Kraftwerk Farge (Quelle: wikipedia)

Initiativen gegen Fracking, Kavernen und unterirdische Lagerung von Öl und Gas

#1 von Lola , 16.06.2014 05:49

http://www.gegen-gasbohren.de/initiativen/

http://www.gegen-gasbohren.de/2014/06/15...her-gegruendet/

Zitat
Mitmachen
Das noch sehr junge grenzüberschreitende Umwelt-Netzwerk ist offen für weitere Umweltgruppen und für besorgte Bürgerinnen und Bürger. Wer sich vernetzen möchte, kann sich bei Udo Buchholz unter 02562-23125 bzw. unter naturschutz-gronau{att}freenet.de melden. Wie sich das Netzwerk mittelfristig organisieren wird, eher informell oder fester strukturiert, ist im Moment noch offen.
Zitat Ende

http://www.gegen-gasbohren.de/2014/06/03/info-va-in-bremen/

Am 12.6.2014 war in Bremen eine Veranstaltung:

"“Gegen Fracking sein, für sauberes Trinkwasser, eine intakte Umwelt!”
Klingt so gut und ist doch so kompliziert, weil jeder unter diesem Begriff etwas anderes versteht. Die Bandbreite erstreckt sich von sauberen Trinkwasser für alle bis zum Wertverlust der eigenen Immobilie durch die Industrialisierung der gesamten Region.

Der Südkreis des Landkreis Rotenburg (Wümme) gehört mit 14 000 Bohrlöchern, über 50 Produktionsbohrungen, ca. 100 Frac-Behandlungen – auch in Wasser”schutz”gebieten, drei Durchbohrungen der trinkwasserführenden Schicht (Rotenburger Rinne), vier aktiven Versenkbohrungen und diversen Leitungsschäden mit Benzol- und Quecksilberaustritten zu den bundesweit am stärksten durch die Gasindustrie belasteten Regionen. Vertreten sind hier RWE-Dea und ExxonMobil.

Die Bürgerinitiativen „Gegen Gasbohren im Landkreis Rotenburg“ und „Frackfreies Bremen und Umland“ möchten dazu beitragen, dass hier die Bremer Bürger informiert werden".

Wie sicher sind die Kavernen an der Lesum?


Lola  
Lola
Beiträge: 1.231
Registriert am: 24.01.2013

zuletzt bearbeitet 23.06.2014 | Top

RE: Initiativen gegen Fracking, Kavernen und unterirische Lagerung von Öl und Gas

#2 von fight4yrights , 19.06.2014 20:51

Zitat
Wie sicher sind die Kavernen an der Lesum?


Vielleicht soooo sicher, dass man die Förderung der Mineralwassermarke "Lesmona" plötzlich aufgeben musste?????

fight4yrights  
fight4yrights
Beiträge: 142
Registriert am: 26.01.2013


RE: Initiativen gegen Fracking, Kavernen und unterirische Lagerung von Öl und Gas

#3 von Lola1 , 20.06.2014 07:24

...sorry, habe mich bei der Überschrift versehen: Es heißt natürlich "unterirdische Lagerung.."


Eigentlich wundert mich in Bremen nichts mehr!

Vielleicht stellen mal ein paar Bürger im dortigen Ortsteil einige Bürgeranträge an den Beirat und stellen ein paar kritische Fragen zu den Kavernen. Etzel und Gronau ist nicht weit weg! Die Lesumer Kavernen haben wir direkt vor der Haustür.

Es gibt das Tanklager in Farge, dass den Menschen in den Ortsteilen Farge und Rönnebeck große Sorgen bereitet, denn ihre Häuser stehen auf vergiftetem Grundwasser und mit diesem Grundwasser wurden Blumen, Gemüse und Obst jahrzehntelang gewässert und somit wurde der Boden auch kontaminiert und Obst und Gemüse verzehrt. Kinder spielen auf gewässertem Rasen u.s.w.

Eine Pipeline läuft direkt unter dem Kindergarten Farge-Rekum, und ein begehbarer eingezäunter Schacht, befindet sich direkt neben dem Haus.
Die Bürgerinitiative Tanklager Farge hat das genau auf ihrer Webseite beschrieben.

