Kraftwerk Farge (Quelle: wikipedia)

Erst lesen und dann kritisieren!

#46 von Reinhard , 19.11.2014 01:16

Erst lesen und dann kritisieren!

Hallo Herr Kolbe,

um es gleich vorwegzuschicken: mir ist nicht klar geworden, wem Sie Ihre Vorwürfe eigentlich machen.

Meine Texte können für Sie vielleicht lang sein, aber wenn Sie nach der 2. Seite abgebrochen haben, frage ich mich, wie Sie dann behaupten könne, im Text seien bestimmte Aussagen gemacht worden.

Beide Behauptungen schließen sich nach den Regeln der üblichen Logik aus.

Daraus resultiert offenbar, dass praktisch alle Aussagen, die Sie hier gegenüber mir und dem Forum machen, schlicht und einfach falsch sind.

So kann ich mich nicht daran erinnern, den Begriff „serienkriminelle Jugendliche“ selbst verwendet zu haben. Ich habe ihn nur auf einer Facebookseite gelesen, auf die ich keinen Zugriff habe.

Ich habe mich in meinen Aussagen über Herrn Kannenberg ausschließlich auf die von ihm mitfinanzierte Studie der Uni Kassel und den Beitrag zum „Konzept Kannenberg“ bezogen, der auf der aktuellen Webseite der „Akademie Lothar Kannenberg“ aufgerufen werden kann. Die Kritik an diesem Konzept, die sich auf die Effizienz und die Implikationen für die Jugendlichen bezieht, verwechselt daher an keiner Stelle das Erziehungscamp in Hessen mit einem amerikanischen Boot Camp.

Zu Ihren kritischen Statements und Ihrem für mich selbstverständlichen Recht, ein Meinung zu haben und zu vertreten, habe ich mich an keiner Stelle geäußert. Ich habe mich damit auch nicht beschäftigt.

Über die Mitgliederwerbung der Nicht-mit-uns-Gruppe bin ich nicht näher informiert, da ich kein Mitglied dieser Gruppe bin. Als ich dort einmal recherchiert habe, wurde ich zwar vermutlich, weil ich an einer falschen Stelle geklickt habe, Mitglied. Jedoch wurde das nach einer entsprechenden Mail unverzüglich geändert. Das ist mir in ähnlicher Weise auch bei der Ohne-Vorurteile-Gruppe passiert.

Für alle Rekum-Gruppen scheint jedoch zu gelten, dass man mit vielen Mitteln die Zahl der Mitglieder nach oben treibt. So werden z.B. Fakes wie Eve Adam Mitglied oder zwei Gruppen werben praktisch für Doppelmitgliedschaften. Mit diesen Aktionen habe ich jedoch nichts zu tun, da ich bei keiner Gruppe Administrator bin.

Soweit ich die heutigen Aussagen des Senats in der Stadtbürgerschaft verstanden habe, soll ein Generalvertrag mit der Makarenko Schiffahrt GmbH abgeschlossen werden, die damit Geld erhält, um die Mitarbeiter der „Akademie Lothar Kannenberg“ und die anfallenden Verpflegungs- und Sachkosten zu finanzieren. Es könnte daher sein, dass mit den freundlichen Geschenken für die Einrichtung an der Rekumer Straße 12 die Kosten der Trägergesellschaft gesenkt und damit ihr Jahresüberschuss erhöht wird. Die ebenfalls zu diesem Konglomerat gehörende Wildfang GmbH weist zumindest Gewinne aus.

Für mich kann es keine politische Bürgerbeteiligung geben, wenn die Bürger erst über Entscheidungsgründe und Details informiert werden, wenn die Entscheidungen bereits gefallen sind und der Beschluss umgesetzt ist. Wenn man nette Geschenke an Jugendliche übergibt, ist das zwar eine schöne Geste, nur sollte man das als Hilfe von Bürgern bezeichnen. Es handelt sich schließlich um ganz unterschiedliche Ebenen.

Zu den konkreten Aussagen von Anwohnern und den Partizipationszielen der Piraten in Blumenthal habe ich nichts geschrieben, da ich sie nicht kenne. Das war daher auch nie mein Thema.

Bei allen diesen Unterstellungen, mit denen dieses Forum fälschlicherweise kritisiert wird, ist mir völlig unklar, was sie mit einer „substanziellen Auseinandersetzung mit Argumenten“ meinen. Das können ja wohl nicht die hier beim falschen Adressaten vorgetragen Vorwürfe sein.

Da ich für Transparenz bin, eine Zielsetzung, die ich bisher auch bei den Piraten erwartet habe, schlage ich Ihnen vor, dass wir für eine weitere Diskussion keinen Ausschluss der Öffentlichkeit anstreben, wie das in Blumenthal offenbar immer mehr zur Regel wird, sondern hier substanzielle Argumente austauschen.

Wenn Sie fair sind, werden Sie selbst sehen, dass Ihnen beim Adressaten offensichtlich eine Verwechslung unterlaufen ist.

Auch möchte ich Sie bitten, nicht nur in den Sätzen „Substanz“ zu sehen, die Sie schreiben. Diese Behauptung einer Substanzlosigkeit bei anderen lässt sich sehr leicht erheben, nur darf man dann, wenn man sie belegen will, keinen Rundumschlag starten, der bei Unschuldigen zu Kollateralschäden führt.

Menschliche Achtung sollte man nicht nur gegenüber den Jugendlichen an der Rekumer Str. 12, sondern auch gegenüber den Mitgliedern und Autoren eines Internetforums haben! Das ist zumindest meine Meinung.

xxxxxxxx

Nachtrag: Ich habe den angegeben Link genutzt und Herrn Kobbe und seine Freunde über meine Antwort informiert. Die Reaktion zeigt für mich, wer eine offene Diskussion möchte und wer sich lieber unter seinesgleichen bestätigt sehen will. Der Hinweis wurde gelöscht.


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Die Denkstrukturen eines Ortsamtsleiters (1)

#47 von Reinhard , 19.11.2014 12:25

Die Denkstrukturen eines Ortsamtsleiters (1)

Zu einem Posting, das eine Anregung für einen Bürgerantrag auf der Facebooksseite „Bremen-Nord - Das geht uns alle an!“ zur Diskussion stellt, der eine Veröffentlichung des Protokolls der Geheimsitzung von Beiratsmitgliedern am 17. 10.vorsieht, hat der Blumenthaler Ortsamtsleiter eine Stellungnahme abgegeben.

Extrem reduzierte Weltsicht

Dabei stellt er Bemerkungen zum User, dessen Vorschlag er kritisieren will, an den Anfang. Der erste versucht ihm ein Umschwenken von einer Linksaußen- zu einer Rechtsaußenposition anzudichten.

In seinem Eifer hat Herr Nowack offenbar nicht bemerkt, dass es bei den Übereinstimmungen mit Positionen der Linken und in Postings auf einer Facebookseite, die er offenbar für extrem rechts hält, um Forderungen nach mehr Transparenz und für eine sachgerecht Diskussion notwendiger Informationen geht.

So will der Antrag der Linken zur „Bürgerstiftung Blumenthal“, der im Forum positiv angesprochen wurde, mehr Aufklärung über eine nicht gegründete Stiftung, die jedoch einen designierten Vorsitzenden besitzen soll und an der Videoüberwachung auf der Bahrsplate zunächst beteiligt sein sollte.

