Kraftwerk Farge (Quelle: wikipedia)

RE:"Warnschuss" für Jugendliche

#16 von Lola2 , 08.06.2015 07:47

http://www.weser-kurier.de/region_artike...id,1139288.html

Zitat
Umstrittener Warnschuss
Seit zwei Jahren können Jugendliche schneller hinter Gitter kommen
Michael Lambek 08.06.2015 0 Kommentare

Der Warnschussarrest – für die einen ist er ein effektives Mittel der Prävention und Abschreckung vor weiteren Straftaten, für die anderen Ausdruck tiefster Hilfslosigkeit straffällig gewordenen Jugendlichen gegenüber. Seit März 2013 gibt es dieses Instrument, über das schon weit vor seiner Verabschiedung durch den Bundestag erbittert gestritten wurde.

Inzwischen ist der Warnschussarrest geltendes Recht und geübte Praxis, aber gestritten wird weiter darüber. In Niedersachsen wurde er im ersten Jahr 51-mal verhängt, 2014 wanderten 111 Jugendliche in den Arrest. In Bremen, das über keine eigene Jugendarrestanstalt verfügt, sondern seine Arrestanten nach Niedersachsen weiterreicht, gab es 2013 überhaupt keine Fälle von Warnschussarrest. Im vergangenen Jahr wurde er laut Justizpressesprecher Jörg Lockfeldt nur wenige Male verhängt.

Bundesweit gingen 2013 etwa 250 zu einer Bewährungsstrafe verurteilte Jugendliche in diesen Arrest – eine Zahl, hinter die allerdings Anne Katharina Zimmermann, Pressesprecherin im Bundesjustizministerium, ein dickes Fragezeichen setzt. Man könne wegen anfänglicher Erfassungsprobleme diese Zahlen nicht nachprüfen, sagte sie dem WESER-KURIER. Amtliche Zahlen für 2014 gibt es noch nicht. Der Hamburger Kriminologe Birger Antholz geht für die eineinhalb Jahre zwischen Inkrafttreten des Gesetzes bis September 2014 von bundesweit 832 verhängten Warnschussarresten aus.

Der Warnschussarrest gibt den Richtern die Möglichkeit, Jugendliche, die zu einer Bewährungsstrafe verurteilt werden, bis zu vier Wochen lang einzusperren. Der Gesetzgeber hat die Verhängung dieses Arrests allerdings an Bedingungen geknüpft: Danach muss der Arrest geeignet sein, dem Jugendlichen seine Verantwortung für das begangene Unrecht und die Folgen weiterer Straftaten zu verdeutlichen. Außerdem kann er angeordnet werden, um den Jugendlichen Straftäter für eine begrenzte Zeit aus seinem Lebensumfeld und eventuellen schädlichen Einflüssen herauszunehmen. Darüber hinaus ist der Warnschussarrest erlaubt, wenn der Vollzug eine erzieherische Wirkung auf die Jugendlichen erwarten lässt.
Und schließlich ist der Warnschussarrest nur für die Jugendlichen zulässig, die noch keine andere Art von Arrest hinter sich haben. Alles in allem, sagt Lockfeldt, seien das ziemlich hohe Hürden.
Zitat Ende


Den Warnschuss gibt es demnach auch in Bremen, nur weil man über keine eigenen Einrichtungen verfügt in Bremen, werden diese Jugendlichen nach Niedersachsen weitergeleitet.
In 2014 wurde er nur wenige Male verhängt.
(Quelle: o.a. Artikel)

Lola2  
Lola2
Beiträge: 956
Registriert am: 29.06.2014


"Das mit der Einweisung ging sehr schnell"

#17 von Lola2 , 23.06.2015 08:33

so lautet die Überschrift eines Beitrages in der Ausgabe des Weser Kurier vom 23.6.2015

http://www.weser-kurier.de/startseite_ar...id,1151159.html
Zitat
Regisseur Marc Brummund und Zeitzeuge Wolfgang Rosenkötter über den Heimerziehungs-Film „Freistatt“
„Das mit der Einweisung ging sehr schnell“
23.06.2015 0 Kommentare

Während die Hippies von Frieden und Liebe singen, herrscht in der sogenannten Fürsorgeeinrichtung Freistatt in der Nähe von Diepholz Ende der 1960er-Jahre ein strenges Regiment: Die jugendlichen Zöglinge werden physisch und psychisch unter Druck gesetzt, ausgebeutet und gequält. Über dieses Kapitel der „schwarzen Pädagogik“ in der Heimerziehung hat der Regisseur Marc Brummund einen packenden Film gedreht, den er am Sonntagabend im Cinema Ostertor gemeinsam mit dem Zeitzeugen Wolfgang Rosenkötter vorgestellt hat. Iris Hetscher hat mit beiden gesprochen.
Zitat Ende

Wenn ich mir die Recherchen der kritischen Journalisten anschaue, die erst kürzlich in Form eines TV-Beitrags veröffentlicht wurden, dann hat sich in Deutschland bei den Jugendämtern zum Thema Heimunterbringung nicht viel getan gegenüber dem Zeitgeist der Nachkriegszeit. Offenbar ist es modern geworden alles zu privatisieren und so auch die "pädagogische Heimunterunterbringung" für straffällige oder einfach nur für Kinder mit auffälligem Verhalten. Es sind dann Kinder und Jugendliche die häufig durch ein bestimmtes Verhaltensraster fallen.

Diese Unterbringungen werden offenbar ungeprüft eingesetzt und Kinder sind Menschen ausgeliefert die nicht im entferntesten etwas mit Pädagogik oder Sozialtherapie zu tun. Der Staat entledigt sich dieser Kinder gegen entsprechende Zahlung.

Es wäre wichtig zu wissen ob Bremer Kinder auch in "sozialpädagogischen Einrichtungen" im Ausland irgendwo untergebracht werden, wo sie sich nicht einmal sprachlich verständigen können.

Wenn als letztes Mittel für Schulschwänzer die geschlossene Einrichtung in Frage kommt, wie sieht die Strafe aus für Bremer Kinder und Jugendliche bei Raub, Diebstahl, Trickdiebstahl, Körperverletzung?

Die Bremer Schulschwänzer kommen in eine geschlossene Einrichtung nach Verden, weil Bremen über keine solche Einrichtung verfügt. Leider ohne therapeutische Betreuung wie uns der Zeitungsbeitrag .."Warnschuss...." informierte.

Wäre es nicht wichtig für die Schulbehörde zu wissen warum ein Kind zum Schulschwänzer wird, aber vielleicht will man das auch alles so genau gar nicht wissen.

