Kraftwerk Farge (Quelle: wikipedia)

"An 144 Messstellen wurden Rückstände von Pflanzenschutzmitteln gefunden. Minister Habeck sorgt sich um das Trinkwasser – dazu h

#1 von Lola2 , 03.07.2015 21:58

http://netzfrauen.org/2015/07/03/pestizi...tteln-gefunden/
Zitat


3. Juli 2015
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Pestizide belasten Trinkwasser – An 144 Messstellen wurden Rückstände von Pflanzenschutzmitteln gefunden



3. Juli 2015
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Pestizide belasten Trinkwasser – An 144 Messstellen wurden Rückstände von Pflanzenschutzmitteln gefunden

Wasser7 Das Grundwasser ist nicht nur in Schleswig-Holstein in erheblichem Ausmaß durch Pestizide belastet, sondern auch in weiten Teilen Niedersachsens.

Pflanzenschutzmittel finden den Weg durch die Böden in unser Grundwasser – und zwar in einem durchaus relevanten Ausmaß. Da haben sie allerdings nichts zu suchen. Der Auffassung waren wir Netzfrauen auch bereits 2013, als ein Brief aus der Kommune Schacht-Audorf ins Haus flatterte, die bescheinigte, dass die Grenzwerte überschritten waren Leider erhielt man weder von dem Umweltminister Schleswig-Holsteins noch von BUND oder Greenpeace irgendeine Unterstützung.

Der Absatz von Pflanzenschutzmitteln in Deutschland hat in den vergangenen Jahrzehnten stark zugenommen. Laut Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit lag der Pestizidabsatz 1993 noch bei 28.930 Tonnen. 20 Jahre später wurden 43.765 Tonnen hierzulande verkauft. Das entspricht einem Zuwachs von 51 Prozent.

Zwei Jahre später ist es nun amtlich, das Grundwasser ist mit Rückständen von Pestiziden belastet und nicht nur in Schleswig-Holstein sondern auch in anderen Gegenden Deutschlands!

Pestizide belasten Grundwasser

Trinkwasser ist Süßwasser, das insbesondere zum Trinken und zur Zubereitung von Speisen geeignet ist. Trinkwasser darf keine krankheitserregenden Mikroorganismen enthalten. Die Güteanforderungen an Trinkwasser sind in Deutschland in der DIN 2000 und der Trinkwasserverordnung (TrinkwV) festgelegt.

Und dennoch:

Es können erhöhte Belastungen des Trinkwassers mit Schadstoffen (z. B. Arsen, Blei, Cadmium, Chlorid, Eisen, Kupfer, Nitrat, Phosphat, Uran, Zink) vorkommen. Im März 2013 berichtete das ZDF über erhöhte Belastung des Trinkwassers mit chemischen Abfällen wie Antibiotika, Pestiziden oder Desinfektionsmitteln.

Im April 2013 erhielten die Anwohner der Gemeinde Schacht-Audorf dieses Schreiben: bitte den Link der Netzfrauen aufrufen und auf das Logo klicken. Dort findet man den Schriftverkehr und eine Landkarte.

.....

Fie Netzfrauen informieren weiter: Zwei Jahre später – immer noch werde Pestizide in Schleswig-Holstein aufgebracht und egal wer mit diesen Thema konfrontiert wurde, sei es Herr Stegner, der BUND – oder Greenpeace – die dann antworteten: Bei solchen kleinen Problemen käme man nicht raus – blieb alles beim Alten und eine Änderung war nicht in Sicht – die Agrarlobby sei zu stark, sagte der Umweltminister in einem Gespräch.

An 144 Messstellen wurden Rückstände von Pflanzenschutzmitteln gefunden. Minister Habeck sorgt sich um das Trinkwasser – dazu hat er nun Zwei Jahre Zeit gehabt.

