Kraftwerk Farge (Quelle: wikipedia)

Kater Max und der Bremer Vulkan

#1 von Lola , 16.02.2014 20:46

Recherchen über" Bremensien", eher ein nettes Wort für den Buchinhalt.. , erzählt von dem zauberhaften, kleinen Kater Max, der auf dem Vulkan zur Welt kam und nach 6 Wochen ein neues Zuhause bei Jan und Frieda Meyerdierks in Walle fand,. Jans Freund Egon, seit der Schließung der AG Weser, Taxifahrer kommt morgens, wenn Jan Spätschicht hat auf `ne Tasse Kaffee vorbei und sie politisieren über die Bremensiens, Aktien-Club, Treuhandanstalt, Sc hmiergelder-die aber Provisionen heißen, Schiffsreisen in die Karibik und" hochwohlgeborene Bremer Politiker", während Kater Max und Hund Bello auf der Fensterbank liegen und dösen, was aber nur für Bello gilt, während Kater Max aufmerksam zuhört.

www.heinzkornemann.de/katerMax.pdf
Zitat
Es sind schon mehr als 10 Jahre vergangen,als das Buch erschien und immer wieder
bekomme ich per e-Mail Anfragen, ob ich noch ein Exemplar vom Kater Max und der
Bremer Vulkan hätte. Oft möchten die Anfragesteller das Buch einem alten Vulkanesen zum
Geburtstag schenken und immer wieder muß ich die Fragesteller enttäuschen. Das Buch istvergriffen und eine Neuauflage lohnt sich nicht. So habe ich jetzt das Buch-Manuskript insInternet gestellt, da dies noch preiswerter ist als die Druckdienstleister BoD (Book ondemand) oder Printing on demand. Wer will, kann sich das Manuskript ausdrucken oder am Monitor lesen.
Leider ist die zweifarbige (schwarz und rot) Originalvorlage auf Seite 11 verlorengegangenund ich habe eine wesentlich schlechtere Kopie genommen. Diese ganzseitige Anzeige derBremer Stadtwerke wurde seinerzeit in me
hreren Bremen-Zeitschriften und –Zeitungengeschaltet.
Wer sich in der Bremer Politik auskannte, war von dem Buch begeistert oder auch nicht. Der SPD-Politiker und ehemalige Bremer Bürgermeister Klaus Wedemeier dürfte zu denen gehören, die nicht begeistert waren, ließ er sich doch vom Bauunternehmer Grothe, damals auch Eigentümer der Hotel-Immobilie Mariott, in seine Villa auf Mallorca einladen. (Seite 9)
Im Keller dieser Immobilie hatte Katja Scheidtmann ihren Nachtclub und sie wohnte außerhalb von Bremen in einer Straße mitdem Namen, Auf dem Fuchsberg. Der Medizinerwar der inzwischen verstorbene Franz Böhmert. Ehemaliger Vereinsarzt beim Fußball-Bundesligisten Werder Bremen. So waren damals auch die Werder-Spieler in der Sauna von Katja Scheidtmann zu Gast.
Wer mit der Grobian aus dem Schnoor (Seite 23) gemeint ist, weiß jeder in Bremen.
...

Das Vowort des Autors endet wie folgt:

Dies alles und noch viel mehr an Peinlichkeiten - es klingt genauso haarsträubend wie der
Konkurs der Vulkan-Werft - ist vor und nach dem Erscheinen meines Buches in der Bremer
Politik geschehen. Ein kleiner Trost für den Leser, in anderen Bundesländern, ja auf der ganzen Welt, geht es
ähnlich korrupt und raffgierig zu, auch in Wolfsburg (VW-Skandal). Die meisten Menschen sind so und Politiker sind auch nur Menschen.

Wolfsburg, im Nov. 2009
Heinz Kornemann
Wie sagte schon Arthur Schopenhauer:
Das Geld gleicht dem Seewasser.
Je mehr davon getrunken wird, desto durstiger wird man.

