Kraftwerk Farge (Quelle: wikipedia)

"Zu wenig Betreuer für junge Flüchtlinge"

#151 von Lola2 , 09.04.2015 08:23

http://www.weser-kurier.de/bremen_artike...id,1097287.html
Zitat
150 Minderjährige leben in zentraler Aufnahmestelle / Es fehlen Wohnplätze und Amtsvormünder
Zu wenig Betreuer für junge Flüchtlinge
Anke Landwehr 09.04.2015 0 Kommentare

Der anhaltend hohe Zustrom junger minderjähriger Flüchtlinge stellt die Stadt Bremen vor Herausforderungen, die kaum noch zu bewältigen sind. Das geht aus einer dem WESER-KURIER vorliegenden Antwort des Senats auf eine Große Anfrage der CDU-Bürgerschaftsfraktion hervor. Demnach fehlt es an Vormündern, an Wohnplätzen und in der Zentralen Aufnahmestelle (ZASt) auch an qualifiziertem Personal, um sich dieser besonderen Klientel im ausreichenden Maße widmen zu können.

Ende vergangenen Jahres wurden in Bremen 590 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge gezählt. Im Januar und Februar kamen 143 Jugendliche hinzu, allein im März waren es nach Angaben des Sozialressorts weitere 80. Diese Zahlen nennt die Fallbestandsstatistik des Amtes für Soziale Dienste.

Tatsächlich könnten sie noch höher sein. Vermutlich hielten sich auch „einige nicht registrierte“ Jugendliche in Bremen auf, heißt es in der Antwort auf die Anfrage der Christdemokraten. Ebenso wisse man nicht, wie viele die Stadt wieder verlassen haben. Der Grund: „Die Jugendlichen sind sehr beweglich und vielfach unter verschiedensten ,Alias’-Identitäten unterwegs

Zitat Ende

Desweiteren klärt der Beitrag darüber auf, dass "2013 und 2014 in Bremen 695 unbegleitete Flüchtlinge im Alter zwischen 14 und 18 Jahren in Bremen eingetroffen sind. Die Hauptherkunftsländer waren Guinea, Gambia, Marokko, Algerien und Somalia.


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zuletzt bearbeitet 09.04.2015 | Top

RE: "Zu wenig Betreuer für junge Flüchtlinge"

#152 von Lola2 , 09.04.2015 14:18

Das Auswärtige Amt hat folgende Info herausgegeben:

Für Guinea
http://www.auswaertiges-amt.de/DE/Laende...Sicherheit.html
Zitat
Ausreiseaufruf

Das Auswärtige Amt rät angesichts der aktuellen Lage dringend von Reisen nach Guinea ab und ruft zur Ausreise auf. Dringend benötigtes medizinisches, humanitäres oder technisches Personal im Zusammenhang mit der Bekämpfung der Ebola-Epidemie ist hiervon ausgenommen.

Es ist nicht auszuschließen, dass Ausreisemöglichkeiten aus Guinea weiter beschränkt werden.



Aktuelle Hinweise

In Westafrika breitet sich ausgehend von Guinea seit Dezember 2013 eine Ebola-Epidemie aus. Betroffen sind Guinea, Sierra Leone und Liberia. In anderen Ländern Westafrikas gibt es zur Zeit keine Ebolainfektionen.

Dank nationaler und internationaler Bemühungen ist die Zahl der Neuerkrankungen in allen drei betroffenen Ländern 2015 stark rückläufig. Betroffen sind vor allem noch die Hauptstädte und benachbarte Regionen sowie Gebiete im Grenzbereich zu den anderen betroffenen Ländern, es werden aber auch vor allem in Guinea Neuinfektionen in zuvor aktuell nicht betroffenen Regionen registriert.
Zitat Ende

Da kann man nur hoffen dass die Behörden die Herkunftsländer der unbegleiteten Jugendlichen in der Vergangenheit und zukünftig peinlich genau recherchieren und hoffentlich werden alle Einreisenden genauestens untersucht, denn aus ihren persönlichen Daten machen diese unbegleiteten Jugendlichen offenbar sehr häufig ein Geheimnis.

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Angabe der Herkunftsländer der Flüchtlinge ist unverzichtbar!!!

#153 von Lola2 , 09.04.2015 14:30

http://www.auswaertiges-amt.de/sid_7A722...rheit_node.html

Sierra Leone: Reise- und Sicherheitshinweise


Stand 09.04.2015
(Unverändert gültig seit: 26.01.2015)

Zitat
Letzte Änderung:
Aktuelle Hinweise

Medizinische Hinweise

Ausreiseaufruf


Das Auswärtige Amt rät angesichts der aktuellen Lage dringend von Reisen nach Sierra Leone ab und ruft zur Ausreise auf. Dringend benötigtes medizinisches, humanitäres oder technisches Personal im Zusammenhang mit der Bekämpfung der Ebola-Epidemie ist hiervon ausgenommen.

Es ist nicht auszuschließen, dass Ausreisemöglichkeiten aus Sierra Leone weiter beschränkt werden.
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Aktuelle Hinweise

In Westafrika breitet sich ausgehend von Guinea seit Dezember 2013 eine Ebola-Epidemie aus. Betroffen sind Guinea, Sierra Leone und Liberia. In anderen Ländern Westafrikas gibt es zur Zeit keine Ebolainfektionen.

Dank nationaler und internationaler Bemühungen ist die Zahl der Neuerkrankungen in allen drei betroffenen Ländern 2015 stark rückläufig. Betroffen sind vor allem noch die Hauptstädte und benachbarte Regionen sowie Gebiete im Grenzbereich zu den anderen betroffenen Ländern, es werden aber auch vor allem in Guinea Neuinfektionen in zuvor aktuell nicht betroffenen Regionen registriert.

Die Regierung von Sierra Leone hat über das ganze Land den Ausnahmezustand verhängt. Zusätzlich wurden „Ebolagebiete“ unter Quarantäne gestellt.


Die Übertragung von Mensch zu Mensch erfolgt durch Kontakt zu Körperflüssigkeiten Erkrankter oder Verstorbener. Ein Ansteckungsrisiko besteht daher insbesondere für die lokale Bevölkerung mit sehr engem Kontakt zu symptomatisch Erkrankten oder an Ebola Verstorbenen (Beerdigungsrituale). Daneben besteht ein hohes Übertragungsrisiko im Rahmen der Patientenversorgung für Mitarbeiter des Gesundheitswesens. Ohne solche engen Kontakte zu Erkrankten oder Verstorbenen ist das Übertragungsrisiko als sehr gering einzuschätzen.
Grundsätzlich ist auch die Infektion über den Verzehr von Bushmeat denkbar. Darauf sollte in den betroffenen Regionen verzichtet werden. (siehe Ebola Merkblatt unter Externer Link, öffnet in neuem Fensterwww.diplo.deExterner Link, öffnet in neuem Fenster/reisemedizin).

Reiserückkehrer finden Informationen über Ebola in einem Merkblatt des Robert-Koch-Instituts, das unter Externer Link, öffnet in neuem Fensterwww.rki.de/ebola abgerufen werden kann.

Grenzen können geschlossen und das Reisen erheblich beeinträchtigt sein.

Auch an den Grenzen und Flughäfen anderer westafrikanischer Staaten ist mit verstärkten Kontrollen zu rechnen.

Bei medizinischen Auffälligkeiten (insbesondere erhöhte Körpertemperatur) im Rahmen solcher Kontrollen sind Probleme bei Ein- bzw. Ausreise bis hin zu z.B. Zwangsquarantänemaßnahmen nicht auszuschließen.

Der Flugverkehr in und aus den betroffenen Ländern wurde stark eingeschränkt.

Reisenden wird geraten, auf aktuelle Informationen der Fluggesellschaften zu achten.

Die WHO schätzt das Risiko, sich während eines Fluges an einem Mitreisenden mit Ebola zu infizieren, als sehr gering ein und sieht bisher keine Notwendigkeit für internationale Reisebeschränkungen.

Medizinische Evakuierungen von Erkrankten zur Versorgung z.B. in Deutschland können erschwert, verzögert oder sogar unmöglich sein. Auf entsprechenden Versicherungsschutz ist daher nur eingeschränkt Verlass.

Aufgrund der Epidemie ist die ohnehin defizitäre medizinische Versorgung in allen betroffenen Ländern derzeit erheblich eingeschränkt. Da in Krankenhäusern ein erhöhtes Infektionsrisiko besteht, sollten sie möglichst gemieden werden.

Fluggesellschaften haben Flüge in und aus von Ebola betroffenen Ländern gestrichen. Reisenden wird geraten, auf aktuelle Informationen der Fluggesellschaften zu achten.

