Kraftwerk Farge (Quelle: wikipedia)

Es tut sich was

#1 von Klueverbaum , 31.01.2013 20:02

im Blumenthaler Ortszentrum. Oder was man eben so als Zentrum bezeichnet. In der Alten Apotheke eröffnet ein Textilgeschäft, am Marktplatz schließt ein Leder- und Schreibwarengeschäft. In der Kapitän-Dallmann-Straße schließt ein Einrichtungsgeschäft mit Postfiliale, die zieht auf die andere Seite des Marktplatzes in das Fotogeschäft.

Der Tatoo-Laden ist in Richtung Wasserturm gezogen, dafür hat sich an seiner Stelle das Kümmerer-Büro eingerichtet. Der Computerladen wird auch ein paar Häuser weitergehen, und wenn man der Gerüchteküche glauben darf, wird Rossmann in die Weserstrandstraße zum Netto-Laden ziehen.

Neben dem bisherigen Rossmann-Laden, in dem ehemaligen Kepa/Brema/Plus/Segway-Laden herrscht auch wieder Leben, man weiß nicht so genau was das wird.

Lädchen wechsel Dich.

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RE: Es tut sich was

#2 von Reinhard , 01.02.2013 18:40

Man sagt zwar "Handel ist Wandel". Jedoch kann man sich fragen, ob das auch für diese ausufernde Zentrumsfläche zutrifft. Meiner Meinung nach sind hier kreative und möglicherweise sogar radikale Ideen gefordert. Vielleicht finden wir hier im Forum ja einige Anregungen für die Politiker und Planer.

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RE: Es tut sich was ...

#3 von Lola , 18.02.2013 08:02

..oder doch nicht?

Die Norddeutsche v.18.2.2013 Seite 1 -
Bericht: Bisher fehlen Investoren mit Ideen

Der "Kümmerer" Andreas Greiner meint dazu: "Das Problem ist wir haben keine Fördermittel".
Kay Greiner meint allerdings an vorderster Stelle müßten die Probleme der George-Albrecht-Straße gelöst werden, sonst würde sich in Blumenthal nichts ändern. Die Problematik dort wäre ein Hemmnis für den Blumenthaler Kernbereich.

Gemeinsamer Ruck
ich zitiere mal den 3.Absatz aus dem Beitrag 1 - er trifft genau den Punkt!

Das dürfte vor allem für das Zentrum des Ortsteils Blumenthal gelten, wenn man es einmal recht weit vom Blumenthal-Center bis zur George-Albrecht-Straße fasst. Hier wurden bekanntlich sehr hohe Hürden für eine positive Entwicklung aufgebaut. So stehen Sondermüllverbrennungsanlagen neben einem Einkaufszentrum, das einem Marktplatz keine Kaufkraft lässt. Auch will ein Grundstückseigentümer eine industrielle Nutzung seiner Immobilie durchsetzen, was eine angedachte Verbindung zur Weser fragwürdig erscheinen lässt. Und nicht zu vergessen: die Ghettoisierung eines Straßenzuges und die flächenmäßige Überdimensionierung des zentralen Bereichs hat zu Leerständen geführt, was nicht nur mit Mietausfällen verbunden ist, sondern Kriminalität geradezu anzieht und damit zu einem sich selbst verstärkenden Prozess des Niedergangs führt.
Zitat Ende

Das Problem ist vielschichtig und wenn man es genau betrachtet handelt es sich um ein "hausgemachtes Problem",
was von den Kümmerern sicherlich nicht bewältigt werden kann.
Stellt sich da nicht Frage ob man mit Fördergeldern langfristig Investoren bekommt, wenn die Probleme von der Politik bisher nicht bewältigt werden konnten?

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RE: Es tut sich was ...