Heinz Kornemann
Kater Max und der Bremer Vulkan


Eine Werft-Katze erzählt
2. Auflage
Alle Rechte vorbehalten
ISBN 3-89407-213-X
Hamburg, 1998

Zitat Ende


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zuletzt bearbeitet 16.02.2014 | Top

RE: Kater Max und der Bremer Vulkan

#2 von Lola , 18.02.2014 17:14

Nun hat Kater Max alles interessiert was mit der Bremer Vulkan-Werft zu tun hatte und natürlich mit Herrn Hennemann.
Zwangsläufig bekommt er natürlich auch die Gespräche mit die Jan, Frieda und Egon über Herrn Hennemann führten, bevor er beim Vulkan der oberste Chef wurde
und das findet man ab Seite 39.
Herr Hennemann war damals Senatsdirektor beim Gesundheitssenator und hat Herrn Galla unter 23 Bewerbern ausgesucht. Der hatte keine abgeschlossene Berufsausbildung und ein Krankenhaus hat er auch noch nie geleitet. Normalerweise sucht man sich den besten Kandidaten aus. Interessant wären die Qualifikationen der anderen 22 Bewerber, warum ausgerechnet ein "unerträglich-unfähiger" Bewerber diesen Posten bekam.
Na ja Herr Hennemann wurde dann ja auch Vorstand vom Vulkan, obwohl er Apotheker war.

Die Krankenhausleitungsgeschichte entwickelte sich sehr negativ, sodass auch noch ein Untersuchungsausschuss mit der Aufklärung beauftragt wurde.
Den Ausgang kann man hier lesen:

http://www.zeit.de/1990/23/unertraeglich-unfaehig

Das ist inzwischen 14 Jahre her und natürlich längst vergessen und den Verlust hat man wahrscheinlich im Laufe der Jahre ausgebucht.

Vielleicht ist mangelnde Kontrolle und fehlende Transparenz ein Grund dafür, warum Bremen so "klamm" ist?


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zuletzt bearbeitet 18.02.2014 | Top

RE: Kater Max und der Bremer Vulkan

#3 von Lola , 01.03.2014 09:38

https://m.weser-kurier.de/articles/79184...n-uebrig-bleibt

Zitat

Bis die Geschichte im Museum gewürdigt wird, kann es noch dauern - 28.02.2014
Was vom Vulkan übrig bleibt

Von Matthias Sander

Als die Bremer Woll-Kämmerei ihr Tore schloss, gründete sich bald darauf ein Museumsverein. Für den Vulkan gibt es nichts Vergleichbares. Warum eigentlich, wo doch die riesige Werft den Bremer Norden noch stärker geprägt hat?
Zitat Ende

Nachdem ich die Geschichte über den Kater Max und seine Erinnerungen an den Vulkan gelesen habe, gebe ich dem Autor des o.a. Artikel unbedingt Recht, denn der Vulkan hat nicht nur den Norden, sondern auch Bremen geprägt.

Es ist ein Stück Bremer Geschichte und sollte aufgearbeitet werden.


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RE: Leseprobe "Endstation Wolfsburg" v.Heinz Kornemann

#4 von Lola , 06.04.2014 09:49

http://kornemann.persimplex.de/download/leseprobe.pdf

Endstation Wolfsburg

Ein Streifzug durch die jüngste
deutsche Geschichte

Ein nächtliches Gespräch an der Theke
über ein Kapitel deutscher Vergangenheit
mit Biermann und Kornemann,
mit Bier und Korn

