Kraftwerk Farge (Quelle: wikipedia)

Wasserwerk Blumenthal......Rothenburger Rinne.. WASSERWERK PANZENBERG

#1 von Lola2 , 12.03.2015 00:12

http://www.weser-kurier.de/bremen/bremen...id,1063806.html
Zitat
Trinkwasser aus der Weser als Alternative
Anke Landwehr 23.02.2015
Verdener Naturschützer schlagen Alarm – was Auswirkungen auf Bremen haben könnte: Sie wollen klagen, falls das falls das Wasserwerk Panzenberg nahe Verden jährlich 9,5 Millionen Kubikmeter Trinkwasser fördern darf. Rund 90 Prozent davon fließen nach Bremen.
Zitat Ende

https://www.swb-gruppe.de/ueber-swb/unte...wasserwerke.php oder den Wikipedia Link-Einzelnachweis Nr.5 aufrufen:e.wikipedia.org/wiki/Wasserschutzgebiet_Blumenthal
Zitat
Das Wasserwerk Blumenthal im Bremer Norden ist in erster Linie für die Förderung und Aufbereitung des Grundwassers aus dem Wasserschutzgebiet Blumenthal zuständig. Seit seiner Inbetriebnahme im Jahr 1928 wurde seine Kapazität kontinuierlich auf heute 20.000 Kubikmeter Wasser täglich ausgebaut. Mithilfe verschiedener Filterstufen wird hier für die Enteisenung, Entmanganung und Entsäuerung des Grundwassers – das zum Teil auch aus dem Wasserschutzgebiet in Vegesack kommt – gesorgt. Außerdem verfügt das Wasserwerk Blumenthal über eine technische Sauerstoff-Dosierung, wodurch sich der Zusatz von Reinwasser erübrigt und 13 Prozent der Anlagenkapazität eingespart werden.

Interessant: Der Wasserdruck in Blumenthal ist etwa eineinhalb bar höher als der durchschnittliche Wasserdruck von rund sechs bar, weil Teile des Versorgungsgebietes bis zu 35 Meter höher liegen als das Wasserwerk in Blumenthal.

Seit über 100 Jahren Quelle: Wasserfassung Bremen Vegesack

Zusammen mit dem heute noch vorhandenen Wasserfassungsgelände wurde das Wasserwerk Vegesack im Jahr 1892 in Betrieb genommen. 1940 von den Bremer Stadtwerken übernommen, wurde das Wasserwerk 1972 zwischenzeitlich stillgelegt. Weiterbetrieben wurde allein die Wasserfassung: Seit 1996 werden hier jährlich eine Million Kubikmeter Wasser gefördert, über eine Rohrleitung nach Blumenthal transportiert und im dortigen Wasserwerk zu Trinkwasser aufbereitet
Zitat Ende

lt. Wikipedia: In Bremen und Bremerhaven

20 Prozent des Bremer Trinkwasserbedarfs bereitet swb im Wasserwerk Blumenthal auf, der Rest stammt aus Grundwasserwerken in Niedersachsen. Den Trinkwasserverbrauch von Bremerhaven deckt swb komplett aus den eigenen Wasserwerken Leherheide und Wulsdorf in Bremerhaven sowie den Wasserwerken Langen und Bexhövede im niedersächsischen Umland.
Zusätzlich versorgt swb die Ortschaften Langen (Stadt Geestland), Debstedt, Imsum sowie Bexhövede und Hohewurth mit Trinkwasser.

http://hambacherforst.blogsport.de/2014/...-fracking-in-d/
Zitat

Im Norden der Republik befinden sich Deutschlands größten Erdgas Vorkommen. Diese werden mit unter seit Jahren von Exxon Mobile und RWE gefördert. Seit dem die Konventionelle Gasförderung langsam sich dem Ende neigt ,auf Grund von Ausschöpfung der Vorkommen ,wird mit der Unkonventionellen Gasförderung dem Fracking weiter gemacht.Seit dem es im Jahre 2011 bei Verden zu einem „Zwischenfall“ an einer der Förderstellen von RWE kam und Tausende Liter von Lagerstättenwasser freigesetzt wurden regt sich der Protest wider.
Hier Findet ihr Infos über Erdgas, Gasförderung, Orten und Aktionen ein wenig.