#4 von Reinhard , 20.02.2013 09:03

Wie der Weser-Kurier heute berichtet, gibt es einen Investor, der einen „Seniorenwohnpark Bremen-Blumenthal" am Müllerloch oder auf dem alten Parkplatz der BWK plant. Das ist sicherlich vom Prinzip her eine gute Chance für die weitere Entwicklung des Stadtteilzentrums, da auf diese Weise leerstehende Flächen genutzt und für mehr Leben und auch Nachfrage in diesem Gebiet gesorgt wird.

Bedenklich bleibt allerdings, dass es kein Gesamtkonzept gibt, das mögliche Nutzungskonflikte verhindert. So kann sogar leicht in der Boulevardpresse die böse Schlagzeile „Blumenthal schiebt alte Menschen ins Industriegebiet ab“ drohen.

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RE: Es tut sich was ...

#5 von fight4yrights , 20.02.2013 16:36

Und dann warten wir mal ab, wie die "Regierungsparteien" im Beirat Blumenthal reagieren, wenn neue Arbeitsplätze nicht geschaffen werden können (Seniorenwohnpark), weil der Investor fordert:
"Die Müllverbrennung muss weg"

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RE: Es tut sich was ...

#6 von Reinhard , 20.02.2013 17:42

Wenn man ein bisschen die Vergangenheit der BWK studiert und die Ankündigungen von erwarteten Unternehmensansiedlungen liest, fragt man sich ohnehin, wo die Arbeitsplätze geblieben sind.

Könnte es so sein, dass Industriebetriebe Konflikte mit den Bewohnern in der Nachbarschaft scheuen und Dienstleister die Emissionen der Müllverbrennungsanlagen meiden?

Ein bisschen mehr Nachdenken hätte sogar den betriebswirtschaftlichen Kostenrechnern klar machen müssen, dass der Bau eines Kraftwerks und einer Müllverbrennungsanlage zwischen einem Park und der Weser den Wert des eigenen Grundstücks vernichtet. Schade, dass die Stadtplaner bei ihnen nicht für mehr Einsicht in die eigenen Interessen gesorgt haben.

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RE: Es tut sich was ...

#7 von Lola , 20.02.2013 17:53

Vielleicht müßte man mal herausfinden wieviel Arbeitsplätze durch den Wegfall der Müllverbrennungsanlage zunächst wegfallen würden und wieviel Arbeitsplätze der neue Investor schafft, ganz zu schweigen von endlich mehr Lebensqualität für die gebeutelte Region, die durch einen Wohnpark in Blumenthal entstehen würde

Da in Blumenthal nur die Anzahl der Arbeitsplatz zählt, lassen wir mal den Gewinn der Lebensqualität beiseite, dann ist das vielleicht eine pragmatische Überlegung, denn alles andere ist wahrscheinlich nur Hokupokus, der nicht zählt.

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RE: Es tut sich was ...

#8 von Reinhard , 20.02.2013 19:38

Es sind genau 50 Stellen bei den beiden Entsorgungsfirmen, und zwar 30 bei der Brewa und 20 beim HKW.

Nun zu den Mitarbeitern, die man für 80 – 100 Betten rechnen kann!

Ein großes Unternehmen in dieser Branche sind die Marseille-Kliniken, die nach ihrem letzten Geschäftsbericht für 8.028 Betten
4.718 Mitarbeiter beschäftigen. Mit anderen Worten kommen also auf ein Bett 0,6 Mitarbeiter. Das macht bei 90 Betten, wie sie in Blumenthal als Durchschnitt geplant sind, ca. 54 Mitarbeiter.

Man muss in diesem Fall das Arbeitsplatzargument einmal mehr hinterfragen, da es nur zu oft benutzt wird, um eine Diskussion zu verhindern.

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Aprilscherz im März?

#9 von Reinhard , 20.03.2013 11:17

Aprilscherz im März?

Nach einem ersten Blick auf das heutige BLV geht vielleicht schnell und unbewusst der zweite Blick auf den Kalender, weil wir uns vergewissern wollen, ob heute schon der 1. April ist.