Zitat
4
Wie es zu diesem Buch kam
Ich mag sie, die kleinen Eckkneipen, die es bis in die sechziger Jahre in jeder
größeren Stadt an jeder Straßenecke gab und die man heute suchen muss. In
Berlin fällt die Suche nicht so schwer, da haben noch einige Eckkneipen den
Zug der Zeit überlebt.
Gern schaue ich mal auf ein Bier in solch eine Kneipe rein, in der der so
genannte „kleine Mann“ sein Feierabendbier genießt und am Stammtisch
Politik gemacht wird. Hier hätten Politiker, die abgehoben in ihrem Wolken
-
kuckucksheim sitzen, Gelegenheit, dem Volk aufs Maul zu schauen.
Zitat Ende

Der Autor schildert z.B. die Demonstrationen wegen der Fahrpreiserhöhungen der Bremer Straßenbahn sehr authentisch, denn bei einem Lehrlingsgehalt von z.B. DM 70,-- monatlich, was zu der Zeit durchaus im üblichen Rahmen lag, war diese Fahrpreiserhöhung schon sehr schmerzlich.
Ich kann mich auch sehr gut an das große Polizeiaufgebot mit Wasserwerfern erinnern. Diese Wasserwerfer kamen übrigens auch zum Einsatz. Es war insgesamt eine sehr bedrohliche Szenerie.

Ebenso wie beim "Kater Max" wird dem Leser der Hintergrund erleuchtet, wie es nämlich zu vielen Begebenheiten überhaupt gekommen ist.

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RE:Kater Max und die Bebauung des Bahnhofsvorplatz

#5 von Lola , 20.04.2014 07:49

http://www.heinzkornemann.de/katerMax.pdf

Zunächst mal ein schönes Osterfest

In der Osterausgabe des Kurier am Sonntag sind wieder einige Leserbriefe die sich mit der Bebauung des Bahnhofsvorplatz in Bremen beschäftigen.

Dieser Platz hat eine Vorgeschichte, die ich erst kürzlich gelesen habe, die allerdings schon viele Jahre zurückliegt und zwar als Klaus Wedemeyer damals Bürgermeister in Bremen war.

Es ist die Geschichte vom Kater Max, der auf dem Bremer Vulkan zur Welt kam und der nach 6 Wochen ein neues Zuhause bei Jan und Frieda Meyerdierks in Walle fand, die morgens, wenn Jan Spätschicht hatte, zusammen mit ihrem Freund Egon dem Taxifahrer, immer über alte Zeiten und die neuesten "Bremensiens" plauderten.

Kann man hier nachlesen, wann er diesen Posten hatte: http://de.wikipedia.org/wiki/Klaus_Wedemeier

Auf Seite 9 kann man dann lesen was die 3 Freunde sich so über den Bahnhofsvorplatz erzählt haben.
http://www.heinzkornemann.de/katerMax.pdf

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RE: "Freundeskreis Bremer Geschichtenhaus"

#6 von Lola , 03.05.2014 16:22

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RE: Homepage von Heinz Kornemann

#7 von Lola , 04.05.2014 06:21

http://www.heinzkornemann.de/

..eine interessante Homepage, z.B. mit Videos über Lesungen des Autors.

Wer sich für den Vulkan interessiert findet auch eine Zusammenfassung der gerichtlichen Ereignisse über die Prozesse gegen die damalige Führungsspitze des Vulkan nach seiner Zerschlagung.

Bremen hat sehr viel Geld verloren, ebenso der deutsche Steuerzahler und viele Bremer haben ihren Arbeitsplatz verloren.

Ist es da ein Wunder das Bremen immer " klammer" geworden ist?

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Zitat aus "Endstation Wolsfsburg" Seite 56

#8 von Lola , 20.05.2014 23:56

"Wir sind auf dem Weg in die moralische Anarchie".
"Wir sind nicht auf dem Weg, wir leben schon lange in einer moralischen Anarchie", sagte Peter Biermann....




