Kraftwerk Farge (Quelle: wikipedia)

"Chemikalien in Blumenthal u.Ortsteilen - Erdreich/Grundwasser"

#1 von Lola2 , 24.08.2014 16:26

http://www.umwelt.bremen.de/sixcms/media...zoom=auto,0,365
.......Bremen, im Dezember 2006..(.wurde die Broschüre herausgegeben)...
Zitat
Die Aufgaben des Boden- und Grundwasser-schutzes sind gesetzlich festgelegt (siehe auchKapitel 2.5). Sie umfassen auch die Vermeidung
Bodenverunreinigungen und Beeinträchtigungen der Grundwasserqualität entstehen können oder bereits entstanden sind (vgl. BBodSchG §§1 u. 2)

Der Schutz der menschlichen Gesundheit und die gesundheitliche Vorsorge aber auch der Schutz
und die Wiederherstellung der natürlichen Umwelt und des Naturhaushalts haben dabei einen besonders hohen Stellenwert. Hinzu kommen
Aspekte der Stadtentwicklung, wie die Erhaltungvon Gestal-tungsmöglichkeiten für spätere Ge-nerationen durch sparsamen Umgang mit Grund und Boden


Grundwassersituation in Bremen Nord
, der höchstgelegene Teil der Stadt,
liegt auf der Vegesacker Geest, die im Südwesten durch die Weser und die Lesum begrenzt wird.

Entsprechend dem Landschaftsaufbau unterscheidet sich die Grundwassersituation:
In den Marsch- und Dünenbereichen steht das Grundwasser in der Regel sehr oberflächennah an. Als wichtigster Grundwasserleiter fungiert hier die Schicht der weit verbreiteten sog.„Wesersande“. Darunter liegen die Lauenburger Schichten, die überwiegend aus gering-durchlässigen bis undurchlässigen Schluffen und Tonen bestehen. Sie wurden während des Eiszeitalters in ausgedehnten Schmelz-wasserbecken abgelagert. In der Marsch ist das
Grundwasser häufig durch bindige, das heißt geringdurchlässige Deckschichten geschützt,
die durch Überschwemmungen in jüngerer Zeit entstanden sind. Im Bereich der Geest in Bremen Nord (im
Schnittbild nicht mit dargestellt) steht das Grundwasser wesentlich tiefer im Untergrund
an. Es ist durch eine teilweise sehr mächtige Schicht aus bindigem Geschiebelehm geschützt. Durch die lange Filterstrecke und die geschützte Lage hat das Grundwasser hier eine besonders hohe Qualität.
In den Wasserschutzgebieten Vegesack und Blumenthal wird es deshalb als Trinkwasser gewonnen.


2
Altlasten und Grundwasserverunreinigungen -Seite 12
Welche Folgen hat eine Grundwasserverunreinigung für den Grundstückseigentümer?

!!!!! o.a. Link und dann Seite 12 aufrufen!

Seite 13
Die schwerwiegendsten Grundwasserverunreinigungen in Bremen und anderen Großstädten sind durch leichtflüchtige chlorierte Kohlenwasserstoffe
(LCKW) entstanden. Sie wurden insbesondere in chemischen Reinigungen und metallverarbeitenden
Betrieben als Entfettungs- und Reinigungsmitteleingesetzt. Weitere häufige Schadstoffgruppen sind
aromatische Kohlenwasserstoffe (BTEX), polyzyk-lische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK),
Mineralölkohlenwasserstoffe (MKW) und Methyl-tertiär-Butylether (MTBE).

Genauere Informationen zu den wichtigsten altlastentypischen Schadstoffen finden Sie in Kapitel 6.1 des Anhangs

4.2 - Seite 39
Altlastenbedingte Grundwasserverunreinigungen im Land Bremen
4.2----Liste der altlastenbedingten
Grundwasserverunreinigungen(Tabelle)
Grundwasserverunreinigungen in Bremen und Bremerhaven
4
Legende zur folgenden Liste der altlastenbedingten Grundwasserverunreinigungen
As--------------Arsen
Brhv-----------Bremerhaven
BTEX----------leichtflüchtige aromatische Kohlenwasserstoffe
CN-------------Cyanid
GW-------------Grundwasser
HBH------------Hansestadt Bremisches Hafenamt, Bereich Bremerhaven
LCKW----------leichtflüchtige chlorierte Kohlenwasserstoffe
MKW-----------Mineralölkohlenwasserstoffe
MTBE-----------Methyl-tertiär-Butylether
NH4------------Ammonium
PAK-------------polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe
PAK (o.N.)-----polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe ohne Naphtalin
Zn --------------Zink


Vorgang 93
Landrat-Christians-Straße-----Quelle unbekannt---- Fläche in ha:< 0,1-------Sachstand Mitte 2006: Historische Recherche im Anstrom
[b]PAK o.N. 2,2
LCKW 68
[/b]

Vorgang 578
Betonstraße---------Tanklager,Tankwagenabfüllplatz, Kanisterabfüllstation------Fläche in ha: 2,8 --Sachstand:------z.Zt. Untersuchungen
BTEX 381
Benzol 86


Vorgang 862
Unterm Berg-----------------altlastenrelevante Vornutzung unbekannt----------------------Fläche in ha: 0,1 ----Sachstand:---- Bodensanierung geplant
PAK 1,6

Vorgang 930
Landrat-Christians-Straße..Altablagerung A1.531.0002 Hausmüll/ Bauschutt/ Gewerbeabfälle--Fläche in ha:--0,1---
-------------------------------------------------------------------- Sachstand:Ins Altlasten-Überwachungsprogramm aufgenommen,z. Zt. Gefährdungsabschätzung
ZN 1900