„Die Ergebnisse sind beunruhigend“, sagte Umweltminister Robert Habeck. „Pflanzenschutzmittel finden den Weg durch die Böden in unser Grundwasser – und zwar in einem durchaus relevanten Ausmaß. Da haben sie allerdings nichts zu suchen.“ Schleswig-Holstein beziehe sein Trinkwasser zu 100 Prozent aus dem Grundwasser. „Diese Ressource darf nicht gefährdet werden“, so Habeck. Der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln müsse verringert werden. Entsprechend werde die Regierung politisch vorgehen. „Eine Gebühr auf die Verwendung für Pflanzenschutzmittel könnte den Einsatz reduzieren. Wir untersuchen derzeit mögliche Modelle.“

Sorry, Herr Habeck, brauchen Sie für diese Erkenntnis Zwei Jahre? Und übrigens gibt es keine Gesetze zur Ausbringung von Pestiziden, sondern nur Richtlinien, die eingehalten werden können oder auch nicht!

Auch viele Trinkwasserversorger in Norddeutschland stellen an ihren Grundwasserquellen Rückstände von Pflanzenschutzmitteln fest. „Unsere Sorge ist, dass die heutige Qualität des Grundwassers in Zukunft nicht mehr sicherzustellen sein wird“, sagt Olaf Schröder, Geschäftsführer des Wasserverbands Peine. Er kritisiert die aktuelle Zulassungspraxis für Pflanzenschutzmittel, nach der Rückstände von 0,1 Mikrogramm Pflanzenschutzmittel pro Liter Wasser zulässig sind. „Es muss eine Null im Grundwasser erreichbar sein und so müssen Zulassungen auch aufgestellt werden.“
Pestizidgefahr im Grundwasser – Niedersachsen

Auch Teile von Niedersachsen sind betroffen. Das Grundwasser in weiten Teilen Niedersachsens ist mit Rückständen von Pestiziden belastet. Das geht aus einer Studie des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) hervor. Demnach wurden an 45 Prozent der Grundwassermessstellen in Niedersachsen Rückstände von Pestiziden nachgewiesen. An zehn Messstellen wurden Grenzwerte für Wirkstoffe überschritten.

Grenzwertüberschreitung für Wirkstoffe in Niedersachsen

Insgesamt gibt es 1.180 Grundwassermessstellen in Niedersachsen. Höchste Einzelnachweise von Wirkstoffen finden sich u.a. in Messstellen bei den Landkreisen Cuxhaven, Verden, Rotenburg (Wümme), Hildesheim, Emsland, Osnabrück und Helmstedt.

Dazu auch: „Silicon Valley der Agrarindustrie“ – Massentierhaltung und die Folgen
Zusammenhang zwischen Pestizidrückständen und angebauten Kulturen

Laut dem Bericht gibt es einen Zusammenhang zwischen den gefundenen Pestizidrückständen und angebauten Kulturen wie Rüben, Mais und Raps. Studie:Themenbericht Pflanzenschutzmittel Wirkstoffe und Metaboliten im Grundwasser

Mehr Informationen und Video von Panorama3 finden Sie hier: Pestizidgefahr im Grundwasser

Lasche Düngeverordnung – Nitrat im Grundwasser!

Wasserwerke von Bayern bis Ostfriesland schlagen Alarm: Sie messen steigende Nitratwerte im Grundwasser. Auch das Umweltbundesamt und die EU-Kommission sind über die Wasserqualität in Deutschland besorgt, fordern deshalb schärfere Düngegesetze. | video (6:25 min)
Unser Grundwasser ist an vielen Stellen mit Nitrat belastet – Tendenz steigend. Hauptursache ist eine starke Überdüngung der Böden durch die Landwirtschaft. Zu den Pestiziden kommt also noch Nitrat – was sollen wir demnächst noch trinken? Mineralwasser ist ebenfalls mit diesen Schadstoffen belastet, da diese ja ebenfalls aus den Quellen kommen. Siehe: Erneut Rückstände im Mineralwasser – Pestizide, Pilze, Süßstoffe
Höchste Belastung in Deutschland – Meckenheim mit höchstem Nitrat-Wert

Die pfälzische Gemeinde Meckenheim ist die am höchsten mit Nitrat belastete Gemeinde in ganz Deutschland. Ein Liter Grundwasser enthält 320 Milligramm Nitrat – zulässig wären aber nur 50 Milligramm.