Lola2  
Lola2
Beiträge: 956
Registriert am: 29.06.2014


RE: "Das mit der Einweisung ging sehr schnell"

#18 von Lola2 , 23.06.2015 08:53

http://kindheitswissenschaften-stendal.b...eburg-gmbh.html

http://www.geschlossene-unterbringung.de...aasenburg-gmbh/

http://www.geschlossene-unterbringung.de...detlef-scheele/
Zitat
Offener Brief an den Hamburgischen Sozialsenator Detlef Scheele

Hamburg, den 20.01.2015

Lieber Herr Scheele,

im Jahr 2013 wurde öffentlich bekannt, dass es innerhalb der geschlossenen Jugendhilfeeinrichtung Haasenburg GmbH in Brandenburg zu schweren Missständen und Misshandlungen gekommen war. Politisch verantwortlich für dort untergebrachte Kinder und Jugendliche aus Hamburg waren zu dieser Zeit als Hamburger Sozialsenator Sie. Geschlossene Unterbringung ist seit der Schließung der Feuerbergstraße, einem durch die Stadt Hamburg betriebenem geschlossenem Heim für verhaltensauffällige und/oder delinquente Kinder und Jugendliche, ein sehr umstrittenes Thema, dies ganz besonders in Hamburg.

Nach dem Aus der geschlossenen Einrichtung in der Feuerbergstraße, ging der Senat Hamburg dazu über, Kinder und Jugendliche in geschlossene Einrichtungen anderer Bundesländer, vorzugsweise beim gewinnorientierten Marktführer, der privaten Haasenburg GmbH in Brandenburg, unterzubringen. Über 50 Hamburger Kinder und Jugendliche wurden insgesamt in der Haasenburg GmbH weggesperrt.
Zwei dieser dort weggeschlossenen Kinder waren unsere Söhne.

Zitat Ende

Lola2  
Lola2
Beiträge: 956
Registriert am: 29.06.2014


RE: "Das mit der Einweisung ging sehr schnell"

#19 von Lola2 , 23.06.2015 10:26

..eigentlich müßte man den offenen Brief der beiden Mütter an den Hamburger Sozialsenator komplett einstellen aber mit dem Link kann man ihn aufrufen und in ganzer Länge lesen, denn es geht mit den gleichen Akteuren und Verbindungen nur mit anderer Verpackung weiter...

der Brief der beiden Mütter endet wie folgt:

"Im ersten Strafverfahren gegen einen Erzieher der Haasenburg GmbH, wurde dieser am 20.02.2015, nach dem er geständig war, wegen sexuellem Missbrauchs einer 15 jährigen Schutzbefohlenen zu einer Bewährungsstrafe von anderthalb Jahren, sowie einer Geldstrafe von 1000 € verurteilt, weitere Anklagen und Strafverfahren werden folgen.
Nach wie vor gibt es ca. 50 Ermittlungsverfahren.

Wir fordern Sie hiermit auf von Ihrem Amt zurückzutreten, nur ein sozial handelnder Mensch sollte dieses sensible Ressort als „Sozialsenator“ politisch verantwortlich bekleiden dürfen, aus unserer Sicht haben Sie bewiesen dass SIE dieser Mensch NICHT sind. Räumen Sie Ihren Sessel und machen Platz für jemanden der dieses Amt mit mehr Verantwortungsbewusstsein und Sensibilität erfüllt!
Zitat Ende

Dieses Thema um die Haasenburg GmbH hat mich seit 2013 beschäftigt, weil es so erschreckend ist wie man mit Kindern und Jugendlichen in Deutschland umgeht die nicht in den vom Staat vorgegebenen Rahmen passen! ...Oder zählt nur "Profitmaximierung"


Lola2  
Lola2
Beiträge: 956
Registriert am: 29.06.2014

zuletzt bearbeitet 23.06.2015 | Top

"Sozialpädagogin Franziska Dietrich über ihre Arbeit in der Jugendgerichtshilfe Wesermarsch"

#20 von Lola2 , 17.07.2015 07:28

"Haft ist das letzte Mittel"

http://www.weser-kurier.de/region/die-no...id,1168650.html

Zitat aus dem Interview

"Hätten ihn auch drei Monate Haft auf den richtigen Weg gebracht?


Nein. Der Junge hat so viel Ablehnung erfahren und hatte ein so negatives Bild von seinem Leben, das hätte sich in drei Monaten nicht geändert. In der Jugendstrafanstalt hätte er Leute kennengelernt, die viel stärker im kriminellen Milieu verstrickt sind, und er hätte sicher noch mehr negative Erfahrungen gemacht."
Zitat Ende


Warum kommen dann Schulschwänzer aus Bremen in den Arrest? Hat man in Bremen eine andere Sichtweise als im Umland? Wobei Bremen ja nicht einmal über geschlossene Einrichtungen verfügt und bringt die Schulschwänzer in den Arrest nach Niedersachsen und dort werden sie dann möglicherweise in ein kriminelles Millieu verstrickt in dem sie sich bisher noch nicht befunden haben.?

Lola2  
Lola2
Beiträge: 956
Registriert am: 29.06.2014


"Immer mehr Schulschwänzer kommen in Arrest

#21 von Lola2 , 20.07.2015 14:27

http://www.haz.de/Nachrichten/Der-Norden...ommen-in-Arrest

FDP: Mehr Sozialarbeiter einstellen Immer mehr Schulschwänzer kommen in Arrest

Schon mehr als 300 hartnäckige Schulschwänzer haben seit Jahresbeginn in Niedersachsen einen Jugendarrest wegen Schulverweigerung verbüßt. "Die Entwicklung zeigt, wie wichtig der flächendeckende Ausbau der Schulsozialarbeit durch das Land ist", sagt FDP-Bildungspolitiker Björn Förster.

Artikel veröffentlicht: Sonntag, 19.07.2015 21:45 Uhr
Artikel aktualisiert: Montag, 20.07.2015 07:30 Uhr

....................................................

http://www.haz.de/Nachrichten/Der-Norden...en-Sommerferien
Sorgentelefon

Verzweifelte Schüler und besorgte Eltern können sich psychologischen Rat holen, wenn am Mittwoch in Niedersachsen die Zeugnisse verteilt werden. Die Landesschulbehörde hat dafür wieder eine Hotline eingerichtet. Am Zeugnistelefon sitzen Schulpsychologen mit einem offenen Ohr für alle Sorgen. Sie sind Mittwoch (22.) von 9.00 bis 17.00 Uhr unter der Telefonnummer 0441 9499836 oder per Mail unter zeugnishotline@nlschb.niedersachsen.de zu erreichen.

......................................................

http://www.deutschlandfunk.de/sachsen-an...ticle_id=312440
Kein Knast mehr für Schulschwänzer23.02.2015
Sachsen-AnhaltKein Knast mehr für Schulschwänzer

Wer seiner Schulpflicht nach mehrmaliger Aufforderung nicht nachkommt, kann dafür in einigen Bundesländern ins Gefängnis kommen. Diese Maßnahme ist allerdings hoch umstritten. In Sachsen-Anhalt mussten 2013 115 Schüler in den Knast - das soll sich nun ändern.