Vorgang 1030
Ziegeleiweg------------Altablagerung A 1.523.0001 Hausmüll /Bauschutt / Gewerbeabfälle....Fläche in ha:..0,3 ..Sachstand: Altablagerung gesichert.
--------------------------------------------------------------------- ---------------------------------------Überwachung im Rahmen des Altlasten-Überwachungsprogramms
PAK 1,1

Vorgang 1041
Claus-v.-Lübken-Straße-----Altablagerung A 1.534.0001 Hausmüll / Bauschutt /Sperrmüll---Fläche in ha: 1,4... Sachstand: Überwachung im Rahmen --------------------------------------------------------------------------------------------------------------des Altlasten-Überwachungsprogramms
Naphthalin 6,6
PAK 7,3
KW 1.300


Vorgang 1099
An der Rekumer Mühle---Altablagerung--Sachstand:Überwachung im Rahmen des Altlasten-Überwachungsprogramms,Sanierungsbedarf wird geprüft.
----------------------------------------Den Anwohnern wurde vorsorglichempfohlen, Wasser aus Gartenbrunnen bis auf weiteres nicht zu nutzen.
Naphthalin 10


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zuletzt bearbeitet 24.08.2014 | Top

RE: "Chemikalien in Blumenthal u.Ortsteilen - Erdreich/Grundwasser"

#2 von Lola2 , 24.08.2014 16:59

Folgende Straßen sind in der Broschüre Stand: 2006, nicht erfasst:

z.Z. nicht erfasst? ..28777 Bremen-Farge, Wilhelmshavener Str. 6/ Berner Fährweg Kraftwerk Farge Kohle-Aschendeponie mit Schadstoffen aus der .................................................................................................................................................................................Kohleverbrennung?
z.Z. nicht erfasst? ... Gewerbegebiet Farge West Tanklager Farge BTEX?

z.Z.in der Diskussion ? Neurönnebecker Str./ Samlandstr./ Am Rottpohl .....Tanklager Farge BTEX?

z.Z. nicht erfasst? ........Blumenthal, Godenweg, am Ziegeleiteich Hausmüll /Bauschutt / Sperrmüll

(Quelle:http://keinews.wordpress.com/2013/03/08/)

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RE: "Chemikalien in Blumenthal u.Ortsteilen - Erdreich/Grundwasser"

#3 von Lola2 , 25.08.2014 21:25

PAK........................... http://de.wikipedia.org/wiki/Polycyclisc...lenwasserstoffe

Zitat
Polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe
(fachsprachlich; standardsprachlich polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe, kurz PAK oder engl. PAH = Polycyclic Aromatic Hydrocarbons) bilden eine Stoffgruppe von organischen Verbindungen, die aus mindestens zwei verbundenen aromatischen Ringsystemen bestehen, die stets in einer Ebene liegen. Der einfachste PAK ist Naphthalin, bei dem zwei Benzolringe über eine gemeinsame Bindung anelliert sind, man spricht hier auch von kondensierten Ringsystemen. Fluoren ist ebenfalls ein PAK, da beide Ringe durch die zusätzliche Methyleneinheit starr miteinander verbunden sind. Kein PAK ist Biphenyl, hier sind die beiden Benzolringe nicht anelliert.

Diese ringförmigen Kohlenwasserstoffe können zusätzlich Substituenten (häufig Methylgruppen) tragen. In einer erweiterten Bezeichnung werden auch Derivate mit Heteroatomen (vorrangig Sauerstoff und Stickstoff) in Form von Aldehyd-, Keto-, Carboxy- und Nitrogruppen, aber auch Heteroaromaten zu den PAK gezählt.[2] Dadurch ergibt sich ein großer Variantenreichtum innerhalb der PAK; mehrere hundert Verbindungen sind bekannt.

PAK als Umwedltschadstoffe

Wegen ihrer Persistenz, ihrer Toxizität und ihrer ubiquitären Verbreitung haben PAK eine große Bedeutung als Schadstoffe in der Umwelt. Bereits in den 1980er-Jahren hat die amerikanische Bundesumweltbehörde (US EPA) aus den mehrere hundert zählenden PAK-Einzelverbindungen 16 Substanzen in die Liste der „Priority Pollutants“ aufgenommen (siehe Tabelle rechts).[5] Diese 16 „EPA-PAK“ werden seitdem hauptsächlich und stellvertretend für die ganze Stoffgruppe analysiert.

PAK gelangen überwiegend bei der Verbrennung fossiler Energieträger mit den Abgasen in die Luft. Mit der Deposition werden sie auf und in den Boden eingetragen, wo PAK flächendeckend nachweisbar sind. Lokal von Bedeutung als PAK-Emittenten sind Altlasten, z. B. ehemalige Gaswerke und Kokereien, oder Altablagerungen mit PAK-haltigen Abfällen (z. B. Aschen, Altöl).

Höhermolekulare PAK mit vier und mehr Ringen liegen in der Luft und im Boden überwiegend partikelgebunden vor. Niedermolekulare PAK mit zwei und drei Ringen liegen in der Luft hauptsächlich gasförmig vor, im Untergrund gelöst im Sicker- oder Grundwasser.

Wirkung bei Menschen


Die Aufnahme der Schadstoffe erfolgt durch die Nahrung und Trinkwasser, durch die Atmung der belasteten Luft über die Lunge (wobei Autoabgase und Tabakrauch für die allgemeine Bevölkerung am bedeutendsten sind) sowie durch die Haut. Bei Kindern ist die Schadstoff-Aufnahme besonders hoch.[8]

PAK entfetten die Haut, führen zu Hautentzündungen und können Hornhautschädigungen hervorrufen sowie die Atemwege, Augen und den Verdauungstrakt reizen.

Einige PAK sind beim Menschen eindeutig krebserzeugend (z. B. Lungen-, Kehlkopf-, Hautkrebs sowie Magen- und Darmkrebs bzw. Blasenkrebs). Die Möglichkeit der Fruchtschädigung oder Beeinträchtigung der Fortpflanzungsfähigkeit besteht.

