Kraftwerk Farge (Quelle: wikipedia)

"Sorge um Wasserqualität"

#31 von Lola , 25.02.2016 20:32

http://www.weser-kurier.de/region/die-no...id,1319074.html

Zitat

Grüne: Grenzwerte müssen Mensch und Natur schützen
Sorge um Wasserqualität
Hannelore Johannesdotter 23.02.2016 0 Kommentare

Der Kreisverband Wesermarsch der Partei Bündnis 90/Die Grünen macht sich Sorgen, dass sich die Wasserqualität der Weser möglicherweise verschlechtern könnte. Hintergrund ist die geplante Schwächung des Gewässerschutzes in deutschen Flüssen, die in den nächsten Wochen im Bundesrat debattiert werden soll.

Wie Kreissprecher Dragos Pancescu von den Grünen erläutert, hat der Wirtschaftsausschuss des Bundesrats auf Antrag des Landes Sachsen-Anhalt eine entsprechende Vorlage zur Abstimmung in der Länderkammer verabschiedet. Demnach soll der Orientierungswert für Chlorid, also Salze, in der bestehenden Verordnung zum Schutz von Oberflächengewässern gestrichen werden. „Damit wären dem Salzgehalt deutscher Flüsse – auch in der Weser – in der Regel keine Grenzen mehr gesetzt“, so der Grünen-Politiker.

Die Wesermarsch-Grünen sehen hinter der Absicht ganz klar einen Wunsch aus der Wirtschaft. In diesem Fall den des Weltkonzerns K + S AG (früher Kali + Salz AG) mit Hauptsitz in Kassel. Der weltgrößte Salzproduzent leitet, wie berichtet, salzlaugehaltige Abwässer in die Werra ein. „Wir begrüßen die strikte Ablehnung der Pläne durch das Land Niedersachsen außerordentlich“, so Pancescu. „Eine Salzgrenze-Aufhebung per Bundesratsbeschluss ist ein fatales Signal für unsere Rechtssprechung. Wenn so ein Verfahren Schule macht, braucht man keine Rechtsprechung mehr. Dann wenden sich Konzerne an die Politik, die die Wünsche der Konzerne gesetzlich legitimiert“, so Pancescu.

Der Grünen-Kreissprecher denkt noch weiter: „Wir stellen uns offen die Frage, ob dieser Vorstoß aus Sachsen-Anhalt, die Salzgrenzen aufzuheben, nicht eine weitere Absicht verfolgt: nämlich die Weservertiefung über diesen Schleichweg zu ermöglichen?“ Die Grünen sehen sich in dieser Vermutung dadurch bestärkt, dass Wirtschaftsminister Hartmut Möllring von Sachsen-Anhalt, der den Antrag eingebracht hat, früher CDU-Landtagsabgeordneter in Niedersachsen und ein Befürworter der Weservertiefung gewesen sei. „Die Weservertiefung darf nicht durch die Hintertür kommen“, schreiben die Grünen in einer Pressemitteilung. „Die Grenzwerte dürfen nicht an die Wünsche der Industrie angepasst werden, sondern sie sind dazu da, die Bedürfnisse von Mensch und Natur zu schützen“, so Pancescu abschließend.
Zitat Ende

Was sagt denn der Grüne Umweltsenator aus Bremen zu diesem Thema?

Überhaupt nichts?

