Kraftwerk Farge (Quelle: wikipedia)

Open Society Institut Soros in Taschkent

#166 von Lola , 18.04.2016 22:24

https://books.google.de/books?id=zPNKByI...ekistan&f=false


Angesichts der Bedeutung die demokratischen Institutionen der Republik Usbekistan, auf der Basis der New York network foundation zu stärken, eröffnete das Open Society Institute (OSI) ein Büro in Taschkent, nachdem man 9 Jahre zuvor einen Partnerschaftsvertrag mit der Usbekischen Regierung geschlossen hatte, dass die Stiftung US$ 22 Millionen zur Verfügung stellt um die Reformen zu unterstützen. Es sind Hilfsprojekte die die Wirtschaft unterstützen sowie für Bildung, Lernmaterial und Computer bereitgestellt werden.

Außerdem bietet OSI für lokale Berufe eine Ausbildung mit und ohne Abschluss in Amerikanischen und europäischen Bildungseinrichtungen zu absolvieren. OSI finanziert auch Sprachkurse in Englisch für Lehrer und Schüler im Land zu erlernen.

Z.Beispiel werden auch Projekte für pädagogische Lehrerausbildung wie für Hochschullehrer und NGO-Mitglieder durch die finanzielle Hilfe mit OSI-Mitteln möglich gemacht werden......
(American Council, 2005)

Ich habe nur einen kleinen Teil des Kapitels übersetzt um die Palette der Angebote von OSI für Usbekistan aufzuzeigen.


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zuletzt bearbeitet 18.04.2016 | Top

RE: Open Society Institut Soros in Taschkent

#167 von Lola , 19.04.2016 08:25

Fortsetzung der Übersetzung:

Trotz der Tatsache dass OSI der größte Investor war, hat die Regierung in Usbekistan den Vertrag nicht verlängert und die Niederlassung wurde 2005 geschlossen, weil die Organisation nicht ihren Zweck erfüllte.

Westliche Beobachter sagten allerdings, dass die Regierung die Niederlassung von OSI geschlossen habe, aus Furcht dass die Organisation potentielle Oppositionelle fördert, die nach dem Vorbild Georgiens eine Revolution anzetteln.

......

Die Befürchtungen über Unruhen in Usbekistan hatte die Regierung wohl zu Recht, denn es nahm alles seinen Lauf:

http://www.heise.de/tp/artikel/20/20098/1.html
Zitat
Zurückhaltung nach Massaker in Usbekistan
Harald Neuber 15.05.2005
Die Regierung sieht Islamisten hinter den Unruhen und hat Angst vor einem Export der Revolution aus Kirgisien

Zentralasien kommt nicht zur Ruhe (In allen drei Ländern wurden die Veränderungen "von oben" eingeleitet). Nur zwei Monate nachdem in Kirgisien die Regierung durch Massenproteste gestürzt wurde, kam es in den vergangenen Tagen auch im benachbarten Usbekistan zu Unruhen. Anders als im politisch liberalen Kirgisien (Revolution, die dritte ...) aber verliefen die Konfrontationen im autoritär beherrschten Usbekistan härter.

Als sich am Freitag mehrere Tausend Menschen in der östlichen Stadt Andischan zu Protesten gegen die Regierung versammelten, eröffneten Soldaten das Feuer. Nach Augenzeugenberichten fanden bei dem Massaker bis zu 200 Menschen den Tod. Die Regierung in der Hauptstadt Taschkent begründete den Waffeneinsatz mit dem Vorgehen der Demonstranten. Diese hatten ein Gefängnis gestürmt und schätzungsweise 2.000 Häftlinge befreit. Unter den entkommen Gefängnisinsassen befanden sich auch 23 muslimische Geschäftsleute. Ihnen wird die Mitgliedschaft in der Akramija vorgeworfen, einer Splittergruppe der verbotenen Islamistenpartei Hisb-ut-Tahir (Befreiungspartei).
Illegalisierung der islamistischen Opposition

Nach Meinung der Regierung unter Präsident Islam Karimow sind eben diese islamistischen Gruppen für die Gewalteskalation verantwortlich. "Sie wollten einen Staatsstreich ausführen", sagte der Politiker auf einer Pressekonferenz am Samstag in Taschkent, "um einen Gottesstaat zu errichten." Zudem befänden sich unter den Organisatoren der Proteste auch Aktivisten aus dem benachbarten Kirgisien. Die Angst vor einem Export der Revolution ist in Taschkent groß.