Zum Beispiel wird das Benzo[a]pyren bei Schornsteinfegern für den Hautkrebs verantwortlich gemacht.

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RE: "Chemikalien in Blumenthal u.Ortsteilen - Erdreich/Grundwasser"

#4 von Lola2 , 25.08.2014 21:32

LCKW.....................http://de.wikipedia.org/wiki/LCKW

Zitat
LCKW ist die Abkürzung für Leichtflüchtige Chlorierte Kohlenwasserstoffe (oder: Leichtflüchtige Chlorkohlenwasserstoffe). Es handelt sich um Derivate von Methan, Ethan und Ethen, bei denen bis zu vier Wasserstoff-Atome durch Chlor-Atome substituiert sind. LCKW sind weniger eine Stoffgruppe im streng chemischen Sinne, es ist vielmehr ein Begriff aus den Umweltwissenschaften, unter dem Substanzen zusammengefasst werden, die eine vergleichbare anwendungstechnische Bedeutung haben bzw. hatten (Lösungsmittel u. a.), die ein ähnliches Verhalten in der Umwelt zeigen (z. B. vergleichsweise hohe Flüchtigkeit) und die gemeinsam analysiert werden können (z. B. Dampfraum-Gaschromatographie).

Verwendung, Produktion, Bildung

Für leichtflüchtige Chlorkohlenwasserstoffe gibt/gab es zwei Hauptanwendungsgebiete: Sie sind Ausgangsstoffe für die Kunststoffproduktion (Chlormethan, 1,2-Dichlorethan, Chlorethen) und dienen/dienten als Lösungs- bzw. Reinigungsmittel (Dichlormethan, 1,1,1-Trichlorethan, Trichlorethen, Tetrachlorethen). Die Weltproduktionsmengen lagen in den 1980er Jahren bei über 1000 kt/a, in Deutschland bei 150 kt/a. Die Produktionsmengen sind rückläufig. Für einzelne LCKW sind in der FCKW-Halon-Verbots-Verordnung bzw. in der Chemikalienverbotsverordnung Verbote, Produktionsreduktion oder Ausstiegszeiten festgelegt.

Einzelne LCKW können auch unbeabsichtigt bei Verbrennungsprozessen, z. B. von PVC, entstehen oder wurden als natürliche Stoffwechselprodukte mariner Algen, von Seetang und terrestrischer Pilze nachgewiesen. Trichlormethan kann sich bei der Trinkwasserchlorung in Gegenwart von Huminsäuren bilden. Chlorethen und die drei Isomere des Dichlorethens können im Untergrund von Tri- und Tetrachlorethen-Schadensfällen durch reduktive mikrobielle Dechlorierung entstehen.

LCKW als Umweltschadstoffe

Die als Lösungs- und Reinigungsmittel verwendeten LCKW verdunsteten bis weit in die 1980er Jahre überwiegend in die Atmosphäre. Aufgrund ihrer langen Lebensdauer sind LCKW noch heute ubiquitär in der Atmosphäre nachweisbar. Große Mengen von LCKW gelangten in der Vergangenheit durch Unachtsamkeit, unsachgemäßen Umgang, Ablagerung LCKW-haltiger Abfälle (z. B. Schleif-, Galvanik- und Ölschlämme) oder durch Unfälle in den Untergrund. LCKW-Schadensfälle bilden eine eigene Kategorie innerhalb der Altlasten.

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RE: "Chemikalien in Blumenthal u.Ortsteilen - Erdreich/Grundwasser"

#5 von Lola2 , 25.08.2014 21:37

BTEX.............................http://de.wikipedia.org/wiki/BTEX

BTEX oder BTXE ist eine Abkürzung für die aromatischen Kohlenwasserstoffe Benzol, Toluol, Ethylbenzol und die Xylole.[1] Es handelt sich bei ihnen um flüchtige organische Verbindungen. Als Rohstoffe sind die BTEX für die Petrochemie von Bedeutung.[2] In der Umweltanalytik bedeutet die Kurzform BTX einen Summenparameter für "leichtflüchtige aromatische Kohlenwasserstoffe".

Umweltgefahren

Diese Substanzen können aus bestimmten Lösungsmitteln, Altablagerungen (etwa von Gaswerken), Abgasen von Kraftfahrzeugen oder durch Versickern von Treibstoffen als Schadstoffe in das Grundwasser und somit auch ins Trinkwasser gelangen. Die Giftwirkung besteht in Leberschäden und chronischen Nervenschäden. Benzol ist zusätzlich krebserregend.

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RE: "Chemikalien in Blumenthal u.Ortsteilen - Erdreich/Grundwasser"

#6 von Lola2 , 25.08.2014 21:43

Benzol ...................http://www.seilnacht.com/Chemie/ch_benzo.htm

Zitat

Bemerkung für Schulen: Benzol ist ein stark krebserzeugender Arbeitsstoff. Er darf im Schullabor nicht aufbewahrt und auch nicht eingesetzt werden. Da Benzol als Antiklopfmittel in Autobenzin enthalten ist, darf dieses an Schulen im Chemieunterricht nicht eingesetzt werden.


Wirkung auf den menschlichen Körper


Benzoldämpfe wirken beim Einatmen sehr toxisch. Die Symptome äußern sich in Schwindel, Erbrechen und Bewusstlosigkeit. Die Flüssigkeit kann auch über die Haut aufgenommen werden und verursacht auf diesem Weg schwere Vergiftungen. Bei einem Benzolgehalt von zwei Volumenprozent in der Atemluft tritt der Tod nach fünf bis zehn Minuten ein. Chronische Vergiftungen bei Aufnahme von kleineren Mengen über einen längeren Zeitraum führen zu einer Schädigung des Knochenmarks, der Leber und der Nieren. Benzol kann Leukämie hervorrufen und gilt als stark krebserzeugender Stoff.


