Kraftwerk Farge (Quelle: wikipedia)

"Wo bleiben auffällige straffällig gewordene Kinder/Jugendliche, die ihren Lebensmittelpunkt in Bremen haben?"

#1 von Lola2 , 08.02.2015 17:21

Die jüngsten Ereignisse in Bremen haben mich veranlasst den u.a. Bürgerantrag zu stellen.




8. Februar 2015
B ü r g e r a n t r a g


...1)Gibt es aktuell auffällige und/oder straffällig gewordene Kinder/Jugendliche die von der Jugendhilfe oder Sozialamt od. Gericht in eine "intensivpäd
agogische Einrichtung" ins Ausland verbracht wurden.....?
Wenn ja, in welchen Ländern und wie heißt die Einrichtung?

......2)Werden auffällige und/oder straffällig gewordene Kinder/ Jugendliche innerhalb oder außerhalb Bremens einer "intensiv pädagogischen Betreuung" zugeführt?
Wenn ja, in welchem Bundesland und wie ist der Name der Einrichtung?
..............................

Sehr geehrte Damen und Herren vom Beirat Blumenthal,

auf Grund der jüngsten Ereignisse in Bremen, die sich um "unbegleitete straffällig gewordene jugendliche" Flüchtlinge" handelt und die Probleme die sich für Bremer Behörden aufgetan haben, haben mich veranlasst zu recherchieren was mit auffälligen und /oder straffällig gewordenen Kindern und Jugendlichen passiert, die ihren Lebensmittelpunkt in Bremen haben und im Besitz eines deutschen Pass oder Aufenthaltsgenehmigung sind.

Ich bitte Sie, die o.a. Fragen an das Am für Soziale Dienste-Jugendhilfe- zur Beantwortung weiter zu leiten.

Ich danke Ihnen für Ihre Mühe.

Mit freundlichen Grüßen
.......................


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RE: "wo bleiben auffällige straffällig gewordene Kinder/Jugendliche die ihren Lebensmittelpunkt in Bremen haben?"

#2 von Lola2 , 14.02.2015 17:33

Am 8.2.2015 habe ich den Bürgerantrag mit dem vorgegebenen Kontaktformular an das Ortsamt geschickt, mit der Bitte den BA auf der Sitzung v. 10.2..2015
vom Beirat abstimmen zu lassen und an die Jugendhilfe - Senatorin für Soziales- zur Beantwortung weiterzuleiten.

Am 10.2.2015 wurde der Antrag auf der Beiratssitzung nicht behandelt, er wurde auch nicht auf der Seite vom OA aufgeführt. Offenbar hält man sich im OA strikt an die Vorgaben:

"Bürgeranträge, die bis spätestens 8 Tage vor einer Beiratssitzung im Ortsamt vorliegen, werden in der Regel auf der folgenden Beiratssitzung behandelt."

Leider ist mein BA auf der Seite des OA für die Beiratssitzung am 9.3.2015 auch nicht zu entdecken und da darf man dann als Bürger schon einmal verwundert sein, zumal es ja nun wirklich ganz einfache Fragen sind, oder offenbar doch nicht?

Der Ordnung halber habe ich meinen Bürgerantrag v. 8.2.2015 am 10.02.2015 -23:29 Uhr nochmal mit folgender Mail an das OA geschickt:

Guten Tag Herr Nowack,

am 8.2.2015 habe ich mit dem online-Formular einen Bürgerantrag an das Ortsamt geschickt. Er wurde am 9.2.2015 nicht in der Tagesordnung aufgeführt und für die
nächste Beiratssitzung wurde er auch nicht aufgeführt.

Es wäre sejhr freundlich wenn Sie prüfen würden was aus dem Antrag geworden ist.

Der Ordnung halber füge ich ihn nochmal auf.

Mit freundlichen Grüßen



8. Februar 2015
B ü r g e r a n t r a g


...1)Gibt es aktuell auffällige und/oder straffällig gewordene Kinder/Jugendliche die von der Jugendhilfe oder Sozialamt od. Gericht in eine "intensivpäd
agogische Einrichtung" ins Ausland verbracht wurden.....?
Wenn ja, in welchen Ländern und wie heißt die Einrichtung?

......2)Werden auffällige und/oder straffällig gewordene Kinder/ Jugendliche innerhalb oder außerhalb Bremens einer "intensiv pädagogischen Betreuung" zugeführt?
Wenn ja, in welchem Bundesland und wie ist der Name der Einrichtung?
..............................