Ich freue mich, dass immer mehr Menschen sich der Tanklager-Geschichte annehmen wollen, denn es war lange Zeit schwierig überhaupt einen Politiker für diese "unerfreuliche" Geschichte zu interressieren, jedoch ein paar "Unerschrockene" gab es schon, die auch heute noch dabei sind.
Schwierig war es auch, die Bürger an dieses Umweltdesaster heranzuführen, dass uns alle die nächsten Jahrzehnte noch begleiten wird.
Schlimm ist es wenn von Politik und Verwaltung die Sorgen über den Verlust von Arbeitsplätzen Vorrang vor der "unversehrtheit der Bürger" haben.

Das Umweltdesaster in Rönnebeck und Farge ist allgegenwärtig, auch wenn man es nicht sieht.

Die Tanklager-Geschichte hat die Bürgerinitiative sehr gut im Griff und erst heute habe ich von einer Politikwissenschaftlerin gelesen, die zurück in die Politik gegangen ist und dem SPD-Ortsverein Farge-Rekum "neues Leben einhauchen will und sich nun intensiv mit der Tanklagerproblematik befassen will".
(Quelle: http://www.weser-kurier.de/bremen/stadtt...rid,878634.html

Hinsichtlich der Kavernen sind kritische Fragen von "mutigen und unerschrockenen Kommunalpolitikern und Verwaltung" jetzt sehr wichtig, denn es muss jemand den Anfang machen, auch wenn es für die politische Laufbahn möglicherweise zunächst nicht förderlich ist.

Lola1  
Lola1
Beiträge: 57
Registriert am: 10.06.2014


RE: Initiativen gegen Fracking, Kavernen und unterirische Lagerung von Öl und Gas

#4 von Lola1 , 20.06.2014 07:37

"WERSER" - dat is Weser up Plattdütsch

Zu meinem vorigen Beitrag füge ich noch hinzu:

..im o.a. Thread habe ich allerlei recherchiert, warum die Weser "in Not" ist und was alles eingeleitet wird und das an Werra und Weser eigentlich der 2.Weltkrieg noch nicht vorbei ist, denn die Werte wieviel von manchen Abwässern in die Werra eingeleitet werden dürfen, stammt noch aus dem Jahr 1942.

Auch hinsichtlich der Kavernen an der Lesum habe ich recherchiert.

Es gibt ganz bestimmt mehr als 2 Menschen in Bremen die etwas zu den Kavernen schreiben möchten, oder?
Was ist mit den Bürgern die in der Nähe der Kavernen wohnen?

Lola1  
Lola1
Beiträge: 57
Registriert am: 10.06.2014


Zum Thema: wie sicher sind die Kavernen an der Lesum?

#5 von Lola1 , 20.06.2014 16:34

http://m.wn.de/Muensterland/Kreis-Borken...an-Kaverne-S-78

Zitat
Neuer Zwischenfall in Amtsvenn: In der Nacht zum Freitag hat es an der Gaskaverne S 78 - nur rund 200m entfernt von der vermutlich für den Ölaustritt verantwortliche Ölkaverne S 5 gelegen - offenbar einen Gasaustritt gegeben.

Eine Security-Mitarbeiterin wurde dabei leicht verletzt. Zwei weitere wären betroffen, wollten aber keine ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.
Zitat Ende

Hat es in den Kavernen an der Lesum schon Zwischenfälle gegeben?
Ist die Bevölkerung informiert was Kavernen sind, wann sie in Betrieb genommen wurden und was überhaupt und welche Mengen dort gelagert werden?
Wann wurde die Bevölkerung darüber informiert wie sie sich bei einem Störfall verhalten müssen?
Gibt es Fluchtpläne für die Anwohner?

Lola1  
Lola1
Beiträge: 57
Registriert am: 10.06.2014


RE: Zum Thema: wie sicher sind die Kavernen an der Lesum?

#6 von Lola1 , 21.06.2014 22:10

http://www.heute.de/oelpest-auf-der-kuhw...d-33548624.html

zITAT

von Thadeus Parade

An bundesweit zwölf Standorten lagern in großer Tiefe riesige nationale Erdölreserven in Salzstöcken. Bei Gronau im Münsterland ist jetzt wohl eine dieser sogenannten Kavernen nicht mehr dicht. Rohöl gelangt nach oben - Anwohner haben Angst, Umweltschützer sind besorgt.

