Kraftwerk Farge (Quelle: wikipedia)

"Erhöhte Krebsrate in Erdgasregion"

#16 von Lola2 , 18.09.2014 06:32

http://www.weser-kurier.de/region/nieder...rid,943797.html

Weser Kurier 16.9.2014

Zitat
Erhöhte Krebsrate in Erdgasregion

Bothel: Eine erhöhte Krebsrate bei Männern in der Samtgemeinde Bothel (Kreis Rothenburg)
hat die Menschen in der Region aufgeschreckt.
Das Gesundheitsministerium in Hannover schließt einen Zusammenhang mit der Erdgasförderung nicht aus.
Noch aber ist die Ursache unklar.
Zitat Ende

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"Skrupelloser Profit: Siemens setzt auf Fracking statt auf Haushaltswaren"

#17 von Lola2 , 27.09.2014 05:25

http://blog.campact.de/2014/09/skrupello...ign=%2Ffracking

Zitat
Mal ehrlich, was braucht die Welt eher: Energiesparende Kühlschränke oder fossile Energien? Effiziente Staubsauger oder Fracking? Keine Frage, finden Sie? Ich auch. Aber fragen Sie mal Siemens! Da scheint man sich mit sowas ernsthaft zu beschäftigen – und kommt dann auch noch zu den falschen Schlüssen.

Anders ist es kaum zu erklären, dass der Technologiekonzern am Dienstag verkündete, seine Haushaltsgeräte-Sparte an Bosch verkaufen und dafür ein Fracking-Unternehmen erwerben zu wollen. Man hätte meinen können, dass Siemens aus seinem PR-Debakel mit der Atomkraft gelernt hat. Doch offenbar hat der Konzern kein Interesse an einem nachhaltigen und zukunftsfähigen Image – und investiert in eine Branche, die verantwortlich ist für massive Risiken für Mensch, Natur und Trinkwasser. Statt Technologie in den Dienst des Menschen zu stellen, macht der Konzern lieber skrupellos Profit auf Kosten von Umwelt und Gesundheit. Jetzt mit dafür sorgen, dass diese Information sich verbreitet –
Zitat Ende

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RE: "Skrupelloser Profit: Siemens setzt auf Fracking statt auf Haushaltswaren"

#18 von fight4yrights , 13.10.2014 13:29

Und weil Fracking in Bezug auf unser staatlich genehmigteTrinkwasserverschmutzung von solch Wichtigkeit ist: Hier ein Veranstaltungshinweis für den 16.10.um 19:30 im Gustav-Heinemann Bürgerhaus mit hochkarätiger Besetzung:


Dateianlage:
5.3 Einladung.pdf
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zuletzt bearbeitet 13.10.2014 | Top

Erdgas-/Erdöl-Förderung-Lagerung- Chemikalien-Krebsfälle

#19 von Lola2 , 16.10.2014 10:52

"WERSER" - dat is Weser up Plattdütsch

...im o.a. Thread habe ich mich mit der Salzeinleitung in Werra und Weser beschäftigt, sowie über die Salzkavernen an der Lesum
und Angaben vom Umweltamt welchen Firmen eine Genehmigung über Wasserentnahme aus der Weser erteilt wurde, sowie die Einleitung der Abwässer in die Weser und Lesum das Spülwasser aus den Salzkavernen.

Es geht um die Lagerung von Öl und Gas und wer die Betreiber der Salzkavernen sind.

Weiter habe ich über die Erdölförderung und Gasförderung ein wenig gelesen und stelle hier ein paar Links ein, die ich bereits im Thread "WERSER" - dat is Weser up Plattdütsch eingestellt hatte.

https://erdoelerdgasdeutschland.wordpres...ng-wintershall/

http://de.wikipedia.org/wiki/Wintershall


Die Wintershall Holding GmbH ist der größte deutsche Erdöl- und Erdgasproduzent mit Sitz in Kassel.
Wintershall ist eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der BASF.


Erdgashandel, der auch Transport und Speicherung beinhaltet. Der Erdgashandel erfolgt weitgehend über die Tochter Wingas, die gemeinsam mit dem russischen Partner Gazprom betrieben wird. Im November 2012 vereinbarten BASF/Wintershall und Gazprom, dass das bisher gemeinsam betriebene Erdgashandels- und Speichergeschäft, darunter Wingas, vollständig auf Gazprom übergehen soll. Im Gegenzug erhält Wintershall Beteiligungen an russischen Erdgaslagerstätten. Diese Vereinbarung wurde – nach Zustimmung der Aufsichtsbehörden – zum Jahresende 2013 vollzogen.

n den 1930er Jahren übernahm die Wintershall die Naphthaindustrie und Tankanlagen AG (NITAG) und firmierte sie vor 1938 in NITAG Deutsche Treibstoffe AG um. Die NITAG wurde damit neben Mihag, Wiesöl bzw. Wintershall Mineralöl GmbH die hauptsächliche Vertriebstochter für den Absatz der Mineralölprodukte. Während des Zweiten Weltkrieges wurden auch Zwangsarbeiter eingesetzt. Von den 1360 Gefangenen stammten viele aus dem KZ Buchenwald.

Nachkriegsjahre

Durch die Enteignungen in der sowjetischen Besatzungszone verlor Wintershall ihre große Ölraffinerie in Lützkendorf, einen Teil ihrer NITAG-Tankstellen sowie die in Thüringen liegenden Kalischächte und -werke.

Bei der Erschließung und Gewinnung von Erdgas gehörte Wintershall zu den Pionieren in der Bundesrepublik Deutschland. Wintershall gelang 1951 in Norddeutschland der erste Erdgasfund. Das Unternehmen begann danach die professionelle Förderung von Erdgas. Von 1924 bis 1969 wurde Wintershall im Wesentlichen durch August Rosterg und Günther Quandt bestimmt, denen zusammen die Mehrheit der Aktien gehörte.
Erinnerung an die Wintershall Erdölförderung in Norddeutschland Stelle

Nach der Wertpapierbereinigung 1949/1950 übernahmen Wintershall und DEA 1952 im Zusammenhang mit dem Bau der Erdöl-Raffinerie Emsland die Aktienmehrheit der Deutschen Gasolin AG. 1956 wurde die Wintershall-Vertriebstochter NITAG mit der Gasolin zur Deutsche Gasolin-Nitag AG verschmolzen. 1958 begann Wintershall erfolgreich mit der Exploration und Produktion von Erdöl in Libyen.

