Kraftwerk Farge (Quelle: wikipedia)

Gewässerschutz

#1 von fight4yrights , 10.02.2015 06:30

Bremen tut was ???!!!

Quelle: Weser Kurier
Hier ein Vermerk zu Tributylzinn:
Quelle:http://www.wasser-wissen.de/index.html
TBT (Tributylzinn)

(tributyltin) gehört zu den giftigsten Verbindungen, die vom Menschen in die Umwelt eingetragen werden. Die hormonschädigende Wirkung auf zahlreiche Meeresorganismen ist nachgewiesen worden und bedroht die Population der betroffenen Arten. TBT wird als das aktive Biozid in Antifouling-Farben für Schiffsanstriche zur Vermeidung des Bewuchses von Organismen (Fouling) eingesetzt.
Das TBT wird im Wasser freigesetzt und entfaltet so seine giftige Wirkung. Ein für die Umwelt nachteiliger Effekt stellte sich ein, als bekannt wurde, dass das TBT andere im Wasser lebende Organismen schädigte. Heute ist das TBT nahezu überall in der aquatischen Umwelt zu finden. Es kann in den Kompartimenten Wasser, Sediment und Biota nachgewiesen werden, wobei besonders in Regionen mit intensivem Schiffsverkehr hohe Konzentrationen auftreten können.


Dateianlage:
Gewässerschutz, WK 06.02.15-2.pdf
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RE: Gewässerschutz

#2 von Lola2 , 10.02.2015 06:57

..was geschieht eigentlich mit der Kohleasche vom Kraftwerk Farge?

....der Bürgerantrag wird auf der nächsten Beiratssitzung behandelt.
O.K. sehe ich ein, denn es muss auch in den Behörden entsprechend recherchiert werden.

"WERSER" - dat is Weser up Plattdütsch
..alles was so in die Weser eingeleitet werden darf, angefangen bei der Werra..

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RE: Gewässerschutz

#3 von Lola2 , 01.03.2015 09:43

http://www.weser-kurier.de/bremen/bremen...id,1063806.html

Zitat

Bremen
Trinkwasser aus der Weser als Alternative
Anke Landwehr 23.02.2015

Verdener Naturschützer schlagen Alarm – was Auswirkungen auf Bremen haben könnte: Sie wollen klagen, falls das Wasserwerk Panzenberg nahe Verden jährlich 9,5 Millionen Kubikmeter Trinkwasser fördern darf. Rund 90 Prozent davon fließen nach Bremen.

Bremen bezieht den weitaus größten Teil seines Trinkwassers aus fremden Quellen. Hauptlieferant ist nach den Harzwasserwerken (jährlich 12,7 Millionen Kubikmetern, 41 Prozent) der Trinkwasserverband Verden; er deckt 32 Prozent des hansestädtischen Verbrauchs ab. Doch nun herrscht herrscht Aufregung im Nachbarkreis: Naturschützer verlangen, die Fördermenge zu reduzieren.

Schon vor einem Jahr hatten sich der Verdener Naturschutzbund (NABU), der Bund für Umwelt- und Naturschutz (BUND) sowie die Initiative „Rettet das Halsetal“ schriftlich an Umweltsenator Joachim Lohse (Grüne) gewandt. Seitdem das bei Verden gelegene Wasserwerk Panzenberg in den 1980er-Jahren in Betrieb gegangen sei, habe sich dort „der Zustand von Natur und Landschaft dramatisch verschlechtert“. Hochwertige Biotope drohten endgültig verloren zu gehen, mahnen die Vereinigungen.

---im Bericht heißt es weiter:...War in einem früheren Gutachten ein Zusammenhang zwischen der Wasserentnahme aus der sogenannten Rotenburger Rinne und Schäden an der Natur bestritten worden, kommen neue Expertisen zum gegenteiligen Ergebnis. „Heute wissen wir, dass der Grundwasserspiegel tatsächlich deswegen gesunken ist“, so Silke Brünn, Leiterin des Fachdienstes Wasser, Abfall und Naturschutz beim Landkreis Verden.

Naturschützer und Bürger, die im Wasserentnahmegebiet wohnen, haben das schon vor Jahren behauptet. Deswegen sei die Halse, ein kleiner Fluss, ausgetrocknet, und deswegen seien in manchen Häusern Risse entstanden. Jetzt könnte weiteres Ungemach drohen: Würden in Panzenberg 9,5 Millionen Kubikmeter Trinkwasser gewonnen, „dann wären auch gesetzlich geschützte Biotope im Holtumer Moor betroffen“, sagt Silke Brünn. Und wolle man, dass die Halse wieder Wasser führe, dann dürften nur maximal 1,5 Millionen Kubikmeter gefördert werden.
Zitat Ende

Zur "Rotenburger Rinne" ein interessanter Beitrag:

http://frack-loses-gasbohren.de/fracking-regional/

http://www.rotenburger-rundschau.de/rrar...ter-106799.html
Zitat
Riesige Flächen von Sandsteinlagen würden „in circa 4.000 bis 5.000 Meter Tiefe mit dem zehnfachen Druck einer Ariane-5-Rakete zerschossen/zerbröselt und mit Millionen von Litern Wasser einschließlich zigtausenden von Litern hochtoxischer Chemikalien in die Erde gepresst“, beschreibt Weber. Darunter befänden sich Benzole, Biozide, Arsen, Quecksilber, aber auch endokrine Chemikalien, die sich negativ auf menschliche Hormone auswirkten. Mit dem Erdgas kämen jene Stoffe wieder an die Erdoberfläche, zusammen mit Lagerstättenwasser.
Zitat Ende

http://www.daserste.de/information/wisse...acking-100.html
Zitat
Dieses Lagerstättenwasser hat einen sehr hohen Salzgehalt, ist leicht radioaktiv und angereichert mit Quecksilber und Kohlenwasserstoffen, wie dem krebserzeugenden Benzol. Per Lkw und Pipelines wird das Lagerstättenwasser zu alten, leer gepumpten Erdgasfeldern transportiert und dort wieder in die Erde gepresst. Eine solche sogenannte Versenkbohrung befindet sich auch in der Nachbarschaft von Jochen Richert: "Was wir hier unseren Kindern und Enkelkindern hinterlassen, ist eine ganz große Sauerei. Über 300.000 Kubikmeter giftiges Lagerstättenwasser - also rund 10.000 Tankwagenfüllungen werden hier wieder in die Erde gepumpt. Wir wohnen und leben hier auf einem riesigen Giftsee."
Zitat Ende

http://www.google.com/patents/DE69918933T2?cl=de
Zitat
Hemmung von durch sulfat-reduzierende bakterien vermitteltem abbau durch verwendung von bakterien, die antimirkobrobielle stoffe ausscheiden
DE 69918933 T2
Zitat Ende

http://www.parlament.ch/d/suche/seiten/g...sch_id=19963428
Zitat
Eingereichter Text

Seit über 25 Jahren dürfen DDT und ähnliche Pestizide in den Industrieländern nicht mehr verkauft und eingesetzt werden. Die Herstellung zur Ausfuhr in die Dritte Welt hingegen ist immer noch erlaubt. Die Folgen davon, die Vergiftung von Ökosystem und Mensch, beschränken sich jedoch nicht auf die Staaten der Dritten Welt.