Quelle: ISBN: 978-3-86440-160-2
Autor: Heinz Kornemann (Kater Max und der Bremer Vulkan)

Ich fand, irgendwie passt das Zitat auch hier: ..was war vor 20 Jahren? - 1993 (6)

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"Geringes Interesse an Vulkan-Andenken"

#9 von Lola2 , 30.09.2014 08:42

Die Norddeutsche - Ausgabe v. 30.Sept.2014 - Seite 3 - Lokales

Der MTV Nautilus veranstaltet Flohmarkt auf dem Schlpper "Regina". Die Veranstaltung wurde auch als Radiosendung aufgezeichnet.

Im Bauch der "Regina" haben sich seit Jahren Schätze angesammelt, von denen sich der MTV Nautilus aus Platzgründen trennen wollte.

Momentan ist ein Link für diesen informativen Beitrag leider im Netz noch nicht zu finden.

Der Bericht beginnt jedoch mit dem Bild einer 60-Kilo-schweren-Uhr, die vermutlich einst beim Vulkan-Pförtner hing, sowie einem schönen Foto von der "dicken Regina"

http://www.mtv-nautilus.de/fileadmin/tem...Logbuch90ss.pdf

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"Die Akten liegen unter Verschluss"

#10 von Lola2 , 31.10.2014 07:43

http://www.weser-kurier.de/region/weserm...rid,978214.html

Zitat

Wirtschaftshistoriker Wixforth über seine Sicht auf den Bremer Vulkan - 30.10.2014
"Die Akten liegen unter Verschluss"

Das Ende der Vulkan-Ära hat der einstigen deutschen Großwerft den Stempel des unrentablen halbstaatlichen Pleitebetriebes aufgedrückt. Tatsächlich aber war die Werft im Bremer Norden lange Zeit eine der profitabelsten weit und breit. Mit dem Wirtschaftshistoriker Harald Wixforth sprach Volker Kölling über seine Sicht auf den Vulkan vor seinem Vortrag im Deutschen Schifffahrtsmuseum in Bremerhaven am 3. November um 19 Uhr.
...

am Schluss des Interviews heißt es:

Wie ist da Ihre Rätsellösung?

Vor ein paar Wochen habe ich bei einer Tagung Baron Thyssen-Bornemîßa kennengelernt, den letzten Aufsichtsratsvorsitzenden der Werft. Der hat mir versprochen, für mich in ein paar Monaten mal die alten Unterlagen durchzugehen. Leider ist wegen der schwierigen Verhältnisse in der Bremer Politik viel des Aktenmaterials von damals heute noch nicht zugänglich.

Die Akten liegen unter Verschluss?

Ja, weil die entscheidenden Personen von damals immer noch leben und teilweise sogar noch in politischen Funktionen sind.

Das lässt auf eine eher unrühmliche Rolle der Politik schließen.

Wahrscheinlich ja. Mir will es als Binnenländer nicht einleuchten, warum hier eine Werft zusammenbricht und in Papenburg tief im Binnenland Riesenschiffe gebaut werden können.


Zur Person
Harald Wixforth, Jahrgang 1959, lehrt an der Ruhr-Universität Bochum und an der Uni Bremen Wirtschaftsgeschichte. Er hat sich besonders durch Forschung zur Unternehmensgeschichte einen Namen gemacht.
Zitat Ende


Bei der Gelegenheit erinnere ich an dieser Stelle an das Buch von Heinz Kornemann, das ich im 1.Beitrag dieses Threads bereits vorgestellt habe.
An viele Stationen in diesem Buch erinnere ich mich sehr genau, als ob es gestern war......