Auf den ersten Blick scheint sie perfekt, die ländliche Idylle. Nur die Pipelines, die aus dem Boden kommen, verraten, dass hier in Gronau-Epe das weltweit größte Kavernenlager im Untergrund verborgen liegt. Die Katastrophe, die kurz vor Ostern ihren Lauf nahm, ist noch nicht vergessen: Öl quoll aus der Erde, große Flächen sind komplett verseucht. Eine Kaverne steht im Verdacht – noch aber ist die undichte Stelle nicht gefunden. Irgendwo zwischen 200 und 300 Metern, vermuten die Ingenieure. Über die Ursache konnte bislang nur spekuliert werden.

"Müsste, hätte, könnte"
Die Anwohner sind verunsichert - tickt da eine Zeitbombe in der Tiefe? "Man weiß nicht mehr, wem man glauben soll", sagt Thomas Kottig, ein Anwohner. Und auch Ralf Elbers, sein Nachbar, ist besorgt: "Wenn man die Pressemeldungen der Aufsichtsbehörde liest, in denen steht: 'müsste, hätte, könnte und wir wissen nicht, wie und müssen noch ein Konzept entwickeln', dann sieht man, dass da kein Konzept ist!"
Eine Furcht, die der Wissenschaftler Ralf Krupp bestätigt. Es gebe ein beträchtliches Restrisiko bei Salzkavernen: "Es gibt weltweit sehr viele derartige Anlagen und etliche Fälle, in denen Kavernen richtig eingebrochen sind. Es kam zu Leckagen, zu Explosionen und zu Bränden. Bei Kavernen besteht ein nicht unerhebliches Restrisiko - und man muss das abwägen gegenüber dem Nutzen, den man hat. Darüber hinaus ist die Frage der Nachsorge noch völlig ungeklärt."

Mühelos ganze Baumreihen verschlungen
Was passieren kann, wenn eine Salzkaverne zusammenbricht, zeigen Beispiele aus den USA. In Louisiana kollabierte eine Salzkaverne und bildet seitdem einen großen Ölkratersee. Dieser Krater wird immer größer und verschlingt mühelos ganze Baumreihen. Trotz dieser bekannten Risiken sind in Deutschland massenhaft Kavernenspeicher entstanden. 230 sind jetzt schon in Betrieb, weitere 130 werden folgen - ein boomender Wirtschaftszweig.
Weltweit steht Deutschland, was Untergrundspeicher angeht, auf den vorderen Plätzen.
Die meisten Kavernen sind jedoch nicht mit Öl - das als nationale Notstandsreserve für Krisenzeiten gedacht ist - befüllt, sondern mit explosivem Erdgas. Warum, erklärt ein Blick an die Börsen: Billig eingekauft im Sommer wird es im Winter zu Höchstpreisen losgeschlagen. Der Kavernenfonds des Bonner Unternehmens IVG zählt mit 1,7 Milliarden Euro zum größten Infrastrukturfonds Deutschlands.

"Ohne ausreichende Öffentlichkeit"
"Ein Milliardengeschäft auf Kosten der Allgemeinheit", kritisieren die Bonner Rechtsanwälte Schumacher und Heise. Genehmigungen und Betrieb erfolgten Jahrzehnte "ohne zwingende Umweltverträglichkeitsprüfung und ohne ausreichende Öffentlichkeit".



Salz-Kavernen: Speicher für Öl und Gas

Höhlen für nationale Rohstoffreserven

Kavernen sind natürliche oder künstlich geschaffene Hohlräume, oft in Tiefen bis zu 1.000 Metern. Sie sind in der Regel durch Salzabbau entstanden. In ihnen lagern die nationalen Öl- und Gas-Reserven für Krisenzeiten. Die dichte Salzsteinumgebung gilt als sicher genug, um darin gefahrlos große Mengen an Rohstoffen zu lagern. Die leckgeschlagene Kaverne im Münsterland ist so groß, dass der Kölner Dom locker in ihr Platz finden würde. Der Raum Gronau-Epe ist die größte Kavernen-Region in Deutschland. 80 Kavernen liegen unterirdisch dicht an dicht.



Kavernenspeicher in Deutschland



Daran habe sich bis heute kaum etwas geändert, sagt Carsten Heise, denn "erst Kavernen ab einem Füllvolumen von einer Milliarde Kubikmetern bedürfen einer Prüfung. Diese gesetzliche Grundlage ist in meinen Augen eindeutig auf die Interessen der Wirtschaft zurechtgeschnitten und berücksichtigt nicht ausreichend das berechtigte Transparenzbedürfnis der Bürger und der Öffentlichkeit." Großprojekte werden "so zurecht gestückelt, dass für die Einzelkaverne keine Prüfpflicht besteht", sagt Rechtsanwalt Heise. "Das bedeutet, einer Salamitaktik wird weiter Vorschub geleistet."