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"Grüne kritisieren K + S"

#32 von Lola , 01.03.2016 07:31

http://www.weser-kurier.de/region_artike...id,1324539.html

Zitat
Fraktionen fordern mehr Schutz von Weser und Werra
Grüne kritisieren K+S
Peter Mlodoch 01.03.2016 0 Kommentare

Die Grünen in Niedersachsen und Bremen haben vor Abstrichen bei dem geplanten Maßnahmenpaket zur Salzreduzierung von Werra und Weser gewarnt. „Wir werden dem Bewirtschaftungsplan nur zustimmen, wenn dieser zu einer echten Entlastung der beiden Flüsse führt“, sagte Niedersachsens Fraktionschefin Anja Piel dem WESER KURIER. Sie kritisierte den Kali-Produzenten K+S, der sich gegen alle technischen Vorschläge zur Minimierung seiner Salz-Abwässer mit dem Argument Arbeitsplätze sträube. „Umweltschutz kostet Geld. Aber gerade ein Unternehmen mit derart hohen Umsätzen steht dafür in der Verantwortung.“

Piels Bremer Kollegin Maike Schaefer verwies darauf, dass die Kali-Abwässer nicht nur zu ökologischen Problemen, sondern auch zu wirtschaftlichen Schäden führten. „Unsere technischen Bauten leiden wegen des hohen Salzgehalts extrem unter Korrosion“, erklärte Schaefer mit Blick auf Wasserkraftwerke und das Bremer Stahlwerk, das Kühlwasser aus der Weser entnehme. „Wir müssen daher vor Ort an den Kali-Produktionsstätten technisch für eine Verminderung der belasteten Abwässer etwa durch Eindampfen sorgen.“ Nur so ließen sich die verbindlichen Ziele der EU-Wasserrichtlinie erreichen.
Zitat Ende


...Spundwände, Kaianlagen und viele Bauwerke die dem Weserwasser ständig ausgesetzt sind werden von Korrosionsschäden bedroht.


Wasserwerk Blumenthal......Rothenburger Rinne.. WASSERWERK PANZENBERG
Beitrag 5 - Ein Interview mit Kay Hammer, Teamleiter Grundwasserversorgung und Trinkwasserschutz beim Senator für Bau, Umwelt und Verkehr.

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"Die Weser ist in keinem gutem Zustand"

#33 von Lola , 02.03.2016 14:55

http://www.weser-kurier.de/region_artike...id,1324884.html

Zitat
Interview über Flussvertiefung
„Die Weser ist in keinem guten Zustand“
Hans-Peter Mlodoch 02.03.2016 0 Kommentare

Im Interview mit dem WESER-KURIER sprechen die Grünen-Fraktionschefinnen aus Bremen und Niedersachsen über die Flussvertiefung und weitere Streitthemen beider Länder.

Im ersten Teil des Interviews ging es um das Thema "länderübergreifend Krankenhausplanung"

Zitat
Noch ein Zwist: Rot-Grün in Bremen steht einer Vertiefung der Unterweser skeptisch gegenüber; die niedersächsische SPD in Gestalt des Ministerpräsidenten und des Wirtschaftsministers will dagegen ausbaggern, um den Hafen Brake zu stärken. Welche Rolle spielen die Landes-Grünen?

Piel: Jetzt warten wir erst einmal das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts ab. Daraus werden wir dann gemeinsam mit unserem Koalitionspartner die notwendigen Schlüsse ziehen, insbesondere die Belange von Umweltschutz und Wirtschaft gegeneinander abwägen. In den rot-grünen Koalitionsverträgen sowohl in Bremen als auch in Niedersachsen ist eine Zurückhaltung gegenüber neuen Flussvertiefungen fixiert.

Schaefer: Kein Abschnitt der Weser befindet sich in einem guten ökologischen Zustand; weder Unterweser, noch Außenweser entsprechen der EU-Wasserrahmenrichtlinie. Die Hürden für neue Vertiefungen sind daher extrem hoch. Außerdem haben beide Länder einen gemeinsamen Tiefwasserhafen. Die intensivere Nutzung des Jade-Weser-Ports in Wilhelmshaven und eine stärkere norddeutsche Hafenkooperation würden weitere Baggereien überflüssig machen.