Nitrat – Indirekt krebserregend?

Nitrat selbst ist nicht gesundheitsgefährdend. Es kann jedoch im Körper zu Nitrit umgewandelt werden, das den Sauerstofftransport im Blut blockiert. Außerdem steht Nitrit im Verdacht, über die Umwandlung zu Nitrosaminen indirekt krebserregend zu sein.Nitrat wird auch für vermehrtes Algenwachstum in Binnengewässern und Meeren verantwortlich gemacht.


Pestizide im Trinkwasser

In Schleswig-Holstein ergaben die Messungen von Pflanzenschutzmittel und toxische Abbaustoffe demnach an 66 dieser Messstellen . Oberhalb des Grenzwertes der Grundwasserverordnung von 0,1 Mikrogramm pro Liter liegen davon 18 Messwerte.Als nicht gesundheitsgefährdend geltende Abbaustoffe wurden an 109 Messstellen gefunden, neun Messwerte überschritten den gesundheitlichen Orientierungswert von ein beziehungsweise drei Mikrogramm pro Liter. Weitere Informationen SHZ

Niedersachsen: 45 Prozent der Messstellen in Niedersachsen enthalten Abbauprodukte von Pflanzenschutzmitteln

In der Zulassungsbehörde für Pflanzenschutzmittel, dem Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) in Braunschweig, lehnt man eine Änderung der aktuellen Regeln ab. „Wenn wir überhaupt keine Pflanzenschutzmittel im Grundwasser wollen, dann hätten wir das zu bezahlen mit unsicherer Produktion von Nahrungsmitteln“, sagt Martin Streloke, Abteilungsleiter für Pflanzenschutzmittel beim BVL. Er verweist aber darauf, dass dies letztliche eine Frage sei, die vom Gesetzgeber geklärt werden müsse. Diese schieben es aber wieder auf die Agrarlobby, die ja wie sagte der Umweltminister aus Schleswig-Holstein, sie sei zu groß und mächtig. Hier sind die Großinvestoren in der Landwirtschaft: Bauernland in Bonzenhand – Der Ausverkauf hat Deutschland erreicht

Wie Sie an dem Fall der Gemeinde erkennen lässt, sollten Sie Pestizide in Ihrem Trinkwasser haben, dann sitzen Sie alleine damit- Hilfe können Sie von niemanden erwarten.
Risiko Trinkwasser

Experten warnen vor Chemikalien-Rückständen

Es verdichten sich die Anzeichen, dass auch geringste Chemikalienmengen gesundheitsschädlich sein können, wenn die Substanzen jahrelang täglich aufgenommen werden. Zum Beispiel über unser Trinkwasser. Es gilt zwar als das am besten kontrollierte Lebensmittel überhaupt. Aber wirklich sauber ist es nicht. Wie hoch ist das Risiko?

planet e. trägt die Fakten zusammen, fragt nach und sucht nach Lösungsansätzen.

Die chemische Industrie ist erfinderisch. Sehr sogar. Rund eine Million künstlich hergestellte Substanzen hat sie hervorgebracht. Daraus wurden bisher weit mehr als 80.000 Industriechemikalien. Jedes Jahr kommen etwa 1.000 weitere hinzu.

Chemikalienflut im Wasser

Durch Verwendung in der Landwirtschaft sickern Pestizide und andere Gifte in den Boden und ins Grundwasser. Hilfsstoffe in Textilien, Reinigungsmitteln und Kosmetika landen im Abfluss.