Dabei hat die Regierung Karimow durchaus ihren Anteil an der Zuspitzung der Lage. Denn obgleich die Hisb-ut-Tahir während ihrer offenen politischen Arbeit trotz totalitärer Ansichten immer noch friedliche Mittel nutzte, wurde sie unter dem Vorwand der Terrorbekämpfung verboten. So in die Illegalität getrieben, fanden sich ihre Aktivisten nun tatsächlich an der Seite terroristischer Gruppen wie der "Islamistischen Bewegung Usbekistans" wieder, einer militant-islamistischen Gruppe, deren Kämpfer in den vergangenen Jahren zum bewaffneten Kampf nach Tadschikistan, Afghanistan und Kirgisien entsandt wurden. Hisb-ut-Rahir stritt jede Beteiligung ab und betonte, man wolle die Regierung, "die Tausende von Unschuldigen gefoltert und eingesperrt hat", mit friedlichen Mitteln stürzen.
Soziale Ursachen der Proteste

Im Rahmen der kompromisslosen Antiterrorpolitik Karimows wird inzwischen jegliche Opposition und Kritik mit der "islamistischen Gefahr" gleichgesetzt. Denn während der Staatschef auch das Geschehen in Andischan auf diese Weise interpretiert, sprechen die wenigen Berichte ausländischer Korrespondenten eine andere Sprache. Eine Reporterin der Nachrichtenagentur AP etwa sah die Motivation der Demonstranten vor allem in der sozialen Misere des zentralasiatischen Landes:

Einer nach dem anderen steigt auf das Podium und beklagt Misswirtschaft und Arbeitslosigkeit. (...) Noch vor wenigen Jahren wären Demonstrationen undenkbar gewesen, doch die Frustration in Usbekistan wuchs immer mehr. Immer häufiger kam es zu kleinen Demonstrationen und Protestkundgebungen.
Aus dem AP-Bericht von Bagila Bukharbayeva aus Andischan

In ihrem Bericht wirft die AP-Korrespondentin den Regierungskräften auch bei der derzeitigen Eskalation ein Verschulden vor. Erst nach dem Angriff der Soldaten auf die Demonstranten hätten diese sich in einem Gebäude der Regionalverwaltung verschanzt, schreibt sie. Die Regierung hatte diese Besetzung als Begründung für ein weiteres militärisches Vorgehen genannt. In Anbetracht dieser Situation entschließen sich immer mehr Menschen zur Flucht. Rund 4.000 Usbeken sollen an der Grenze zu Kirgisien um die Einreise in das Nachbarland gebeten haben. Die Lage bleibt gespannt.
Internationale Zurückhaltung

Im Ausland wurde die politische Zuspitzung in Usbekistan eher zurückhaltend aufgenommen. Am weitesten noch ging die EU-Kommission mit ihrem Urteil, die Regierung in Taschkent trage eine Mitschuld an der Eskalation. Die aktuelle Krise, so hieß es in Brüssel sei ein "Ergebnis des mangelnden Respekts vor Menschenrechten und Rechtsstaatlichkeit". Die US-Regierung zeigte sich der Form halber "besorgt" - vor allem, weil bei dem Sturm auf das Gefängnis am Freitag auch mutmaßliche Mitglieder der "Islamistischen Bewegung Usbekistans" freigekommen sein sollen. Moskau indes befürwortete die harte Haltung Taschkents:

Die russische Seite unterstützt in diesen schweren Minuten die Führung des befreundeten Usbekistans.
Aus einer Erklärung der russischen Regierung