Eigenschaften

Benzol ist eine klare, leicht bewegliche Flüssigkeit, die mit einem Brechungsindex von 1,5011 stark lichtbrechend ist. Benzol mischt sich mit Wasser kaum, beim Mischen schwimmt es aufgrund seiner geringeren Dichte oben. Ethylalkohol, Diethylether, Benzin, Fette, Harze, Phospor und Iod lassen sich in Benzol gut lösen.

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RE: "Chemikalien in Blumenthal u.Ortsteilen - Erdreich/Grundwasser"

#7 von Lola2 , 25.08.2014 21:56

ZN - ZINK .....................http://de.wikipedia.org/wiki/Zink

Zitat

Zink ist ein chemisches Element mit dem Elementsymbol Zn und der Ordnungszahl 30. Zink wird zu den Übergangsmetallen gezählt, nimmt aber darin eine Sonderstellung ein, da es wegen der abgeschlossenen d-Schale in seinen Eigenschaften eher den Erdalkalimetallen ähnelt. Nach der veralteten Zählung wird die Zinkgruppe als 2. Nebengruppe bezeichnet (analog zu den Erdalkalimetallen als 2. Hauptgruppe), nach der aktuellen IUPAC-Nomenklatur bildet Zink mit Cadmium und Quecksilber die Gruppe 12. Es ist ein bläulich-weißes sprödes Metall und wird unter anderem zum Verzinken von Eisen und Stahlteilen sowie für Regenrinnen verwendet. Zink ist für alle Lebewesen essentiell und ist Bestandteil wichtiger Enzyme. Der Name Zink kommt von Zinke, Zind „Zahn, Zacke“, da Zink zackenförmig erstarrt.

Gewinnung und Darstellung


Zink wird überwiegend aus Zinksulfid-Erzen gewonnen. Um diese zu verwenden, müssen sie zunächst in Zinkoxid umgewandelt werden. Dies geschieht durch Rösten an der Luft. Dabei entstehen neben dem Zinkoxid große Mengen Schwefeldioxid, die zu Schwefelsäure weiterverarbeitet werden können.

Physikalische Eigenschaften

Zink ist ein bläulich weißes, unedles Metall, welches bei Zimmertemperatur und oberhalb 200 °C ziemlich spröde ist. Zwischen 100 und 200 °C ist es jedoch recht duktil und lässt sich leicht verformen. Sein Bruch ist silberweiß. Zink kristallisiert in einer hexagonal-dichtesten Kugelpackung. Diese ist allerdings senkrecht zu den Kugelschichten gestreckt, die Abstände zwischen den Zinkatomen unterscheiden sich leicht (in einer Schicht 264,4 pm, zwischen den Schichten 291,2 pm[18]).

Chemische Eigenschaften

An der Luft bildet Zink eine witterungsbeständige Schutzschicht aus Zinkoxid und -carbonat (Zn5(OH)6(CO3)2). Daher verwendet man es trotz seines unedlen Charakters als Korrosionsschutz (Verzinken von Eisen). Zink löst sich in Säuren unter Bildung von Zink(II)-Salzen und in Laugen unter Bildung von Zinkaten, [Zn(OH)4]2−, auf. Eine Ausnahme ist Zink mit sehr hoher Reinheit (99,999 %), welches nicht mit Säuren reagiert. Zink liegt in seinen Verbindungen fast ausnahmslos in der Oxidationsstufe +II vor.

Chemisch zählt Zink zu den unedlen Metallen (Redoxpotential −0,763 Volt). Dies kann beispielsweise dafür ausgenutzt werden, edlere Metalle aus ihren Salzen durch Reduktion elementar abzuscheiden, wie hier am Beispiel der Umsetzung eines Kupfersalzes gezeigt wird:

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#8 von Lola2 , 25.08.2014 22:31

Naphthalin.........http://de.wikipedia.org/wiki/Naphthalin

Zitat
Naphthalin [naftaˈliːn] (von griechisch naphtha = Erdöl, Name nach IUPAC: Naphthalen) ist ein farbloser Feststoff mit der Summenformel C10H8, der schon bei Raumtemperatur sublimiert. Es ist ein bicyclischer aromatischer Kohlenwasserstoff mit charakteristischem Geruch nach Mottenpulver/Teer. Naphthalin ist gesundheitsschädlich und umweltgefährlich.

Geschichte

1819 wurde Naphthalin vom britischen Chemiker Alexander Garden aus Steinkohlenteer isoliert. 1866 wurde von Emil Erlenmeyer zum ersten Mal die Naphthalinformel aufgestellt. Traditionell wird Naphthalin auch zu den polycyclischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK) gezählt. Das Naphthalinmolekül besteht aus zwei anellierten Benzolringen, sein chemisches Verhalten ähnelt dem der anderen PAKs.

Gewinnung und Darstellung

Naphthalin wird aus der Mittelölfraktion des Steinkohlenteers (bis zu 11 %), sowie Braunkohlen- und Holzteer, Crackgasöl oder auch aus Kohle, wenn diese verkokt wird, gewonnen. Im Steinkohleteer ist es mengenmäßig die größte Komponente. Es kommt auch in Petroleum und anderen fossilen Energieträgern vor und entsteht auch bei der Verbrennung von Holz oder Tabak. Naphthalin wird von Gaswerksstandorten und Holzimprägnierwerken emittiert, des Weiteren entsteht es auch auf Mülldeponien.

1987 wurde ungefähr eine Million Tonnen Naphthalin produziert. Westeuropa ist mit 250.000 Tonnen der Hauptproduzent von Naphthalin, dann folgen Osteuropa (200.000 Tonnen), Japan (200.000 Tonnen) und die USA (125.000 Tonnen).