Auch wenn alle Vorschriften und Grenzwerte eingehalten werden: Selbst modernste Kläranlagen kommen gegen die Chemikalienflut nicht mehr an. 20 bis 30 Prozent der synthetischen Rückstände verbleiben im Trinkwasser. Dieser Chemikalienmix kommt bei uns dann aus dem Wasserhahn, landet in Kaffee und Tee oder wird beim Zähneputzen aufgenommen. Es sind zwar nur geringste Mengen, aber es geschieht unaufhörlich und unbemerkt, jeden Tag.
Hormonell wirksame Stoffe

Das Problem: Es ist schwierig zu beweisen, welche Rolle der chemische Cocktail im Wasser genau spielt. Aber es gibt Indizien, Anzeichen für schleichende Veränderungen. So weisen Untersuchungen darauf hin, dass hormonell wirkende Substanzen im Trinkwasser für die zunehmende Zeugungsunfähigkeit von Männern eine Rolle spielen könnten. Auch die Stoffwechselfunktion der Schilddrüse kann beeinträchtigt werden. Andere Forscher glauben deshalb, dass die wachsende Zahl der Übergewichtigen und Diabetiker mit dem Chemikalienmix aus dem Wasserhahn möglicherweise zusammenhängt. Auch neurologische Störungen wie ADHS könnten auf die Daueraufnahme von winzigen Chemikalienspuren zurückzuführen sein.

Grenzwerte legt die Trinkwasserverordnung fest, doch für viele Schadstoffe existieren noch keine Grenzwertfestlegungen!

Wie lange wollen wir es noch hinnehmen? Wie lange wollen wir uns mit Versprechungen abfinden?

Es muss gehandelt werden – sonst ist es Mord auf Raten.

Wasser, du hast weder Geschmack noch Aroma. Man kann dich nicht beschreiben. Man schmeckt dich, ohne dich zu kennen. Es ist nicht so, dass man dich zum Leben braucht: Du selbst bist das Leben. (Antoine de Saint-Exupéry)

Das Recht auf Wasser ist ein Menschenrecht!

© Netzfrau Doro Schreier

weitere Artikel zu dem Thema Wasser:

Der durstige Planet – Kampf ums Wasser

Mineralwasser beinhaltet Rückstände von Medikamenten, Hormonen und Pestiziden

Kalifornien- Trotz Dürre und abgelaufener Genehmigung, Nestlé bedient sich am Wasser

Das Recht auf Wasser ist ein Menschenrecht!

In eigener Sache : Pestizide und Biogasanlage
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Rückstände von Keimen, Pestiziden und Uran in unserem MineralwasserRückstände von Keimen, Pestiziden und Uran in unserem…

Veröffentlicht in: Ernährung, Menschenrechte, Nestlé
Schlagwort: Grenzwerte, Grundwasser, Krebserregend, Landwirtschaft, Niedersachsen, Pestzide, Pflanzenschutzmitteln, Robert Habeck,

Karin Roth bei Stoppt das blutige Wal-Massaker auf Färöer! Stop the grindadrap in the Faroe Islands
Doro bei Bauernland in Bonzenhand – Der Ausverkauf hat Deutschland erreicht
Birnmeyer bei Bauernland in Bonzenhand – Der Ausverkauf hat Deutschland erreicht


.....................................

Bitte rufen Sie den Kink der Netzfrauen auf, damit Sie die Videos aufrufen können!!!

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"Wasser ist ein Menschenrecht"

#2 von Lola2 , 09.09.2015 21:24

http://netzfrauen.org/2015/09/09/erfolg-...ne-handelsware/
Zitat

9. September 2015

Erfolg für die Bürgerinitiative ‘Wasser als Menschenrecht’ – Wasser ist keine Handelsware

Europaparlament stimmt für Recht auf Wasser! EU-Kommission muss jetzt handeln. Christdemokraten/Liberale scheitern.Ein Sieg, aber leider nur ein Teilerfolg.