http://www.heinzkornemann.de/katerMax.pdf

[i]Zitat

Zitat
Es sind schon mehr als 10 Jahre vergangen,als das Buch erschien und immer wieder
bekomme ich per e-Mail Anfragen, ob ich noch ein Exemplar vom Kater Max und der
Bremer Vulkan hätte. Oft möchten die Anfragesteller das Buch einem alten Vulkanesen zum
Geburtstag schenken und immer wieder muß ich die Fragesteller enttäuschen. Das Buch istvergriffen und eine Neuauflage lohnt sich nicht. So habe ich jetzt das Buch-Manuskript insInternet gestellt, da dies noch preiswerter ist als die Druckdienstleister BoD (Book ondemand) oder Printing on demand. Wer will, kann sich das Manuskript ausdrucken oder am Monitor lesen.
Leider ist die zweifarbige (schwarz und rot) Originalvorlage auf Seite 11 verlorengegangenund ich habe eine wesentlich schlechtere Kopie genommen. Diese ganzseitige Anzeige derBremer Stadtwerke wurde seinerzeit in me
hreren Bremen-Zeitschriften und –Zeitungengeschaltet.
Wer sich in der Bremer Politik auskannte, war von dem Buch begeistert oder auch nicht. Der SPD-Politiker und ehemalige Bremer Bürgermeister Klaus Wedemeier dürfte zu denen gehören, die nicht begeistert waren, ließ er sich doch vom Bauunternehmer Grothe, damals auch Eigentümer der Hotel-Immobilie Mariott, in seine Villa auf Mallorca einladen. (Seite 9)
Im Keller dieser Immobilie hatte Katja Scheidtmann ihren Nachtclub und sie wohnte außerhalb von Bremen in einer Straße mitdem Namen, Auf dem Fuchsberg. Der Medizinerwar der inzwischen verstorbene Franz Böhmert. Ehemaliger Vereinsarzt beim Fußball-Bundesligisten Werder Bremen. So waren damals auch die Werder-Spieler in der Sauna von Katja Scheidtmann zu Gast.
Wer mit der Grobian aus dem Schnoor (Seite 23) gemeint ist, weiß jeder in Bremen.
...

Das Vowort des Autors endet wie folgt:

Dies alles und noch viel mehr an Peinlichkeiten - es klingt genauso haarsträubend wie der
Konkurs der Vulkan-Werft - ist vor und nach dem Erscheinen meines Buches in der Bremer
Politik geschehen. Ein kleiner Trost für den Leser, in anderen Bundesländern, ja auf der ganzen Welt, geht es
ähnlich korrupt und raffgierig zu, auch in Wolfsburg (VW-Skandal). Die meisten Menschen sind so und Politiker sind auch nur Menschen.

Wolfsburg, im Nov. 2009
Heinz Kornemann
Wie sagte schon Arthur Schopenhauer:
Das Geld gleicht dem Seewasser.
Je mehr davon getrunken wird, desto durstiger wird man.

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Kater Max und der Bremer Vulkan




Irgendwann einmal werden sicherlich die Akten "Bremer Vulkan " nicht mehr unter Verschluss gehalten und unsere Nachkommen wundern sich ganz bestimmt, was in Bremen so alles möghlich war oder auch nicht.

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RE: "Die Akten liegen unter Verschluss"

#11 von Lola2 , 31.07.2015 08:00

zum Thema Vulkan-Werft findet man auch Beiträge in folgendem Thread:

new.php?thread=118&forum=2&reply=1&replyid=1233

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RE: "Die Akten liegen unter Verschluss"

#12 von Lola2 , 31.07.2015 08:07

http://www.weser-kurier.de/startseite_ar...id,1178253.html

Zitat Ende
Deputation tagt zu Lloyd-Werft
Komplette Kaje für 45 Millionen Euro
31.07.2015 0 Kommentare