Sehr geehrte Damen und Herren vom Beirat Blumenthal,

auf Grund der jüngsten Ereignisse in Bremen, die sich um "unbegleitete straffällig gewordene jugendliche" Flüchtlinge" handelt und die Probleme die sich für Bremer Behörden aufgetan haben, haben mich veranlasst zu recherchieren was mit auffälligen und /oder straffällig gewordenen Kindern und Jugendlichen passiert, die ihren Lebensmittelpunkt in Bremen haben und im Besitz eines deutschen Pass oder Aufenthaltsgenehmigung sind.

Ich bitte Sie, die o.a. Fragen an das Am für Soziale Dienste-Jugendhilfe- zur Beantwortung weiter zu leiten.

Ich danke Ihnen für Ihre Mühe.

Mit freundlichen Grüßen
.......................


Desweiteren habe ich einen BA am 4.2.2015 an das OA geschickt, der für die Beiratssitzung am 10.2.2015 bestimmt war und dieser wurde vertagt auf den 9.3.2015- allerdings steht dieser BA auch auf der Seite vom OA unter "Aktuelle Anträge"

Ich erwarte, dass nunmehr ein BA v. 8.2.2015 hoffentlich nicht in den Weiten des Internets verschwunden ist, aber vielleicht muss man ihn ja auch persönlich abgeben, aber das kann es ja nicht sein, oder vielleicht doch? Wer weiß das schon?


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RE: "wo bleiben auffällige straffällig gewordene Kinder/Jugendliche die ihren Lebensmittelpunkt in Bremen haben?"

#3 von Reinhard , 14.02.2015 19:05

Vielleicht ein "Archivierungsfehler"

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RE: "wo bleiben auffällige straffällig gewordene Kinder/Jugendliche die ihren Lebensmittelpunkt in Bremen haben?"

#4 von Lola2 , 15.02.2015 11:10

.....Herr H. ...haben Sie sich mit der Frage befasst, was mit den Kindern und Jugendlichen geschieht, die auffällig und straffällig geworden sind?
Ich meine die, die ihren Lebensmittelpunkt in Bremen haben? Genießen sie auch diese Privilegien, wie Empfang beim Bürgermeister?
Dürfen die auch Polizisten so schlimm attackieren wie es diese Jugendlichen aus der Rekumer Str.12 gemacht haben, ohne dafür zur Verantwortung gezogen zu werden?

Nachdem in Bremen und Bremen-Nord - z.B. in Blumenthal demonstriert /wurde gegen Rassismus und Ausgrenzung hatte ich den Eindruck, als wäre es schon ein Fall für den Verfassungsschutz, wenn ich z.B. als Bürgerin in einem Leserbrief kritische Fragen stelle hinsichtlich der "straffälligen unbegleiteten Jugendlichen Flüchtlinge?" aus Marokko u.a. Ländern Nordafrikas.
Ich denke schon, dass ich über einen gesunden Menschenverstand verfüge und auf mich wirkten diese Demonstrationen eher wie eine politisch verordnete Richtungsvorgabe. Wer nämlich nicht mitmachte, der war automatisch Rassist und das ist etwas ganz perfides und ungeheuerliches.
Die Menschen fühlten sich sozusagen "gezwungen" mitzumachen, wenn sie nicht als Außenseiter gelten wollten.
Sie haben ihren gesunden Menschenverstand ausgeschaltet, bis auf über 2000 Menschen in Farge und Rekum.

Allerdings hatte ich mit einigen Leuten Gespräche die waren empört darüber, dass diese straffällig gewordenen Jugendlichen mitten im Wohngebiet untergebracht wurden, aber als die Demonstrationen und die Zeitungsberichte immer heftiger gegen die Kritiker vorgingen, verstummten diese Menschen. Tja, wer will schon gern als Außenseiter bei seinen Freunden und Nachbarn gelten.

Das ganze Prozedere war mir schon mehr als unheimlich....denn mit Demokratie hatte das nichts mehr zu tun!