Wasser ist ein Menschenrecht und keine Wirtschaftsgut – so sollte es sein, ist es aber nicht. In vielen EU-Mitgliedsstaaten haben wir negative Erfahrungen mit der Privatisierung der Wasserversorgung gemacht. In Griechenland ist diese Privatisierung Teil des Programms – auch die Wasserversorgung wird privatisiert.

Vor 10-15 Jahren erhob sich eine Welle der Privatisierung unserer Wasserversorgung und wälzt sich seither durch die ganze Welt.Ein Beispiel zeigt London:
London – Privatisierung des Wassers

Es gab damals 10 regionale Wassergesellschaften in England und Wales. Diese 10 Gesellschaften wurden privatisiert. Es entstanden 10 private Monopolgesellschaften.-zu extrem günstigen Bedingungen! Nicht nur war der Preis niedrig, sondern die Unternehmen wurden vorher entschuldet und mit Betriebskapital versehen. Außerdem wurden den Anteilseignern Vergünstigungen bei der Besteuerung der Gewinne zugestanden. Die Privatisierung führte zu stark steigenden Wassergebühren für die Kunden.
Angriff abgewehrt

Gestern hat die Mehrheit des Europäischen Parlaments sich gegen die Bestrebungen von Mitte Rechts und der Rechten gestellt, die erste europäische Bürgerabstimmung „Right to Water“ in der Substanz zu konterkarieren. Dies war sicherlich ein wichtiger Erfolg!

So wurde festlegt, dass die Europäische Kommission die Wasserprivatisierung nicht begünstigen darf und somit Wasser nicht zu Ware werden kann. Auch der Handel mit Wasser als Teil von TTIP oder TISA wurde ausgeschlossen. Ferner enthält der Text die Bestimmung, dass die EU Kommission die Privatisierung von Wasserdienstleistungen weder durch Rechtsvorschriften noch auf andere Art und Weise fördern darf. (§45).

Es war auch höchste Zeit, dass es eine klare gesetzliche Grundlage gibt, die das Recht auf Wasser verankert und die Wasserversorgung von Freihandelsverträgen wie TTIP oder TISA ausschließt.
Eine herbe Niederlage

Aber ausgerechnet die Public Private Partnership als eigentlich perfideste Form der Privatisierung der Wasserversorgung wurde mit einer Mehrheit der EU-Abgeordneten von dem Verbot der Privatisierung ausgenommen. Privatisierung des Wassers abgelehnt, doch die verbreiteste und effektivste Form der Privatisierung von Wasser wird von jeder Warnung und jedem Verbot ausgenommen. Wer den Film „Water Makes Money“ gesehen hat, weiß, dass dieser Sieg im EU-Parlament vor allem im Kern eine herbe Niederlage ist.

Der Kampf geht also weiter – gegen die Privatisierung von Wasser!

Mithilfe der Mobilisierung Tausender europäischer BürgerInnen forderte der Umweltausschuss des Europäischen Parlamentes im Juni diesen Jahres, dass das Menschenrecht auf Wasser und sanitäre Grundversorgung in der Europäischen Union umgesetzt werden und Wasser von der Liberalisierungsagenda und den Handelsverhandlungen ausgeschlossen werden muss.Die Schlussabstimmung darüber fand am 8. September 2015 statt. Alle Abgeordnete des Europäischen Parlamentes mussten gestern dazu abstimmen.

Die Vereinten Nationen haben 2010 das Menschenrecht auf Wasser und sanitäre Grundversorgung bestätigt. Aber in Europa ist der Zugang zu Wasser für viele bedürftige Familien immer noch keine Realität. Tausende Haushalte sind ohne Wasser, weil sie nicht in der Lage sind, ihre Rechnungen zu zahlen und in vielen Ländern ist die Wasserwirtschaft noch privatisiert.

Die Europäische Kommission ignorierte die Forderungen von fast 2 Millionen BürgerInnen – Erinnern Sie sich an die Petition Europäische Bürgerinitiative “Wasser ist ein Menschenrecht”?