Die tendenzielle Zurückhaltung zum brutalen Vorgehen der usbekischen Regierung, die nach wie vor bis zu 7.000 politische Gefangene festhält, hat eine einfache Erklärung. Europa, Russland und die USA unterhalten eine eigene militärische Präsenz in den strategisch günstig gelegenen Staat. Auch die Bundeswehr nutzt einen Flughafen in Usbekistan und hat dort Soldaten stationiert, um die Truppen in Afghanistan zu versorgen. Und offenbar will es sich niemand mit dem Gastgeber verderben.
Zitat Ende

http://www.zeit.de/2005/20/fergana
Zitat
Taschkent/Moskau/Berlin Nach dem von Regierungstruppen verübten Massaker in Usbekistan mit bis zu 500 Toten haben westliche Staaten eine schonungslose Aufklärung in der zentralasiatischen Republik verlangt. "Die Umstände der Gewaltanwendung müssen umgehend und in aller Offenheit untersucht werden", forderte Bundesaußenminister Joschka Fischer am Montag in Berlin. Der britische Außenminister Jack Straw betonte, die Gewalt von Regierungsseite sei "nicht zu rechtfertigen". Augenzeugen berichteten, wie Soldaten in der Stadt Andischan am Freitag auf friedliche Demonstranten schossen, darunter auch Frauen und Kinder. Die usbekische Führung sprach von einem "tapferen" Vorgehen des Militärs gegen "bewaffnete Extremisten".
Zitat Ende


https://books.google.de/books?id=hbpRAwA...20Krieg&f=false

Zitat


2004 schrieb George Soro den wenig beachteten Artikel in der Zeitschrift Foreign Policy über die Idee der Nationalen Souveränität. Er schrieb:

"Souveränität ist ein anachronistisches Konzept das aus vergangenen Zeiten stammt, in denen eine Gesellschaft aus Herrschern und Untertanen bestand, nicht aus Bürgern. Mit dem "Westfälischen Friedensvertrag" von 1648 wurde es zum Eckpfeiler der internationalen Beziehungen. Heute steht das Prinzip der Souveränität der äußeren Intervention bei inneren Angelegenheiten von Nationalstaaten im Weg, obwohl nicht alle Nationalstaaten gegenüber ihren Bürgern legitimiert sind. Doch die wahre Souveränität gehört dem Volk das sie wiederum an ihre Regierung delegiert. Wenn Regierungen die Ihnen anvertraute Autorität mißbrauchen und die Bürger keine Möglichkeit haben zu korrigieren, ist ein äußeres Eingreifen gerechtfertigt."

Zitat Ende

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RE: Open Society Institut Soros in Taschkent

#168 von Lola , 19.04.2016 09:18

https://de.wikipedia.org/wiki/Joschka_Fischer

Zitat

Nach der politischen Karriere

Anfang 2006 hielt Fischer zahlreiche Vorträge für Investmentbanken wie Barclays Capital und Goldman Sachs.[27] Noch im selben Jahr übernahm er eine einjährige Gastprofessur für internationale Wirtschaftspolitik an der Woodrow Wilson School der amerikanischen Princeton University. Seine Vorlesungen behandelten die „Internationale Krisendiplomatie“. Daneben war Fischer als Senior Fellow am Liechtenstein Institute der Woodrow Wilson School tätig und engagierte sich als Mitglied des EU-Programms der Princeton University.

2007 gründete er eine Beraterfirma mit dem Namen Joschka Fischer Consulting. Er ist Gründungsmitglied und Vorstand des European Council on Foreign Relations, das von dem Milliardär und Mäzen George Soros finanziert wird.

