Kraftwerk Farge (Quelle: wikipedia)

RE: "Traum vom Trinkwasser aus der Weser"...

#16 von Lola2 , 17.11.2014 19:58


.....der Traum vom Trinkwasser aus der Weser, könnte vielleicht für Frau Schaefer ab 2075 vielleicht zu schaffen sein..Das dürfte sich aber nur auf die Einleitungen von Kali + Salz beziehen.

dazu kann,- wer es mag- meine Recherchen aus Beitrag 14 in diesem Thread lesen.
Es gibt ja noch eine Vielzahl von Industriebetrieben am Ufer der Weser über Bremen, Bremerhaven auf ihrem Weg in die Nordsee, die ihre Abwässer mit Genehmigung einleiten dürfen und somit wird es wahrscheinlich für Frau Schaefer, die dann schon eine alte Dame sein wird, wohl immer ein Traum bleiben...


http://www.k-plus-s.com/de/news/pressein...sse-140929.html ..hier läßt sich der gesamte Plan abrufen....
"
"Zu Beginn der Phase 4 im Jahr 2060 wird mit Erschöpfung der Lagerstätten die Kaliproduktion des Werkes Werra eingestellt. Es entstehen keine Produktionsabwässer mehr. Die Abdeckung von 60 Prozent der Haldenfläche wird abgeschlossen sein. Diese Maßnahme senkt das Haldenabwasser auf 1,5 Millionen Kubikmeter pro Jahr bis spätestens 2075. Diese werden lokal in die Werra eingeleitet. Die Werra erreicht mit Ablauf der Phase 4 Süßwasserqualität: Am Pegel Gerstungen sollen die Grenzwerte 800 mg/l Chlorid, 70 mg/l Kalium und 90 mg/l Magnesium erreicht werden. Die Oberweser-Fernleitung wird außer Betrieb genommen."

Aber in der Zwischenzeit kann man natürlich die Zeit nutzen, und die kontaminierten Flächen in Blumenthal und den dazugehörenden Ortsteilen im Focus haben ..denn ......

..................................die Zeit rennt ....und die Natur vergisst niemals etwas, aber das weiß sie als Umweltexpertin besser als ich.!


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"Salz im Getriebe"

#17 von Lola2 , 05.12.2014 17:55

http://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=&e....80642063,d.ZWU

Zitat
| WATERKANT | Sonderdruck | 3-14 | Unentgeltliche Verbreitung erlaubt © www.waterkant.info |
| 11 |
Das Jade-System verkraftet keine Experimente – wie die K+S-Abwasserpipeline
Salz im Getriebe

Von Gisela Gerdes* und Burkhard Ilschner Sowohl der „Runde Tisch – Gewässerschutz
WATERKANT hat wiederholt über Pläne berichtet, mittels einer Pipeline von der Werra an die
Nordseeküste nördlich von Wilhelmshaven die Abwässer der Kali-Industrie ins Meer zu leiten,
obwohl eine Aufarbeitung vor Ort technisch möglich und wirtschaftlich ist. Ungeachtet aller
bisherigen wie künftigen Auseinandersetzungen in der Kali-Region untersucht der folgende
Beitrag, was diese „Entsorgung“ für die Innenjade und die Nordsee bedeuten würde
Zitat Ende

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RE: "Salz im Getriebe"

#18 von Lola2 , 21.12.2014 11:24

http://nibis.lbeg.de/cardomap3/?TH=HUEK200VERSALZ#

Die B.I. Lebensqualität Horsten-Etzel-Marx e.V. hat den o.a. Link auf Facebook eingestellt.

Alle Informationen findet man auf der Seite der BI Lebensqualität Horsten-Etzel-Marx e.V. https://www.facebook.com/pages/BI-Lebens...2767984?fref=nf

Ich zitiere mal aus dem Thema Verzalzung des Grundwassers:

"Hydrogeologische Übersichtskarte von Niedersachsen 1 : 200 000 - Versalzung des Grundwassers

Die Karte zeigt die mögliche Grundwasserversalzung im Maßstab 1:200 000.

Süßwassererfüllte Grundwasserleiter sind in Niedersachsen nur bis zu einer Tiefe von maximal 300 m anzutreffen. Ihr Vorkommen ist auf die Bereiche beschränkt, in denen ein ständiger Wasseraustausch durch versickerndes Niederschlagswasser erfolgt (Zone des aktiven Wasseraustausches). Darunter ist eine zunehmende Versalzung des Grundwassers zu beobachten (Zone des verzögerten Wasseraustausches). In größeren Tiefen schließt sich ein Bereich mit weitgehend stagnierendem Grundwasser an.

Der enge Zusammenhang zwischen Süßwasservorkommen und aktivem Wasseraustausch macht die Grundwasserdynamik zu einem zentralen Kriterium bei der Bewertung der Nutzbarkeit der Grundwasserleiter sowie auch bei der Abgrenzung von Grundwasserkörpern. Die Tiefenlage der versalzten Wässer, dass heißt, der Tiefgang des aktiven Wasseraustausches, wird wesentlich durch die hydraulischen Eigenschaften der Gesteinsschichten und das Potenzial der durchflossenen Süßwasserkörper gesteuert. Sie variiert demzufolge sehr stark.

