Kraftwerk Farge (Quelle: wikipedia)

Historie des Tanklagers

#1 von fight4yrights , 17.12.2013 12:28

Und gestern beim Stöbern in der Bücherstube Blumenthal fiel mir folgendes Buch in die Hand

Und hier ein Zitat aus "Bunker >Valentin<" von Marc Buggeln (Edition Temmen), S. 19

Zitat
"Das erste Öl wurde in Farge im Jahr 1940 eingelagert. Die Wifo bezeichnete als Datum der Inbetriebnahme den 16. August 1940. Ende 1940 betrug der Ölstand 8.474 t, also nur etwa 3% des endgültigen Fassungsvermögen. Weil die Wehrmacht das neu gewonne Öl in der Regel schnell verbrauchte, sank die Einlagerung im Kriegsverlauf sogar noch weiter.
Mitte 1943 lagerten noch 3.482 m³ in Farge. Letztlich wurden also riesige Mengen an Geld, Material und Arbeitskraft in den Bau des Tanklagers investiert - vor allem auch mehr als tausend Zwangsarbeiter eingesetzt -, ohne dass das Lager den ihm zugedachten Zweck für den deutschen Krieg auch nur ansatzweise erfüllte.
Bei den Bombenangriffen im März 1945 auf den U-Boot Bunker wurde auch das Wifo-Tanklager attackiert. Dabei wurden jedoch nur zwei Tanks der Mischanlage beschädigt, was allerdings zu einem weithin sichtbaren Feuer führte.
Kurz vor Eintreffen der allierten Truppen in Bremen-Nord setzte die Kriegsmarine noch Ölleichter ein, um die letzten Treibstoffbestände des Wifo-Tanklagers zu retten."


(Zitat Ende, Fettdruck von mir)

Der Erklärungsversuch für diese gigantische Schadstofffahne (Bombenangriff(e) zum Ende des 2. Weltkrieg) erscheint mir unter diesem Aspekt mehr als "hilflos".
Was verbrennt kann wohl kaum als fast "reinster Treibstoff" im Boden landen.
Und offensichtlich stimmt die Maxime "von nichts kommt nichts" im Falle des Tanklagers auch nicht. Denn von fast gar nichts ist offensichtlich gaaaaanz viel geworden.
Vielleicht ist das aber auch nur unser "historisches Erbe"!.!??


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RE: Historie des Tanklagers

#2 von Lola , 17.12.2013 15:08

Nach welchen Schadstoffen sollte man suchen?

@fight4yright

Deine Recherche deckt sich mit dem was ich im o.a.Link ab Beitrag 3 geschrieben und gesammelt habe.

Es gibt übrigens in der Heide eine große Betonplatte.
Am Ende der Straße "Am Depot" führt ein Weg in die Heide und wenn man sich links hält, dann sieht man plötzlich eine große Betonplatte und man fragt sich, warum ist diese Betonplatte dort. Zeitzeugen haben berichtet, daß eine Bombe eine unterirdische Ölleitung getroffen hat. Man hat das Leck verschließen können und alles mit Beton verfüllt.


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RE: Historie des Tanklagers

#3 von Lola2 , 20.08.2014 11:01

- RE: Vortrag v. 19.8.2014 über das Tanklager Farge von der BI, Im Rahmen der Ausstellung zur "Aufklärung der BWK in der NS-Zeit"

...in einer Ausstellung die das Ziel hat "Aufklärung der BWK in der NS-Zeit"

hätte ich mir gewünscht, dass die Bürgerinitiative Tanklager Farge nicht nur mitteilt, dass das Tanklager Farge von der WiFo 1970 an die IVG übergeben wurde.

