Kraftwerk Farge (Quelle: wikipedia)

RE: Kohlekraftwerk Farge wird abgeschaltet!?

#16 von Lola2 , 15.07.2015 08:02

Im Beitrag 6 habe ich schon etwas über das Jugendhilfeprojekt der OMV in Lybien geschrieben.

Am 3.10.2011 hat der Konzern OMV veröffentlicht: "Nach dem Ausbruch des Bürgerkriegs hatte der Konzern sein Personal aus der Region abgezogen und stattdessen Öl aus anderen Ländern bezogen, um die Produktion aufrechtzuerhalten. Quelle: http://news.orf.at/stories/2082472/

Nur nochmal als Erinnerung: Preußische Bergwerks- und Hütten-Aktiengesellschaft stieg um 1925 in die Erdölförderung ein- Ab 1964 hieß das Unternehmen bis zum Verkauf, Preussag AG -
Vom ursprünglichen Geschäft blieb nur die Preussag Energie übrig. 2003 wurde auch diese verkauft. Das inländische E&P-Geschäft wurde von der Gaz de France übernommen. Das Auslandsgeschäft ging an die OMV.

Mich interessieren die Hintergründe zum Krieg in Lybien und da habe ich einen sehr interessanten Bericht gefunden, den man mit folgendem Link aufrufen kann: http://www.isw-muenchen.de/download/liby...-cls-201103.pdf
Zitat
Die NATO führt einen Krieg, der wahrscheinlich katastrophalen Folgen haben und die Zahl der zivilen Opfer
dramatisch erhöhen wird. Die Zahl der Kriegsflüchtlinge wird weiter ansteigen, die EU-Staaten wollen sie
jedoch nicht aufnehmen. Besonders hart trifft es Hunderttausende Schwarz-Afrikaner. Sie können nicht
einmal in ihre Herkunftsländer fliehen, weil dort ebenfalls bewaffnete Konflikte toben oder diktatorische
Regimes herrschen

..
Es gibt keinen Grund zur Sympathie für das Gaddafi-Regime,
aber ebenso wenig Grund den NATO-Krieg zu unterstützen.

Nach dem Sturz des von den Briten eingesetzten König Idris I. durch den „Bund der Freien Unionistischen
Offiziere“ im Jahr 1969 galt Gaddafi als Verfechter eines „arabischen Sozialismus“, der in der Weltpolitik,
der eine antiimperialistische Rolle spielte.
isw – Institut für sozial-ökologi
sche Wirtschaftsforschung e.V.
Claus Schreer 30.03.2011
Libyen – NATO-Krieg für Demokratie und Menschenrechte?
Frankreich, Großbritannien und die USA haben am 19. März mit Luftangriffen den NATO-Krieg gegen
Libyen begonnen. Die ersten Einsätze flogen französische und britische Kampfflugzeuge. Von US-
Kriegsschiffen
und U-Booten im Mittelmeer wurden mit Hund
erten Tomahawk-Marschflugkörpern Ziele in
Tripolis und anderen Küstenstädten bombardiert. Dabei wurden schon in der erste ersten Angriffswelle
zahlreiche Zivilpersonen getötet. Die USA und die EU-Staaten haben sich von Beginn an gegen einen
Waffenstillstand und gegen eine Verhandlungslösung positioniert. Inzwischen hat die NATO das
Kommando für den Kriegseinsatz in Libyen vollständig übernommen Mit Luftangriffen auf Gaddafis
Bodentruppen. bombt sie den Aufständischen den Weg nach Tripolis frei. US-Präsident Obama kündigte
an, dass auch Waffenlieferungen an die Rebellenarmee nicht ausgeschlossen seien.
Die NATO führt einen Krieg, der wahrscheinlich katastrophalen Folgen haben und die Zahl der zivilen Opfer
dramatisch erhöhen wird. Die Zahl der Kriegsflüchtlinge wird weiter ansteigen, die EU-Staaten wollen sie
jedoch nicht aufnehmen. Besonders hart trifft es Hunderttausende Schwarz-Afrikaner. Sie können nicht
einmal in ihre Herkunftsländer fliehen, weil dort ebenfalls bewaffnete Konflikte toben oder diktatorische
Regimes herrschen.
Es gibt keinen Grund zur Sympathie für das Gaddafi-Regime,
aber ebenso wenig Grund den NATO-Krieg zu unterstützen.
Nach dem Sturz des von den Briten eingesetzten König Idris I. durch den „Bund der Freien Unionistischen
Offiziere“ im Jahr 1969 galt Gaddafi als Verfechter eines „arabischen Sozialismus“, der in der Weltpolitik,
der eine antiimperialistische Rolle spielte.
Der US-amerikanische Luftwaffenstützpunkt in Libyen wurde geschlossen und die Ölfelder wurden
verstaatlicht. Aus den Öleinnahmen finanzierte Gaddafi einen Wohlfahrtsstaat mit kostenloser
medizinischer Versorgung, der Einführung von Witwen- und Waisen- und Altersrenten, mit allgemeiner
Schulpflicht und kostenloser Bildung und mit der Gründung von Universitäten in Tripolis, Bengasi und
Sabha. Durch die hohen Öleinnahmen gehört Libyen heute rein rechnerisch zu den Ländern mit dem
höchsten Pro-Kopf Einkommen auf dem afrikanischen Kontinent.