“Bei dem Sanierungsfall in Söhlingen handelt es sich nicht um einen Störfall! Richtig ist, dass über einen längeren Zeitraum geringe Mengen Kohlenwasserstoffe wie Benzol durch eine PE-Leitung diffundiert sind.”
Umweltaspekte
Die im Lagerstättenwasser enthaltenen Kohlenwasserstoffe, Schwermetalle und NORM-Stoffe entsprechen mindestens einer der Gefährdungsklassen „Gesundheitsschädlich“, „Giftig“, „Umweltgefährlich“ oder „Radioaktiv“. Die Salze Calcium- und Magnesiumchlorid sind in die Gefährdungsklasse „Reizend“ eingestuft. Rechtlich betrachtet ist der Transport von Lagerstättenwasser kein Gefahrguttransport im Sinne der Transportvorschriften – es wird der Wassergefährdungsklasse 1 (schwach wassergefährdend) zugeordnet.

Da die Entsorgung von Lagerstättenwasser aber in aller Regel in nicht-geschlossenen Kreisläufen erfolgt, ergibt sich schon daraus eine mögliche Gefährdung der Umwelt. Ein Austreten der im Lagerstättenwasser enthaltenen Schadstoffe kann zur Verschmutzung von Luft, Boden und Gewässern führen und stellt damit eine potenzielle Gefährdung für die Gesundheit von Mensch und Tier dar. Auch unter der Erde bedeutet das Verpressen des Lagerstättenwassers eine mögliche Gefährdung der Umwelt, insbesondere für das Grundwasser, das Grundlage unserer Trinkwasserversorgung ist.
Zitat Ende

http://www.gegen-gasbohren.de/vorfaelle-risiken-und-diskurs/
Zitat
Spricht die Industrie beispielsweise von “50 Jahren störungsfreier Förderung”, meint sie dass es keine Aufzeichnungen über konkrete Vorfälle im Rahmen der Erdgasförderung gibt. Kontaminierungen von Grundwasser durch Benzol und Quecksilber bezeichnet sie in diesem Zusammenhang als Diffusion von Benzol durch eine PE-Leitung über einen längeren Zeitraum:

“Bei dem Sanierungsfall in Söhlingen handelt es sich nicht um einen Störfall! Richtig ist, dass über einen längeren Zeitraum geringe Mengen Kohlenwasserstoffe wie Benzol durch eine PE-Leitung diffundiert sind.”

Quelle: http://www.erdgassuche-in-deutschland.de...soehlingen.html
Zitat Ende

Krebsregister (4)

Eine verblüffende Ähnlichkeit

#48 von Reinhard , 12.09.2014 15:47

Eine verblüffende Ähnlichkeit

Die Rönnebeck-Anomalie ist kein Einzelfall. Das niedersächsische Krebsregister hat gestern eine Studie über die Krebsfälle in der Samtgemeinde Bothel im Kreis Rotenburg (Wümme) veröffentlicht, die zu überraschenen Ergebnissen geführt hat.