1965 erwirtschaftete der Wintershall-Konzern einen Umsatz von 1,244 Milliarden DM und beschäftigte 9.900 Mitarbeiter. Im gleichen Jahr übernahm Wintershall die Preussag-Anteile am Kalisalzbergwerk Buggingen.[5]
Kaliwerk Wintershall bei Heringen (Werra) mit Monte Kali

1967 beteiligte sich Wintershall zusammen mit Mobil Oil (heute ExxonMobil), Veba Oel und Gelsenberg an der Aral.

Übernahme durch BASF

1969 wurde Wintershall von der BASF-Gruppe übernommen. Für die BASF ist Wintershall ein wichtiger Lieferant von Rohstoffen und damit Teil ihrer Ressourcensicherung. Der Kalibergbau wurde 1970 in die Kali&Salz AG eingebracht. Seitdem konzentriert sich die Arbeit von Wintershall auf die Bereiche Erdöl und Erdgas.

1971 fusionierte die Wintershall-Tochtergesellschaft Gasolin mit deren Schwestergesellschaft Aral.

Seit 1987 betreibt Wintershall in einem Konsortium mit der RWE Dea AG das Ölfeld Mittelplate am südlichen Rand des Nationalparks Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer. Auf der mit 70 x 95 Meter relativ kleinen Förderinsel wurden bis 2013 insgesamt 27 Millionen Tonnen Erdöl gefördert.[6]

Ab 1990 bis heute

Seit den 1990er Jahren hat Wintershall ihr Engagement im Erdgashandel verstärkt. So traf sie z. B. im Herbst 1990 mit der russischen Gazprom eine Vereinbarung über die langfristige Vermarktung von russischem Erdgas in Deutschland. Dabei war der „Vertrag über die gaswirtschaftliche Zusammenarbeit“ kurz vor der Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten ein absolutes Novum in der Erdgaswirtschaft: die Kooperation von Firmen aus der russischen und deutschen Energiewirtschaft.

Als Gemeinschaftsunternehmen von Wintershall und Gazprom wurde 1993 die Wingas gegründet. Das über 2.000 Kilometer lange Leitungsnetz wird heute von der Tochtergesellschaft Gascade (ehemals Wingas Transport) betrieben und verbindet die großen Gasreserven Sibiriens und die Erdgasquellen in der Nordsee mit den wachsenden Absatzmärkten in Westeuropa. Im norddeutschen Rehden verfügt Wingas über den größten Erdgasspeicher Westeuropas – mit einem Volumen von über vier Milliarden Kubikmetern Arbeitsgas. Zusätzlich vereinbarten die Partner Wintershall und Gazprom im März 1999, zukünftig gemeinsam Erdöl und Erdgas sowohl in Russland als auch in anderen Ländern zu fördern. 2006 startete Wintershall mit der Erdölförderung in Sibirien.[7] Mit dem deutsch-russischen Joint Venture Achimgaz war Wintershall als erster deutscher Produzent, bei der Förderung von Erdgas direkt in Russland aktiv. 2008 hat das Unternehmen gemeinsam mit der russischen Gazprom die Erdgasproduktion des Gemeinschaftsunternehmens Achimgaz in Sibirien offiziell gestartet. Das deutsch-russische Joint Venture fördert Erdgas und Kondensat aus einem Teilgebiet der namensgebenden Achimov-Formation der Lagerstätte Urengoi. In den nächsten 40 Jahren wird das Gemeinschaftsunternehmen dort insgesamt 200 Milliarden Kubikmeter Erdgas und 40 Millionen Tonnen Kondensat fördern.

Das zweite gemeinsame Erdgasförderprojekt, das 2007 in Betrieb genommene Erdgasfeld Juschno-Russkoje, hat Mitte 2009 die Plateau-Förderung von 25 Milliarden Kubikmeter Gas pro Jahr erreicht. Alle geplanten 142 Produktionsbohrungen sind dort in Betrieb. Das Feld Juschno-Russkoje hat förderbare Reserven von mehr als 600 Milliarden Kubikmetern und ist damit etwa dreimal so groß wie Achimgaz.[8]

In Norwegen hat Wintershall 2008 ihre europäischen Aktivitäten weiter ausgebaut. Bereits mit der ersten eigenen Explorationsbohrung nach dem Erwerb der Revus Energy ASA ist Wintershall vor der Küste Norwegens auf große Vorkommen gestoßen. Mit 53 Lizenzen ist Wintershall einer der größten Lizenzhalter auf den Festlandsockeln von Norwegen. Im Mai 2011 wurde bekannt, dass Wintershall bis zu 126 Millionen Barrel Öl und fünf Milliarden Kubikmeter Gas im Nordmeer gefunden hat.[9]

Die steigende Nachfrage nach Erdgas und die sinkende eigene Förderung machen den Ausbau der Leitungskapazitäten erforderlich. Gazprom, E.ON Ruhrgas und Wintershall schufen mit der Ostseepipeline Nord Stream zusätzliche Transportkapazitäten in Höhe von bis zu 55 Milliarden Kubikmeter Gas. Westeuropa erhielt auf diese Weise eine direkte Anbindung an russische Gasvorkommen. Nord Stream verbindet die russische Ostseeküste bei der Stadt Wyborg mit der deutschen Ostseeküste bei Lubmin. Wintershall ist an dem Projekt mit 20 Prozent beteiligt. Die Pipeline transportiert Erdgas nach Deutschland, von wo es nach Dänemark, Niederlande, Belgien, Tschechien, Großbritannien und Frankreich gelangen kann. Im September 2011 erfolgte eine 15 %-Beteiligung an der durch das Schwarze Meer führenden geplanten Pipeline South Stream.[10]