Die ständig steigenden Einnahmen aus dem Ölgeschäft wurden jedoch nicht für eine eigenständige
wirtschaftliche Entwicklung und die Verbesserung der Lebensverhältnisse der libyschen Bevölkerung
eingesetzt, sondern flossen in einen aufgeblähten Staats- und Sicherheitsapparat und nicht zuletzt in die
Taschen des Gaddafi-Clans. Die Arbeitslosenquote liegt heute bei etwa 30 % und trifft vor allem die
Jugendlichen.
Vor allem aber: Schon seit Jahren regiert das Gaddafi-Regime mit ebenso despotischen Mitteln wie die
inzwischen entmachteten Diktatoren in Tunesien und Ägypten oder die Herrscher in Saudi-Arabien und
Bahrain.
Den Krieg der „Koalition der Willigen“ zu unterstützen, heißt jedoch den Bock zum Gärtner zu machen.
Ganz offen haben die NATO- Interventionsmächte verkündet, dass es ihnen darum geht, in Libyen einen
Regimewechsel herbeizuführen. Eine Verhandlungslösung zwischen den Konfliktparteien ist gar nicht
vorgesehen. Die USA und die EU-Staaten haben nichts anderes im Sinn, als die Absicherung ihrer
Wirtschafts- und Vorherrschaftsinteressen im Nahen und Mittleren Osten. Demokratische und soziale
Veränderungen wird die Bevölkerung Libyens mit der Hilfe des Westens mit Sicherheit nicht durchsetzen
können. Mit der militärischen Unterstützung für die Rebellen eskaliert der Bürgerkrieg und die neuen Führer
der Rebellenbewegung im Osten Libyens, die mit der NATO kooperieren, sind kaum eine Garantie für eine
progressive Entwicklungsperspektive des Landes.
Die UN-Sicherheitsrats Resolution: Eine Generalermächtigung zum Krieg
Der Weltsicherheitsrat beruft sich in seiner Resolution 1973 auf Kapitel VII der Charta der Vereinten
Nationen, wonach die „Situation in Libyen eine Bedrohung des Weltfriedens und der internationalen
Sicherheit darstellt“. Davon kann überhaupt nicht die Rede sein. Der Sicherheitsrat müsste sonst auch für
zahlreiche andere Länder auf dem Globus ein Mandat zu Militärinterventionen erteilen.
Selbst der Sicherheitsrat zieht nur „in Erwägung“, dass die „derzeit stattfindenden ausgedehnten und
systematischen Angriffe gegen die Zivilbevölkerung möglicherweise Verbrechen gegen die Menschlichkeit
darstellen“.

........es heißt weiter:
Deutschland schickt keine Truppen, ist aber doch am Krieg beteiligt.
Die Empörung in den Medien, aber auch bei Abgeordneten der SPD und der Grünen darüber, dass die
Bundesregierung der Kriegsermächtigung des Weltsicherheitsrats nicht zugestimmt hatte, war groß. Doch
die offizielle Enthaltsamkeit Deutschlands ist bestenfalls nur die halbe Wahrheit.