Auf der anscheinend als rechts eingestuften Facebookseite habe ich versucht, eine Diskussion der Kundgebung „Rassismus ist das Problem“ anzuregen und jetzt eine Möglichkeit zur Diskussion gestellt, wie die Bürger endlich darüber aufgeklärt werden können, was von wem in einer nicht öffentlichen Beiratssitzung tatsächlich verhandelt wurde, da es hierzu widersprüchliche Aussagen gibt und der Grund für die Geheimhaltung bisher nicht einmal genannt wurde.

In diesen Fällen ging es also nicht um die Werbung für eine linke oder rechte Politik, sondern um mehr Informationen für die Bürger.

Anscheinend gibt es für den Ortsamtsleiter eine Suche nach der Wahrheit nur bei den politischen Extremen. Für diese Einschätzung werden ihm die Mitglieder von SPD, CDU und Grünen sicherlich nicht gerade dankbar sein.

Möglicherweise jedoch mit Ausnahme des Administrators der Facebookseite der SPD-Fraktion; denn hier wird man durch einen Klausurbeschluss erst zur Diskussion eingeladen, um dann gelöscht und sogar gesperrt zu werden.

Wenn man sich also, wie es dieses Forum anstrebt, für mehr Transparenz und eine bessere Informationspolitik in Blumenthal einsetzen will, ist das offensichtlich im Internet nicht auf der Seite Fraktion des Ortsamtsleiters möglich, obwohl ich dort ganz persönlich zum Posten „anregender Diskussionsbeiträge“ eingeladen wurde.

Die behauptete angebliche Verwandlung von einem Linksaußen in einen Rechtsaußen, wobei es sich ohnehin um inzwischen eher antiquierte Bezeichnungen von Spielerpositionen handelt, geht damit völlig in die Irre, was bei diesem Griff in die Extreme nicht unbedingt selten ist. Hier verwechselt der Ortsamtsleiter jedoch in rein polemischer Absicht das Teilen politischer Ideologien oder Programme mit einem Eintreten für mehr Transparenz in der Blumenthaler Politik.

Solche Fehleinschätzungen lassen sich häufig, wie uns Fachleute aufklären, auf verfestigte Vorurteile und eine Fixierung auf ein simples Schwarz-Weiß-Denken zurückführen. Wird das auch hier der Fall ein? Oder soll nur wieder einmal die Wirkung des lateinischen Sprichworts "Immer bleibt etwas hängen"
("Semper aliquid haeret") erprobt werden?


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...ist wohl nicht so werbewirksam wenn man sich für die Roma-Familien , der George-AlbrechtStr. einsetzt, oder?

#48 von Lola2 , 19.11.2014 15:05

Modellvorhaben "Roma-Integration"

Zitat


Zitat vormerken

RE: 08/15 reicht nicht immer!

#3 von Lola , 31.08.2013 19:45

http://www.freudenbergstiftung.de/files/freudenberg_25.pdf

Zum 25-jährigen Bestehen der Freudenberg-Stiftung wurde im Jahr 2009 die Broschüre, die man mit o.a. Link aufrufen kann, herausgegeben.

Zitat
Integrationsgesellschaft heißt das programmatische Stichwort, dem wir
die Projekte zuordnen, die früher mit Migration und Integration über-
schrieben waren. Dahinter steckt die Vorstellung, dass es nicht nur von
den Einstellungen der Eingewanderten abhängt, ob sie sich integrieren,
sondern ebenso von der Offenheit der Gesellschaft ihnen gegenüber. Es
geht darum, Barrieren beiseite zu räumen, die die Wege in die Gesell-
schaft, zu einem erfolgreichen Schulabschluss und in Arbeit und Beruf
versperren oder schwer machen.
Zum Aufbau dieser Barrieren tragen gewiss auch die Einwandernden
selbst bei, alle Erfahrungen aber zeigen, dass sie dies weniger tun, wenn
die Gesellschaft sie nicht ausgrenzt, sondern ihre Eingliederung will und
fördert. Die Schülerinnen und Schüler eines „Lernen durch Engage-
ment“-Projekts haben sich zum Ziel gesetzt, sich für ein „integratives
Freiburg“ zu engagieren. Dies ist genau, was die Stiftung tun möchte,
an welchen Orten auch immer sie tätig wird.

..es heißt weiter:
Es ist inzwischen eine auch
politisch akzeptierte Tatsache, dass Deutschland ein Einwanderungs-
land geworden ist, in dem ein Drittel aller Bewohner einen Migrations-
hintergrund hat. In den großen Städten der westdeutschen Länder liegt
die Zahl der Schulanfängerinnen und -anfänger aus Familien nicht-deut-
scher Muttersprache bereits bei über 50 %. Deren schulische und be-
rufliche Integration kann daher keine Aufgabe unter anderen sein, son-
dern muss ein zentrales Ziel der Gesellschaft werden. Dies ist zwar der
breiten Öffentlichkeit noch nicht bewusst, aber wir stoßen nicht mehr,
wie noch vor fünf Jahren, auf eine defensive politische Landschaft. Zwei
Jahrzehnte war unser Thema Migration/Integration ein Randthema. Das
ist es nicht mehr. Die Folgerung daraus ist aber, dass ein Ansatz, der zu
erreichen versucht, einzelne Kinder in der Schule besser zu fördern und
besser mit dem bestehenden Schulsystem zurecht zu kommen, nicht
ausreicht. Die Aufgabe der Zukunft wird es sein, ein System der Förde-
rung zu entwickeln, das den Kindern besser gerecht wird. Man wird al-
so nicht nur inden Bildungseinrichtungen arbeiten müssen, sondern auch an ihnen.
Zitat Ende

Wenn auch die Zahlen der breiten Öffentlichkeit noch nicht bewußt sind, so sollten die Behörden in Bremen mittlerweile aber davon Kenntnis haben. Der Brennpunkt George-Albrecht-Straße besteht offenbar schon seit etwa 10 Jahren? Man hat dem unteren Teil der Straße einen anderen Namen gegeben, sonst ist bezüglich der eigentlichen Probleme nichts geschehen.
Man kann nicht nur immer davon reden, dass die Menschen sich integrieren müssen. Nein, die hier lebende Gesellschaft muss die Fähigkeit besitzen und bereit sein, dass diese Menschen sich überhaupt integrieren können.
Hier ist genau das Gegenteil passiert, nämlich Ausgrenzung. Leider wurde von den Behörden versäumt ein Konzept zu entwickeln, dass den Menschen die Möglichkeit gegeben wird erst einmal die Sprache zu erlernen, bevor sich eine Leere durch sprachlosigkeit einstellt. Die Gesellschaft hat die Folgen der Ausgrenzung zu spüren bekommen, denn es hat sich bei den heranwachsenden Kindern eine ohnmächtige Wut eben auf diese Gesellschaft entwickelt.
Die Schläfrigkeit der Behörden sollte nach so vielen Jahren ein Ende haben.

Zitat Ende

10 versäumte Jahre um Bildung den Bewohnern nahe zu bringen.

...wie heißt es doch .. Wer liest ist klar im Vorteil!


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..wie war das noch mal mit dem "Angstraum"?

#49 von Lola2 , 20.11.2014 00:46

..ich habe in den Threads über den Brennpunkt George-Albrecht -Straße die Beiträge nochmal gelesen und es ist schon recht erstaunlich dass es von der SPD sogar einen Antrag gegeben hat, vor gar nicht langer Zeit, am 12.3.2014 warum das Gebiet um die George-Albrecht -Straße nicht als Gefahrenort von der Polizei aufgenommen wurde. Es würde sich schließlich um einen "Angstraum" handeln.