Piel: Und da ist SPD-Wirtschaftsminister Olaf Lies mit an Bord. Wir brauchen für unsere Häfen ein gemeinsames Konzept, bei dem nicht das Kirchturmdenken, sondern die Arbeitsplätze insgesamt im Mittelpunkt stehen, bei dem Umwelt- und Wirtschaftspolitik zusammengebracht werden.

Im Kampf gegen die Weser-Versalzung ziehen beide Länder an einem Strang, bei der Trinkwasser-Versorgung gibt es dagegen Ärger. Der Landkreis Verden kritisiert, dass Bremen ihm im wahrsten Sinne des Wortes das Wasser abgräbt.

Schaefer: Bremen muss seine Daseinsvorsorge gewährleisten. Wir müssen 85 Prozent unseres Trinkwassers aus dem niedersächsischen Umland importieren. Uns sind die ökologischen Probleme bewusst. Der Grundwasserspiegel bei Verden hat sich um neun Meter abgesenkt. Dort findet gleichzeitig konventionelle Erdgas-Förderung statt – mit all den Problemen, die das für den Trinkwasserschutz hat. Gemeinsam mit den Grünen aus Verden setzen wir uns daher für eine Prüfung von Alternativen ein. Wir schauen also nach anderen Standorten, woher Bremen sein Trinkwasser beziehen kann. Delmenhorst und auch Bremerhaven produzieren mehr Trinkwasser, als sie selbst verbrauchen.
Zitat Ende

Das Interview endet mit dem Thema über den Vertrag mit Muslimen.

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"Staatsanwaltschaft will 325 Millionen von K + S"

#34 von Lola , 03.03.2016 07:40

http://www.weser-kurier.de/startseite_ar...id,1326029.html

Zitat


Kassel
Staatsanwaltschaft will 325 Millionen von K+S
DPA 03.03.2016 0 Kommentare

Wegen Gewässerverunreinigung soll der Kali-Produzent K+S einem Bericht zufolge 325 Millionen Euro zahlen. Diese Abschöpfung von Einnahmen fordert die Staatsanwaltschaft in Meiningen in der Anklage gegen Manager des Dax-Konzerns, wie die „Wirtschaftswoche“ berichtet
Zitat Ende


Ich habe noch etwas gegoogelt und weitere Beiträge zu diesem Thema gefunden, die man aufrufen kann:

http://www.wiwo.de/unternehmen/industrie...o/13042224.html
Zitat
Die Staatsanwaltschaft wirft K+S-Chef Norbert Steiner und seinem Aufsichtsratsvorsitzenden Ralf Bethke vor, auf Behördenvertreter eingewirkt zu haben, um eine Genehmigung zur Versenkung der Salzabfälle unter der thüringischen Gemeinde Gerstungen zu erlangen. Dabei hätten sie alternative Entsorgungsmöglichkeiten der Salzabfälle aus Kostengründen verworfen und aus Gewinnsucht gehandelt. Auch dazu will sich K+S nicht äußern.


http://www.handelsblatt.com/unternehmen/...n/13022516.html
Zitat
K+S
Kali-Vorstand Radmacher verlässt den Konzern
Datum:

26.02.2016 15:05 Uhr

Der für Kali- und Magnesiumprodukte zuständige Vorstand Andreas Radmacher verlässt den Kali- und Salzproduzenten K+S zum 29. Februar. Konzernchef Norbert Steiner übernimmt vorübergehend Radmachers Aufgaben.
Zitat Ende


http://www.abendzeitung-muenchen.de/inha...39a79a5d5a.html
Zitat


Die Staatsanwaltschaft Thüringen verklagt den Konzern K+S auf 325 Millionen Euro, weil er unerlaubt 9,5 Kubikmeter Salzabwasser in den Erdboden gepumpt haben soll. Über die Zulassung der Anklage wird noch entschieden.

