Kraftwerk Farge (Quelle: wikipedia)

" Einführungen in die Wirtschafts- und Sozialgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts"

#1 von Lola2 , 25.07.2014 00:11

http://www.uni-muenster.de/Geschichte/SW.../impressum.html

Ich glaube um die Geschichte eines Konzerns wie die IVG AG zu verstehen, muss man viel tiefer recherchieren, um Zusammenhänge überhaupt erst zu sehen und sie wahrzunehmen.

http://www.uni-muenster.de/Geschichte/SW...ion/Welcome.htm
Zitat
2. Anfänge der europäischen Integration bis 1957

2.6. DIE MONTANUNION (1951-1967)

Als Montanunion bezeichnet man die Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS).
Hintergrund. Frankreich strebt seit 1918 die Kontrolle über die Ruhrkohle zwecks Förderung seiner Stahlindustrie an. Umgekehrt existiert auch nach 1945 in Westdeutschland eine Diskriminierung von Kohleexporten durch unter dem Markt liegende Verrechnungspreise in integrierten Kohle-/Stahlkonzernen und überhöhte Transportkosten. Dies stellt ein Hindernis für den französischen Modernisierungsplan (ab 1946) dar. Die Zerschlagung der deutschen Stahl-/Kohle-Konzerne und die Aufteilung der Ruhrkohleproduktion auf Exporte und Binnenwirtschaft durch die internationale Ruhrbehörde sowie die Limitierung der deutschen Stahlproduktion für 1946 auf 7,5 Millionen Tonnen sind vorerst Mittel zur Durchsetzung französischer Interessen. Diese geraten in Widerspruch zu den Interessen der USA, die den deutschen Aufschwung zwecks Reduktion der Besatzungskosten fördern und 1947 eine Erhöhung der deutschen Stahlquote auf 11 Mio. t durchsetzen. Die EGKS beseitigt diesen Interessengegensatz.

Struktur der EGKS. Die EGKS entsteht aus dem Glossar Schuman-Plan (1950; Robert Schuman: französischer Außenminister) unter französischer Verhandlungsführung von Glossar Jean Monnet ("Gründervater Europas"). Ziele:
Gemeinsamer Markt für Kohle, Koks, Eisenerz, Schrott und Stahl in Belgien, Deutschland, Frankreich, Italien, Luxemburg und den Niederlanden mit gemeinsamem Außenzoll und festen, hohen Preisen. Diskriminierungen (Differenzierung von Export- und Binnenpreisen; Transportkosten) sind zu beseitigen.
Regulierung der Montanindustrie durch eine Antimonopolgesetzgebung (gegen integrierte Ruhrwerke).
Nationale Behörden haben Souveränität über Stahl- und Kohleindustrien an eine von ihnen unabhängige Hohe Behörde abzutreten, der ein Ministerrat, ein Gericht und eine über wenige Rechte verfügende parlamentarische Versammlung beigesellt werden.

Bedeutung der EGKS. Erste supranationale Behörde mit autonomer Entscheidungsbefugnis, die wesentliche Elemente der Struktur der EWG vorwegnimmt. Die alliierte Kontrolle über deutsche Industrie (internationale Ruhrbehörde) wird durch Einbindung der Bundesrepublik Deutschland in europäische Kooperation abgelöst. Ihre wirtschaftliche Bedeutung ist dagegen gering, da sich die Struktur der Märkte kaum verändert.
Zitat Ende

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RE: " Einführungen in die Wirtschafts- und Sozialgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts"

#2 von Lola2 , 25.07.2014 00:16

http://de.wikipedia.org/wiki/Verwertungs...nindustrie_GmbH
Zitat
für Montanindustrie mbH (kurz: Montan G.m.b.H.) wurde 1916 gegründet.
Bekannt wurde sie als Namensgeber für die verschleierte staatliche Intervention des Dritten Reiches in die deutsche Rüstungsindustrie, siehe Montan-Schema.

Die Montan GmbH, eine Mantelgesellschaft ohne operatives Geschäft befand sich seit 1922 im Besitz der Maxhütte. Die Maxhütte gab 95 % des Stammkapitals von 4.800 Reichsmark an die Geräte- und Apparate-Handelsgesellschaft mbH (Gerap) ab, welche vom Heereswaffenamt (HWA) kontrolliert wurde und die Anteile für das HWA treuhänderisch hielt.[1]

Die „Verwertungsgesellschaft für Montanindustrie GmbH“ trat als angeblich privatwirtschaftliche Verpächterin von heereseigenen Industriebetrieben auf.

Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten und durch deren Bestreben nach einer starken deutschen Rüstungsindustrie wurden von der Wehrmacht größere Produktionskapazitäten für Munition gefordert. Um dies zu erfüllen, gründeten die WASAG und die Dynamit AG 1934 die Deutsche Sprengchemie GmbH, welche mit Unterstützung der staatseigenen Verwertungsgesellschaft für Montan-Industrie mbH neue Sprengstoff- und Munitionswerke auf staatlichem Grund und Boden errichtete.

Ab 1933 war die sogenannte Georgsburg in Hamburg-Hammerbrook Sitz der Verwertungsgesellschaft für Montanindustrie GmbH. Im Oktober 1944 richtete die SS im Gebäude ein Außenlager des KZ Neuengamme ein.

Die Montan war demnach Gesellschafterin folgender Betreiberfirmen:

Altmärkische Kettenwerke (Alkett), Berlin-Borsigwalde - 40 % (Rheinmetall-Borsig AG 60 %)
ELFI - Elektro- und Feinmechanische Industrie GmbH, Hildesheim (gegr. Ende 1937) von der Robert Bosch GmbH gepachtet, im Dezember 1942 in Trillke-Werke GmbH umbenannt und im April 1952 als Robert Bosch GmbH, Werk Hildesheim von der Pachtfirma übernommen
Faserstoff- und Spinnerei Fürstenberg AG - 100 % - vgl. Max Zeidelhack, Eisenbahnfähre Fürstenberg/Havel
Feinmechanische Werke GmbH (FEIMA), Erfurt - 100 % - vgl. Maschinenfabrik Geipel
Hanseatische Kettenwerk GmbH (HaK), Hamburg-Langenhorn - 100 %
Monturon GmbH, Falkenhagen (Mark) (N-Stoff-Werk)[2] - 50 %
Ostmarkwerke GmbH, Wien - 100 %
Ostmarkwerke Prag GmbH - 100 %
Paltenstahlindustrie GmbH, Rottenmann (Steiermark) - 100 %
Spandauer Stahlindustrie GmbH - 50 %
Sprengstoffwerke Blumau AG Felixdorf (Niederösterreich) - 100 %
Warschauer Vereinigte Maschinenfabriken AG - 100 %

Beteiligte Akteure waren u. a. Max Zeidelhack, Odilo Burkart, Hans Henrici

1951 firmierte sie um in „Industrieverwaltungsgesellschaft mbH“, heute IVG Immobilien AG.
Zitat Ende

Zu den Akteuren
http://de.wikipedia.org/wiki/Max_Zeidelhack
Zitat
Montan-Schema

Beim Montan-Schema traten Strohmänner als Geschäftsführer für Fassadenfirmen des Heereswaffenamtes auf. Einer dieser Strohmänner war Max Zeidelhack. Die Geheimhaltung war strikt. Wer damals über die illegale Rüstung berichtete wurde, hart bestraft. Carl von Ossietzky bekam für einen sorgfältig recherchierten Artikel über die Aufrüstung der Luftwaffe Windiges aus der Luftfahrt, in seiner Weltbühne 18 Monate Haft.[3]

Zeidelhack erklärte seine Vorstellung des Verlagswesens so:

„Die Auswahl fiel auf solche Betriebe, die... hinsichtlich des wenigen Ausschusses, hinsichtlich der ganzen Organisation der Mutterfirma usw. auf dem Stand dessen stand, was man von einem solchen Betrieb erwartet hatte.“

– Vernehmung Max Zeidelhack vom 6. Januar 1948; Nürnb. Dok. NI-9192, zit. nach: Hopmann, Montan, S. 81.