Eigenschaften
Physikalische Eigenschaften

In Wasser ist Naphthalin weitgehend unlöslich, bei Raumtemperatur lösen sich nur 0,032 g Naphthalin in einem Liter Wasser.[1] In kurzkettigen Alkoholen ist es schlecht, in unpolaren Lösungsmitteln wie Benzol (1,130 g/l), Kohlenstoffsulfid, Ether, Toluol (910 g/l), Xylol (783 g/l), und Chloroform dagegen gut löslich. Naphthalin bildet weiße Kristallblättchen aus, die bei 80 °C zu einer farblosen Flüssigkeit schmelzen, welche bei 218 °C siedet. Es besitzt einen charakteristischen, intensiv aromatischen teerähnlichen Geruch; die Geruchsschwelle liegt je nach Person bei 0,14 bis 125 mg/m3. Naphthalin hat einen brennenden Geschmack. Die Dämpfe sind brennbar, der Flammpunkt liegt bei 80 °C und die Zündtemperatur bei 540 °C.[1] Die Dichte beträgt 1,14 g/cm3, daher sinkt Naphthalin in Wasser.[1]
Chemische Eigenschaften
Stäbchenmodell
Kalottenmodell

Naphthalin verbrennt mit leuchtender, rußender Flamme. Es reagiert heftig mit Oxidationsmitteln wie Chromtrioxid und Stickstoffoxiden. Das chemische Verhalten weist große Ähnlichkeit mit dem von Benzol auf, jedoch ist es aufgrund der Molekülstruktur reaktiver als Benzol, aber weniger reaktiv als tricyclische Aromaten, wie beispielsweise Anthracen. Das Naphthalinmolekül weist 10 π-Elektronen auf. Es geht wie Benzol elektrophile Substitutionsreaktionen ein. Azulen, auch ein aromatischer Kohlenwasserstoff, ist ein Isomer des Naphthalins, es besteht aus einem Fünfer- und einem Siebener-Kohlenstoffring; aufgrund einer dipolaren Struktur ist es jedoch tiefblau und deutlich reaktiver als Naphthalin.

Naphthalin kann unter gemäßigten Bedingungen zu Tetralin (C10H12) hydriert werden. Die weitere Hydrierung unter drastischeren Bedingungen führt zum Decalin (C10H18).

Naphthalin bildet durch Reduktion mit Alkalimetallen in aprotischen Lösemitteln (z.B. Tetrahydrofuran, 1,2-Dimethoxyethan) Alkalinaphthalide. Mit Natrium ergibt sich ein tiefgrünes Salz.[4][5][6] Es handelt sich um ein Radikalanion Ketyl, das ein ESR-Signal bei g = 2.0 hat. Das Reduktiospotential beträgt −2.5 V (gegen Standard-Wasserstoffelektrode (SHE)). Ursache der grünen Farbe sind Absorptionsbanden bei 463 und 735 nm.[7]

Das Anion ist eine starke Base, mit protischen Lösemittel reagiert es zu Dihydronaphthalin:

\mathrm {2\ NaC_{10}H_8 + 2\ H_2O \longrightarrow C_{10}H_{10} + C_{10}H_8 + 2\ NaOH}

Mit konzentrierter Salpetersäure bildet Naphthalin je nach den gewählten Reaktionsbedingungen 1-Nitronaphthalin oder 2-Nitronaphthalin.
Nachweis


Die Oxidation mit Chromaten und Permanganaten oder großtechnisch mit Sauerstoff an einem Katalysator ergibt Phthalsäure. Naphthalin kann UV-spektroskopisch oder per Hochleistungsflüssigkeitschromatographie nachgewiesen werden. Spuren von Naphthalin werden per Gaschromatographie mit Massenspektrometrie-Kopplung (GC/MS) detektiert.

Verwendung

Früher war Naphthalin der Hauptbestandteil von Mottenkugeln, wird aber heute wegen seines unangenehmen Geruchs oft durch andere Substanzen ersetzt. Des Weiteren ist Naphthalin kaum insektizid wirksam. Auch zur Desinfektion von Insektensammlungen ist es kaum wirksam, obwohl man es lange Zeit dazu verwendete.[8]

Naphthalin kam auch in dem Anfang des 20. Jahrhunderts verwendeten Leuchtgas vor und verstopfte oft die Gasleitungen, da es sich als Feststoff abschied. Trotz seines gesundheitlichen Gefährdungspotenzials wurde es zum Beispiel medizinisch zur Darmdesinfektion verwendet.

Hauptsächlich wird Naphthalin zur Synthese von Phthalsäureanhydrid verwendet, das zu Lösungsmitteln, Kunststoffen und Kraftstoffen weiterverarbeitet wird. Auch zur Herstellung der Lösungsmittel und Kraftstoffzusätze Decalin und Tetralin wird es benötigt, für die Herstellung von Azofarbstoffen, zur Synthese des Holzschutzmittels Chlornaphthalin, von Insektiziden (Carbamaten) sowie von PVC-Weichmacher-Zwischenprodukten, außerdem zur Herstellung von Alkylnapththalinsulfaten, die als Seifen benutzt werden. Weitere industriell wichtige Abkömmlinge sind die Naphthole, Bromnaphthaline, Naphthylamine und Nitronaphthaline.