Die WHO schätzt das Risiko, sich während eines Fluges an einem Mitreisenden mit Ebola zu infizieren, als sehr gering ein und sieht bisher keine Notwendigkeit für internationale Reisebeschränkungen.
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Landesspezifischer Sicherheitshinweis

Weltweiter Sicherheitshinweis
Es wird gebeten, auch den weltweiten Sicherheitshinweis zu beachten:
Externer Link, öffnet in neuem Fensterwww.auswaertiges-amt.de

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RE: Angabe der Herkunftsländer der Flüchtlinge ist unverzichtbar!!!

#154 von Lola2 , 09.04.2015 14:57

Liberia: Reise- und Sicherheitshinweise

Stand 09.04.2015
(Unverändert gültig seit: 26.01.2015)

Zitat
Ausreiseaufruf

Das Auswärtige Amt rät angesichts der aktuellen Lage dringend von Reisen nach Liberia ab und ruft zur Ausreise auf. Dringend benötigtes medizinisches, humanitäres oder technisches Personal im Zusammenhang mit der Bekämpfung der Ebola-Epidemie ist hiervon ausgenommen.

Es ist nicht auszuschließen, dass Ausreisemöglichkeiten aus Liberia weiter beschränkt werden.
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Aktuelle Hinweise

In Westafrika breitet sich ausgehend von Guinea seit Dezember 2013 eine Ebola-Epidemie aus. Betroffen sind Guinea, Sierra Leone und Liberia. In anderen Ländern Westafrikas gibt es zur Zeit keine Ebolainfektionen.

Dank nationaler und internationaler Bemühungen ist die Zahl der Neuerkrankungen in allen drei betroffenen Ländern 2015 stark rückläufig. Betroffen sind vor allem noch die Hauptstädte und benachbarte Regionen sowie Gebiete im Grenzbereich zu den anderen betroffenen Ländern, es werden aber auch vor allem in Guinea Neuinfektionen in zuvor aktuell nicht betroffenen Regionen registriert.

Die Übertragung von Mensch zu Mensch erfolgt durch Kontakt zu Körperflüssigkeiten Erkrankter oder Verstorbener. Ein Ansteckungsrisiko besteht daher insbesondere für die lokale Bevölkerung mit sehr engem Kontakt zu symptomatisch Erkrankten oder an Ebola Verstorbenen (Beerdigungsrituale). Daneben besteht ein hohes Übertragungsrisiko im Rahmen der Patientenversorgung für Mitarbeiter des Gesundheitswesens. Ohne solche engen Kontakte zu Erkrankten oder Verstorbenen ist das Übertragungsrisiko als sehr gering einzuschätzen.
Grundsätzlich ist auch die Infektion über den Verzehr von Bushmeat denkbar. Darauf sollte in den betroffenen Regionen verzichtet werden. (siehe Ebola Merkblatt unter Externer Link, öffnet in neuem Fensterwww.diplo.deExterner Link, öffnet in neuem Fenster/reisemedizin).

Reiserückkehrer finden Informationen über Ebola in einem Merkblatt des Robert-Koch-Instituts, das unter Externer Link, öffnet in neuem Fensterwww.rki.de/ebola abgerufen werden kann.

Die Regierung Liberias hat am 27.07.14 die meisten seiner Grenzübergänge geschlossen. Weitere Einschränkungen im Reiseverkehr durch nationale Behörden in der Region können nicht ausgeschlossen werden. An den derzeit weiterhin geöffneten Hauptgrenzübergängen (Überlandstraßen) und den beiden Flughäfen Liberias sollen alle Ein- und Ausreisende auf Anzeichen einer Ebola-Erkrankung untersucht werden. Auch an den Grenzen und Flughäfen anderer westafrikanischer Staaten ist mit verstärkten Kontrollen zu rechnen.

Bei medizinischen Auffälligkeiten (insbesondere erhöhte Körpertemperatur) im Rahmen solcher Kontrollen sind Probleme bei Ein- bzw. Ausreise bis hin zu z.B. Zwangsquarantänemaßnahmen nicht auszuschließen.

Medizinische Evakuierungen von Erkrankten zur Versorgung z.B. in Deutschland können erschwert, verzögert oder sogar unmöglich sein. Auf entsprechenden Versicherungsschutz ist daher nur eingeschränkt Verlass.

Aufgrund der Epidemie ist die ohnehin defizitäre medizinische Versorgung in allen betroffenen Ländern derzeit noch weiter eingeschränkt und darüber hinaus besteht in Krankenhäusern ein erhöhtes Infektionsrisiko.

Fluggesellschaften haben Flüge in und aus von Ebola betroffenen Ländern gestrichen. Reisenden wird geraten, auf aktuelle Informationen der Fluggesellschaften zu achten.Die WHO schätzt das Risiko, sich während eines Fluges an einem Mitreisenden mit Ebola zu infizieren, als sehr gering ein und sieht bisher keine Notwendigkeit für internationale Reisebeschränkungen.


Landesspezifische Sicherheitshinweise

Auch zehn Jahre nach Ende des Bürgerkriegs ist die Sicherheitslage in Liberia vor allem dank der VN-Friedenstruppe UNMIL zwar unter Kontrolle, aber weiterhin fragil. Die Anwesenheit von immer noch mehr als 50.000 ivorischen Flüchtlingen in der Grenzregion stellt auch weiterhin eine starke humanitäre Belastung und ein potentielles zusätzliches Sicherheitsrisiko dar. Bei Reisen nach Liberia wird daher generell zur Vorsicht geraten.


Reisen über Land, Infrastruktur

Individuelle Reisen ins Landesinnere sollten bei der Deutschen Botschaft in Monrovia angezeigt bzw. mit dieser abgestimmt werden.

In der Regenzeit (ca. Mitte Mai – Mitte November) sind nicht alle Straßen im Landesinneren immer passierbar. Das betrifft insbesondere die nicht asphaltierten Straßen.

Weltweiter Sicherheitshinweis

Es wird gebeten, auch den weltweiten Sicherheitshinweis zu beachten:

Externer Link, öffnet in neuem Fensterwww.auswaertiges-amt.de

Allgemeine Reiseinformationen

Die Deutsche Botschaft in Monrovia kann außer reiner Nothilfe keine Rechts- und Konsularaufgaben wahrnehmen. Visaanträge zur Einreise nach Deutschland sowie sämtliche Fragen zu sonstigen Rechts- und Konsularangelegenheiten sind direkt an die Deutsche Botschaft in Accra/Ghana zu richten.

Vom Schwimmen im offenen Meer (Atlantik) wird aufgrund starker Strömungen dringend abgeraten.
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Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige

Reisedokumente

Die Einreise ist für deutsche Staatsangehörige mit folgenden Dokumenten möglich:

Reisepass: Ja

Vorläufiger Reisepass: Nicht bekannt

Personalausweis: Nicht bekannt

Vorläufiger Personalausweis: Nicht bekannt

Kinderreisepass: Nicht bekannt

Noch gültiger Kinderausweis nach altem Muster (der Kinderausweis wird seit 1. Januar 2006 nicht mehr ausgestellt): Nicht bekannt

Anmerkungen:
Der Reisepass muss bei Einreise noch mindestens sechs Monate gültig sein.
Kindereinträge im Reisepass eines Elternteils sind seit dem 26.06.2012 nicht mehr gültig. Jedes Kind benötigt ein eigenes Ausweisdokument.

Visum

Reisende benötigen ein gültiges Visum zur Einreise, ausgestellt von der der zuständigen liberianischen Auslandsvertretung.

Eine Gelbfieberimpfung ist nachzuweisen, Näheres finden Sie in den „Medizinischen Hinweisen“.

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige können sich kurzfristig ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon vorher unterrichtet wird. Rechtsverbindliche Informationen und/oder über diese Hinweise hinausgehende Informationen zu den noch im Aufbau befindlichen Einreisebestimmungen erhalten Sie nur direkt bei der Botschaft oder einem der Generalkonsulate Ihres Ziellandes.

Besondere Zollvorschriften

Die Einfuhr von Waffen ist verboten. Es gibt auch Beschränkungen für die Einfuhr von Geld.

Weitergehende Zollinformationen zur Einfuhr von Waren erhalten Sie bei der Botschaft Ihres Ziellandes. Nur dort kann Ihnen eine rechtsverbindliche Auskunft gegeben werden.

Die Zollbestimmungen für Deutschland können Sie auf der Website des deutschen Zolls Externer Link, öffnet in neuem Fensterwww.zoll.de einsehen oder telefonisch erfragen.
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Besondere strafrechtliche Vorschriften

Dem Auswärtigen Amt liegen keine Hinweise auf besondere strafrechtliche Vorschriften vor.
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Medizinische Hinweise

Impfschutz

Liberia ist gemäß WHO Gelbfieber-Infektionsgebiet. Eine gültige Impfung gegen Gelbfieber ist für alle Reisenden vorgeschrieben, ausgenommen Kinder unter 1 Jahr – siehe auch Externer Link, öffnet in neuem Fensterwww.who.int

Das Auswärtige Amt empfiehlt, die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes Externer Link, öffnet in neuem Fensterwww.rki.de für Kinder und Erwachsene anlässlich einer Reise zu überprüfen und zu vervollständigen.