In großflächigen Vorflutbereichen ( z.B. Elbe-, Weser-, und Allerniederung), in denen der hydrostatische Druck infolge des Übertrittes großer Grundwassermengen in die Vorfluter abrupt abgebaut wird, können großräumige Druckgefälle auftreten, die ein Aufdringen von tiefen versalzten Wässern bis in den oberflächennahen Grundwasserbereich bewirken ( Binnenländische Versalzung )
. Die Versalzungsbereiche im Tiefengrundwasser sind oft an die in den älteren Untergrund eingeschnittenen quartären Schmelzwasserrinnen gebunden. Die Tiefenlage der Versalzung liegt dort in einem Niveau, in dem außerhalb der Rinnen keine Grundwasserleiter mehr ausgebildet sind. Im Binnenland sind ferner rund 400 km2 als Grundwasserversalzungsbereiche einzustufen, die durch Ablaugungsvorgänge an hoch liegenden Salzstöcken verursacht sind ( Salzstockablaugung, Subrosion, vgl. Salzstrukturen Norddeutschlands 1 : 500 000, © BGR, 2008). An der Nordseeküste ist als Folge des allgemeinen Meeresspiegelanstieges nach der letzten Eiszeit auf breiter Front Meerwasser in die binnenländischen Grundwasserleiter eingedrungen ( Küstenversalzung ), wobei das in ihnen befindliche Süßwasser verdrängt wurde. Betroffen von dieser Art der Grundwasserversalzung ist ein bis zu 20 km breiter, insgesamt 2500 km2 großer Küstenstreifen, der somit für die Grundwassernutzung weitgehend ausfällt. Nur auf den Küsteninseln haben sich unter den Dünengebieten durch versickernde Niederschläge Süßwasserlinsen gebildet, die in begrenztem Umfang eine Trinkwasserförderung erlauben. Insgesamt sind in Niedersachsen Gebiete mit einer Gesamtfläche von rd. 6500 km2 von Grundwasserversalzungen betroffen, die dort eine Grundwassernutzung erschweren oder unmöglich machen.

Zur Abgrenzung der Gebiete mit versalztem Grundwasser wurden die Ergebnisse von Wasseranalysen, geoelektrischen Sondierungen und Aufschlussbohrungen mit geophysikalischen Bohrlochmessungen ausgewertet. Ein Wasser wird als versalzt bezeichnet, wenn sein Chloridgehalt 250 mg/l übersteigt, was in etwa der menschlichen Geschmacksgrenze entspricht. In der Karte wird im Lockergestein unterschieden, ob der gesamte Grundwasserkörper versalzt ist oder ob Salzwasser nur in einem Teil des Grundwassers angetroffen wurde. Im Festgestein werden nur oberflächennahe Versalzungen, auch im Bereich von Salzhalden, dargestellt.

WMS Adresse des Themas:

http://nibis.lbeg.de/cardomap3/public/og...apabilities&;

Publikationsdatum: 01.01.1987

Revisionsdatum: -

Bearbeitungsstatus: Erfassung bzw. Erstellung der Daten ist abgeschlossen (completed).

Weitere Informationen zu dem Thema in der [NIBIS© Infothek].
Legende:
Versalzung des Grundwassers

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..drakonische Strafen, bei Verunreinigungen von Trinkwasserb runnen in den USA.....

#19 von Lola2 , 03.01.2015 14:04

http://netzfrauen.org/2015/01/03/trinkwa...up-behind-bars/

Zitat
m Januar 2014 kam es durch einen chemischen Störfall zu einer Verunreinigung des Trinkwassers von 300.000 Menschen in West Virginia. Im Dezember wurden nun insgesamt sechs Personen, Besitzer, Manager und Angestellte dieses (un)verantwortlichen Unternehmens, Freedom Industries, vor einem Jury Gericht angeklagt.

U.S. Staatsanwalt Booth Goodwin sagte, dass das ungeheuerliche Desinteresse an den Gesetzen zu diesem ganz klar vermeidbaren Giftunfall geführt habe. Zum Jahresende 2014 kam das Justizsystem der Bestrafung der Täter dieser Kontaminierung, mit der die Reihe von Umweltkatastrophen des Jahres quasi eröffnet wurde, einen Schritt näher.

Trinkwasser- Vergiftern in West Virginia droht Gefängnisstrafe

Bevor wir näher auf das Verfahren eingehen, ein kurzer Rückblick auf die Ursachen, die dazu geführt haben. Am 9. Januar betrieb Freedom seinen Betrieb von 14 schlecht gewarteten Tanks mit Millionen von Gallonen von Chemikalien wie immer eher nachlässig. Und das, obwohl der Standort direkt an den Ufern des Flusses Elk liegt, nur eine Meile oberhalb von Kanawh, der Wasserquelle des Bezirks.

Den ganzen Morgen meldeten Anwohner von Charleston, W.Va. einen süßen, lakritze-artigen Geruch in der Luft. Als die zuständige Umweltschutzabteilung vor Ort erschien, um die Ursachen zu analysieren, mussten sie nur ihren Nasen folgen, um die Quelle zu lokalisieren. Man fand einen 400 Quadrat-Fuß großen Tümpel aus Methylcyclohexane Methanol, einer giftigen Substanz, die dazu verwendet wird, Kohle von Verunreinigungen zu “säubern”, bevor diese verbrannt wird. Dieser war aus einem beschädigten Tank ausgetreten, der bereits seit einiger Zeit auszulaufen schien. Diese Chemikalie, abgekürzt MCHM, strömte – entlang eines begrenzenden Damms – direkt in den Fluss. Lesen Sie dazu auch unseren Beitrag der Netzfrauen: Bei der Verbrennung von Kohle entstehen Unmengen von Kohleasche, doch was geschieht damit?

Die Einwohner von neun Bezirken der Region Charleston wurden vor der Nutzung des Wasser gewarnt. Man sollte es weder trinken, damit kochen, baden noch sich waschen. Trotzdem zeigten sich bei fast 700 Anwohnern erste Symptome bereits am nächsten Abend, die typisch für eine Kontaminierung durch MCHM sind: Übelkeit, Ausschläge und Haarausfall.

