Kraftwerk Farge (Quelle: wikipedia)

..wer ich bin und warum ich hier schreibe..

#1 von Lola , 27.01.2013 09:28

..ich wohne seit 1979 in Rönnebeck in einer kleinen, ruhigen Straße mit einer netten Nachbarschaft.

Durch Zufall bin ich im letzten Jahr zu einer öffentlichen Beiratsitzung gegangen und dort wurde das Thema Tanklager-Farge behandelt.
Das Thema hat mich interessiert und da ich nicht mehr berufstätig bin habe ich mein Augenmerk mal auf diese Probleme in Blumenthal gerichtet.

Hier ist in der Tat vieles nicht so, wie es müßte.

Die Kritiken der kleinen Parteien, auch wenn sie noch so sinnvoll sind, werden überstimmt und dann ist mir etwas "lustiges"aufgefallen, diese gut recherchierten Anträge der kleinen Parteien, werden durch einen Änderungsantrag einer der anderen Partei, vom Wähler zum Schluss so wahrgenommen, als ob jetzt die Partei, die den Änderungsantrag gestellt hat, die guten Ideen hatte.

Verkrustete Strukturen und sich gegenseitig blockierende und tricksende Parteien schaden Bremen-Nord.

Ich gehöre keiner Partei an und wenn es um Menschen, Gesundheit und Umwelt geht, sollten alle Politiker das gleiche Ziel haben, denn sie sind nichts anderes als gewählte Bürgervertreter!

Noch leben wir in einer Demokratie und ich helfe mit, indem ich meine Augen offen halte, das es auch so bleibt!

Meine Vision: Das man alle Parteien aus Blumenthal an einen runden Tisch bekommt und die momentan brisanten Themen sachlich und ruhig angeht. Außerdem sollte sich jeder um eine respektvolle Diskussion bemühen.

Ach ja, ich lese übrigens gern Märchen und Gedichte. :-) ...............

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RE: ..wer ich bin und warum ich hier schreibe..

#2 von Reinhard , 29.01.2013 19:35

Vieles in unserem Leben beruht auf Zufällen. Das wird ganz besonders dann offensichtlich, wenn sich eine Reihe von seltenen Zufällen zu Ereignissen verknüpft. In solchen Fällen sehen bekanntlich einige Betroffene Fingerzeige des Schicksals, andere versuchen die so entstehenden Möglichkeiten zu nutzen.

Aus einer besonders unwahrscheinlichen Kombination von Zufällen ist dieses Forum entstanden.

Früher habe ich mich an einer Uni mit Fragen der Stadtplanung beschäftigt und auch mit Gedanken von Stein Rokkan. Dieser norwegische Sozialwissenschaftler hat vor allem die politischen Konfliktlinie zwischen den Zentren und den peripheren Räumen thematisiert, also etwa die zwischen Wien und Vorarlberg in Österreich und vielleicht auch die zwischen den citynahen Stadtteilen Bremens in Beziehung zu Bremen-Nord und Bremerhaven im kleinsten deutschen Bundesland.

In einem Internetforum habe ich dann später, was fast die Wahrscheinlichkeit des Findens einer Stecknadel im Heuhaufen besitzen dürfte, eine Userin kennengelernt, die gar keine Aktien besitzt. Sogar die Entstehung des ersten Mailkontaktes war nochmals ein Zusammentreffen von Merkwürdigkeiten. Der Diskussionsteilnehmerin hatte jemand eine prinzipiell verbotene Mail geschickt, die sie zum Kauf eines Pennystocks aufforderte, den ich wegen eines zurückliegenden dubiosen Börsenmärchens beobachte. Nach einigen Monaten des Mailkontaktes hielt diese Userin dann ein anderes Thema für wichtiger als die Aufdeckung von möglichen Manipulationen am Aktienmarkt. Sie fühlte sich von den Umweltbelastungen des Tanklagers in Farge und Schwanewede betroffen und war über die Versuche empört, mit denen die Verwaltung in Bremen diesen Skandal niedriger hängen wollte.

Nachdem sie mich auf diese Vorgänge aufmerksam gemacht hatte, machte ich mich auf diesem Feld ein wenig sachkundiger und bin dabei auf zwei fast gleichzeitige, ganz ähnliche Fälle gestoßen, in denen vermutliche Umweltbelastungen zu einem erhöhten Krankheitsrisiko geführt hatten. Dabei handelte es sich um eine Lackiererei in der niedersächsischen Gemeinde Groß Scheene und einer Leckage bei der Shell-Raffinerie Wesseling nahe Köln. Dabei musste ich dann feststellen, dass sich dort die zuständigen Stellen erblich stärker um eine Aufklärung des Sachverhalts bemüht haben.

Das warf zwangsläufig die Frage auf, warum man sich in Bremen zunächst so anders verhalten hat. Wie das in solchen Fällen üblich ist, habe ich ein wenig gegoogelt und bin dabei auf die Seite eines Blumenthalers gestoßen, mit dem mich einiges verbindet, und zwar eine vermutlich ähnliche Erkrankung und eine kleine Leidenschaft für Worpswede mit seinen Künstlern und speziell für die Lebensgeschichte von Heinrich Vogeler, die von der Güldenkammer über eheliche Probleme und genossenschaftliche Experimente bis hin zu einem Tod im fernen Kasachstan reicht.

Auf dieser Webseite habe ich auch einen Links zu einem Blog mit der Adresse „Blumenthal-Zeitung“ gefunden, den ich aus Neugier angeklickt habe. Als Ergebnis gab es dann jedoch keine weiteren Informationen über den Stadtteil, sondern das Angebot, dieses Blog selbst zu schreiben. Auch hier war offensichtlich wieder ein Zufall im Spiel, da ich eine Mailadresse bei google habe und dieses Suchmaschinenimperium anscheinend auch diese Blog-Plattform betreibt.

Da wollte ich dann nicht Nein sagen und habe mit dem Blog als Schreibtherapie begonnen, wie es kürzlich der Weser-Kurier empfohlen hat. Die Geschichte der Zufälle ist damit allerdings immer noch nicht beendet; denn die Geburt des Forums erfolgte, weil eine interessierte Blog-Leserin dort keinen Kommentar posten konnte. Da wollte ich ihr diesen Wunsch erleichtern.

Nun hoffe ich, dass Blog und Forum nicht von zu vielen als Problem empfunden werden, sondern sie vielmehr eine kleine Chance eröffnen, um über die Probleme in dieser nördlichen Spitze Bremens zu diskutieren und vielleicht auch den einen oder anderen bedenkenswerten Vorschlag zu entwickeln.

Reinhard  
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Hallo an alle!

Burg Blomendal (Quelle: wikipedia)
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