Von Benedikt Schulz

"Ich habe echt Angst gekriegt, als ich erfahren habe, was so da drin alles rumgeistert, sag ich mal so."

Das Vergehen: Max hat trotz mehrfacher Aufforderung weiter die Schule geschwänzt. Die Strafe: Jugendarrest. Dazu kommen die Jugendlichen in ein richtiges Gefängnis. Gitter vor den Fenstern, die Wärter sind mit dicken Schlüsselbunden unterwegs. Es riecht nach scharf ätzenden Reinigungsmitteln. In Sachsen-Anhalt liegt die Arrestanstalt direkt neben dem Roten Ochsen, dem Erwachsenengefängnis, für Max war das alles fast zu viel.

"Am dritten Tag habe ich schon darüber nachgedacht, mich mit der Gabel umzubringen."

Der frühere Magdeburger Oberstaatsanwalt Klaus Breymann ist ein ausgewiesener Gegner des Jugendarrests. Er nennt diese Sanktionsform eine Fachschule der Kriminalität.

"Wenn man sich anschaut, wer landet im Arrest, dann sind das Jugendliche, die im hohen Maße Probleme haben und von diesen Problemen löst der Arrest in der Regel kein einziges. Wäre ja schon viel geholfen, wenn man sagen könnte, der Jugendarrest, der nützt nichts, der schadet nichts. Aber tatsächlich schadet er."

Erlass soll zukünftig Arrest verhindern

Außerdem liegt die Rückfallquote nach Angaben des Hannoveraner Kriminologischen Forschungsinstituts zwischen 60 und 70 Prozent. Einer der Gründe, warum Sachsen-Anhalts SPD-Kultusminister Stephan Dorgerloh einen Erlass an die Schulen geschickt hat, zuerst alle pädagogischen Maßnahmen auszunutzen, bevor man Schüler in den Arrest schickt.

"Hier geht es wirklich darum, mit geeigneten pädagogischen Maßnahmen im Zusammenwirken von Familienhilfe, die den ganzen Schüler in den sozialen Bereichen in den Blick nehmen. Wir wollen dafür sorgen, dass die Störungen, dass die schlechten Rahmenbedingungen, die da sind, die oft auch im familiären Bereich liegen, dass die beseitigt werden, dass wieder ein Schulbesuch möglich ist."

In Sachsen-Anhalt ist das Schulschwänzen eine Ordnungswidrigkeit. Wer nach mehrmaliger Aufforderung nicht in die Schule kommt, das verhängte Bußgeld nicht zahlt, kommt sozusagen hinter Gitter. Zwischen ein und vier Wochen. 2013 wurden nach Angaben des Justizministeriums 651 Schüler zur Strafe vorgeladen, 115 Schüler haben auch den Arrest angetreten. Sachsen-Anhalts SPD-Justizministerin Angela Kolb:

"Die Frage, die uns bewegt, ist ja, wie erreichen wir es, dass die Betroffenen wieder Lust auf Schule haben. Und deshalb kann man jetzt nicht einfach sagen, wir beenden das und machen gar nichts. Sondern man muss an die Stelle andere pädagogische Maßnahmen setzen."

Eine adäquate Betreuung in den Arrestanstalten fehlt jedoch. So setzt man beispielsweise in der Betreuung der Arrestanten auf ehrenamtlich tätige Personen, dessen pädagogische Fähigkeiten vorher nicht geprüft werden. Nachts und am Wochenende sind die Jugendlichen sich selbst überlassen, es gibt lediglich Schließer.

Arrest muss manchmal erst nach drei Jahren angetreten werden

Völlig absurd sei es, sagt der grüne Landtagsabgeordnete Sören Herbst, dass zwischen Vergehen und Strafantritt bis zu drei Jahre vergehen könnten. In der Realität bedeute dies, dass die Jugendlichen meist schon arbeiten, möglicherweise ganz woanders leben, ihren Lebensstil geändert hätten. Dass sie aber dennoch ihre alte Strafe verbüßen müssten, weshalb einige der Arrestanten gar Urlaub nehmen oder an freien Wochenenden in den Arrest gehen.

"Das genau ist die Schizophrenie sozusagen an der Sache. Der zeitliche Bezug zur Ordnungswidrigkeit, zum Schulschwänzen ist in den meisten Fällen überhaupt nicht mehr gegeben. Man wird da verspätet für etwas bestraft, das macht überhaupt keinen Sinn."

Wenn es nach ihm ginge, sagt Kultusminister Stephan Dorgerloh, würde er das System des Arrestes für Schulschwänzer komplett verbieten, doch habe er dafür derzeit keine Handhabe. Auch gebe es immer noch Schuldirektoren, ergänzt er, die am Arrest als Sanktionsmaßnahme festhalten. Weshalb 2013 ein angekündigtes Moratorium, wonach der Arrest für zwei Jahre ausgesetzt werden sollte, auch nicht zustande kam.









aus dem Jahr 2008


Die Welt 25.03.08
Niedersachsen kämpft gegen notorische Schulschwänzer

Zahl der Bußgelder steigt - Viele Jugendliche müssen soziale Arbeit leisten - Ältere Schüler sehen oft keine beruflichen Perspektiven


Hannover - Die Zahl der hartnäckigen Schulschwänzer in Niedersachsen nimmt weiter zu. Immer häufiger werden deswegen auch Bußgelder verhängt. Das hat eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur in großen Städten des Bundeslandes ergeben.

..........................................................
http://www.shz.de/hamburg/meldungen/haer...r-id203753.html

"Eine Woche Knast : Härtere Strafen für Schulschwänzer
vom 8. August 2012

Wer länger als 20 Unterrichtsstunden unentschuldigt fehlt, kann in Hamburg ins Gefängnis kommen. Schleswig-Holsteins Bildungsministerin hält nichts davon."

................................................................


http://www.sueddeutsche.de/bayern/wunsie...ngnis-1.1100060

21. Mai 2011, 15:17 Uhr
Wunsiedel Schulschwänzer muss 63 Tage ins Gefängnis

Mehr als die Hälfte der Unterrichtszeit war der Schüler irgendwo, nur nicht in der Schule. Immer wieder erließ das Landratsmat Bußgeldbescheide, alle ignorierte der heute 20-Jährige. Nun schickt ein Jugendrichter den ehemaligen Berufsschüler in Haft.