In Dezember 2013 wurde nach der Phase der Zertifizierung durch die EU-Mitgliedstaaten mehr als 1,6 Millionen gültige Unterstützungserklärungen an die EU-Kommission übergeben, Wir, Bürgerinnen und Bürger, haben ein deutliches Signal gesetzt. Wir erwarteten,dass die EU-Politik die entsprechende Reaktion zeigt.Die Initiative zum Schutz der Wasserver- und -entsorgung war damit ein voller Erfolg. Siehe: “Wasser ist ein Menschenrecht” – Mehr als 1,6 Millionen Unterschriften an die EU-Kommission und Wasser ist ein Menschenrecht- Kommission sagt „ja“ zur ersten erfolgreichen europäischen Bürgerinitiative

Fast zwei Millionen Unterzeichner unterstützten die Europäische Bürgerinitiative « Recht auf Wasser » mit drei klaren Forderungen: Alle Einwohner der EU sollen das Recht auf Wasser und sanitäre Grundversorgung genießen, Wasserversorgung und Wasserwirtschaft sollen von der Liberalisierungsagenda ausgeschlossen werden und die EU soll ihre Bemühungen hinsichtlich eines universellen Zugangs zu Wasser und sanitärer Grundversorgung verstärken.

Nun stand am 08. September die Endabstimmung an bei der alle 751 MdEPs Stellung beziehen müssen.

Das Abstimmungsergebnis fiel auf den ersten Blick deutlich aus. Der zuständige Umweltausschuss des Europäischen Parlaments lehnte am Dienstag einen Antrag von Christdemokraten und Rechtskonservativen um die britischen Tories zur Wasserprivatisierung ab. 329 Stimmen erhielten die Befürworter, die Gegner aus Sozialdemokraten, Linkspartei und Grünen sammelten 368 Stimmen. Antrag abgelehnt.

Der Zugang zu Trinkwasser ist ein universelles Menschenrecht, das es zu schützen gilt.Wasser ist keine Handelsware!

Wasserversorgung im Ausverkauf

Trinkwasser soll in private Hände, ein Aufschrei – zu Recht, denn schon in der Vergangenheit gibt es zahlreiche negative Beispiele, wo Wasser zu einer Ware wurde.

Viele Gemeinden wickeln ihre Privatisierungen aber nach dem Prinzip des Public-Private-Partnership ab. Dabei gehen Kommunen und private Unternehmen eine Partnerschaft ein, um große Projekte durch die Beteiligung der Privaten finanzierbar zu machen. Die Firmen übernehmen dabei die Verantwortung für die Erbringung der Leistungen und die Behörden haben die Aufgabe alles zu kontrollieren. Die wesentliche Gefahr für die Sicherheit der Wasserversorgung ergibt sich aber aus der Tatsache, dass privatwirtschaftliche Unternehmen nicht günstiger produzieren können als Kommunen, weil sie im Gegensatz zu der öffentlichen Hand Gewinne erwirtschaften müssen.

Fragen Sie doch einmal nach, ob Ihre Gemeinde mit Eon, RWE oder Veolia zusammenarbeitet.

Thanks to all who supported the #right2water !

Netzfrau Doro Schreier

Mehr zum Thema:

http://netzfrauen.org/2015/07/26/bottled...eit-mit-google/
http://netzfrauen.org/2015/07/05/der-grosse-ausverkauf-2/
http://netzfrauen.org/2015/07/20/krebsge...ch-trinkwasser/
http://netzfrauen.org/2015/07/12/wem-gehoert-das-wasser-2/
http://netzfrauen.org/2015/01/31/water-m...er-geld-machen/


Wall Street Mega-Banken und Milliardäre kaufen das globale Wasser auf!! Wall Street Mega-Banks Are Buying Up The World’s Water

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"Hast Du Glyphosat im Körper? Mach den Test!"