.....auf der letzten Beiratssitzung hat die Quartiersmanagerin von ihrer Arbeit berichtet und man konnte den Eindruck gewinnen, auf Grund der Fragen/Meinungen aus dem Publikum, dass die Bewohner der George-Albrecht-Str., die Roma, erst seit 3 Monaten dort wohnen und nicht seit mehr als 10 - 12 Jahren. Sogar von einem Cafe wurde gesprochen. ...man will sich kümmern...(kam aus dem Publikum)
In all den Jahren kamen selten positive Meldungen über die Bewohner der Straße. Die Sozialbehörde hat sich möglicherweise nicht in der Verantwortung gesehen dort etwas zu tun. Warum denn nicht? Vielleicht sollte die Stadt Bremen die Häuser der George-Albrecht-Str. kaufen, denn vielleicht gibt es da ja doch Möglichkeiten, wie Vorkaufsrecht u.s.w.?

Ob der musikbegeisterte 12-jährige Junge aus einer Roma-Familie in der George-Albrecht-Str. wohl inzwischen seine Klarinette bekommen hat? Vater und Onkel spielen auch Klarinette. Es gab da mal einen Bericht in der Norddeutschen.








.....

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RE: "wo bleiben auffällige straffällig gewordene Kinder/Jugendliche die ihren Lebensmittelpunkt in Bremen haben?"

#5 von Lola2 , 15.02.2015 15:07

....im vorangegangenen Beitrag habe ich geschrieben, dass das ganze "Prozedere" wie man mit Kritikern in den vergangenen Monaten umgegangen ist, nichts mehr mit Demokratie zu tun hat.

Wenn nicht Demokratie?

Was dann? Faschismus?

Lektüre über Faschismus
Den ganzen Tag gehen mir diese Gedanken nicht aus dem Kopf.

http://www.zeit.de/2014/51/julius-evola-...us-kulturkritik
Zitat
Und doch – so bildstark und einfühlsam Evola das Unbehagen an der modernen Welt beschreibt, man sollte sich von seinen Schalmeiengesängen nicht den Verstand vernebeln lassen. Sein Traum bleibt der totalitäre Führerstaat, der das Leben wieder an zeitlose Wahrheiten anschließt. Oft genug lässt der vornehme Aristokrat, der gerade noch auf den Gipfeln seiner Empfindsamkeit dem Herzklopfen der Menschheit gelauscht hat, seine Bildungsmaske fallen und denkt darüber nach, in welchem historischen Augenblick der Aufstand des Pöbels hätte zertreten werden können.
Zitat Ende

http://www.zeit.de/kultur/2014-11/deutsc...-thalia-theater
Zitat
Doch Lenz kümmerte sich in der Deutschstunde nicht um die Aufarbeitung von Erklärungen. Er beschrieb Folgen: Ein traumatisiertes Kind wächst zu einem traumatisierten Erwachsenen heran. Welche Konsequenzen das Erlebte noch haben wird, vor allem, ob das Verdrängte bewältigt werden kann, indem man es erinnert, ließ Lenz als brennende Fragen offen. Es wirkt wie ein verspäteter Aktualitätsbeweis, dass die Forschung erst viele Jahre später begonnen hat, sich damit zu beschäftigen, was es für eine Gesellschaft bedeutet, dass Kriegserlebnisse an nachfolgende Generationen weitergegeben werden.

Da wirkt es keinesfalls zufällig, dass Simons und Meister die Deutschstunde knapp 25 Jahre nach dem Ende der DDR auf die Bühne bringen. Der Roman wurde knapp 25 Jahre nach dem Ende des Naziregimes veröffentlicht. Damals wie heute scheint der Zeitpunkt für das Interesse am Geschehenen maximal. Man will endlich erfahren und wissen, was war. Lenz hatte das nach dem Erscheinen seiner Romans selbst erkannt: "Die Qualität des Interesses hat sich geändert. Unmittelbar nach dem Krieg las man derartige Romane als Mitbetroffener, als selbst Beschädigter. Später änderte sich das Verhältnis vieler (...) Man wollte sich nun nicht mehr von unliebsamen Erinnerungen belagern lassen (...) Heute, scheint mir, zeigt man wieder eine größere Bereitschaft, diese Literatur zur Kenntnis zu nehmen." Das war so wahr wie bescheiden. Seine Deutschstunde wurde ein Klassiker.
Zitat Ende

Vielleicht ist es heute mehr denn je wichtig geworden unsere Freiheit und die freie Meinungsäußerung, die als Eckpfeiler unserer Demokratie gelten,
sorgsam zu schützen und darum sollten wir alle auf der Hut sein, denn vieles ist nicht so wie man uns glauben lassen möchte und wenn man nicht unbedingt dafür ist, dann kann es passieren, dass man sehr schnell "kalt" gestellt wird, oder im "Abseits" landet, oder an den "Pranger" gestellt wird.
Schönen Sonntag @ all.


http://www.myvideo.de/watch/7724207/Elvi..._In_Disguise_HQ

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RE: "wo bleiben auffällige straffällig gewordene Kinder/Jugendliche die ihren Lebensmittelpunkt in Bremen haben?"