Dazu gehören auch für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie und Pertussis, Mumps, Masern, Röteln (MMR) und ggf. Influenza.

Als Reiseimpfungen werden Impfungen gegen Gelbfieber (s. o.), Polio, Hepatitis A und Hirnhautentzündung durch Meningokokken (ACWY), bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch gegen Hepatitis B, Tollwut, Typhus und Cholera empfohlen.


Gelbfieber

Jährlich werden einzelne Gelbfieberfälle, in Abständen auch regionale Ausbrüche gemeldet. Übertragung erfolgt durch Mückenstich.

Malaria

Sowohl bezüglich Erkrankungsrate wie auch Sterblichkeit gehört Malaria zu den wichtigsten Erkrankungen in Liberia. Die Übertragung erfolgt durch den Stich Blut saugender, nachtaktiver Anopheles Mücken. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica (> 90 % der Fälle in Liberia!) bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis an den behandelnden Arzt auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet notwendig.

Es besteht ein hohes, ganzjähriges Malariarisiko im ganzen Land. Eine Chemoprophylaxe (Tabletteneinnahme) ist zu empfehlen. Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene, in Deutschland verschreibungspflichtige Medikamente/Medikamentenkombinationen (Atovaquon/Proguanil, Mefloquin und off-label Doxycyclin,) in lokalen Apotheken nur z. T. erhältlich. Die Mitnahme eines ausreichenden Vorrats ist zu empfehlen. Die Auswahl der Medikamente und deren persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme mit einem Tropenmediziner/Reisemediziner besprochen werden.

Aufgrund der Infektionsrisiken durch Stechmücken wird allen Reisenden empfohlen,

Körper bedeckende Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
ganztägig (Dengue, s.u.) und in den Abendstunden und nachts (Malaria!) Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen
unter einem Moskitonetz zu schlafen

HIV / AIDS

Nach WHO Schätzungen sind ca. 5% der Bevölkerung mit HIV infiziert und es gibt ca. 2.000 Todesfälle durch AIDS pro Jahr. Durch hetero- und homosexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes Risiko. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften, empfohlen.

Durchfallerkrankungen und Cholera

Cholera tritt immer wieder vor allem im urbanen Großraum Monrovia auf. In den letzten Jahren jedoch seltener. Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und besonders auch Cholera vermeiden. Wenn Sie ihr Wohlbefinden während des Aufenthaltes nicht gefährden wollen, dann beachten Sie die entsprechenden Merkblätter mit den einschlägigen Verhaltens- und Hygiene-Hinweisen.

Weitere Infektionskrankheiten

Dengue-Fieber

Dengue wird durch tagaktive Mücke übertragen. Die Erkrankung geht in der Regel mit Fieber, Hautausschlag und ausgeprägten Gliederschmerzen einher. In seltenen Fällen kommt es insbesondere bei Kindern zu Blutungen (Dengue-Hämorhagisches-Fieber = DHF) mit zum Teil schwerwiegenden Komplikationen inkl. möglicher Todesfolge. Bei Reisenden tritt DHF extrem selten auf. Bisher werden wenige Fälle aus Liberia gemeldet, was vermutlich auf die nichtvorhandenen diagnostischen Mittel zurückzuführen ist.
Da es derzeit weder eine Impfung bzw. Chemoprophylaxe noch eine spezifische Therapie gegen Dengue gibt, besteht die einzige Möglichkeit zur Vermeidung dieser Virusinfektion in der konsequenten Anwendung persönlicher Maßnahmen zur Minimierung von Mückenstichen, z.B. lange, bedeckende Kleidung und Auftragen von Repellentien auf unbedeckte Hautpartien.

Schistosomiasis (Bilharziose)

Die Gefahr der Übertragung dieser Wurminfektion besteht beim Baden in Süßwassergewässern im gesamten Land. Baden im offenen Süßwasser sollte daher grundsätzlich unterlassen werden.

Lassa-Fieber

Liberia ist eines der wenigen Länder, in denen das Lassa-Fieber immer wieder vorkommt, vor allem im Westen des Landes. Der Übertragungsweg auf den Menschen ist der orale oder inhalative Kontakt mit durch Rattenurin kontaminierten Lebensmitteln oder Aerosole. Häufiger noch sind Infektionen bei Angehörigen und dem Pflegepersonal durch direkten Kontakt mit dem Infizierten. Besonders bei Reisen im Landesinneren unter einfachen Bedingungen ist Vorsicht geboten.

Medizinische Versorgung

Die medizinische Versorgung im Lande ist mit Europa nicht zu vergleichen und vielfach technisch, apparativ und/ oder hygienisch hoch problematisch. Die ärztliche Versorgung in Monrovia ist aufgrund des Mangels an Fachärzten sehr begrenzt. Zugang zu den UN-Kliniken hat grundsätzlich nur UN-Personal. Die Ärzte sprechen in der Regel nur Englisch. Deutschsprachige Ärzte sind nicht bekannt.

Operationen sollten nur in Europa oder notfalls in einem zumutbaren Krankenhaus in einem näher gelegenen Land durchgeführt werden.

Das Mitbringen von Medikamenten für eine gut ausgestattete Hausapotheke ist erforderlich, insbesondere für Personen, die auf spezielle Medikamente angewiesen sind. Es gibt in Monrovia nur wenige Apotheken, die akzeptabel sind. Sie führen ein sehr begrenztes Sortiment wichtiger Standardmedikamente u. a. europäischer Herkunft. Medikamentenfälschungen mit unsicherem Inhalt kommen vor.

Die wenigen Reisenden, die nach Liberia kommen, sollten über einen ausreichenden auch für das Ausland gültigen Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung verfügen.

Lassen Sie sich vor einer Reise nach Liberia durch eine tropenmedizinische Beratungsstelle/einen Tropenmediziner/Reisemediziner beraten, siehe auch Externer Link, öffnet in neuem Fensterwww.dtg.org oder Externer Link, öffnet in neuem Fensterwww.frm-web.de

Bitte beachten Sie neben unserem generellen Haftungsausschluss den folgenden wichtigen Hinweis:

Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der medizinischen Informationen sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Für Ihre Gesundheit bleiben Sie selbst verantwortlich.

Zitat Ende

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RE: Angabe der Herkunftsländer der Flüchtlinge ist unverzichtbar!!!

#155 von Lola2 , 09.04.2015 15:49

http://www.auswaertiges-amt.de/DE/Laende...rheit_node.html
Zu Algerien

Algerien: Reise- und Sicherheitshinweise (Teilreisewarnung)

Stand 09.04.2015
(Unverändert gültig seit: 11.03.2015)

Landesspezifische Sicherheitshinweise/Teilreisewarnung

Terrorismus

In den letzten Jahren und aktuell kommt es in Algerien immer wieder zu Terroranschlägen und Entführungen, insbesondere in der algerischen Sahararegion, aber auch im Norden und Nordosten des Landes (v.a. Kabylei).

Aufgrund der aktuell angespannten Sicherheitslage in der gesamten Region und der Drohungen von mehreren islamistischen Gruppen gegen ausländische Interessen und Einrichtungen in Algerien wird bei Reisen nach Algerien zu erhöhter Vorsicht geraten.

Im September 2014 kam es in einer von terroristischen Gruppen frequentierten Bergregion der Kabylei zu der Entführung und Ermordung eines französischen Touristen durch die algerische Gruppe Jund al-Khilafah (Soldaten des Kalifats), welche sich zur in Syrien und im Irak agierenden Organisation ISIS bekannt hat. Diese Gruppe ruft zu weiteren Entführungen und Anschlägen gegen westliche Ausländer auf.

Vor allen Reisen in die algerischen Grenzgebiete zu Tunesien, Libyen, Niger, Mali, Mauretanien und zur Westsahara wird gewarnt.

Auch vor Reisen in die sonstigen algerischen Saharagebiete und außerhalb der Bezirke der größeren Städte im nördlichen Landesteil von Algerien, in ländliche Gebiete und Bergregionen wird gewarnt, es sei denn, die Reisen erfolgen mit polizeilichem Begleitschutz und der Aufenthalt erfolgt an geschützten Örtlichkeiten.
Dies gilt insbesondere für Regionen mit andauernden terroristischen Aktivitäten, wie die Kabylei und ihre Gebirgsausläufer.

In den zuvor genannten Gebieten besteht - insbesondere für westliche Ausländer - das Risiko von Entführungen und Anschlägen durch terroristische Gruppierungen wie „Al Qaida im islamischen Maghreb“ (AQM), „Mouvement pour l’Unicité et le Jihad en Afrique de l’Ouest“ (MUJAO), "El Mourabitoun" oder die neu gebildete Gruppe „Jund al-Khialaifah“.

Es wird empfohlen, sich über die Medien, ortskundige Ansprechpartner und die algerischen Behörden über die aktuelle Sicherheitssituation an den vorgesehenen Reise- und Aufenthaltsorten zu informieren. Eventuellen Vorgaben und Empfehlungen der algerischen Behörden sollten unbedingt Folge geleistet werden.