Der Unfall hatte für die Gemeinden noch wochenlang verheerende Folgen. Selbst einen Monat nach Austritt des Giftes, als die Behörden die Wassernutzung bereits wieder als sicher eingestuft hatten, trauten die Anwohner den offiziellen und beruhigenden Aussagen nicht.

Die Bürger beklagten sich über trübes Trinkwasser und rochen Lakritze sowie Formaldehyd, ein bekannt krebserzeugender Stoff, der durch MCHM in Verbindung mit anderen Chemikalien, Plastik oder Metall in den Rohren, entstanden sein konnte. Eine Umfrage bei der Bevölkerung seitens der CDC und zwei weiterer Behörden, die im Juli veröffentlicht wurde, ergab, dass in jedem fünften befragten Haushalt Menschen mit Symptomen zu kämpfen hatten.

Im Dezember standen die sechs Angeklagten sowie das Unternehmen selbst aufgrund von drei Anklagepunkten im Hinblick auf Vergehen gegen den Clean Water Act vor Gericht: Nachlässiger Austritt von wassergefährdenden Stoffen, nachlässiger Umgang in wirtschaftlichen Angelegenheiten sowie die Nichteinhaltung ökologischer Vorgaben. Falls sie verurteilt werden, haben die Angeklagten mit bis zu drei Jahren Gefängnisstrafe zu rechnen.
Gary L. Southern, Präsident von Freedom zum Zeitpunkt des Unfalls, kann deutlich länger als die anderen in Haft kommen, da er zusätzlich wegen Unterschlagung, betrügerischen Konkurses und Falschaussage unter Eid vor Gericht steht. Falls er in allen Anklagepunkten für schuldig befunden wird, drohen ihm bis zu 68 Jahren Haftstrafe.

Einem Artikel der Charleston Gazette kann man Details des anstehenden Verfahrens entnehmen:

Das Unternehmen und die vier Führungskräfte haben es an der notwendigen Sorgfalt fehlen lassen, haben sich nicht an Gesetze gehalten, haben eigene interne Vorschriften ignoriert und gängige Branchenstandards und Vorgaben im Bereich Sicherheit und Umweltschutz nicht eingehalten.

Das Unternehmen hat den leckenden Tank nicht untersucht, hat die Umfassung des Tanks nicht ausreichend gewartet, hat seine Mitarbeiter nur unzureichend ausgebildet, hat keine Bindungsmittel im Falle eines Austritts zur Verfügung und nicht über Notfallpläne für den Fall einer Verunreinigung gesorgt, die für eine Betriebserlaubnis erforderlich sind, so die Anklage weiter.

Insgesamt war Freedom Industries extrem nachlässig, die Tragödie war absehbar. Das Unternehmen, das chemische Stoffe lagert, hat nur Tage nach dem Unglück seinen Bankrott erklärt, die tickende Zeitbombe ist damit Gott sei Dank außer Betrieb.

Laut Aussage von Mark Welch, dem Strukturierungsverantworlichen des Unternehmens haben Freedom und die Behörden eine Vereinbarung erzielt, nach der die Opfer des Umweltverbrechens nicht entschädigt werden. Aufgrund dieser Vereinbarung sei „Freedom in der Lage, Zeit und knappe Ressourcen auf die notwendigen ökologischen Aufräumarbeiten zu konzentrieren und dieKreditgeber zu bedienen“, so Welch.

Ist auch Ihre Reaktion darauf: Verdammt, wie kann das sein?! Die Verbrecher werden ihre Finanziers auszahlen, ebenso wie ihre hochbezahlten Anwälte und Berater. Aber die hunderttausend Betroffenen des Unfalls, die aufgrund der Nachlässigkeit des Unternehmens geschädigt wurden, gehen leer aus. So weit es die Beseitigung der Umweltschäden angeht, sind die Verantwortlichen vor Ort aufgrund des mangelnden Fortschritts bereits beunruhigt.

Was noch hinzukommt: im Juli wurde eine Einigung in 24 Verfahren erzielt, die das Elk-River Unglück betreffen. Man einigte sich auf einen Betrag in Höhe von 2,9 Millionen Dollar, von dem aber ebenfalls keine Zahlungen an die durch das verseuchte Wasser betroffenen Personen geleistet werden. Der vereinbarte Geldbetrag wird für Wasserproben, Gesundheitsstudien und andere Maßnahmen für die gesamte Einwohnerschaft verwendet. Den Opfern blieb der magere Anteil von 7,60 Dollar pro Person – wir gehen davon aus, dass kaum jemand auf dieses Angebot eingegangen ist.

Es ist beeindruckend, dass die Hauptverantwortlichen für den Unglücksfall zur Rechenschaft gezogen werden. Und es gibt zahlreiche weitere Verfahren gegen Chemie-Unternehmen und Wasserversorger, die in Entschädigungszahlungen münden könnten. Aber leider ist Freedom Industries von den Toten auferstanden. Im Mai hat sich eine neues Unternehmen namens Lexycon LLC registriert. Mit der gleichen Adresse, Telefonnummer, Führungskräften und sogar der gleichen Firmenmission wie Freedom. Oh je!

Wir haben den Beitrag für Sie übersetzt,By Sam Bliss on 19 Dec 2014 auf http://grist.org/
Villains who poisoned W. Va. drinking water could end up behind bars

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"Schularbeiten am Fluss" Plan über die Weservertiefung....