In Libyen ist Wintershall seit 1958 aktiv und betrieb dort zuletzt acht Ölfelder mit einer Produktion von 100.000 Fass am Tag. Die Produktion wurde wegen der Bürgerkrieg in Libyen 2011 und folgenden Unruhen in Lande am 23. Februar 2011 unterbrochen, im Oktober 2011 fortgesetzt [11] und im Herbst 2013 erneut eingestellt.[12][13]

Im Zusammenhang mit der Krimkrise 2014 ist Alexander Rahr als Senior Advisor der Wintershall Holding GmbH hervorzuheben, da er regelmäßig von Medien zur Lage befragt wird, aber in seiner Rolle als Berater von Wintershall nicht als unabhängig gelten kann.[14]
Zitat Ende

Zum Verkauf des Gasspeichers in Rheden:
http://www.welt.de/print/die_welt/wirtsc...bedenklich.html
http://www.deutschlandradiokultur.de/ene...ticle_id=298086
http://www.focus.de/immobilien/energiesp...id_3681708.html

http://www.gegen-gasbohren.de/
Zitat
Die Korbacher Resolution gegen Fracking erhält immer mehr Unterstützung. Damit wird die Politik in Bund, Ländern und Europa aufgefordert, sämtliche Formen von Fracking zur Aufsuchung und Gewinnung von Erdgas und Erdöl zu bannen und sich mit voller Energie auf die Umsetzung der beschlossenen Energiewende zu konzentrieren. 138 Interessenverbände, Initiativee, Netzwerke und NGOs (Nichtregierungsorganisationen) verzeichnet die Unterstützerliste aktuell, 71 Parteien bzw. Politische Organisationen, 22 Unternehmen sowie 33 Kommunen bzw. Landkreise.

ein weiterer Beitrag im o.a. Link:
Auch die “Botheler Krebsstudie”, die eine um 100 % erhöhte Leukämie- bzw. Lymphomrate bei Männern auf dem Gebiet der Samtgemeinde Bothel, Landkreis Rotenburg/Wümme, ans Licht brachte, lässt den Verdacht aufkommen, dass diese Krebsraten mit der Erdgasproduktion zusammenhängen könnten. Funde von Umweltgiften in der jüngeren Vergangenheit, wie Quecksilber und Benzol, nähren diesen Verdacht. Um dem auf den Grund zu gehen, hat der niedersächsische Umweltminister Stefan Wenzel bei seinem heutigen Besuch in Rotenburg laut dpa ein 4- bis 5-jähriges Untersuchungsprgramm in Aussicht gestellt, bei dem die Umweltbelastung durch rund 400 Erdgasförderplätze unter die Lupe genommen werden soll. Ob der Minister eine Erklärung dafür hat, warum erst eine gravierende Erhöhung von Krankheitsfällen festgestellt werden musste, bevor ein rigides Untersuchungsschema geplant wird, ist nicht bekannt. Die Bundesregierung jedenfalls kann sich überhaupt nicht vorstellen, dass von den Gasförderplätzen irgendeine Gefahr für Mensch und Umwelt ausgehen könnte.

Krebsregister (4)

Zitat
Eine verblüffende Ähnlichkeit

Die Rönnebeck-Anomalie ist kein Einzelfall. Das niedersächsische Krebsregister hat gestern eine Studie über die Krebsfälle in der Samtgemeinde Bothel im Kreis Rotenburg (Wümme) veröffentlicht, die zu überraschenen Ergebnissen geführt hat.

Da in diesem Ort ein erhöhtes Krebsrisiko befürchtet wurde, haben die Krebsforscher die Neuerkrankungen in den Jahren 2003 bis 2012 ausgewertet. Dabei konnten sie bei 14 Untersuchungsgruppen, die sich jeweils auf einzelne Lokalisationen bezogen haben, keine überdurchschnittlich hohen Werte ermitteln. Aber es gab auch eine Ausnahme und die nur bei Männern.

Bei den Leukämien und Lymphomen (C81-C96) waren 21,3 Neuerkrankungen zu erwarten, tatsächlich wurden jedoch mit 41 Fällen fast doppelt so viele Erkrankungen gemeldet.

Wie vermutlich auch bei der Rönnebeck-Anomalie sind für Abweichungen vom Durchschnitt vor allem Multiple Myelome (C90) und Non-Hodgkin-Lymphome (C82-C85) verantwortlich.

Soweit es also Daten über Rönnebeck gibt, besteht eine auffällige Ähnlichkeit bei dem statistisch nachgewiesenen erhöhten Krebsrisiko.

Offen bleibt bisher auch in Bothel die Ursache. Dort vermutet man einen Zusammenhang mit der Erdgasförderung.

Anders als in Bremen will das niedersächsische Krebsregister einer mögliche Verbindungskette zwischen karzinogenen Expositionen und einer überdurchschnittlichen Zahl an Krebserkrankungen jedoch nachgehen und daher die Wohnorte und Arbeitsplätze der Erkrankten erfassen.
Zitat Ende


http://www.blumenthal-zeitung.blogspot.d...-ronnebeck.html
http://www.krebsregister-niedersachsen.d..._2014_09_11.pdf
http://www.kreiszeitung.de/lokales/roten...en-3852115.html
http://www.taz.de/Untersuchung-zu-Krebserkrankungen/!145848/

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RE: Erdgas-/Erdöl-Förderung-Lagerung- Chemikalien-Krebsfälle

#20 von Lola2 , 16.10.2014 23:23

http://www1.wdr.de/daserste/monitor/vide...chhilft100.html

Zitat
Fracking in Deutschland

In Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen sind dennoch vor einigen Jahren schon die ersten Fracking-Genehmigungen erteilt worden. Das Bergamt Niedersachsen beispielsweise genehmigte dem Energiegiganten Exxon bereits im Jahre 2008 erste Bohrungen nach Schiefergas. Da das Bergrecht die Information der Öffentlichkeit nicht vorsieht, wusste kaum jemand Bescheid. So erfuhren Wasserbehörden, Wasserwerke und Bürgervertreter erst aus der Presse, dass im Einzugsbereich der Wasserschutzzone per Fracking nach Gas gesucht wird.