Von Olaf Przybilla

Der junge Mann hat 14 Bußgeldbescheide ignoriert. Offenbar habe er sich darin gefallen, "den Kopf einfach in den Sand zu stecken", formuliert Jugendrichter Martin Hönick vom Amtsgericht Wunsiedel. Und so ist im Lauf der Zeit eine Summe von nicht gezahlten 2720 Euro zusammengekommen, wegen Schwänzens der Berufsschule.
Zitat Ende

.................................................................


aus dem Jahr 2013

10.4.2013

www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&s....98197061,d.d24

Immer mehr SchwänzerJugendknast für Schulschwänzer
Von Sandra Schäfer
Sie lassen sich wochenlang nicht im Unterricht blicken und hängen lieber in Einkaufspassagen oder auf Bahnhöfen herum. Die Zahl der massiven Schwänzer steigt in Hamburg weiter an. Im vergangenen Jahr kletterte sie um mehr als zehn Prozent. In 100 Fällen haben Jugendrichter sogar Knast verhängt! Bis zu einer Woche Jugendarrest in Hahnöfersand droht den völlig Uneinsichtigen. Außerdem hagelt es Bußgelder.


Versagens-Ängste, Probleme in der Familie oder regelrechte Schulphobien – es gibt viele Gründe, warum Jugendliche den Unterricht schwänzen. „Zehn Prozent der Schüler verweigern über Wochen und Monate den Schulbesuch“, schätzt Dr. Johannes Nießen, Leiter des Gesundheitsamtes Altona.
Zitat Ende

Der Beitrag klärt darüber auf, dass es für alle Beratungseinrichtungen gibt.
Aber es helfen auch keine Bußgeldbescheide.

....................................................................

aus dem Jahr 2014

http://www.morgenpost.de/berlin/article1...rchgreifen.html

Zitat
19.12.2014
Bildung Mehr Schulschwänzer in Berlin – Senat will durchgreifen

Von Regina Köhler und Katrin Lange

Bereits jeder Vierte hat mindestens einen Tag unentschuldigt gefehlt. Das zeigt eine neue Statistik der Berliner Bildungsverwaltung. Jetzt will Bildungssenatorin Scheeres härter durchgreifen.

Laut Statistik fehlten im zweiten Halbjahr des Schuljahres 2013/14 fast 25.000 von 104.852 Schülern der siebten bis zehnten Klasse einen bis zehn Tage, ohne dass sie eine Entschuldigung hatten.


....................................
Info aus Österreich
http://diepresse.com/home/bildung/schule...rnteile-in-Haft
In den vergangenen zwei Jahren ergingen in Wien 1587 Strafbescheide an die Eltern von Schulschwänzern.

07.07.2014 | 12:39 | (DiePresse.com)

Schulschwänzen kann schwere Folgen haben: In den Jahren 2012/2013 ergingen in Wien 1587 Strafbescheide an Eltern, deren Kinder wiederholt unentschuldigt der Schule fern blieben. Dabei wurden 39 Väter und Mütter lediglich ermahnt, die anderen mussten unterschiedlich hohe Summen zahlen.

......................................

Lola2  
Lola2
Beiträge: 956
Registriert am: 29.06.2014


"Wird die Akademie Kannenberg eine Kult-Firma in Sachen "Jugendliche auf den rechten Weg bringen"?

#22 von Lola2 , 12.09.2015 06:06

http://www.weser-kurier.de/region/die-no...id,1206921.html

Als Rönnebecker Bürgerin freue ich mich natürlich außerordentlich , dass es Herrn Kannenberg und seinem Team offenbar spielend gelungen ist die "straffällig gewordenen unbegleiteten ausländischen Jugendlichen" auf den rechten Weg gebracht zu haben. Dafür geben wir doch alle sehr gern unsere Zustimmung damit unser aller Steuergeld auch wirklich sinnvoll angelegt ist und gerade Blumenthal oder besser gesagt Rekum vor aller Welt als Vorzeigeort in Sachen Nächstenliebe im Ausland gilt, damit uns auch wirklich alle mögen.
Einen kleinen Hinweis hätte ich doch noch an die wirklich selbstlosen "Macher"...

......Passen Sie gut auf Ihren Heiligenschein auf damit er nicht zu heiß wird, denn manchmal kann er auch die Mütze durchbrennen...........................

++++++++++++++++++++++++

Zitat
Boot-Camp für Flüchtlinge
Akademie Kannenberg plant weitere Einrichtung
CHRISTINA LAMBEK-DENKER 12.09.2015 0 Kommentare

Der Anfang war nicht leicht. Lothar Kannenberg musste einiges aushalten, als er im Oktober vergangenen Jahres mit seiner gleichnamigen Akademie in der Rekumer Straße ein Heim für junge Flüchtlinge einrichtete. Der Einrichtung schlug eine Welle der Ablehnung entgegen. Jetzt, nach rund elf Monaten, zieht der Erziehungshelfer eine erste Bilanz: „Die Situation hat sich um 180 Grad gedreht.“

Der Artikel klärt weiter auf warum der Arbeitgeber keine deutschen Jugendlichen mehr einstellt:
Die Motivation des Arbeitgebers, jungen Flüchtlingen eine Chance zu geben, erklärt Kannenberg so: „Der hatte auch schon mehrere Deutsche, die er rausgeschmissen hat, weil sie zu spät zur Arbeit gekommen sind – oder gar nicht. Die hatten keinen Betreuer. Das ist bei uns anders. Der Arbeitgeber hat mit uns einen Ansprechpartner, wenn es Probleme geben sollte.“ Möglichen kritischen Anmerkungen begegnet der frühere Boxer völlig schnörkellos: „Jeder bei uns im Staat hat die Möglichkeit, eine Lehrstelle zu bekommen, wenn er sich anstrengt,“sagt er.

Insgesamt leben derzeit sieben Jugendliche in der Kannenberg’schen Akademie in Rekum. Vier davon arbeiten, drei lernen Deutsch. Demnächst wird [/b[b]]dort ein Psychologe seine Arbeit aufnehmen. Der Betreuungsschlüssel liegt derzeit bei eins zu zwei. Auf einen Betreuer kommen zwei jugendlichen Straftäter. Und das rund um die Uhr, wie Kannenberg sagt.
Zitat Ende

Das ganze Vorgehen macht mich sprachlos und diese himmelschreiende Ungerechtigkeit sollte jeden Bürger empören, zumal die zuständige Bremer Behörde sogar notorische Schulschwänzer in den Knast schickt anstatt eine psychologische Behandlung vorgibt.

Warum fallen hier so viele Menschen durch das soziale Netz?
Cannabis will man frei geben und auf der anderen Seite kostet es Geld und Mühe, dass die Menschen aus dieser Sucht wieder freikommen. tztztz

Der ganze Behördenapparat sollte sich in Grund und Boden schämen, so mit den Kindern und Jugendlichen in Bremen umzugehen.


