Kraftwerk Farge (Quelle: wikipedia)

..Sondermüllverbrennungsanlagen... zum Unglück "Explosion in Ritterhude "

#1 von Lola2 , 17.09.2014 08:13

http://www.weser-kurier.de/region/nieder...rid,944403.html

Zitat
60-Jähriger war Mitarbeiter des Chemiewerks / Suche nach Unglücksursache dauert Monate - 17.09.2014
Ritterhude: Explosionsopfer stirbt
Von Jürgen Hinrichs

Bremen. Die Explosion in Ritterhude hat ein Todesopfer gefordert. Der Mitarbeiter des betroffenen Chemiewerks, den die Rettungskräfte am Dienstag vergangener Woche auf dem Firmengelände bergen konnten, ist seinen Verletzungen erlegen, wie die Polizei gestern mitteilte. Die Ermittlungen zur Ursache des Unglücks laufen derweil auf Hochtouren. Wie Recherchen unserer Zeitung ergaben, gibt es Parallelen zu einer Explosion eines Chemiewerks vor fünf Jahren in Iserlohn.

...Im Bericht heißt es weiter:
"Das Unglück in Ritterhude weist verblüffende Parallelen zu einer Explosion im nordrhein-westfälischen Iserlohn auf. Auch dort traf es vor fünf Jahren ein Werk, in dem mit Lösungsmitteln gearbeitet wurde. Es waren die gleichen Verfahren wie bei Organo-Fluid. An beiden Orten gab es jahrlange Proteste, die in Iserlohn genauso fruchtlos blieben wie in Ritterhude. Und dann gibt es auch noch eine personelle Verbindung.

Die WEKA Destillations GmbH in Iserlohn ist ein Familienunternehmen. Einer der Söhne der Inhaberin verdingte sich aber noch woanders: Er war eine Zeit lang Geschäftsführer des Unternehmens in Ritterhude, das damals noch unter dem Namen „Dr. Wolfgang Koczott, Chemisch technische Betriebs-GmbH“ firmierte. Das Engagement des Iserlohners endete Anfang 2008, wie aus dem Handelsregister hervorgeht. Im gleichen Jahr meldete die Firma Insolvenz an. Die Produktion übernahm ein anderes Unternehmen: die „Organo-Fluid GmbH Dr. Wolfgang Koczott“.

Die Verantwortlichen der WEKA GmbH sind nach der Explosion, bei der wie in Ritterhude ein Mann ums Leben kam, unter anderem wegen fahrlässiger Tötung und Umweltvergehen angeklagt. Die Angelegenheit liegt beim Landgericht in Hagen. Vor ein paar Tagen erst hat ein Verwaltungsgericht nach fünf Jahren Rechtsstreit entschieden, dass WEKA die Produktion nicht mehr aufnehmen darf.

Organo-Fluid hat sich nach der Explosion vom 9. September über die Homepage des Unternehmens mit einer Entschuldigung an die Öffentlichkeit gewandt. Inhaber und Geschäftsführung waren für weitere Stellungnahmen nicht zu erreichen. "

Es gibt einige Berichte zum Unglück in Iserlohn aus dem Jahre 2009:

http://www.iserlohn.de/fileadmin/user_up.../MMV14-2843.pdf

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13497832.html
Zitat
Denn nun wurde die WEKA, so die Recherchen der Umweltfahnder in Berlin, gleich 500 Tonnen Rückstände aus der Iserlohner Destillationsanlage los, deren reguläre Beseitigung 670 Mark pro Tonne gekostet hätte. Für ein Drittel dieses Preises jagte die BSR das Zeug, als Chlorölgemisch getarnt, durch den Giftofen in Schöneiche. "Da konnte man mit einer Ladung 10 000 Mark verdienen", empört sich ein Polizeibeamter.
Zitat Ende

http://www.derwesten.de/ikz/staedte/iser...-id2616897.html
Zitat
Iserlohn. Erforderliche Wartungs- und Sicherheitsmaßnahmen sowie Funktionsüberprüfungen sind bei der Firma WEKA-Destillation GmbH nach bisherigem Erkenntnisstand der Staatsanwaltschaft Hagen wohl nicht im erforderlichen Umfang erfolgt.

http://www.derwesten.de/ikz/staedte/iser...nd-id88574.html
Zitat
Iserlohn. Nach fast neunstündigem Kampf konnten die mehr als 200 Feuerwehrleute am Vormittag gegen 10.30 Uhr den Großbrand beim Chemie-Unternehmen Weka in Sümmern löschen. Ein 46-jähriger Mitarbeiter aus Menden wurde Opfer der gewaltigen Explosionen und Flammen. Der Schaden geht in die Millionen.