Technische Probleme häufen sich
Dabei gibt es Warnhinweise genug: Die technischen Probleme häufen sich, nicht nur in Gronau-Epe. Auch in Etzel, einem Kavernenlager in Ostfriesland, liefen 40.000 Liter Rohöl aus. Nicht die einzigen Probleme: Auch der Boden sackt ab. Hauseigentümer Thomas Kottig aus Epe ist ratlos. Als Bauunternehmer hat er seinen Neubau penibel geplant und ausgeführt, doch jetzt "kippt der Fußboden bereits um zwei Zentimeter zur Seite". Erklären kann er sich das nicht.
Das Absacken der Erde ist eine Folge des Kavernenbetriebs im Untergrund. Die Hohlräume werden durch den auflastenden Gebirgsdruck von 1.000 Metern langsam, aber stetig zusammengepresst. Bei einer Anzahl von über hundert Speichern ist diese Absenkung möglicherweise viel größer als bislang angenommen. Ob die Technik solche Bewegungen aushält, ist völlig offen. Eine derartige Risikoabwägung habe es allerdings nie gegeben, räumt die Behörde ein, das nordrhein-westfäische Landesoberbergamt.

Behörden: "Sehr stabiles System"
Genehmigung und Überwachung liegen hier unter einem Dach. Das Salz, in dem die Kavernen stehen, sei besonders standfest, versichert Behördensprecher Werner Isermann. Bei der Genehmigung der Kavernen "ist das berücksichtigt worden, insofern, als dass hier ein sehr stabiles System zum Einsatz gekommen ist. Aber dass es jetzt gravierende Senkungen oder geotektonische Bewegungen gegeben hat, davon war nicht auszugehen".
Anwohner Ralf Elbers glaubt nicht an solche Beschwichtungen: Er weiß von einem Bauernhof, der vor wenigen Jahren wegen "massiver Bauschäden" abgerissen worden ist. Der Standort ist heute nicht mehr erkennbar, ein einfaches grünes Feld ist dort zu sehen. Auf Google Earth aber taucht der Hof noch auf. "Handgroße Risse" hätten die Mauern durchzogen, erzählt Ralf Elbers.

Betreiber: "Keine Gebäudeschäden"
Betreiber und Behörden hatten Kenntnis von diesen Schäden. Offiziell aber "gibt es keine Bergbauschäden", beruhigt Behördensprecher Werner Isermann. Es gebe "zwar Setzungen, die durch den Aussolbetrieb entstanden sind, die aber keine Bergbauschäden im herkömmlichen Sinne sind", sagt er. Auch die Salzgewinnungsgesellschaft Westfalen (SGW), der Betreiber, ist versichert: "Es sind keine Gebäudeschäden entstanden, demnach gab es auch keine entsprechenden Entschädigungszahlungen."
Dem ZDF wurde eine umfassende Akteneinsicht bislang verweigert. Und so wächst das Misstrauen. Auch bei den Anwohnern vor Ort. Die Sanierung der Ölpest läuft indes auf Hochtouren. Es wird hart daran gearbeitet, den Schein der heilen Welt möglichst schnell wieder herzustellen.
20.06.2014

Lola1  
Lola1
Beiträge: 57
Registriert am: 10.06.2014


RE: Zum Thema: wie sicher sind die Kavernen an der Lesum?

#7 von Lola1 , 22.06.2014 09:18

http://www.storengy.com/countries/deutsc...orte/lesum.html

..der o.a. Link stellt die Erdgasspeicher an der Lesum mit techn. Daten vor. Die Fa. Storengy ist ein Unternehmen der GDF Suez, u.a. auch Betreiber des Kraftwerk Bremen-Farge.


http://www.weser-kurier.de/startseite_ar...rid,725777.html
Zitat
Betreibergesellschaft schließt Ölunfall wie in Etzel aus - 05.12.2013