Lola2  
Lola2
Beiträge: 956
Registriert am: 29.06.2014

zuletzt bearbeitet 12.09.2015 | Top

"Sanktionen im Jugendstrafrecht"

#23 von Lola , 11.01.2016 08:20

http://www.weser-kurier.de/bremen_artike...id,1288681.html

Zitat
Bremen
Sanktionen im Jugendstrafrecht
Ralf Michel 11.01.2016 0 Kommentare

Das Jugendstrafrecht kennt eine Reihe von Sanktionen, die unterhalb der Jugendstrafe angesiedelt sind. So etwa den Jugendarrest, der als bewusster Schuss vor den Bug von straffällig gewordenen Jugendlichen angesehen wird. So ein Jugendarrest kann tageweise, für ein Wochenende, aber auch bis zu einer Dauer von vier Wochen ausgesprochen werden. Möglich ist auch, einen solchen Arrest als Kombination mit einer Jugendstrafe auf Bewährung zu verhängen, um dem Jugendlichen zu zeigen, was ihn erwartet, wenn er die Bewährung nicht schafft.
Zitat Ende

Der Beitrag klärt über die Sanktionen auf die im Jugendstrafrecht angewendet werden können.

Wie sieht es aber z.B. bei Schulverweigerern aus? Gibt es da Maßnahmen, wo z.B. die Bildungsbehörde in die Pflicht genommen wird und nach den Ursachen geforscht wird?

Sollten hier nicht eher Kinder u.Jugendpsychologen eingesetzt werden um herauszufinden warum das Kind od. der Jugendliche Schulschwänzer oder sogar zum Schulverweigerer geworden ist?

Möglicherweise ist das Übel im System zu suchen.

Lola  
Lola
Beiträge: 1.281
Registriert am: 24.01.2013


"Deutsche Kinder mögen Schule nicht"

#24 von Lola , 17.02.2016 14:39

so lautet die Überschrift eines kleinen Beitrages auf Seit 7 in der Papierausgabe des Weser Kurier v. 17.2.2016

Die online-Ausgabe ist da wesentlich informativer.
http://www.weser-kurier.de/deutschland-w...id,1314789.html

Zitat

Deutsche Kinder gehen nicht gerne zur Schule
17.02.2016 0 Kommentare

Leistungsdruck statt Spaß: Deutsche Schüler sind einer Studie zufolge im weltweiten Vergleich besonders schlecht auf die Schule zu sprechen. Neben dem Druck könnte auch Mobbing ein Grund sein.

Deutsche Kinder und Jugendliche sind einer Studie zufolge in einem weltweiten Vergleich besonders schlecht auf die Schule zu sprechen. „Die Belastung für die Schüler steigt“, sagt der Berliner Schulpsychologe Klaus Seifried. Für die „The Children‘s Worlds“-Studie der britischen York Universität und der Schweizer Jacobs Stiftung wurden insgesamt 56 000 Kinder in 16 Ländern verschiedener Kontinente befragt. „Es gibt Länder, wo die Belastung deutlich höher ist als in Deutschland“, sagt Seifried. Zum Beispiel in Südkorea oder Japan, aber auch in Frankreich. In der Studie gaben die Schüler aus Südkorea ebenfalls an, ungern die Schule zu besuchen. Kinder und Jugendliche aus Algerien und Äthiopien mochten demnach den Schulbesuch am liebsten.

Leistungsdruck und Mobbing könnten Gründe für den deutschen Verdruss sein, sagt Schulpsychologe Seifried. Die Qualifikationsanforderungen der Gesellschaft seien höher geworden. Heute bräuchten Jugendliche einen Realschulabschluss, um beispielsweise Kfz-Mechaniker zu werden – früher sei das auch mit einem Abschluss der Hauptschule möglich gewesen. Auch die Zulassungsvoraussetzungen für viele Studiengänge seien deutlich gestiegen.

Mobbing: Nur 30 Prozent der Fälle werden bekannt

Über Erfahrung mit Gewalt in der Schule berichten deutsche Schüler neben denen aus Estland und England in der Studie am häufigsten. Die Dunkelziffer sei bei Mobbing-Fällen aber immer noch sehr hoch, sagt Psychologe Seifried. „Es werden nur etwa 30 Prozent der Fälle bekannt.“ Die Belastung der betroffenen Kinder kann dann auch psychosomatische Folgen haben. „Sie flüchten sich in Krankheiten wie Bauch- und Kopfschmerzen“, sagt Seifried. Das kann bewusst oder teilbewusst passieren.

Zitat Ende

Ich kann die deutschen Kinder verstehen, dass sie nicht gern zur Schule gehen nachdem was ich in den vergangenen Jahren an Berichten und Beiträgen gelesen habe, die sich über einen Zeitraum von vielen Jahren erstreckte.

Lola  
Lola
Beiträge: 1.281
Registriert am: 24.01.2013


"Ich war nie überzeugt, dass es richtig ist"

#25 von Lola , 13.07.2016 10:00

http://www.weser-kurier.de/bremen/bremen...id,1416352.html

Zitat
Einrichtung für straffällige Jugendliche
Ex-Staatsrat: „Ich war nie überzeugt, dass es richtig ist“
Sara Sundermann 13.07.2016 0 Kommentare

Der Ex-Staatsrat Horst Frehe reicht eine Petition gegen die geschlossene Einrichtung für straffällige Jugendliche ein. Warum, erklärt er im Interview mit dem WESER-KURIER.

Es heißt weiter:
"Sie stellen die Petition als Privatmann, aber als prominenter Privatmann. Schließlich waren Sie bis vor kurzem Staatsrat im Sozialressort. Als Staatsrat waren Sie beteiligt an den Planungen für eine geschlossene Unterbringung und sollten mit Ihrem Hamburger Kollegen Jan Pörksen darüber verhandeln. Jetzt lehnen Sie solche Pläne ab. Wie geht das zusammen?

Ja, ich sollte darüber verhandeln, wie eine solche Einrichtung gemeinsam mit Hamburg entstehen kann, und das habe ich auch getan. Ich habe als braver Beamter Gespräche dazu zielgerichtet geführt. Aber ich war nie der Überzeugung, dass es richtig ist, das zu tun. Im November habe ich gemeinsam mit Matthias Güldner einen Antrag bei den Grünen gegen die geschlossene Unterbringung eingereicht."
Zitat Ende