Erhalten ist die Niederschrift von Verhandlungen zur „Arisierung“ des Eigentums der Familie Simson (Suhl) 1935, an welcher Zeidelhack mitwirkte.[4]
„Arisierung“ der Werkzeug-Maschinenfabrik in Donauwörth

Ab den 1920er Jahren wurden in der Werkzeug- und Maschinenfabrik Donauwörth Pufferhülsen für die Reichsbahn und als Autozylinder bezeichnete: Granaten, Geschützwagen, Geschützrohringe und Ersatzteile für die Reichswehr gefertigt. Die Artilleriegranatenhülsen wurden gesondert von einem auf 100 Personen beschränkten Mitarbeiterkreis auf Gut Loeffellads befüllt und endgefertigt und zur Abnahme durch die Reichswehr mit der Bahn nach Ingolstadt gebracht. [5] Dr. iur. h. c. Emil Loeffellad (1879-1945) ging auf Angebote seine Anteile an der Werkzeug-Maschinenfabrik Donauwörth zu verkaufen nicht ein. Daraufhin wurde Loeffellad am 6. Mai 1934 von der Geheimen Staatspolizei verhaftet, ihm wurde Wirtschaftsspionage vorgeworfen und er wurde zum Staatsschädling erklärt. Am 16. Mai 1934 wurde Loeffellad in Berlin einem Notar vorgeführt und gezwungen, das Fabrikgrundstück in Donauwörth mit allen Einrichtungen und Vorräten für 650.000 RM an die durch Zeidelhack vertretene Montan GmbH zu verkaufen. Ein paar Tage nach diesem Verkauf wurde von Loefellad die Hälfte des Kaufpreises als Rückvergütung für eine vorgeblich unzulässige Verwendung eines Teils der in den 1920er Jahren vom Reichswehrministerium zur Verfügung gestellten Mittel eingetrieben.[6]
Zitat Ende

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RE: " Einführungen in die Wirtschafts- und Sozialgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts"

#3 von Lola2 , 25.07.2014 00:49

zu den Akteuren - siehe Posting Nr.2

http://de.wikipedia.org/wiki/Odilo_Burkart
Zitat
Odilo Burkart (* 28. August 1899 in Riedlingen[1], nach anderen Quellen in Reutlingen[2]; † 29. April 1979 in München) war Generalbevollmächtigter bei Friedrich Flick, Wehrwirtschaftsführer und Angeklagter im Flick-Prozess des Nürnberger Tribunals.
Zitat Ende

Der Nürnberger-Prozess endete für ihn mit einem Freispruch.
Über den Wikipedia-Link kann man den Link zu einer Leseprobe zum Nürnberger Prozess aufrufen.

............................................................................................................................................................

http://de.wikipedia.org/wiki/Hans_Henrici
Henrici hat den 1-und auch den 2.Weltkrieg mitgemacht.

Zitat

Hans Henrici (* 15. Januar 1895 in Hagen; † 23. April 1960 in Neheim-Hüsten) war ein deutscher Offizier, zuletzt Generalmajor im Zweiten Weltkrieg sowie Unternehmer.

Vom 30. September bis zum 3. November 1939 fungierte er als Regimentskommandeur, seine letzte Dienststellung als Truppenoffizier. Anschließend diente Henrici bis Kriegsende im Heereswaffenamt des OKH. Dort wurde er am 1. Februar 1940 Chef der Waffenabteilung in der Amtsgruppe für Industrielle Rüstung (Wa J Rü 2) und am 1. April 1940 zum Oberst befördert. Vom 1. August 1940 bis Kriegsende war er Chef der Amtsgruppe für Industrielle Rüstung (Wa J Rü). Die Beförderung zum Generalmajor erfolgte am 1. Juli 1943. Von 1944 bis Kriegsende war er als Vertreter des OKH Mitglied des Aufsichtsrates der 1916 gegründeten Verwertungsgesellschaft für Montanindustrie GmbH „Montan“.[1]

Nach dem Attentat vom 20. Juli 1944 war er drei Wochen inhaftiert; es konnte ihm aber keine direkte Beteiligung an dem Attentat nachgewiesen werden.

Mit der bedingungslosen Kapitulation der Wehrmacht befand sich Henrici bis Mai 1947 in US-amerikanischer Kriegsgefangenschaft.
Zitat Ende


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zuletzt bearbeitet 25.07.2014 | Top

RE: z.B. Montan-Schema und andere Themen

#4 von Lola2 , 01.08.2014 15:08

http://de.wikipedia.org/wiki/Montan-Schema

Zitat
Montan-Schema

Das Montan-Schema war eine Methode zur Verschleierung staatlicher Intervention in die Rüstungswirtschaft in Deutschland.

