Kraftwerk Farge (Quelle: wikipedia)

Worüber der Tanklager-Eigentümer nicht informiert

#1 von Reinhard , 26.09.2014 17:00

Worüber der Tanklager-Eigentümer nicht informiert

Bisher haben sich die kritischen Fragen zur Boden- und Grundwasserkontamination im und am Tanklager Farge vor allem auf die Bremer Kontrollbehörden, also den Umweltsenator und das dem Gesundheitssenator unterstehende Gewerbeaufsichtsamt, konzentriert. Das war naheliegend und notwendig, da von dieser Seite die ersten Warnungen gegenüber des Benutzung des Grundwassers ausgesprochen wurden und die weiteren Fragen, die besorgte Bürger im Hinblick auf ihre Gesundheit und den Wert ihrer Immobilien gestellt haben, sehr ausweichend beantwortet wurden.

Auch wenn die Veröffentlichungen auf der Seite des Umweltsenators zum Tanklager Farge immer noch keinen Preis für Transparenz verdienen, muss man sich spätestens seit der letzten Sitzung des Blumenthaler Beirats stärker mit einem ganz anderen Informationsverweigerer beschäftigen. Dabei handelt es sich um den Eigentümer der Immobilie des Tanklagers, der damit für so wichtige Fragen wie de Sanierung des Areals und den Verkauf des Geländes zuständig ist. Er kann damit weitgehend über das Ausmaß und die Geschwindigkeit der Sanierung, einen Rückbau und vor allem die spätere Nutzung des Geländes bestimmen, auch wenn er sich dabei an die gesetzlichen Vorgaben halten muss und in einigen Fragen von Genehmigungen durch Bremen und Schwanewede abhängig ist.

Hier schien ab dem 21. März dieses Jahres alles im Sinne der Anwohner und der Tanklager-Bürgerinitiative zu laufen, als dem Landkreis Osterholz vom Bund mitgeteilt wurde, dass die alte Betriebsgenehmigung zurückgegeben werden sollte. Das wurde damals vom zuständigen Osterholzer Dezernenten mit einem Ende des Areals als Tanklager gleichgesetzt. Gleichzeit kündigte der Bund damals einen endgültigen Stillstand der Betriebsanlagen in Farge an, sodass der Bund das Tanklager bis „Mitte 2014 stilllegen und im Anschluss die bislang bestehende Betriebsgenehmigung zurückgeben“ wollte.

Inzwischen ist die Jahresmitte verstrichen und es hat keine Nachrichten über eine Umsetzung der beiden Ankündigungen gegeben.

Oder doch? In der letzten Sitzung des Blumenthaler Beirats sind die eingeladenen Vertreter des Eigentümers nicht erschienen und haben für ihr Fernbleiben bis heute keine plausible Erklärung abgegeben. Ja, der Bund hat damit in Kauf genommen, dass die Öffentlichkeit mit Überschriften wie „Bundeswehr macht sich rar. Tanklager-Eigentümerin will sich nicht im Stadtteil zur Grundwasser-Sanierung äußern“ ein negatives Image vom Eigentümer gewinnen muss.

Da drängt sich die Frage auf, warum jetzt der Eigentümer eine öffentliche Diskussion vermeidet und deshalb sogar eine so schlechte Presse in Kauf nimmt.

Man hätte schließlich eigentlich eine Mitteilung zur erfolgten Rückgabe der Betriebsgenehmigung erwarten können, was einem einsichtigen Eigentümer sicherlich Lob eingebracht hätte.

Stattdessen hat er durch sein Fernbleiben und ein offensichtliches Teilnahmeverbot für die Bundeswehr für Misstrauen gesorgt.

Wenn man die Entscheidungssituation betrachtet, kann man leicht zu der Vermutung gelangen, dass nur der Fund einer wirklich großen „Leiche“ im Keller zu dieser veränderten Haltung geführt haben kann.

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RE: Worüber der Tanklager-Eigentümer nicht informiert

#2 von Lola2 , 19.08.2015 15:18

..bis heute konnte ich nirgends eine Information finden wann die Anlagen auf dem Tanklager zurückgebaut werden und welche Firmen überhaupt dafür in Frage kommen und aus diesem Grund habe ich mal in wenig gegoogelt wo in jüngster Zeit eine Sanierun bzw. ein Rückbau ines Tanklagers aktull ansteht.