Die Unterzeichnenden beauftragen den Bundesrat, auf dem Gesetzgebungsweg für diese äusserst toxischen und instabilen Pestizide ein absolutes Herstellungs- und Ausfuhrverbot zu erlassen.
Begründung

Nach einem Unterbruch von über sechs Jahren traten kürzlich im Wasser des Langensees wieder Rückstände des gefährlichen Pestizids DDT und seines Derivats DDD auf. Die Ereignisse der letzten Wochen weisen darauf hin, dass die Vergiftung kein isoliertes oder vorübergehendes Phänomen, sondern ein Dauerproblem ist, das nicht die gebotene Beachtung gefunden hat.

Das Problem ist nicht die Frage der Geniessbarkeit einiger Fischarten und auch nicht der finanzielle Schaden, der den Berufsfischern daraus entstehen kann.

Der Skandal besteht darin, dass mehr als 25 Jahre nach dem gesetzlichen Verbot von Verkauf und Einsatz dieses äusserst gefährlichen und instabilen Pestizids in den Industrieländern die Herstellung zur Ausfuhr in die Dritte Welt sowohl in der Schweiz als auch in Italien immer noch erlaubt ist.
Zitat Ende

.........

Vielleicht sind BIOZIDE des Rätsels Lösung, warum in kontaminierten Gebieten im Erdreich/Grundwasser, ein natürlicher Abbau von Schadstoffen verhindert wird, denn Biozide haben die Aufgabe Mikroorganismen zu töten. Möglicherweise sind die Biozide auch dafür verantwortlich, dass es keinen natürlichen Schadstoffabbau z.B. von MTBE-kontaminierten Flächen in Rönnebeck/Farge gibt. Der Einsatz des Benzin-Zusatzstoff MTBE kann zeitlich ziemlich genau bestimmt werden.

http://www.gefahrstoff-messungen.de/gefa...dan-ddt-etc.php
Zitat
Biozide
Stoffe

Pentachlorphenol (PCP), Hexachlorbenzol (HCB), Lindan, Dichlordiphenyltrichlorethan (DDT)
Permethrin, Chloranisole, Chlornaphthalin
Verwendung

Holzschutzmittel, Farben und Lacke, Klebstoffe, Textilien und Leder, Pflanzenschutzmittel, Mottenbekämpfungsmittel, Bekämpfung Kopfläuse, Schädlingsbekämpfungsmittel, Malariabekämpfung
Funktion

Fungizid, chemischer Holzschutz, Schwammsperrmittel, Insektizid
Vorkommen

Dachstühle (Gebälk, Fußboden, Dachlatten, Schüttung), Wand- und Deckenverkleidungen, Holzfußböden, Parkett, Schränke, Möbel, imprägnierte Kleidung, Lederartikel, Altfarben
Funktion

Abdichtung gegen Feuchte, Bautenschutz, Holzschutz
Gefährdungen

Einige Verbindungen kanzerogen, erbgutverändernd, fruchtschädigend, akut toxisch, neurotoxisch,
immuntoxisch, lebertoxisch
Sekundärkontaminationen möglich
Zitat Ende

Bei dem folgenden Beitrag geht es um die Trinkwasserentnahme aus dem Rhein.
Den Anfang dieses Postings machte ein Bericht im Weser Kurier "Trinkwasser aus der Weser als Alternative

http://www.iksr.org/uploads/media/Bericht_Nr._183d.pdf
Zitat
Die Öffentlichkeit und die Fachkreise sollen über die fachgerechte Anwendung und
Entsorgung sowie über die Umweltrelevanz und Einflüsse bestimmter Biozide und
Korrosionsschutzmittel auf die Trinkwasseraufbereitung aufgeklärt werden.
Zitat Ende


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zuletzt bearbeitet 01.03.2015 | Top

RE:Gewässerschutz...Trinkwasserschutz

#4 von Lola2 , 01.03.2015 13:09

http://netzfrauen.org/2015/03/01/krank-d...rden-vergiftet/


1. März 2015
0 Kommentare

Krank durch Chemikalien – Sie werden vergiftet!

ChemieIn Frankreich ist sie seit dem 1.Januar 2015 in allen Lebensmittelverpackungen verboten: die Chemikalie Bisphenol A.
.........

Trifft es auch auf Trinkwasserleitungen, der städt.Wasserversorgung aus Kunststoff zu?

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RE: RE:Gewässerschutz...Trinkwasserschutz

#5 von Lola2 , 02.03.2015 06:54

http://netzfrauen.org/2015/03/01/indien-...ttel-verbieten/

Zitat
Das indische Gesundheitsministerium prüft derzeit die Einführung eines Gesetzes zum Verbot von PET-Behältern als Primärverpackungen für flüssige, oral verabreichte Arzneimittel in bestimmten Anwendungsfällen. Zur Begründung schreibt das Ministerium, das Material könne „wegen endokrin aktiver Substanzen schwere Nebenwirkungen für Menschen” haben.

Derzeit werden nach Auskunft der Deutsch-Indischen Außenhandelskammer (Düsseldorf) rund 90 Prozent der betroffenen Pharma-Verpackungen aus PET und nur rund 10 Prozent aus Glas gefertigt.

Wie Neetu Chandra Sharma am 19. Februar 2015 im „Daily Mail” berichtet, darf man den Indern gratulieren. Ab März 2015 werden dort zahlreiche Medikamente nicht mehr in PET-Flaschen auf den Markt gebracht. Die gesundheitlichen Risiken sind einfach zu hoch. Mal sehen, ob und wenn ja, wann andere Länder folgen. Hier der Artikel, den wir für Sie übersetzt haben.
Indien macht es vor: Ärzte fordern Plastikflaschenverbot für Medikamente

Ärzte haben festgestellt, dass Polyethylene Terephthalate (PET) Flaschen, die für die Aufbewahrung von Medikamenten verwendet werden, für Menschen, besonders aber für Frauen, ein gesundheitliches Risiko bedeuten können. Daher hat sich jetzt eine Gruppe von Ärzten an das Gesundheitsministerium mit der Forderung gewendet, die Verwendung von derartigen Behältern für Medizin zu verbieten.

