen Freimaurerei-Tagung am 16. und 17.Juli 1889:
„Die Freimaurerei, die die Revolution von 1789 vorbereitete, hat die Pflicht, ihr Werk fortzusetzen. Die augenblickliche Volksstimmung drängt dazu!“

„Der treibende Gedanke ist in allen Fällen auf Umsturz und Vernichtung gerichtet, weil nur auf den Trümmern der bestehenden Zustände sich die Macht dieses großen Geheimbundes erheben kann.“ (Bruder Freymann, „Auf den Pfaden der internationalen Freimaurerei“, S.4.)


Weltrepublik und Weltrevolution! Genau so klang es auch aus dem Kominternkongreß in Moskau als Ziel des Bolschewismus. Das Geheimnis Beider, der Freimaurer und des Bolschewismus, der nie wirklich untergegangen ist, ist eben das Gleiche. Radek Sobelsohn (Mitglied des Großen Orients von Frankreich) wurde im Sommer 1935 beauftragt, in Russland die Freimaurerlogen wieder aufzuziehen.

„Wir sind Verschwörer! Wir verschwören uns jeden Tag gegen die bestehende Gesellschaftsordnung. Zögern wir nicht, unsere zerstörenden Kräfte bis zum Übermaß zu gebrauchen. .... Wir haben nicht zu fragen, was wir an der Stelle des Zerstörten zu setzen haben.“ (Aus der Feder des Freimaurers Maeterlinck in der Freimaurerzeitung „Der Zirkel“ 1898, S. 65.)

Hören wir noch folgende Stimmen über die Verbindung von Freimaurerei und Bolschewismus:
„Wir können nur durch den Klassenkampf zu den Zuständen gelangen, wie sie die Freimaurerei anstrebt.“ („Zirkel“ Nr. 37 vom 6. Februar 1907, S. 323.)

„Unser Endziele sind der Kosmopolitismus, der Atheismus und der Kommunismus.“
(„A Szabadkömüvesség Bünei, S.73.)


Aus der gleichen Quelle lesen wir:
„Die Verbindung mit der sozialkommunistischen Partei muß aufgenommen werden, da deren Ziele sich mit den revolutionären der Freimaurerei decken. Die ungarische Freimaurerei hat mit allen revolutionären Organisationen Verbindung und muß sich in Identität mit dem Weltproletariat stellen.“

Kein Wunder, dass Karl Marx am 17. Februar 1845 Mitglied der anarchistischen Loge „Le Sozialist“ in Brüssel und Kürbis-Kerenski Bruder des 30. Grades des Großorients von Frankreich wurde.
Der weltanschaulichen und der Personengleichheit entsprach denn auch die förmliche Verbindung:
„Die Logen (Frankreichs) fordern die Wiederaufnahme der Beziehungen mit den Sowjets.“
(Amtlicher Bericht der Großen Landesloge der Freimaurer von Deutschland, Oktober 1922, S. 286.)

Darum ist auch nach den Worten des Freimaurers Freymann in „Auf den Pfaden der internationalen Freimaurerei“ 1917,
S. 40 (Amtliches Mecklenburgisches Logenblatt) „der Anarchist und Revolutionär Lenin der konsequente Vertreter der politischen Ideale der internationalen Freimaurerei in Russland.“

Und in Trotzkis Tagebüchern lesen wir:
„Ein Schreibheft von mehreren hundert Seiten eng beschrieben, war fast ganz ausgefüllt von meinen Notizen über die Freimaurerei, ihre Ursprünge und ihre Entwicklung in den verschiedenen Ländern Europas. - ..... in Süddeutschland nahm die Freimaurerei offen revolutionären Charakter an. Sie (die Freimaurer) selbst verfolgten dabei nicht das Ziel, ein neues Gebäude zu errichten, sondern nur in das schon bestehende Parlaments- oder Ministeriumgebäude einzudringen. .... Mein Studium der Freimaurerei hat mir genügend Waffen in die Hand gegeben, um die dienenden Funktionen der Ideen im geschichtlichen Prozeß zu verstehen.... So seltsam das auch scheinen mag, wurde die Geschichte der Freimaurerei die letzte Brücke, die nicht zum Marxismus führte.“

„Vernichtet den Feind, wer es auch sei, vernichtet die Machthaber durch üble Nachrede und Verleumdung. Aber vor allem, vernichtet ihn schon im Laufe seiner jugendlichen Entwicklung. An die Jugend muß man sich heranmachen, sie muß man verführen, sie müssen wir, ohne dass sie etwas ahnt, unter der Fahne der geheimen Bünde schulen. Um allmählich, aber sicher auf diesem gefahrvollen Wege vorwärts zu kommen, sind vor allem zwei Dinge von unbedingter Notwendigkeit. Man muß unschuldig scheinen wie die Tauben, aber klug sein wie die Schlangen. Eure Väter, eure Kinder und selbst eure Frauen dürfen niemals das Geheimnis erfahren, das ihr im Busen tragt, und wenn es euch beliebt, häufig zur Beichte zu gehen, um das forschende Auge des Glaubensrichters besser täuschen zu können, so seid ihr mit vollem Recht befugt, gänzliches Stillschweigen zu bewahren.“
(Ständige geheime Anweisung an die Mitglieder der „Hohen Venta“ in Italien nach Poncins „Hinter den Kulissen der Revolution“, S. 98)
...