Diese Kavernen sind gesichert

Von Julia Ladebeck

Burg-Grambke. Könnte sich ein Ölunfall, wie er sich im ostfriesischen Etzel ereignet hat, in Bremen-Nord wiederholen? Rund 40 Kubikmeter (40 000 Liter) Rohöl waren in Etzel vor zweieinhalb Wochen unbemerkt ausgelaufen. In Burg-Grambke lagern in fünf unterirdischen Salzstock-Kavernen etwa 1,1 Millionen Tonnen Dieselöl. In vier weiteren befinden sich Gasvorräte. Berg-Ingenieur Thomas Piter von der Nord-West Kavernengesellschaft (NWKG) ist überzeugt: „Ohne genau zu wissen, was in Etzel genau geschehen ist, kann ich ausschließen, dass so etwas an unserer Anlage in Grambke passiert.“Zitat Ende

Der Beitrag klärt darüber auf, dass man die Technik im Griff hat und Störfälle sofort bemerkt und Schäden ausschließt.
Was aber ist mit der Natur? Hat man die Salzkaverne, "ein Produkt der Natur" auch völlig unter Kontrolle?

https://m.weser-kurier.de/articles/40785...iegt-in-grambke
Ein interessanter Beitrag aus dem Jahr 2012, der Einblick darüber gibt wie Kavernen entstehen.

https://www.swb-gruppe.de/ueber-swb/unte...gasspeicher.php


http://www.spd-fedderwardergroden.de/201...engesellschaft/

http://www.bezreg-arnsberg.nrw.de/themen...ndspeich_12.pdf

Lola1  
Lola1
Beiträge: 57
Registriert am: 10.06.2014


RE: Zum Thema: wie sicher sind die Kavernen an der Lesum?

#8 von Lola1 , 22.06.2014 23:04

http://www.beyer-energie.de/lexikon.php?cs_go=3&cs_id=101

Zitat

Energielexikon

Kavernen


Kavernen sind natürliche oder künstlich geschaffene unterirdische Hohlräume zur Lagerung von Rohöl und Mineralölprodukten. In der Bundesrepublik Deutschland wird ein Großteil der Pflichtvorräte (Bevorratung), überwiegend Rohöl, in solchen Kavernen gelagert. Sie werden daher fast ausschließlich vom Erdölbevorratungsverband (EBV) bzw. vom Bund betrieben. Kavernen bieten im Vergleich zu oberirdischen Lagermöglichkeiten mehrere Vorteile. Für sie benötigt man an der Erdoberfläche keinen Raum. Sie sind nahezu unsichtbar und beeinträchtigen das Landschaftsbild nicht. Zudem sind die Investitionen für Kavernen, bezogen auf den Kubikmeter Lagerraum, mehr als zwei Drittel niedriger als z. B. für oberirdische Stahltanks. Nachteil ist, dass nicht jeder Untergrund auf Dauer Flüssigkeitsdichtigkeit garantieren kann und so für das Anlegen von Kavernen geeignet ist.
1995 gab es in der Bundesrepublik Deutschland rund 30 Millionen Kubikmeter Lagerraum in Kavernen. Die wichtigsten Lager in der Bundesrepublik Deutschland sind:



NWKG (EBV), Rüstringen....................................................ca. 6,9 Mio. m³

Industrie-Verwaltungsgesellschaft (IVG), Etzel..........................ca. 12,7 Mio. m³

NWKG (EBV), Sottorf.........................................................ca. 1,7 Mio. m³

Wintershall AG, Hülsen......................................................ca. 0,5 Mio. m³

VSG (Wintershall AG), Blexen...............................................ca. 1,3 Mio. m³

NWKG (EBV), Lesum...........................................................ca. 1,5 Mio. m³

NWKG (EBV), Heide............................................................ca. 1,6 Mio. m³

VEBA OEL AG, Epe..............................................................ca. 2,9 Mio. m³

Mineralölverbundleitung GmbH, Teutschenthal................................ca. 0,4 Mio. m³

RWE-DEA AG, Heide 101............................................................ca. 0,1 Mio. m³

NWKG = Nordwestdeutsche Kavernen GmbH



http://rettet-ostfriesland.blogspot.de/2...ahr-fur_20.html

Zitat
Donnerstag, 20. Januar 2011

Salzkavernen sind eine Gefahr für Mensch und Umwelt!

