Kraftwerk Farge (Quelle: wikipedia)

Bolzplatz und Discgolf-Parcours auf der Bahrsplate

#1 von Lola , 12.12.2013 08:52

http://www.weser-kurier.de/bremen/politi...rid,732949.html

Zitat
Blumenthal - 12.12.2013
Startschuss!
Von Christian Kosak

Blumenthal. 32 mal 18 Meter wird der Kunstrasenplatz auf der Bahrsplate in Blumenthal messen. Und spätestens mit Beginn der Sommerferien im kommenden Jahr soll das Feld bespielbar sein. Gestern war offizieller Spatenstich für das soziale Projekt, bei dem unter anderem die Bürgerstiftung Blumenthal, die Innenbehörde und der SV Werder Bremen an einem Strang ziehen. Werder-Trainer werden gemeinsam mit Vereinen aus der Umgebung regelmäßig vor Ort sein und Trainingseinheiten anbieten. Im April dieses Jahres hatte es erstmals einen Test gegeben, ob es gelingen kann, auf diesem Wege einen niedrigschwelligen Zugang zu Kindern und Jugendlichen aus dem Blumenthaler Problembereichen zu bekommen. Der Bolzplatz soll rund 100000 Euro kosten, die Summe teilen sich „Werder bewegt“, die Stiftung Wohnliche Stadt und Sponsoren. Werder hat einen vom Deutschen Fußball-Bund ausgelobten Integrationspreis in Höhe von 25000 Euro für dieses Projekt gespendet.
Zitat Ende

Wie schön, dass dieses Areal für Kinder und Jugendliche genutzt wird.


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Mut zur Bescheidenheit?

#2 von Reinhard , 12.12.2013 11:43

Mut zur Bescheidenheit?

In dem heutigen Artikel vermisst der Leser einiges, der sich noch an den Zeitungsbericht „Werder-Projekt „Spielraum Bahrsplate“ nimmt Konturen an. Erster Spatenstich für Bolzplatz“ vom letzten Samstag erinnert. Vor einer halben Wochen wurden noch eine Reihe von Honoratioren angekündigt, so der Bremer Innensenator, der Vorstandsvorsitzender der Sparda-Bank Hannover als wichtiger Sponsor und nicht zuletzt der Werder-Präsident Klaus-Dieter Fischer, um hier durch einen feierlichen Spatenstich ein Leuchtturmprojekt der Grünweißen im Bremer Norden zu starten.

Die Realität hat sich offenbar nicht an diese Pressemitteilung gehalten, denn von viel Prominenz, die für Werder Bremen in der entsprechenden Fan-Ausrüstung in diesen nicht ganz leichten Zeiten für den Verein wirbt, ist nichts zu sehen und zu lesen. Dafür stehen jetzt Kinder im Vordergrund, die einen grünweißen Ball spielen. Allerdings noch ohne bekannten Werder-Trainer und auf fast natürlichem Rasen.

Das spricht für einen wirklichen Spielraum. Und vielleicht auch für einen neuen Mut zur Bescheidenheit bei den Initiatoren?


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RE: Mut zur Bescheidenheit?

#3 von Lola , 12.12.2013 22:57

http://www.weser-kurier.de/bremen/stadtt...rid,467122.html

Ich möchte auf den Kommentar unter dem Zeitungsbericht hinweisen, weil man inzwischen von der Politik andere Töne hört.

Diesen Bolzplatz hätte man auch schon vor etlichen Jahren anlegen können, oder?

Wenn jetzt noch die Quartiersmanagerin Hilfestellung durch den seit 10 Jahren ? bestehenden Arbeitskreis bekommt, sollte man die Probleme George-Albrecht-Str. und umzu, eigentlich in den Griff bekommen. Zumindest kann der Arbeitskreis seine Erfahrungen und Aktivitäten mit der Quartiersmanagerin teilen, oder?

http://www.ortsamt-blumenthal.bremen.de/...liederliste.pdf

..nur mal so nebenbei ist mir in dem Beitrag lt.o.a. Link des Arbeitskreises aufgefallen, dass man sich am 18.1.2013 Gedanken darüber gemacht hat, eine Quartiersmanagerin einzusetzen. Nun ja, zum 1.10.2013 wurde ja auch die Quartiersmanagerin eingestellt.