„Wir nehmen die Markthalle gern“, überschreibt das BLV gleich auf der Titelseite einen Bericht, in dem es um einen geeigneten Standort für die Markthalle geht, die bisher in Vegesack kaum Interessenten angelockt hat. Jetzt lautet ein Vorschlag, sie nach Blumenthal zu versetzen und dort beispielsweise auf dem BWK-Gelände aufzustellen.

Von dieser Idee eines „Lesers“ soll der Stadtteilmanager begeistert sein und gleich noch einen eigenen Vorschlag zur Kostenfrage ergänzt haben. So wünscht er sich, dass ein Unternehmer, der die Halle für eine „gläserne Produktion“ nutzt, die Kosten übernimmt, weil das dann einen „ökonomischen Sinn“ haben soll. Diese Sinnhaftigkeit können die Vegesacker Parteifreunde bei der „Utopie des Blumenthaler Ortsamtsleiters“ nicht entdecken, wenn sie ernüchternd feststellen, dass man dann „damit dasselbe Problem wie wir in Vegesack“ haben werde.

Ist das nun eine geniales Strategie einer innovativen Verwaltung, die blitzschnell auf neue Chancen reagiert, oder nur ein Hinweis auf die Konzeptionslosigkeit bei der Planung des Blumenthaler Zentrums zwischen George-Albrecht-Straße und BWK-Gelände?

Vielleicht werden wir es noch vor dem 1. April erfahren.

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RE: Aprilscherz im März?

#10 von Fargo ( Gast ) , 20.03.2013 11:39

Es gleicht dem verzweifelten Stochern im Nebel in der Hoffnung,
doch mal einen goldenen Ring einzufangen statt immer nur Müll,
um einen sinnvollen Gebrauch des Ortsteils Blumenthal zu erstellen.
Arme verantwortliche Politiker und Stadtentwickler!
Der Ortsteil ist zur Zeit nicht attraktiv genug für Investoren,
da noch genug Altlasten existieren, um zukunftsträchtige Maßnahmen
erfolgversprechend zu riskieren.
Stochert fleißig weiter!

Fargo

RE: Aprilscherz im März?

#11 von Lola , 20.03.2013 15:49

..man soll zwar immer vorwärts blicken,
aber es hilft nichts, die Altlasten sind und bleiben da
und zwar solange, bis
die Verantwortlichen endlich dazu stehen
und mit dem Aufarbeiten gemäß sorgfältiger Planung, von Grund auf beginnen

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RE: Unterwegs auf Lösungssuche

#12 von Lola , 30.03.2013 06:52

http://www.weser-kurier.de/region/zeitun...rid,535353.html

Zitat
Visite in Blumenthal: Der Bundestagsabgeordnete Uwe Beckmeyer will noch einmal an der Jobcenter-Frage rütteln - 30.03.2013
Unterwegs auf Lösungssuche
Von Christina Denker

Nach Ansicht des SPD-Bundestagsabgeordneten Uwe Beckmeyer haben sich die Probleme Blumenthals in den vergangenen drei Jahren weiter verschärft. Jetzt hat er einen Blick auf die geplante Entwicklung am Blumenthal-Center und den Brennpunkt George-Albrecht-Straße geworfen.
Zitat Ende

Im Beitrag war weiter zu lesen was Herr Beckmeyer in Sachen Blumenthal meint, "es sei doch offenbar so, dass hier ein Stadtteil ins Aus gestellt werde".

Endlich mal jemand der die Realität sieht und auch beim Namen nennt.

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RE: Unterwegs auf Lösungssuche

#13 von Reinhard , 30.03.2013 17:04

Als Problemlösung gab es nach dem W-K-Bericht für die „Probleme Blumenthals“, die sich „in den vergangenen drei Jahren weiter verschärft“ haben, bei der Visite des SPD-Bundestagsabgeordneten unter der Besuchergruppe eine einmütige Antwort: "Wir brauchen einen Oberkümmerer".

Hat man etwa im „Ortsgesetz über Beiräte und Ortsämter“ diese wichtige Position vergessen oder läuft sie dort unter einer anderen Amtsbezeichnung?