#6 von Lola2 , 24.02.2015 14:49

Betr. Posting Nr. 1 in diesem Thread

..zu meinem Bürgerantrag v. 8.2.2015 erhielt ich heute ein Antwortschreiben v. Ortsamt Bremen-Blumenthal, dass der Beirat sich auf der Sitzung v. 17.2.2015 mit dem Thema befasst hat. Der Beirat ist der Auffassung, dass es sich um eine Eingabe handelt und nicht um einen Bürgerantrag der in die Zuständigkeit des Beirats fällt.

Man bittet mich, dass ich mich zu diesem Thema an die Senatorin für Soziales, Kinder, Jugend und Frauen wenden möge.

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Eine wirklich hilfreiche Anregung?

#7 von Reinhard , 11.03.2015 16:17

Eine wirklich hilfreiche Anregung?

Die Blumenthalerinnen und Blumenthaler haben verschiedene Möglichkeiten, um sich über die Situation Bremens und das Verhalten ihrer Senatorinnen und Senatoren sowie der zugeordneten Behörden zu informieren. Hierzu zählen neben deren Öffentlichkeitsarbeit etwa im Internet diverse Medien, die eine teilweise unterschiedliche Sicht anbieten.

Zudem gibt es noch zwei Zugänge, die nicht in allen Bundesländern bestehen und daher zumindest auf dem Papier für eine anscheinend transparente Situation im kleinsten Bundesland sorgen.

Gemeint sind hiermit das Informationsfreiheits- und das Ortsbeirätegesetz.

Nach dem Bremer Informationsfreiheitsgesetz (BremIFG), das den Informationszugang bzw. die Akteneinsicht regelt, sind die voresehenen Auskünfte teilweise mi Kosten verbunden, die sogar als " saftige Gebühren" bezeichnet werden. Kritiker sprechen daher von einer "Gebührenkeule" und vermuten, dass ein Bürgerrecht dazu "missbraucht" wird, um die öffentlichen Kassen zu sanieren.

Einzelheiten über die Kosten findet man § 10 des Gesetzes sowie im detail in der entprchenden Gebührenordnung.

Wer diese Gebühren, die bis zu 500 € betragen können, vermeiden will, kann einen Bürgerantrag mit seinen Fragen stellen. Hier besteht allerdings nach dem § 6 des OBG eine Einschränkung, da es sich um "beiratsbezogene Angelegenheiten" handeln muss. Da diese Abgrenzung im Gesetz nicht präziser gefasst wird, muss man sie in Verbindung mit den Aufgaben der Beiräte (§ 5) sehen. Danach berät und beschließt der Beirat über die "örtlichen Angelegenheiten von öffentlichem Interesse."

Damit wird ein enge Verbindung zwischen der Thematik eines Bürgerantrags und einem "öffentlichen Interesse" in Blumenthal gefordert.

Dieser enge räumliche Bezug mag zwar bei dem Antrag zu den intensivpädagogischen Maßnahmen fehlen. Allerdings fehlt in der Reaktion der Beiratsmitglieder diese vom Gesetzgeber her mögliche Begründung. Die Beiratsentscheidung ist daher formal unbegründet.

Auch kann man sich fragen, ob der Beirat der Antragstellerin wirklich eine gute Empfehlung gegeben hat, wenn ein Hinweis auf mögliche Kosten fehlt.

Besonders fragwürdig wird die Entscheidung jedoch dann, wenn mit derselben "Begründung" auch Anträge zurückgewiesen werden, die nach möglichen Gefahren einer Aschedeponie im Ortsteil Farge fragen und daher sehr eindeutig von öffentlichem Interesse sind und sich auf einen Ortsteil von Blumenthal beziehen.

Um diese Gefahr unkorrekter Entscheidungen des Beirats zu vermeiden, wäre auch in diesem Fall eine Präzisierung des Gesetzestextes wünschenswert.