..
Bereits beim Libyen-Sondergipfel in Paris versicherte die Kanzlerin, die USA dürften ihre Militärbasen in
Deutschland für die Libyen-Kriegseinsatz nutzen. Damit ist Deutschland, wie schon bei den Angriffen
gegen Jugoslawien, Afghanistan und den Irak, auch die militärische Drehscheibe für den Krieg gegen
Libyen.
Die Befehlszentrale
für die US-Angriffe hat ihren Sitz in Stuttgart-Möhringen. Das Afrika-
Regionalkommando des Pentagon (AFRICOM), steuert und koordiniert alle derzeitigen Einsätze der US-
Streitkräfte in Libyen. Das US-AFRICA COMMAND gab schon am ersten Tag der Angriffe bekannt, dass
nicht nur die libyschen Luftstreitkräfte „ausgeschaltet“, sowie Flugplätze und Luftabwehrstellungen
bombardiert werden, sondern ebenso auch Gaddafis Bodentruppen. Zum Einsatz kämen auch
amerikanische Tarnkappenbomber, die auf der US-Airbase Spangdahlem stationiert sind. Ebenfalls in
Deutschland befindet sich die Kommandozentrale für die NATO AWACS-Flugzeuge, die jetzt im Krieg
gegen Libyen im Einsatz sind.
Und, obwohl die Bundesregierung angeblich gegen diesen Krieg ist – hat jetzt mit Zustimmung
Deutschlands – die NATO das Kommando für den gesamten Kriegseinsatz in Libyen übernommen.

..
Und Saudi-Arabien, das seine Herrschaft mit Folter, Verstümmelungen und Exekutionen sichert, ist
weltweit das einzige Land, das den Ausfall der Ölförderung in anderen Förderländern oder eine erhöhte
Ölnachfrage ausgleichen kann. Diese Garantie einer zuverlässige Ölversorgung des Westens macht die
Saudischen Herrscher quasi unangreifbar.

Für Libyen gelten andere Maßstäbe. Libyen hat zwar eine Demokratisierung und die gerechte Verteilung
des Reichtums dringend nötig, aber darum geht es den westlichen Großmächten ganz und gar nicht. Das
Land ist gerade jetzt, da die Vorherrschaft der USA und ihrer Verbündeten im Nahen Osten äußerst
gefährdet ist, geostrategisch von größter Bedeutung, sowohl für die USA als auch für die EU.
..
Krieg um westliche Vorherrschaft in Nordafrika.

Libyen verfügt über die größten Öl-Reserven Afrikas. 70 Prozent seiner Öl- und Gasexporte gehen in die
EU, davon 40 % nach Italien, 13 % nach Deutschland, 8 % nach Frankreich und 7 % nach Spanien. Im
Bürgerkrieg mit den Rebellen ist der Ölexport jedoch zusammengebrochen.
Ab 2004 wurden wieder
ausländische Investoren in Land gelassen und milliardenschwere Abkommen mit
westlichen Öl- und Energiekonzernen abgeschlossen. Zu ihnen gehören die Britisch-Niederländische BP,
der französische Mineralölkonzern TOTAL, der italienische Energiekonzern ENI und die Öl- und Gastöchter
von RWE und BASF aus Deutschland.
Zitat Ende

https://de.wikipedia.org/wiki/Joschka_Fischer
Zitat
Er war von 1998 bis 2005 Bundesminister des Auswärtigen Amtes und Stellvertreter des Bundeskanzlers der Bundesrepublik Deutschland und vom 1. Januar 1999 bis zum 30. Juni 1999 Präsident des Rats der Europäischen Union. Ein knappes Jahr nach der Bundestagswahl 2005 zog sich Fischer aus der aktiven Politik zurück.