Nur wäre dann der „gebrauchte“ Oberkümmerer ja bereits vorhanden.

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..es tut sich was ..oder eher doch nicht?

#14 von Lola2 , 06.10.2014 07:13

http://www.weser-kurier.de/bremen/stadtt...rid,958686.html

Zitat

Planungsvorlauf für Blumenthaler Großprojekt hakt - 05.10.2014
Bahnhofsumbau erneut auf der Kippe
Von Jürgen Theiner

Blumenthal. Über einem der wichtigsten Infrastrukturprojekte für Blumenthal ballen sich erneut dunkle Wolken. Die geplante Umgestaltung des Verkehrsknotens Bus/Bahn samt Neu- und Umbauten rund um das Bahnhofsgelände hängt in der Warteschleife. Und ein erfolgreicher Abschluss des planungsrechtlichen Vorlaufs noch in diesem Jahr gilt inzwischen als ausgeschlossen. Der Geduldsfaden des Investors droht zu reißen.

Bereits Ende Februar hatte der Rönnebecker Bauunternehmer Jan-Gerd Kröger am Bahnhof einen ganzen Schwung Bäume fällen lassen, um Platz zu schaffen für ein millionenschweres Vorhaben. In den historischen Gebäudekomplex sollen eine Einrichtung der Lebenshilfe für betreutes Wohnen sowie eine Physiotherapie-Praxis einziehen. Ergänzend ist ein Neubau vorgesehen, unter anderem für die BSAG, die derzeit noch auf der gegenüberliegenden Seite der Landrat-Christians-Straße ansässig ist. Zugleich soll die Drehscheibe für den Busverkehr direkt an den Bahnhof heranrücken.

„Es gibt da noch Knackepunkte“, erklärt Bauamtsleiter Maximilian Donaubauer. Nach seiner Darstellung stehen gutachterliche Stellungnahmen aus. So sei zu klären, ob sich Lärm und Erschütterungen durch den Bahnverkehr innerhalb gesetzlicher Vorgaben bewegen.
In diesem Zusammenhang sieht Donaubauer den Investor in der Bringschuld, der ja auch der Nutznießer des Bebauungsplanes sei.
Zitat Ende

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RE: ..es tut sich was ..oder eher doch nicht?

#15 von Lola2 , 06.10.2014 08:53

http://www.mw.niedersachsen.de/portal/li...4973&_psmand=18
http://www.verkehrsrundschau.de/niedersa...ht-1003457.html
http://de.wikipedia.org/wiki/Niedersachsen_Ports


http://www.felbier.de/index.php?ka=1&ska=1&idn=191
Zitat
Das Land hat die Niedersachsenbrücke im Zuge des Baus des JadeWeserPorts modernisiert und ausgebaut. Das mögliche Kohle-Umschlagvolumen wird dadurch von 1,6 auf 8 bis 10 Millionen Tonnen im Jahr erhöht.
Damit erhöhe sich auch die Zahl der Kohlezüge.
Schrell stellte Nacke die Rhenus-Umschlaganlagen vor, bei denen durch eine Fülle von Maßnahmen dafür Sorge getragen worden sei, dass Staubemissionen so gering wie möglich bleiben.

Zitat Ende

Bis vor kurzem donnerten die unerträglichen Kohlezüge durch die Ortsteile von Blumenthal zum Kraftwerk Farge. Die "Stille" dürfte wohl nur vorübergehend sein, bis die Revisionsarbeiten am Kraftwerk abgeschlossen sind.
Nach der Modernisierung der Niedersachsenbrücke in Wilhelmshaven soll der Importkohle-Umschlag drastisch erhöht werden und somit auch die Zahl der Kohlezüge.

Davon betroffen ist eben auch Blumenthal mit den dazugehörenden Ortsteilen.



http://www.radiobremen.de/politik/dossie...serport184.html
http://de.wikipedia.org/wiki/JadeWeserPort

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