Häfensenator Martin Günthner (SPD) hat den Mitgliedern der Wirtschafts- und der Baudeputation am Donnerstag in einer Sondersitzung die Pläne zum Umbau der Ausrüstungskaje für die Lloyd-Werft vorgestellt. Zwei Tage zuvor hatte der Senat entschieden, dafür andere Kajensanierungen aus dem sogenannten „Sondervermögen Hafen“ hintenan zu stellen. Nach übereinstimmenden Angaben aus der Deputation würde die Sanierung der ersten 500 Meter der Kaje 30 Millionen Euro kosten. Dieser Abschnitt würde von der Lloyd-Werft für den Bau neuer Kreuzfahrtschiffe benötigt. 15 Millionen Euro könnten hinzukommen, wenn in einem zweiten Bauabschnitt die übrigen 300 Meter der ehemaligen Bananenpier saniert werden sollten. Bisher war pauschal immer die Rede von Kosten zwischen 30 und 40 Millionen Euro. Laut Holger Bruns, Sprecher im Wirtschaftsressort, hat die Hafengesellschaft Bremenports nun den Auftrag bekommen, den Kajen-Umbau zu planen. Dafür hat sie ein halbes Jahr Zeit, dann entscheiden die politischen Gremien abschließend. Wie berichtet, hatte die Genting Group der Lloyd-Werft einen Auftrag über fünf Schiffe in Aussicht gestellt. Die Verträge sollen bis Ende August unterschrieben sein.
Zitat Ende

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RE: "Die Akten liegen unter Verschluss"

#13 von Lola2 , 13.08.2015 19:23

..anläßlich des 70. Geburtstags des Weser Kurier war in der Ausgabe v. 12.8.2015 die Seite 1 der Ausgabe v. 30.8.1983 als Beilage eingefügt.


Zitat
AG "Weser" soll geopfert werden
Werftenvorstände über Fusionskonzept einig / Senat entscheidet endgültig am kommenden Dienstag


Die 138 Jahre alte Großwerft AG "Weser" in Gröpelingen wird aller Wahrscheinlichkeit nach ihre Pforten schließen müssen, damit es doch noch zu einem Fusionskonzept für die Schiffbauunternehmen an der Weser kommt. Darauf haben sich die Vorstände und privaten Großeigner von AG "Weser", Bremer Vulkan und Hapag Lloyd einvernehmlich verständigt. Die Wirtschaftsprüfer der "Treuarbeit" bestätigen dem Senat gestern, dass die Werftenverschmelzung ohne die Gröpelinger Betriebsstätte die wirtschaftlichste Lösung sei. Bis Freitag wollen die Experten nun klären , ob die Fusion von Vulkan, AG Weser"-Seebeck in Bremerhaven und Hapag Lloyd auch "tragfähig" ist und Zukunftsperspektive hat. In diesem Fall, daraus machte Bürgermeister Koschnick am Abend vor der Presse kein Hehl, dürfte der Senat am Dienstag nächster Woche entsprechend beschließen.


Der Beitrag klärt weiter auf:

Für die Werftenverscmlzung von Vulkan, Seebeck und Hapag Lloyd sind nac dn Berechnungen der Werftvorstände 230 Millionen Mark erforderlich. Davon wollen die Eigner die Hälfte tragen , während die öffentliche Hand ebenfalls 115 Millionen Mark investieren soll. Die Werfteigentümer unterstützen zudem die Bremer Position , vom Bund 75 Prozent der öffentlichen Mittel zu verlangen. Der neben Bremen größte Anteilseigner vom Vulkan, Thyssen-Bornemisza Europe, hat nach Koschnicks Worten die Altlasten bereinigt und will seinen Anteil für das Fusionsmodell in Höhe von rund neun Millionen Mark beisteuern.
Der Bürgermeister: "Thyssen-Bornemisza" geht den geplanten Weg für die Fusion mit, nachdem ich ihn gebeten habe, sein "Nein" rückgängig zu machen."

..es heißt weiter:
Gibt Bonn grünes Licht, stellen sich die Eigentumsverhältnisse in der neuen Bremer Großwerft wie folgt dar: Krupp hält rund 40 Prozent, Bremen und Thyssen-Bornemisza jeweils etwa 12,5 bis 14 Prozent und Hapag Lloyd rund 20 Prozent der Anteile. Der Rest entfällt auf Kleinaktionäre.