Da in diesem Ort ein erhöhtes Krebsrisiko befürchtet wurde, haben die Krebsforscher die Neuerkrankungen in den Jahren 2003 bis 2012 ausgewertet. Dabei konnten sie bei 14 Untersuchungsgruppen, die sich jeweils auf einzelne Lokalisationen bezogen haben, keine überdurchschnittlich hohen Werte ermitteln. Aber es gab auch eine Ausnahme und die nur bei Männern.
Zitat Ende


http://www.krebsregister-niedersachsen.d..._2014_09_11.pdf
Registerstelle
Auswertung des EKN zur Häufigkeit von Krebsneuerkrankungen in der SamtgemeindeBothel

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RE: Wasserwerk Blumenthal......Rothenburger Rinne.. WASSERWERK PANZENBERG

#2 von Lola2 , 12.03.2015 10:08

https://www.swb-gruppe.de/ueber-swb/unte...wasserwerke.php
Zitat

Unsere Wasserwerke

Die Wasserwerke in Bremen und Bremerhaven sorgen jeden Tag dafür, dass aus Grundwasser Trinkwasser in höchstmöglicher Qualität für unsere Kunden wird. Dies gewährleistet ein mehrstufiger Aufbereitungsprozess. Dabei wird das Grundwasser wiederholt gefiltert, von Eisen und Mangan befreit, mit Sauerstoff angereichert und immer wieder überprüft. Wie das funktioniert, erfahren Sie in unserem virtuellen Wasserwerk.

Fachleute entnehmen jährlich rund 35.000 Proben an über 60 Punkten in den Ortsnetzen, den Wasserwerken und den Einspeisestellen. In teilweise freiwilligen Selbstkontrollen überprüft swb das als weich bzw. mittelhart eingestufte Wasser so auf über 150 Kenngrößen und Inhaltsstoffe. Das sind doppelt so viele Parameter wie von der Trinkwasserverordnung vorgeschrieben.
Zitat Ende

Die Trinkwasserrohre liegen lt.SWB nicht im Bereich des Grundwassers. Das Trinkwasser verlässt das Wasserwerk Blumenthal in einem einwandfreien Zustand.

Aus dem Blog http://hambacherforst.blogsport.de/2014/...-fracking-in-d/
konnten wir entnehmen, dass " die Entsorgung von Lagerstättenwasser aber in aller Regel in nicht-geschlossenen Kreisläufen erfolgt, ergibt sich schon daraus eine mögliche Gefährdung der Umwelt."

http://www.zentrum-der-gesundheit.de/fra...ikalien-ia.html
"Die Frac-Flüssigkeit enthält demnach krebserregende, hormonverändernde und stark wassergefährdende Toxine, nämlich: Tetramethylammoniumchlorid, Petroleumdestillate, Octylphenol und Biozide aus der Gruppe der Isothiazolinone.

http://www.carlroth.com/media/_de-de/sdpdf/4747.PDF Sicherheitsdatenblatt f.Tetramethylammoniumchlorid
http://de.wikipedia.org/wiki/Petroleum
http://de.wikipedia.org/wiki/4-tert-Octylphenol
http://de.wikipedia.org/wiki/Isothiazolinone
https://www.wasserklinik.com/fracking-ka...r-mensch-natur/
Was sind Biozide?

Biozide sind im wörtlichen Sinn (“bios” = griechisch “Leben”, “caedere” = lateinisch “töten”) Substanzen, die Organismen vernichten. Eine Vielzahl von Produkten mit einer solchen bioziden Wirkung wird heutzutage verwendet. Zielorganismen können dabei Insekten, Nagetiere, Muscheln, aber auch Viren, Bakterien und Pilze sein. Sie wirken zum Beispiel darüber, dass sie das Nervensystem lähmen oder die Vermehrungs-Fähigkeit von Schad-Organismen beeinträchtigen, was sie gleichzeitig auch potenziell gefährlich für Mensch und Umwelt macht. Abgesehen davon können durch Fehlanwendungen der Biozid-Produkte Resistenzen bei den Zielorganismen erzeugt werden"

Lesen Sie mehr unter: http://www.zentrum-der-gesundheit.de/fra...l#ixzz3U8sZjcXb)

http://www.bist-ev.de/wp-content/uploads...iger-Chemie.pdf
http://www.seilnacht.com/Chemie/ch_h2so4.htm
http://de.wikipedia.org/wiki/Ameisens%C3%A4ure
......