"„Wir befinden uns in einer vollkommen revolutionären Periode. Das Programm der Volksfront ist weit überschritten. Die Streiks sind ausgebrochen, um die Hände der Regierung zu stärken. Wenn die Regierung sich auch vor allem als Volksfront-Regierung ausgibt, so werden die marxistischen Gewerkschaften sie vor eine vollzogene revolutionäre Tatsache stellen. Der Schein ist dadurch für die Regierung gerettet.“

„Wir, mein teurer Nubio, wir allein können die Aufmerksamkeit der Welt erregen. Dem Katholizismus ist noch weniger bang als dem Monarchen vor dem spitzigen Dolche. Aber diese beiden Grundlagen der sozialen Ordnung (Kirche und Monarchie) können unter der erdrückenden Last der Korruption fallen. Ermüden wir also nie, die Menschen zu entsittlichen. Tertullian sagt mit Recht, dass das Blut der Märtyrer ein Same neuer Christen sei. Nun aber ist es in unseren Aktionslogen fest beschlossen, dass wir keine Christen mehr wollen. Also lasst uns keine Märtyrer machen, sondern das Laster in den Volksmassen generalisieren. Sie müssen das Laster mit allen 5 Sinnen einatmen, in sich hineintrinken, sich damit voll sättigen. Die Welt ist immer bereit, obszöne und schlüpfrige Lehren aufzunehmen. Machet erst die Herzen lasterhaft und ihr werdet keine Katholiken mehr haben. Der beste Dolch zur Ermordung der Kirche, der beste Stoß in ihr Herz ist die Entsittlichung. Also ans Werk!“
Zitat Ende

Lola3  
Lola3
Beiträge: 163
Registriert am: 11.01.2017


"Die Geschichte der KPD"

#11 von Lola3 , 01.10.2017 09:43

http://www.grin.com/de/e-book/95026/die-...schlands-in-der

Zitat

2.2 Die Ziele der KPD

Die Ziele der KPD entsprachen der Ideologie und Theorie des Kommunismus: so sei es die geschichtliche Aufgabe der Arbeiterklasse, die auf ökonomische Ausbeutung und politische Repression beruhende bürgerliche Gesellschaft durch eine proletarische Revolution zu überwinden, um eine sozialistische Räteverfassung aufzubauen.2

Die Kommunistische Partei sah sich als einzig wahre Vertretung der Arbeiter, des Proletariats. Die Arbeiterklasse sollte durch die KPD auf einen finalen Endkampf hingeführt werden, der die Revolution besiegeln sollte. Auf dem Gründungsparteitag am 1. Januar formulierte Rosa Luxemburg "...wir im Spartakusbund, die Kommunistische Partei Deutschlands, sind die einzigen in ganz Deutschland, die auf der Seite der streikenden und kämpfenden Arbeiter stehen."3 und "Wenn wir heute in unserem Programm erklären: die unmittelbare Aufgabe des Proletariats ist keine andere als - in wenigen Worten zusammengefaßt - den Sozialismus in Wahrheit und Tat zu machen und den Kapitalismus mit Stumpf und Stiel auszurotten, so stellen wir uns auf den Boden, auf dem Marx und Engels 1848 standen und von dem sie prinzipiell nie abgewichen waren."4

Der deutsche Kommunismus grenzte sich jedoch von dem seit der Oktoberrevolution in der Sowjetunion praktiziertem ab, indem er zu einem demokratischen Kommunismus tendierte.5

2. Die Kommunistische Partei Deutschlands
2.1. Die Geschichte der KPD

Die Ursprünge der KPD sind schon im ersten Weltkrieg zu finden.

1916 bildete sich innerhalb der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD) am linken Flügel eine oppositionelle Gruppe, die nach ihrem illegal erscheinenden Presseorgan "Spartakusbriefe" zunächst "Spartakusgruppe" genannt wurde. Ihre Führer waren Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg.

Diese Gruppe schloß sich der Unabhängigen Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (USPD) an, die sich 1917 von der SPD abspaltete.

Am 9. November 1918 fand die Weimarer Republik ihren Ursprung. Die SPD und die USPD übernahmen die Bildung einer provisorischen Regierung, dem Rat der Volksbeauftragten. Unter der Führung Friedrich Eberts war es unter anderem das Ziel dieses Rates, die extremen linken Gruppen, wie den Spartakusbund, zu isolieren.

Daraufhin trennte sich der Spartakusbund im Dezember 1918 von der USPD.

Sie gründeten am 1. Januar 1919 mit den "Bremer Linksradikalen" die Kommunistische Partei Deutschlands.

Zitat Ende

Lola3  
Lola3
Beiträge: 163
Registriert am: 11.01.2017


- Freiheit - Identität - Tradition-

#12 von Lola3 , 01.10.2017 10:01

https://www.weser-kurier.de/bremen/breme...id,1542266.html

Zitat vom letzten Satz aus o.a. Link:

...Sie erinnerte aber auch daran, dass es Dinge gibt, die diese Veränderungen überdauern:

Dinge wie Tradition und Identität.

Lola3  
Lola3
Beiträge: 163
Registriert am: 11.01.2017


   

"Chrom glänzt in alten Fabrikhallen" im Oldtimer-Speicher auf der BWK
BWK-Gebäude

Burg Blomendal (Quelle: wikipedia)
Xobor Forum Software ©Xobor.de | Forum erstellen