Im Hamburger Hafen wird eine Tankanlage zurückgebaut:

http://www.igatec.de/?q=en/node/505
Zitat

16.06.2015
Elektroinstallationen im Vopak Dupeg Terminal Hamburg schreiten voran

IGATEC GmbH unterstützt aktuell die Sanierung eines Tanklagerterminals für chemische und petrochemische Produkte im Hamburger Hafen. IGATEC übernimmt hierbei die Überarbeitung und Neuauflegung der gesamten EMSR-Technik von 3 Tankfeldern, mehreren Schiffsverladestationen, einer Kesselwagenentladestation, einer Tankwagenstation sowie eines Tankneubaus.

Das Leistungsspektrum umfasst den Bau und die Lieferung der NS-Verteilungen sowie die Lieferung, Installation und den Anschluss der elektrischen Messeinrichtungen, Betriebsmittel und Bedienstellen.

Zusätzlich werden vom Kunden beigestellte Steuerungsanlagen (Emerson) und Frequenzumrichter eingebracht, aufgestellt und angeschlossen. Des Weiteren werden die Kabelwege in die Tankfelder und zu den Pumpstationen durch IGATEC neu installiert. IGATEC führt die komplette Neuverkabelung der Sanierungsmaßnahme durch und nimmt schließlich auch die entsprechenden elektrotechnischen Anlagen zusammen mit den Lieferanten der Teilkomponenten in Betrieb.
Zitat Ende



Bei diesem Auftrag geht es um die Sanierung eines Tanklagerterminals. Auch in Farge muss man alles zunächst was über der Erde verbaut wurde, zurückbauen. Eine neue Installation trifft im Fall Farge zum Glück , oder hoffentlich !! nicht zu.

Die Firma Igatec hat ihren Stammsitz in Speyer:

Stammhaus

IGATEC GmbH &
IGATEC International GmbH
Siemensstraße 18
D-67346 Speyer
Germany

Telefon: +49 (0)6232 91 904-0
Fax: +49 (0)6232 91 904-990
eMail: info@igatec.de
Internet: www.igatec.de

Handelsregister: Amtsgericht Ludwigshafen HRB 52928
UST-ID: DE218042678

Der letzte Tanklagerbetreiber Fa, TanQuid hat seinen Sitz ebenfalls in Speyer:
TanQuid
Am Neuen Rheinhafen 12
D-67346 Speyer

E-Mail:
vertrieb@tanquid.com
+

http://www.weser-kurier.de/region/die-no...rid,580358.html
Zitat
Von der Bundesanstalt war zum Stand der Dinge gestern keine Stellungnahme zu erhalten, wohl aber von der Bundeswehr. Der Sprecher des Bundesamtes für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen der Bundeswehr, Klaus Sasse, kündigte an, die Firma Wartungs- und Prüfdienst (WPD) aus Speyer werde zum 1. Juni den sogenannten Stillstandsbetrieb des Tanklagers übernehmen. Aufgabe von WPD werde es unter anderem sein, Tanks und Zuleitungen zu reinigen und zu entgasen, die technischen Vorrichtungen regelmäßig zu warten und die notwendigen TÜV-Prüfungen durchzuführen, so Sasse. Zudem werde ein Bewachungsunternehmen das Tanklager ab dem 1. Juni Tag und Nacht absichern, um unbefugtes Betreten zu verhindern. Die Bima sei "nach wie vor bestrebt, das Tanklager zu veräußern".
Zitat Ende

http://www.wpd-dienste.de/index.php/de/
WPD Wartungs- und Prüfungsdienst GmbH
Am Neuen Rheinhafen 4
D - 67346 Speyer

Fon +49 6232 919460
Fax +49 6232 919461

info@wpd-dienste.de
www.wpd-dienste.de

Schaun mer mal wann und welche Firma überhaupt mit dem Rückbau bauftragt wird.



http://www.gdfsuezep.de/aktuelles/archiv...geht-voran.html
Bei der Gelegenheit habe ich auch gelesen, dass GDFSuez in Speyer ...."Seit 2008 wird in Speyer Öl gefördert. Das 2007 gegründete Konsortium aus GDF SUEZ E&P Deutschland GmbH und Palatina GeoCon GmbH & Co.KG strebt Planfeststellungsverfahren an. Neben der Erhöhung der Fördermenge auf den bereits bestehenden Betriebsplätzen sind der Bau einer zentralen Aufbereitungsanlage mit angeschlossenem Blockheizkraftwerk sowie einer Feldleitung vorgesehen. Zuständig für die Verfahren ist das Landesamt für Geologie und Bergbau Rheinland-Pfalz in Mainz.

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