Seit dem Ende seiner politischen Karriere ist er als journalistischer Kommentator und Unternehmensberater sowie in verschiedenen Positionen in der Wirtschaft tätig, u. a. als Lobbyist für Siemens, den Autokonzern BMW sowie die Energieversorger RWE und OMV (Nabucco-Pipeline).
Zitat Ende

Jetzt komme ich wieder zum Anfang und immer wieder stelle ich mir die Frage was ist aus dem Zentrum geworden? Wo sind die traumatisierten Jugendlichen und Kinder geblieben?

http://www.ad-hoc-news.de/apa-ots-news-o...e/News/23275743

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RE: Kohlekraftwerk Farge wird abgeschaltet!?

#17 von Lola2 , 17.07.2015 20:50

http://www.hilfswerk.at/hwa/projekte/afr...-junge-menschen

https://www.facebook.com/TRIGOSauszeichn...hc_location=ufi
Zitat
TRIGOS - Auszeichnung für Unternehmen mit Verantwortung

In der Kategorie "Beste Partnerschaft" wurden zwei verschiedene Kooperationen ausgezeichnet: Walter Koren und Peter Launsky-Tieffenthal übergaben die begehrten CSR-Trophäen an die Allianz Österreich und den WWF sowie an OMV & Hilfswerk Austria International.
Zitat Ende

Auf FB hat ein mir bekannter User weiter recherchiert und die o.a. Links und herausgefunden, dass trotz widriger Umstände das Projekt bis heute noch läuft und die Initiatoren haben gerade eine Auszeichnunge bekommen.

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RE: Kohlekraftwerk Farge wird abgeschaltet!?

#18 von Lola2 , 28.10.2015 19:50

http://www.gdfsuezep.de/cms/upload/PDF/G...tschland_DE.pdf


..nur nochmal zur Erinnerung:
"Nur nochmal als Erinnerung: Preußische Bergwerks- und Hütten-Aktiengesellschaft stieg um 1925 in die Erdölförderung ein- Ab 1964 hieß das Unternehmen bis zum Verkauf, Preussag AG -
Vom ursprünglichen Geschäft blieb nur die Preussag Energie übrig. 2003 wurde auch diese verkauft. Das inländische E&P-Geschäft wurde von der Gaz de France übernommen. Das Auslandsgeschäft ging an die OMV."

http://www.gdfsuezep.de/cms/upload/PDF/F...tschland%20GmbH-


2008 Umfirmierung der GDF-PEG in GDF SUEZ E&P DEUTSCHLAND GMBH

2008 Konzernfusion Gaz de France und SUEZ

2007 Fusion von GDF-PEG und EEG (PEG = Preussag Energie GmbH)

2003 Übernahme der PEG mit ihren Deutschland-aktivitäten durch Gaz de France

1995 Umfirmierung der DEE in Preussag EnergieGmbH (PEG)

1994 Übernahme der EEG durch Gaz de France

1991 Fusion der Öl- und Gasaktivitäten von CDAG, DST und PEEG in die Deilmann Erdöl Erdgas
GmbH (DEE


1990 Privatisierungdes VEB Erdöl Erdgas Gommern und Umfirmierung in Erdöl Erdgas Gommern
GmbH (EEG)

1989 Gründung der Preussag Erdöl und Erdgas GmbH (PEEG)

1957 Gründung des VEB Erdöl-Erdgas Gommern

1923 Gründung der späteren Deutsche Schachtbau- und Tiefbohrgesellschaft mbH (DST) und der
späteren Preussag AG

1888 Gründung der späteren C. Deilmann AG (CDAG)


https://www.ite.tu-clausthal.de/nvs-beir...holger-hueneke/
Zitat
Institut für Erdöl- und Erdgastechnik > Dipl.-Ing Holger Hüneke
Dipl.-Ing Holger Hüneke

Holger Hüneke is heading the division of non-operated assets of GDF SUEZ E&P Deutschland GmbH, the German affiliate of the international French ENGIE group (former GDF SUEZ).

Born in Bremen, Germany on August 28th 1955 Holger Hüneke studied Petroleum Engineering at Technical University in Clausthal-Zellerfeld from 1976 until 1983.

In the same year he started as a reservoir engineer with one of the German predecessors of ENGIE, Preussag Erdöl und Erdgas in Hannover.

Two years later he joined the American affiliate of Preussag in Houston as petroleum engineer to extend the business in the Unites States offshore in the Gulf of Mexico and various onshore activities.