Sicherheitshinweise

Naphthalin führt auf der Haut zu starken Reizungen und zur Dermatitis. Naphthalin kann die roten Blutzellen schädigen. Beim Einatmen kann es zu Schleimhautreizungen, Kopfschmerzen und Übelkeit, Erbrechen und Verwirrtheitszuständen führen. Bei Einnahme führt es zu Magen-Darm-Störungen, Atemlähmung, Krämpfen und Tremor. Es ist trotz seiner geringen Löslichkeit in Wasser stark wassergefährdend (WGK 3).[1] Eine Schädigung der Augenhornhaut, der Leber und Nieren ist möglich. Zwischen einem Luftvolumenanteil von 0,9 bis 5,9 % bildet es explosive Gemische.[1] Eine krebserregende Wirkung wird vermutet.

https://www.umweltbundesamt.de/sites/def.../Naphthalin.pdf
Richtwerte für die
Innenraumluft: Naphthalin

http://www.berliner-kurier.de/kiez-stadt...8,21939484.html

http://de.wikipedia.org/wiki/1-Naphthylamin

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RE: "Chemikalien in Blumenthal u.Ortsteilen - Erdreich/Grundwasser"

#9 von Lola2 , 25.08.2014 22:51

Kohlenwasserstoffe ........ http://de.wikipedia.org/wiki/Kohlenwasserstoffe

Zitat
Die Kohlenwasserstoffe sind eine Stoffgruppe von chemischen Verbindungen, die nur aus Kohlenstoff und Wasserstoff bestehen[1] und Kohlenstoffketten, -ringe oder Kombinationen daraus bilden. Die Stoffgruppe ist vielfältig. Es gibt mehrere Untergruppen wie Alkane, Cycloalkane, Alkene, Alkine und Aromaten (Arene) sowie sehr viele Verbindungen dieser Klasse. Die Kohlenwasserstoffe haben vor allem durch ihre riesigen Vorkommen als fossile Brennstoffe und in der organischen Synthese eine große technische Bedeutung erlangt.

Vorkommen

Die Kohlenwasserstoffe sind in der Natur im Erdöl, Erdgas, Kohle und weiteren fossilen Stoffen in größeren Mengen enthalten. Sie sind verbreitet in vielen Pflanzen z. B. als Terpene, Carotinoide und Kautschuk. Einfache Kohlenwasserstoffe sind Stoffwechselprodukte einiger Mikroorganismen. Im Weltall sind die Kohlenwasserstoffe, meist im Form von Methan und Ethan, auf Kometen, Planetenatmosphären und in interstellarer Materie zu finden.

Systematik

Kohlenwasserstoffe lassen sich in gesättigte, ungesättigte und aromatische Kohlenwasserstoffe unterteilen.

Bei gesättigten Kohlenwasserstoffen handelt es sich um chemische Verbindungen, die ausschließlich C-C-Einfachbindungen enthalten. Sie werden in kettenförmige und ringförmige Verbindungen unterteilt. Kettenförmige werden systematisch als Alkane bezeichnet. Die einfachsten und bekanntesten Alkane sind Methan (CH4), Ethan (C2H6), und Propan (C3H8). Allgemein lautet die Summenformel für die homologe Reihe der kettenförmigen Alkane CnH2n+2. Ringförmige Alkane werden als Cycloalkane bezeichnet. Ihre allgemeine Summenformel für die homologe Reihe lautet CnH2n.

Ungesättigte Kohlenwasserstoffe lassen sich in Alkene und Alkine einteilen. Bei den Alkenen handelt es sich um Verbindungen, die C-C-Doppelbindungen enthalten. Der einfachste Vertreter dieser Stoffgruppe ist das Ethen, auch Ethylen genannt (C2H4). Die einfachsten n-Alkene mit nur einer Doppelbindung haben allgemein die Summenformel CnH2n. Als Polyene werden Verbindungen mit mindestens zwei C-C-Doppelbindungen, wie zum Beispiel 1,3-Butadien, bezeichnet. Cycloalkene sind cyclische Kohlenwasserstoffe, wie zum Beispiel Cyclopentadien. Hier liegen C-C-Doppelbindungen innerhalb eines Kohlenstoffringes vor. Alkine sind Kohlenwasserstoffe, die eine oder mehrere C-C-Dreifachbindungen enthalten. Der bekannteste Vertreter ist das Ethin (Acetylen) mit der Summenformel C2H2. Dementsprechend haben Alkine mit einer Dreifachbindung allgemein die Summenformel für die homologe Reihe CnH2n-2. Gesättigte und ungesättigte Kohlenwasserstoffe werden besonders in der Petrochemie unter der Bezeichnung aliphatische Kohlenwasserstoffe gesammelt.

Die letzte wichtige Gruppe von Kohlenwasserstoffen sind die aromatischen Kohlenwasserstoffe. Dabei handelt es sich um Kohlenwasserstoffe, die Aromatizität aufweisen und meist C6-Ringe besitzen (Arene). Der bekannteste Vertreter ist das Benzol (C6H6). Eine Untergruppe der Aromaten sind die polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffe. Bei ihnen handelt es sich um Verbindungen, die aus mehreren aneinander hängenden Benzolringen bestehen. Ein bekannter Vertreter ist das Naphthalin (C10H8).

Kohlenwasserstoffe, die vom Aufbau her Platonischen Körpern entsprechen, bezeichnet man als Platonische Kohlenwasserstoffe. Hierzu gehören Tetrahedran, Cuban und Dodecahedran.

Kohlenwasserstoffe mit gleicher Summenformel können verschiedene Strukturformeln (Verknüpfungen der C-Atome) aufweisen. Es handelt sich dann um Konstitutionsisomere. Es gibt sie bei den Alkanen ab den Butanen und bei den meisten anderen Kohlenwasserstoffen. Die klassische cis-trans-Isomerie tritt mitunter an C-C-Doppelbindungen auf. Einfache verzweigte Kohlenwasserstoffe können, wie das Beispiel 3-Methylhexan zeigt, chiral sein. Das Kohlenstoffatom in Position Nummer 3 wird hier zum Stereozentrum, die Verbindung ist asymmetrisch und man unterscheidet zwischen den R- und S-Enantiomeren.
Eigenschaften

In Wasser sind Kohlenwasserstoffe unlöslich, in den meisten organischen Lösungsmitteln jedoch gut löslich. Das heißt, Kohlenwasserstoffe sind hydrophob, also auch lipophil.