Ich hätte mir aufklärende Details gewünscht und zwar wie man sie z.B. in dem folgenden Spiegel-Artikel verfolgen kann:

http://www.spiegel.de/spiegel/spiegelges...d-70747534.html

Zitat
Gleichzeitig mit dem Bohrprogramm begann die strategische Vorratshaltung. Noch fühlte sich das NS-Regime nicht stark genug, offen gegen den Versailler Vertrag zu verstoßen, der die deutsche Rüstung stark einschränkte. Unter Beteiligung der I.G. Farben (siehe Seite 117) wurde im August 1934 eine Tarnfirma mit dem harmlosen Namen "Wirtschaftliche Forschungsgesellschaft mbH" (Wifo) gegründet. Ihr geheimer Auftrag war der Bau von Großtanklagern für Heer und Luftwaffe.
Zitat Ende

..etwas Geschichte zur IVG aus meinem Beitrag Nr. 5 im u.a. Link:
" Einführungen in die Wirtschafts- und Sozialgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts"

Das Montan-Schema war eine Methode zur Verschleierung staatlicher Intervention in die Rüstungswirtschaft in Deutschland.

Beim Montan-Schema tritt der Staat über scheinbar nichtstaatliche Zwischenhändler im Wirtschafts- und Rechtsverkehr auf. In der Weimarer Republik wurde mit diesem Verlagssystem verdeckt, dass die Reichsregierungen fortgesetzt den Vertrag von Versailles brachen. Diese Struktur wurde je nach Bedarf durch Elemente der Bewirtschaftung in einem formal kapitalistischen Wirtschaftssystem beim Waffen- und Munitionsbeschaffungsamt und beim Heereswaffenamt angewandt.[1] Beispielsweise trat eine Verwertungsgesellschaft für Montanindustrie GmbH als Verpächterin von heereseigenen Industriebetrieben auf. Unklar blieb dabei, ob es sich beim jeweiligen Geschäftspartner um eine GmbH oder eine Fassadenfirma des Heereswaffenamtes handelte.

Zitat Ende


1951 firmierte die " Montan" um in „Industrieverwaltungsgesellschaft mbH“, heute IVG Immobilien AG.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Verwertungs...nindustrie_GmbH

Die Wifo und ebenso die Montan wurden als Tarnfirmen gegründet, weil man auf Grund der militärischen Aufrüstung permanent gegen den Vertrag von Versailles verstoßen hatte.

Ein wichtiger Punkt zur Aufarbeitung der NS-Zeit zum Thema Tanklager-Farge.

Es wurde der Name Montan in IVG geändert.


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RE: Historie des Tanklagers

#4 von Lola2 , 20.08.2014 14:48

http://www.weser-kurier.de/region/weserm...rid,524808.html

Zitat
..Sein Vater, der als Angehöriger des Volkssturms das Tanklager bewacht hatte, sprach von "Gelbkreuz", das er dort gesehen haben will, ein chemischer Kampfstoff, der als Senfgas Anwendung fand.
Zitat Ende

Auch sollten solche Vorkomnisse in einer Aufarbeitung der NS-Zeit nicht fehlen:

http://de.wikipedia.org/wiki/KZ-Au%C3%9F...urg-Hammerbrook

Zitat
Streit um die Gedenktafeln
Gedenktafel

Eine ehemalige Geschichtslehrerin des Gymnasiums Klosterschule und die KZ-Gedenkstätte Neuengamme setzten sich seit 2007 dafür ein, dass am Gebäude Gedenktafeln angebracht würden. 2009 erklärte sich die jetzige Eigentümerin, die IVG Immobilien, Nachfolgerin der Montan und seit 1993 privatisiert, hierzu bereit. Am 26. Oktober 2009 erfolgte die feierliche Einweihung durch den Staatsrat der Hamburger Kulturbehörde. Der Text auf den Gedenktafeln lautete:[4]

„In den letzten Kriegsmonaten verwaltete die SS von hier aus die Hamburger Außenlager des KZ Neuengamme. Vom Oktober 1944 bis April 1945 waren im Hinterhaus, einem ehemaligen Tabaklager, auf sechs Etagen über 2000 KZ-Häftlinge untergebracht. Sie mussten im Auftrag der Stadt im schwer zerstörten Stadtteil Hammerbrook und im Freihafen Aufräumungsarbeiten durchführen, Gleisanlagen reparieren und Bomben entschärfen. In den sechs Monaten der Lagerexistenz verloren 800 Häftlinge ihr Leben. Viele weitere starben im Zuge der Lagerräumung im Auffanglager Sandbostel.“

– Gedenktafel

Die Einweihung verlief jedoch nicht ohne Zwischenfälle, da Mitarbeiter des im Gebäude untergebrachten Büroeinrichtungsgeschäftes die Rollläden lautstark auf- und abfahren ließen.