Lesen Sie einfach mal selber, was ich am 12.3.2014 in meinem Beitrag berichtet habe. Als Quelle diente mir folgender Link:

http://www.weser-kurier.de/bremen_artike...rid,800750.html

Zitat

..einerseits soll Vertrauen aufgebaut werden und andererseits soll es ein "Angstraum" werden ??!n

#11 von Lola , 12.03.2014 09:01

Blumenthaler Beirat: Bericht zum Win-Gebiet / Parkplatzprobleme in der Helgenstraße - 12.03.2014
Suche nach Quartierstreffpunkt läuft weiter
Von Christina Denker

Blumenthal. http://www.weser-kurier.de/bremen/stadtt...rid,800750.html

Zitat
Thema George-Albrecht-Straße: Peter Geis von der SPD wollte wissen, warum dieser Bereich bei der Polizei nicht mehr als Gefahrenort gelistet wird: „Das ist ja auch ein Angstraum.“ Wie berichtet, gibt es in Bremen-Nord nur noch zwei Orte, an denen Personen von der Polizei ohne konkrete Verdachtsmomente kontrolliert werden dürfen. Das sind die Grohner Düne und die Straßenzüge rund um Lüssumer Ring und Lüssumer Heide. Uwe Kröger, Chef der Blumenthaler Polizei erklärte dazu, dass die Kriminalitätsfälle im Umfeld der George-Albrecht-Straße abgenommen hätten. „Wenn die Zahlen wieder ansteigen, kommt sie wohl wieder rein“, schätzte er. Letztlich, sagte Kröger, sei das eine Entscheidung gewesen, die ohne das Zutun des Polizeipräsidenten getroffen worden sei. Er selbst finde, dass die Straße durchaus ein Gefahrenort sei.

Die Bürgerschaftsabgeordnete Margitta Schmidtke (SPD), die am Sitzungsabend im Publikum saß, will Peter Geis’ Antrag, der mit einer Gegenstimme angenommen wurde in die Bürgerschaft einbringen.

Zitat Ende

Nachdem das Thema George-Albrecht.-Str. über viele Jahre vor sich hin dümpelte, ist es schon recht merkwürdig, wie man die Arbeit der Quartiersmanagerin, die zunächst einmal das Vertrauen der Bewohner gewinnen muss, mit Erfolg" im Keim ersticken will".

Nicht nur, dass sie nach 6 Monaten immer noch ohne Domizil im Brennpunktgebiet ist, obwohl es etliche Leerstände gibt. Nein, jetzt soll sie auch noch einen zusätzlichen Knackpunkt auferlegt bekommen.

Man darf nicht nur immer Integration fordern, man muss sie fördern und vor allem auch zulassen, dass die Menschen sich überhaupt integrieren können.

Vielleicht sollten die politischen Parteien in Blumenthal sich selbst prüfen, ob sie überhaupt bereit sind eine Integration der dort lebenden Menschen zuzulassen?

Nach diesem "Angstraumantrag" wohl eher nicht, obwohl der Revierleiter einen Rückgang der Delikte mitgeteilt hat.

Zitat Ende
............................................

RE: Integrationspolitik

#14 von Lola , 10.04.2014 00:04

http://www.spiegel.de/politik/deutschlan...e-a-452367.html

Zitat
Gescheiterte Integrationspolitik: 30 verlorene Jahre
Von Anna Reimann

Schulschläger, marodierende Jugendbanden: Schon 1976 warnte das Arbeitsministerium massiv vor "einer völlig unzureichenden Integration von Ausländern". Wie kann es sein, dass die Politik 30 Jahre geschlafen hat, fragt Stefan Luft in seinem Buch "Abschied von Multikulti".
Zitat Ende

.....................................
Wer über Dr.Stefan Luft etwas lesen und vielleicht aus seinen Büchern etwas LERNEN möchte, sollte die Links aufrufen:http://www.amazon.de/Abschied-von-Multik...7643369-8110659
http://www.stefanluft.de/

..und noch etwas:
Leute die der Meinung sind, dass man über kritische Bürger den "braunen Kübel" ausschütten sollte, diese Leute haben die Möglichkeit in den Threads, die den Brennpunkt George-Albrecht-Straße zum Thema haben, sich erst einmal über die zusammengestellten Beiträge mit Quellenangaben sachkundig machen, bevor sie über 2000 Bürger und mehr, die für sich in der FB-Gruppe ebenso das Recht in Anspruch genommen haben, wie die Blumenthaler SPD mit ihrem "Angstraum-Antrag", obwohl der lt. Polizei überflüssig war, denn die Delikte waren zu dem Zeitpunkt schon längst zurückgegangen.

http://www.weser-kurier.de/bremen_artike...rid,467122.html
..in dem Dringlichkeitsantrag spiegelt sich die ganze Doppelmoral der Politik in Blumenthal wider.

.. eine solch absurde und unprofessionelle Politik, wie sie z.Zt. in Farge/Rekum veranschaulicht wird, sucht man wahrscheinlich in der gesamten Bundesrepublik Deutschland vergebens.


Noch sind wir eine Demokratie und meine Meinung werde ich auch weiterhin vertreten und auch weiterhin Transparenz von politischen Vorgängen und Entscheidungen einfordern.


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RE: ..wie war das noch mal mit dem "Angstraum"?

#50 von Lola2 , 20.11.2014 07:45

http://blumenthal-zeitung.blogspot.de/20...brecht-str.html

Zitat


Sonntag, 4. August 2013
George-Albrecht-Str.


Die George-Albrecht-Straße:

Ein mühevoll verdrängtes heißes Eisen der Bremer Politik

In der George-Albrecht-Straße ist in Mehrfamilienhäusern, wo früher Mitarbeiter der Bremer Wollkämmerei in Werkswohnungen lebten, seit etwa einem Jahrzehnt ein Ghetto entstanden. Dort leben sehr konzentriert vor allem Roma, die ursprünglich als Folge der Bürgerkriege in Ex-Jugoslawien nach Bremen geflohen sind.


Auf diese Massierung kaum integrierter Gruppen, die sich häufig nur als Geduldete in Deutschland aufhalten dürfen, und die erwartbaren Folgen haben verschiedene Untersuchungen der Bau- und Sozialbehörde seit Jahren aufmerksam gemacht.

Dabei wurde für den Baublock George-Albrecht-Straße eine Aufnahme in das städtebauliche Förderprogramm Wohnen in Nachbarschaft (WiN) wegen einer zu geringen Einwohnerzahl abgelehnt und auch für den Ortsteil Blumenthal nicht ins Auge gefasst, obwohl Blumenthal mit sozialen Problemen teilweise stärker belastet ist als andere Ortsteile, die durch Maßnahmen des WiN-Programms gefördert werden.

Nach einer Reihe von Vorfällen im Herbst 2012, die in den Massenmedien Blumenthal und seinen sozialen Brennpunkt als "Gefahrenort" und "Horrorquartier" erscheinen ließen, haben die Regierungsfraktionen in der Bremer Bürgerschaft einen Antrag durchgesetzt, der in den letzten Monaten zu ersten Maßnahmenbeschlüssen geführt hat, auch wenn es kein Konzept gibt. So fehlt vor allem eine sorgfältigen Situationsanalyse, in der u.a. neben der Einkommenssituation die spezifischen Probleme einer ethnischen Minderheit, wie sie die Roma darstellen, beachtetet werden muss. Daher liegt auch bisher kein Maßnahmenplan vor.