Bergschäden und Unfälle durch Kavernen und Solungsbergbau

Verfasser: Dr. Ralf Krupp (Geochemiker)

Doch nicht nur der klassische Kali- und Salzbergbau verursacht Bergschäden, sondern auch der sogenannte Solungsbergbau (solution mining), bzw. die Aussolung von Kavernen im Salzgestein, die zur Speicherung von Erdgas, Öl, Ethylen, Pressluft und anderen Produkten verwendet werden. Die Kavernenhohlräume haben oft gigantische Ausmaße. Beispielsweise entsteht in Harsefeld bei Stade eine Kaverne, in die man den Kölner Dom 5 1/2 mal übereinander hineinstellen könnte.

Auch Kavernen unterliegen der Konvergenz, wodurch an der Erdoberfläche im Laufe der Zeit Absenkungströge ausgebildet werden. Absenkungsraten von 0,1 Meter pro Jahr sind möglich (z.B. West Hackberry Strategic Petroleum Reserve, Louisiana). Insofern verwundert es, daß man unterhalb von Städten wie Rüdersdorf Kavernen aussolt, um diese anschließend als Gasspeicher zu betreiben. Praktische Erfahrungen mit Solungskavernen liegen seit gut 50 Jahren vor. Obwohl über Unfälle und Mißerfolge selten berichtet wird, sind etliche Fälle bekannt geworden. Einige Beispiele:
Zitat Ende

Lola1  
Lola1
Beiträge: 57
Registriert am: 10.06.2014


RE: Zum Thema: wie sicher sind die Kavernen an der Lesum?

#9 von Lola2 , 02.07.2014 06:14

http://www.noz.de/deutschland-welt/niede...heitsfragen-auf

Zitat

Marode Leitungen auch im Emsland? Rohr geplatzt: Öl-Unfall wirft Sicherheitsfragen auf
Vom 01.07.2014, 13:43 Uhr

Osnabrück. Wie sicher ist die Erdöl-Förderung in Niedersachsen? Ein Vorfall in der Grafschaft Bentheim lässt Zweifel aufkommen. Wegen maroder Rohrleitungen sind hier am Wochenende 150.000 Liter wassergefährdender Flüssigkeiten ausgetreten.
Zitat Ende

http://www.lbeg.niedersachsen.de/aktuell...semitteilungen/
Das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie verfasst Pressemeldungen über gemeldete Schäden.

Dank der fleißigen Recherche der BI Lebensqualität Horsten-Etzel-Marx e.V. kann ich diese Infos auch hier im Forum einstellen.

Lola2  
Lola2
Beiträge: 956
Registriert am: 29.06.2014


RE: Zum Thema: wie sicher sind die Kavernen an der Lesum?

#10 von Lola2 , 04.07.2014 07:08

http://www.business-on.de/muenster/viele...ge-_id4875.html

Zitat

01.07.2014, 08:38 Uhr
|
Münsterland / Gronau

Viele offene Fragen
Ölaustritte im Kavernenfeld stellen Technologie infrage

Die genaue Ursache der Leckage im Kavernenfeld in Gronau-Epe ist weiterhin unklar. Die Antwort auf diese Frage wird aber entscheidend für die Zukunft der gesamten Kavernen-Technologie sein. Das machten der Leiter der Abteilung Bergbau und Energie bei der Bezirksregierung Arnsberg, Wilhelm Wagner, und sein Mitarbeiter Werner Grigo, am Montag im Regionalrat in Münster deutlich. Erst nach Abschluss aller Untersuchungen könne man endgültige Schlüsse ziehen.
Zitat Ende

Lola2  
Lola2
Beiträge: 956
Registriert am: 29.06.2014


RE: Zum Thema: wie sicher sind die Kavernen an der Lesum?

#11 von Lola2 , 04.07.2014 16:20

BI-Lebensqualität Etzel-

Zitat vormerken

RE: BI-Lebensqualität Etzel- Kavernen

#9 von Lola2 , vor 5 Minuten

http://www.bi-lebensqualitaet.de/

Das folgende Zitat findet man auf der Webseite der BI Lebensqualität Etzel

" Sofortiger Baustopp aller
bergbaulichen Aktivitäten in ganz Deutschland, die zur Herstellung von
Speicherkavernen in Salzstöcken dienen.

Einberufung eines
Untersuchungsausschusses auf Bundespolitik-Ebene mit dem Auftrag, den
volkswirtschaftlichen Nutzen der Speichertechnologie mit dem Gewinnstreben der
privatwirtschaftlichen Unternehmen und der daraus resultierenden irreparablen
Zerstörung ganzer Landschaften und Lebensräume zu bilanzieren."