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zuletzt bearbeitet 11.03.2015 | Top

....man muss nur etwas warten und immer schön lesen, dann sieht man die Antwort auf die man wartet.

#8 von Lola2 , 05.05.2015 18:09

..denn der Beirat Blumenthal gab mir den Rat mich direkt an die Sozialbehörde zu wenden.

Meinen Bürgerantrag konnte man nicht unterstützen.



http://www.weser-kurier.de/bremen/bremen...id,1116598.html

Zitat
Allerdings: Auch wenn es kaum bekannt ist – ganz abgeschafft ist die geschlossene Unterbringung im kleinsten Bundesland auch jetzt nicht. Manche verhaltensauffälligen Bremer Jugendlichen werden weiterhin befristet eingesperrt, nur nicht in Bremen selbst.
Das bestätigt Behördensprecher Schneider auf Nachfrage. Es komme vereinzelt vor, dass für Bremer Jugendliche Plätze in Einrichtungen mit freiheitsentziehenden Maßnahmen in anderen Bundesländern gesucht würden, sagt Schneider.
Zitat Ende

Ich warte nach diesem Zeitungsartikel eigentlich auf den empörten Aufschrei aus der Politik, oder sind die Bremer Jugendlichen doch nicht so wichtig?

Gleiches Recht für alle? Oder eher doch nicht weil es störend ist sich damit zu beschäftigen?

Vielleicht gibt es ja mal einen ganz mutigen Politiker oder Politikerin, die sich nicht scheut der Sozialbehörde Fragen zu stellen wieviel und in welchen Länder auffällige Kinder und Jugendliche aus Bremen aktuell unterbracht sind?

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RE: ....man muss nur etwas warten und immer schön lesen, dann sieht man die Antwort auf die man wartet.

#9 von Christian Milpacher , 05.05.2015 21:49

Hallo, ich kann da womöglich etwas Licht ins Dunkel bringen.
Was Herr Schneider meinte ist eigentlich bekannt.
Auf der Bürgerversammlung in der Schützenhalle wurde erklärt, das ein UMF aus Bremen derzeit in Psych. Behandlung in Rostock ist, dabei handele es sich um eine geschlossene Einrichtung. Weiterhin gibt es z.B. Fälle wie die ehemaligen Bewohner der RS 12, die von Herr Kannenberg der Einrichtung verwiesen wurden. Sie begaben sich daraufhin freiwillig in eine geschlossene Einrichtung von Herr Kannenberg um sich einem Entzug zu unterziehen. Solche Fälle gibt es durchaus, der Unterschied ist hierbei aber, das dies auf freiwilliger Basis geschieht.

MfG
Christian Milpacher


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zuletzt bearbeitet 05.05.2015 | Top

RE: ....man muss nur etwas warten und immer schön lesen, dann sieht man die Antwort auf die man wartet.

#10 von Lola2 , 05.05.2015 22:12

Hallo Herr Milpacher,

ich meinte nicht die unbegleiteten Jugendlichen aus Marokko u.s.w., sondern mir geht es wie in meinem Bürgerantrag geschrieben um Kinder und Jugendliche die ihren Lebensmittelpunkt in Bremen haben, die auf Grund ihrer Verhaltensauffälligkeit und /oder die Tatsache, dass sie straffällig geworden sind in pädagogische Einrichtungen kommen.

Ich wollte auch wissen ob es aktuell noch Kinder und Jugendliche gibt die sich in Einrichtungen im Ausland befinden.
Mein Bürgerantrag wurde im Febr. vom Beirat abgelehnt weil es sich lt.Ortsamt Blumenthal gemäß Beirat um eine Eingabe handelt.

In 2012 hatte ich schon einmal eine ähnliche Anfrage direkt an die Grünen in Blumenthal gerichtet, es ging da um die Frage ob Bremen die Einrichtung der Haasenburg als Unterbringung auch benutzt. Eine Antwort habe ich dann auch in der Zeitung gelesen, dass man mit dem Träger nicht zusammenarbeitet.

Also es geht mir um Kinder die einen deutschen Pass haben oder eine Aufenthaltserlaubnis, kurz gesagt, die ihren Lebensmittelpunkt in Bremen haben.