Obwohl das mit der spezifischen Integrationsproblematik verbundene Konfliktpotenzial in diesem Quartier seit Jahren bekannt ist, wurde es von den Behörden eher verdrängt als professionell angegangen. Diese weitgehende Untätigkeit hat zu erheblichen Auswirkungen auf die Attraktivität der angrenzenden Wohngebiete, das alte Blumenthaler Zentrum und nicht zuletzt das Image des gesamten Stadtteils geführt.

Die Geschichte der Straße


Wohl nur wenige Straßennamen aus dem Bremen Norden sind im kleinsten Bundesland so bekannt wie die der inzwischen verkürzten George-Albrecht-Straße im Ortsteil Blumenthal, die es bei google auf erstaunliche 445.000 Ergebnisse bringt. Dabei hat diese Verbindungsstraße zwischen der Kapitän-Dallmann- und Fresenbergstraße für den Verkehr kaum eine übergeordnete Bedeutung, sodass es sich praktisch um eine Wohnstraße für die Anwohner handelt. Über ihre Geschichte sagt der Name bereits einiges aus; denn sie bezieht sich auf George Albrecht, der seit der Gründung im Jahr 1883 Vorstandsmitglied der Bremer Woll-Kämmerei und anschließend ab 1887 für ein Jahrzehnt bis 1897 Aufsichtsratsvorsitzender war.

Vermutlich hatte dieser Schwiegersohn des Bremer Baumwollkönigs Ludwig Knoop, der auch als Vorsitzender des „Vereins der Bremer Wollhändler“ fungierte und sich 1870 an der Gründung der Deutschen Bank beteiligte, sogar die eigentliche Geschäftsidee für die Gründung der BWK. Sicher ist hingegen, dass man damals in den besseren Kreisen Bremens ein Faible für angelsächsische Vornamen hatte und diese auch englisch aussprach. Danach muss es also korrekt „Djordj“-Albrecht-Straße heißen (Straßennamen).

Wie dem nun auch sei, stellt die Bebauung mit Werkswohnungen den Bezug zur BWK her. So wurden die jetzigen Wohngebäude mit jeweils vier Wohnungen um 1960 errichtet. Bis 1979 stand hier auch ein damals weitgehend leer stehendes Junggesellenwohnheim, das abgerissen wurde, nachdem es für einen Tag unter Denkmalschutz gestellt war. (Junggesellenwohnheim)

Nachdem die BWK im Zuge ihrer Maßnahmen zur Liquiditätsbeschaffung Mitte 1998 (NN, BWK) verkauft hat, wechselten mehrfach die Eigentümer, wobei es sich um Wohnungsbaugesellschaften gehandelt hat. Diese Transaktionen verliefen weitgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit, sodass man nur vermuten kann, dass dabei ähnliche Kriterien eine Rolle gespielt haben wie bei ähnlichen Immobiliengeschäften in sozialen Brennpunkten.

Danach waren viele Wohnblöcke in Bremen-Nord vor allem Ende der neunziger Jahre begehrte Spekulationsobjekte, die u.a. an internationale Immobilien- und Hedgefonds verkauft wurden. Dabei waren die Käufer an preiswertem Wohnraum interessiert, für den die Mieten „verlässlich von Sozialamt oder Arbeitsagentur bezahlt wurden“. Die Hauptsache dabei war es, wie das Magazin Stern schrieb, dass an „pflegeleichte Menschen“ vermietet wurde, „die nicht wissen, wie man sich juristisch korrekt gegen eine kaputte Heizung oder Schimmel wehrt.“

Weder die architektonische Qualität der Gebäude noch der Bezug zum Industrieunternehmen, das einst die Stadt Blumenthal prägte, haben jedoch zu dem hohen Bekanntheitsgrad gesorgt, denn der ist nicht durch positiv bewertete Ereignisse begründet. Man kann sich daher heute fragen, ob es noch unbedingt eine Ehre für den einstigen BWK-Chef ist, wenn diese Straße seinen Namen trägt.

Zitat Ende

...es war noch nie ein Fehler sich sachkundig zu machen und diese Erwartungshaltung kann ein Bürger an Parteien und Bürgervertretern schon haben.

In vielen Bereichen sollte man als Bürger über den Tellerrand schauen, denn das Wort Transparenz ist hier so klein geschrieben, dass man es nur mit der Lupe lesen kann, aber wer hat schon immer eine Lupe dabei, oder?
Darum geht vieles an dem Bürger unbemerkt vorbei, aber man muss nur wollen, dann sieht man die Probleme und Schwierigkeiten


"Im übrigen gilt ja hier derjenige,
der auf den Schmutz hinweist,
für viel gefährlicher als der,
der den Schmutz macht"
(Kurt Tucholsky)

Dieses Zitat steht auf der Webseite der Bürgerinitiative Tanklager-Farge.

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.. auch das ist Blumenthal! ..ein ganz tolles Projekt ...

#51 von Lola2 , 20.11.2014 09:41

...das nur durch das Engagement der Bürger möglich war, die Blumenthal wieder ein Gesicht gegeben haben!


http://www.blumenthal-zeitung.blogspot.d...arbeit-des.html
Zitat:
Die Meisterwohnungen der ehemaligen BWK in der George-Albrecht-Straße (heute Emmalene-Bulling-Straße). Das Gebäude-Ensemble ist bis heute ortsbildprägend und weithin präsent – einfach nicht wegzudenken aus Blumenthal. Würden die Gebäude beispielsweise in Leipzig stehen, wären die großzügigen Wohnungen längst zu schicken und funktionellen Eigentumswohnungen umfunktioniert worden.


Bericht von Christina Denker am 09. Nov. 2012 in der Norddeutschen des Weser Kurier

„Kommende Woche ist es soweit: Am Dienstag, 13. November, wird der untere Teil der George-Albrecht-Straße in Emmalene-Bulling-Straße umbenannt. Der Blumenthaler Beirat hat damit einem Bürgerantrag aus dem vergangenen Jahr auf den Weg geholfen.

Hintergrund für die Umbenennung ist nach Ortsamtleiter Peter Nowack in erster Linie, dass die Einbahnstraßenregelung und die Hausnummernvergabe bereits mehrfach dazu geführt habe, dass sich Notarztwagen auf dem Weg in die George-Albrecht-Straße verspätet hätten“.

Anmerkung EINBLICKE:

Im Zeitalter von High-Tech-Navis und GPS scheint dieses Argument doch sehr weit hergeholt. Die Verspätungen hatten sicherlich andere Gründe . . .

Weiter heißt es:

„Auch soll es dort Anwohner geben, die sich darüber ärgerten, wegen ihrer Adresse mit Gewalttaten und Auseinandersetzungen in der George-Albrecht-Straße in Zusammenhang gebracht zu werden“.

EINBLICKE fragt kritisch: Ist das nach der Umbenennung besser geworden?

„Nach Angaben des Ortsamtsleiters Peter Nowack werden die Hausnummern im Zuge der Umbenennung allerdings nicht geändert“.



Was lehrt uns das Foto? Auch der Ortsamtsleiter kann irren!

....das Foto kann man sehen, wenn man sich die Mühe macht und EINBLICKE liest...

Weiter im Text:

„Emmalene Bulling war die erste Rechtsanwältin in Bremen. Sie wurde im März 1890 geboren und starb 1957. Über Umwege eines Germanistik- und Volkswirtschaftsstudiums in Heidelberg und Detmold erwarb sie in Erlangen den Doktortitel in Rechtswissenschaften. Emmalene Bulling ließ sich 1929 in Bremen nieder. In den Quellen ist nachzulesen, dass ihr Wirken von starkem sozialen Engagement geprägt gewesen ist. Im Mittelpunkt ihrer Arbeit standen die Alltagssorgen der "kleinen Leute", insbesondere die der Frauen. Daneben war Emmalene Bulling als Mitglied der Deutschen Demokratischen Partei auch politisch aktiv und kandidierte 1930 zum Reichstag. Nach dem Zweiten Weltkrieg gründete sie den Club berufstätiger Frauen in Bremen“.