Aufenthalt im Land / Reisen über Land

Aufgrund der jüngsten gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen lokalen Bevölkerungsgruppen wird derzeit von nicht erforderlichen Reisen in die Region Ghardaia abgeraten. Es wird empfohlen, die Medienberichterstattung über die Situation in Ghardaia aufmerksam zu verfolgen.

Reisen innerhalb des Landes sollten möglichst auf dem Luftwege erfolgen. Insbesondere während der Dämmerung und in der Nachtzeit sollten Fahrten außerhalb der Stadtzentren vermieden werden, da mit falschen Straßensperren und Anschlägen von kriminellen oder terroristischen Gruppen gerechnet werden muss.

Menschenansammlungen, Demonstrationen, öffentliche Gebäude und Einrichtungen der Sicherheitskräfte sollten nach Möglichkeit gemieden werden.

Es wird zu besonderer Vorsicht im Straßenverkehr geraten, da es häufig zu schweren Verkehrsunfällen mit Opfern kommt.

Alle Deutschen, die sich - auch nur vorübergehend - im Amtsbezirk der Botschaft aufhalten, können in eine Krisenvorsorgeliste gemäß § 6 Abs. 3 des deutschen Konsulargesetzes aufgenommen werden. Es handelt sich hierbei um eine freiwillige Maßnahme. Es wird empfohlen, von dieser Möglichkeit Gebrauch zu machen, damit die Deutsche Botschaft in Algier in Krisen- und sonstigen Ausnahmesituationen - falls erforderlich - mit Deutschen schnell Verbindung aufnehmen kann. Dies gilt umso mehr, als Algerien zu den erdbebengefährdeten Gebieten gehört

Die Eintragung in die Krisenvorsorgeliste kann online über die Homepage der Deutschen Botschaft Algier – Externer Link, öffnet in neuem Fensterwww.algier.diplo.de – erfolgen.

Weltweiter Sicherheitshinweis
Es wird gebeten, auch den weltweiten Sicherheitshinweis zu beachten:
Externer Link, öffnet in neuem Fensterwww.auswaertiges-amt.de
Zitat Ende

..über Vorsichtsmaßnahmen in medizinischer Hinsicht sagt das Auswärtige Amts nic hts weiter.

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RE: Angabe der Herkunftsländer der Flüchtlinge ist unverzichtbar!!!

#156 von Lola2 , 09.04.2015 16:07

http://www.auswaertiges-amt.de/DE/Laende...rheit_node.html

zu Marokko
Aktuelle Hinweise

Bis auf weiteres wird von Reisen in entlegene Gebiete der Sahara und ihrer Randbereiche eindringlich abgeraten. Für Staatsangehörige westlicher Staaten besteht ein erhöhtes Anschlags- und Entführungsrisiko.
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Landsspezifische Sicherheitshinweise

Angesichts der Entwicklungen in Mali kann eine Gefährdung westlicher Ausländer, insbesondere in den Städten Rabat mit der Schwesterstadt Salé, Tanger, Marrakesch und Casablanca sowie in den Grenzgebieten zu Algerien und Mauretanien nicht ausgeschlossen werden.

Demonstrationen können sich spontan und unerwartet entwickeln. Obwohl sie in der Mehrzahl ohne Gewalttätigkeiten ablaufen, wird dringend empfohlen, Demonstrationen und Menschenansammlungen zu meiden.

Terrorismus

Marokko ist im regionalen Kontext ein vergleichsweise politisch stabiles Land mit guter touristischer und sicherheitspolitischer Infrastruktur. Es gibt aber auch in Marokko Gefahrenelemente. So besteht ein Risiko terroristischer Anschläge mit islamistischem Hintergrund, die insbesondere auf ausländische Staatsangehörige abzielen können.

Eine mögliche Gefahr von Anschlägen oder sonstigen Aktionen durch die bislang vor allem in Algerien terroristisch aktiven Al Qaida im islamischen Maghreb (AQM) auf marokkanischem Gebiet kann nicht ausgeschlossen werden. Es muss auch mit Einzeltätern gerechnet werden, die auf aktuelle in den Medien verbreitete Ereignisse reagieren.

So ereignete sich zuletzt im April 2011 in Marrakesch eine Bombenexplosion mit terroristischem Hintergrund, die 17 Todesopfer und mehrere Verletzte – zumeist Touristen – forderte.

Kriminalität

Allgemein, aber vor allem in den Metropolen haben Eigentumsdelikte zugenommen. In der Nähe von touristischen Attraktionen und historischen Stadtzentren besteht eine erhöhte Gefahr von Raubüberfällen und Diebstählen.

Reisen über Land

Von Fahrten in und durch das völkerrechtlich umstrittene Gebiet der Westsahara wird dringend abgeraten. Eine konsularische Betreuung durch die Botschaft Rabat ist dort aus rechtlichen Gründen nicht möglich.

Im Rif-Gebirge wird Cannabis angebaut. In Einzelfällen kann es zu Belästigungen von Reisenden durch Rauschgifthändler kommen. Es wird empfohlen, das Rif-Gebirge nicht allein zu bereisen.
Von dem Kauf von Drogen wird dringend abgeraten! Der Besitz von Drogen wird in Marokko strafrechtlich verfolgt und führt zu empfindlichen Freiheitsstrafen!

Allein reisende Frauen sollten sich zurückhaltend verhalten und gesundes Misstrauen zeigen. Auch wenn viele Marokkanerinnen berufstätig sind, bleibt das Rollenverständnis insbesondere in ländlichen Gebieten von herkömmlichen Mustern bestimmt.

Infrastruktur / Straßenverkehr

Marokko verfügt in den größeren Städten und bei Überlandverbindungen über eine gute Verkehrsinfrastruktur.

Im Straßenverkehr ist Vorsicht geboten. Autofahrer wie Fußgänger können sich nicht auf gegenseitige Rücksichtnahme sowie auf die Beachtung von Verkehrsregeln verlassen. Nachtfahrten sollten vermieden werden. Auch auf Autobahnen ist mit Fußgängern und Tieren zu rechnen. Die Durchsetzung berechtigter Schadensersatzansprüche ist kaum möglich.

Die Landgrenze nach Algerien ist seit 1994 geschlossen.

Weltweiter Sicherheitshinweis

Es wird gebeten, auch den weltweiten Sicherheitshinweis zu beachten:
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RE: Angabe der Herkunftsländer der Flüchtlinge ist unverzichtbar!!!

#157 von Lola2 , 09.04.2015 16:11

http://www.auswaertiges-amt.de/DE/Laende...rheit_node.html

zu Gambia

Gambia: Reise- und Sicherheitshinweise

Stand 09.04.2015
(Unverändert gültig seit: 06.01.2015)

Zitat

Letzte Änderung:
Aktuelle Hinweise
Aktuelle Hinweise

Am Morgen des 30.12.2014 hat es in der Hauptstadt Banjul einen bewaffneten Angriff auf den Präsidentenpalast gegeben. Obwohl sich die Lage zwischenzeitlich wieder beruhigt hat, wird Reisenden dringend geraten, sich umsichtig zu verhalten und die Medienberichterstattung aufmerksam zu verfolgen. Demonstrationen, Kundgebungsorte und Menschenansammlungen sollten gemieden werden.

Ebola

Die Ebola Epidemie in den Ländern Guinea, Liberia und Sierra Leone kann sich unter Umständen in der Region weiter ausbreiten. Bisher wurden aus Gambia aber keine Fälle berichtet.
Als Präventivmaßnahme hat die gambische Regierung ein Einreiseverbot für alle Reisenden aus Guinea, Liberia und Sierra Leone erlassen. Dies gilt auch für Reisende, die über Drittstaaten nach Gambia einreisen. Ausnahmen gelten nur für Reisende, die die betroffenen Länder vor mehr als 21 Tagen vor Einreise nach Gambia verlassen haben. Der Flugverkehr mit den genannten Ländern ist bis auf weiteres ausgesetzt.

Es wird empfohlen, die Nachrichtenlage intensiv zu verfolgen und allgemeine Hygienemaßnahmen einzuhalten. Ein Merkblatt zu Ebola finden Sie unter Externer Link, öffnet in neuem Fensterwww.diplo.de/reisemedizin.

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RE: Angabe der Herkunftsländer der Flüchtlinge ist unverzichtbar!!!

#158 von Lola2 , 10.04.2015 09:05

...eine kleine Zeitungsmeldung in der heutigen Ausgabe des Weser Kurier 10.4.2015) erregte meine Aufmerksamkeit.