Trotzdem vielen Dank für Ihre Antwort

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"Wie man mit Kindern Kasse macht"

#11 von Lola2 , 12.05.2015 23:24

https://terraherz.wordpress.com/2015/05/...-das-erste-wdr/

Zitat
Wenn das Jugendamt einschreitet und Kinder aus Familien heraus nimmt, schlägt die Stunde der privaten Träger, die sich um die Unterbringung der Jugendlichen kümmern sollen. Ein riesiger Markt, der offenbar kaum kontrolliert wird und der ganz neue Geschäftsmodelle schafft. MONITOR-Recherchen decken ein System auf, in dem Jugendliche in dubiosen Einrichtungen im Ausland eher verwahrt statt pädagogisch betreut werden, während die Verantwortlichen in Deutschland dafür öffentliche Gelder kassieren.
Zitat Ende

"fast eine Gelddruckmaschine, oder?"

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"Jugendarrest für Schulschwänzer".....

#12 von Lola2 , 26.05.2015 13:17

http://www.weser-kurier.de/region/achime...id,1131203.html

Zitat

Verden/Hannover
Jugendarrest für Schulschwänzer
26.05.2015 0 Kommentare

Jugendliche, die dem Schulunterricht regelmäßig und länger fernbleiben
, können hinter Gittern landen. „20 bis 25 Prozent der 2014 vollstreckten Jugendarreste in Niedersachsen gehen auf Schuleschwänzen zurück“, sagte Alexander Wiemerslage, Sprecher des niedersächsischen Justizministeriums. In diesem Jahr wurden nach Zahlen des Ministeriums bis Mitte Mai rund 385 Jugendarreste verhängt.

Zu den größeren der landesweit fünf Jugendarrestanstalten gehört die Verdener. „Wir sind hier immer mindestens zu 20 Prozent mit Schulverweigerern belegt“, sagt Jugendrichterin Ilse Hastmann-Nott, Vollzugsleiterin der Anstalt in Verden. „Im Moment sind es sogar zwischen 25 und 30 Prozent.“ Doch ist der Arrest ein taugliches Mittel? „Es gibt keine validen Erkenntnisse über den Erfolg der Arreste bei Schulverweigerern“, erklärt der Ministeriumssprecher.
Kommentar Seite 2·Bericht Seite 12
Zitat Ende

Ein sehr deutlicher Kommentar
auf Seite 2 des WK (Papier Ausgabe)
"Schluss damit" von Michael Lambek

"Egal von welcher Seite man es betrachtet: Jugendliche die sich der Schule verweigern, mit Freiheitsentzug zu belegen ist eine einzige Bankrotterklärung.
Tatsächlich fahren die Jugendlichen nicht in den Arrest ein, weil sie nicht zur Schule gegangen sind, sondern, weil weder das Bußgeld für diese Ordnungswidrigkeit bezahlt wurde, noch die alternativ verhängten Sozialstunden angeleistet wurden."
Zitat Ende

#######

http://www.weser-kurier.de/region_artike...id,1129556.html
Zitat
Familiäres Umfeld und Bildung entscheidend
Hunderte Schulschwänzer hinter Gittern
Michael Lambek und ALEXANDER KRÜTZFELDT 26.05.2015 0 Kommentare

In Deutschland herrscht Schulpflicht. Was, wenn dieser Pflicht nicht nachgekommen wird? Droht dann Strafe, müssen Schulschwänzer hinter Gitter? Nicht automatisch. Aber dass Schulverweigerer im Jugendarrest landen, ist möglich, und es ist nicht einmal eine große Ausnahme.
...
Im 3.Absatz der Papierausgabe des WK heißt es
:Fünf Jugendarrestanstalten gibt es in Niedersachsen, in denen sich auch Bremer wiederfinden.

In der Papierausgabe des WK kann man noch einen Bericht lesen über:
Dennis: Das hat mit Kiffen angefangen
Ein Schulschwänzer17 Jahre alt, der mit 14 oder 15 mit dem Kiffen ab und zu mal angefangen hat. Erst in Freundeskreisen und dann in den Pausen. Irgendwann schwänzte er die Schule und dann ist er an einem Punkt angelangt, wo er sich sagte es wäre wohl das Beste für ihn einfach weg zubleiben.

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RE: "Jugendarrest für Schulschwänzer".....