EINBLICKE fragt: Wer war eigentlich George Albrecht???

George Albrecht war kein anderer, als einer der Gründungsväter und Kapitalgeber der Bremer Wollkämmerei. Die wiederum Kapitalgeber für großzügigen Wohnungsbau (spätere GEWOSIE) ganzer Straßenzüge, Schul- und Kindergartenbau – und das alles in und für Blumenthal!

George Albrecht hatte maßgeblichen Anteil daran, dass Blumenthal das ist, was es heute ist, nämlich kein Bauern- und Schifferdorf mehr!

Uwe Böhnisch, ehem. Volontär und Wollkaufmann:

„Diese beiden Häuser waren für damalige Verhältnisse sehr aufwändig gebaut. Die Wohnungen waren großzügig aufgeteilt und hatten große Fenster, durch die man einen herrlichen Blick auf die Weser hatte. Das war schon etwas Besonderes. Daran erkennt man, dass der BWK daran gelegen war, hoch qualifizierte Mitarbeiter zu bekommen, denen man selbstverständlich auch etwas bieten wollte.“

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Die Denkstrukturen eines Ortsamtleiters (2)

#52 von Reinhard , 20.11.2014 10:16

Die Denkstrukturen eines Ortsamtsleiters (2)

Nach diesem Vergleich der integrativen Bemühungen von Blumenthaler Bürgern, die an der George-Abrecht-Straße weitgehend fehlen, während sich an der Rekumer Straße eine Facebookgruppe immer stärker zu einem Unterstützerinnenkreis für den umstrittenen Herrn Kannenberg und seine Methoden entwicklt, soll hier der 2. Teil der begonnenen Analyse von Postings des Blumenthaler Ortsamtsleiters folgen.

Dabei steht eine alternative juristische Sicht der Geheimsitzung des Blumenthaler Beirats im Mittelpunkt. Schließlich war deren Diskussion offenbar der Auslöser für die Reaktion des Ortsamtsleiters und vielleicht auch für seine anschließende Löschaktion.

Reaktionen vor Aktionen

Mit seiner Annahme, in Blog und Forum würde mit der Linken „gemeinsame Sache“ gemacht und „deren Argumente als einzige Wahrheit und Perspektive für Blumenthal“ „verbreitet“, liegt der Ortsamtsleiter ebenfalls falsch. Aber das dürfte er ohnehin wissen. Man kann schließlich logischerweise nicht eine „Wahrheit“ anderer verbreiten, bevor sie öffentlich ist.

Nimmt man einmal als Beispiel die Diskussion um die ominöse „Bürgerstiftung Blumenthal“, so wurde hierzu im Blog ein detaillierter Artikel unter der Überschrift „Vier Jahre Förderverein Bürgerstiftung Blumenthal. Ein Verein von Bürgern für Bürger oder ein politisch-ökonomisches Machtvehikel?“ am 5.8.2014 ins Netz gestellt und bereits ab Ende Juli anhand einiger wichtiger Teilaspekete im Forum behandelt.

Die „Anfrage zu Förderverein und Bürgerstiftung Blumenthal“ der Linken datiert hingegen vom 20.8.2014

Wenn man „richtig“ denken will, darf man also nicht mit zu vielen Vorurteilen lesen und urteilen. Sonst kann es passieren, dass man nicht einmal bemerkt, wenn eine angebliche Wirkung bereits vor der Ursache vorhanden ist.

Fehlende juristische Synopse von OBG und Blumenthaler Beiratssatzung

Die Behauptung des Ortsamtsleiters, ich würde mich nicht auf dem Boden des Gesetzes bewegen, steht auf tönernen Füßen.

Um den konkreten Fall rechtlich zu würdigen, ist eine Subsumtion des § 14 des Ortsbeirätegesetzes (OBG) und § 1 die Blumenthler Geschäftsordnung des Beirats erforderlich.

Danach können selbstverständlich nicht öffentliche Sitzungen stattfinden. Das habe ich an keiner Stelle bestritten. Da der Gesetzgeber solche Geheimsitzungen aber offenbar eher für Ausnahmen hält, müssen mehrere Kriterien erfüllt sein. Es ist also bei der Geheimsitzung vom 17.10 zu prüfen, ob das der Fall war. Herr Nowack zitiert hingegen nur aus dem OBG, ohne diesen Nachweis zu führen.

Nach § 14 OBG muss eine korrekte Einladung zu einer öffentlichen Beiratssitzung vorliegen, auf der „aus triftigem Grund“ ein Ausschluss der Öffentlichkeit möglich ist, da nur der Beirat insgesamt einen Geheimhaltungsbeschluss fassen kann.

Ob diese beiden Voraussetzungen vorgelegen haben, bleibt weiterhin unbekannt, da es Herr Nowack in der Facebook-Diskussion vorgezogen hat, diese Fragen nicht zu beantworten und sich vom Acker zu machen, nachdem er seine unbegründeten und unsachlichen Vorwürfe gepostet hatte.

Überprüfen lässt sich jedoch die dritte Voraussetzung, da nach § 1 der Geschäftsordnung bei einer Einladung zu einer Beiratssitzung „in geeigneter Weise .. gleichzeitig die Unterrichtung der Öffentlichkeit sicherzustellen“ ist.

Diese weitere notwendige Bedingung ist nicht erfüllt, wovon man sich leicht auf der entsprechenden Seite des Ortsamtes überzeugen kann.

Falls die erforderlichen Bedingungen am 17.10 nicht gegeben waren, kann nicht einmal von einer geheimen Beiratssitzung gesprochen werden. Es war vielmehr ein informelles Treffen einiger Beiratsmitglieder, die zu diesem Termin außer der Reihe gerade Zeit hatten.

Dabei schließt sich zwangsläufig die Frage an, ob die Sozialbehörde über diese ungeklärten rechtlichen Tatbestände unterrichtet war.

Die Bevormundung der Politik durch die Verwaltung

Da offenbar in Bremen keine Rechtsvorschrift besteht, die prinzipiell eine Veröffentlichung von Protokollen ausschließt, die sich auf eine nicht öffentliche Sitzung beziehen, sollte der Vertreter des Souveräns, also der Blumenthaler Bürger, die rechtliche Möglichkeit haben, ein Protokoll über seine Sitzung zu veröffentlichen, wenn er es will.

Ein Beamter wie Herr Nowack hat hingegen nicht das Recht, den von den Bürgern gewählten Beiratsmitgliedern derartige Vorschriften zu machen, wie er es offenbar gern für „seinen“ Beirat tun würde. Niemand gibt ihm das Recht, den Beiratsmitgliedern vorzuschreiben, was sie „auf keinen Fall beantworten“ werden. Besonders pikant ist dabei, wenn man die Diskussion der Befangenheitsanträge denkt, wo es der Ortsamtsleiter zugelassen hat, dass Abgeordnete seiner Partei gegen die rechtlichen Vorgaben abgestimmt haben.