Bereits drei Wochen später hatte die Eigentümergesellschaft IVG die Tafeln ohne Abstimmung mit der Kulturbehörde entfernt, da sie im Frontbereich geschäftsschädigend gewirkt und Mieter des Gebäudes sich beschwert haben sollen.

Die IVG hatte die Tafeln im Hinterhof aufstellen lassen, dessen Betreten jedoch verboten war.


Die Kulturbehörde in Hamburg zeigte sich „zutiefst verwundert“. Der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde in Hamburg sprach von einer „Verhöhnung der Toten“, die Verlegung der Gedenktafeln sei eine „nachträgliche Schändung der Toten“. Der Leiter der KZ-Gedenkstätte Neuengamme Detlef Garbe forderte die Anbringung der Tafeln an der vorherigen Stelle. Wenige Tage später wurden die Gedenktafeln am ursprünglichen Ort wieder anmontiert.[5]
Zitat Ende

Die NS-Geschichte hatte man bei der IVG vormals Montan demnach im Jahr 2007 noch nicht aufgearbeitet.......

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..noch etwas zur WiFo

#5 von Lola2 , 20.08.2014 15:53

http://de.wikipedia.org/wiki/Wirtschaftl...ngsgesellschaft

Zitat
Die Wirtschaftliche Forschungsgesellschaft mbH (kurz WiFo) war eine 1934 in Berlin durch das Reichswirtschaftsministerium gegründete Tarnfirma, welche für die Beschaffung, Lagerung und Herstellung von kriegswichtigen Rohstoffen zuständig war und damit die Logistik der Wehrmacht sicherstellen sollte. Ihre Hauptaufgabe bestand in der Errichtung von geheimen Großtanklagern, darüber hinaus war sie für den Betrieb von Mineralölkesselwagen, Tankschiffen, den Ausbau von Transportstrecken und den Betrieb von Werken zur Chemiegrundstoffherstellung wie beispielsweise Salpetersäure zuständig. Die WiFo existierte nach dem Krieg weiter und löste sich dann bis zum Jahre 1970 selbst auf, wobei die Nachfolgeunternehmen heute privatisiert sind.
Zitat Ende

In dem Wiki - Bericht wird der Leser weiter audgeklärt:

Zu Kriegsbeginn waren die Großtanklager der Wifo zu 80 Prozent gefüllt. Bis Ende 1941 sank der Gesamtbestand auf nur noch 13 Prozent ab.[14] Trotzdem herrschte in den Lagern reger Betrieb, da die hochwertigen Flugkraftstoffe nicht aus den Raffinerien kamen, sondern in allen der zehn Lager aus Treibstoffen und Additiven zusammengemischt wurden. Aus diesem Grund besaßen die Lager von der Wifo eigens entwickelte Tanks mit Mischanlagen. Die Luftwaffe bezog 90 % ihres Treibstoffbedarfs aus diesen Lagern.

Neben dem Hauptabnehmer Luftwaffe fand eine Treibstoff-Aufbereitung auch für das Heer statt, so dass aufgrund der unterschiedlichen Qualitätsmerkmale der angelieferten Ölsorten eine Vielzahl von Benzinen gelagert wurde. So befanden sich beispielsweise im Tanklager Hitzacker u.a. drei Arten aliphatischer Benzine, acht Benzine mit niedrigem Aromatengehalt, sechs Benzine mit hohem Aromatengehalt, vier Sorten schwere und drei Sorten leichte Öle.[15] Infolgedessen wurde dem jeweiligen Standort-Labor eine hohe Bedeutung zugemessen.