Warum aber hat man vorher 2 "Kümmerer" /Immobilienstandortmanager verpflichtet? Eigentlich schade um das Geld, denn der Quartiersmanagerin hätten
€ 120.000,-- (https://m.weser-kurier.de/articles/47382...en--den-verfall) sicherlich sehr geholfen.

Auf jeden Fall können die Kinder sich schon auf den Sommer freuen, wenn der Bolzplatz fertig ist und das 1.Spiel angepfiffen wird.


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RE: Mut zur Bescheidenheit?

#4 von Reinhard , 15.12.2013 10:00

Offenbar hängt die Bedeutung des symbolischen ersten Spatenstichs für das Projekt „Spielraum Bahrsplate“ ganz von der Perspektive ab. Was für die Norddeutsche bzw. den Weser-Kurier ein Grund war, damit einige Kinder an einem Mittwochvormittag nicht in der Schule sitzen mussten, sondern einem Ball auf der Bahrsplate hinterherjagen konnten, ist für andere ein wichtiges Integrations- und Präventionsprojekt, das von Anfang an professionell gemanagt wird.

Das wird deutlich, wenn man diesen Spatenstich mit dem auf dem BWK-Gelände vor einigen Tagen vergleicht. Damals hatte man nur einen Spaten, während es jetzt gleich vier neue Gartengeräte gibt. Der Grund hierfür ist nicht der größere körperliche Einsatz der Honoratioren, sondern die vorgesehene spätere Verwendung dieser am Mittwoch durch ihre besondere Verwendung geadelten Spaten. Sie haben nicht nur Blumenthal enger mit der grün-weißen Werder-Welt verbunden, sondern wurden auch signiert, sodass sie jetzt unverwechselbare Erinnerungstücke an dieses Ereignis auf der Bahrsplate sind.

Später sollen sie – und hierin zeigt sich die Professionalität der Bürgerstiftung, die jede Chance nutzt, um Mittel für die Entwicklung Blumenthals zu akquirieren – zugunsten des Projekts versteigert werden.

Das dürfte angesichts der Bedeutung des Spatenstichs auf der Bahrsplate und der beteiligen Honoratioren sicherlich nicht schwer fallen. Ohnehin wäre zu überlegen, ob diese Spaten nicht eindrucksvolle Geschenke sein können, sodass es sicherlich ein guter Griff wäre, wenn sie das Ortsamt aus Globalmitteln von der Bürgerstiftung erwerben würde.

Gute Anlässe, um Blumenthaler Initiativen damit auszuzeichnen, gibt es sicherlich genug. Man denke etwa an den Start des Projektes „Essbares Blumenthal“. Hier könnte ein Spaten ein sehr zweckmäßiges Eröffnungsgeschenk sein, das noch dazu eine Anregung aus dem Beirat aufgreift, in der eine Beteiligung der Bürgerstiftung empfohlen wurde.

Aber es kann auch viele andere Aufbrüche und Neubeginne geben, die mit einem Spaten unterstützt werden könnten und sollten. So etwa Selbsthilfegruppen für eine Umgestaltung des Marktplatzes oder bei Aktionen, die die Industriebrache auf dem BWK-Gelände im Sinne des urbanen Gärtnerns nutzen wollen. Auch das wäre die Umsetzung einer Anregung aus Blumenthals kreativem Beirat.

So wird man rasch feststellen müssen, wie bedauerlich es war, dass zum Spatenstich des Projektes „Spielraum Bahrsplate“ nicht mehr Promis erschienen sind, von denen nachher jeder gern ein Autogramm samt Spaten hätte.


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Fußballinsel der Seligen

#5 von Reinhard , 17.12.2013 15:14

Fußballinsel der Seligen

Die ganz besonderen Möglichkeiten einer innovativen Verwaltung zeigen sich deutlich bei der Realisierung des Bolzplatzes auf der Bahrsplate. Hier bereiten offenbar die inzwischen auf 111.000 Euro gestiegenen Kosten keine Kopfschmerzen, denn es geht schließlich ja auch um eine „tolle Geschichte“, bei der „Verantwortung wahrgenommen“ wurde, um die „Lebensqualität zu verbessern“, wie der Staatsrat beim Senator für Inneres und Sport anlässlich des symbolischen ersten Spatenstichs erklärte.