Beim Montan-Schema tritt der Staat über scheinbar nichtstaatliche Zwischenhändler im Wirtschafts- und Rechtsverkehr auf. In der Weimarer Republik wurde mit diesem Verlagssystem verdeckt, dass die Reichsregierungen fortgesetzt den Vertrag von Versailles brachen. Diese Struktur wurde je nach Bedarf durch Elemente der Bewirtschaftung in einem formal kapitalistischen Wirtschaftssystem beim Waffen- und Munitionsbeschaffungsamt und beim Heereswaffenamt angewandt.[1] Beispielsweise trat eine Verwertungsgesellschaft für Montanindustrie GmbH als Verpächterin von heereseigenen Industriebetrieben auf. Unklar blieb dabei, ob es sich beim jeweiligen Geschäftspartner um eine GmbH oder eine Fassadenfirma des Heereswaffenamtes handelte.
Zitat Ende

Es folgt eine Aufstellung, die unterteilt ist in Betreiberfirma.....Gesellschafter......Konzernverbindung....

Im Beitrag Nr. dem Montan-Schema, wird als erstes die Firma "Altmärkische Kettenwerke (Alkett), Berlin-Borsigwalde -" genannt.

Nach der Aufstellung aus o.a. Link, kann man dann unter Pos.1 die Altmärkische Kettenwerke finden - Gesellschafter "Rheinmetall Borsig AG 60 %, Montan 40 %" und als Konzernverbindung die " Reichswerke AG „Hermann Göring“" .

"Reichswerke AG Hermann Göring" - http://de.wikipedia.org/wiki/Reichswerke_Hermann_G%C3%B6ring
Zitat
Die Reichswerke Hermann Göring waren neben der I.G. Farben und der Vereinigte Stahlwerke AG der größte deutsche Konzern im nationalsozialistischen Deutschen Reich. Die Bezeichnung Reichswerke Hermann Göring ist eine vereinfachende Abkürzung, die sowohl den ganzen Konzern als auch einzelne Gesellschaften dieses Konzerns meinen kann. Das erste Reichswerke-Unternehmen war die 1937 im heutigen Salzgitter gegründete Reichswerke AG für Erzbergbau und Eisenhütten „Hermann Göring“. Später gab es beispielsweise auch die Reichswerke AG für Waffen- und Maschinenbau „Hermann Göring“ und die Reichswerke AG für Binnenschiffahrt „Hermann Göring“. Ab 1941 gab es als Konzernspitze die AG Reichswerke „Hermann Göring“.

Das Unternehmenslogo der Reichswerke, wurde bis in die 1980er Jahre im Gebrauch der Salzgitter AG verwendet.
http://de.wikipedia.org/wiki/Salzgitter_AG
Zitat
Zum 1. Oktober 1989 wurde die bis dahin bundeseigene Salzgitter AG, die neben der Stahlproduktion noch weitere Aktivitäten umfasste, an die Preussag AG verkauft. Mit dem Privatisierungs-Erlös der Salzgitter AG in Höhe von rund 1,3 Milliarden Euro gründete die Bundesregierung die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU Stiftung). Diese gehört zu den größten Stiftungen in Europa. Die Erträge aus dem Stiftungsvermögen von jährlich etwa 50 Millionen Euro stehen für Förderaufgaben zur Verfügung.

...Der Wikipedia-Bericht informiert weiter:
"Der Stahlbereich wurde in Preussag Stahl AG umbenannt, andere Salzgitter-Unternehmen wurden in den Folgejahren von der Preussag verkauft. Bis 1998 war die Preussag Stahl Teil der Preussag. Im Frühjahr 1998 wurde der Konzern von der Niedersächsischen Landesregierung und der Norddeutschen Landesbank (NORD/LB) übergangsweise übernommen und am 2. Juni 1998 wurden 60,2 % der Aktien des in Salzgitter AG umbenannten Stahlunternehmens an die Börse gebracht. Zuvor waren nur 0,232 % der Aktien im öffentlichen Handel befindlich. Derzeit sind 65 % der Aktien im Streubesitz.

Im Frühjahr 1999 verhandelte die Salzgitter AG mit der luxemburgischen Arbed-Gruppe über einen Zusammenschluss.[6] Die Salzgitter AG beteiligte sich 1999/2000 am Entschädigungsfonds für ehemalige NS-Zwangsarbeiter.