Das ist hier anders, da niemand zu einem gesetzwidrigen Verhalten animiert werden soll. Nur kann man das geltende Gesetz nicht mit der apodiktischen Rechtslage „Und die Protokolle von nicht öffentlichen Sitzungen sind nun mal nicht öffentlich. Da beißt die Maus keinen Faden ab“ korrekt beschrieben. Das sieht wieder einmal nach einem Wunschgesetz der innovativen Blumenthaler Verwaltung aus

Die „nicht offensichtlichen“ Geheimnisse

Offenbar hat der OAL Schwierigkeiten mit dem Begriff „geheim“, der hier immer nur als sprachliche Variation für nicht öffentlich verwendet wird. Sonst würde er vermutlich nicht die Aussage machen „Niemand hält etwas geheim, was offensichtlich ist.“

Das mag ja sein. Nur geht es nicht um einen offensichtlichen Fall. In der Geheimsitzung am 17. 10. wurde eine nicht „offensichtliche“ Angelegenheit behandelt, über die Herr Nowack nicht einmal bereit ist,
die vorgelegen Unterlagen der Verwaltung zu benennen, die zur Information der Blumenthaler Beiratsmitglieder zur Verfügung standen.

Das Tabu „Geheimsitzung“

Allein der Begriff Geheimsitzung“ mit dem Beiratstreffen vom 17.10. löst beim Ortsamtsleiter anscheinend eine heftige blitzartige Reaktion, sodass jeder, der diesen Begriff "in die Debatte einbringt", mit heftiger persönlicher Kritik rechnen muss.

Glaubt der Ortsamtsleiter wirklich, damit seiner Sache einen guten Dienst zu erweisen? Wer so versessen nicht über das diskutieren will, was er vor gut einem Monat eine „Sternstunde für den Beirat“ genannt hat, muss zwangsläufig Misstrauen erzeugen. Jeder Bürger, der den Mut hat, selbst zu denken, wird sich fragen, ob hier etwas vertuscht werden soll. Und da kann es bekanntlich eine ganze Menge geben:
Das reicht von der Auswahl des Trägers und des Konzepts, den bei der Standortwahl angewandten Kriterien und einer Strategie für eine gezielte Öffentlichkeitsarbeit bis hin zu einer mögliche Kompensation Blumenthals für das Entgegenkommen usw.

Die Angst vor Informationen über andere Beiräte

Wie auch in anderen Fällen soll nach den Wünschen von Herrn Nowack in der Einwohnerversammlung am 24.11.2014 „nur von Einwohnern Blumenthals“ das Wort ergriffen werden.

Warum nur hat der Ortsamtsleiter solche Angst davor, dass Bürger aus anderen Stadtteilen darüber vielleicht berichten können, wie bei ihnen mit Informationsveranstaltungen und öffentlichen Beiratssitzungen vor einem Beschluss ähnliche Probleme behandelt wurden

Mit diesen beiden Postings, die er anschließend gelöscht hat, hat der Blumenthaler Ortsamtsleiter wieder einmal einen Blick in sein mentales Innenleben erlaubt.

Kann man das als einen Tritt in ein Fettnäpfchen abtun, wie es in einem Geburtstagsglückwunsch versucht wurde. Oder bestimmt dieses starre, verengte undemokratische Denken mit einem Rückgriff auf die Spitze der jetzigen SPD-Fraktion sogar den politischen Stillstand in der Blumenthaler Politik?

Aber das sehen glücklicherweise immer mehr Beiratsmitglieder ebenfalls kritisch, wenn sie für mehr Aufklärung stimmen oder den Sitzungen fernbleiben, um derartige Beiratsentscheidungen zu ermöglichen.

Ein überzogenes Verhalten im Vorfeld einer Bürgerschafts- und Beiratswahl sorgt eben nicht nur für befreundete Wegbegleiter und Mitläufer.


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Zahlt wirklich der Bund?

#53 von Reinhard , 20.11.2014 16:50

Zahlt wirklich der Bund?

In seiner heutigen Ausgabe behauptet der Weser-Kurier unter der Überschrift „Bund trägt Kosten für Heimbetrieb“ aus der Antwort des Senats zu einer Frage von Herrn Korol zum Kostenträger für die Maßnahme an der Rekumer Str.12.

Die Antwort lautet: "Alle Kosten, die das örtliche Jugendamt aufwendet, werden in dem bundesweiten Erstattungsverfahren erstattet".

Dabei handelt es sich um eine Verfahren nach § 89d des Bundessozialgesetzbuchs. Dort heißt es für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge :

(3) Ist die Person im Ausland geboren, so wird das erstattungspflichtige Land auf der Grundlage eines Belastungsvergleichs vom Bundesverwaltungsamt bestimmt. Maßgeblich ist die Belastung, die sich pro Einwohner im vergangenen Haushaltsjahr...ergeben hat.

Genau wie es der Senat erklärt hat, erfolgt also ein bundesweites Erstattungsverfahren, um die Kosten "gerecht" auf die Bundesländer zu verteilen. Das ist jedoch nicht mit einer Kostenübernahme durch den Bund gleichzusezen. Es erfolgt vielmehr nur eine Abrechnung nach dem Königsteiner Schlüssel.

Über eine Kostenübernahme durch den Bund würde sich z.B. neben Bremen auch Niedersachsen freuen, das fast 80 Mio. € aus Landesmitteln an die Jugendämter gezahlt wurden. Der Bund trägt hingegen nur die Kosten für die Bearbeitung der Asylanträge beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge.

Für Orte außerhalb Bremens kann man auch konkrete Kosten für einen Flüchtling erfahren, der in einem Heim untergebracht ist.

Bei der Bremer Zeitungsüberschrift kann man sich fragen, ob es sich um einen Fehler oder eine Absicht handelt, da auf diese Weise in die aktuelle Diskussion in Blumenthal massiv eingegriffen wird.


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RE: Sitzfleisch erforderlich!

#54 von Johanna ( Gast ) , 20.11.2014 22:03

Sehr geehrter Herr Kolbe,

leider war es mir nicht möglich, ihrem Anliegen inhaltlich zu folgen, da ich doch arge Probleme damit hatte, diesen Text zu verstehen. Bevor man auf das Knöpfchen drückt, empfiehlt es sich, den Beitrag noch einmal in Ruhe durchzulesen, auf Rechtschreib-, Grammatik- und Ausdrucksfehler zu achten und sich folgende Fragen zu stellen: Wird ein Leser verstehen, was ich ihm mit diesen Zeilen mitteilen möchte? Wird meine Meinung ernst genommen oder hinterlasse ich vielmehr den Eindruck, nur mal eben kurz Dampf ablassen zu wollen? Könnte dieser von mir verfasste Text, die Partei, der ich angehöre, möglicherweise in ein schlechtes Licht rücken?
Die erste Frage werde ich eben selbst beantworten: Ich habe tatsächlich nicht viel verstehen können, doch das, was ich verstanden habe, muss ich auch leider gleichzeitig hinterfragen:

1. Bei 150 der insg. 250 begangenen Straftaten handelt es sich also um "Schwarzfahren". Zunächst einmal würde es mich interessieren, woher Sie diese Information haben. Vielleicht können Sie mir (aufgrund Ihres Insider-Wissens) dann auch erklären, wer für den dadurch verursachten Schaden aufgekommen ist? 1x Schwarzfahren erfordert ein Bußgeld von 40 Euro, soweit ich weiß. 150x40...da kommt ja eine ganz nette Summe zusammen. Wer hat diesen Betrag gezahlt? Dann frage ich mich, wie Sie die restlichen 100 Straftaten bewerten. Die sind sozusagen nicht der Rede wert oder wie darf man Ihre diesbezüglichen Ausführungen verstehen?