Die Überschrift der Meldung lautete: Baby starb doch nicht Ebola

Die Berichte in den Zeitungen klärten darüber auf, dass die Flüchtlinge aus Guinea, Gambia, Marokko, Algerien u.s.w. kommen.
In den vorangegangenen Postings habe ich die aktuellen Hinweise vom Auswärtigen Amt eingestellt. Die afrikanischen Länder haben Ausreiseverbote oder sogar den Ausnahmezustand verhängt, damit Krankheiten sich nicht weiter ausbreiten können, jedoch wer sein Land verlassen will, der schafft es auch. Dagegen sind die Behörden machtlos, selbst wenn Grenzübergänge, Flughäfen und Bahnhöfe gesperrt sind, nützt es alles nichts.

In den vergangenen "16 Monaten sind in Guinea, Liberia und Sierra Leone über 10.400 Menschen an Ebola verstorben".

Ob es sich um Kriegsgebiete handelt kann sich jeder selbst heraussuchen, denn die aktuellen Links vom Auswärtigen Amt findet man in jedem Beitrag.

Es ist also wichtig, dass die Behörden in Bremen die Herkunftsländer der Flüchtlinge kennen und nicht den Bürgern pauschal Marokko und Algerien nennt. Man kann nur hoffen, dass die Behörden selbst recherchieren und wenn die "Flüchtlinge" nicht erzählen möchten wo sie herkommen, dann kann man nicht alles mit "traumatischen Erlebnissen" abtun. Transparenz ist hier ganz wichtig und man muss auch in diesem Zusammenhang die Bemühungen der afrikanischen Staaten würdigen und unterstützen. Alles andere ist falsch verstandene Loyalität.



http://www.weser-kurier.de/startseite_ar...id,1097947.html

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Vom 17.10.2014 und 15.5.2015

#159 von Reinhard , 30.05.2015 11:57

Vom 17.10.2014 und 15.5.2015

Der 17. Oktober letzten Jahres hat das Blumenthal Wahlergebnis am 15.Mai deutlich geprägt. Das belegt ein neuer Blogartikel, der jetzt aktualisiert und vervollständigt werden konnte, nachdem das Stat. Landesamt den Wahlatlas auf das Ergebnis der Wahl 2015 erweitert hat. Dabei werden nicht nur die Unterschiede bei der Stimmabgabe zugunsten de Bürger in Wut deutlich, sondern auch abweichende Wählerstrukturen von AfD und BiW.

Das belegt eindeutig die These, dass nicht eine bloße Aktivierung von angeblichen flüchtlingsfeindlichen oder gar rassistischen Ressentiments für den Wahlerfolg der BiW in der Blumenthaler Beiratswahl verantwortlich ist, sondern vor allem das bürgerfeindliche Verhalten der Verwaltung, also von Ortsamt und Sozialbehörde. Beide haben eine Diskussion der Absichten für die Unterbringung von straffälligen jugendlichen Flüchtlingen durch eine Geheimsitzung von Beiratsmitgliedern verhindert, deren Rechtmäßigkeit nicht eindeutig geklärt ist.

Dabei hätte man durch eine öffentliche Erörterung nicht nur verhindern können, dass die politische Atmosphäre in Blumenthal vergiftet wurde und eine Maßnahme durchgezogen wird, die mit Sicherheit Kosten, aber vermutlich mit derselben Wahrscheinlichkeit keinerlei pädagogischen Erfolg bringt. Das belegen inzwischen sogar die hilflosen weiteren Versuche des Senats und der Sozialsenatorin, durch die das Problem in einer sinnvolleren Weise geregelt werden soll.

Es ist daher ein leicht durchsichtiger Versuch, wenn man jetzt die Wählerinnen und Wähler in Blumenthal für ihre Entscheidung an den Pranger stellen will, obwohl sie nur durch eine konsequente Ablehnung auf eine ihrer Meinung nach falsche politische Entscheidung reagiert haben. Offenbar wird ein derartig mündiger Bürger jedoch von vielen Politikern gar nicht gewollt, wenn man einmal die üblichen Sonntagsreden und die Tränen über niedrige Wahlbeteiligungen als das sieht, was sie faktisch sind: leere Worthülsen.

Man kann daher nur hoffen, dass die neu gewählten Beiratsmitglieder eine andere Position beziehen und für mehr Bürgerbeteiligung und eine fachlich besser fundierte nachhaltige Politik eintreten.


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ie „sensationellen" Ergebnisse der Grundgesetz-Pädagogik

#160 von Reinhard , 19.09.2015 15:00

Die Kannenberg-Methode bremisch reloaded:

Die „sensationellen" Ergebnisse seiner Grundgesetz-Pädagogik



Am Mittwoch hat Frau Drieling ihren Lesern einen Einblick in das Denken und Handeln von Herrn Kannenberg gegeben, der im Oktober letzten Jahres an der Rekumer Str. 12, einem Wohngebiet zwischen den Blumenthaler Ortsteilen Farge und Rekum, ein akutes Problem Bremens beseitigen sollte.

Kurzer Rückblick

Dabei ging es, wenn man jetzt den teilweise unkontrollierten Zuzug fast unübersehbar vieler jugendlicher Flüchtlinge vor Augen hat, um eine zumindest von der Anzahl her begrenzte Aufgabe. Die betroffenen Senatoren mit der Sozialsenatorin an der Spitze wollten als mehrfach kriminell aufgefallene unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, die durch ihr delinquentes Verhalten vor allem in der Nähe des Bremer Hauptbahnhofs aufgefallen waren, resozialisieren.

Diese Aufgabe erhielt Herr Kannenberg, ein ehemaliger Boxer, der sich selbst zunächst als „Respekttrainer“ und inzwischen modernisiert als „Respektcoach“ bezeichnet. Vor seinem Bremer Engagement leitete er die Jugendhilfeeinrichtung Trainingscamp Lothar Kannenberg in Nordhessen. Inzwischen gehören zu seiner Akademie Lothar Kannenberg mit Sitz im niedersächsischen Bothel auch Einrichtungen in Aken und im Sportpark Glinde der Stadt Barby.

Sensationelle Erfolge

Über die beteiligten Gesellschaften, die von Herrn Kannenberg verwendeten erzieherischen Maßnahmen, die Qualität des Nordbremer Standortes und vieles mehr kann man vieles diskutieren. Davon soll hier jedoch abgesehen werden, zumal sich ein Blogartikel und zahlreiche Postings in diesem Thread mit diesen Einzelheiten in der Vergangenheit beschäftigen. Hier soll es um die jetzige Bewertung der Situation an der Rekumer Str. 12 in dem Gespräch mit Frau Drieling gehen, das der Exboxer und der Bumenthaler OAL bereits zuvor über Facebook als "interessantes Gespräch" angekündigt hatten. Darin hat Herr Kannenberg "eine Sensation" festgestellt, was die Autorin des Artikels in die Überschrift "Lothar Kannenberg ist überzeugt von der Einrichtung in der Rekumer Straße 12" abgeschwächt hat.

Offenbar gehen dabei Herr Kannenberg wie auch der Blumenthaler OAL von einer Zäsur, wenn darauf verwiesen wrid, dass es seit Ende Janaur keine Straftaten mehr im Haus gegeben habe. Damals hatten ich zwei Jugendliche "gewaltsam Zutritt zu einem Raum der Unterkunft verschafft, in dem sie eine Geldkassette vermuteten. Dazu warfen sie mit einem Feuerlöscher eine Fensterscheibe ein und zerstörten zwei Türen." Anschließend flüchteten die beiden Täter, "konnten von der Polizei aber an der Bushaltestelle Betonstraße aufgegriffen werden."

Bei ihrer Festnahme haben sich die Jugendlichen nach der amtlichen Darstellung wie wild gebärdet“. Das bedeutet, dass sie "die eingesetzten Beamten gebissen, geschlagen, getreten und bespuckt" haben.
.
Anschließend wurde eine weitere Unterbringung an der Rekumer Str. von Herrn Kannenberg abgelehnt, da er sich, wie der Weser-Kurier schrieb, "mit dem harten Kern kaum sozialisierbarer, jeder Regelvermittlung unzugänglicher Jugendlicher" "keinen Rat mehr" wusste. Diese Einschätzung belegt auch die Aussage "„Die müssten eigentlich mal in Untersuchungshaft“ des "Respektcoaches".

Aus dieser Selbsterkenntnis wurden offenbar Schlüsse für die Belegung bezogen. Herr Kannenberg durfte selbst auswählen, wen er für sozialisierbar hält und hatte ein ganz unpädagogisches Druckmittel in der Hand. Dabei ging es offenbar um eine Drohung mit einem ungewissen Schicksal. Darüber erklärt Herr Kannenberg nur, wie jetzt wieder im BLV-Gespräch: "„Die haben das Land verlassen, weil sie mit unseren Regeln nicht klargekommen sind“. Dabei haben die zuständigen Bremer Stellen anscheinend vergessen, welche besonderen Rechte gerade Minderjährige haben. Zumindest haben die Grünen, die sonst immer auf die Rechte gerade der jugendlichen Flüchtlinge verweisen, in diesem Zusammenhang das Kindeswohl als Ziel aller sozialpädagogischen Maßnahmen vergessen. Liegt das etwa daran, dass man das Projekt der "Akademie Lothar Kannenberg" nicht völlig scheitern lassen will, weil die Entscheidungsträger damit ihr Gesicht verlieren würden.

