Kraftwerk Farge (Quelle: wikipedia)

Kampfmittel und Altlasten- Sicherheit und Bevölkerungsschutz

#1 von Lola , 18.02.2014 15:04

http://konversion-kampfmittel.bundesimmobilien.de/
Zitat
Fachtagung: Kampfmittel auf Konversionsflächen vom 22.5. - 23.5.2014

die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) muss sich im Zuge der Konversion von militärisch genutzten Liegenschaften immer wieder Fragen zur Belastung der Flächen mit Kampfmitteln stellen. Um allen Beteiligten mehr Sicherheit im Umgang mit den komplexen Themengebieten der Gefahrenabwehr und der Zuständigkeit zu vermitteln, plant die Immobiliendienstleisterin des Bundes in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft der sicherheits- und wehrtechnischen Wirtschaft (GSW) NRW e.V. in diesem Jahr eine Fachkonferenz.
Zitat Ende

http://gsw-nrw.de/verein/index.php?optio...d-tag&Itemid=70
Zitat
Zurzeit laufen die Planungen derAusstellungen und Messenauf Hochtouren.

Für GSW NRW e.V. und ihre Mitglie-der und Freunde sind die „Berliner Fachtagung Sicherheit und Bevölkerungsschutz 2014“, der„EOD Tag“, der BImA 1, der „8. Wittener Sicherheitskongress“und die „Security Essen 2014“ in Essen von Bedeutung.

Details zuden Bedingungen folgen sobald sie für GSW NRW e.V.bekannt sind. Die genauen Termine stehen in der Übersichtauf der folgenden Seite.
Zitat Ende

Vielleicht wurden von Bremer Behörden auch Teilnehmer für die „Berliner Fachtagung Sicherheit und Bevölkerungsschutz 2014“, der "EOD-Tag" der BImA angemeldet da immer noch das Tanklager in Farge Umwelt-Thema Nr.1 ist.


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RE: Kampfmittel und Altlasten- Sicherheit und Bevölkerungsschutz

#2 von Lola , 19.02.2014 14:04

http://www.das-blv.de/elkat/140219/index.php

Zum Beitrag auf Seite 1 - Das BLV v. 19.2.2014 - "Doch keine Häuser am Pürschweg?"
Seite 2 - Meinung von Regina Drieling - Kampfmittel nicht kampflos hinnehmen

"
Richtig! Kampfmittel dürfen nicht kampflos hingenommen werden, zumal wenn in einem" Senatsbericht aus dem Jahr 2002" beschrieben wird, dass im Planbereich mit Kampfmitteln zu rechnen ist, lt. Bericht Baudeputation Seite 9.

Vielleicht sollten sich die Verantwortlichen auf der „Berliner Fachtagung Sicherheit und Bevölkerungsschutz 2014" sowie dem EOD-Tag der BImA"
v. 22.-23.5.2014 informieren.

http://www.r-haas.de/V16.html Wenn man diesen Link aufruft, dann bestätigt es nur, wie man mit Kriegsaltlasten umgegangen ist.


..das Konglomerat der IG Farben.. (2) Beitrag Nr. 17- Den Link kann man nicht mehr aufrufen, aber der Beitrag v. NDR ist ebenfalls interessant und macht deutlich wie gefährlichSprengstoff TNT für Mensch, Tier, Erdreich und Wasser ist.
http://www.ndr.de/regional/niedersachsen...erzberg135.html

Allein bei dem Gedanke daran, dass möglicherweise Kampfmittel in einem dicht besiedelten Gebiet im Erdreich vergraben liegen, läßt einem Schauer über den Rücken jagen. Eine weitere Bebauung, ohne das der Kampfmittelräumdienst Bremen tätig wird, wäre sträflicher Leichtsinn.


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RE: Kampfmittel und Altlasten- Sicherheit und Bevölkerungsschutz

#3 von Lola , 19.02.2014 17:35

http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/16/032/1603200.pdf

Zitat
Drucksache
16/3200– 28 – Deutscher Bundestag – 16. Wahlperiode

Sanierung belasteter Böden auf dem
Truppenübungsplatz Munster-Nord
unwirtschaftlich und umwelt-gefährdend

Nach mehr als 20 JahrenEntwicklungszeit und Ausgabenvon mehr als 116 Mio. Euro arbeitet eine für die Sanie-rung belasteter Böden vorgesehene Verbrennungsanlage
auf dem Truppenübungsplatz Munster-Nord immer nochnicht im Wirkbetrieb. Ein Gesamtkonzept für die Behand-
lung von Kriegsaltlasten auf dem Truppenübungsplatz hat die Bundeswehr nicht. Wirtschaftliche und umweltscho-nende Alternativen zur Sanier
ung der Böden hat sie nicht geprüft.
Der Truppenübungsplatz Munster-Nord ist mit Kampf-mitteln aus beiden Weltkriegen belastet. Die im Erdreichbefindlichen Bomben, Granaten
und andere Munition hat die Bundeswehr weitestgehend geräumt und vernichtet.