Weser Kurier Seite 9 - Ausgabe 12.3.2015 - Neue Broschüre zur Umwelt in Bremen

"Umweltzustandsbericht 2015" ist in den Eingangsbereichen der Dienststelle des Senators für Umwelt, Bau und Verkehr (Contrescarpe 72 und Ansgaritorstr.2) erhältlich oder im Internet unter www.bauumwelt.bremen.de zu finden.

......

....mein Thema ist noch nicht beendet, aber ich muss erst einmal wieder sortieren, denn ich habe immer noch im Kopf, was der Medizinprofessor Dr. Chantelau mitgeteilt hat, dass bestimmte Krebserkrankungen in der Nahrungsaufnahme ihren Ursprung haben.
Als nächstes Thema habe ich mir die Weichmacher vorgenommen.



Sollten meine Recherchen fehlerhaft sein, dann bitte ich um Nachsicht, denn ich bin keine Chemikerin und auch keine Biologin und ich erwarte dann einfach von meinen Mitmenschen einen Hinweis oder gleich eine Richtigstellung.
Vielen Dank

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Krebsfälle in Bothel

#3 von Lola2 , 12.03.2015 21:24

http://www.kreiszeitung.de/lokales/roten...en-4807207.html

Zitat
Wegen Krebsfällen in Bothel - Nachbarorte sollen untersucht werden

11.03.2015

Bothel - Wegen der erhöhten Krebsrate in Bothel sollen Experten jetzt auch die Zahl der Erkrankungen in den Nachbarorten untersuchen. Die Landkreise Rotenburg, Verden und Heidekreis haben eine entsprechende Anfrage an das Krebsregister gestellt.

Die Ergebnisse würden frühestens in drei Monaten vorliegen, teilte eine Sprecherin der Kreisverwaltung in Rotenburg am Mittwoch mit. Im vergangenen Jahr hatte eine Auswertung des Krebsregisters von 2003 bis 2012 überdurchschnittlich viele Fälle von Leukämie und Lymphomen bei Männern in Bothel ergeben.

Die Ursache ist unklar. Bürger befürchten, dass die Erdgasförderung in der Region dafür verantwortlich ist. Die Fachleute vom Krebsregister sollen nun prüfen, ob es in dem Zeitraum auch mehr Krebserkrankungen dieser Art in Rotenburg, Sottrum, Kirchlinteln, Langwedel, Scheeßel, Neuenkirchen und Visselhövede gegeben hat.
dpa
Zitat Ende

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Chemikalien in unserer Umwelt - und alles landet irgendwann im Grundwasser?

#4 von Lola2 , 16.03.2015 08:07

http://netzfrauen.org/2015/03/15/die-stu...allowed-to-see/
Zitat
15. März 2015

Die Studien über die Schädlichkeit von Glyphosaten, die niemand sehen darf – The Glyphosate Toxicity Studies You’re not allowed to see Zitat Ende

Der Netzfrauen-Bericht hat auch zwei Kommentare und in einem wurde der folgende Link angegeben:
http://martin-ebner.net/topics/nature/bahnherbizide/
Zitat
Bahn-Herbizide: Der Gärtner und die Brunnenvergifter

About: A German gardener’s hopeless fight against herbicides used by railway companies to clear weeds from their tracks. This tricky environmental problem is much less sexy than climate change, it concerns only drinking water, and it doesn’t need attention.
Pri: Germana ĝardenisto kiu batalas kontraŭ herbicidoj sur fervojoj
Published, Aperis: Süddeutsche Zeitung, 13.04.2002

"“Der Wilhelm* hatte immer schon eigene Ansichten”, sagen ehemalige Berufsschulkollegen. “Er hat ja recht, aber der ist so auf das Thema fixiert, das ist schon Michael-Kohlhaas-mäßig”, sagen Lokaljournalisten. “Was gibt es wichtigeres als unser Trinkwasser?” sagt Wilhelm G. “Ich bin der einzige, der wirklich gegen die Bahngifte vorgeht.”