After his return in 1988 to Preussag in Hannover he was responsible as reservoir engineer for several German oil and gas fields and was engaged in various national and international acquisition projects before he headed the Preussag production operations of the eastern oil and gas assets in Hamburg, Schönewörde and Berkhöpen from 1992 until 1993.

In 1994 Holger Hüneke took over the Oil-Reservoir Engineering department in Lingen following the merger in 1991 of the German E&P companies Preussag Erdöl und Erdgas GmbH in Hannover, Deutsche Schachtbau- und Tiefbohrgesellschaft mbH in Lingen and Deilmann Erdöl Erdgas GmbH in Bad Bentheim to Deilmann Erdöl Erdgas and later Preussag Energie GmbH headquarted in Lingen.

In 1998 he was appointed to division head of Production Technology of Preussag Energie responsible for worldwide subsurface engineering (reservoir, geology, chemistry, production, drilling and completion).

Following the acquisition of Preussag by Gaz de France he headed the Exploration and Production Division of the German affiliate GDF SUEZ E&P Deutschland GmbH from 2002 until 2009.

Starting in 2010 Holger Hüneke joined the newly established floating LNG project Bonaparte LNG offshore Darwin during the pre-FEED and appraisal drilling phase in Perth - Australia as head of the upstream E&P activities until end of 2011.

http://www.tu-clausthal.de/info/impressum/
Herausgeber

Das Präsidium der TU Clausthal
Technische Universität Clausthal
Adolph-Roemer-Straße 2a
38678 Clausthal-Zellerfeld
Telefon: +49-(0)5323-72-0
Telefax: +49-(0)5323-72-3500
E-Mail: info@tu-clausthal.de
Internet: www.tu-clausthal.de
USt-ID: DE811282802
Zuständige Aufsichtsbehörde

Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur, Leibnizufer 9, 30169 Hannover
(http://www.mwk.niedersachsen.de/)

Returning to Germany in 2012 he headed the oil and gas operations of GDF SUEZ in Germany until the re- organization in 2014 with his current position.
Zitat Ende

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RE: Kohlekraftwerk Farge wird abgeschaltet!?

#19 von Lola2 , 28.10.2015 19:56

http://www.wintershall.com/presse-news/d...arbeit-aus.html

Zitat
Kassel/Lingen, 12.05.2009.
Wintershall und GDF SUEZ bauen ihre Zusammenarbeit aus:

In einem feierlichen Rahmen haben Didier Holleaux, Senior Vice President Exploration & Production der GDF SUEZ und Dr. Ties Tiessen, Vorstandsmitglied der Wintershall Holding AG und verantwortlich für Produktion, eine Vereinbarung über den Tausch von Beteiligungen an Konzessionen in der deutschen Nordsee unterzeichnet. Die GDF SUEZ E&P DEUTSCHLAND GMBH erhält 40 Prozent an den offshore H&L-Blöcken. Sie liegen 80 Kilometer nordnordwestlich der ostfriesischen Insel Borkum. Die 100-prozentige BASF-Tochter erhält im Austausch 25 Prozent an der Konzession Cuxhaven, die direkt an das schleswig-holsteinische Erdölfeld Mittelplate angrenzt.

„Mit dem Tausch der Beteiligungen intensivieren wir die langjährige, vertrauensvolle Zusammenarbeit unserer Unternehmen, die sich über eine Vielzahl von Projekten in Norddeutschland erstreckt“, sagt Dr. Ties Tiessen. „Wir freuen uns sehr, dass wir unsere gemeinsamen Aktionen nun auch auf den Bereich der Offshore-Exploration ausweiten konnten. Und wir sind sicher, uns auch bei diesen Projekten ideal zu ergänzen.“

Didier Holleaux sieht in der Zusammenarbeit „einen wichtigen Schritt für GDF SUEZ hin zur Erschließung zusätzlicher Kohlenwasserstoffpotentiale in der deutschen Nordsee, den wir gern zusammen mit Wintershall machen. Denn hier kooperieren zwei Partner mit großer Erfahrung und führendem Know-how – und so bin ich sehr zuversichtlich, dass die Projekte in den H&L-Blöcken sowie in der Konzession Cuxhaven gemeinsam zum Erfolg geführt werden.“

Die Konzession Cuxhaven grenzt direkt an das Feld Mittelplate, das größte deutsche Ölvorkommen. Wie in der Konzession Heide/Büsum, in der das Feld Mittelplate liegt, werden in der Konzession Cuxhaven Ölvorkommen vermutet. Die vorliegenden seismischen Untersuchungen wurden ausgewertet und neu interpretiert. An der Konzession Cuxhaven ist neben Wintershall und GDF SUEZ (Anteil jeweils 25 Prozent) der Betriebsführer RWE Dea (50 Prozent) beteiligt.