Da gefällt es den Behörden schon besser, wenn Herr Kannenberg von zwei "hochgradig kriminellen Heranwachsende" berichten kann, die noch "längst nicht geläutert" sind, sich „aber auf dem Weg der Besserung“ befinden. Der Erfogsausweis seiner "Akademie", die "Sensation", besteht für den Leiter darin, der angeblich "über 300 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in ganz Bremen betreut, dass die beiden Jugendlichen eine Lehre beginnen, wie er es ausdrückt. Nur ist die Zeitform dabei eindeutig falsch gewählt, da wir jetzt September schreiben. Es müsste also zumindest werden, wollen oder sollen heißen, womit aktuell nur das Prinzip Hoffnung ausgedrückt werden kann.


Pädagogik für das Leben?

Für diesen zunächst nur erwarteten Erfolg führt Herr Kannenberg zwei Gründe an, die zwar der Alltagserziehung vieler Konservativer in unserem Lnd entsprechen mögen, aber kaum aktuelle pädagogische Konzepte und deren empirischen Ergebnisse zu kennen scheinen.

Wollen Fachpädagogen andere Menschen bilden, die ein ausgefülltes selbstbestimmtes Leben führen, setzt der "Respektcoach" auf einen Drill, der den ganzen Tag ausfüllt. Die Jugendlichen sollen so gar keine Zeit haben, um ihre eigene Persönlichkeit zu entwickeln, sondern ausschließlich die ermüdenden Tätigkeiten ausführen, die ihnen der Trainer auferlegt. Damit sollen auch Straftaten verhindert werden, die nach diesem Analyseversuch eines Autodidakten aus "Langeweile" resultieren. Die offene Frage ist dabei nur, was dann passieren wird, wenn man irgendwann den erzieherischen Druck entfernen muss. Nach einer Vielzahl von Untersuchungen sind dann die Jugendlichen für viele Entwicklungen offen, die Kriminalität und religiösen Fundamentalismus einschließen.

Um das offenbar zu verhindern, hat Herr Kannenberg, wie er jetzt geschildert hat, sein nordhessisches Modell durch ein weiteres Konzept ergänzt. An der Rekumer Sr. 12 wird das deutsche Grundgesetz studiert, denn alle "müssen das kennen, weil "sonst .. automatisch Straftaten passieren".

Über den genauen Zusammenhang und die Details dieser Methode wird der Leser nicht aufgeklärt; hier hat die Autorin nicht nachgefasst. So darf man rätseln, ob hier eine große pädagogische Entdeckung gelungen ist oder nur das Grundgesetz mit dem Strafgesetzbuch verwechselt wurde. Überraschend bleibt in jedem Fall der Glaube, dass sich Kriminalität durch die Kenntnis von Gesetzen vermeiden lässt.

Wenn sich diese "Erkenntnis" erst einmal durchgesetzt hat, wird es daher sicherlich viele Lektürekreise im gesamten Bildung- und Justizbereich geben, und sogar die so spannend geschriebenen Schulordnungen werden den Platz im Leben der Schüler einnehmen, den sie verdienen.

Die Resozialisierungquote


Bei dieser Bremer Version ist es Herrn Kannenberg mit einem besonderen Kunstgriff gelungen, Erfolgsmessungen seiner Methoden zu vermeiden, die noch in Hessen auf eine eklatante Diskrepanz zwischen den behaupteten und den tatsächlichen Quoten nachgewiesen hatten. So kann jetzt jeder bei seinem Wunsch und Glauben bleiben und eine Mischung aus Boxen, Fußball, Drill, Grundgesetz und etwas Deutsch für erfolgreich halten.

Dabei ist die merkwürdige Berechnungsmethode sehr einfach zu durchschauen. Herr Kannenberg bekommt nicht ein Dutzend Bremer Problemfälle, wie es zunächst der Öffentlichkeit in einer Art Hilferuf mitgeteilt wurde. Vielmehr sucht sich Herr Kannenberg seine Jugendlichen aus und wählt die Fälle aus, die er für gut resozialisierbar hält oder die man in anderen Städten kaum intensivpädagogisch betreuen würde. Daraus kann er dann schließen, dass zwei von zwei ehemaligen Straftätern (möglicherweise) eine Ausbildung im kommenden Jahr beginnen werden und von einer "Sensation" sprechen.

Dank der voreiligen Entscheidung, die das Bremer Sozialressort und Blumenthaler Beiratsmitglieder im Oktober getroffen haben, konnte sich Herr Kannenberg eine Nische schaffen, die die Behörden kaum noch ganz aufgeben können. Dort kann er mit einer legendären Betreuungsquote arbeiten, da "auf einen Bewohner der Rekumer Straße 12 ..laut Kannenberg zwei Betreuer" kommen, "die rund um die Uhr für die Jungs da sind", und seine wenig überzeugenden Methoden Drill und Grundgesetzlektüre praktizieren, die kaum zielführende Wirkungen haben dürften.

Aber warum sollte er es nicht machen, wenn er vor dem Hintergrund von Flüchtlingszahlen, die sich kaum bewältigen lassen, einen sicher finanzierten überschaubaren "familiären" Bereich für sich und die von ihm ausgewählten Jugendlichen gefunden hat. Hier kann zumindest jeder erleben, was man alles machen kann, wenn Geld zur Verfügung steht, um deren effektiven Einsatz sich niemand zu kümmern scheint.


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Vom Umerziehungshaus zur Alibieinrichtung

#161 von Reinhard , 08.02.2016 17:11

Vom Umerziehungshaus zur Alibieinrichtung?


Nach der Einladung zur heutigen Beiratsstzung steht dort neben einer Reihe von Anträgen ein Thema im Mittelpunkt: die Einrichtung der "Akademie Kannenberg an der Rekumer St. 12. Dabei sind offenbar Berichte über die "bisherigen Erfahrungen" vorgesehen, wenn man den Tagesordnungspunkt vollständig liest.

Nur ein Kommunikationsversagen

Die für die Entscheidung im Oktober 2014 Verantwortlichen mussten inzwischen eingestehen, dass das damalige Vorgehen der Bremer und Blumenthaler Verwaltungen und von Blumenthaler Beiratsmitgliedern falsch war. Das haben sowohl die Mitglieder des Petitionsausschusses der Bürgerschaft als auch die neue Sprecherin des Beirats festgestellt. Dabei wurden sehr deutliche Worte gesprochen, die so klar formuliert sind, wie man das kaum im üblichen Bremer Politikberieb kennt. So hat Frau Reimers-Bruns gegenüber der Norddeutschen erklärt: "Politik und Verwaltung haben bei der Unterbringung der Flüchtlinge in der Rekumer Straße 12 in der Kommunikation versagt – das muss man nach einem Jahr selbstkritisch zugeben."

Diese Ehrlichkeit von Politikern, die nicht unbedingt selbstverständlich ist, verdient sicherlich Beachtung. Allerdings bezieht sie sich nur auf einen Teilaspekt er ursprünglichen Kontroverse. Man kann sie daher auch ein Manöver interpretieren, dass von einer anderen Frage ablenken soll.

In der Ende 2914 begonnen Diskussion ging es nicht nur um die Geheimniskrämerei bei der Durchsetzung der Maßnahme, sondern zumindest gleichgewichtig auch um die Qualität des vorgesehenen räumlichen und pädagogischen Konzepts. Dafür wurde zunächst, als man in der Zustimmung Blumenthaler Beiratsmitglieder eine "Sternstunde" des Beirats sehen wollte, mit der Vergangenheit des Respekttrainers Lothar Kannenberg und seiner Methode des "Sports bis zum Umfallen" geworben, für die angeblich nicht die Abgeschiedenheit nordhessischer Wälder eine notwendige Voraussetzung ist.

Ein potemkinsches Dorf besonderer Art

Aufgrund des Widerstands der Anwohner musste der Verwaltung schnell klar werden, dass die Unterbringung von ehemaligen Straßenkindern aus Nordafrika, die auch in Bremen wieder mehrfach straffällig geworden waren, nicht realisierbar ist.

Um eine möglichen Anstieg der Kriminalität in der Umgebung zu verhindern und damit größere Proteststürme auszulösen, änderte man die ursprünglich angekündigten Maßnahmen. Zentrales Ziel war jetzt nicht mehr eine Resozialisierung von sozialpädagogischen Problemfällen, sondern die Gesichtswahrung für die beteiligten Behörden und Entscheidungsträger. Das wurde durch eine veränderte Auswahl der Jugendlichen und der eingesetzten pädagogischen Maßnahmen erreicht werden sollte. Die Einrichtung an der Rekumer Str. 12 verwandelte sich dadurch in potemkinsches Dorf eines ganz besonderen Typs. Es wurde nicht nur als "Akademie" und nicht als eine Art Erziehungscamp ausgewiesen. Die Leitung griff sogar auf sozialpädagogische Maßnahme zurück, die gar nicht von dem Exboxer Lothar Kannenberg entwickelt wurden, sondern eher dem Standard der heutigen Sozialpädagogik entsprechen, wie an Fachhochschulen und Fachschulen vermittelt wird. Man passte sich, wenn man es mi den Augen konservativer Pädagogen sieht, einer "Kuschelpädagogik" an.