#3 von Lola2 , 09.09.2015 21:29


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Registriert am: 29.06.2014

zuletzt bearbeitet 09.09.2015 | Top

"Geheimsache Glyphosat "

#4 von Lola2 , 09.09.2015 21:36

http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/um...hosat-1.2613329

Zitat

Das Ackergift Glyphosat ist umstritten: Es besteht der Verdacht, es könne Krebs auslösen.
Eine Studie kommt wiederum zu der Einschätzung, das Pestizid sei ungefährlich. EU-Behörden verweigern aber Einblick in den Bericht.
Kritiker haben dafür kein Verständnis: Transparenz liege im öffentlichen Interesse.

Von Silvia Liebrich

Seit ein Krebsforschergremium der Weltgesundheitsorganisation (IARC) nachdrücklich vor den Gefahren des Ackergifts Glyphosat warnt, geraten deutsche und EU-Behörden immer mehr unter Druck. Sie verweigern den Zugang zu einem Risikobericht, der zu einer ganz anderen Einschätzung kommt, nämlich der, dass das Pestizid harmlos sei. Rückendeckung bekommen die Behörden von der EU-Kommission. Die ließ nun mitteilen, dass der umstrittene Bericht vollständig der Geheimhaltung unterliege. Begründet wird das unter anderem damit, dass er Geschäftsgeheimnisse enthalte, außerdem gebe es kein öffentliches Interesse an einer Offenlegung. Das geht aus einem Schreiben der EU-Kommission an die gentechnikkritische Organisation Testbiotech hervor, das der SZ vorliegt.
Deutsche Landwirtschaft
Ackergift
Behörde hat wohl Hinweise auf Krebsrisiko durch Glyphosat ignoriert

Das Ackergift Glyphosat ist populär wie umstritten. Jetzt gerät das Bundesinstitut für Risikobewertung unter Druck. Analyse
Zitat Ende

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"Bohrschlamm-Entsorgung" Bohrschlamm=Sondermüll

#5 von Lola , 16.03.2016 07:58

Deutsches Umweltrecht (2)
Beitrag 25

Bremen bekommt den größten Teil des Trinkwassers aus Niedersachsen und zwar aus der Rotenburger Rinne. Wir wissen auch, dass in Niedersachsen "Fracking" betrieben wird.

Als ich den Artikel über die Bohrschlamm-Entsorgung gelesen habe ist mir sofort die "Rönnebeck-Anomalie" wieder eingefallen, vor allem bei dieser Frage:
"Die niedersächsische Landesregierung sucht inzwischen in Niedersachsen nach „wilden“ Bohrschlammdeponien. Wissen Sie von ähnlichen Aktivitäten in anderen Bundesländern? "

Link zu dem Thema unter Beitrag 46 Bürgerantrag über die "Rönnebeck-Anomalie": Umweltbedingte Krebserkrankungen und Krebsregisterdaten (4)

Umweltbedingte Krebserkrankungen und Krebsregisterdaten (5) z.B. ab Beitrag 71

Lesen Sie mal den Beitrag 72, Rex Tillerson hat völlig Recht sich gegen Fracking vor seiner "Tür zu wehren".
Nur mal so nebenbei... :-) Herr Tillerson ist Chef von Exxon Mobile, die auch in Niedersachsen Fracking betreiben..

++++++++++++++++++++

Wenn man heute nach "wilden" Bohrschlamm-Deponien sucht, dann ist das auch ein Schritt in die richtige Richtung, weil man die Ursachen für Krebserkrankungen finden muss.
Vielleicht hat man es bis in den 80iger Jahren des letzten Jahrhunderts nicht besser gewußt und Krebs hat eine Latenzzeit von ca. 30 Jahren und die Häufigkeit der Erkrankungen in einer bestimmten Gegend läßt die Menschen aufhorchen und nach der Ursache suchen. Hoffen wir dass der Zufall dabei hilft.

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"Kampf gegen Strommasten"
..erschreckende Lobbyismuspolitik!

Burg Blomendal (Quelle: wikipedia)
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