Mendener (46) starb bei Weka-Großbrand | IKZ-Online.de - Lesen Sie mehr auf:
http://www.derwesten.de/ikz/staedte/iser...l#plx1847575631

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RE: ..Sondermüllverbrennungsanlagen... zum Unglück "Explosion in Ritterhude "

#2 von Lola2 , 17.09.2014 09:51

http://www.organofluid.de/
Webseite der Fa. Organo Fluid...


Zitat

Unser Unternehmen wurde durch ein Unglück am vorangegangen Dienstagabend, den 9. September 2014, weitgehend zerstört. Telefonisch sind wir deshalb nicht erreichbar.

Mit großer Bestürzung und tiefer Trauer haben wir von dem Tod unseres Mitarbeiters erfahren, der am 16.09.14 seinen Verletzungen erlag. Unsere Gedanken sind besonders bei seiner Familie, der wir mit allen unseren Möglichkeiten zur Seite stehen.

Unser Dank gilt der Feuerwehr und allen weiteren Beteiligten für ihren unermüdlichen Einsatz!

Die Anlage der Organo Fluid befindet sich derzeit in einem sicheren Betriebszustand. In den nächsten Tagen finden Sicherungsmaßnahmen statt, eventuelle Beeinträchtigungen sind leider nicht zu vermeiden.

Die Geschäftsleitung von Organo Fluid bittet alle Betroffenen um Entschuldigung und um Verständnis für die von Seiten der Behörden und des Unternehmens eingeleiteten Maßnahmen.

Organo Fluid unterstützt die Behörden bei der Aufklärung des Ereignisses vollumfänglich. Die Untersuchungen bezüglich der Unfallursache sind angelaufen, werden aber einige Zeit in Anspruch nehmen.

Für Fragen bezüglich der Versicherung hat das Sachverständigenbüro Feindt eine Service-Telefonnummer eingerichtet: 0151 - 42244111


» Informationen für unsere Kunden und Lieferanten

Zitat Ende

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RE: ..Sondermüllverbrennungsanlagen... zum Unglück "Explosion in Ritterhude "

#3 von Lola2 , 23.09.2014 14:49

http://www.weser-kurier.de/region/osterh...rid,948608.html
Zitat
Die Korruptionsvorwürfe im Zusammenhang mit dem Chemiewerk in Ritterhude beschäftigen nun auch die Landespolitik. Die CDU/FDP-Landtagsopposition fordert vom Chef der niedersächsischen Staatskanzlei, Jörg Mielke (SPD), Aufklärung über Vorgänge in seiner Zeit als Baudezernent und später als Landrat des Landkreises Ostgerholz.
---
Im Artikel heißt es weiter: " Mielke, der am Sonntag für unsere Zeitung nicht erreichbar war, sagte gegenüber dem NDR, er könne sich difinitiv nicht mehr daran erinnern ob von dem Unternehmen etwas gekommen sei und was von dort gekommen ist...

Im letzten Absatz heißt es:
Für CDU-Parlamentsgeschäftsführer Jens Nacke sind Mielkes Angaben "naiv und unglaubwürdig".

Weiter fordert der CDU-Politiker Jens Nacke :
"Er sollte zügig klarstellen, was er als Kreisbeamter seitens des Chemieunternehmens erhalten und welche Gegenleistung er gegebenenfalls dafür erbracht hat.

Den kompletten Bericht kann man mit o.a. Link aufrufen.

Nun sind mir die Namen der Politiker aus Niedersachsen sind so geläufig und daher googel ich sie mal und stelle die Links dazu ein.

Zu Jörg Mielke:
http://de.wikipedia.org/wiki/J%C3%B6rg_Mielke

Zu Jens Nacke:
https://de.wikipedia.org/wiki/Jens_Nacke


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