Das wird deutlich, wenn man jetzt auf der Webseite der "Akademie" unter der Überschrift "Beschweren erlaubt!" liest: "In der Akademie Lothar Kannenberg legen wir großen Wert auf Beteiligung und persönliches Wachstum. Dieses betrifft sowohl die zu betreuenden Jugendlichen als auch die MItarbeiterInnen." Dabei sollen jetzt auch "Beschwerden" ..."eine Form der Partizpipation verstanden" werden.

Die spezielle Kannenberg-Pädagogik, die ursprünglich vor allem von konservativen CDU-Politikern wie dem hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch als fast universale pädagogische Problemlösung aufgegriffen wurde, hat sich damit in Bremen in eine grün-rot Pädagogik verwandelt.

Der erstaunliche Start eines umF-Konzerns

Offenbar konnte auf diese Weise eine Marktlücke geschlossen werden, da die beiden Beteiligten durch ihr Zusammengehen existenzielle Probleme abbauen konnten. Die Bremer Sozialbehörde dürfte schon aus ideologischen Gründen eine Alternative zu privaten Lösungen wie der Einschaltung von Familien als Vormund oder die Einweisung in Jugendgefängnisse gesucht haben, wie das andere Bundesländer praktizieren.

Der Anbieter Lothar Kannenberg startete, als die Situation am Bremer Hauptbahnhof mit einem Tötungsdelikt untragbar wurde, gemeinsam mit dem Sozialunternehmer aus dem niedersächsischen Borstel seine Akademiegründung, die zunächst nur auf den Namen "Kannenberg" als Türöffner und das offenbar intern zugesicherte Projekt an dr Rekumer Str. 12 zurückgreifen konnte.

Alles andere musste hingegen zunächst gesucht werden. Das galt auch für das Personal, das man zwar auswählen, in der Kürze der Zeit jedoch kaum mit einer Methode Kannenberg vertaut machen konnte. Allerdings wäre man damit auch vermutlich gescheitert, da dieses "Konzept" zunächst noch auf der Webseite angekündigt wurde, was inzwischen jedoch nicht einmal mehr als zukünftiger Arbeitsschritt aufgeführt ist.

Allerdings hatten die Initiatoren die Marktlage gut erkannt und sich über die Bremer Sozialbehörde fast ideale Startchancen verschafft. Mit sehr geringen Mitteln ist es ihnen so gelungen, ihr inhaltlich fast unbekanntes Produkt, für das der Name "Kannenberg" und die Referenz "Bremer Sozialsenatorin" stehen, auch anderen Kommunen zu verkaufen, die nicht wissen, was sie mit der besonders schwierigen Problemgruppe unter den Flüchtlingen anfangen sollen.

Beiratstypische Berichterstattung

Über die Arbeit der "Akademie" im Stadtteil Blumenthal soll heute gleich sehr massiert in vier Referaten berichtet werden. Vorgesehen sind zwei Beiträge von Mitarbeiterinnen der Sozialbehörde. Hinzu kommen Ausführungen der pädagogischen Gesamtleiterin der Akademie Lothar Kannenberg und der Polizeiinspektion Bremen-Nord.

Wie es für die Arbeit des Blumenthaler Beirats typisch ist, soll damit eine zumindest von der Auswahl der Referenten her höchst einseitige Darstellung geliefert werden, bei der von einer unabhängigen oder gar kritischen Darstellung keine Rede sein kann. Alles ist vielmehr so arrangiert wie eine Gerichtsverhandlung, in der beispielsweise bei einem Nachbarschaftskonflikt nur eine von beiden Seiten zu Wort kommt.

Es besteht jedoch nicht nur ein Defizit an Objektivität, sondern vor allem auch an politischer Entscheidungsvorbereitung. Von den Vortragenden ist fast zwangsläufig zu erwarten, dass sie als arbeitsrechtlich Abhängige im Sinne ihres Arbeitgebers und ihrer Vorgesetzten berichten werden. Man wird also damit rechnen müssen, in denen zwar der Gender Aspekt politisch korrekt beachtet wird, aber nicht auf mögliche zukünftige Entwicklungsalternativen für die Einrichtung an der Rekumer Str. 12 und die gesamte Flüchtlingspolitik Bremen eingegangen wird. Erfahungsbericht wird daher die Beschreibung von Zuständen in der Vergangenheit bedeuten, aber keine Vorbereitung auf Entscheidungen über eine gute zukünftige Entwicklung.

Die kleine Macht der Beiratsmitglieder: Fragen

Bei diesem vorgesehenen Aufbau der Berichterstattung über die Maßnahme an der Rekumer Straße können die Beiratsmitglieder den Informationswünsche ihrer Wähler, wie sie sich für Deutschland in einer Vielzahl von Erhebungen zeigen, nur entsprechen, wenn sie gezielte Fragen stellen und sich bei von den üblichen ausweichenden und nichtssagenden ersten Antworten beharrlich nachhaken.

Aufgrund der hier zur Diskussion gestellten These von einer potemkinschen Einrichtung einer ganz besonderen Art scheinen nach den Fragebatterien, die bereits vor Monaten zur Rekumer Str. 12 gestellt wurde, folgende Aspekte zusätzliche Aufklärung zu erfordern.

a) Tatsächliche Auswahl der Jugendlichen

Hier geht es darum, ob gegenwärtig tatsächlich Jugendliche untergebracht werden, die keine Straßenkinder und Intensivstraftäter sind, wie es ursprünglich angekündigt wurde. Damit wurde damals auch das personalintensive und damit teure Betreuung begründet. Falls die Betreuungsaufgabe jetzt anders ist, sollte das auch für die Betreuerrelation und die Kosten der Einrichtung gelten.

b) Notwendigkeit der kostspieligen Einrichtung

Falls sich die Annahmen über eine veränderte Belegung bestätigen, ist eine neue Beurteilung der Einrichtung erforderlich. Ohne die angekündigte teure Intensivpädagogik ist zu fragen, ob die sich die kleine Einrichtung in einem Wohngebiet am Stadtrand überhaupt betriebswirtschaftlich und pädagogisch begründen lässt. Es könnte schließlich sein, dass hier eine Einrichtung betrieben wird, in der jugendliche Flüchtlinge privilegiert untergebracht werden, damit die Sozialbehörde und das Ortsamt nicht als inkompetent in der Öffentlichkeit dastehen.

c) Berücksichtigung der Spenden in der Abrechnung der Akademie mit Bremen

Schließlich wirft eine kostspielige Einrichtung wie die an der Rekumer Straße, für die mindestens 60.000 € pro Kopf zu zahlen sind, Fragen zum speziellen Vertrag mit der Akademie Kannenberg bzw. der Makarenko Schiffahrt GmbH als juristischer Mutter auf. Zwar wurden diese Auskünfte in Bremen bisher verweigert, aber das sollt kein Grund sein, weiter nach Zusatzzahlungen zu fragen, die allein die bisherige Verweigerungshaltung erklären können. Gibt es hier vielleicht Zuschläge wegen der Schwere der Aufgabe oder für spezielle Zusatzleistungen der Akademie Kannenberg? Und wie wurden die Spenden der Nachbarn und HelferInnen in Facebookgrupen berücksichtigt; denn für 60.000 € sollte man auch die eine oder andere Leckerei und das eine oder andere Buch kaufen können, mit dessen Hilfe sich Deutsch lernen lässt.


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RE: Vom Umerziehungshaus zur Alibieinrichtung

#162 von Lola , 10.02.2016 16:44

http://www.weser-kurier.de/region/die-no...id,1309804.html

Zitat
Zwischenbilanz des Flüchtlingsheims in Rekum
Jugendliche begehen 70 Straftaten
DORIS FRIEDRICHS 10.02.2016 5 Kommentare

Polizei, Sozialbehörde und die Akademie Lothar Kannenberg legen eine Zwischenbilanz für das Heim an der Rekumer Straße vor. Trotz weiterer Straftaten bewertet die Sozialbehörde das Projekt positiv.

,,der Artikel klärt weiter auf:

„Die Struktur weicht völlig von dem ab, was uns im November 2014 vorgestellt wurde“, monierte Anke Krohne, für die Linke im Beirat. Auch habe Lothar Kannenberg seinerzeit angekündigt, im Haus wohnen zu wollen. Das Konzept der Akademie sei ihr seit Längerem bekannt, antwortete Struß. Als ehemalige Jugendamtsmitarbeiterin habe sie Einrichtungen von Kannenberg mehrmals mit Bewohnern belegt. „Da hat das Konzept gegriffen.“ In Rekum habe die Realität aber gezeigt, dass das Konzept so nicht umsetzbar war. Lothar Kannenberg habe in den ersten Wochen im Haus gewohnt und sei zudem immer vor Ort, sobald es kritisch würde."