Medikamente in PET-Flaschen können auch negative Wirkung auf Kinder, Frauen im gebärfähigen Alter und alte Menschen haben. Dabei werden insbesondere langfristige Gesundheitsrisiken befürchtet.

Das bestätigt auch Dr Seems Singhal, Assistant Professor im Fachbereich für Geburtshilfe und Gynäkologie des All India Institute of Medical Sciences (AIIMS) „PET Flaschen können langfristige negative Konsequenzen für Frauen insbesondere im gebärfähigen Alter und Kinder nach sich ziehen”.

Sie sagt weiter: „Freigesetztes Bisphenol A (BPA) und Zusatzstoffe wie Di-Ethylhexyl Phthalat können sich mit den Inhalten der Flasche verbinden und zu gesundheitlichen Störungen, wie einer beeinträchtigten Immun-Entwicklung, höherer Rate an Fehlgeburten, Frühgeburten und niedrigem Geburtsgewicht führen. BPA wirkt wie künstliches Östrogen und kann zu Chromosomenveränderungen, Geburtsfehlern und Entwicklungsstörungen sowohl in der Gebärmutter als auch während der Kindheit führen“.

Singhal fügt hinzu: „Ist ein Ungeborenes derartigen künstlichen Östrogenen in der Gebärmutter ausgesetzt, kann das eine frühzeitige Pubertät nach sich ziehen und erhöht auch das Risiko, als Erwachsener an Prostata- oder Brustkrebs zu erkranken. BPA wird ebenfalls mit hyperaktiven Störungen und aggressivem Verhalten bei jungen Mädchen in Verbindung gebracht.“

70 % aller Medikamente für Kinder und ältere Menschen werden in Indien in PET-Flaschen zur Verfügung gestellt. Die Ärzte informierten das Ministerium auch darüber, dass Terephthalic Acid (TPA), ein wesentliches chemisches Vorprodukt von PET-Behältern für die Aufbewahrung von Nahrungsmitteln und Getränken, die Wahrscheinlichkeit von Brustkrebs erhöht.(Siehe auch: Krank durch Chemikalien – Sie werden vergiftet!)

Die Experten hatten PET-Flaschen im Hinblick auf zulässige Werte von Terephthalaten, Antimony, Acetaldehyde etc. bei Lagerung bei ca. 20 Grad Celsius getestet.

Dr A.P. Dubey, Professor und Leiter der Kinderabteilung am Maulana Azad Medical College, sagt: „Nachdem die möglichen negativen Effekte dieser Giftstoffe und Chemikalien vielfältig sind, ist es an der Zeit, dass die Pharmaindustrie den Einsatz bei flüssigen Medikamenten minimiert”.

Das Ministerium hat 2014 eine Information herausgegeben, nach der der Einsatz von PET-Flaschen mit flüssigen oder oralen Wirkstoffen für die Verwendung bei Kindern, älteren Menschen, schwangeren Frauen und Frauen im gebährfähigem Alter verboten wird. Diese Regelung wird ab März 2015 wirksam..

Wie Sie anhand dem Bericht aus Indien sehen können, beschäftigen sich auch dort die Regierung mit den Schadstoffen in PET-Flaschen.

Promt meldete sich auch gleich die Kunststoffindustrie mit diesem Wortlaut: Der europäische Verband Petcore Europe (Brüssel / Belgien) betonte in einer Stellungnahme: „Der Gesetzesentwurf wird von keinerlei anerkannten wissenschaftlichen Erkenntnissen gestützt.” Kommt uns bekannt vor, denn erst In Januar hat die EFSA in einer Pressemitteilung bekannt gegeben, dass in der neuen Bewertung über Bisphenol A die Experten zu dem Schluss kamen, dass BPA bei der derzeitigen Verbraucher-Exposition für keine Altersgruppe ein Gesundheitsrisiko darstellt. Lesen Sie dazu: Krank durch Chemikalien – Sie werden vergiftet!
Zitat Ende

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RE: RE:Gewässerschutz...Trinkwasserschutz

#6 von Lola2 , 02.03.2015 19:24

http://www.kreiszeitung.de/lokales/roten...bt-3132014.html

Zitat
Hinzu kommt das Wasserwerk Zeven, das etwa 22 000 Abnehmer versorgt und zu dem in Zeven-Aspe eine Reihe von Konzernen der Lebensmittelindustrie gehören. Sie alle und zusätzlich noch der Trinkwasserverband Verden schöpfen ihr Wasser aus der Rotenburger Rinne, aus der auch ein Teil der Einwohner Bremens ihr Wasser beziehen.
Zitat Ende

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RE: RE:Gewässerschutz...Trinkwasserschutz

#7 von Lola2 , 02.03.2015 19:29

https://www.campact.de/fracking/stoppen/5-minuten-info/

Zitat
Fracking stoppen

Mit Hilfe des so genannten Fracking wollen Energiekonzerne deutschlandweit Erdgas fördern. Um an das Gas zu gelangen, pressen Konzerne wie BASF und ExxonMobil einen hochgiftigen Chemie-Cocktail unter hohem Druck in den Boden. Das Gestein im Untergrund wird aufgesprengt und gibt so das eingeschlossene Erdgas frei. Diese Fördermethode gefährdet unser Grundwasser und produziert Millionen Liter giftiger Abwässer für deren sichere Entsorgung es derzeit keine Lösung gibt. Solange die Risiken nicht ausgeschlossen sind, muss Fracking nach Ansicht von Umweltverbänden verboten werden.

Stattdessen will die Bundesregierung dieser Hochrisiko-Technologie jetzt mit einem Gesetz den Weg ebnen. Der Gesetzentwurf verbietet zwar Fracking in Trinkwasserschutzgebieten – aber Grundwasserströme machen an deren Grenzen nicht einfach halt. Zudem könnte auf weit über 80 Prozent der Landesfläche die Risikotechnologie weiter eingesetzt werden. Dafür reicht eine Umweltverträglichkeitsprüfung: Die ist aber ein zahnloser Tiger, solange Studien zu den Langzeitfolgen und Risiken von Fracking fehlen.


Wie funktioniert Fracking?

Nicht überall kommt Erdgas, das hauptsächlich aus dem Treibhausgas Methan besteht, "frei" unter der Erde vor. Auch Schiefer-, Sandstein- oder Kohleschichten können in kleinsten Poren und Bruchzonen große Mengen an Erdgas enthalten. Dieses Gas entweicht beim Anbohren nicht selbständig aus dem Gestein.