Nehmen wir einfach mal die im 1.Absatz genannte Salpetersäure:
http://de.wikipedia.org/wiki/Salpeters%C3%A4ure

Die reine Säure ist farblos und hat einen scharf stechenden Geruch. Sie wird unter anderem zur Herstellung von Düngemitteln, Farbstoffen und Sprengstoffen verwendet.

http://de.wikipedia.org/wiki/Salpeters%C3%A4ure
Abschnitt Verwendung:

Zitat
Salpetersäure ist einer der wichtigsten Grundstoffe der chemischen Industrie. Sie dient:

.... in Form ihrer Salze (Nitrate) als Düngemittel und für Explosivstoffe,
als Salz Silbernitrat in der Fotoindustrie,

.... als Scheidewasser zur Trennung (Quartation) von Gold und Silber (Silber wird aufgelöst)

.... in Mischungen mit Salzsäure als Königswasser zum Auflösen von Gold sowie zum Vergolden und zum Nachweisen von Gold

.... im Mischungsverhältnis 3 Teile Salzsäure zu 1 Teil Salpetersäure zum Aufschluss in der analytischen Chemie nach DIN EN 13 346 von Böden und Klärschlamm[13]

.... zum Beizen und Brennen von Metallen (grafische und galvanische Technik),

..... zur Nitrierung von organischen Stoffen bei der Herstellung von Farbstoffen, Heilmitteln, Explosivstoffen und Desinfektionsmitteln,

.... in Form ihrer Ester zur Herstellung von Explosivstoffen (Sprengöl), Celluloid, Nitro- und Zaponlacke,

.... zum Verändern von Fetten (Wasserlöslichkeit) zum Zwecke der Reinigung,

...... zum Polieren von Metallen.

.... Als Bestandteil von Raketentreibstoffen (Siehe WFNA und RFNA)

........Gemische mit Schwefelsäure werden Nitriersäure genannt und zur Nitrierung von organischen Verbindungen verwendet.

.....Sie wurde bis in die späten 1980er Jahre in der Raketentechnik als Oxidator verwendet (z. B. in der Agena-Oberstufe).




Diese Themen kann man doch bei einer Aufarbeitung der NS-Zeit nicht ausklammern!


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RE: ..noch etwas zur WiFo

#6 von Lola2 , 20.08.2014 22:09

Zitat aus Beitrag Nr. 1 von fight4yright

"Der Erklärungsversuch für diese gigantische Schadstofffahne (Bombenangriff(e) zum Ende des 2. Weltkrieg) erscheint mir unter diesem Aspekt mehr als "hilflos".
Was verbrennt kann wohl kaum als fast "reinster Treibstoff" im Boden landen.
Und offensichtlich stimmt die Maxime "von nichts kommt nichts" im Falle des Tanklagers auch nicht. Denn von fast gar nichts ist offensichtlich gaaaaanz viel geworden.
Vielleicht ist das aber auch nur unser "historisches Erbe"!.!??

Zitat Ende

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RE: . zum Beitrag 5

#7 von Lola2 , 28.08.2014 20:40


".... Als Bestandteil von Raketentreibstoffen (Siehe WFNA und RFNA)
.......Gemische mit Schwefelsäure werden Nitriersäure genannt und zur Nitrierung von organischen Verbindungen verwendet.
.....Sie wurde bis in die späten 1980er Jahre in der Raketentechnik als Oxidator verwendet (z. B. in der Agena-Oberstufe)."


Ich habe mal Nitriersäure gegoogelt, denn das sind für mich alles unbekannte Stoffe, für Chemiker wohl eher nicht.


http://de.wikipedia.org/wiki/Nitriers%C3%A4ure
Zitat
Nitriersäure

Nitriersäure ist ein Gemisch von konzentrierter Salpetersäure und konzentrierter Schwefelsäure[1] mit verschiedenem Mischungsverhältnis. Das Stoffmengenverhältnis wird meist zwischen 1:2 und 2:1 eingestellt. Der vorwiegende Anwendungsbereich ist die Herstellung von – teils – explosiven Nitroverbindungen durch Nitrierung.