[28] Im September 2008 nahm er einen Beratervertrag (Senior Strategic Counsel) bei der Madeleine Albright gehörenden Firma The Albright Group LLC an.[29][30] Die Firma ging 2009 in der Joschka Fischer & Company GmbH auf.
Zitat Ende

https://de.wikipedia.org/wiki/European_C...reign_Relations
Zitat
Der European Council on Foreign Relations (ECFR) ist eine „Denkfabrik“, die Analysen zu Themen europäischer Außenpolitik bereitstellt und es sich zum Ziel gesetzt hat, als Fürsprecher einer kohärenteren und stärkeren europäischen Außen- und Sicherheitspolitik aufzutreten. Gegründet wurde der ECFR 2007 von fünfzig prominenten Europäern, darunter ehemalige Regierungschefs und Minister, Parlamentarier und Intellektuelle, die sich für eine starke Rolle Europas in der Welt einsetzen.[1] Als erster paneuropäischer Think-Tank verfügt der ECFR über Büros in sieben europäischen Großstädten – Berlin, London, Madrid, Paris, Rom, Sofia und Warschau. Der ECFR hat keine institutionelle Bindung zu dem US-amerikanischen Council on Foreign Relations.


Finanzierung

Der ECFR ist eine private, gemeinnützig arbeitende Organisation, die sich aus Spendengeldern finanziert[15]. Die Hauptunterstützer des ECFR sind die Open Society Foundations, Communitas Foundation, Fundación Para las Relaciones Internacionales y el Diálogo Exterior (FRIDE), Stiftung Mercator[16], Unicredit und der US-amerikanische Investor George Soros.
Zitat Ende

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RE: Open Society Institut Soros in Taschkent

#169 von Lola , 19.04.2016 13:24

Die Gedanken und Ideen des Herrn Soros die er 2004 veröffentlichte, fand in der breiten Öffentlichkeit kaum Beachtung, vielleicht weil alles so abstrakt klingt, jedenfalls für mich als Normalo und völlig unpolitischer Mensch.
Er lehnt die Nationalstaaten ab, gleichzeitig sagt er aber, dass die Souveränität vom Volk ausgeht und wenn Regierungen die Macht mißbrauchen, ist ein äußeres Eingreifen gerechtfertigt.

Dann ist es aber zwingend erforderlich, dass das Volk um die Hilfe ersucht oder um Hilfe bittet. Wenn das nicht geschieht hat kein Land das Recht einfach nach Gutdünken zu "helfen".

Jetzt ist mir auch klar warum es in Deutschland Politiker gibt, die Deutschland als Nationalstaat ablehnen. Will man dem deutschen Volk die Nationalität nehmen, ohne es zu fragen? Also eine Bevormundung um die eigene Ideologie und die des Herrn Soros durchzusetzen und dem deutschen Volk überzustülpen?
Das wäre allerdings unfassbar!

Will die Mehrheit der Deutschen ihren Nationalstaat behalten?
Ist es die deutsche Regierung die den Willen des Volkes mißachtet?

Sind die Migrantenströme sozusagen die "Hilfe" von außen? Die deutsche Regierung kommt doch der Ideologie des Herrn Soro und seiner Hilfsorganisation entgegen warum die Migrantenströme? Richten sich die Migrantenströme etwa gegen das deutsche Volk und gar nicht gegen die Regierung? Die "Flüchtlinge" oder Zuwanderer haben doch eindeutig an Sylvester das deutsche Volk, die Frauen angegriffen. Die "Flüchtlinge" haben sogar ein Büchlein in arabischer Sprache ausgehändigt bekommen, aus denen sie Wege und alle wichtigen Telefonnummern und Adressen von Hilfsorganisationen in Deutschland entnehmen konnten.

Der ehemalige deutsche Außenminister Fischer, Mitglied einer demokratisch gewählten Partei in Deutschland, ist Geschäftspartner des Mannes, der Deutschland als Nationalstaat vernichten will. Diese Gedanken seiner Ideologie hatte Herr Soros bereits vor 12 Jahren geäußert und die Migrantenströme werden von ihm benutzt seine Ideen in die Realität umzusetzen.

Mir kommt es vor wie ein gruseliger Albtraum von dem man sich nicht lösen kann.


Gestern habe ich einen Beitrag der Journalistin Eva Herman gelesen, den man mit folgendem Link aufrufen kann https://deutschelobbyinfo.com/2016/01/21...von-eva-herman/

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