Die Geschichte dieser Ein-Mann-Umweltinitiative beginnt im Jahr 1976: Zusammen mit seinem Bruder betreibt Wilhelm G. beim Bahnhof Radolfzell eine Gärtnerei. Sein Trink- und Giesswasser holt er aus einem Brunnen unter den Gleisanlagen, dort, wo in der Nähe des Bodenseeufers die Bahnlinie Lindau-Basel die Schwarzwaldbahn kreuzt. Warum plötzlich seine Tomaten und Blumen absterben, kann er sich zunächst nicht erklären. Als er aber zufällig einen Spritzzug der Bundesbahn mit geöffneten Düsen vorbeifahren sieht, kommt ihm ein Verdacht: Schaden vielleicht die Bahn-Herbizide der Umwelt? Das Schotterbett der Gleise ist wasserdurchlässig – gehen da nicht alle Gifte gleich ins Grundwasser?
Zitat Ende




http://de.wikipedia.org/wiki/Glyphosat
Zitat
Deutschland

In Deutschland wird die Einhaltung von Grenzwerten bei Glyphosatrückständen in Nahrungsmitteln durch die behördliche Lebensmittelüberwachung kontrolliert. Von bundesweit 1112 untersuchten Proben im Jahr 2011 waren 1066 (95,86 %) frei von Rückständen. Von den 4,13 % Proben, in denen die Messwerte oberhalb der Nachweisgrenze lagen, wurden ca. drei Viertel aufgrund von Rückständen oberhalb des Höchstgehaltes beanstandet.[74]

Rechtliche Aspekte
Strafurteile wegen wissenschaftlichen Betrugs

In zwei Fällen hat die amerikanische Umweltbehörde EPA Labors der bewussten Fälschung von Testergebnissen überführt, die unter anderem von Monsanto mit Glyphosatstudien beauftragt waren.[75] Das Justizministerium schloss 1978 die Industrial Biotest Laboratories (IBT Labs). Die Geschäftsführung wurde 1983 unter anderem der Fälschung von Aussagen und der Fälschung wissenschaftlicher Daten, die der Regierung vorgelegt wurden, für schuldig befunden.[76] Im Jahr 1991 wurden der Eigentümer von Craven Laboratories und einige Mitarbeiter wegen 20 ähnlicher schwerer Straftaten angeklagt und verurteilt.[77] Monsanto erklärte, dass die betroffenen Studien wiederholt wurden und sich die EPA-Zertifizierung von Roundup nun nicht mehr auf Studien der Craven Labs oder IBT Labs stütze.[75]
Zitat Ende


http://netzfrauen.org/2014/05/05/eine-ne...-in-verbindung/
Zitat
Glyphosat in Müsliriegeln, in Muttermilch, in Mensch und Tier… Glyphosat als Haupt- oder Mitverursacher von Autismus, Hirnschädigungen, Glutenunverträglichkeit, Brustkrebs…

Und jetzt belegt eine neue Studie den Zusammenhang zwischen der Belastung mit Glyphosat (Roundup) und Non-Hodgkin-Lymphomen, bösartigen Erkrankungen des Lymphsystems.
Zitat Ende

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"Trinkwasser aus der Weser brächte Qualitätseinbußen"....