Produkte

Durch Nitrierung werden großtechnisch u. a. folgende Produkte hergestellt:


Anilin (aus Nitrobenzol mit H2 an Pd/C)
Cellulosenitrat (aus Cellulose)
Glyceroltrinitrat (aus Glycerol)
Nitrobenzol (aus Benzol)
Pikrinsäure (aus Phenol)
TNT (aus Toluol)

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RE: . zum Beitrag 5

#8 von Lola2 , 14.09.2014 23:19

http://www.walter-thiel.de/9.htm

zum Raketentreibstoff - habe ich über Forschungsergebnisse von Walter Thiel - Raketeningenieur einiges gelesen. Bei diesem Thema geht es um Treibstoffoptimierung

Die chem.Stoffe lt.u.a. Aufstellung hat man während des Krieges in den Tanklagern gelagert und der Treibstoff wurde dort entsprechend gemischt. Ziel war immer die Treibstoffoptimierung. Dieses Ziel ist sic herlich erhalten geblieben bis in die heutige Zeit.
Der Grundstoff für die Treibstoffherstellung war immer Salpetersäure, Schwefelsäure, Wasserstoffperoxid u.a.



Bezeichnung


Beschreibung

Oxidationsmittel

A-Stoff
Flüssigsauerstoff (LO2, engl. LOX)

S-Stoff oder Salbei

Gemisch aus: 96% Salpetersäure HNO3 und 4% Eisenchlorid FeCl2

SV-Stoff


Rotrauchende Salpetersäure, Gemisch aus:

90-97% Salpetersäure HNO3 und

3-10% Schwefelsäure H2SO4

T-Stoff oder

Aurol

Wasserstoffperoxid H2O2

Brennstoff

B-Stoff


Gemisch aus 75% Ethanol und 25% Wasser

Br-Stoff


Benzin

C-Stoff


Gemisch aus: 50% Hydrazinhydrat,

50% Methanol mit Zusatz von 0,25% Kalium-Kupfer-Cyanür als Katalysator

M-Stoff


Gemisch aus 75% Methanol und 25% Wasser

N-Stoff


Chlortrifluorid (CIF3), auch C3 genannt

R-Stoff


Tonka 250: hypergol,

57% Xylidin (CH2)2C6H3NH2,

43% Triethylamin (C2H5)3N

Katalysator

Z-Stoff

Z-Stoff N

Z-Stoff C


(= Rubid) Wasserlösung aus

Natriumper­manganat NaMnO4 bzw.

Calcium-Permanganat Ca(MnO4)2

und Kalium­permanganat KMnO4,

Katalysator für T-Stoff

Bertolin oder B-Stoff


Die Abkürzung B-Stoff wurde doppelt ver­wendet (s.o.).

Hydrazinhydrat: Lösung aus

92% Hydrazin N2H4 und 8% Wasser,

Kataly­sator für T- und M-Stoff

Nebelstoff

F-Stoff


Titantetrachlorid


Verwendete Tarnausdrücke für die verschiedenen Komponenten der Raketentreibstoffe
(Quelle: Lange „Peene­münde“, S. 64 und eigene Zusammenstellung)
.......................................................................

Bis in die späten 1980iger Jahre wurde Nitriersäure als Oxidator in der Raketentechnik verwendet.
Bestandteile:
Nitriersäure ist ein Gemisch von konzentrierter Salpetersäure und konzentrierter Schwefelsäure[1] mit verschiedenem Mischungsverhältnis. Das Stoffmengenverhältnis wird meist zwischen 1:2 und 2:1 eingestellt. Der vorwiegende Anwendungsbereich ist die Herstellung von – teils – explosiven Nitroverbindungen durch Nitrierung.----

http://de.wikipedia.org/wiki/Nitriers%C3%A4ure
..............................................................................

Ich denke mal, dass die Bundeswehr ebenfalls für besondere Treibstoffe Verwendung hatte und die Tanklagerbetreiber müßten demnach alle diese chemischen Substanzen vorrätig haben.


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