Bei diesen paradiesisch zu nennenden Verhältnissen können sich die Blumenthaler wirklich auf der Sonnenseite kommunaler Planungen sehen, wenn sie ihre Situation etwa mit Gemeinden in Süd- und Ostdeutschland vergleichen, in denen offenbar schwäbische Hausfrauen oder deren Söhne und Ehefrauen Entscheidungen treffen.

Während in Blumenthal die innovative Verwaltung für klare Vorgaben gesorgt hat, wird dort über den Standort und die Ausstattung eines Bolzplatzes in den politischen Gremien lang und breit diskutiert und sogar auf verschiedene Vor- und Nachteile eingegangen. Aber das muss sicherlich wirklich nicht sein, da die Bahrsplate sich bekanntlich für Events und Infrastruktureinrichtungen fast jeder Art eignet, wie eine vom Beirat eingesetzte Arbeitsgruppe festgestellt hat, und die Frage des Belages von einer nicht näher bekannten Gruppe potenzieller jugendlicher Nutzer aus dem Stadtteil eindeutig geklärt wurde. Sie haben sich für Kunstrasen entschieden, damit sie „auch im Winter kicken“ können und einen eingezäunten Platz gewünscht, sodass „der Ball nicht rausfliegt“.

Bei den Pfennigfuchsern außerhalb des verschuldeten Bremens musste man hingegen etwa in einem Stadtteil des hessischen Lampertheim sieben Platztypen aufgrund des Belages und der unterschiedlichen Kosten vergleichen, wobei man sich schließlich mehrheitlich für einen Rasenplatz entschied, der dort mit Kosten von knapp 37.000 € fast nur bei einem Drittel der 100.000 € für einen Kunstrasenplatz veranschlagt wurde. Ähnlich votierte man in einem ostdeutschen Ort, weil bei dieser Wahl „auch das Kosten-Nutzen-Verhältnis stimmt.“

Da man in diesen Orten eine politische Diskussion als notwendig ansah, gab es sogar abweichende Meinungen. So sah man beim Kunstrasen nicht nur die Vorteile geringerer Pflege, sondern bezeichnete das Bolzen auf Kunstrasen im Sommer als „unangenehm.“. Dabei fehlten auch ganz kritische Stimmen gegenüber der teuren Lösung nicht, wenn etwa angesichts der großen Preisdifferenz zwischen Rasen und Kunstrasen die Wahl der preiswerten natürlichen Variante auch damit begründet wurde, dass „die Zeiten der Bolzplätze“ „eigentlich vorbei“ sind.

In anderen Orten musste man jedoch nicht nur das Für und Wider verschiedener Bolzplatzvarianten erörtern, sondern sich sogar mit der Frage einer Baugenehmigung herumschlagen.

Alle diese Schwierigkeiten gibt es dank der Vorbereitung durch die innovative Verwaltung in Blumenthal nicht, sodass sich die jugendlichen Kicker hier ab Mai nächsten Jahres auf ihr weiteres Leben vorbereiten können, indem sie umgeben von grün-weißen Symbolen von ihrer Beteiligung an einer Rückkehr des Jahres 2004 träumen können, als Werder Meister und Pokalsieger wurde und auch die BWK noch Kammzüge in Blumenthal produzierte.


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."Es soll was ganz, ganz Großes werden"

#6 von Lola , 23.12.2013 19:29

so lautete die Überschrift des BLV-Beitrag v. 18.12.2013 - Seite 9

Es heißt in dem Bericht: " Dazu kommen Mittel vom Förderverein Bürgerstiftung Blumenthal, dessen Hauptunterstützer bislang das EON-Kraftwerk in Farge ist".

Ich habe mal gegoogelt und der Sponsor lt.u.a. Link ist nicht EON, sondern GDF Suez.


http://www.buergerstiftung-blumenthal.de/2012/07/301/
https://www.gdfsuez-energie.de/de/erzeug...gsanlagen/farge

http://de.wikipedia.org/wiki/Kraftwerk_Farge#Eigent.C3.BCmer


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RE: ."Es soll was ganz, ganz Großes werden"

#7 von fight4yrights , 23.12.2013 20:19

Eben weil der Hauptsponsor der Bürgerstiftung GDF Suez ist, hat jede Spende von denen in meinen Augen ein Geschmäckle. Denn:
Schaut her, weil wir jährlich z.B. 107 kg Quecksilber in die Luft entlassen....und bei Westwind genau in Richtung Bolzplatz auf der Bahrsplate...betreiben wir "Wiedergutmachung".
Und verdünnt hat sich dort dann sowieso alles unterhalb der Grenzwerte für den 70kg Erwachsenen bei normaler Atemfrequenz.
Greenwashing heißt das, glaube ich. Aber schon Pontius Pilatus hat bekanntlich seine Hände in Unschuld gewaschen.
Das ist dann aber erst zu Ostern aktuell.