Kassel/Meiningen - Wegen Gewässerverunreinigung soll der Kali-Produzent K+S einem Bericht zufolge 325 Millionen Euro zahlen.


http://www.onvista.de/news/magazin-staat...on-k+s-26601527

Zitat
Die Staatsanwaltschaft hatte Mitte Februar wegen des Verdachts der unerlaubten Abfallentsorgung Anklage erhoben. Gegen wen genau Anklage erhoben wird, wollten bislang weder die Staatsanwaltschaft noch das Landgericht kommentieren. Ausgangspunkt ist eine Strafanzeige der thüringischen Gemeinde Gerstungen aus dem Jahr 2008. Sie wirft K+S vor, von 1999 bis 2007 insgesamt 9,5 Millionen Kubikmeter Abfall, insbesondere Salzlauge, in unterirdische Gesteinsschichten der Gerstunger Mulde versenkt zu haben. Tatsächlich seien die erforderlichen Voraussetzungen zur Versenkung von Kaliabwässern nach dem Wasserrecht nicht gegeben gewesen. Die wasserrechtliche Erlaubnis für K+S erteilte damals aber das Thüringer Landesbergamt. Das Unternehmen hält die Vorwürfe deshalb für unbegründet. K+S steht bei Umweltschützern bereits seit Jahren in der Kritik wegen des Umgangs mit seinen salzigen Abwässern, die bei der Kaligewinnung anfallen.
Zitat Ende

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"Schwere Anschuldigungen gegen K+S-Spitze"

#35 von Lola , 05.03.2016 18:15

http://www.weser-kurier.de/bremen/bremen...id,1328118.html

Zitat


Anklage wegen Trinkwasser-Verunreinigung
Schwere Anschuldigungen gegen K+S-Spitze
TIMO LINDEMANN UND MARCO HADEM 05.03.2016 0 Kommentare

Weil der Kali-Produzent K+S über Jahre Trinkwasser mit Salzabwasser verunreinigt haben soll, sind K+S-Chef Norbert Steiner und der Aufsichtsratsvorsitzende Ralf Bethke angeklagt worden.

Weil der Kali-Produzent K+S über Jahre Trinkwasser mit Salzabwasser verunreinigt haben soll, sind K+S-Chef Norbert Steiner und der Aufsichtsratsvorsitzende Ralf Bethke angeklagt worden. Die Staatsanwaltschaft im thüringischen Meiningen wirft ihnen Gewässerverunreinigung und unerlaubten Umgang mit Abfällen vor.

Die Anklage war bereits seit einiger Zeit bekannt, allerdings bestätigte die Staatsanwaltschaft erst jetzt, dass sich die Vorwürfe auch gegen die beiden Topmanager richten. Angeklagt sind insgesamt 14 K+S-Mitarbeiter, darunter auch weitere Vorstandsmitglieder, sowie zwei Mitarbeiter und ein ehemaliger Mitarbeiter des Thüringer Landesbergamtes. K+S wollte sich dazu nicht äußern. Im September 2015 hatten Ermittler wegen des Verdachts illegaler Abfallentsorgung Büro- und Geschäftsräume von K+S sowie zwei Privathäuser durchsucht.

Falsche Gutachten

Es geht um 9,5 Millionen Kubikmeter Salzabwasser, die K+S von 1999 bis 2007 in eine poröse Gesteinsschicht unter der thüringischen Gemeinde Gerstungen gepumpt haben soll. Dadurch habe K+S das „vorkommende natürliche Salzwasser, aber auch das Trinkwasser nachhaltig verunreinigt“, so die Auffassung der Staatsanwaltschaft.

Diese Art der Abwässerentsorgung sorgt seit Langem für Ärger: Seit den 20er-Jahren sind etwa eine Milliarde Kubikmeter unter das Kalirevier gepresst worden.

Am Schluss des Artikels heißt es:

"Deutschland hat sich verpflichtet, Werra und Weser bis spätestens 2027 wieder in einen natürlichen Zustand zu versetzen. Über den Weg dahin herrscht zwischen den Beteiligten noch große Uneinigkeit. So war etwa eine Salz-Rohrleitung geplant, die Niedersachsen jedoch ablehnte."