Lesen Sie mehr unter: http://www.zentrum-der-gesundheit.de/fra...l#ixzz3GLHMW8Dk

Tonnenweise Chemikalien bei jedem einzelnen Fracking-Vorgang

In Deutschland wurde in der Sendung Monitor eine Liste mit den beim Fracking eingesetzten teilweise hochtoxischen Chemikalien veröffentlicht.

Die Frac-Flüssigkeit enthält demnach krebserregende, hormonverändernde und stark wassergefährdende Toxine, nämlich: Tetramethylammoniumchlorid, Petroleumdestillate, Octylphenol und Biozide aus der Gruppe der Isothiazolinone.

Tetramethylammoniumchlorid ist laut dem entsprechenden Sicherheitsdatenblatt in die Wassergefährdungsklasse 1 eingestuft, gilt als schwach wassergefährdend, soll jedoch nicht ins Grundwasser, in Gewässer oder in die Kanalisation gelangen, auch nicht in kleinen Mengen. Dennoch kommen pro Fracking-Vorgang 19.000 Tonnen Tetramethylammoniumchlorid zum Einsatz.
Octylphenol ist ein toxischer, persistenter Stoff, der als Phenolharz zur Herstellung von Reifengummi, Druckfarben etc. verwendet wird und in der sog. Wasserrahmenrichtlinie als prioritär eingestuft wird. Das bedeutet, Octylphenol ist wassertoxisch und gehört in die Wassergefährdungsklasse 2. Derzeit macht man sich Gedanken über eine mögliche Umweltverschmutzung mit Octylphenol u. a. über den Reifenabrieb und schlägt Emissionsminderungsmassnahmen vor, um den Stoff weitgehend aus unserer Umwelt fernzuhalten. Wenn nun demnächst pro Fracking-Vorgang 9,5 Tonnen dieses Stoffes eingesetzt werden, dürften sich die Verantwortlichen vor einem mengenmässig ganz neuen Octylphenol-Problem wieder finden.
Biozide aus der Gruppe der Isothiazolinone gehören der höchstmöglichen Wassergefährdungsklasse an, nämlich 3 und sind somit stark wassergefährdend. Isothiazolinone werden als Konservierungsstoffe in Reinigungsmitteln, Klebstoffen, Farben etc. eingesetzt, da sie Mikroorganismen (Bakterien, Pilze) töten.
Beim Menschen führen sie häufig zu einer Kontaktallergie, weshalb sie inzwischen kaum mehr in Körperpflegeprodukten eingesetzt werden. Pro Fracking-Vorgang gelangen 680 Kilogramm dieser hoch wassergefährdenden Stoffe in die Umwelt.

Umweltbehörden: Von Fracking keine Ahnung

Das Gefahrenpotential des Frackings ist folglich unüberblickbar. Dazu kommt, dass sich in Deutschland bislang weder das Umweltbundesamt noch ein Umweltministerium mit den Fracking-Risiken beschäftigt hat. Was sich aus der Kombination Wirtschaftsinteressen und Unwissenheit der Bevölkerung für Mensch und Umwelt entwickeln kann, zeigen uns die USA. Dort ist Fracking seit 10 Jahren Alltag.
Fracking in den USA

In mittlerweile insgesamt 34 Bundesstaaten werden 90 Prozent des amerikanischen Gases mit Fracking-Methoden gewonnen. Im Marcellus Shale, eine Gesteinsformation im Osten Nordamerikas, wo das Fracking an der Tagesordnung ist, soll so viel Gas verborgen sein, dass damit alle US-amerikanischen Eigenheime und Elektrizitätswerke für einen Zeitraum von 20 Jahren versorgt werden könnten. Kein Wunder war Amerika zunächst im "Erdgas-Rausch".

Immerhin schuf der Run auf das riesige Energie-Reservoir in der Tat Tausende Arbeitsplätze und belebte die Wirtschaft sogar in Bundesstaaten wie Wyoming, Texas und Louisiana (Business Week). In Pennsylvania sorgte Fracking allein im Jahre 2009 für Steuereinnahmen in Höhe von 389 Millionen Dollar und sorgte im selben Jahr für 44.000 neue Jobs.

Inzwischen (2014) allerdings hat sich gezeigt, dass die rasende Erdgasförderung per Fracking die Gaspreise derart in die Tiefe fallen liess, dass die USA mittlerweile nicht mehr ganz so enthusiastische Fracker sind und sich nun Gedanken machen müssen, wie sie all ihr Gas am besten per Export an den Mann bringen könnten – beispielsweise nach Deutschland.
Umweltbehörde hält sich raus

In Europa ist man noch ein wenig langsamer und befindet sich erst am Anfang der Entwicklung, die bekanntlich mit grosser Begeisterung einherzugehen pflegt, bevor die Ernüchterung folgt…

Etliche Politiker unterstützen daher massiv die Tiefbohrtechnik und glauben, damit die angespannte Wirtschaftslage rasch hinter sich lassen zu können.

Wenn gleichzeitig jedoch die EPA (Environmental Protection Agency - amerikanische Behörde zum Schutz der Umwelt und der menschlichen Gesundheit) und andere verantwortliche Behörden schweigen, dann kommt der Verdacht auf, dass Ungutes im Verborgenen stattfindet.

Die Business Week schreibt dazu:

Das Bohren nach Gas wird kaum durch die EPA oder andere staatliche oder lokale Behörden überwacht. Diese Behörden haben ihre eigenen Regeln.
Gefahr durch Bohrunfälle

In den betreffenden Gegenden der USA breiteten sich die schädlichen Chemikalien jedenfalls bereits auf Grund von Bohrunfällen aus. Bei einem Unfall gelangten Tausende Liter der Fracking-Flüssigkeit in den Towanda Creek in Bradford County, Pennsylvania. Laut der amerikanischen Nachrichtenagentur AP und dem Nachrichtensender MSNBC versagte die Technik in einer Gasbohrstation der Firma Chesapeake Energy Corp.