#20 von Lola2 , 13.07.2015 09:06

muss erheblich korrigiert werden/ Experten: Das dauert Jahre

http://www.weser-kurier.de/region_artike...id,1164992.html

Zitat
Plan für die Weservertiefung muss erheblich korrigiert werden / Experten: Das dauert Jahre
Schularbeiten am Fluss
Michael Lambek und Peter Mlodoch 13.07.2015 0 Kommentare

Die Planer der Weservertiefung müssen nachsitzen – und zwar eine ganze Weile. Die Erwartung von Bremens Wirtschafts- und Hafensenator Martin Günthner (SPD), die Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts für eine Vertiefung der Außenweser könne innerhalb eines Jahres fallen (wir berichteten), hält man beim Wirtschaftsverband Weser für „völlig unrealistisch“. Dessen Geschäftsführer Ralf Heinrich geht davon aus, „dass wir hier vor Ablauf von sieben Jahren kein Baurecht haben werden“.
0 0 0
Zitat Ende

Die Weser wird ohnehin schon genug von der Industrie belastet und da ist es mehr als wichtig hier keine Schnellschüsse zu tätigen.

Der Weser Kurier hat in seiner heutigen Ausgabe die Seite 1 der Ausgabe vom Donnerstag, 16.Mai 2013 abgedruckt, wobei es den Redakteuren vielleicht um den Sport ging.

Bei der Gelegenheit konnte ich einen kleinen Beitrag zum Thema "Weservertiefung" finden: Weservertiefung infrage gestellt.....


Zu diesem Thema habe ich folgenden Link gefunden:

http://www.nok21.de/2014/07/15/die-weltg...ven-eintreffen/
Zitat
Begriffsdefinitionen spielen entscheidende Rolle

Seine Entscheidung von Juli 2013, das Verfahren zur Weservertiefung auszusetzen und Fragen dem Europäischen Gerichtshof vorzulegen, könnte auch für die Elbvertiefung von Bedeutung sein. Das liegt daran, dass solche Begriffe wie Verschlechterungsverbot und Verbesserungsgebot, die die Europarichter genauer definieren sollen, bei dem Streit um die Elbvertiefung ebenfalls eine entscheidende Rolle spielen. Dass die Pläne der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung und der Hansestadt Hamburg den Gerichtssaal wahrscheinlich nicht ohne Änderungen verlassen werden, lässt sich an den vielen Verhandlungstagen und der Entscheidung von Oktober 2012, einen Baustopp zu verfügen, ablesen.

Die damalige Entscheidung des Baustopps hatte auch Richterin Kerstin Schipper mitgetragen, der die Aufgabe der Berichterstatterin in diesem Verfahren zukommt. Die Juristin kam vor 50 Jahren in Pinneberg zur Welt, das nur rund 20 Kilometer von Hamburg entfernt liegt, um dessen Hafenwirtschaft es in dem Verfahren gehen wird. Bevor sie vor mittlerweile sechs Jahren an das Bundesverwaltungsgericht kam, hatte sie fast ihre gesamte berufliche Laufbahn im Norden Deutschlands durchlaufen, nämlich in Mecklenburg-Vorpommern.
Zitat Ende

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"Bund will K + S nicht vor Übernahme retten"

#21 von Lola2 , 31.07.2015 08:20

http://www.weser-kurier.de/startseite_ar...id,1178057.html
Zitat

Berlin/Kassel
Bund will K+S nicht vor Übernahme retten
31.07.2015 0 Kommentare

Die Bundesregierung plant einem Bericht zufolge keine Abwehrmaßnahmen im Übernahmekampf zwischen dem kanadischen Kali-Konzern Potash und dem hessischen Salz- und Kalihersteller K+S. Es werde kein Einstieg in das Kasseler Dax-Unternehmen vorbereitet, um die Übernahme durch den Rivalen zu verhindern, heißt es in Medienberichten unter Berufung auf informierte Kreise. Die Regierung wollte den Bericht nicht kommentieren. Am Mittwoch hatte das Bundeswirtschaftsministerium dem „Handelsblatt“ Gespräche mit K+S bestätigt. Auch ein Einstieg der staatlichen KfW-Bank sei im Gespräch gewesen, schrieb das Blatt unter Berufung auf Wirtschaftskreise. K+S hatte Anfang Juli Übernahmegespräche mit den Kanadiern abgelehnt, weil die Potash-Offerte mit 41 Euro pro Aktie als zu niedrig erachtet wurde. Auch fehlten Zusagen zum Erhalt von Standorten und Arbeitsplätzen. Derzeit befragt der Konzern seine Aktionäre zu ihrer Meinung in Sachen Übernahmepläne.
Zitat Ende

vorangegangene Beiträge im WK:

http://www.weser-kurier.de/deutschland-w...id,1154218.html

http://www.weser-kurier.de/deutschland-w...id,1156403.html

http://www.weser-kurier.de/deutschland-w...id,1159028.html

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"Salzabwasser in Mulde versenkt"

#22 von Lola2 , 10.09.2015 08:39

http://www.weser-kurier.de/startseite_ar...id,1205067.html

Zitat

Behörden ermitteln gegen K+S
Salzabwasser in Mulde versenkt
10.09.2015 0 Kommentare

Ermittler haben wegen des Verdachts illegaler Abfallentsorgung am Mittwoch Büro- und Geschäftsräume des Düngemittel- und Salzproduzenten K+S durchsucht. Neben der Zentrale in Kassel waren Büros im osthessischen Philippsthal und im thüringischen Unterbreizbach sowie zwei Privatwohnungen betroffen, wie das Thüringer Landeskriminalamt (LKA) in Erfurt mitteilte.