Durch Korrosion und andere Ursachen sind in den Kampfmitteln enthaltene Chemikalien in den Boden ein-gedrungen. Der Truppenübungsplatz ist daher, vor allem
mit Arsen, großflächig vergiftet. Selbst wenn nur hochbelastete Bereiche saniert würden, wären noch rund 1,5 Millionen Tonnen Erdreich zu behandeln. 50 000 To-
nnen belastete Erde hat die Bundeswehr bereits abgetra-gen und lagert sie in Kunststoffbehältern auf dem Truppenübungsplatz.

Die Bundeswehr hatte kein Gesamtkonzept, wie sie die belasteten Böden behandeln wollte. Sie plante, belastetes Erdreich bei Temperaturen von 15 000 bis 20 000 Grad
zu verglasen, um es unschädlich zu machen. Die dazu benötigte Verbrennungsanlage war seit dem Jahre 1985 inder Planung, seit dem Jahre 1994 im Bau, besitzt aber
noch keine Betriebsgenehmigung.

Bis zu Beginn des Jahres 2005 waren dafür bereits Ausgaben von mehr als 116 Mio. Euro angefallen. Die erwarteten Betriebskosten würden jährlich mehr als 10 Mio. Euro betragen. Es würde rund 200 Jahre dauern, um die 1,5 Millionen Tonnen belastete Erde in der Anlage zu behandeln.

Wirtschaftlichkeitsuntersuchungen zu einem vergleichbar belasteten Gebiet in Rheinland-Pfalz belegen, dass Sicherungsmaßnahmen allenfalls halb so viel kosten wie eine Komplettsanierung. Zudem wird die Umwelt weniger geschädigt, da auf Bodenbewegungen weitgehend verzichtet werden kann. Bodenbewegungen führen dazu, dass Chemikalien vermehrt ins Grundwasser gelangen.

Zitat Ende

Hat man deshalb auch das Tanklagerareal in weiten Teilen zum Naturschutzgebiet erklärt, damit keine Bodenbewegungen stattfinden?
Ist das vielleicht der Grund warum das Tanklager wieder zum "Militärischen Bereich"erklärt wurde?

Will man aus Gründen der Sparsamkeit den Anweisungen des Bundesrechnungshofes folgen? Das würde zu LASTEN DER BEVÖLKERUNG GEHEN!!!

Durch Korrosion und andere Ursachen sind in den Kampfmitteln enthaltene Chemikalien in den Boden ein-gedrungen, so schreibt man es von Munster-Lager.
Könnte es ebenso im Gebiet am Pürschweg mit den dort eventuell vergrabenen Altlasten, wie Sprengstoff und Munition geschehen sein?




Hat man bis heute noch keine Bodenproben genommen, weil man möglicherweise das Ergebnis fürchtet?


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RE: Kampfmittel und Altlasten- Sicherheit und Bevölkerungsschutz

#4 von Lola , 19.02.2014 22:41

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13498710.html

Zitat
Dazu kommen noch rund 90 Munitionsanstalten, staatliche Rüstungsbetriebe, in denen Kampfmittel und Munition zusammengesetzt und gelagert wurden, und eine nicht genau bekannte Zahl von Anlagen der "Wirtschaftlichen Forschungsgesellschaft". Sie betrieb riesige unterirdische Tanklager für Treibstoffe und Chemikalien und stellte Ausgangsstoffe für Rüstungsprodukte wie Salpeter- und Schwefelsäure her (siehe Grafik Seite 79).

Akten, die eine präzise Erfassung des Rüstungsmülls ermöglichen würden, sind häufig vernichtet oder lagern in Archiven bei den Alliierten, aber auch in deutschen Verwaltungsregalen. Das Wissen über die Hinterlassenschaft der Waffenproduktion für den Endsieg schien lange verbuddelt und vergessen - wie das explosive Material selbst.

Erste Anstöße zu einer systematischen Analyse gingen 1984 von Wolfram König und Ulrich Schneider aus, damals Ingenieurstudenten an der Gesamthochschule Kassel. Ihre Diplomarbeit befaßte sich mit dem Industriegebiet Hirschhagen südöstlich von Kassel.

Es heißt weiter in dem Bericht:
Seit 1981 reinigen zwar Aktivkohlefilter das Wasser, doch die Vergiftung breitet sich weiter aus. "Immer mehr Brunnen", so Ulrich Schneider, der heute im Kasseler Planungsbüro "Boden und Umwelt" forscht, "fördern verseuchtes Trinkwasser."


Dort hatte die Verwertchemie, ein Tochterunternehmen der Dynamit-Aktien-Gesellschaft, in einem Werk mitten im Wald 1936 mit der Herstellung des Sprengstoffs Trinitrotoluol (TNT) begonnen.

Nach dem Krieg nutzten Industrieunternehmen und Familien die Bunker, auf deren Dächern zur Tarnung gegen Luftangriffe Bäume gepflanzt worden waren, als Produktionsstätten und Wohnhäuser. Sie ahnten nicht, daß ihre "Bunkerlows" auf einem Pulverfaß standen.

Zitat Ende

Man kann nur hoffen, dass die Behörden mit Infos über verseuchtes Gebiet im Umkreis des Tanklagers, Transparenz zeigen!
In allererster Linie erwarte ich es vom Umweltamt Bremen.

Wir werden sehen.


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"BI für ein lebenswertes Zernsdorf"
taz Bremen, Artikel zum Tanklager Farge

Burg Blomendal (Quelle: wikipedia)
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