Die Flüssigkeit, die nicht sofort zurückgehalten werden konnte, breitete sich auf den umliegenden landwirtschaftlich genutzten Feldern und in die angrenzenden Flüsse aus. Die Energiefirma hat schliesslich das Leck unter Kontrolle bringen können - fünf Tage, nachdem der Unfall geschehen war.
Kontaminierte Wasservorräte

Gegen die Firmen Chesapeake Energy, Chesapeake Appalachia und Nomac Drilling wurden im Namen der Familien aus Bradford County, die ihren Grund und Boden an diese Firmen verpachtet hatten, Anzeigen eingereicht.

Die Familien behaupten laut der Online-Ausgabe des Daily Review (eine Tageszeitung von Pennsylvania), dass sie "täglich neues Leid auf Grund der negativen Auswirkungen des Öl- und Gasbohrens durchmachen" müssten.

Die Klageschriften, verfasst von der Organisation The Marcellus Shale Oil and Gas Litigation Group, geben an, dass die "grob fahrlässig durchgeführten Öl- und Gasbohraktivitäten" das Eigentum sowie die Wasservorräte der Kläger kontaminiert hätten.

Neben grob fahrlässigen Unfällen gibt es undichte Brunnenfundamente im Untergrund oder Lecks an der Oberfläche. Doch auch ohne Unfälle und mehr oder weniger offensichtliche Lecks befürchten Umweltschützer, dass die gefährlichen Fracking-Chemikalien durch das Gestein ins Grundwasser dringen und auf diese Weise die Süsswasserreservoirs kontaminieren können.

Der Film GASLAND führt direkt hinaus auf die Frackingfelder und zeigt, was dort geschieht:
GASLAND - Der Film, der die Augen öffnet

Gasfirmen boten Josh Fox 100.000 Dollar, damit er ihnen sein Land für die Erdgasförderung mittels Fracking verpachte. Fox lehnte ab und entschloss sich stattdessen dazu, einen Dokumentarfilm mit dem Titel "Gasland" zu drehen, um den Menschen zu zeigen, was beim Fracking geschieht.

Bei den Dreharbeiten stiess er auf Leitungswasser, das auf Grund eines hohen Methananteils leicht entzündlich aus den Hähnen floss, auf grosse Wasserflächen voller giftiger Abfallstoffe, an deren Ufer tot das Vieh lag und die Vegetation verschwunden war, auf chronisch kranke Anwohner, die in unterschiedlichen Bohr-Gebieten dieselben auffälligen Symptome aufwiesen sowie auf Gasexplosionen und andere Unfälle, die routinemässig unter den Teppich gekehrt wurden.

In Deutschland sind es jetzt dieselben Gas-Firmen, die uns erzählen, dass Fracking sicher sei und es zu keinen Umweltverschmutzungen kommen könne.
Enge Freundschaften zwischen Politikern und Energie-Lobbyisten

Warum wird Fracking nicht eingestellt? Die wirtschaftlichen Interessen sind zu gross, und einflussreiche Politiker arbeiten Hand in Hand mit den Lobbyisten der Energiewirtschaft.

So berichtete die Nachrichtenseite DCBureau.org in ihrer Dokumentation "The Marcellus Shale: The Politics of Gas" von offensichtlichen Interessenskonflikten der New Yorker Gesetzgeber in Sachen Fracking.

Der Abgeordnete Maurice Hinchey aus New York beispielsweise forderte erfreulicherweise eine rigorose Überwachung des Frackings. Dann aber zeigte sich, dass seine Ehefrau gleichzeitig Lobbyarbeit für die American Association of Professional Landmen betrieb, einer Organisation, die im Namen der Energiefirmen landesweit Pachtverträge abschliesst.

In einem anderen Fall unterstützte der republikanische Senator George Winner Neubewertungen der Gasbohrrichtlinien, die von der Energieindustrie gefordert wurden. Zugleich vertrat seine eigene Anwaltskanzlei den grössten Naturgasförderer in New York.
Fracking-Gesetze: Von Fracking-Konzernen gemacht

Christoph Denton, eine Anwalt, der Dutzende von Grundbesitzern vor Gericht vertritt, berichtete DC Bureau von einem Gesetzesentwurf, formuliert von der Firma Independent Oil and Gas Industry (IOGA) aus New York.

Dieses Gesetz sollte den Energiemultis bei der Fortführung ihrer zweifelhaften Fracking-Praktiken behilflich sein und ihnen erlauben, auf Privatbesitz Bohrungen durchzuführen, auch wenn der Landeigentümer gar nicht damit einverstanden ist. "Es ist ein Entwurf von IOGA," sagte Denton.

Sie schrieben ihn nieder, brachten ihn vor dem Parlament ein, fanden einen Sponsor dafür und setzten es - ohne jegliche parlamentarische Anhörungen - ganz einfach durch.
Frankreich verbietet Fracking

Das französische Parlament hingegen beschloss am 30. Juni 2011, die umstrittene Erdgasförderung per Fracking ganz offiziell zu verbieten. Mit 176 zu 151 Stimmen wurde das neue Gesetz verabschiedet.

Frankreich war damit weltweit das erste Land mit Fracking-Verbot. Im Oktober 2013 wurde das gesetzliche Fracking-Verbot vom Französischen Verfassungsgericht verboten.
Appell gegen Fracking in Deutschland

Wie weit die Verstrickungen von Politik und Wirtschaft in Deutschland oder den übrigen europäischen Ländern bereits gediehen sind, wissen wir nicht.

Nach den ersten Fracking-Projekten von Exxon im Jahr 2008 war anschliessend erst einmal Ruhe, da man auf die passenden Untersuchungsberichte warten musste.