.............................................................................

Folgende Presseerklärung v 3.7.2014 findet man auf der Facebookseite der BI Lebensqualität Etzel
Zitat

Pressemitteilung

Reaktion auf die Pressemitteilung des Landesamtes für Bergbau, Energie und Geologie vom heutigen Tage

In der Pressemitteilung des LBEG vom heutigen Tage wird als Reaktion auf die erneuten Ölschlieren an der Soleeinleitstelle der IVG angekündigt, dass die IVG aufgefordert wird, neben einer Videoüberwachung, eine regelmäßige Vorkontrolle des gesamten Rohrleitungssystems durchzuführen. Unverständlich an dieser Anordnung ist, dass bei der IVG bereits vor dem neuerlichen Ereignis eine Videoüberwachung des Ölabscheiders sowie eine halbstündliche Probenentnahme der Sole, die in die Jade geleitet wird, erfolgte. Auch die angekündigte Untersuchung auf Kohlenwasserstoffrückstände in den Soleleitungen ist keine Neuigkeit. Absurd ist diese Anordnung, da das LEBG der IVG sogar genehmigt hat, jährlich 13 Tonnen Kohlenwasserstoffe in die Jade einzuleiten. Welche genehmigungswidrige Handlung der IVG aufgrund dieser halbherzigen Anordnung vorgehalten werden soll, ist nicht nachvollziehbar.

Wesentlich aufschlussreicher dürfte die Untersuchung der Sole auf andere chemische Stoffe sein, wie die Bürgerinitiative es schon seit langer Zeit fordert.

Weshalb Minister Lies und Wenzel die Einleitung von Sole in die Jade bis zur Klärung der Ursache der Schlierenbildung nicht vollständig untersagt haben, erschließt sich ebenfalls nicht.

Dass der Ölabscheider der IVG aus den 70ger Jahren, wie das LBEG behauptet, auf dem aktuellen Stand der Technik ist, löst bei der Bürgerinitiative große Verwunderung aus. Zunächst verfügt der aktuell betriebene Ölabscheider nicht über eine Funktion, die ein automatisches Signal gibt, wenn dieser überzulaufen droht. Ebenso mangelt es an einer automatischen Abschaltung bei drohendem Überlauf. (DIN EN 858-1 6.5.4)

Darüber hinaus hat es seit den 70ger Jahren eine Weiterentwicklung der herkömmlichen Ölabscheider gegeben. Hierbei handelt es sich um sog. Koaleszenzabscheider oder Wirbelabscheider.

Koaleszenzabscheider

Eine Weiterentwicklung von herkömmlichen Benzinabscheidern sind Koaleszenzabscheider. Die Wirkung dieser Anlagen beruht auf dem Prinzip der Koaleszenz, d. h. das Zusammenfließen von kleinen Ölpartikeln zu großen Öltropfen wird begünstigt. Damit können auch kleinste Öltröpfchen nach dem Schwerkraftprinzip aufschwimmen und abgetrennt werden. So wird eine Reinigungsleistung von bis zu 5 mg/l erreicht.
Wirbelabscheider

Der Wirbelabscheider vereint die Funktionen des Koaleszenzabscheiders, Lamellenabscheiders und Sedimentationsbeckens. Das tangential eintretende Abwasser wird dabei in einem Spiralsystem geführt. Öle und Öltröpfchen können durch die im Vergleich zum Wasser geringere Dichte aufschwimmen. Dabei dient die große spiralförmige, mit auf der Innenwand ölanziehendem Materialkomposit beschichtete Oberfläche als Koaleszenzfläche. Die Öle sammeln sich in der Spiralmitte und können von der Oberfläche abgeführt werden. Die Feststoffe werden durch die Zirkulation nach Außen gedrückt, vom Öl getrennt und sinken zu Boden. Sie können aus dem trichterförmigen Boden des Wirbelabscheiders abgelassen oder ausgepumpt werden.

Quelle: wikipedia

Da nach dem Wasserhaushaltsgesetz Anlagen, die mit wassergefährdenden Stoffen arbeiten, nach dem aktuellen Stand der Technik zu betreiben sind, ist unverständlich, weshalb das LBEG nicht jetzt, bzw. schon in der Vergangenheit darauf gedrungen hat, entsprechende Ölabscheider bei der IVG einzusetzen. Ebenso wenig kann die durch das LBEG genehmigte Konzentration der Kohlenwasserstoffe von 4mg pro Liter Sole nachvollzogen werden. Übliche Grenzwerte gehen von einer Höchstkonzentration von 2mg pro Liter aus.