Ein Beitrag von heute aus FB- Bremen-Nord und umzu..
".nein? Warum wurden dann Schulschwänzer nach Verden in eine geschlossene Einrichtung gesperrt? Warum bekamen diese Kinder keine adäquate Hilfe durch Kindertherapeuten, die in Gesprächen herausfinden "wo der Schuh drückt"? Der Weser >Kurier hat sich damit beschäftigt, eine Journalistin Güner Balci, (eine Reportaqge aus Berlin) die hartnäckig am Thema geblieben ist und herauskam von dem Schüler (es ging mal nicht um traumatisierte Flüchtlinge) der mit noch einem deutschen Schüler unter lauter arabischstämmigen Schülern in einer Klasse war, dass er sich wünscht irgendwo zu wohnen wo es nur Deutsche gibt. Er war täglich Mobbingattacken ausgesetzt. Eine Ohrfeige für alle Verantwortlichen, die eine solch unbarmherzige Ideologie unterstützen. Ein anderer Junge, bei dem erst innerhalb des Gespräches herauskam, dass er auch Deutscher ist, hat sich den arabischstämmigen Schülern total unterworfen indem er die deutsche Sprache so verstümmelt hat, als wäre er irgendwo in einem arabischen Land aufgewachsen. Offenbar konnte er nur so Mobbingattacken aus dem Weg gehen. Kinder die ins Ausland verbracht wurden, weil das billiger war. Niemand wußte ob es überhaupt eine geeignete Unterbringung war. Es ist wirklich erstaunlich, dass Leute erst nach ihrer Pensionierung sich zu Wort melden. In seiner Funktion als Staatsrat hätte Herr Frehe sicherlich Möglichkeiten gehabt, sein Augenmerk nicht nur auf ausländische Kinder und Jugendliche zu lenken. Ein paar deutsche Kinder gibt es schon noch. Das Sozialresort sollte sich auch nicht darum kümmern, dass HartzIV-Bezieherinnen die Pille zum Nulltarif bekommen, sondern sie sollte sich eher darum kümmern, dass die Bedingungen erheblich verbessert werden, damit die deutschen sich trauen wieder Kinder zu bekommen. t223f19-quot-Wo-bleiben... Kinder und Jugendliche sollten nicht einfach weggesperrt oder verwahrt werden, sondern da muss man schon Geld in die Hand nehmen , das ausgebildete Therapeuten eingestellt werden um wirklich Hilfestellung geben zu können. Mein Verständnis für die Verantwortlichen, die mit aller Härte und Entschlossenheit gegen deutsche Kinder und Jugendliche vorgehen ist erschöpft. Sie bereiten damit ein sehr übles Klima, weil es nämlich auch noch Menschen gibt, die nicht unter einer selbstzerstörerischen Toleranz " leiden". Wenn sich Eltern dagegen wehren, werden sie ganz schnell mundtot gemacht, indem man erstaunt ist und Rassismus dahinter vermutet. Seien Sie gerecht und suchen Sie sich nicht die Kinder aus, die Gerechtigkeit bekommen sollen, sondern verteilen Sie die Gerechtigkeit fair. t223f19-quot-Wo-bleiben...
Ende

In diesem Thread findet man auch einen offenen Brief, Post 18 von zwei Müttern aus Hamburg an Sozialsenator Scheele, ob sie eine Antwort bekommen haben, kann ich nicht sagen.
http://www.geschlossene-unterbringung.de...detlef-scheele/

Lola  
Lola
Beiträge: 1.281
Registriert am: 24.01.2013


"Schulschwänzer kommen hinter Gitter"

#26 von Lola , 24.09.2016 08:37

http://www.weser-kurier.de/region_artike...id,1463494.html

Zitat
Hunderte Fälle in Niedersachsen
Schulschwänzer kommen hinter Gitter
Peter Mlodoch 24.09.2016 0 Kommentare

Fürs Schwänzen hinter Gitter: Weil sie unentschuldigt dem Unterricht ferngeblieben waren, bekamen 399 Niedersachsen in diesem Jahr einen Jugendarrest aufgebrummt.

Fürs Schwänzen hinter Gitter: Weil sie unentschuldigt dem Unterricht ferngeblieben waren, bekamen 399 junge Niedersachsen in den ersten sechs Monaten dieses Jahres einen Jugendarrest aufgebrummt. 2015 mussten 552 Jugendliche wegen Verletzung ihrer Schulpflicht einen Arrest verbüßen. Das ergibt sich aus einer Antwort des Kultusministeriums auf eine parlamentarische Anfrage der CDU-Landtagsfraktion. Laut Justizministerium in Hannover betrug im ersten Halbjahr 2016 die durchschnittliche Arrestdauer für diese Schulschwänzer 5,68 Tage. In Bremen dagegen musste laut Bildungsbehörde seit 2014 kein Schüler wegen schuldhaften Fehlens in eine Zelle.
Zitat Ende

Das hört sich zunächst für Bremen positiv an, aber Bremen verhängt Bußgeldbescheide!
Bremen ist natürlich "klamm" und eine Unterbringung in einer geschlossenen Einrichtung kostet Geld ebenso wie therapeutische Maßnahmen. Könnte es vielleicht sein, dass man aus Gründen des "notorischem Geldmangel" lieber Bußgelder kassieren will?

Ich habe erhebliche Schwierigkeiten zu erkennen, dass es bei solchen "Gesetzen" und "Maßnahmen" um das Kindeswohl geht, oder? Es kommt mir daher eher vor wie ein wirtschaftlicher Vorgang, der im Vorfeld kaufmännisch kalkuliert wird und dem Bürger obendrein noch das Gefühl geben soll für die Kinder alles zu tun.






http://www.weser-kurier.de/region_artike...id,1463481.html
In der Papierausgabe steht der Kommentar auf Seite 2 links oben.

Zitat
Peter Mlodoch über Arrest für Schulschwänzer
Kommentar: Armutszeugnis
Peter Mlodoch 24.09.2016 0 Kommentare

Knast für Schulwänzer? Was nach einem Relikt klingt, ist in Niedersachsen Realität. Doch was sollen sie da lernen? Peter Mlodoch plädiert für eine professionelle Hilfe.

Knast fürs Schulschwänzen? Was nach einem Relikt aus dem vorigen Jahrhundert klingt, ist ausgerechnet im rot-grün regierten Niedersachsen knallharte Realität. Allein in den ersten sechs Monaten dieses Jahres bekamen fast 400 beharrliche Unterrichtsverweigerer einen Jugendarrest aufgebrummt, jeder von ihnen fast sechs Tage im Schnitt. Das ist mehr als ein pädagogisches Armutszeugnis, es ist eine bildungspolitische Kapitulation.
Zitat Ende


Lola  
Lola
Beiträge: 1.281
Registriert am: 24.01.2013

zuletzt bearbeitet 24.09.2016 | Top

RE: "Schulschwänzer kommen hinter Gitter"

#27 von Lola , 06.10.2016 19:32

In der Ausgabe des Weser Kurier v. 6.10.2016 bezieht sich ein Leserbrief auf einen Artikel vom 24.9.2016
der im vorigen Beitrag verlinkt wurde.

Es geht um das Thema "Schulschwänzer kommen hinter Gitter".

Die Leserbriefverfasserin bemängelt, dass dieses Thema "Schulschwänzen" nicht so pauschal behandelt werden darf "und schon gar nicht mit Gewalt".
Sie bringt Beispiele. Zitat:"Ein Mädchen verweigert die Schule grundsätzlich, denn sobald sie etwas verstanden hat, will sie etwas Besseres mit ihrer Zeit anfangen. Aber es wird dann noch drei Wochen auf dem Thema "herumgekaut". Sie entscheidet sich die Schule abzubrechen und das Mädchen geht ihren "eigenen guten Weg".