Gasförmige Kohlenwasserstoffe brennen sehr schnell und mit heißer Flamme; die dabei frei werdende Energie ist groß. Flüssige Kohlenwasserstoffe mit niedrigem Siedepunkt verdampfen leicht; infolge ihres auch niedrigen Flammpunktes sind Brände leicht zu entfachen. Bei der optimalen (vollständigen) Verbrennung von Kohlenwasserstoffen entsteht Wasser und Kohlenstoffdioxid, bei unzureichender (unvollständiger) Verbrennung können auch Kohlenstoffmonoxid oder Kohlenstoff (Ruß) entstehen. Die Reaktivität der Alkane ist abhängig von ihrer Kettenlänge. Langkettige Alkane sind relativ inert (wenig reaktiv). Verbrennt Kohlenwasserstoff mit rußender Flamme, kann dies auch ein Anzeichen für einen höheren Kohlenstoffanteil in der Verbindung (größere Kettenlänge) sein.

Alkane gehen aber – neben Redoxreaktionen bei ihrer Verbrennung – Substitutionsreaktionen ein, wobei Wasserstoffatome gegen andere Atome und Atomgruppen, aber hauptsächlich Halogenen ausgetauscht werden können. Alkene und Alkine hingegen sind recht reaktionsfreudig und reagieren mit vielen Substanzen unter Anlagerung an die C-C-Mehrfachbindung (Additionsreaktion).
Verwendung

Alkane werden häufig als fossiler Energieträger in Gemischen wie Biogas, Flüssiggas, Benzin, Dieselkraftstoff, Heizöl, Kerosin, Petroleum verwendet. Die bedeutendsten Alkane sind die niedermolekularen Alkane Methan, Ethan und Propan. Alkane wie n-Butan, Isopentan, verschiedene Hexane und das Cycloalkan Cyclohexan sind Bestandteile in Motorenbenzin.

Die Kohlenwasserstoffe dienen als Ausgangsstoff für eine Vielzahl von industriell bedeutenden chemischen Synthesevorgängen. Von technischer Bedeutung sind Alkene wie Ethen und Cyclohexen, Alkine wie Ethin und Polyene wie 1,3-Butadien, Isopren und Cyclopentadien. Viele Arene besitzen technische Bedeutung, darunter Benzol, Toluol, Xylol und Styrol.

Wichtig sind die Polymerisationsprodukte der Kohlenwasserstoffe wie zum Beispiel Polystyrol, Polyethylen, Polypropylen, Polyethin, viele Copolymere sowie die halogenierten Kohlenwasserstoffpolymere wie Polyvinylchlorid und Polytetrafluorethylen. Darüber hinaus dienen Kohlenwasserstoffe als lipophile Lösemittel.

Umweltbelastung

Kohlenwasserstoffe machen – nach Definition der Weltgesundheitsorganisation WHO – den Hauptteil der flüchtigen organischen Verbindungen (abgekürzt auch VOC) aus; diese gelten bei Emission als umweltschädigend. Zwecks Emissions-Reduktion wird z. B. in der Schweiz auf diese Emissionen eine Lenkungsabgabe erhoben. Weiter besitzt Methangas einen erheblichen Treibhauseffekt.[2]

http://www.schadstoff-lexikon.de/begriffe_k.html

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RE: "Chemikalien in Blumenthal u.Ortsteilen - Erdreich/Grundwasser"

#10 von Lola2 , 28.08.2014 09:37

http://www.hlug.de/fileadmin/dokumente/a...einigungen_.pdf

Zitat aus der Einleitung v. Seite 7

Bei der Prüfung, ob bei einer Altlast, einer schädlichen Bodenveränderung oder einer
schädlichen Grundwasserverunreinigung ein Sanierungsbedarf besteht, sind vor al-
lem die im Grundwasser gelöste Schadstoffmenge und die mit dem Grundwasser
transportierte Schadstofffracht relevant. Die im Boden vorhandene Schadstoffmenge
wird in dieser Arbeitshilfe nicht näher behandelt (s. Anhang 1, S. 39, unten). Die in
der Arbeitshilfe beschriebenen Bewertungsmaßstäbe für die Schadstoffmenge und
-fracht wurden anhand von 35 hessischen Schadensfällen auf Plausibilität geprüft. Die
endgültige Entscheidung über den Handlungsbedarf bleibt stets eine Einzelfallent-
scheidung.
Die Arbeitshilfe richtet sich an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Behörden
und Ingenieurbüros, die bei der Sanierung von schädlichen Grundwasserverunreini-
gungen beteiligt sind. Sie wurde von einer Arbeitsgruppe mit Vertretern des Umwelt-
ministeriums, der Regierungspräsidien und unteren Wasserbehörden sowie des Hessi-
schen Landesamtes für Umwelt und Geologie (HLUG) erarbeitet.

Bei aktuellen Schadensfällen, insbesondere Unfällen mit wassergefährdenden Stof-
fen, ist die Arbeitshilfe nicht anwendbar. In diesen Fällen ist eine rasche Prüfung er-
forderlich, ob die Entstehung einer schädlichen Boden- oder Grundwasserverunreini-
gung zu befürchten ist. Falls ja, sind Sanierungsmaßnahmen (z. B. Bodenaushub)
durchzuführen, bevor eine schädliche Grundwasserverunreinigung eingetreten ist.

Zitat Ende

So geht man z.B. in Hessen mit Grundwasser und Bodenverunreinigungen um,
allerdings trifft das ja auf die Tanklager-Geschichte in Bremen-Farge nicht zu, denn dort hat es seit 20 Jahren keinen Störfall gegeben.