#5 von Lola2 , 19.04.2015 09:23

Zitat

Trinkwassergewinnung aus der Weser brächte Qualitätseinbußen
Senat setzt auf Verden
19.04.2015

Wenn Bremen bei der Trinkwasserversorgung nicht mehr wie bisher auf das Grundwasser aus dem Landkreis Verden zurückgreifen könnte, hätte die Hansestadt ein echtes Problem. Das sagt Kay Hammer, Teamleiter Grundwasserversorgung und Trinkwasserschutz beim Senator für Bau, Umwelt und Verkehr.
....
Die Probleme lägen dabei weniger auf der technischen Seite als vielmehr bei der Qualität des Wassers. Zwar würden die gesetzlichen Anforderungen auch mit Wasser aus der Weser eingehalten, doch es sei härter als das momentan verwendete Grundwasser – mit entsprechenden Folgen für Privathaushalte und die Lebensmittelindustrie der Stadt. Interview Seite 9
Zitat Ende


..das Zitieren des Interviews muss sich hier im Forum auf einige wenige Punkte beschränken, aber es ist sehr interessant und ich hoffe, es wird von den Bremern gelesen!

http://www.weser-kurier.de/bremen/bremen...id,1104535.html

zum Interview mit" Kay Hamer-Teamleiter Grundwasserversorgung und Trinkwasserschutz beim Senator für Bau, Umwelt und Verkehr. An der Universität Bremen doziert Hamer im Fachbereich Geochemie und Hydrogeologie. Hamer promovierte über das Thema Schwermetall im Grundwasser".


Herr Hamer, wenn ich heute Abend bei mir in der Neustadt den Wasserhahn aufdrehe, wo kommt dieses Wasser dann eigentlich her?

Das Bremer Trinkwasser kommt ausschließlich aus Grundwasservorkommen. Diese werden in den Hügeln der Geest sowohl rund um die Stadt gebildet sowie teilweise auf bremischen Grund: Hier wird das Wasser in den Brunnen in Blumenthal und Vegesack gefördert. Im Wesentlichen beziehen wir das Wasser aber aus Niedersachsen.


In Köln fließt Rheinwasser aus den Hähnen. Dort scheint die Aufbereitung von Oberflächenwasser also zu funktionieren. Die wesernetz GmbH als regionaler Versorger und das Ressort für Bau, Umwelt und Verkehr halten dagegen, dass man das nicht mit der Situation an der Weser vergleichen kann. Wieso nicht?

Also prinzipiell gilt: Was die Kölner hinkriegen, können sich die Bremer auch vornehmen – technisch ist das machbar. Wir hätten hier aber erheblich höhere Aufwände verglichen mit dem jetzigen Zustand. Denken Sie allein an die aufwendigere Aufbereitung des Weserwassers gegenüber Grundwasser. Die noch hohen Salzkonzentrationen in der Weser werden hier Verfahren erforderlich machen, die für die Grundwasseraufbereitung nicht nötig sind. Außerdem wird eine Desinfektion des Trinkwassers erforderlich werden. Hinzu kommen Änderungen in der Versorgungsstruktur: Das Leitungsnetz müsste umgestellt werden, wenn das Wasser aus anderen Quellen eingespeist wird. Das kostet. Es würde sich aber auch für den Verbraucher etwas ändern, nämlich die Zusammensetzung des Trinkwassers.

.....
Die Wasserqualität würde also sinken?

Nun, die gesetzlich festgelegten Mindestanforderungen an Trinkwasser wären erfüllbar, keine Frage. Aber trotzdem gibt es innerhalb dieser Grenzen ja Qualitätsunterschiede. Nehmen wir die Wasserhärte: Weserwasser ist deutlich härter als das momentan verwendete Grundwasser – und je härter das Wasser, desto eher verkalken Haushaltsgeräte. Sie bekämen also Probleme mit ihrer Kaffeemaschine, ihrem Geschirrspüler und ihrer Waschmaschine.

Heißt, ich müsste meinen Wasserkocher alle paar Wochen entkalken?

Richtig. Aber nicht nur Sie als Trinkwasserkonsument hätten Probleme, sondern auch die Lebensmittelindustrie in der Stadt. Man müsste sich zunächst mit den Unternehmern zusammensetzen, um zu klären, wie sich ein veränderter Härtegrad oder Salzgehalt im Wasser auf die Produktion auswirken würde und welche Maßnahmen ergriffen werden müssten. Und zuletzt wären auch die Versorger selber betroffen: Da Wasser aus der Weser einen hohen Anteil an Chlorid aufweist, bestünde erhöhte Korrosionsgefahr in den Wasserleitungen.