Lesen Sie mehr unter: http://www.zentrum-der-gesundheit.de/fra...l#ixzz3GLI1J300

http://de.wikipedia.org/wiki/Isothiazolinone
http://de.wikipedia.org/wiki/Biozid

http://de.wikipedia.org/wiki/4-tert-Octylphenol ...ist auf der Liste von besonders besorgniserregenden Stoffen
http://de.wikipedia.org/wiki/SVHC - SVHC -Liste der besonders besorgniserregenden Stoffen
http://de.wikipedia.org/wiki/Blasenkrebs...C3.9Fungsmittel
http://de.wikipedia.org/wiki/Karzinogen

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RE: Erdgas-/Erdöl-Förderung-Lagerung- Chemikalien-Krebsfälle

#21 von Lola2 , 22.11.2014 07:49

"Die Norddeutsche" 22.11.2014 - Seite 2 - Lokales

unter Nachrichten in Kürze: Umweltausschuss Burglesum
Zitat
Sicherheit des Kavernenlagers

Eine denkbare Anlegestelle für Ausflugsschiffe in Burg sowie der Betrieb und die Sicherheit des Kavernenspeichers in Burg-Grambke:

Das sind zwei Themen der Sitzung des Burglesumers Beiratsausschusses für Umwelt und Tourismus, der am Dienstag , 25.November tagt.

Die Veranstaltung, die in der Begegnungsstätte Luise Morgenthal , Grönlandstraße 8, stattfindet, beginnt um 18.30 Uhr.
Weitere Auskünfte unter 0421/3617101

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"Anlieger dürfen auf Entschädigung hoffen "

#22 von Lola2 , 23.11.2014 14:50

http://www.oz-online.de/-news/artikel/13...aedigung-hoffen

Zitat
Barbara Glowatzki (von links) und Henriette Remmers von der BI, die CDU-Bundestagsabgeordnete Gitta Connemann und BI-Vorsitzer Gerd Santjer freuten sich über den Erfolg ihrer Arbeit. Bild: Mittmann

Von Michael Mittmann
Ein Entwurf schlägt die Änderung des Berggesetzes zugunsten der Anwohner von Kavernen vor. Bisher müssen sie im Falle von Schäden an Häusern und Grundstücken selbst nachweisen, wer dafür verantwortlich ist. Nun gibt es einen Änderungsvorschlag.

Soltborg - Für die Bürgerinitiative (BI) „Rheiderland up Stee“, die sich für die Rechte von Anwohnern der Kavernen in Jemgumkloster einsetzt, ist Licht am Ende des Tunnels zu erkennen. Es gibt einen Gesetzesentwurf, der ihre rechtliche Situation im Falle von Schäden an Häusern oder Ländereien entscheidend verbessert. Der sogenannte Referentenentwurf aus dem Bundeswirtschaftsministerium ist noch ganz frisch: Er stammt vom vergangenen Donnerstag. Die CDU-Bundestagsabgeordnete Gitta Connemann aus Leer stellte ihn am Freitag in Soltborg vor. Mit dabei waren Barbara Glowatzki, Henriette Remmers und Gerd Santjer von der BI „Rheiderland up Stee“. Nach dem Entwurf soll das Bergrecht künftig nicht nur für klassische Bergwerke, sondern unter anderem auch für Erdgas-Kavernen gelten. Nach den Regelungen des Bergrechts müssen die Betreiber von Bergwerken für die Schäden an Häusern und Grundstücken von Anliegern aufkommen – es sei denn, sie können nachweisen, dass sie nicht dafür verantwortlich sind.

Für Kavernen gilt diese Regelung bisher ausdrücklich nicht. Im Falle von Schäden müssen die Anlieger dem betreffenden Unternehmen nachweisen, dass es diese verursacht hat. Im Falle der Erdgasspeicher von Jemgumkloster ist das ein Ding der Unmöglichkeit: Es gibt mehrere Firmen, die dort mit dem Bau von Kavernen und Gasleitungen zu tun haben.
Zitat Ende

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"Deutschland setzt auf Salzkavernen"

#23 von Lola2 , 05.12.2014 14:53

http://www1.wdr.de/fernsehen/aks/themen/oelspeicher100.html

Zitat
Lagerstätten für Gas und Öl-Reserven: Deutschland setzt auf Salzkavernen

Damit bei uns im Notfall Öl und Gas bereit stehen, gibt es verteilt auf ganz Deutschland unterirdische Lagerstätten, meist in Salzkavernen. In ihnen wird neben Öl vor allem Gas gespeichert. Zwei dieser Standorte liegen in NRW.

Öl und Gasreserven in Salzvorkommen einzulagern, ist in Deutschland weit verbreitet. Meist sind es sogenannte Kavernen, die dafür genutzt werden. Solche Kavernen entstehen, indem Wasser über Bohrleitungen in das Salz gepumpt wird. Dort löst es das Salz, das dann als Sole zu Tage gefördert wird. Es bleibt ein unterirdischer Holraum, den man mit Gas oder Öl auffüllt. Mehr als die Hälfte aller deutscher Lagerstätten liegen in Salz. Für Öl ist es die einzige Form der Lagerung in Deutschland: Zwölf Standorte mit 103 Kavernen sind es bundesweit, in denen überwiegend die nationalen Ölreserven lagern.
Zitat Ende
In Bremen Lesum gibt es 5 Kavernen

http://www.weser-kurier.de/region/die-no...id,1000393.html
Zitat
Im Salzstock an der Lesum lagern rund 1,1 Millionen Tonnen Rohöl
Experte: Kavernen sind sicher
Klaus Grunewald 28.11.2014 0 Kommentare

Nach dem Austritt von Rohöl aus unterirdischen Speichern im ostfriesischen Etzel im Dezember 2013 sowie im Münsterland im April dieses Jahres haben Umweltschützer deren Sicherheit angezweifelt. Die Nord-West-Kavernengesellschaft (NWKG) gibt indes Entwarnung für ihre fünf Salzstock-Kavernen in den Burger Lesumwiesen. Während einer Sitzung des Burglesumer Beiratsausschusses für Umwelt, Tourismus, Sport und Vereine versicherte der bei der NWKG für Arbeitssicherheit und Umweltschutz zuständige Ingenieur Thomas Piter, von ihnen gehe keine Gefahr für Mensch und Umwelt aus.
Zitat Ende


http://m.zdf.de/ZDF/zdfportal/xml/object/35933992

Tickende Zeitbomben
Wie gefährlich sind Speicher unter Tage?