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zuletzt bearbeitet 05.03.2016 | Top

"K + S will mehr Salz in die Weser pumpen"

#36 von Lola , 30.03.2016 07:14

http://www.weser-kurier.de/bremen/bremen...id,1344287.html

Zitat

Empörung über Pipeline-Pläne
K+S will mehr Salz in die Weser pumpen
Peter Mlodoch 30.03.2016 0 Kommentare

Das von den Weser-Anrainerländern beschlossene Paket zur Salzreduzierung in Werra und Weser wird von allen Seiten massiv kritisiert. Der Kaliproduzent K+S plant mehr Salz in die Weser pumpen zu wollen.



Umweltschützer sprechen von Etikettenschwindel, der Kaliproduzent K+S droht mit Klage: Das von den Weser-Anrainerländern beschlossene Paket zur Salzreduzierung in Werra und Weser stößt auf Kritik von allen Seiten. Für zusätzlichen Zündstoff sorgt die Wiederaufnahme des Raumordnungsverfahrens für ein 135 Kilometer langes Abwasserrohr in die Oberweser. „Das Vorgehen des Regierungspräsidenten in Kassel widerspricht allen Erwartungen – auch der Weser-Ministerkonferenz“, erklärt Niedersachsens Umweltminister Stefan Wenzel (Grüne). Ebenfalls empört über K+S ist sein Bremer Amts- und Parteikollege Joachim Lohse.

„Richtig und wichtig“ nennt dagegen K+S-Sprecher Ulrich Göbel den Schritt. „Wir dürfen keine weitere Zeit verlieren.“ Gleichzeitig bekräftigt er, dass das Unternehmen gegen jede Einschränkung der Produktion gerichtlich vorgehen werde. „Es geht um unsere Wettbewerbsfähigkeit und den Erhalt vieler Arbeitsplätze.“

Der Beitrag endet mit einem Aussage von Bremens Umweltsenator Lohse:

"Im übrigen habe man zwei Riegel eingebaut: Zum einen müsse der Chlorid-Grenzwert von 300 Milligramm pro Liter immer auch am Messpegel Boffzen auf niedersächsischer Seite eingehalten werden. Zum anderen begrenze der Ministerbeschluss den jährlichen Durchlauf auf 800000 Kubikmeter pro Jahr. Dies müsse laut Erlass der hessischen Kollegen auch ins Raumordnungsverfahren für die Oberweser-Pipeline einfließen. Gleichwohl kritisiert der Bremer Umweltsenator das Vorgehen von K+S als Katz-und Maus-Spiel. Man setze dort immer wieder auf Zeit und behaupte, dass die Maßnahmen zur Reduzierung der Salzeinträge technisch nicht leistbar seien.

„Man muss es nur wollen, dann geht es auch“, sagt Lohse. Das Unternehmen erwirtschafte dicke Gewinne und schütte seinen Aktionären hohe Dividenden aus. Dennoch agiere man noch wie zu Kaisers Zeiten und glaube offenbar, das Umweltmedium Wasser gratis für die Entsorgung seiner Produktionsabfälle nutzen zu können, meint Lohse. „Dabei gilt das Verursacherprinzip: Wer verschmutzt, muss dafür auch bezahlen.“
Zitat Ende

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unterne...e-a-845290.html
Zitat
" In der Werra gilt der Salz-Grenzwert von 1942

Besonders kurios: Der Grenzwert für die Werra gilt seit 1942. Damals, mitten im Zweiten Weltkrieg, hatte man ihn eigens für die Belange der Kriegsproduktion erhöht. Davor lag er bei 1.781 Milligramm. K+S hat bereits vor längerem angekündigt, die Chloridbelastung bis 2015 auf 1.700 Milligramm pro Liter zu verringern.