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RE: ."Es soll was ganz, ganz Großes werden"

#8 von Lola , 25.12.2013 17:57

..zum Bolzplatz hat sich der Pastor der Christus-Gemeinde, Cranzerstr. am 21.12.2013, nachdem er sich vorgestellt hat,uns dahingehend informiert, dass man mit dem Projekt "Serve the City", Werder Bremen und dem OA am Gelingen der zukünftigen Bolzplatznutzung beteiligt ist.

Wir wurden noch weiter informiert, dass die Schulen sich dort ebenfalls treffen. Auf die Frage, wer sich ansonsten um den Platz kümmert, wenn nicht gerade Werder, Serve the City oder Schulen dort trainieren, lautete die Antwort des Pastors "keiner".

Es war das Treffen der BI Tanklager Farge am 21.12.2013. Der " BI Tanklagerfarge" hat man die Möglichkeit eingeräumt, auch im dortigen Gemeindezentrum sich zu treffen, worüber sich die Mitglieder der BI sehr freuen.


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Signaturen für die Zukunft

#9 von Reinhard , 14.01.2014 11:02

Signaturen für die Zukunft

Nach und nach werden weitere Einzelheiten des ersten Spatenstichs auf der Bahrsplate auch für eine breitere Öffentilchkeit bekannt, wo noch vor dem Sommer ein Bolzplatz errichtet sein soll, an dessen Kosten und Betreuung sich u.a. Werder Bremen beteiligt.

Eine sehr pfiffige Idee dürfte hier die Signierung der vier benutzten Spaten sein, deren Wert als Erinnerungen an diesen Termin, vielleicht jedoch sogar einmal als Symbole des Aufbruchs in eine neue Zeit im Stadtteil Blumenthal möglicherweise deutlich steigen wird. Dabei dürfte es auch von Vorteil sein, dass der Eigentümer, der Förderverein einer Bürgerstiftung Blumenthal, anders als man es etwa über ähnliche Anlässe bei wikipedia findet, weder eine schwer präsentier- und praktisch kaum nutzbare Spezialanfertigung gewählt hat



noch den Wert der einzelnen Spaten durch eine zu große Menge inflationiert.



In Blumenthal besitzt man hingegen vier handliche Spaten, die sogar doppelt signiert sind. So findet man an der Seite des oberen Spatenblattes die Bezeichnung des Ereignisses eingraviert und zusätzlich in der Mitte die Unterschrift der vier beteiligten Honoratioren. Dabei ist es dem Werder-Präsidenten gelungen, ein besonderes Unikat zu schaffen, da er als einziger auf der Rückseite des Spatenblattes unterschrieben hat.

Leider ist nicht einmal per Gerücht bekannt,was der Förderverein bis jetzt mit den Spaten gemacht hat. Dabei bieten sie sich doch für Werder Bremen und die Sparda-Bank geradezu als Ausstellungsstücke an, um die eigenen Leistungen für ein sozial benachteiligtes Quartier nahe einem sozialen Brennpunkt zu präsentieren. Das könnte etwa für den Hauptsponsor Sparda Bank in seiner Hannoveraner Zentrale oder seiner Vegesacker Filiale sowie das [URL=http://www.werder.de/de/uebeonsor-werder/wuseum/Wuseum [/URL] oder die Geschäftsstelle des Projektpartners Werder erfolgen, um für die auf dessen PR-Marke „Werder bewegt – ein Leben lang“ aufmerksam zu machen. Für die beiden weiteren Spaten kämen Gartenmärkte im Ort infrage, da hier einen unmittelbarer Bezug zum Symbolträger besteht.

Auf diese Weise könnte man nicht nur an den Spatenstich und die guten Taten weiter erinnern,sondern gleichzeitig auch den Bekanntheitsgrad und damit den Wert der vorgesehen Versteigerungsstücke für die später vorgesehene Auktion erhöhen.