Neben diesen Fragen sind immer noch die anlässlich der Veranstaltung am 27.05. gestellten Fragen an das LBEG offen. Der Präsident des Landebergamtes wird daher am 16.07. wohl viel Zeit mitbringen müssen, um die aufgezeigten Widersprüche auch nur annähernd erklären zu können.

Am Rande sei erwähnt, dass das Landesbergamt seit nunmehr 228 Tagen erfolgreich die Beweiserhebung durch Baggerarbeiten am Verteiler 10 vereitelt.

Zitat Ende

Lola2  
Lola2
Beiträge: 956
Registriert am: 29.06.2014


RE: Zum Thema: wie sicher sind die Kavernen an der Lesum?

#12 von Lola2 , 06.07.2014 15:01

BI-Lebensqualität Etzel-

...die BI Lebensqualität Etzel, Marx, Horsten hat gute Recherchen veröffentlicht wie sicher die dortigen Kavernen sind..


Lola2  
Lola2
Beiträge: 956
Registriert am: 29.06.2014

zuletzt bearbeitet 06.07.2014 | Top

" Gasförderung in den Niederlanden"

#13 von Lola2 , 09.07.2014 22:02

http://www1.wdr.de/themen/politik/fracki...erlande106.html
Zitat
Einspruchsfrist für Fracking-Pläne endet

Am Mittwoch (09.07.2014) endet die Frist für Stellungnahmen zur niederländischen Umweltverträglichkeitsprüfung der Fracking-Technologie. Dabei steht unter anderem das NRW-Grenzgebiet im Fokus. Umweltschützer aus Deutschland haben bereits Einspruch eingelegt. Auch die Landesregierung hat sich positioniert.
Zitat Ende

Lola2  
Lola2
Beiträge: 956
Registriert am: 29.06.2014


RE: "Fracking lässt nachweislich Erde beben"

#14 von Lola2 , 09.07.2014 22:09

http://www.finanzen100.de/finanznachrich...52974790_68686/

Zitat
Der massive Einsatz der Fracking-Technologie hat offenbar die Zahl der Erdbeben in den USA drastisch erhöht. (©dpa)

Gerüchte darüber gab es schon, jetzt haben Wissenschaftler es in einer Studie nachgewiesen: Die drastische Zunahme von Erdbeben in dem US-Bundesstaat Oklahoma ist auf den Einsatz von Fracking zurückzuführen. Einmal mehr stellt sich damit die Frage, ob Fracking wirklich die Lösung der wirtschaftlichen Probleme der USA sein kann.
Zitat Ende

Lola2  
Lola2
Beiträge: 956
Registriert am: 29.06.2014


"Zerklüftete Lebensräume, geheime Chemikalien, unklare Folgen

#15 von Lola2 , 08.08.2014 17:06

http://www.welt.de/wissenschaft/umwelt/a...e-Gefahren.html

Zitat

Wissen
Umweltschutz
04.08.14
Forscher sehen in Fracking gleich mehrere Gefahren

Zerklüftete Lebensräume, geheime Chemikalien, unklare Folgen: Forscher wollen, dass die Menschheit aus Fehlern lernt. Ein Problem sehen sie auch in der Zurückhaltung von Informationen zu Unfällen.


http://bund-hamburg.bund.net/themen_proj...ing_in_hamburg/
Zitat
Große Konzerne wie ExxonMobil, RWE dea, Wintershall oder BNK vermuten deutschlandweit große Mengen Erdgas im Untergrund, das sie mit Hilfe der aus Umweltsicht extrem riskanten Fracking-Methode fördern und vermarkten wollen.

Beim Fracking werden Millionen Liter Wasser mit teils hochgiftigen Chemikalien versetzt und unter großem Druck in die gasführenden Schichten gepresst, um diese aufzubrechen.

Lola2  
Lola2
Beiträge: 956
Registriert am: 29.06.2014


   

BI Turnerstraße
Anwohnertreffen der Bürgerinitiative Tanklager-Farge

Burg Blomendal (Quelle: wikipedia)
Xobor Forum Software ©Xobor.de | Forum erstellen