Von welchen Größenordnungen sprechen wir denn?

Das Trinkwasser, das wir jetzt im Bremer System haben, hat eine Schwankungsbreite an Chlorid von 20 bis 50 Milligramm pro Liter. Bei der Weser beträgt dieser Wert ein Vielfaches, da sprechen wir dann von 200 bis 300 Milligramm pro Liter. Damit dieses Wasser in das System eingespeist werden kann, muss zunächst natürlich die Trinkwassernorm erfüllt werden, da liegt die Obergrenze bei 250 Milligramm pro Liter. Aber selbst wenn dieser Richtwert erreicht wird, hätte das Weserwasser ein deutlich höheres Potenzial zur Korrosion von Leitungen. Das müsste sich der Versorger wesernetz genau anschauen, wie hoch der Mehraufwand für Leitungswartungen und Reparaturen ausfallen würde. Auch diese Kosten würden auf den Verbraucher umgelegt werden.

Herr Hamer gibt dann noch weitere Erklärungen:
"Ja, da mehr Aufbereitungsschritte nötig wären als bei der Verwendung von Grundwasser. Prinzipiell sind im Oberflächenwasser der Weser mehr Substanzen enthalten, die man herausfiltern müsste. Zum Beispiel Arzneimittel: Jeder braucht sie, jeder nimmt sie ein, jeder gibt sie aber auch wieder ab. Und über das Abwasser gelangen diese Stoffe dann, trotz der Filterung in Kläranlagen, in das Flusswasser, wenn auch sehr stark verdünnt. Zusammen mit anderen Substanzen wie Pflanzenschutzmitteln entsteht so ein Cocktail an chemischen Stoffen, den wir bei der Trinkwasseraufbereitung berücksichtigen und natürlich herausfiltern müssten. Solche Fragen gibt es bei dem Grundwasser, das wir derzeit in Bremen oder aus dem Landkreis Verden nutzen, nicht."

####

Zur Chlorid-Fracht in der Weser kann man hier lesen, : "WERSER" - dat is Weser up Plattdütsch

http://www.weser-kurier.de/region/die-no...id,1049992.html

..was geschieht eigentlich mit der Kohleasche vom Kraftwerk Farge?

Gewässerschutz

....ein Schelm wer Böses dabei denkt... Hohes Investoreninteresse

"Chemikalien in Blumenthal u.Ortsteilen - Erdreich/Grundwasser"

Worüber die Umweltbehörde nicht informiert

...hier geht es um das Tanklager Bremen-Farge Gründung, Positionen und Entwicklung

Krebsregister

....ein ganz wichtiges Thema in den Ortsteilen von Blumenthal ist die Aufklärung von ungeklärten Krebsfällen. In den wenigsten Fällen dürften es Krebserkrankungen sein, weil sich die Bürger vielleicht nicht vor Sonnenstrahlen ausreichend geschützt haben, z.B. bei Gartenarbeit, wie seinerzeit der Ortsamtsleiter von Blumenthal vermutet hatte.

Es sei denn Farge ist die "heimliche Sahara Deutschlands".

Ziele, Arbeit und Internetauftritt der Leukämie-Selbsthilfegruppe

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"90 Jahre Wasser aus Blumenthal"

#6 von Lola , 10.07.2018 10:52

https://www.weser-kurier.de/region/die-n...id,1747306.html

Zitat

Wasserwerk Blumenthal
90 Jahre Wasser aus Bremen-Nord

Michael Thurm 10.07.2018 0 Kommentare

Seit der Inbetriebnahme im Jahr 1928 versorgt das Wasserwerk in Blumenthal ganz Bremen-Nord aus eigenen Brunnen. Ein Teil des Grundwassers kommt auch aus dem Wasserschutzgebiet in Vegesack.