Allerdings sollte man bei einer derartigen weiteren wertsteigernden Aktion darauf achten, dass alle externen Mitarbeiter über die Bedeutung der Spaten informiert werden, damit nicht ein Unglück eintritt, wie es vor Jahren einem Kunstwerk von Josef Beuys widerfahren ist. Damals in den 1970er Jahren sollen zwei SPD-Mitglieder, in anderen Versionen der Anekdote waren es mehrere Jusos, den künstlerischen Wert einer mit Pflastern und Mullbinden veredelten Kinderbahnwanne nicht erkannt und diese gesäubert haben, um darin Gläser zu spülen bzw. in der Juso-Version Bier zu kühlen.

Oder hat vielleicht der Förderverein für die Unterschriften einen Permanentmarker gewählt, der sogar bei einem ganz ordinären Gebrauch im Garten noch werbewirksam erhalten bleibt. Dann könnte man vermutlich mit dem Hersteller als besonders interessierten Käufer rechnen.


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Sponsorengedränge

#10 von Reinhard , 15.01.2014 12:49

Sponsorengedränge

„Tue Gutes und rede darüber“, ist bekanntlich eine alte Regel der Öffentlichkeitsarbeit, die heute auch ganz modern und in global verständlicher Sprache als Corporate Social Responsibility (CSR) interptretiert wird. Wie Fachleute schreiben, ist CSR "ein handfester Beleg für die Aktualität des alten Wahlspruchs"; denn mit "CSR streben Unternehmen schließlich seit Jahren an, ihr Image bei Kunden, Mitarbeitern, Marktpartnern, Medien, NGOs oder Politikern zu pflegen."

Wenn es um ein Fußballprojekt für Schüler in einem sozial benachteiligten Stadtteil geht, kann man daher mit einem großen Interesse an einer breiten Darstellung für die Öffentlichkeit rechnen. Das ist hier auch inzwischen tatsächlich eingetreten, und zwar mit den erwartbaren leicht abweichenden Schwerpunktsetzungen. Niemand will schließlich sein Licht unter den Scheffel stellen.

Während die Bürgerstiftung auf der Bahrsplate klar und eindeutig plakatiert hat, dass es sich um ein „Stadtteilprojekt der Bürgerstiftung Blumenthal“ handelt, reicht die Aktualität auf ihrer Webseite nur bis zum Rock-Frühschoppen im letzten September. Hier springt jedoch der die Facebook-Seite ein, wo fast ein Dutzend Fotos „Unser Top-Projekt "Spielraum Bahrsplate" für Blumenthal“ dokumentieren. Zugleich kann man dort an den grünweißen Schals und Bällen erkennen, dass Werder nicht ganz unbeteiligt ist.

Genaueres hierzu kann man auf der „Werder bewegt“-Seite finden, wo über die CSR-Marke „Werder bewegt – ein Leben lang“ und das Projekt „Spielraum“ informiert wird, durch das Werder und sein Sportausrüster Nike gemeinsam mit lokalen Initiativen … alte Bolzplätze im Stadtgebiet wieder beleben“, damit „Heranwachsenden, die aus unterschiedlichsten Gründen nicht den Weg in den Verein finden“, Sport treiben und „Werte wie Fairness, Respekt und Toleranz“ vermittelt werden.

Allerdings werden nicht nur diese Auszüge aus der Rede des Werder-Präsidenten zitiert, sondern es wird auch eine Liste der Sponsoren genannt. Das beginnt, wie es die Höflichhkeit der Öffentlichkeitsarbeit gebietet, mit dem Fußballverein Werder Bremen, der einen beim DFB gewonnenen Integrationspreis von 25.000 € um 5.000 € aufgestockt hat. Außerdem werden noch Nike, die Sparda-Bank Hannover, die Stiftung Wohnliche Stadt und der Bremer Innensenator genannt.

Dabei fällt auf, dass in dieser Liste die Bürgerstiftung Blumenthal fehlt, während mit der Stiftung Wohnliche Stadt eine ganz andere Stiftung auftaucht. Wenn man sich über diese Stiftung näher informiert ,kann man erfahren, wieso in dem finanziell so klammen Bremen Ende letzten Jahres noch plötzlich 20.000 € für den Bolzplatz zur Verfügung standen. Es handelt sich um Mittel vor allem aus dem Spielbankbetrieb, die über diese Stiftung verteilt werden.