Die Ermittlungen richteten sich gegen 15 Verantwortliche von K+S sowie zwei Mitarbeiter des Thüringer Landesbergamtes. Es gehe darum, dass das Unternehmen Salzabwasser in der Gerstunger Mulde in den Erdboden gepumpt haben soll. K+S mit Sitz in Kassel – und mit mehr als 4000 Mitarbeitern der größte Arbeitgeber im Grenzgebiet von Hessen und Thüringen – teilte mit, der Konzern kooperiere in vollem Umfang mit den Behörden. Zu den Ermittlungen wollte sich Unternehmenssprecher Michael Wudonig jedoch nicht äußern.

Insgesamt soll der Konzern nach LKA-Angaben von 1999 bis 2007 bei der Kali-Gewinnung 9,5 Millionen Kubikmeter Abfall in den sogenannten Plattendolomit der Gerstunger Mulde versenkt haben. Die Genehmigung dafür erteilte das Landesbergamt, obwohl aus Sicht der Ermittler die wasserrechtlichen Voraussetzungen dafür nicht gegeben waren. Aufgrund der geologischen Beschaffenheit habe von vornherein damit gerechnet werden müssen, dass sich die versenkte Salzlauge unkontrolliert ausbreite. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Meiningen und die Durchsuchungen gehen auf eine Strafanzeige der thüringischen Gemeinde Gerstungen von 2008 zurück. Seither laufe ein umfangreiches Verfahren, dessen Ende derzeit noch nicht absehbar sei.
Zitat Ende

...die Einleitung in die Werra/Weser wurde und wird verringert wie man in den letzten Monaten lesen konnte....

"Wat den Eenen sin Uhl', ist den Annern sin Nachtigall." ( http://www.gutzitiert.de/zitat_autor_fritz_reuter_1152.html )

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"Die Weser ist viel zu salzig"

#23 von Lola2 , 28.09.2015 09:10

http://www.weser-kurier.de/bremen/bremen...id,1217977.html

Zitat
Hessische Salzlauge fließt durch Bremen
EU fordert bessere Wasserqualität der Weser
Michael Lambek 28.09.2015 0 Kommentare

Das oberhessische Kali-Unternehmen K+S wird zu einem immer drängenderen Thema in Bremen, Niedersachsen und den anderen Ländern der Flussgemeinschaft (FGG) Weser. Der Kali-Produzent verpresst seine an die 13 Millionen Kubikmeter Abwässer pro Jahr zum Teil vor Ort in den Boden, der größere Teil wird umstandslos in die Werra abgelassen und fließt via Weser quer durch Niedersachsen und Bremen in die Nordsee.


Der Beitrag endet wie folgt:

Im übrigen seien die substantiellen und zeitlichen Vorstellungen der Minister völlig unrealistisch, und für betriebliche Belange, so hieß es aus der Presseabteilung des Unternehmens, sei der alleinige Ansprechpartner das hessische Regierungspräsidium. Von dem verspricht sich das Kali-Unternehmen eine weitere Verlängerung der Verpressungen, die sich jetzt im Fokus der Staatsalwaltschaft befinden.

Unterdessen eilt es. Noch bis zum nächsten Monat, so hieß es diese Woche aus der Bremer Umweltbehörde, liege der Planentwurf öffentlich aus. Dann werde man sich mit den Einwendungen auseinandersetzen. Den Abgabetermin für den endgültigen Plan, auf den sich die Regierungschefs der FGG-Länder zuvor geeinigt haben müssen, hat Brüssel auf den 22. März 2016 festgesetzt.
Zitat Ende

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"Bewegung im Streit und K+S Abwässer"

#24 von Lola2 , 04.12.2015 09:19

http://www.weser-kurier.de/region_artike...id,1265612.html

Zitat
Bewegung im Streit um K+S-Abwässer
Ziel: Ab 2021 salzfreie Weser
Michael Lambek 03.12.2015 0 Kommentare

In die seit Jahren festgefahrenen Verhandlungen über die umstrittene Entsorgung der belasteten Abwässer des oberhessischen Kaliherstellers K+S ist offenbar Bewegung gekommen. Nach Informationen der Bundestagsabgeordneten Ulrike Gottschalck (SPD) aus Kassel haben sich die Umweltminister der Anrainerländer nach Rücksprache mit dem Unternehmen darauf geeinigt, dass K+S ab 2021 rückstandsfrei produzieren muss. Erreicht werden soll dies durch eine großdimensionierte Verdampfungsanlage sowie die Verbringung fester Rückstände unter Tage. Außerdem sollen die abwässerreichen Kalihalden abgedeckt werden.

Bisher wird die Salzlauge teils in den Untergrund verpresst, größtenteils aber über Werra und Weser in die Nordsee eingeleitet. Gegen dieses Verfahren hatte Brüssel ein Vertragsverletzungsverfahren eingeleitet und von der Bundesregierung bis zum Anfang des kommenden Jahres einen Bewirtschaftungsplan gefordert, der zur Verbesserung des Fluss-Systems beitragen sollte.
Zitat Ende

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RE: "Bewegung im Streit und K+S Abwässer"

#25 von Lola2 , 08.12.2015 09:17

http://www.weser-kurier.de/region_artike...id,1267412.html

Zitat

Rohrleitung in die Weser geplant
K+S wird Abwasser nicht los
Michael Lambek 07.12.2015 0 Kommentare

Das Dementi des oberhessischen Kaliherstellers K+S kam postwendend. „Nicht nachvollziehbar“ sei die Behauptung einer Gruppe von Bundestagsabgeordneten, die Umweltminister der weser-anliegenden Länder hätten sich darauf geeinigt, das K+S ab 2021 „rückstandsfrei produzieren“ müsse, teilte K+S-Sprecher Michael Wudonig auf eine entsprechende Anfrage des WESER-KURIER mit. Dies sei überhaupt nicht möglich.