Arbeitshilfe zur Sanierung von Grundwasserverunreinigungen
9
2 Rechtsgrundlagen der Grundwassersanierung
Die Rechtsgrundlagen für die Sanierung des Grundwassers ergeben sich aus dem
Bundes-Bodenschutzgesetz (BBodSchG), der Bundes-Bodenschutz- und Altlastenver-
ordnung (BBodSchV), dem Hessischen Altlasten- und Bodenschutzgesetz (HAltBod-
SchG), dem Hessischen Wassergesetz (HWG) und der Verwaltungsvorschrift zur Er-
fassung, Bewertung und Sanierung von Grundwasserverunreinigungen (GWS-VwV)
[1–5].
Zwischen Belastungen des Bodens und des Grundwassers besteht ein enger Zusam-
menhang. Vor In-Kraft-Treten des BBodSchG war die Bodensanierung im Wirkungs-
pfad Boden – Grundwasser Teil des wasserrechtlichen Verfahrens, soweit es nicht
nach § 13 Abs. 1 des früheren Hessischen Altlastengesetzes zur Altlastensanierung
zählte. Seit In-Kraft-Treten des BBodSchG ist die Sanierung des Grundwassers Teil des
bodenschutzrechtlichen Verfahrens. Das BBodSchG erweitert die Sanierung auf die
Wirkungspfade Boden – Mensch und Boden – Nutzpflanze, die keine Bedeutung für
das Grundwasser haben.

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RE: "Chemikalien in Blumenthal u.Ortsteilen - Erdreich/Grundwasser"

#11 von Lola2 , 16.11.2014 19:26

Deutsches Umweltrecht (2)

In Sachen Tanklager Farge -informierte das Umweltamt, dass man kein Recht auf saubedres Grundwasser hat.

Wie sieht es denn mit unserem Trinkwasser aus?

http://www.verwaltungsvorschriften-im-in...4-0003-A002.htm

3. Vorbeugende Maßnahmen zur Verhinderung von Kontaminationen des Trinkwassers

3.1. Schutz vor Verunreinigungen bei Bau und Reparatur von Anlagen

Zitat

In mit Kohlenwasserstoff belasteten Böden dürfen keine Kunststoffrohre ohne besonderen Schutz für Trinkwasserinstallationen verwendet werden. Damit soll verhindert werden, dass aromatische Kohlenwasserstoffe durch die Kunststoffrohre diffundieren und in das Trinkwasser gelangen können.


□ Die eingesetzten Installationsmaterialien müssen desinfizierbar und gegen Desinfektionsmaßnahmen dauerhaft beständig sein.

□ Trinkwasserleitungen und -netze müssen so geplant werden, dass die Stagnation von Trinkwasser auf das absolut Notwendige minimiert wird. Wenn Stichleitungen nicht zu vermeiden sind, sollten diese immer am letzten noch benutzten Zapfhahn bzw. Hydranten enden.

Grundsätzlich sind alle neu verlegten bzw. reparierten Rohrleitungen, Anlagen und Anlagenteile vor der Inbetriebnahme zu reinigen (spülen). Dadurch sollen evtl. eingetragene Fremdstoffe aus dem System entfernt werden. Bezüglich der Durchführung der Reinigung der Systeme s.a. Punkt 8.1.1. und 8.1.2. dieses Anhangs.
Zitat Ende

...aromatische Kohlenwasserstoffe im Trinkwasser?......

http://de.wikipedia.org/wiki/Polycyclisc...lenwasserstoffe

Zitat
Wirkung bei Menschen

Die Aufnahme der Schadstoffe erfolgt durch die Nahrung und Trinkwasser, durch die Atmung der belasteten Luft über die Lunge (wobei Autoabgase und Tabakrauch für die allgemeine Bevölkerung am bedeutendsten sind) sowie durch die Haut. Bei Kindern ist die Schadstoff-Aufnahme besonders hoch.[10]

PAK entfetten die Haut, führen zu Hautentzündungen und können Hornhautschädigungen hervorrufen sowie die Atemwege, Augen und den Verdauungstrakt reizen.


Einige PAK sind beim Menschen eindeutig krebserzeugend (z. B. Lungen-, Kehlkopf-, Hautkrebs sowie Magen- und Darmkrebs bzw. Blasenkrebs). Die Möglichkeit der Fruchtschädigung oder Beeinträchtigung der Fortpflanzungsfähigkeit besteht.

Zum Beispiel wird das Benzo[a]pyren bei Schornsteinfegern für den Hautkrebs verantwortlich gemacht.
Zitat Ende

Es handelt sich bei dieser vorbeugenden Maßnahme um eine Verwaltungsvorschrift der Bundesrepublik Deutschland!

Nachdem in vorangegangenen Beiträgen die Kontaminationsflächen aufgeführt wurden, sollte auch hier geprüft werden ob und wann die Trinkwasserleitungen von der SWB ausgetauscht wurden und wenn ja, wann die SWB die Info bekommen hat und wann Austausch erfolgte, oder ob in diesen Bereichen ein Austausch der Trinkwasserleitungen nicht notwendig ist/war, weil es sich nicht um Kunststoffrohre handelt.

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RE: "Chemikalien in Blumenthal u.Ortsteilen - Erdreich/Grundwasser"

#12 von Lola2 , 24.11.2014 08:21

http://www.umweltbundesamt.de/sites/defa...n/long/4372.pdf

Herausgeber: Umweltbundesamt Pressestelle Dessau

Zitat
Hintergrundpapier
„Polyzyklische Aromatische Kohlenwasserstoffe: Umweltschädlich! Giftig! Unvermeidbar?
Ende

auf Seite 6 findet man eine Tabelle:

Einige ausgewählte PAK und ihre Eigenschaften

Viele von diesen Stoffen findet man in den kontaminierten Gebieten, die von der Umweltbehörde Bremen bereits bekannt gegeben wurden-

Trotzdem sollte man nicht versäumen sich als Bürger sachkundig zu machen.

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Der Abmahnwahnsinn gegen kritische Mitbürger
Ja wo sind sie denn?????

Burg Blomendal (Quelle: wikipedia)
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