Nachdem Mannesmann im Jahr 2000 von Vodafone übernommen worden war, erwarb die Salzgitter-Gruppe die Mannesmannröhren-Werke, einen weltweit führenden Anbieter von nahtlosen und geschweißten Stahlrohren, für den symbolischen Preis von einem Euro.

Im Juni 2006 wurde das zum Arcelor-Konzern gehörige Stahlservice-Center Flachform Stahl GmbH, Schwerte durch das Salzgitter-Unternehmen Stahl-Service-Center (SSC) Hövelmann & Lueg GmbH (Jetzt Salzgitter Mannesmann Stahlservice GmbH[7]) übernommen. Mit diesem Schritt wurden die Stahlhandelsaktivitäten der Salzgitter Mannesmann Handel GmbH, dem weltweit agierenden Vertriebsnetz des Salzgitter-Konzerns im Inland ausgebaut. Am 8. August 2006 wurde die Minderheitsbeteiligung an dem französischen Rohrhersteller Vallourec über die Börse verkauft und dabei ein Gewinn von mehr als 900 Mio. Euro erzielt."

http://de.wikipedia.org/wiki/Salzgitter_...28in_Auswahl.29
Hier findet man eine Auswahl der Beteiligungsgesellschaften der Salzgitter AG.

Ebenfalls unter dem vorangegangenen Link kann man folgendes aufrufen, mit dem Link: http://www.salzgitter-ag.com/fileadmin/b...ilsbesitzliste/

So kann man über die weiteren Firmen des Montan-Schema, die Beteiligungsgesellschaft sowie die damalige Konzernzugehörigkeit herausfinden.

Sehr verständliche Aufstellungen und Recherchen bei Wikipedia.

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RE: z.B. Montan-Schema und andere Themen

#5 von Lola2 , 02.08.2014 22:14

Zum Beitrag 2.....
Die Montan GmbH, eine Mantelgesellschaft ohne operatives Geschäft befand sich seit 1922 im Besitz der Maxhütte. Die Maxhütte gab 95 % des Stammkapitals von 4.800 Reichsmark an die Geräte- und Apparate-Handelsgesellschaft mbH (Gerap) ab, welche vom Heereswaffenamt (HWA) kontrolliert wurde und die Anteile für das HWA treuhänderisch hielt.[1]

habe ich über Google eine interessante Buchleseprobe finden können:

http://books.google.de/books?id=REZmL88P...t%20mbH&f=false

Es handelt sich um die Leseprobe eines Buches das urheberrechtlich geschützt ist. Ich werde daher nur das Inhaltsverzeichnis mit den Themen und der Seitennummer aufführen , sodass man auf den ersten Blick sehen kann, welches Kapitel man lesen möchte.

I.
Von der Gründung der Verwertungsgesellschaft für Montanindustrie GmbH (MONTAN) im Jahr 1916 bis zur Übernahme der Anteile durch das
Deutsche Reich 1934/1935
. .........................................................................................................................................................................................................................................19
.
ll. Die Montan im Dritten Reich .........................................................................................................................................................................................................................................29
1. Aufgaben und rechtliche Stellung................................................................................................................................................................................29
2. Organisation.................................................................................................................................................................................................................33
a)Gesellschafter................................................................................................................................................................................................................33
b)Geschäftsführung...........................................................................................................................................................................................................36
c)Aufsichtsrat ...................................................................................................................................................................................................................47

3. Aufbau...........................................................................................................................................................................................................................54
a)Standorte........................................................................................................................................................................................................................54
b)Interne Organisation.......................................................................................................................................................................................................61
c)Personal .........................................................................................................................................................................................................................66

4. Das MONTAN- Schema..................................................................................................................................................................................................71
a) Das Vertragssystem........................................................................................................................................................................................................71
b) Die Kontrollfunktion der Montan......................................................................................................................................................................................85
c)Das Verhältnis zwischen Montan und Dienstaufsichtsbehörde........................................................................................................................................92

(Verwertungschemie)..........................................................................................................................................................................................................96

5. Die wirtschaftliche Entwicklung der Montan zwischen 1934 und 1945-.................................................................................................................111