Für K+S ist die Entsorgung seiner salzigen Hinterlassenschaften zum drängenden Problem geworden. Das Unternehmen kippt bisher 13 Millionen Kubikmeter Salzlauge pro Jahr in die Werra und leitet sie damit via Weser quer durch Niedersachsen und an Bremen vorbei in die Nordsee ein. Weitere vier Millionen Kubikmeter werden in den Untergrund verpresst.

Die Genehmigung des hessischen Bergamtes für eben diese Verpressung ist Ende November ausgelaufen. Aktuell ist die Werra der einzig verbliebene Entsorgungskanal für die Abwässer des Kaliherstellers. Damit wird es eng, denn die Aufnahmekapazität des Flusses ist durch die geringe Wasserführung begrenzt. K+S hat deshalb die Produktion bereits gedrosselt.

Der Beitrag informiert weiter: "Es hat um diese Art der Abwässerentsorgung eine Menge Ärger gegeben. Seit den 20er-Jahren sind rund eine Milliarde Kubikmeter unter das Kalirevier verpresst worden – entsprechend einem Würfel mit einer Kantenlänge von einem Kilometer. Das ist nicht ohne Folgen geblieben. Inzwischen kommt die Lauge nach Untersuchungen des Hessischen Landesamtes für Umwelt und Geologie (HALUG) aus den Trinkwasserbrunnen wieder heraus."
Zitat Ende

Im 1.Beitrag dieses Threads hatte ich zitiert:
"An Werra und Weser ist der Zweite Weltkrieg bis heute nicht beendet –

denn in der Werra gilt für Chlorid
ein Grenzwert aus dem Jahre 1942, der seiner-
zeit als »krisenbedingt« ausdrücklich nur für die
Zeit des Krieges genehmigt wurde; er beträgt
2500 Milligramm Chlorid/Liter. Der ebenfalls
aus dem Jahre 1942 stammende Grenzwert für
die Wasserhärte wurde auf Antrag von K+S von
55 Grad dH auf 90 Grad dH (2) erhöht und im
Jahre 2009 noch einmal fortgeschrieben. Es
sind insbesondere die hohe Wasserhärte und
der hohe Gehalt an Kaliumsalzen, die die Werra
heute so lebensfeindlich machen."

Könnte es sein, dass man die Forschung zu Gunsten der Gewinnmaximierung vernachlässigt hat?


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zuletzt bearbeitet 08.12.2015 | Top

"Ein Durchbruch ist das nicht" "Umweltminister Wenzel im Interview"

#26 von Lola2 , 18.12.2015 14:45

http://www.weser-kurier.de/region_artike...id,1275860.html

Zitat
"Ein Durchbruch ist das nicht"
Peter Mlodoch 18.12.2015 0 Kommentare

Seit Jahren ringen die Anrainerländer von Werra und Weser darum, die durch den Kali-Bergbau verursachte Salzbelastung in beiden Flüssen zu verringern. Sogar eine Salz-Pipeline durch Niedersachsen zur Nordsee war im Gespräch. Jetzt hat der Weserrat ein Maßnahmenbündel beschlossen, das auch den Produzenten K+S in die Pflicht nimmt. Niedersachsens Umweltminister Stefan Wenzel (Grüne) bleibt jedoch skeptisch. Mit ihm sprach Peter Mlodoch.

Der Weserrat der Anrainerländer hat sich am Dienstag auf einen Masterplan zur Salzreduzierung in Weser und Werra geeinigt. Ist das der große Durchbruch?

Stefan Wenzel: Noch nicht. Niedersachsen hat sich deshalb enthalten. Wir werden den Beschluss jetzt sehr genau prüfen. Der Bewirtschaftungsplan gibt Grenzwerte für die Schadstoffe Chlorid, Kalium und Magnesium vor. Das wird an dem geplanten Messpunkt Boffzen auf niedersächsischer Weser-Seite direkt hinter der Landesgrenze zu Hessen gemessen. Diese Grenzwerte sollen sicherstellen, dass der gute ökologische Zustand der Weser spätestens im Jahr 2027 erreicht wird.

...Das Interview endet wie folgt:

Eine Pipeline zur Nordsee ist nicht Teil des Bewirtschaftungsplans. Ziel ist, so viel Salzeintrag wie irgend möglich zu vermeiden und den guten ökologischen Zustand der Weser spätestens 2027 wiederherzustellen.

Und macht das Unternehmen K+S da wirklich mit?

Das ist die entscheidende Frage. Wir erwarten in den nächsten Wochen eine klare Aussage von K+S. Ein Unternehmen wie dieser Dax-Konzern mit seinem technischen Potenzial kann und muss sich an die rechtlichen Rahmenbedingungen halten, die in Europa gelten. Deshalb erwarten wir das Signal, dass man sich mit aller Kraft und konstruktiv für die Umsetzung der genannten Maßnahmen einsetzt.

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"Salz-Pipeline zur Oberweser"

#27 von Lola , 11.01.2016 07:59

http://www.weser-kurier.de/region_artike...id,1288617.html

Zitat
Hessen leitet Raumordnungsverfahren für 135-Kilometer-Rohr ein
Salz-Pipeline zur Oberweser
Peter Mlodoch 11.01.2016 0 Kommentare

Niedersachsen fühlt sich von Hessen hintergangen. Während die Weser-Anrainerländer noch nach Lösungen zur Reduzierung der Salzeinträge des Kali-Produzenten K + S suchen, schafft das Regierungspräsidium Kassel offenbar vollendete Tatsachen. Die Behörde leitete im Dezember das Raumordnungsverfahren für ein rund 135 Kilometer langes Abwasserrohr von Philippsthal an der Werra zur Oberweser ein. Am Montag startet die öffentliche Anhörung mit Auslegung der Unterlagen. „Damit wird viel Porzellan und Vertrauen zerschlagen“, kritisierte Niedersachsens Umweltminister Stefan Wenzel im Gespräch mit dem WESER-KURIER.