Beim Fracking werden Gesteinsschichten durch eine Mischung aus Millionen Litern Wasser, Sand und Chemikalien aufgebrochen, die mit hohem Druck, bis zu 1.300 bar, unter die Erde gepresst wird. Aus den so erzeugten Rissen kann das Erdgas entweichen und abgesaugt werden.
Trinkwasser in Gefahr

Eines der Probleme des Verfahrens sind die chemischen Stoffe, die dem Wasser zugesetzt werden, darunter aggressive Säuren, giftige Korrosionsschutzmittel und Biozide. Diese Stoffe können über die durch das Fracking geschaffenen Risse, durch undichte Bohrungen oder über das Oberflächenwasser bis ins Grundwasser gelangen und sich über große Distanzen verteilen.

In den USA wurden entsprechende Grundwasserverseuchungen dokumentiert. Grundwasserströme sind bislang in Deutschland unzureichend erforscht und die Gefährdung im Vorfeld einer Bohrung ist deswegen nicht verlässlich zu bewerten. Auch das Tiefengrundwasser kann durch den Chemie-Cocktail verseucht werden, außerdem kann Gas ins Grundwasser gelangen.

Zudem entstehen beim Fracking durch Ausspülung aus dem Wirtsgestein große Mengen an mit radioaktiven Substanzen und Schwermetallen belastete Abwässer. Diese führten in der Vergangenheit auch immer wieder zu Verseuchungen des Grundwassers. Dieser sogenannte Flow Back ist bei Fracking besonders problematisch, da sich in ihm die natürlich vorkommenden und die im Rahmen des Frackings eingebrachten Stoffe vermischen.


Bislang pumpen die Unternehmen dieses Gemisch einfach wieder in den Boden und drücken sich so um die Verantwortung für die Abwässer. In Niedersachsen gibt es dafür 800 km Abwasserleitungen, die zum Teil undicht sind. Täglich fahren auch viele LKWs zu den Bohrplätzen, die nicht an das Abwassernetz angeschlossen sind. Denn die umweltgerechte Reinigung der Abwässer in Industriekläranlagen und die Entsorgung der dabei anfallenden Reststoffe ist bisher völlig ungeklärt.
Zitat Ende


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RE: RE:Gewässerschutz...Trinkwasserschutz

#8 von Lola2 , 02.03.2015 19:54

http://bi-intschede.de/presse

Eine Sammlung von Presseinformationen die alle das Fracking betreffen und die damit verbundenen Gefahren wir das Grundwasser/Trinkwasser.

#####################

Nicht vergessen: Bremen bezieht einen Teil des Trinkwasser aus der Rothenburger Rinne!!!

sowie auch aus Blumenthal!!!


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RE: RE:Gewässerschutz...Trinkwasserschutz

#9 von Lola2 , 08.03.2015 07:53

Die Norddeutsche- Ausgabe 8.3.2015

Zitat:
Nordbremer Wochenschau -- Tanklager: Demnächst Klarheit.

.Finanzsenatorin Karoline Linnert erwartet im ersten Halbjahr Klarheit über die Zukunft des Tanklager-Geländes.

Bürgerinitiative und Umweltbehörde werden sich wegen der Sanierung noch einmal zusammensetzen. Das ist das Ergebnis der nunmehr 14. Bürgerversammlung...............................................................................................................

Es waren eigentlich nur Politiker da, die eigentlich von der Materie lt.eigenem Bekunden, keine Kenntnis hatten, bis auf die Partei Die Linken.
Möchte man vielleicht erst die Wahl hinter sich gebracht haben bevor man sich zur Zukunft des Tanklager-Areals äußert?

Sind die Karten möglicherweise von den Parteien schon längst gemischt ohne Offenheit gegenüber den Bürgern? ----

Schlechte Taktik, denn das kann sehr wohl nach hinten losgehen.
Die Verantwortlichen wären besser beraten vor der Wahl Transparenz zu zeigen.

Politiker die den Bürger weiterhin mit diffusen Prognosen od. Versprechungen im Unklaren lassen und sich der Hinhaltetaktik bedienen, denen zeige ich den Daumen nach unten und die werden meine Stimme ganz sicher nicht am 10.Mai 2015 bekommen!!!!

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RE: RE:Gewässerschutz...Trinkwasserschutz

#10 von Lola2 , 17.03.2015 08:41

http://www.gruene-fraktion-bremen.de/fil...ergewinnung.pdf
Zitat
BREMISCHE BÜRGERSCHAFT
Drucksache 18/1711
Landtag 18. Wahlperiode
20.01.15

Antwort des Senats auf die Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen

1
Antwort des Senats
auf die Kleine Anfrage der Fraktion
Bündnis 90/DIE GRÜNEN
vom 29.9.2014

Nachhaltigkeit der Bremer Trinkwassergewinnung

Die Fraktion
Bündnis 90/DIE GRÜNEN
hat folgende Kleine Anfrage an den Senat gerichtet:

Trinkwasser ist unser kostbarstes Lebensmittel. Die ausreichende Versorgung mit
sauberem Trinkwasser ist lebenswichtig und gehört zur Daseinsvorsorge. Dabei muss
Trinkwasser nachhaltig gewonnen werden. Dies bedeutet, dass neben einem möglichst geringen Wasserverbrauch
–die Umweltauswirkungen der Förderung so
gering wie möglich ausfallen müssen. Es darf immer nur so viel Grundwasser
entnommen werden, wie sich in gleicher Zeit neu bilden kann. Darüber hinaus muss
das Grundwasser vor Verunreinigungen geschützt werden. Verschmutzungsgefahren
müssen frühzeitig erkannt werden.
Umweltfolge der Trinkwassergewinnung kann insbesondere ein Absinken des
Grundwasserspiegels sein, wenn es keine ausreichend schnelle
Grundwasserneubildung gibt. Eine negative Beeinträchtigung der Vegetation und der
Oberflächengewässer sowie schlimmstenfalls Senkungsschäden an Gebäuden können die Konsequenzen sein.
Verunreinigungen des Grundwassers können zum Beispiel durch Schadstoffeinträge der Landwirtschaft, durch Rohstoffgewinnung mittels Prozessen wie dem Fracking oder durch andere diffuse Quellen entstehen.
Das Bremer und Bremerhavener Trinkwasser wird ausschließlich aus Grundwasser
gewonnen. Dies geschieht zum großen Teil in Niedersachsen. Das Wasserhaushaltsgesetz (WHG) fordert eine ortsnahe Deckung der öffentlichen Wasserversorgung (§50 Abs. 2 WHG). Neben der Trinkwassergewinnung aus Grundwasser kommt in Bremen prinzipiell auch die Gewinnung aus der Weser in Frage. Eine wesentliche Belastungsquelle für die Weser stellen allerdings die Salzabwässer aus der Kaligewinnung in Hessen dar.
Um die Nachhaltigkeit der Bremer und Bremerhavener Trinkwassergewinnung
beurteilen zu können, muss geklärt werden: ob eine verstärkte Förderung von Wasser auf dem bremischen Stadtgebiet möglich
ist, welche Umweltauswirkungen die Trinkwasserförderung rund um die Wasserwerke in Bremen und Niedersachsen hat,
ob das Grundwasser auch in Zukunft ausreichend vor Verunreinigungen geschützt ist
ob weitere zukünftige Entwicklungen, wie der Klimawandel, eine geänderte Wasserförderungspolitik in Bremen notwendig machen.
Wir fragen den Senat:
Zitat Ende

Es werden Probleme angesprochen, die für die Region Bremen wichtig sind.