Der Artikel endet wie folgt:

Verständnis zeigte Koschnick gestern für die Enttäuschung des AG-"Weser"-Betriebsrates, der in der Vergangenheit schon siebenmal Entlassungen in der Hoffnung zugestimmt hat, die Werft zu retten. Nunmehr empfiehlt auch der eigene Vorstand die Schließung . Betriebsratsvorsitzender Hans Ziegenfuß: " Sozialpartnerschaft hat sich nicht gelohnt!.
Zitat Ende


RE: Zauberwort "Fördergelder"
..über den Vulkan kann man hier auch lesen...

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"Die Pleite"

#14 von Lola , 20.02.2016 09:40

http://www.weser-kurier.de/startseite_ar...id,1317623.html

Zitat
Peter Hanuschke über den Bremer Vulkan
Die Lehren aus der Pleite
20.02.2016 0 Kommentare

Der Vulkan-Untergang gilt in Deutschland als eine der größten Wirtschaftspleiten – in Bremen ist es auf jeden Fall unbestritten die größte. Die Folgen sind auch 20 Jahre danach immer noch zu spüren: Die Insolvenz des Werftenverbundes hat einen ganzen Stadtteil verändert, Bremen-Nord hat sich bis heute davon nicht ganz erholt.
Zitat Ende

In der Papierausgabe findet man neben dem Hauptartikel Beiträge von

Heiner Heseler, ...Lange Trauer und Neuanfang
Claus Grobecker... Hennemanns Verdienste
Klaus Schlösser ....."Am Weltmarkt gescheitert"
Rudolf Hickel.........Lehrstück in Größenwahn
Friedrich Hennemann....."Ich habe meine Ehre wieder"

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"Bremer Loch bleibt länger" (Baustelle am Bremer Hauptbahnhof)

#15 von Lola , 29.09.2016 16:00

http://www.weser-kurier.de/bremen/bremen...id,1466519.html

Zitat
Bremer Loch bleibt länger
Jürgen Hinrichs 28.09.2016 4 Kommentare

Paukenschlag auf der Baustelle vorm Bremer Bahnhof: Der Investor hat dem Tiefbauunternehmen Implenia, das für die Baugrube zuständig war, fristlos gekündigt. Hintergrund sind technische Schwierigkeiten, die in den vergangenen Monaten aufgetreten sind.

Seit rund um die Grube die Erde abgesackt ist, ruhen die Arbeiten an dem 100-Millionen-Projekt. Der Streit zwischen Implenia und dem Bauherrn, der Hamburger Achim-Griese-Treuhandgesellschaft, dreht sich um die Ursachen der Probleme und darum, mit welchen Mitteln verhindert werden kann, dass sie wieder auftreten. Nach der Kündigung will Griese nach eigener Aussage den Tiefbau selbst übernehmen und Subunternehmen engagieren, die dafür teilweise bereits für Implenia tätig waren.

„Wir haben unterschiedliche Auffassungen, was in Zukunft zu tun ist“, sagte am Mittwoch Griese-Geschäftsführer Ulf Wachholtz. Die Zeit für solche Auseinandersetzungen gebe es aber nicht mehr. „Baugruben haben eine begrenzte Lebenszeit“, so Wachholtz, „wir müssen fertig werden.“ Mit Implenia werde nun diskutiert, wer die Schäden zu tragen habe. „So weit sind wir aber noch nicht, unser Fokus liegt klar auf der Baugrube.“
Zitat Ende

Es gibt eine Vorgeschichte zu diesem Grundstück, die viele Jahre zurückliegt.
Dazu bitte mal den Beitrag Nr. 5 von diesem Thread aufrufen, denn dort findet man den Link zu einem Buch von Heinz Kornemann.

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"Bremer Justiz schafft ihr Pensum nicht"
"Ein Graf entert Burg Blomendal"

Burg Blomendal (Quelle: wikipedia)
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