Die Behörde in Kassel habe zugunsten des Unternehmens K + S noch nicht einmal den Beschluss der Weser-Ministerkonferenz abgewartet. „Ob das Regierungspräsidium hier dreist oder dumm agiert hat, konnte bislang nicht geklärt werden“, meinte Wenzel. In jedem Fall habe Niedersachsen die sofortige Einberufung des Weserrates beantragt. Das Land tritt für eine maximale Vermeidung an der Quelle und Nutzung bestverfügbarer Technik ein.
Ableitungsrohre würden das Problem nur zulasten von Niedersachsen verlagern, lautet das Argument aus Hannover.


Mitte Dezember hatte sich der Weserrat – bei Enthaltung Niedersachsens – auf einen Masterplan zur Reduzierung der Salzeinträge in die Flüsse geeinigt.
Zu den Maßnahmen zählen vor allem ein Eindampfen der Abwässer, eine Verbringung in alte Bergwerke unter Tage sowie eine Abdeckung
der Kali-Rückstandshalden.
Sollte dies alles nicht den Zustand der Gewässer nachhaltig verbessern, kämen optional auch eine Produktionsdrosselung und ein Werra-Bypass in Betracht. Eine solche Pipeline zur Oberweser sei aber ausdrücklich durch den Weserrat zu genehmigen, heißt in dem Papier.

Doch bereits eine Woche zuvor hatte das Regierungspräsidium auf Antrag von K + S den ersten Schritt für eine ältere, aber ähnliche Rohr-Idee getätigt.
Zitat Ende

Was sagt denn bloss der Umweltsenator aus Bremen dazu?
Überhaupt nichts?


Bremen gehört auch zu den Weser-Anrainerstaaten!

Wo bleibt der Aufschrei aus Bremen?


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zuletzt bearbeitet 11.01.2016 | Top

"K+S lehnt Masterplan ab"

#28 von Lola , 23.01.2016 09:11

http://www.weser-kurier.de/region_artike...id,1292311.html

Zitat

Konzept zur Salzreduzierung von Werra und Weser
K+S lehnt Masterplan ab
Michael Lambek 18.01.2016 0 Kommentare

Die Diskussion über die Salzbelastung, die vom oberhessischen Düngemittel-Hersteller Kali + Salz (K+S) für Werra, Weser und das Grundwasser an verschiedenen K+S-Produktionsstandorten ausgeht, wird hektischer. Der Handlungsbedarf ist dringend.


Die Werra-Weser-Anrainerkonferenz hat Strafanzeige wegen unerlaubter Gewässerverunreinigung erstattet, das Regierungspräsidium in Kassel hat mit dem Startschuss für eine Entsorgungspipeline in die Oberweser die Niedersachsen in Wallung gebracht und schließlich: Noch im Februar müssen die Länder der Flussgebietsgemeinschaft von Werra und Weser etwas Vorzeigbares zur Reduzierung der Salzbelastung vorlegen. Ansonsten droht Deutschland ein höchst kostspieliges Vertragsverletzungsverfahren aus der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie (WRR).

Sollte es so weit kommen, werden täglich solange enorm hohe Strafzahlungen fällig, bis die in der WRR geforderte Wiederherstellung des guten ökologischen Zustands der Gewässer eingelöst ist. Abgabetermin für den entsprechenden Maßnahmen- und Bewirtschaftungsplan in Brüssel ist Ende März. Ob tatsächlich zum Ziel führt, was unterhalb der Ministerebene entwickelt wurde, ist allerdings umstritten.

Anfangs sollte das Abwasser einfach ins Meer geleitet werden

Es hat in der Vergangenheit von verschiedenen Gremien, in denen immer auch Politik, Verbände, und Kommunen, teilweise sogar K+S selbst vertreten waren, unterschiedlichste Lösungsansätze für die Reduzierung der Salzbelastung gegeben. Eine davon war eine sehr umstrittene Pipeline, durch die die salzigen Abwässer der Kaliproduktion quer durch Niedersachsen hindurch direkt in die Nordsee geleitet werden sollten – nach dem Motto „Salz zu Salz kann ja kein Problem sein“. Weil dies eine grobe Vereinfachung ist und die Abwässer sehr viel mehr und anderes enthalten als Salz, erteilte schließlich Niedersachsens Umweltminister Stefan Wenzel (Grüne), der Pipeline eine endgültige Absage.
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Zitat Ende

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Zitat

http://www.weser-kurier.de/region_artike...id,1293481.html


Kommentar über den Masterplan Salz
Ungewiss
Michael Lambek 18.01.2016 0 Kommentare

Es ist ein ziemliches Durcheinander von Interessen und Prioritäten. Die hessische Umweltministerin will eine erneute Genehmigung der Verpressung von Salzlauge, um K+S Zeit zu verschaffen, weil ohne das Unternehmen Tausende Arbeitsplätze in einer strukturschwachen Region wegfallen würden. Ihre thüringische Amtskollegin, die um das Trinkwasser fürchtet, will eine Fortsetzung der Verpressung unter keinen Umständen.