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RE: RE:Gewässerschutz...Trinkwasserschutz

#11 von Lola2 , 25.03.2015 19:35

http://netzfrauen.org/2015/03/25/glyphos...r-glyphosat-ab/
Zitat
Monsanto hat einen Bericht von einer internationalen Agentur für Forschung auf Krebs (IARC) über Glyphosat abgelehnt

Das Unkrautbekämpfungsmittel Roundup (Glyphosat) ist in den USA (und auch in Europa) in der Luft, im Regen, im Grundwasser, in der Erde und in den meisten Nahrungsmittel zu finden. Und immer mehr wissenschaftliche Forschungen weisen auf dessen krebsfördernden Eigenschaften hin.

Die Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) hat diesen Monat eine Sitzung mit 17 Krebs-Experten aus 11 Ländern einberufen. Diese bewerteten aus den verfügbaren wissenschaftlichen Erkenntnisse von fünf verschiedenen Pestiziden, einschließlich Glyphosat, ob diese als krebserzeugend einzustufen sind. Krebserzeugende Stoffe sind Stoffe, die zu Krebs unter bestimmten Expositionsniveaus führen kann.
Zitat Ende

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RE: RE:Gewässerschutz...Trinkwasserschutz

#12 von fight4yrights , 30.03.2015 06:53

Und sofort kommt diese Meldung über den Newsletter des Bundesinstituts für Risikobewertung:
www.bfr.bund.de
Löst Glyphosat Krebs aus?
Mitteilung 007/2015 des BfR vom 23. März 2015
Der Pflanzenschutzmittelwirkstoff Glyphosat ist von den für die gesundheitliche Bewertung
zuständigen nationalen, europäischen und anderen internationalen Institutionen einschließ-
lich des WHO/FAO Joint Meeting on Pesticide Residues (JMPR) nach Prüfung aller vorliegenden
Studien als nicht krebserzeugend bewertet worden.
Auf einer Sitzung der Internationalen Agentur für Krebsforschung (IARC) der Weltgesundheitsorganisation
WHO im März 2015 in Lyon haben nun dort versammelte Experten Glyphosat
auf Basis der ihnen zur Verfügung stehenden Studien andersartig eingestuft, nämlich
als Kanzerogen Gruppe 2A, also wahrscheinlich krebserzeugend für den Menschen. Diese
Einstufung wurde in einem kurzen Bericht in der Zeitschrift „Lancet“ am 20. März 2015 veröffentlicht.
Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) kommentiert als Berichterstatter für
den Wirkstoff Glyphosat im Zuge der EU-Neuevaluation diese Einstufung durch die IARC auf
Basis des veröffentlichten Kurzberichts.
17 Experten aus 11 Ländern haben sich im März 2015 in der „International Agency for Research
on Cancer“ (IARC; Lyon, France) getroffen, um die krebserzeugende bzw. potentiell
krebserzeugende Wirkung von 4 Organophosphaten und Glyphosat zu bewerten, die alle
von den zuständigen Europäischen Institutionen weder als kanzerogen noch als mutagen
eingestuft sind.
In der Publikation vom 20. März 2015 in der Zeitschrift „Lancet“ ist die Einstufung von Glyphosat
als Kanzerogen Gruppe 2A (probably carcinogenic to humans, wahrscheinlich krebserzeugend
für den Menschen) für das BfR auf Basis der vorliegenden Informationen wissenschaftlich
schlecht nachvollziehbar und offenbar nur mit wenigen Studien belegt. Die Entscheidung
der IARC kann jedoch nicht abschließend beurteilt werden, da die finale IARCMonographie,
in der die Entscheidung ausführlicher begründet werden wird, noch nicht vorliegt.


Die jetzt publizierte IARC-Einstufung basiert zum einen auf Anhaltspunkten für kanzerogene
Wirkung in Studien am Menschen, d.h. einem statistischen Zusammenhang zwischen Glyphosatexposition
und einem erhöhten Risiko für Non-Hodgkin Lymphome. Dieses Risiko wird
aus drei epidemiologischen Studien aus den USA, Kanada und Schweden abgeleitet. Allerdings
wurde diese Einschätzung in einer sehr großen Kohorte der ebenfalls zitierten „Agricultural
Health Study“ sowie weiteren Studien nicht bestätigt. Im aktuellen Bericht des BfR an
die EU wurden jedoch über 30 epidemiologische Studien ausgewertet. In der Gesamteinschätzung
ergab sich kein gesicherter Zusammenhang zwischen Glyphosatexposition und
einem erhöhten Risiko für Non-Hodgkin Lymphome oder andere Krebsarten.

Zum anderen führt die IARC Befunde aus tierexperimentellen Studien als Beleg für eine kanzerogene
Wirkung von Glyphosat auf. Alle diese Befunde wurden ebenfalls in den Glyphosat-Bewertungen
des BfR, der EU-Institutionen und dem für die Bewertung von Pestizidwirkstoffen
zuständigen Joint Meeting on Pesticide Residues (JMPR) der FAO/WHO berücksichtigt.
Diese Gremien sind zur Gesamtschlussfolgerung gekommen, dass Glyphosat nicht
kanzerogen ist.
Dem BfR ist nicht bekannt, wie viele der 11 vom BfR als valide eingeschätzten
Langzeitstudien an Ratten und Mäusen dem IARC vorgelegen haben.
Seite 2 von 2
www.bfr.bund.de
Bundesinstitut für Risikobewertung
Auch die in einer Studie postulierte Förderung von Hauttumoren durch eine hochkonzentrierte,
hautreizende Formulierung mit dem Wirkstoff wurde von den Institutionen in der EU nicht
als Beleg für kanzerogene Eigenschaften von Glyphosat betrachtet.
Die Anhaltspunkte für ein genotoxisches Potential von Glyphosat können aus dem von der
IARC veröffentlichten Kurzbericht nicht nachvollzogen werden, zumal auch hier Studien mit
nicht näher spezifizierten Formulierungen in die Bewertung einbezogen wurden.
Dass verschiedene Gremien aufgrund unterschiedlicher Informationen und Einschätzungen
von experimentellen Daten Sachverhalte unterschiedlich bewerten, gehört zum Alltag in der
Risikobewertung. Das BfR wird die von der IARC vorgenommene Einstufung nach dem Vorliegen
der Monografie gründlich prüfen.