Hinsichtlich der Alterfeststellung erfuhr die Zuhörer:
"Alter werde mit Hilfe eines Übersetzer festgestellt. Letztes Mittel wäre die medizinische Untersuchung, was kein einfaches Verfahren sei. „Es gibt bei uns im Gesundheitsamt keine Expertise dazu.“ Die Untersuchungsmöglichkeiten würden derzeit aber aufgebaut. „Dann wird sie auch angewandt“, so Heidemarie Rose weiter. Nach ihren Worten werde rund ein Drittel der vermeintlich minderjährigen Flüchtlinge vermutlich sofort als volljährig eingestuft und anderweitig untergebracht.

Hinsichtlich der Gesamtkosten für die Betreuung sperrte sich die Abteilungsleiterin gegen eine Offenlegung der Rechnungen. Zu hören war während der Sitzung lediglich die Zahl von etwa 200 Euro pro Betreuungsplatz am Tag.
Zitat Ende

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RE: Makarenko: Ein verführerischer Name für einen rot-grünen Senat?

#163 von CaoCao57 , 15.04.2016 14:02

Bremen ist meiner Meinung nach eine der schönsten Stadt Deutschlands.
Hier gibt es verschiedene Sehenswürdigkeiten zu bewundern. Vorher wohnte ich in Bergisch Gladbach, wo ich hier auch gearbeitet habe. Der Umzug nach Bremen war die gute Entscheidung, die ich getroffen habe. Mir gefällt besonders aber das Rathaus & der Roland. Es ist unter dem Schutz der UNESCO.
LG

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RE: Makarenko: Ein verführerischer Name für einen rot-grünen Senat?

#164 von Lola , 16.04.2016 01:49

...als Bremerin freue ich mich, dass Sie unsere Stadt mögen und ich find sie auch schön.

Das Bergische Land kenne ich auch sehr gut, aber mehr die Gegend um Gummersbach und weniger in Bergisch Gladbach.


Heute habe ich durch Zufall den folgenden Beitrag über eine erfolgreiche Turnerin gelesen:

http://www.rp-online.de/sport/mit-35-sil...em-aid-1.600278

Zitat
11. April 2011 | 02.30 Uhr
Mit 35 Silber bei der Turn-EM

Oksana Chusovitina zeigt bei der EM in Berlin wieder ihre Klasse am Sprung. Im nächsten Jahr will die Wahl-Kölnerin auch in London starten und damit zum sechsten Mal an Olympischen Spielen teilnehmen. Von Friedhelm Körner

DÜSSELDORF/BERLIN Elisabeth Seitz, die frischgebackene Vizeeuropameisterin im Mehrkampf aus Mannheim, ist 17 Jahre alt, Nadine Jarosch aus Detmold sogar erst 15. Was das Alter betrifft, so könnten die beiden Turnerinnen, die zur deutschen Riege bei der EM in Berlin gehörten, Töchter von Oksana Chusovitina sein. Die in Usbekistan geborene Athletin war mit 35 Jahren die älteste Teilnehmerin an den kontinentalen Titelkämpfen in der Max-Schmeling-Halle. Und sie war in ihrem x-ten Frühling als Sportlerin einmal mehr erfolgreich. Hinter der Rumänin Sandra Izbasa gewann sie Silber am Sprung – drei Jahre nach ihrem Goldtriumph in derselben Disziplin.

Seit zwei Jahrzehnten turnt Oksana Chusovitina in der Weltspitze – eine unglaublich lange Zeit in einer Sportart, in der immer wieder neue, junge Talente die große Bühne betreten. Schon mit 15 errang sie zwei ihrer drei Weltmeistertitel. Damals startete sie noch für die Sowjetunion. 1992 holte sie in Barcelona mit der Mannschaft der GUS (Zusammenschluss von Nachfolgestaaten der Sowjetunion) olympisches Gold. Seit 2006 startet sie für Deutschland. Köln wurde für sie zur Wahlheimat. Und der Sport war für sie die große Chance, in der Bundesrepublik das Geld zu verdienen, das sie dringend für die Genesung ihres Sohnes Alisher benötigte.

Alisher (zu deutsch Löwe) war 2002 im Alter von drei Jahren an Leukämie erkrankt. Rund 120 000 Euro kostete die Behandlung des Kleinen. Ohne den Sport hätte sie keine Möglichkeit gehabt, ihrem Sohn zu helfen, sagte Oksana Chusovitina, die den usbekischen Ringer Bahadir Kurbanov, Olympiafünfter 2000, geheiratet hat. Oft weinte die Mutter, als Alisher krank war. Heute ist der Junge wieder gesund. Er hat, wie seine Mutter, geturnt. Inzwischen begeistert er sich aber besonders für den Fußball.

Mal lebt Oksana Chusovitina in Deutschland, mal in Usbekistan. Die Diplomsportlehrerin versucht, den riesigen Erfahrungsschatz ihrer langen Karriere an junge Turnerinnen weiterzugeben, nicht nur an ihre deutschen Teamkameradinnen. So bereitete sie die usbekische Mannschaft in Bergisch Gladbach auf die Europameisterschaften vor. Das hinderte sie nicht daran, sich auch selbst für die Titelkämpfe in gute Form zu bringen. So gut, dass sie sich für die Arbeit wieder einmal selbst mit Edelmetall belohnte.

"Ich kann nicht ohne Turnen leben", verrät die "Queen Mum" der deutschen Riege. Die nur 1,53 m große und 43 kg schwere Athletin denkt deshalb noch nicht ans Aufhören. "Jetzt weiß ich, dass es bis Olympia geht", sagt sie im Blick auf die Spiele 2012 in London. Ist sie an der Themse dabei, wäre es bereits ihre sechste Olympiateilnahme.
Zitat Ende

https://de.wikipedia.org/wiki/Oksana_Chusovitina
Oksana Chusovitina hat sich 2006 in Deutschland einbürgern lassen um für Deutschland auch an den Start zu gehen. Ab 2013 ist sie wieder für ihr Heimatland Usbekistan gestartet.


"Chusovitina ist Diplom-Sportlehrerin und mit dem usbekischen Ringer und Olympiateilnehmer Bahodir Qurbonov verheiratet. Das Paar hat einen Sohn."

...Wer in dem Alter mit 35 noch Medaillen bekommen kann, der muss eine eiserne Disziplin haben.

Wikipedia schreibt über Anton Makarento wie folgt..https://de.wikipedia.org/wiki/Anton_Semjonowitsch_Makarenko
Makarenko entwickelte eine Form der Kollektiverziehung mit dem Ziel der Erziehung einer allseitig entwickelten Persönlichkeit zunächst auf der Grundlage der Theorien von Jean-Jacques Rousseau, Johann Heinrich Pestalozzi und anderer humanistischer Denker. Er beabsichtigte eine Erziehung ohne die Gewalt der Prügelstrafe und ohne hierarchische Autorität seitens der Lehrer. Die Erziehung basierte auf einer Einheit von verinnerlichter Disziplin, Selbstverwaltung und nützlicher Arbeit. Die Autorität des Erziehers beruhte auf seiner Achtung vor dem Kind, seiner absoluten Aufrichtigkeit gegenüber den Zöglingen und auf festem Vertrauen in den Menschen. Makarenko war weniger Theoretiker denn Pragmatiker und Realist. Sein Handeln richtete sich vor allem nach der situativen Gegebenheit, der von ihm erfassten Intention seines Gegenübers und dem gesunden Menschenverstand."

Möglicherweise hat der Rot/grüne Senat in den Erziehungsmethoden des Herrn Kannenberg von der Makarenko Schiffahrts....die Methoden des Anton Makarenko gesehen.

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RE: Makarenko: Ein verführerischer Name für einen rot-grünen Senat?

#165 von Lola , 16.04.2016 08:52

http://www.reuters.com/article/us-olympi...281235320080606

Oksana Chusovitina ist mit einem Sportler verheiratet. Auch er pendelt zwischen Usbekistan und Köln/Deutschland, wie man dem o.a. Link entnehmen kann.

"Her husband, former Uzbekistani Olympic wrestler Bakhodir Kurpanov, is now a wrestling coach and shuttles between Cologne and Uzbekistan."

Wenn sich zwei Sportler finden, dann kann es nur der Schlüssel zum Erfolg werden.

https://de.wikipedia.org/wiki/Ringer-Wel...erschaften_2014
"Die Ringer-Weltmeisterschaften 2014 fanden vom 8. bis 14. September 2014 im usbekischen Taschkent statt.

Usbekistan war erstmals Austragungsort einer Weltmeisterschaft im Ringen.

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