Sofern K+S dieses Ziel erreicht, kann man dem Unternehmen also dazu gratulieren, im Jahr 2015 den Grenzwert von vor 1942 einzuhalten.


Von einem gesunden Gewässer ist die Werra damit aber noch weit entfernt. Und auch wenn die EU-Kommission jetzt tätig wird, so ist sie doch nicht ganz unschuldig an dem Dilemma: Denn die Wasserrahmenrichtlinie schreibt zwar vor, dass alle europäischen Gewässer bis 2015 in "gutem Zustand" sein müssen. Wenn das allerdings nicht gelingt, gibt es Aufschub bis 2027. Und selbst dann müssen die Gewässer nicht auf ganzer Länge Quellqualität haben. Die EU erlaubt dann nämlich die Festlegung "geringerer Umweltziele". Lauter potentielle Schlupflöcher für K+S.

Die Aktionäre haben mit K+S prächtig verdient

Für das Unternehmen würde ein niedrigerer Grenzwert bedeuten, dass es auch weniger Abwässer in die Werra einleiten kann. Weil aber auch die Kapazitäten des Bodens weitgehend erschöpft sind, bliebe K+S nur, generell weniger Kaliabfall zu produzieren. Das ist je nach Zusammensetzung des Rohsalzes mit verschiedenen technischen Verfahren durchaus möglich - doch die Anlagen zur Aufbereitung des Abfalls würden wohl einige hundert Millionen Euro kosten. Viel Geld, das letztlich die Rendite der Aktionäre schmälert. Die wiederum haben in den vergangenen Jahren mit K+S prächtig verdient. 2011 schnellte der Umsatz des Gesamtkonzerns auf 5,2 Milliarden Euro (plus elf Prozent im Vergleich zum Vorjahr), das Ergebnis nach Steuern stieg auf 674 Millionen Euro (2010: 454 Millionen). Die K+S-Aktie stieg seit 2002 um mehr als 600 Prozent.
Zitat Ende

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"Hafenflair und Zank um Weser"

#37 von Lola , 17.12.2016 15:58

http://www.weser-kurier.de/bremen/bremen...id,1515988.html

Zitat

Wirtschaftsfaktor Fluss
Hafenflair und Zank um Weser
Annika Mumme 16.12.2016 0 Kommentare

Bei diesig-grauem Wetter sind weit und breit keine Schiffe in Sicht. Kurz vor Weihnachten wirkt der sonst so geschäftige Stadtteil am Wasser nahezu verschlafen. Über die Feiertage wird hier auch nicht mehr allzu viel passieren, danach fahren sie aber wieder parademäßig die Weser auf und ab – die Schiffe im Stadtteil Häfen.

Nicht einmal 280 Einwohner zählt der Stadtteil, der die Gebiete des Neustädter Hafens, der Industriehäfen, des Hohentorshafens und des stadtbremischen Überseehafengebiets Bremerhaven umfasst. Letzteres ist eine stadtbremische Exklave, für welche die Stadt Bremerhaven gern das Zepter trüge. Die Zuständigkeiten liegen jedoch fest in der Hand der Stadt Bremen.

Einer, der hier den Ton angibt und sowohl ein Büro in Bremen als auch eines in Bremerhaven besetzt, ist Hafenkapitän Andreas Mai. Auch nach langer Zeit in diesem Amt – seit 1996 – kann er sich dem Charme seines Hafens nicht entziehen. Hier treffen Industriebetriebe, Büros und mit dem Waller Ortsteil Überseestadt, modernes Wohnen aufeinander.