In einem anderen Fall schwänzt ein Mädchen 40% der Schulstunden. Sie verläßt täglich pünktlich das Haus, aber sie verbringt ihre Schulstunden in den Wartezimmern verschiedener Ärzte. Diese Zeit verbringt sie lesend, schreibend und malend. Der Leserbrief klärt weiter auf, dass der Vater von dem Schulschwänzen nichts wissen darf, weil er sie sonst schlagen würde, Sie macht einen guten Abiturabschluss und bewirbt sich mit den Bildern, die sie während der Schulschwänzerei erstellt hat, für ein Kunststudium.

Der Leserbrief berichtet über einen dritten Fall von einem Jungen, der fast nie zur Schule gegangen ist aber nach frühzeitiger Promotion, dann Habilitation , Profesor für Mathematik geworden ist.

Ein letzter Fall berichtet von einer psychisch kranken Mutter die ihrer Tochter seit der 4.Klasse untersagt hat den Schulunterricht zu besuchen, damit diese für sie da ist und zu Hause helfen mußte. Die Fehlzeiten erstreckten sich oft über Monate. Das Mädchen hat ihr Elternhaus irgendwann verlassen und hat trotz schwieriger Umstände das Abitur gemacht und studiert Mathematik.

Die Schlußfolgerung der Leserbriefschreiberin lautet wie folgt: "Das zeigt, dass nicht immer das Durchsetzen der Schulpflicht die Lösung aller Probleme ist, Gewalt schon gar nicht.
Sicher sind die genannten Fälle Ausnahmen, aber so selten, wie man denken könnte, sind sie auch nicht, sie werden nur nicht bekannt".

Vielleicht sind viele Schüler unterfordert und langweilen sich auch in der Schule und dann schwänzen sie und andere werden durch das Elternhaus am Schulbesuch gehindert und welches Kind sagt schon, dass die Mutter den Schulbesuch verboten hat. Strafen und Sanktionen helfen da nicht, sondern eher vielleicht ein Gespräch mit einem Schulpsychologen oder eine Veränderung der Schulpolitik bzw. Abschaffung des
Schulzwang, sofern Eltern garantieren, dass ihr Kind zu Hause unterrichtet wird.

Lola  
Lola
Beiträge: 1.281
Registriert am: 24.01.2013


...kein Wunder, wenn deutsche Kinder nicht gern zur Schule gehen..

#28 von Lola , 28.10.2016 08:59

https://www.youtube.com/watch?v=5vjJSC970V0

Zitat
...Zitat: "Veröffentlicht am 24.03.2012

Manchmal werden sie verhöhnt, manchmal sogar geschlagen. Mit ihnen wird in der Klasse kaum geredet, sie ziehen sich zurück, sagen kaum noch ihre Meinung -- kurz, sie sind nicht integriert in der Schule. Die Rede ist nicht von Migranten-Kindern an einer deutschen Schule, sondern von deutschen Schülern an einer Hauptschule in Essen. "Sie werden nicht jeden Tag mit dem Messer bedroht, ... aber die Kinder mit Migrationshintergrund haben hier eindeutig das Sagen", so die Direktorin der Schule. "Red nicht mit der, das ist bloß eine deutsche Schlampe", so hören es auch die Lehrerinnen" Zitat Ende

+++++Eine sehr gute Reportage die ein erschreckendes Ausmaß einer verfehlten Politik oder politischen Ideologie, die sich hauptsächlich gegen Deutsche richtet. Unsere Freiheit ist schon lange in Gefahr und die Untätigkeit der erwachsenen Deutschen ist beängstigend vor diesen Problemen immer noch die Augen zu verschließen und sich nicht aufraffen und der Politik unmißverständlich die rote Karte zu zeigen.

Es geht um unsere Kinder.

Die hier gezeigten Probleme sind die Früchte einer Jahrzehntelangen unmenschlichen, geistigen Umerziehung, die von den Besatzern angeordnet wurde und von den Deutschen ohne murren und knurren ausgeführt was alles immer nur zu Lasten der nächsten Generation geführt hat, die eine selbstzerstörerische Toleranz gegenüber Einwanderern zu zeigen hat, sonst wurden Schüler sowie deren Eltern gleich in die rechte Ecke gestellt und Ausgrenzung war und ist ihnen gewiss.

Den Lehrern kann man keinen Vorwurf machen, denn es ist für sie eine Wanderung zwischen zwei Welten.
Die Eltern der heutigen Schüler haben sich garantiert die BRD als das falsche Land für ihre Lebensweise ausgesucht, auch wenn sie von politischen Ideologen in der BRD hofiert werden.

Schluss mit der Unterdrückung, egal von welcher Seite sie kommt!


Lola  
Lola
Beiträge: 1.281
Registriert am: 24.01.2013

zuletzt bearbeitet 28.10.2016 | Top

RE: ...kein Wunder, wenn deutsche Kinder nicht gern zur Schule gehen..

#29 von Lola , 28.10.2016 20:49

...noch etwas zu dem Video aus dem vorangegangenen Post:

es geht bei diesem Video aber nicht um Prügeleien, sondern um Vorurteile über Vorurteile und der Hass gegenüber Deutschen. Andererseits glauben die Migranten wieder, dass auch die Deutschen sie ablehnen, was ein Lehrer aus dem Libanon ..der an dieser Schule unterrichtet, versucht den Migrantenschülern zu vermitteln, dass es nicht der Fall ist, würde das Land sie sonst mit Essen, Kleidung und die Chance etwas zu lernen ausstatten. Es ist ein Teufelskreis und diese Gräben gibt es erst seit etwa 20 Jahren und zwar seit dem Krieg im Libanon und die Menschen, die auch z.T. aus der Osttürkei kommen,die Gelegenheit ergriffen haben das Kriegsgebiet zu verlassen und in Deutschland ihr Glück zu versuchen. Die Lehrerin erzählte ja, dass es früher ein solches Verhalten der Schüler aus unterschiedlichen Kulturkreisen nicht gegeben hat. Da hat es Freundschaften zwischen den deutschen und türkischen Schülern gegeben. Wer oder was hat die Spaltung der Kulturen veranlaßt? Wer hat ein Interesse an einem solchen Zustand und den dann auf dem Rücken der Kinder und Jugendlichen herbeizuführen?
Die Ablehnung von den Migranten gegenüber den Deutschen kommt aus dem Elternhaus, die überhaupt keine deutschen Familien kennen aber ihr desaströses Bild, gespickt mit Vorurteilen, die sie von den Deutschen haben, an ihre Kinder weitergeben.
So sieht es auch die Lehrerin aus dem Video.

Helmut Schmidt hat mal gesagt, wem es bei uns nicht gefällt, der kann gehen.
So sehe ich es auch und wem die Freiheit hier nicht gefällt, der sollte schon vor langer Zeit das Land verlassen haben. Sie kommen auch nicht damit klar, dass alle Menschen hier (noch) frei reden dürfen und Widerworte haben. Das wäre die Konsequenz, weil die Kinder nicht geschlagen würden von den Eltern.