Die guten Nachrichten vorweg: Meteorologen machen Hoffnung auf einen „Bilderbuch-Sommer" und Kay Otromke verspricht allen Bremern, dass sie auch bei einer weiteren, lang anhaltenden Hitzeperiode keine Angst vor Wassermangel haben müssen. Kay Otromke ist studierter Diplom-Ingenieur, Netzmanager für Trinkwasser-Versorgung bei der SWB und damit sozusagen Herr über fast zweieinhalbtausend Kilometer Wasserleitungen, die die SWB unterhält. Auch im Wasserwerk Blumenthal kennt sich der Fachmann somit bestens aus.

Gerade jüngeren Nordbremern ist oftmals gar nicht bekannt, dass es in diesem Ortsteil ein Wasserwerk gibt. Das Areal liegt ziemlich versteckt, quasi unter der A 270, zwischen Lüssumer Straße und Burgwall. Erreichbar ist es über die Straße „Wasserwerksgang“. Ein passender Name für die schmale Zufahrt, die leicht zu übersehen ist. Hohe Laub- und Nadelbäume beschatten die Einfahrt.
1928 ist das Wasserwerk Blumenthal an dieser Stelle in Betrieb genommen worden, die Baumriesen hatten also 90 Jahre Zeit zu wachsen.
Zitat Ende

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"Kürten-Sprudel aus dem Auetal"

#7 von Lola , 09.08.2018 00:38

https://www.weser-kurier.de/startseite_a...id,1755483.html

Zitat

Das 1929 eingeweihte Blumenthaler Wasserwerk in der Aueniederung versorgt den Bremer Norden noch heute mit Trinkwasser
Kürten-Sprudel aus dem Auetal

FR 05.08.2018 0 Kommentare

Blumenthal. Die Weserkorrektion Ende des 19. Jahrhunderts durch den Wasserbauingenieur Ludwig Franzius war eine bahnbrechende Leistung.

In mühsamer Arbeit wurde der Flusslauf begradigt, Nebenarme wurden mit Baggergut verfüllt oder stillgelegt, Flussinseln beseitigt. So erreichten die 1887 begonnenen Arbeiten von der Mündung bis zu den Bremer Häfen 1895 eine Fahrwassertiefe von fünf Metern. Ein bedeutsames Unternehmen, um die Existenz Bremens als Seestadt zu sichern.

Als Nachteil erwies sich allerdings das Absinken des Grundwasserspiegels, zumal am östlichen Weserufer bei Blumenthal. Die dort ansässige Bremer Woll-Kämmerei (BWK), die 1884 mit der Produktion gestartet war, belastete das Grundwasser mit ihrem erheblichen Wasserbedarf zusätzlich. Die Blumenthaler Brunnen fielen trocken, Zisternen trockneten aus. Dazu kam der Bevölkerungszuwachs durch die Arbeitskräfte der BWK: Von etwa 3600 Einwohnern Blumenthals im Jahr 1895 stieg deren Zahl durch Eingemeindung mehrerer umliegender Dörfer auf 10 900.

Die Wasserversorgung für Menschen und Vieh sowie zur Brandbekämpfung war auch nicht annähernd gesichert. Schon 1909 erkannte die Verwaltung unter Bürgermeister Karl Kürten die Notwendigkeit einer kommunalen Wasserversorgung. Es wurde ein Grundstock für den Bau eines Wasserwerks geplant. Bis 1919 waren für diesen Zweck 60 000 Mark angelegt. Es dauerte noch einmal fünf Jahre, bis der Blumenthaler Gemeinderat den Kauf eines Grundstücks beschloss.
Zitat Ende

..der komplette Bericht läßt sich mit o.a. Link aufrufen.

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"Tanklager-Areal soll Naturraum bleiben"
Wasserschutzgebiet

Burg Blomendal (Quelle: wikipedia)
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