„Es gibt hier sehr viele internationale Schnittstellen. Es ist multikulti und das war es schon, bevor man das Wort geschöpft hatte. Es ist tatsächlich eine Schnittstelle zwischen allen möglichen Lebensbereichen.“

Zitat Ende

Arbeiten, leben und wohnen am Fluss und die Weser steht als Wirtschaftsfaktor im Mittelpunkt.
"Die Weser bei Bremen sei bereits jetzt ein unnatürlicher Flusskörper, sagt dagegen Rode. Das Teilstück sei „quasi komplett in Steine gefasst, bewegt sich nicht mehr und hat weder Röhrichte noch Watten im Flussbereich, sondern ist weitgehend naturfern.“ Es sei nicht sinnvoll, diese Entwicklungen voranzutreiben. Fischerei sei bereits gewichen, auch Landwirtschaft erwarte Einbußen."
"„Die Weservertiefung macht nicht in der Weser halt, sondern da, wo die Tide abgegrenzt wird. Mein dringender Wunsch ist, dass die politischen Entscheidungsträger einsehen, dass sie hier aufs völlig falsche Pferd setzen, wir diese Weservertiefung überhaupt nicht brauchen.“

Die Verantwortlichen sollten vielleicht einmal daran denken, dass auch ein Fluss nicht ohne Folgen ausgebeutet werden darf, sodass er am Ende völlig ohne Leben ist.

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"Weservertiefung in Etappen"

#38 von Lola , 20.12.2016 08:35

http://www.weser-kurier.de/startseite_ar...id,1517756.html

Zitat

Schifffahrtsverwaltung rechnet 2020 mit Genehmigung / Abschnitt Brake bis Bremen wird zurückgestellt
Weservertiefung in Etappen

Peter Hanuschke 20.12.2016 0 Kommentare

Bremerhaven. Das Baurecht für die Vertiefung der Weser soll spätestens 2020 vorliegen. Damit rechnet zumindest die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung (WSV) des Bundes. Allerdings bezieht sich das nicht auf den gesamten Streckenabschnitt, der bisher in der Planung war: Die Fahrrinnenanpassung der Unterweser Süd von Brake nach Bremen wird vorerst zurückgestellt. Enak Ferlemann (CDU), parlamentarischer Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, stellte am Montag in Bremerhaven den Fahrplan für das Infrastrukturprojekt vor. Zunächst sollen nur die Pläne für den Abschnitt Außenweser (von See bis Bremerhaven) und Unterweser Nord (Bremerhaven bis Brake) weiterverfolgt werden.
Zitat Ende

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"Wie schmutzig ist Bremens Weserwasser?"

#39 von Lola3 , 13.03.2017 08:33

http://www.weser-kurier.de/bremen/bremen...id,1566023.html

Zitat


Untersuchung der Weser
Wie schmutzig ist Bremens Weserwasser?
Jan Stelzner, Nils Rudow, Selma Sarigül, Björn Müller und Curley Hohmann 12.03.2017 0 Kommentare

An vier verschiedenen Stellen des Weserverlaufes wurden Proben entnommen. Das Augenmerk der Untersuchung lag auf dem Nitratwert. Die Ergenbisse sind verwunderlich.

Wasser kann auf verschiedene Arten verunreinigt werden, zum Beispiel durch Abgase, Schwermetalle, Düngemittel und Abfälle. Aufgrund der starken Infrastruktur und Industrie in Bremen stellt sich die Frage, inwiefern die Weser durch die Stadt verschmutzt wird, also ob die Qualität des Wassers nach dem Verlauf durch Bremen abnimmt. Um dieser Frage auf den Grund zu gehen, wurden an vier verschiedenen Stellen des Weserverlaufes Proben entnommen: In Verden und Achim südlich von Bremen, an der Schlachte in Bremen und in Sandstedt nördlich von Bremen. Das Oberflächenwasser wurde mittels eines, vom Schulzentrum SII Utbremen zur Verfügung gestellten, Probenentnehmers entnommen.

