Kraftwerk Farge (Quelle: wikipedia)

Krebsrisiko

#1 von Reinhard , 01.02.2013 11:42

Nachdem der Umweltsenator Ende 2006 eine Sonderauswertung des Krebsregisters angefordert hatte, die über die gesundheitlichen Auswirkungen der Stahlwerke Bremen informieren sollte, sind zwei Forscher des Krebsregisters bzw. des BIPS dieser Frage nachgegangen.

Dabei haben sie zunächst im März 2007 Entwarnung gegeben. Danach sollten sich im Umkreis der Stahlwerke „keine Auffälligkeiten der Gesamt-Krebsinzidenz und der Inzidenz bei ausgewählten Krebsentitäten im Vergleich zum übrigen Stadtgebiet aufzeigen“ lassen, wie sie es formulierten.

In dem Fortschreibungsbericht vom November 2009 ermittelten die Forscher dann erstmals „in der Region um die Stahlwerke Bremen“ im Diagnosezeitraum 2000-6 „für Männer eine um bis zu 12 Prozentpunkte höhere Inzidenz als im übrigen Stadtgebiet“. Mit anderen Worten war also das Krebsrisiko in Ortsteilen wie Burgdamm, Burg-Gramke und Lesum 12 % höher als im Bremer Durchschnitt oder anders ausgerückt, wo in Bremen bei 100 Männern eine Krebserkrankung neu diagnostiziert wurde, waren es in den Burglesumer Ortsteilen 112.

In der detaillierten Analyse dieses aktuell erhöhten Krebsrisikos im Gebiet der Stahlwerke gelangten die Wissenschaftler zu einer bemerkenswerten Entdeckung. Sie betrachteten gezielt die Tumorarten, die mit Schwermetallkontakten in Verbindung stehen, und fanden heraus, dass bei diesen Erkrankungen nicht nur die Männer, sondern auch die Frauen von einem erhöhten Risiko betroffen sind. (Tab.4, S. 6)

Bei dieser Datenlage stellt sich die Frage, ob nicht nur durch die Arbeit im Stahlwerk, sondern auch durch das Wohnen in der Nachbarschaft das Risiko für eine Krebserkrankung um fast 10 % angestiegen ist.

Dabei ist besonders erschreckend, dass sich diese mögliche Wirkung in den letzten Jahren eher verstärkt hat, da, wie gesagt, zu Beginn der Sonderuntersuchungen, als die Stahlwerke noch im Brennpunkt des Interesses standen, keine „Auffälligkeiten“ gefunden wurden.

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"Vorzeichen für eine neue Mülldeponie"? Arcelormittal

#2 von Lola , 23.11.2016 19:55

http://www.weser-kurier.de/region/die-no...id,1493536.html

Zitat
Unternehmer: Belastete Schlacke im Boden des Stahlwerke-Areals / Beiräte und Bürger organisieren Widerstand
Vorzeichen für neue Mülldeponie?
Klaus Grunewald 11.11.2016 0 Kommentare

Grambke. Der Blick über den Grambker Sportparksee in Richtung Süden fällt auf einen Wall aus Bäumen und Büschen. Doch der Eindruck von idyllischer Natur täuscht. „Im Boden lagert verbotenes Material, daneben türmen sich Millionen Tonnen von hochgradig belasteter Asche und Schlacke auf“, sagt Horst Sander. Für den Chef der Sander Center GmbH, der in der Dunger Straße wohnt, sind es Warnzeichen, die auf den Industriepark Bremen als Standort für eine neue Mülldeponie hinweisen. Diese aber wollen Bürger und Kommunalpolitiker in Burglesum und Gröpelingen unbedingt verhindern.
Zitat Ende

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