Kommentar über den Masterplan Salz
Ungewiss
Michael Lambek 18.01.2016 0 Kommentare

Es ist ein ziemliches Durcheinander von Interessen und Prioritäten. Die hessische Umweltministerin will eine erneute Genehmigung der Verpressung von Salzlauge, um K+S Zeit zu verschaffen, weil ohne das Unternehmen Tausende Arbeitsplätze in einer strukturschwachen Region wegfallen würden. Ihre thüringische Amtskollegin, die um das Trinkwasser fürchtet, will eine Fortsetzung der Verpressung unter keinen Umständen.
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Hannover ist Verpressung egal, aber die Oberweserpipeline will man auf keinen Fall. In Bremen ist man in diesem Punkt relativ entspannt, wenn die Höchstmengen eingehalten werden. Die Laugenverpressung sieht man vor allem als ein hessisches Problem. Und K+S hält sich an seine hessische Genehmigungsbehörde, solange die in ihren Entscheidungen noch frei ist.

So entstanden ist der Masterplan Salzreduzierung ein Formelkompromiss, der niemandem wirklich weh tut und daher politisch funktioniert. Ob auch die beschlossenen Maßnahmen für die Wasserqualität greifen, darf dagegen bezweifelt werden – ebenso wie die Frage, ob Brüssel diese Ansammlung von Ungewissheiten wirklich als Plan akzeptieren wird. michael.lambek@weser-kurier.de

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Lola  
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"Brüssel senkt den Daumen"

#29 von Lola , 01.02.2016 06:42

http://www.weser-kurier.de/region_artike...id,1303275.html

Zitat

Umweltziele für Werra und Weser herabgestuft
Brüssel senkt den Daumen für Entsalzungspläne
Michael Lambek 01.02.2016 0 Kommentare

Noch im Februar müssen die Umweltminister der Flussgebietsgemeinschaft von Werra und Weser ihre Schularbeiten in Sachen Entsalzung gemacht haben. Denn bald müssen sie in Brüssel überzeugen.
Denn bereits im März soll der Bewirtschaftungsplan zur Reduzierung der Salzbelastung der Flüsse und zur Herstellung des guten ökologischen Gewässerzustands in Brüssel vorgelegt werden. Ansonsten droht ein kostspieliges Vertragsverletzungsverfahren wegen Verstoßes gegen die Europäische Wasserrahmenrichtlinie (WRR).
Zitat Ende




http://www.weser-kurier.de/startseite_ar...id,1303286.html
Zitat
Michael Lambek über die Weser-Entsalzung
Kommentar: Grüne Sorgen
Michael Lambek 01.02.2016 0 Kommentare

Fünf grüne Minister schaffen es nicht, sich auf einen Plan für die Umwelt zu einigen – gegen die Versalzung von Flüssen, gegen die Gefährdung von Trinkwasser, gegen einen Raubbau an der Natur durch ein einzelnes Unternehmen, das allerdings wegen seiner Größe von enormer Bedeutung für die Region in Oberhessen ist.

© dpa
Zur Frage, was an Aufwand K+S bei der Entsalzung zuzumuten ist, gibt es unterschiedliche Ansichten. (dpa)
Andererseits geht es nicht um Schließung oder Fortbestand von K+S, sondern um den Aufwand, der getrieben wird, um die lebensraumschädlichen Auswirkungen durch Salzabwässer so zu reduzieren, wie es die europäische Rechtslage vernünftigerweise vorschreibt.

Zur Frage, was an Aufwand angemessen und zumutbar ist, gibt es unterschiedliche Ansichten. Nur die hessische Umweltministerin Priska Hinz ist in dieser Beziehung dicht beim Unternehmen. Das hat zu hessischen Vorstößen geführt, wie dem völlig absurden Vier-Phasen-Plan, der K+S für die Erreichung des Abwasser-Reduzierungsziels lockere 60 Jahre Zeit lassen wollte. Was Hinz treibt, ist die Sorge um die Koalition in Hessen – und ihre Amts- und Parteikollegen nehmen Rücksicht. Grüne Öko-Prinzipien? Sind für Parteitage gut. michael.lambek(at)weser-kurier.de
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"Bremen sucht nach neuen Quellen"

#30 von Lola , 09.02.2016 18:43

http://www.weser-kurier.de/bremen/bremen...id,1309322.html

Zitat
Verhandlungen mit Niedersachsen beginnen
Trinkwasser: Bremen sucht neue Quellen
Jürgen Theiner 09.02.2016 0 Kommentare

Bis 2023 ist Bremen der Bezug von Trinkwasser aus dem Landkreis Verden garantiert. Doch da der Landkreis die Förderung wegen ökologischer Bedenken beenden will, braucht Bremen Alternativen.

Der Beitrag klärt weiter auf: "„Sinnvoll wäre deshalb ein hydrogeologisches Gutachten für die Region um Bremen, um Klarheit darüber zu gewinnen, welche Möglichkeiten es gibt“, so Schaefer. Parallel sei zu prüfen, ob die Produktion der Quellen in Blumenthal und Vegesack gesteigert werden kann. Weil auf externe Großlieferanten wie Verden in der Vergangenheit Verlass war, habe Bremen nicht nur die Nutzung, sondern auch den Schutz der eigenen Grundwasserreserven sträflich vernachlässigt, beklagt die Fraktionschefin der Grünen. Um die Vegesacker Brunnen nördlich der Uhthoffstraße gebe es bisher nicht einmal ein offizielles Wasserschutzgebiet."

Zitat Ende

Interessant wäre mal zu wissen ob die Reinigung des verseuchten Grundwassers, ausgehend vom Tanklager Farge, vorangeht, denn das dürfte ja wohl eine extreme Gefahr für die Blumenthaler Trinkwasserbrunnen sein.

Ein Zwischenbescheid von der Umweltbehörde Bremen würden die Bürger in Rönnebeck und Farge begrüßen.


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zuletzt bearbeitet 09.02.2016 | Top

   

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