...Ab 13 Min 30 sec wirds sehr interessant... " !!!!!!

Der ganze Film ist interessant und gibt einen Einblick in das Kavernengeschäft und wohin die Forschung geht....
....wo bleibt der Bürger?

...und wer sich für die IVG interessiert, hat vielleicht Lust hier noch etwas zu lesen IVG: ..was war vor 20 Jahren? - 1993 (18)
..die IVG Caverns wurde aus der IVG AG herausgelöst und die IVG AG ..na ja kann ja jeder selbst lesen......


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zuletzt bearbeitet 05.12.2014 | Top

..Beitrag von der B.I. Lebensqualität Horsten-Etzel-Marx e.V.

#24 von Lola2 , 27.08.2015 16:06

http://m.wn.de/Muensterland/Kreis-Borken...wir-befuerchten

Zitat
Do., 27.08.2015
Anlieger fordern Erklärung - ohne Erfolg: „Was müssen wir befürchten?“
Gronau-Epe  -
Eine mögliche Alternativnutzung der Kavernen betrachtet die Interessengemeinschaft Kavernenfeld mit großer Sorge. Von Klaus Wiedau

Eine mögliche Alternativnutzung der Kavernen betrachtet die Interessengemeinschaft Kavernenfeld mit großer Sorge. Sensibilisiert hat die Mitglieder ein ZDF-Bericht, in dem es um eine Entsorgung von giftigen Rückständen einer Müllverbrennungsanlage geht, die zusammen mit Sole zur Verfüllung von Salzkavernen in Staßfurt (Sachsen-Anhalt) genutzt werden sollen. Diese Vorgehensweise sei erforderlich, um den Einsturz der dortigen Kavernen langfristig zu verhindern, da sich dieses Gemenge auf Dauer zu einer Festmasse entwickle. Außerdem dürfe solcher Giftmüll nur in Salzkavernen eingelagert werden – so argumentieren laut Interessengemeinschaft zumindest übereinstimmend die für Staßfurt zuständige Bezirksregierung und der Giftmüllentsorgungsbetrieb, der den Testbetrieb einer solchen Einlagerung bereits aufgenommen hat.
Zitat Ende


Immer daran denken, dass in Bremen Kavernen an der Lesum sind!!!!

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"Milliardenklage gegen US-Firma"

#25 von Lola2 , 25.09.2015 15:59

http://www.ndr.de/nachrichten/niedersach...a,etzel364.html

Zitat

Stand: 25.09.2015 08:43 Uhr - Lesezeit: ca.2 Min.
Erdgasspeicher: Milliardenklage gegen US-Firma

Das Unternehmen Truvia, das 70 Erdgasspeicher in Etzel (Landkreis Wittmund) unterhält, hat in den USA eine Klage gegen einen US-Lieferanten eingereicht. Die Betreiberfirma wirft der US-Firma vor, fehlerhaftes Material geliefert zu haben. Bei den gelieferten Förderrohren sei die Gefahr groß, dass Erdgas austrete. Es bestehe dadurch in Etzel ein Schadensrisiko in katastrophalem Ausmaß. Im Frühjahr und im August 2014 seien bereits Eisenstränge gerissen, in denen Salzwasser aus den Kavernen gepumpt wird. Das niedersächsische Landesbergbauamt sieht offenbar aber keine Gefährdung.





Stichwort Etzel

Die Kavernenanlage in Etzel gehört zu den größten Öl- und Gaslagerstätten in Europa. Die Kavernen liegen im Salzstock Etzel in 1.000 Meter Tiefe. Bereits seit 40 Jahren werden hier Rohöl und Gas gelagert. Mittlerweile sind es mehr als 50 Kavernen; davon werden 29 für die Erdgas- und 23 für die Rohölspeicherung genutzt. Insgesamt plant die Betreibergesellschaft 144 dieser unterirdischen Speicheranlagen. Mit dem zunehmenden Ausbau der Speicher nimmt die Sorge der Anwohner zu: Sie befürchten vor allem eine Absenkung des Bodens. In der Anlage lagern laut Betreiber seit Mai 2012 etwa zehn Millionen Kubikmeter Erdöl. Es ist eine Art Notreserve - auch für andere europäische Länder wie etwa Belgien, die Niederlande und Portugal. Im Bedarfsfall könne das Rohöl über Wilhelmshaven in die entsprechenden Länder verschifft werden. So solle die Versorgungssicherheit gewährleistet werden.


Immer wieder Pannen in Etzel

Die Gas- und Ölspeicher in Etzel stehen seit Jahren in der Kritik. Immer wieder war es in der Vergangenheit zu Pannen gekommen. Im Frühjahr dieses Jahres war es dort zu einem schweren Ölunfall gekommen. Anwohner hatten sich nach den Vorfällen immer wieder massiv über die unterirdischen Speicheranlagen beklagt und auf die Sicherheitsrisiken hingewiesen.
Zitat Ende

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"Etzel-Störfälle werden Fall für US-Justiz"

#26 von Lola2 , 26.09.2015 14:58

http://www.weser-kurier.de/region_artike...id,1217232.html

Zitat

Kavernenbetreiber warnt vor Gefahren seiner Anlage und verklagt Lieferanten wegen defekter Ausstattung
Etzel-Störfälle werden Fall für US-Justiz
LISA BOEKHOFF 26.09.2015 0 Kommentare

Es ist eine merkwürdige Geschichte. Nach einem verheerenden Unfall 2013 und mehreren Zwischenfällen im Erdgas- und Ölspeicher in Etzel im Kreis Wittmund warnt nun der Betreiber Triuva selbst vor der Anlage. Er verklagt den Konzern, der Bauteile für seine Kavernen im Salzstock geliefert hat und spricht dabei von nichts weniger als der Gefahr für Mensch und Natur. Nach dem Öl-Unfall waren im Februar und August des Folgejahres im Erdgasspeicher gleich zwei Förderstränge gebrochen, mit denen Salzwasser aus den Kavernen gepumpt wird. Dafür macht Triuva den US-Konzern Baker-Hughes verantwortlich.
Zitat Ende

http://m.zdf.de/ZDF/zdfportal/xml/object/35933992

Tickende Zeitbomben
Wie gefährlich sind Speicher unter Tage?