Wintershall bleibt bei den H&L-Blöcken Betriebsführer. Bisher hat das Unternehmen in den Erdgasblöcken allein operiert. In den nächsten zwölf Monaten ist in dem rund 2.572 Quadratkilometer umfassenden Gebiet eine Explorationsbohrung L1-2 geplant. Die weiteren Arbeiten richten sich nach dem Ergebnis dieser Aufschlussbohrung. Wintershall und GDF SUEZ haben jeweils eine 40-prozentige Beteiligung an dem Konsortium, das britische Unternehmen Hansa Hydrocarbons Ltd hält die restlichen 20 Prozent.

Wintershall und GDF SUEZ können auf eine lange, erfolgreiche Zusammenarbeit zurückblicken. Mit der in Lingen (Ems) ansässigen GDF SUEZ E&P DEUTSCHLAND GMBH engagiert sich Wintershall bereits in über zehn Projekten im norddeutschen Raum. Ein Fokus liegt auf der Entwicklung tertiärer Fördermethoden. Ein gemeinsames Projekt ist die „Tight Gas“-Feldesentwicklung im niedersächsischen Leer, die im Jahr 2007 begann. Im Jahr 2008 wurde sie fortgesetzt und eine neue Bohrung abgeteuft. Ende des Jahres hat diese ihren Zielhorizont erreicht und soll 2009 in Produktion genommen werden. Tight-Gas-Lagerstätten sind dadurch gekennzeichnet, dass Erdgas in sehr kompaktem, gering durchlässigem Gestein eingelagert ist. Mit dem sogenannten Multiple-Frac-Verfahren wird das Gestein der Lagerstätte an mehreren Stellen unterirdisch aufgebrochen, um damit den Zufluss des Gases in das Bohrloch zu erleichtern.
Die französische GDF SUEZ – Gruppe gehört zu den weltweit größten Energieunternehmungen. Als Konzerngesellschaft ist die GDF SUEZ E&P DEUTSCHLAND GMBH in der Aufsuchung, Förderung und Vermarktung von Erdgas und Erdöl tätig. Dabei konzentrieren sich ihre Aktivitäten auf die Bundesrepublik Deutschland mit Schwerpunkten im Norddeutschen Becken, im Rheintal und im Voralpengebiet. Mit innovativer Technik trägt das in Lingen (Ems) ansässige Unternehmen rund zehn Prozent zur Erdgas- sowie etwa fünfzehn Prozent zur Erdölförderung in Deutschland bei.
Die Wintershall Holding GmbH mit Sitz in Kassel ist eine 100-prozentige Tochter der BASF in Ludwigshafen und seit 120 Jahren in der Rohstoffgewinnung aktiv, mehr als 80 Jahre davon in der Suche und Förderung von Erdöl und Erdgas. Wintershall konzentriert sich bewusst auf ausgewählte Schwerpunktregionen, in denen das Unternehmen über ein hohes Maß an regionaler und technologischer Expertise verfügt. Dies sind Europa, Russland, Nordafrika, Südamerika sowie zunehmend auch die Region Middle East. Durch Exploration und Produktion, ausgewählte Partnerschaften, Innovationen und technologische Kompetenz will das Unternehmen sein Geschäft weiter ausbauen. Wintershall beschäftigt weltweit rund 2500 Mitarbeiter aus 40 Nationen und ist heute der größte international tätige deutsche Erdöl- und Erdgasproduzent.

Wintershall. Wir fördern Zukunft.

Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.wintershall.com oder folgen Sie uns auf Twitter, Facebook und Youtube.

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