Fettdruck von mir.
Wär ja noch schöner, wenn man Monsanto, Bayer&Co seine Geschäftsgrundlage entziehen würde.


xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx
Anmerkung:

Das ARD-Magazin "Fakt" wird sich heute (Di, 31.3.2015) um 21:45 Uhr mit Glyphosat beschäftigen. Diese Sendung wird morgen (1.4.2015) um 5:00 Uhr wiederholt.

(Der Administrator)


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RE: RE:Gewässerschutz...Trinkwasserschutz

#13 von Lola2 , 10.08.2015 17:43

http://www.bmub.bund.de/themen/gesundhei...rbrauchertipps/
Zitat
Gemäß § 13 Absatz 5 Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuch (ehemals § 9 Absatz 4 Lebensmittel- und Bedarfsgegenständegesetz) ist das Bundesumweltministerium innerhalb der Bundesregierung federführend zuständig für die Verhütung von Gefährdungen der Verbraucher, die von Lebensmitteln ausgehen, die einer Einwirkung durch Verunreinigungen der Luft, des Wassers und des Bodens (so genannte Umweltkontaminanten) ausgesetzt waren.

Zu den Verunreinigungen, auch "unerwünschte Stoffe" genannt, zählen unter anderem Umweltkontaminanten wie die Schwermetalle Blei, Cadmium und Quecksilber, polychlorierte Biphenyle (PCB) und Dioxine sowie andere Organochlorverbindungen. Durch eine Reihe gesetzlicher Regelungen sowie administrativer Maßnahmen zur Einhaltung der Bestimmungen durch die zuständigen Überwachungsbehörden der Länder wird sichergestellt, dass das Vorkommen dieser Stoffe in unseren Lebensmitteln gesundheitlich unbedenklich ist. Nicht alle Lebensmittel, die verzehrt werden, unterliegen jedoch der amtlichen Überwachung. Zu diesen Lebensmitteln, die nicht gewerbsmäßig in den Verkehr gelangen, zählen beispielsweise Obst und Gemüse aus eigenem Garten, selbst gesammelte Pilze oder selbst geangelte wild lebende Flussfische. Jeder Einzelne kann jedoch dazu beitragen, die individuelle Aufnahme an unerwünschten Stoffen über Lebensmittel weiter zu verringern.
Die nachstehenden Verbrauchertipps sollen hierfür Hilfestellung geben:
Zitat nde


http://netzfrauen.org/2015/08/10/klagen-...-contamination/
Zitat
10. August 2015
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Klagen gegen Monsanto – Umweltverschmutzungen durch PCB – Spokane sues Monsanto for PCB contamination

PCBDie Stadt Spokane (WA) verklagt Monsanto. In der Klage geht es um die Verschmutzung des Flusses Spokane. Monsanto machte mit polychlorierten Biphenylen (PCB) über Jahrzehnte hinweg Milliardengewinne. Der Konzern hat die Gefahren der Substanzen jahrzehntelang vertuscht. Weltweit wurden bis 1989 rund 1,3 Millionen Tonnen PCB hergestellt. Davon stammte etwa die Hälfte aus den Fabriken des US-Konzerns Monsanto. PCB sind chemisch mit Dioxinen verwandt und zählen zu den als „dreckiges Dutzend“ bekannten Gefahrstoffen.

Leseempfehlung

Dieser Tage hat die Bundesregierung ihre Antwort auf eine Kleine Anfrage der Linkspartei zu „Gesundheitsschäden durch Polychlorierte Biphenyle (PCB) veröffentlicht. Wie im Presse-Info vom 21.01.2014. nachzulesen ist, wurden zentrale Fragen – wie gehabt – nicht oder nur unzureichend beantwortet. Auch wurde die Verantwortung der Hersteller (u.a. Monsanto und Bayer) der hochgiftigen Chemikalie – wie auch in der Vergangenheit – ausgeklammert.

PCB sind persistente, sehr mobile Verbindungen, die sich aufgrund ihrer hohen Fettlöslichkeit entlang der Nahrungskette anreichern. Sie können das menschliche Hormonsystem, das Nervensystem und das Immunsystem schädigen, die Schilddrüse, Leber und Nieren angreifen und zu Unfruchtbarkeit führen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die Substanzklasse jüngst in die Liste krebserzeugender Stoffe der Kategorie 1 hochgestuft.Lesen Sie dazu auch:


http://netzfrauen.org/2014/01/23/polychl...-der-giftkrieg/
Einsatzbereich von PCB

Polychlorierte Biphenyle (PCB) sind der Familie der chlorierten Kohlenwasserstoffe zuzuordnen. Sie leiten sich ab vom Biphenyl, indem Wasserstoffatome durch Chlor ersetzt werden.

In Deutschland wurde 1983 die PCB-Produktion eingestellt, nachdem bis dahin 23.000 t PCB alleine in offenen Systemen eingesetzt wurden.(2)
Die Stockholmer Konvention hat im Mai 2011 den organischen Giftstoff – der längst in Gewässern, im Boden und der Atmosphäre nachweisbar ist – weltweit verboten.


Seit vielen Jahren wird über Grenzwerte diskutiert. Dabei wird herumgeschoben mit einem toxikologisch begründeten Gefahrenwert von 200 ng/m³ für einen Aufenthalt von weniger als sieben Stunden und 70 ng/m³ für einen Aufenthalt von mehr als sieben Stunden in Innenräumen.
Es gibt auch gültige Raumluft-Interventionswerte für Innenräume. Diese sind von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich geregelt. Beispielsweise wurde 1995 die PCB-Richtlinie in Rheinland-Pfalz eingeführt. Dabei lag der Grenzwert bei 3000 ng/m³ umgerechnet auf die Aufenthaltsdauer. Bei acht Stunden statt 24 Std. wird der Wert um 1/3 reduziert, d.h. der Grenzwert lag bei 9000 ng/m³ für Schulen und Arbeitsplätze.