#13 von Lola2 , 26.05.2015 14:24

Schulschwänzer kommen in den geschlossenen Vollzug!
Für welchen Straftatbestand kommen die Schulschwänzer in den geschlossenen Arrest?
Wäre eine pädagogische Hilfe nicht sinnvoller, damit sie erkennen, dass nur Bildung die Türen in eine unbeschwerte Zukunft öffnen kann?
Wenn ich die Geschichte von Dennis lese, dann würde ich mir als Jugendliche nur wünschen keine Deutsche sein zu müssen, weil hier alles auf den Kopf gestellt wird, was in anderen Ländern schier unmöglich ist. Denn andere Länder sehen in den eigenen Jugendlichen und Kindern die Zukunft des eigenen Landes. Genau diese Erkenntnis fehlt hier leider bei den Deutschen. Sie machen ihre Kinder und Jugendlichen zu wertlosen Menschen ohne Zukunft.


Ich habe mal ein wenig gegoogelt und folgendes gefunden:


http://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=&e....93990622,d.d24

1. Zielgruppendefinition

Bei der Diskussion über die Thematik ist zunächst deutlich zu machen, für welche Zielgruppe die Maßnahme einer geschlossenen Unterbringung in Betracht kommt.

Eine treffende Beschreibung ist Walkenhorst gelungen:

Es sollen darunter junge Menschen verstanden werden, die sich weit überdurchschnittlich oft straffällig verhalten haben und deren Straffälligkeit nach Art und Schwere ihrer Straftaten eine besonders hohe „Sozialgefährlichkeit“ erkennen lässt (vgl. dazu Traulsen 199, 312). Ihre Zahl hat sich in den letzten Jahren erhöht, wenngleich daraus noch keine belastenden Schlüsse gezogen werden können.
Es sind junge Menschen, die sich in jedem Fall noch in der Entwicklung ihrer selbst befinden und der Entwicklungshilfe bedürfen.
Es sind junge Menschen, die noch ein hoffentlich langes Leben vor sich haben, noch viel erleben und erfahren, auch zum Wohlergehen ihrer selbst und ihrer Mitmenschen beitragen können.
Es sind junge Menschen, die Schwierigkeiten haben und/oder Schwierigkeiten machen, sich selbst, ihrer unmittelbaren Umgebung oder auch anderen Menschen und Verhältnissen.
Sie beschädigen mit ihrem Verhalten sich selbst und ihre Entwicklungsmöglichkeiten, sie beeinträchtigen mit ihrem Verhalten ihre Mitmenschen, ihre soziale Umgebung und sie binden erheblich personelle und finanzielle Mittel, die auch woanders gut eingesetzt werden könnten.

Sie stellen auch Indikatoren für soziale Schieflagen, für problematische gesellschaftliche Entwicklungen, für instabile Beziehungen, für gestörte oder beeinträchtigte Erziehungsverhältnisse und –umgebungen dar1.
Zitat Ende

Ich erwarte auf jeden Fall , dass Jugendliche "Schulschwänzer" nicht härter bestraft werden als z.B. die Problemfälle die Bremen mit den "unbegleiteten straffälligen Jugendlichen (Flüchtlinge?)" durch Trickdiebställe, Diebställe, Einbrüche u.s.w. hat.

Diese straffälligen Jugendlichen will man auf keinen Fall in eine geschlossene Einrichtung unterbringen, warum aber die Schulschwänzer?

Wo bleibt die Gerechtigkeit?


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zuletzt bearbeitet 26.05.2015 | Top

RE: "Jugendarrest für Schulschwänzer".....

#14 von Reinhard , 26.05.2015 16:18

Vor einigen Monaten hat der Weser-Kurier noch weniger reißerisch über die Problematik der Schulverweigerer geschrieben. So hat sich Anfang 2011 Elke Hoesmann sehr sachorientiert mit "Neuen Strategien gegen Schulverweigerer" beschäftigt.

Woher kommt jetzt die völlig geänderte Tendenz? Will man der Law-and-order-Fraktion eine Freunde machen, den Gutmenschen einen Grund zur Aufregung geben oder einfach nur die Auflage im Sinne eines Boulevards-Blattes steigern?


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zuletzt bearbeitet 26.05.2015 | Top

Recherche der Netzfrauen über das Schicksal v. Kindern in D. die unter der Obhut des Jugendamtes sind

#15 von Lola2 , 03.06.2015 05:25

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"Die Zeitschrift der Strasse" - Das Bremer Strassenmagazin
Thema Beluga : "Neues Kapitel im Stolberg-Prozess"

Burg Blomendal (Quelle: wikipedia)
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