6. Die Neuordnung der Eigentumsv erhältnisse bei Montan 1945..............................................................................................................................137
1) Die Situation der Montan bei Kriegsende.......................................................................................................................................................................143
2) Die Organisatoren der Montan unter allierter Kontrolle.................................................................................................................................................149
3)Geschäftstätigkeit und wirtschaftliche Entwicklung......................................................................................................................................................... 160
4)Die Geschäftspolitik der Montan-Treuhänder................................................................................................................................................................. 169
5)Die Neuordnung der Rechtsverhältnisse und Regelung der Eigentumsfrage..................................................................................................................174
6)Die Umfirmierung der Montan in die Industrieverwaltungsgesellschaft m.b.H. ( IVG )

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RE: z.B. Montan-Schema und andere Themen

#6 von Lola2 , 02.08.2014 22:47

..auf Seite 180-III von der Reichs-zur Bundesgesellschaft.....

"Am 1.Juni 1951 wurde aufgrund der Entwicklung in der Bundesrepublik Deutschland, eine Gesellschafterversammlung der Montan abgehalten, auf der erstmals festgestellt wurde:"

"Alleiniger Gesellschafter der Montan-Industriewerke GmbH war das Deutsche Reich und ist demzufolge heute die Bundesrepublik Deutschland, vertreten durch den Bundesminister der Finanzen"

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RE: z.B. Montan-Schema und andere Themen

#7 von Lola2 , 03.08.2014 05:58

...zum Beitrag 4..

"Das Montan-Schema war eine Methode zur Verschleierung staatlicher Intervention in die Rüstungswirtschaft in Deutschland.

Beim Montan-Schema tritt der Staat über scheinbar nichtstaatliche Zwischenhändler im Wirtschafts- und Rechtsverkehr auf. In der Weimarer Republik wurde mit diesem Verlagssystem verdeckt, dass die Reichsregierungen fortgesetzt den Vertrag von Versailles brachen. Diese Struktur wurde je nach Bedarf durch Elemente der Bewirtschaftung in einem formal kapitalistischen Wirtschaftssystem beim Waffen- und Munitionsbeschaffungsamt und beim Heereswaffenamt angewandt.[1] Beispielsweise trat eine Verwertungsgesellschaft für Montanindustrie GmbH als Verpächterin von heereseigenen Industriebetrieben auf. Unklar blieb dabei, ob es sich beim jeweiligen Geschäftspartner um eine GmbH oder eine Fassadenfirma des Heereswaffenamtes handelte."



...konnte man die MONTAN und später in IVG umbenannte Firma jemals als ein korrektes und gradliniges Unternehmen bezeichnen?

...ein Unternehmen ist immer so korrekt, transparent und gradlinig wie die Personen, die es lenken, oder?

...was ist im übrigen aus der IVG AG im Jahr 2014 geworden?

...die MONTAN ist nicht tot!



...


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RE: z.B. Montan-Schema und andere Themen

#8 von Lola2 , 03.08.2014 06:28

http://www.ivg.de/unternehmen/historie/
Zitat von der Homepage der IVG AG

"Von der Montan zum europäischen Immobilien- und Infrastrukturinvestor

Das einst unter dem Namen "Industrieverwaltungsgesellschaft" bekannte bundeseigene Unternehmen ist nach seiner vollständigen Privatisierung durch Börsengang im Jahr 1993 heute einer der großen Asset und Investmentmanager Europas. "


Der Kurs der Aktie ist bei € 0,03 und wird über kurz oder lang vom Kurszettel der Börse verschwunden sein. Wer nun glaubt es würde sich um eine vermögenslose Firma handelt, der irrt sich aber gewaltig. Es wird eine andere Unternehmensform geben.

Tja..und die Aktionäre?.....da schrieb gestern ein User.....

."Der Schenkelklopfer des Universums - Aktionäre die sich selbst enteignen!?"