...Ab 13 Min 30 sec wirds sehr interessant... " !!!!!!

Der ganze Film ist interessant und gibt einen Einblick in das Kavernengeschäft und wohin die Forschung geht....
....wo bleibt der Bürger?

...und wer sich für die IVG interessiert, hat vielleicht Lust hier noch etwas zu lesen IVG: ..was war vor 20 Jahren? - 1993 (18)
..die IVG Caverns wurde aus der IVG AG herausgelöst und die IVG AG ..na ja kann ja jeder selbst lesen......



++++++++++++++++++++++++++++++++

Wie sicher sind die Kavernen an der Lesum?

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RE: "Etzel-Störfälle werden Fall für US-Justiz"

#27 von Lola2 , 26.09.2015 15:23

http://www.bloomberg.com/news/articles/2...on-german-field

Zitat
Baker Hughes Sued Over Defective Equipment in $2.5 Billion German Field


September 22, 2015 — 6:07 PM CEST
Updated on September 23, 2015 — 4:45 AM CEST
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Faulty valves pose `grave risk of harm,' German company says
Triuva owns gas-storage caverns under Etzel, Germany

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Baker Hughes Inc. used the wrong kind of steel in safety valves installed in a $2.5 billion German underground gas storage field, where ruptures last year rendered some caverns inoperable and threaten to make the entire facility worthless, according to a lawsuit.

Triuva Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH, which owns 47 natural-gas storage caverns in a massive salt-dome under Etzel, Germany, that warehouses 15 percent of the country’s gas supply, claims Baker Hughes supplied defective safety valves that “can crack wide open” if welded into place in a corrosive environment, according to a complaint filed Monday in Houston federal court.

The defective equipment represents “a grave risk of harm with potentially catastrophic consequences,” because a rupture might result in the release of natural gas into the atmosphere and a potentially large fire, Triuva said in the complaint.

Baker Hughes’s German unit has “been in close contact” with the operator of the two Triuva caverns that experienced safety-valve ruptures last year and provided “technical support on an as needed basis,” Melanie Kania, a spokeswoman for the Houston-based company, said in an e-mailed statement.

Kania declined to comment further, citing Baker Hughes policy against discussing current and pending legal proceedings.

The parts were allegedly made from a type of steel normally used in short-term deep-water jobs, where systems are threaded and bolted together. The material is unsuitable for permanent underground systems, as it is difficult to weld properly and welding causes microscopic changes that leave the pipes prone to corrosion cracks, Triuva said.

Baker Hughes’s safety valves were installed in 2009 and 2010 in 30 of Triuva’s caverns. Two of the valves ruptured in February and November of last year, allegedly along defective welds. Those caverns are now unusable and the safety of the remaining gas storage chambers has been put into question, unless the faulty parts can be switched out for ones made from the right steel, Triuva said.

“It is a dangerous material to use in a welded installation,” Mark Holscher, a lawyer who represents the German firm, said in the complaint. “But rather than spend the time, effort and money” to design a safe system using proper materials, Baker Hughes put Triuva’s “property, other individuals and the public at risk” by selling safety valves it knew were “at serious risk of rupture or blowout” if welded.

Baker Hughes managers and engineers met with Triuva in Germany from October to May, but the oilfield supplier has so far “refused to repair, replace or remediate the defective products or assume any responsibility for their failure,” Holscher said.

If German mining regulators yank Triuva’s licenses because they decide the caverns can’t be safely operated, the company says its entire $2.5 billion Etzel investment might become “effectively worthless,” the company said.

In its 2014 annual report, Baker Hughes disclosed a company investigation into “possible equipment failures” with products sold to an unidentified natural-gas storage customer in its division covering Europe, Africa and Russia’s Caspian region.

In footnotes to its financial statements, the oilfield supplier said Feb. 26 it was investigating causes of possible equipment failures in those systems, as well as potential repair or replacement options. The company said it has sold similar products for use in other customers’ natural-gas storage systems in the same regions. It said it couldn’t reasonably estimate what effect the outcome of those investigations would have on the company’s finances.

Triuva said it will ask a jury to award triple damages to punish Baker Hughes for selling safety-valve systems it claims the supplier should have known would fail.

The case is Triuva Kapitalverwaltungsgesellschaft Mbh v. Baker Hughes Inc., 15-cv-02744, U.S. District Court, Southern District of Texas (Houston).
Zitat Ende

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RE: "Etzel-Störfälle werden Fall für US-Justiz"

#28 von fight4yrights , 27.09.2015 08:13

Hallo Lola,
du fragst:

Zitat
Wie sicher sind die Kavernen an der Lesum?



Die Kavernen sind so sicher, wie
1. die super Abgaswerte von Dieselautos
2. die korrekte Flächenangabe beim Havenhövt
3. die explodierte Fabrik in Ritterhude
4. "wir schaffen das"
5. Glyphosat, das nur Unkraut tötet
6. die Rente (mit 70, 71, 72....)
usw.,usw., usw....
Sicher ist, dass wir von vorne bis hinten betrogen und belogen werden.
Sicher ist auch, dass die, die den Betrug aufdecken gefährlicher sind, als die, die den Betrug begehen.
Schönen Sonntag

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