Das Augenmerk der Untersuchung lag auf dem Nitratwert, dem pH-Wert und deren jeweiligen Auswirkungen auf den Menschen und die Umwelt. Nitrat ist eine stickstoffhaltige Verbindung, die durch Abschwemmungen von landwirtschaftlich genutzten Flächen in die Oberflächengewässer gelangt. Unnatürliche Quellen sind verantwortlich für die Erhöhung des Nitratwertes, wie zum Beispiel Kläranlagen, Wasch- und Reinigungsmittel. Mithilfe schulinterner Laborgeräte wurde der Nitrat- und pH-Wert ermittelt.
Zitat Ende

Den vollständigen Artikel bitte mit o.a. Link aufrufen.

..weitere Lektüre :
Gewässerschutz

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"Streit um Salzabwässer"

#40 von Lola3 , 28.11.2017 08:51

http://www.fnp.de/rhein-main/K-S-und-BUN...art1491,2837179

Zitat
Kassel.

Der Düngemittel- und Salzproduzent K+S hat einen Streit mit Umweltschützern über die Versenkung von Salzabwässern im Untergrund beigelegt. Man habe sich mit dem Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND) auf einen Vergleich verständigt, sagte ein Sprecher des Kasseler MDax-Konzerns am Montag. K+S wird demnach das bereits genehmigte Volumen für die Versenkung von Salzabfällen nicht voll ausschöpfen und nach Auslaufen der Genehmigung Ende 2021 keinen neuen Versenkantrag stellen. Im Gegenzug zieht der BUND seine Klage und einen Eilantrag gegen die aktuelle Versenkerlaubnis zurück. Damit erhält K+S, das in Thüringen Gruben in Unterbreizbach und Merkers betreibt, Rechtssicherheit für die Entsorgung.Zitat Ende


(Im Weser Kurier ist diese Nachricht in der Papierausgabe Seite 16 Ausgabe 28.11.2017 zu finden)

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"Weseranrainer verschieben Entscheidung über K+S-Pipeline "

#41 von Lola , 04.12.2018 12:23

https://www.wiesbadener-kurier.de/politi...eline_19570334#

Zitat

Hannover/Kassel (dpa) - Die Weseranrainerländer haben die Entscheidung über den Bau einer Salzpipeline durch den Düngemittelhersteller K+S von Osthessen zur Oberweser verschoben. Man habe festgestellt, dass die Prüfung technischer Lösungsoptionen mehr Zeit benötige, erklärte der Bremer Umweltsenator Joachim Lohse (Grüne) für die Flussgebietsgemeinschaft (FGG) Weser am Montag in Hannover. Trotz aller Anstrengungen durch K+S und die Länder sei es nicht möglich gewesen, bereits jetzt eine Entscheidung über die Notwendigkeit der Pipeline zu treffen.

Die Produktion des MDax-Konzerns hängt maßgeblich von der Entsorgung von Salzrückständen ab. Einer der wichtigsten Entsorgungswege ist die Werra, die in die Weser mündet. Mit einer Pipeline aus dem osthessischen Kalirevier könnte K+S direkt in die Weser einleiten. Doch das Projekt ist mit 200 Millionen Euro teuer und bei Umweltschützern umstritten. Vor zwei Jahren hatten die Anrainerländer der FGG daher einen Plan zur Salzreduzierung in Werra und Weser beschlossen. Die Pipeline gilt dabei nur als Option, die Werra zu entlasten, wenn andere Schritte nicht greifen. 2018 sollte das geprüft werden.
Diese Entscheidung wurde nun auf Mitte 2019 vertagt.


Am Schluss heißt es in dem Beitrag:
Mitglied in der FGG sind Niedersachsen, Bremen, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Thüringen, Sachsen-Anhalt und Bayern.

Zitat Ende

Den kompletten Beitrag kann man mit o.a. Link aufrufen oder in der Papierausgabe v. Weser Kurier auf Seite 16 v. 4.12.2018 lesen.

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""Bremer Wöchentliche Nachrichten Montag, den 7 Januar. 1743."

Burg Blomendal (Quelle: wikipedia)
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