2. Von ehemals 2600 Facebook-Gruppenmitgliedern sind es aktuell noch rund 2300. "In den Keller gesunken" hat für Sie offensichtlich eine andere Bedeutung als für mich. Davon abgesehen, ist mir auch nicht ganz klar, was die Anzahl der Mitglieder einer Facebook-Gruppe mit dem grundsätzlichen Anliegen zu tun hat. Die Anzahl der Mitzeichner einer Petition fällt da sicherlich ohnehin mehr ins Gewicht. Bislang haben rund 200 Menschen diese Petition unterzeichnet - und das ganz freiwillig. Damit sind es immer noch mehr Unterstützer als in der Gruppe "Ohne Vorurteile". Zudem läuft die Petition noch mehr als einen Monat - das nur nebenbei. Des Weiteren liegt bei der Bremischen Bürgerschaft eine Unterschirftenliste mit 2200 Unterzeichnern vor. Aber das ist ja hier auch kein Konkurrenzkampf, nach dem Motto "Wer mehr Gruppenmitglieder hat, hat gewonnen".

3. Es gibt Studien, die belegen, dass die Erziehungsmethoden des Herrn Kannenberg nicht unbedingt erfolgreich sind. Die Rückfallquote der straffälligen Teilnehmer ist äußerst hoch. Des Weiteren wurde Herr Kannenberg auch von anderen Stellen scharf kritisiert. Man warf ihm u.a. vor, menschenunwürdige Erziehungsmethoden anzuwenden, die einer Folter gleichen. Vor diesem Hintergund muss es ja wohl erlaubt und legitim sein, auch das Projekt an der Rekumer Str. 12 zu hinterfragen.

4. Dass sich einige Anwohner "zu Boden schämen" würden, ist mir einerlei. Ich persönlich schäme mich für Menschen, die Täterschutz dem Opferschutz vorziehen. Ich selbst kenne viele Menschen, die in der näheren Umgebung leben, Opfer von Gewalt geworden sind und nun berechtigte Angst haben. Hier zu sagen, man würde sich schämen, finde ich wiederum beschämend. Man darf auch andere Meinungen akzeptieren, vor allem wenn sie durch derart persönliche Erfahrungen geprägt wurden. Dass einige diesem Verhalten eine rechte Gesinnung unterstellen und behaupten, man würde Fremdenhass nun unter dem Deckmantel der Angst ausleben, ist für mich nicht nachvollziehbar.

5. Der zuvor aufgeführte Punkt 4 zeigt eigentlich auch, dass uns "Gegnern" des Projektes etwas angetextet wird, das der Zielvorstellung Anderer entspricht. Im Übrigen auch von Ihnen, indem Sie bspw. schreiben, dass Angst getriggert wird und keine wirkliche Substanz hat. Woher wollen Sie wissen, dass die Angst einiger keine Substanz hat? Das ist ja ebenfalls eine Vermutung, die aus dem Nichts geholt wurde. 250 Straftaten sind jedoch keine Vermutung, die aus dem Nichts geholt wurde. Sie sind leider Realität und ich finde diese Verharmlosungen auch nicht richtig. Man sollte schon so fair sein und das Kind beim Namen nennen.

6. Welcher Partei Sie angehören, ist völlig irrelevant. Kritisiert wurde einzig und allein der Umstand, dass Sie überhaupt einer Partei angehören. Den Zusammenhang zwischen diesem Umstand und der Gruppe "Rekumer Str. 12 - ohne Vorurteile" muss ich ja sicherlich nicht großartig erklären. Es ist vor diesem Hintergrund nur sehr fragwürdig, dass die "Nicht mit uns-Gruppe" aufgrund der Parteizugehörigkeit eines ehem. Admins angegriffen und diffamiert wurde. Ich weiß, dass Sie nicht Admin sind...aber naja, Sie verstehen schon. Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen.

7. Zu guter Letzt möchte ich nochmal auf ihre Lieblingsphrase "Not in my backyard" eingehen: Mit "Not in my backyard" hat das Ganze ziemlich wenig zu tun. Es geht nicht um die Frage, wieso diese straffällig gewordenen Jugendlichen unbedingt vor meiner Haustür leben müssen, sondern um die Frage, wie sinnvoll ein solcher Integrationsversuch ist - der zudem nicht ganz kostengünstig ist. Natürlich ist der Standort trotzdem eher bescheiden ausgewählt. Falls eine soziale Eingliederung tatsächlich gelingen sollte, dann nehme ich jedes schlechte Wort zurück, was ich jemals über das Kannenberg-Projekt verloren habe. Was ich jedoch nicht zurücknehmen werde, ist meine Ansicht, dass der Standort absolut falsch gewählt wurde und die ganze Situation falsch angegangen wurde. Ich kann die Wut und Enttäuschung der Anwohner jedenfalls nachvollziehen.

Johanna

Halber und ganzer Erfolg

#55 von Reinhard , 22.11.2014 10:21

Halber und ganzer Erfolg

Nach einer Meldung von Radio Bremen bewertet die Sozialbehörde die Unterbringung der straffälligen Jugendlichen an der Rekumer tr. 12 als “Erfolg“ Dafür nennt sie zwei Gründe: einerseits ist keiner der dort untergebrachten Jugendlichen wieder straffällig geworden und andererseits hat keiner der Minderjährigen gegen seine Unterbringung protestiert.

In dieser Nachricht wird nicht auf die besonderen Rahmenbedingungen während der ersten Tage der Maßnahme eingegangen. Es handelt sich bisher nur um vier Jugendliche, über deren Auswahl nichts bekannt wurde. Offenbar scheint das harte Programm des Konzepts Kannenberg bei ihnen (noch) nicht praktiziert zu werden. Berichtet wurde jedenfalls nicht von 10 km-Läufen und anderen täglichen “erschöpfenden“ sportlichen Aktivitäten. Vielmehr liest man Berichte vom Laub fegen mit Kindern, vom Kaffee trinken und von gemeinsamen Einkäufen mit Herrn Kannenberg, der sich als renommierter Respekttrainer rund um die Uhr mit seinen „Jungs“ beschäftigt. Damit dürfte diese kurze Vergangenheit nicht unbedingt typisch für den gesamten sechsmonatigen Aufenthalt mit seinem monotonen Drill sein, wie er zumindest in Rhoden praktiziert wird.

Man kann daher nicht unbedingt erwarten, dass sich dieses entspannte Verhältnis fortsetzt, wenn sich Herr Kannenberg um andere Projekte wie das in Glinde kümmert, die Jugendlichen in Rekum also nicht mehr so im Mittelpunkt stehen. Dann wird sich zeigen müssen, ob die von Herrn Kannenberg empfohlene Mischung der Mitarbeiter aus „professionellen Pädagogen und den Respekttrainern mit krimineller Vergangenheit“ Ähnliches leistet.

Aber das ist nur die eine Seite eines Erfolges.

Bemerkenswerter dürfte die andere sein, auf die die Sozialsenatorin nicht eingeht. Obwohl zahlreiche Medien, Internetforen und einige Lokalpolitiker die kritischen Einwohner in Farge und Rekum als „braunen“ Haufen oder „braunen Mob“ bezeichnen, bei einer Einwohnerversammlung von einem „rassistischen Konsens“ gesprochen haben, ja, die „guten“ Einwohner mit den fasch denkenden anderen nicht einmal gleichzeitig auf demselben Marktplatz stehen wollten, hat es keine Schmiererei am Haus Rekumer Str. 12 oder einen Steinwurf gegen Fensterscheiben dort gegeben. Nicht einmal die „Farge Ultras“ haben sich durch illegale Aktionen bemerkbar gemacht.