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RE: z.B. Montan-Schema und andere Themen

#9 von Lola2 , 03.08.2014 07:14

http://www.argus.bundesarchiv.de/R121-30...9f-ee2fd328eda5

Industriebeteiligungsgesellschaft mbH (Abwicklung ehemaliger Reichsgesellschaften)
R 121 Industriebeteiligungsgesellschaft mbH (Abwicklung ehemaliger Reichsgesellschaften)
10 Einzelne betreute Firmen A - Z
10.30 Ostmark Werke GmbH, Wien und Prag

Viele Unternehmen sind auch im Besitz von Patenten.
Die Ostmark Werke GmbH, Prag, eine 100% Zugehörigkeit zur Montan, verfügt z.B.über folgendes Patent:

http://www.google.com/patents/DE1231796B?cl=de&hl=de

Zitat
"Verfahren zur Herstellung der umhuellenden Isolation von Erregerspulen fuer elektrische Maschinen"

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RE: z.B. Montan-Schema und andere Themen

#10 von Lola2 , 03.08.2014 14:07

----zum Beitrag Nr. 8

....es fehlt eine Null!!!

Der Aktienkurs ist nicht wie von mir versehentlich geschrieben € 0,03 ..... sondern er ist nur € 0,003

Sorry

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RE: z.B. Montan-Schema und andere Themen

#11 von Lola2 , 05.08.2014 11:21

w.wallstreet-online.de/aktien/ivg-immobilien-aktie

Frankfurt
07:44:21
0,003

0,00 €
0,00 %
Geld
0,003

3.845.246
|
09:30:35
Brief
0,005

1.530.684
|
09:30:35
Hoch:
0,003

Tief:
0,003

Eröff.:
0,003

Vortag:
0,003

04.08.
Boerse Stuttgart
Geld
0,003

666.667
|
09:15:13
Brief
0,005

400.000
|
09:15:13

Noch wird die Aktie gehandelt wie man sehen kann, aber da muss sich jeder selber schlau machen und sich seine eigene Meinung bilden, wie die Zukunft dieser Aktie aussehen wird, ob sie tatsächlich verschwindet oder weiter gehandelt wird.

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RE: z.B. Montan-Schema und andere Themen

#12 von Lola2 , 08.08.2014 16:47

Zur damaligen "„Verwertungsgesellschaft für Montanindustrie GmbH“ gehörte auch zu 100%
(Quelle:http://de.wikipedia.org/wiki/Verwertungs...nindustrie_GmbH)

Hanseatische Kettenwerk GmbH (HaK), Hamburg-Langenhorn

Im Februar 2008 wurde auf dem ehemaligen Gelände der Hanseatischen Kettenwerk GmbH eine Genkstele für Zwangsarbeiterinnen enthüllt.

http://entdinglichung.wordpress.com/2008...nhorn-enthullt/
Zitat
Gedenkstele Kettenwerke

Am gestrigen Tag wurde auf dem ehemaligen Gelände des Rüstungsbetriebs Hanseatische Kettenwerke in Ochsenzoll im Hamburger Stadtteil Langenhorn ein Gedenstein enthüllt, welcher an die dort während der NS-Zeit ausgebeuteten 6000 ZwangsarbeiterInnen erinnert. Zwei vertiefende Artikel (u.a. auch zur zeitweillig wenig kooperierenden Haltung der Nachfolgefirma der Kettenwerke IVG Immobilien AG) sind in der jungen welt vom 20.02. und auf der Webseite des Infoarchivs Norderstedt zu finden, verwiesen sei auch noch auf die Homepage der Willi-Bredel-Gesellschaft, die wesentlich am Zustandekommen der Aufstellung des Gedenksteins beteiligt war.

http://www.infoarchiv-norderstedt.org/ar...langenhorn.html
Zitat
Info Archiv Norderstedt |
Schon 1999 hatte die Nachfolgerin des Rüstungsunternehmens Hanseatische Kettenwerke (HaK), die inzwischen privatisierte IVG Immobilien AG, Nägel mit Köpfen gemacht: Binnen weniger Wochen ließ man die letzten Überreste der überwiegend mit Hilfe von Zwangsarbeitern betriebenen Munitionsfabrik zugunsten eines schnieken Gewerbeparks abreißen. Heute nun versammelten sich rund 50 HamburgerInnen auf dem Gelände, um eine ebenso plötzlich von der IVG finanzierte Gedenkstele einzuweihen, die künftig an 6.000 gequälte ZwangsarbeiterInnen erinnern soll.
Zitat Ende

http://www.bredelgesellschaft.de/schoeps/wbg.html

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...hat das überhaupt jemand so genau gewußt???
"Gästeführung der etwas anderen Art"

Burg Blomendal (Quelle: wikipedia)
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