Laut IFA-Report 1/2013 – Grenzwerteliste 2013 – zur „Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz 2013“ (Institut für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung ) gilt für polychlorierte Biphenyle, dass oberhalb des Wertes von 3000 ng/ m³ baldmöglichst saniert werden sollte. Konzentrationen unterhalb von 300 ng/ m³ sind als unbedenklich anzusehen.

Auch andere offizielle Quellen empfehlen, PCB-Konzentrationen über 300 ng/m³ – 3000 Nanogramm pro Kubikmeter Luft zu überprüfen und zu sanieren. Bis die Sanierung erfolgt, sollte durch regelmäßiges Lüften, Entstauben und Reinigen die Raumluftkonzentration von PCB verringert werden.
Sofortiges Handeln ist bei Überschreiten von 3000 Nanogramm/m³ der PCB-Konzentration erforderlich. Allerdings kann das Gebäude, bis es zur Sanierung kommt, weiterhin für acht Stunden am Tag genutzt werden. Die Nutzung eines Gebäudes ab einer PCB-Belastung von über 9000 ng/m³ ist ab sofort zu untersagen.

Übrigens wurde bereits 2002 vom LASI (Länderausschuss für Arbeitsschutz und Sicherheitstechnik) für schwangere Arbeitnehmerinnen ein „Vorsorgewert“ – bezogen auf 24 Stunden – von 300 ng/m³ empfohlen.

Was geschieht mit schwachen, durch Krankheiten vorbelastete und alte Menschen oder Kinder? Wo liegt da die Messlatte der „Experten“?

Laut Angaben des Kieler Toxikologen H. Kruse in der Zeitschrift «Öko-Test» von April 1995 (!!!), hält er eine Luftbelastung mit maximal 10 ng/m³ gerade noch für «annehmbar». Bei höheren Werten würden Babys mit der Muttermilch zuviel PCB aufnehmen und es könnten Nervenschäden verursacht werden.

Es wurden vom B.A.U.C.H.-Institut Untersuchungen in Hochhaus-Vierteln vorgenommen. Die Analytiker fanden Werte bis über 500 ng/m³, unter anderem in Schulen, Kindergärten und öffentlichen Gebäuden (vier von den untersuchten Schulen sogar mit mehr als 3000 ng/m³!).
In einer Kölner Schule wurden infolge einer Sanierung alle PCB-haltigen Kondensatoren entfernt. Eine anschließende Raumluftmessung in einem Raum zeigte jedoch immer noch eine PCB-Konzentration von 1.140 ng/m³. Ursache dieses hohen Wertes waren PCB-haltige Fugenmassen aus einem Zweikomponentengemisch mit dem Weichmacher Clophen 50 (Thiokol).(3) Einige aktuelle Artikel zum Thema PCB-Belastungen im Quellennachweis (s.u.).

Gesundheitsrisiken

PCB sind schwer abbaubar und reichern sich im menschlichen Körper im Fettgewebe an. 1968 sorgte die Reisölkrankheit in Japan von 1000 Menschen für Aufsehen: das Öl war stark mit PCB verseucht, die Symptome waren u.a. Sehschwächen, Leberveränderungen, Schwächung des Immunsystems, Erbrechen, allgemeines Schwächegefühl, Haarausfall und Chlorakne. PCB schädigen die Milz und Leber, machen unfruchtbar und stehen unter Krebsverdacht.(4)
Nach diesem Vorfall wurde 1972 in Japan ein PCB-Verbot erlassen und 1977 folgte die Einstellung der PCB-Produktion in den USA und in Grossbritanien.



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In diesem Zusammnhang erinnere ich nochmal an das Thema .
.....was geschieht eigentlich mit der Kohleasche vom Kraftwerk Farge?

http://netzfrauen.org/2014/02/09/bei-der...eschieht-damit/

Lola2  
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RE: RE:Gewässerschutz...Trinkwasserschutz

#14 von Lola , 06.05.2016 23:36

http://dialog-erdgasundfrac.de/sites/dia...0Mai%202012.pdf

Thema: Fracking ...Lagerstättenwasser....Gefahr für Grundwasser/Trinkwasser
Zitat
Obgleich eine große Datenmenge zur Verfügung stand,
kann keine eindeutige und
abschließende Bilanzierung und Differenzierung der
Mengenströme Frackfluid und Flowback
erfolgen. Gleiches gilt für eine eindeutige Klassif
izierung der Rückstände. Die Inhaltsstoffe in
Flowback und Lagerstättenwasser lassen sich in die
Cluster „Kohlenwasserstoffe“ (inkl.
BTEX, PAK, etc.), Metalle und Salze sowie die Grupp
en gelöste und ungelöste Stoffe sowie
leichtflüchtige Stoffe gruppieren, sodass spezifisc
he Behandlungsverfahren ableitbar sind.


Lola  
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RE: RE:Gewässerschutz...Trinkwasserschutz

#15 von Lola , 07.05.2016 00:03

https://de.wikipedia.org/wiki/Hydraulic_...itliche_Risiken

Zitat

]
Gesundheitliche Risiken

Gesundheitlichen Risiken durch Fracking erwachsen vor allem im Zusammenhang mit der Förderung fossiler Kohlenwasserstoffe. In verschiedenen Ländern werden mögliche und teilweise bereits bekannte Risiken des Kohlenwasserstoff-Frackings aus medizinischer Sicht diskutiert.[85][86][87]

Gefährdungen, die eng mit Kohlenwasserstoff-Fracking verknüpft sind, entstehen aus der Kontamination von Grund- und Oberflächenwasser mit Frackfluiden bzw. den darin enthaltenen Additiven. Bei rund 100 der insgesamt 750 eingesetzten Additive handelt es sich um bekannte oder vermutete sogenannte endokrine Disruptoren (engl. endocrine disrupting chemicals, EDC), die den menschlichen Geschlechtshormon­haushalt stören. Östrogenartig wirkende EDC gelten als Verursacher von Unfruchtbarkeit und Krebs. EDC, die die Andockstellen für männliche Geschlechtshormone blockieren (antiandrogenartig wirkende EDC) können Missbildungen der männlichen Genitalien und Unfruchtbarkeit verursachen. Untersuchungen der Universität von Missouri in Columbia in einer Region mit einer hohen Dichte von Anlagen zur Förderung von unkonventionellem Erdgas in Garfield County im US-Bundesstaat Colorado ergaben, dass EDC aus Frackfluiden im Grund- und Oberflächenwasser dieser Region nachweisbar waren.[88]