Körperliche Gewalt und Unterdrückung, was eine Erniedrigung bedeutet, ist offenbar nichts unbekanntes für sie und alles das was sie selbst durchmachen, geben sie an die "verhaßten Deutschen" weiter.

Rücksichtnahme und Toleranz empfinden sie als Angst und Feigheit und erleben durch ihr brutales Verhalten ein Machtgefühl.
Die Deutschen haben die Pflicht die eigenen Kinder nicht im Stich zu lassen. Genau das passiert hier aber seit fast zwei Jahrzehnten.

Ein nach innen gerichteter Rassismus, den die Politiker leider auf Grund von "Blindheit" auf beiden Augen und "Taubheit" auf beiden Ohren nicht wahrnehmen (wollen).

Passt nicht in ihr Weltbild, oder?

Lola  
Lola
Beiträge: 1.281
Registriert am: 24.01.2013


"Hass in der Sprache"

#30 von Lola , 30.10.2016 08:59

http://www.weser-kurier.de/startseite_ar...id,1485590.html

Zitat

Experten sehen aber inzwischen eine neue Qualität und warnen vor hasserfüllter Sprache. Schuld seien vor allem die Vorbilder.
Hass in der Sprache
Marie-Chantal Tajdel und Britta Schultejans 30.10.2016 0 Kommentare

Auch nach 40 Jahren im Schuldienst hat die Lehrerin so etwas noch nicht erlebt. Als sie eines Morgens zur Arbeit in einem kleinen Ort in Bayern kommt, liest sie am Eingang zur Dorfschule eine Schmiererei: „Drecksschule! Fickt euch, ihr Lehrergesindel, ihr Untermenschen.“ Ein Einzelfall sei das nicht. Im Gegenteil, sagt die Präsidentin des Bayerischen Lehrerverbandes BLLV, Simone Fleischmann, die aus der E-Mail der Lehrerin zitiert.

Auf den Schulhöfen verbreitet sich zunehmend eine aggressive, hasserfüllte Sprache. Lehrer schlagen Alarm und haben das Manifest „Haltung zählt“ geschrieben, das der Verband Anfang September in München präsentierte. „Wir beobachten mit größter Sorge, wie sich die Stimmung, die Kommunikation in den sozialen Netzwerken und die alltäglichen Umgangsformen in unserer Gesellschaft verändern“, heißt es in dem Manifest. „Diese Verrohung des Umgangs wirkt sich auch auf unsere Kinder und Jugendlichen aus“. Und weiter: „Extreme Gruppierungen und Personen, insbesondere Repräsentanten der Rechtspopulisten und Rechtsextremen, tragen zu dieser Verrohung des Umgangs maßgeblich bei.“

..der Beitrag informiert weiter:
"Beobachtet hat Heiko Frerichs indes, dass Schüler aggressive Ausdrücke im Zusammenhang mit sexualisierter Sprache nutzen wie etwa Ausdrücke wie „Schwuchtel“, „Fotze“ oder „Schlampe“.

Die sprachliche Verrohung beginnt heute schon im Grundschulalter. Bereits von Acht- oder Neunjährigen sind Begriffe wie Hure, Spasti oder Asylant zu hören. „Die Schüler, die Aggressionssprache gezielt benutzen, werden immer jünger“, bestätigt Heiko Frerichs, der seit 40 Jahren im Schuldienst ist. Es gebe sogar Sechsjährige, die sich ausschließlich auf diese Weise ausdrücken, und bei denen jede Rangelei von wüsten Drohungen begleitet werde. Frerichs glaubt, dass das zum einen dem Einfluss älterer Geschwister geschuldet ist, zum anderen aber auch der gesellschaftlichen Verrohung und der Einstellung, dass es zum guten Ton gehört, sich derart darzustellen. Neu sind für den Klassenlehrer, der in Bremerhaven eine Inklusionsklasse im achten Jahrgang an der Carl-von-Ossietzky-Oberschule leitet, wachsende Respektlosigkeiten gegenüber Erwachsenen. So werden Lehrer geduzt oder mit „Alter“ angesprochen. Das nimmt auch die Präsidentin des Bayerischen Lehrerverbandes, Simone Fleischmann, mit Sorge wahr. Lehrer beobachteten bei ihren Schülern inzwischen eine „zunehmende Aggressivität gegenüber Andersdenkenden, Ausländern und Flüchtlingen“, sagt Fleischmann – und das gelte nicht nur in Bayern, sondern bundesweit.

Der Artikel endet mit folgenden Worten:
"Diese häuslichen Erziehungsdefizite müssen wiederum in der Schule korrigiert und nicht verstärkt werden, sagt Heiko Frerichs. Auch die Bayerische Lehrerverband-Chefin Simone Fleischmann betont: „In der Schule von heute sitzt die Gesellschaft von morgen.“
„Die Schüler, die Aggressionssprache gezielt benutzen, werden immer jünger.“ Heiko Frerichs, Bremer Vorsitzender des Lehrerverbandes VBE"

Zitat Ende

Schade das die Schüler nicht zu Wort gekommen sind, wie in dem Video aus Beitrag 28
https://www.youtube.com/watch?v=5vjJSC970V0

Eine etwas einseitige Aussage, oder?
"„Extreme Gruppierungen und Personen, insbesondere Repräsentanten der Rechtspopulisten und Rechtsextremen, tragen zu dieser Verrohung des Umgangs maßgeblich bei.“

Es heißt auch wie folgt über Andersdenkende: "„Kinder und Jugendliche waren im Umgang miteinander schon immer verletzend und zeigen oft nur wenig Empathie“, so der Lehrer, der seit 40 Jahren im Schuldienst ist. Herabsetzende Sprüche gegenüber Andersdenkenden gehörten zum Schülerkauderwelsch.

Wie soll es bei Kindern und Jugendlichen funktionieren gegenseitige Vorurteile abzubauen?
Damit die Gräben nicht noch tiefer werden, sollten Gespräche über bestehende Vorurteile stattfinden und Meinungen diskutiert werden, wobei die politische Meinung des Diskussionsleiters z.B. des Lehrers neutral sein sollte, damit andersdenkende Schüler nicht verstummen.


Voltaire hat zur Meinungsfreiheit gesagt:

„Ich werde Ihre Meinung bis an mein Lebensende bekämpfen,
aber ich werde mich mit allen Kräften dafür einsetzen,
dass Sie sie haben und aussprechen dürfen.“

Lola  
Lola
Beiträge: 1.281
Registriert am: 24.01.2013


   

"Behutsamer Kontakt an den Bunker"
"Lehrer leben in Angst"

Burg Blomendal (Quelle: wikipedia)
Xobor Forum Software ©Xobor.de | Forum erstellen