Dabei dürfte es erheblich mehr als nur vier Kritiker geben, die noch dazu von einem Ex-Boxer kontrolliert werden.

Wird es da nicht endlich Zeit, auch diese Tatsache zu würdigen und sich für die böswilligen Unterstellungen zu entschuldigen?

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RE: Halber und ganzer Erfolg

#56 von Heike ( Gast ) , 22.11.2014 18:35

Gehts noch?

Lese immer wieder mal amüsiert diesen Blog.
Ein wirklich kluger, aber frustriert erscheinender Mensch, dessen Genius von der Öffentlichkeit nicht genügend Anerkennung ob der "Wahrheiten" bekommt, verarbeitet diesen - seinen Frust - darüber in rhetorisch durchaus nett verpackten Texten.
Völlig okay....solange der Leser intellektuell in der Lage ist, durchaus zu konträren Ergebnissen zu kommen als der Blogschreiber.

Nun, dann werde ich mal - wie gewünscht - dem Ansinnen des Blogschreibers nachkommen und mich bei entsprechenden Teilen der Bevölkerung sowie ganz ausdrücklich bei den Farger Ultras dafür bedanken, dass sie bislang keine Anschläge in irgendeiner Form gegen das Haus "lieferten"!!!
Und da ich schon mal dabei bin, mich zu bedanken, möchte ich mich auch bei allen Autofahrern bedanken, die mir entgegen kamen und nicht volltrunken einen Unfall verursachten.
Unerwähnt lasse ich auch nicht die täglichen Berührungen mit anderen Menschen, die mir im Lidl nicht die Geldbörse klauten und alle diejenigen, die sich entschlossen haben, mir heute keine Gewalt in irgendeiner Form antaten.
Ich bedanke mich!

Heike

Heike

RE: Halber und ganzer Erfolg

#57 von Reinhard , 22.11.2014 22:16

Hallo Heike,

vielen Dank für das Interesse.

bei einem weniger emotionalen, sorgfältigen Lesen hätten Sie zweifellos festgestellt, dass es nicht um einen "Dank" für Straftaten geht, die nicht begangen wurden.

Mein Thema waren die vielen Einwohner in Farge und Rekum, die als "Rassisten" und "brauner Haufen" pauschal diskriminiert wurden und werden und von denen man, wie es im Titel einer Facebookgruppe heißt, sogar Kinderpogrome erwartet.

Hier sollten sich meiner Meinung nach diejenigen, die solche Verleumdungen benutzt haben, ja, die sogar einen Vergleich mit Rostock-Lichtenhagen herstellen wollen, entschuldigen.

Eine solche Entschuldigung ist etwas ganz anderes als ein Dank, wie sie ihn zu karikieren versuchen.

Hätten Sie sich stärker mit dem Text und weniger mit einem misslungenen Psychogramm beschäftigt, wäre Ihnen das sicherlich auch aufgefallen.

Reinhard  
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RE: Halber und ganzer Erfolg

#58 von Gast , 23.11.2014 00:27

Hallo Reinhard,

Selbst nach mehrmaligen Lesens des besagten Passus bewerte ich es noch immer durchaus nicht löblich, geschweige denn als "bemerkenswert", wenn Menschen bestimmter Gruppierungen - definiert durch andere, nicht durch mich - keine Gewalt ausüben.
Das sollte Normalität sein - und nichts Bemerkenswertes.
Gleiches gilt im Übrigen auch für die Anwesenden im Haus.

Gruß
Heike


RE: Halber und ganzer Erfolg

#59 von Lola2 , 23.11.2014 07:58

Hallo Heike,

eine Entschuldigung wäre angemessen, denn es ist schon abenteuerlich über 2000 Menschen eines Stadtteils als "brauner Mob oder brauner Haufen" zu
bezeichnen. Das nicht genug, es gibt sogar eine FB-Gruppe mit dem Namen "Kinderpogrom in Farge".

Inzwischen frage ich mich ob der Gründer der Gruppe "Kinderpogrom in Farge" sich über die Tragweite dieser Überschrift überhaupt im klaren ist? Oder von anderen FB-Usern lesen zu müssen, dass es sich bei den Kritikern in der Gruppe "Rekumer Straße 12 -Nicht mit uns" um "brauner Mob" oder "brauner Haufen" handelt?

Offenbar werden alle Menschen die Entscheidungen von Politik und Verwaltung in Frage stellen mit Verleumdungen überschüttet. Am besten funktioniert das offenbar wenn man ihnen den "braunen Kübel " überstülpt, damit schafft man sich unliebsame Kritiker vom Hals und sorgt dafür, dass sie "mundtot" gemacht werden. Eigentlich funktionierte das bisher wohl immer gut.

Eigentlich! Nun gibt es aber auch unter den über 2000 Kritikern Menschen, bei denen solche Verleumdungen absurd und erschreckend zugleich ankommt. Es passt einfach nicht! Sie fallen durch das Raster der Denkweise dieser Verleumder!

Kürzlich habe ich einen Leserbrief an "Die Norddeutsche" geschickt und er endete mit folgender Frage:

Da stellt sich dann die Frage, welche Forderung stärker eine unreflektierte Beziehung zu Deutschlands unseliger Vergangenheit andeutet:

- Die Diskussion einer Standortentscheidung für eine
intensivpädagogische Einrichtung für ausländische straffällige Jugendliche

oder

- die Feier einer Hitlerunterschrift durch eine Jubelfeier auf dem Gelände eines ehemaligen KZ?


http://www.blumenthal-zeitung.blogspot.d.../anschluss.html

Was glauben Sie, ob man meine Frage wohl veröffentlicht hat?

Können Zeitungen in Bremen kritische Fragen nicht mehr drucken?
Im letzten Jahr hat sich die Bremer Medienlandschaft noch ausgiebig dieser Frage nach der Forderung einer "Jubelfeier für eine 75-Jahr-Feier" gewidmet und zwar nicht positiv!


Demokratie (2)

Zu dieser schlimmen Kampagne die hier veranstaltet wurde, passen folgende Worte:

Zitat aus Seite 49

-----Die Propagandisten fürchten sich vor entsprechend aktiven Bürgern oft mehr als diese glauben;

man erkennt das daran, dass entsprechende Aufklärung, die es ja gibt, bereits im Ansatz oft massiver bekämpft

und diffamiert wird, als die Aufklärer es erwartet haben.



Quelle
http://books.google.de/books?id=RY8tAwAA...mmen%3F&f=false

In diesem Sinne
einen schönen Sonntag @ all

Lola2  
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RE: Halber und ganzer Erfolg

#60 von Reinhard , 23.11.2014 08:04

Hallo Heike,

Gewaltlosigkeit und eine Einhaltung der Gesetze sollten immer selbstverständlich sein. Da unterscheiden wir uns nicht.

Mir ging und geht es darum, die "Erfolgsmeldung" der Sozialsenatorin entsprechend zu ergänzen und daraus eine Schlussfolgerung auf bestehende soziale Vorurteile zu ziehen.

Wer sich mit Vorurteilen gegenüber anderen Menschen beschäftigt, wird feststellen, dass es nicht nur Vorurteile gegen Fremde, sondern auch gegen Nachbarn geben kann.


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"Lüssumer Heide: Anwohner fühlen sich dort nicht mehr wohl"
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Burg Blomendal (Quelle: wikipedia)
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