Daneben existieren Gesundheitgefahren, die nicht oder nur teilweise frackingspezifisch sind, beispielsweise die ungewollte Mitförderung von radioaktivem Material aus den Lagerstätten[89] (siehe dazu auch → Radioaktive Abfälle der Erdölförderung). Frackingspezifisch scheint hingegen die mögliche Freisetzung von lungenkrebserregendem Radon aus unkonventionellen Lagerstätten zu sein, das anschließend durch die Deckschichten hindurch in die Keller und unteren Geschosse von Häusern migriert. So wurde im Rahmen einer im US-Bundesstaat Pennsylvania durchgeführten Studie, die Messwerte aus 763.000 Gebäuden im Zeitraum von 1987 bis 2013 statistisch auswertete, die Schiefergasförderung im Marcellus Shale als einer von mehreren Faktoren für eine erhöhte Raumluft-Radonkonzentration ermittelt: Ab dem Jahr 2004, zusammenfallend mit einem kontinuierlichen Anstieg der Schiefergasförderung im Bundesstaat, waren die Radonkonzentrationen in Countys mit einer hohen Anzahl an Förderanlagen bzw. einer hohen Schiefergas-Förderrate statistisch eindeutig höher als die Konzentrationen in Countys mit geringer Schiefergasförderung. In Pennsylvania ist die Raumluft jedoch aufgrund der regionalen geologischen Gegebenheiten allgemein bedeutend höher mit Radon belastet als in anderen US-Bundesstaaten. Hierbei gibt es deutliche Unterschiede zwischen Großstädten und ländlichen Regionen. In Philadelphia, der größten Stadt Pennsylvanias, wurden die mit Abstand geringsten Radonkonzentrationen gemessen. Sie lagen noch deutlich unterhalb der in Countys mit geringer oder ganz ohne Schiefergasförderung gemessenen Konzentrationen. In Countys, durch die der sogenannte Reading Prong verläuft, eine an Gneisen reiche geologische Provinz der Appalachen, waren die Konzentrationen im gesamten Messzeitraum mit Abstand am höchsten, noch wesentlich höher als in Countys mit hoher Schiefergasförderung. Die Differenzen zwischen Philadelphia und Countys mit geringer Schiefergasförderung bzw. Reading-Prong-Countys und Countys mit hoher Schiefergasförderung waren im gesamten Messzeitraum stets größer als die Differenzen zwischen Countys mit geringer und Countys mit hoher Schiefergasförderung.[90]

Ebenfalls nicht rein frackingspezifisch ist die Kontamination von Luft und Grundwasser mit sogenannten BTEX-Aromaten, speziell mit dem als blut- und knochenmarkkrebserregend geltenden Benzol. Sie sind in geringen Mengen in konventionellen wie unkonventionellen fossilen Kohlenwasserstroffen und Lagerstättenwasser enthalten. Beim Fracking kommt durch den Backflow jedoch zusätzlich kontaminiertes Wasser hinzu. Werden diese Wässer in offenen Tanks gelagert (in Deutschland verboten), können daraus verstärkt BTEX-Aromate und andere gesundheitsschädliche Kohlenwasserstoffverbindungen in die Luft entweichen. Basierend auf Luftschadstoffkonzentrationen (einschließlich Emissionen aus Verbrennungsmotoren von LKW und Dieselgeneratoren), die in der Umgebung von Tight-Gas-Förderanlagen in Garfield County, Colorado, gemessen wurden, berechnete eine Forschungsgruppe der Colorado School of Public Health der University of Colorado in Aurora, dass Anwohner in weniger als einer halben Meile (rund 800 m) Entfernung zur Förderanlage einem deutlich höheren Risiko ausgesetzt seien, an Krebs und chronischen Nichtkrebsleiden zu erkranken, als Anwohner in mehr als einer halben Meile Entfernung.[91] Das Gemeinnützige Netzwerk für Umweltkranke (GENUK) vermutet aufgrund der karzinogenen Wirkung von Benzol, dass dieser Stoff die Ursache für eine statistisch signifikante Erhöhung der Fälle von „Krebsneuerkrankungen des lymphatischen, blutbildenden und verwandten Gewebes“ bei älteren Männern im Landkreis Rotenburg/Wümme in Niedersachsen im Zeitraum 2003 bis 2012 ist.[92][93][94][95] Der Landkreis gilt als eines der Zentren der Onshore-Erdgasförderung in Deutschland, einschließlich der Förderung von Tight Gas, und dort erfolgte Kontaminationen mit BTEX-haltigem Lagerstättenwasser aus leckgeschlagenen Pipelines sind zumindest für das Jahr 2012 dokumentiert.[96] Im Rahmen zweier Studien, die eine durchgeführt in ländlichen gegenden Colorados mit fast 125.000 Teilnehmern zwischen 1996 und 2005,[97] die andere im Südwesten Pennsylvanias mit knapp 15.500 Teilnehmern zwischen 2007 und 2010,[98] wurde untersucht, wie sich die Anzahl von unkonventionellen Erdgasförderanlagen in der Umgebung der Wohnung der Mutter bzw. die Entfernung der Wohnung zu diesen Förderanlagen auf den Gesundheitszustand eines Neugeborenen auswirkte (je näher gelegene und/oder mehr Förderanlagen desto stärker die Exposition). In beiden Studien konnte keine erhöhte Anzahl von Frühgeburten bei stärker exponierten Müttern festgestellt werden. Die Ergebnisse hinsichtlich des Geburtsgewichtes bei Termingeburten widersprachen sich. In Pennsylvania ergab sich außerdem, dass bei starker Exposition eine erhöhte Wahrscheinlichkeit besteht, dass ein Neugeborenes zu klein für sein Alter ist[98] (in Colorado nicht untersucht). Die Colorado-Studie stellte bei Zunahme der Exposition eine Zunahme der Anzahl von angeborenen Herzfehlern und nur bei starker Exposition eine (deutlich) erhöhte Anzahl von Neuralrohrdefekten fest[97] (in Pennsylvania nicht untersucht). Die Autoren beider Studien betonen, dass deren Aussagekraft beschränkt und weitere Forschung nötig ist.[97][98]

Wenn sich infolge des verstärkten Einsatzes von Fracking die Förderung fossiler Kohlenwasserstoffe in relativ dicht besiedelten Regionen stark ausbreitet, steigt damit zwangsläufig die damit verbundene (potenzielle) Schadstoffbelastung und folglich die Gesundheitsgefährdung der ansässigen Bevölkerung. Dabei spielt es letztlich keine Rolle, ob die Schadstoffemissionen spezifisch für die unkonventionelle Förderung fossiler Kohlenwasserstoffe mittels Fracking sind, oder ob sie auch bei konventioneller Förderung auftreten. Entscheidend ist letztlich, dass sie auftreten und dass sie ohne den Einsatz von Fracking nicht auftreten würden, sofern in den betroffenen Regionen ausschließlich unkonventionelle Förderung möglich ist.
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