Während sich die Sparda-Bank mit ihren 30.000 € Fördergeldern, die allerdings weitgehend nicht aus dem Gewinn der Bank, sondern den Beträgen ihrer Prämiensparer stammen, beim Eigenlob sehr zurückhält, macht noch eine weitere Organisation auf sich aufmerksam, die auf der Liste der materiellen Zuwendungen gar nicht auftaucht.

Es handelt sich um die Christusgemeinde an der Cranzer Straße, die von den vier „Spatenstechern“, wie sie bei Facebook genannt werden, in einem Kurzartikel nur den Werder-Präsidenten und den Blumenthaler Ortsamtsleiter kennt. Vertreter des schnöden Mammons oder der weltlichen Bremer Verwaltung werden nicht erwähnt, natürlich auch nicht ein globaler Industriekonzern wie Nike. Stattdessen kann man erfahren, von wem die ersten Ideen stammen, wenn darauf verwiesen wird, dass der „neue Fußballplatz“ „aus unserem Aufräum- und Turnier Projekt im Frühjahr hervorgeht.“

Wie gesagt: Man soll sein Licht nicht unter den Scheffel stellen und schon gar nicht die geistlichen Werte vergessen.


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RE: Sponsorengedränge

#11 von Lola , 26.01.2014 09:21

BI-Lebensqualität Etzel-

Die IVG will in Etzel die Anzahl der Kavernen auf 144 erhöhen und dazu wird ein neues Kraftwerk benötigt.


BI-Lebensqualität Etzel-

#1 von Lola , Gestern 20:38

www.bi-lebensqualitaet.de


Zitat
Gasverdichteranlagen

erzeugen immense CO2-Belastung

Der E.ON Gasverdichter im Etzeler Kavernenfeld bezieht seinen
Strombedarf von einem..++++++ Kohlekraftwerk am Jade-Busen.+++++++++++

Bei der Erzeugung von 1 MWh Strom entstehen in einem
Steinkohlekraftwerk 949kg CO2
Bei einer Anschlussleistung der Gasverdichter von 51 MW
Und 3000 Betriebsstundenim Jahr, wird eine CO2-Menge
freigesetzt in Höhe von 145 197 t CO2
Dieser CO2-Ausstoß entsteht beim Betreiben von 29 Kavernen
Das bedeutet, dass pro Kaverne pro Jahr 5 006,79 t CO2 ausgestoßen werden.
Bei 144 Kavernen wären das dann
720 978,2 t CO2/Jahr



RE: BI-Lebensqualität Etzel- Kavernen/Etzel GDF Suez-Kraftwerk

#2 von Lola , Gestern 21:11

http://de.wikipedia.org/wiki/Kraftwerk_W...aven_%28E.ON%29

Zitat
Erweiterung des Kraftwerks
Planungen von E.ON

Seit 2009 liefen Planungen der E.ON zu einem zweiten Kraftwerksblock, eine Erweiterung des Bestandskraftwerks um 550 Megawatt. Die Inbetriebnahme war für das Jahr 2015 vorgesehen. Eine Besonderheit des Neubaus war der geplante Wirkungsgrad, da mit diesem Kraftwerk zum ersten Mal ein Wirkungsgrad von über 50 % bei einem Steinkohlekraftwerk erreicht werden sollte. E.ON führte das Kraftwerksprojekt deshalb unter dem Namen „Kraftwerk 50plus“. Am 14. April 2010 teilte E.ON überraschend den Stopp der Planungen mit. Als Grund wurde angegeben, dass „die Technik und die Werkstoffe noch nicht den Ansprüchen genügen, ein solches Kraftwerk auch wirtschaftlich und sicher zu betreiben“.[2]
Kraftwerkneubau durch GDF Suez
→ Hauptartikel: Kraftwerk Wilhelmshaven (GDF Suez)

Im September 2008 erfolgte in der Nachbarschaft des E.ON-Kraftwerks die Grundsteinlegung für den Neubau eines 800 Megawatt Kraftwerks der GDF Suez. Das Steinkohlekraftwerk soll 2013 in Betrieb gehen.[veraltet][3]
Zitat Ende

Nur mal so diese Infos, damit man weiß womit der Sponsor sich sonst noch beschäftigt.

In Farge und Rönnebeck haben wir nun diesen gigantischen Umweltschaden, ausgehend vom Tanklager Farge und hat man für die Schadensminimierung auch Sponsoren gefunden?
Wifo Tanklager-Farge
In Etzel dreht sich alles um das Wasser und in Bremen-Nord ebenso und wandern wir die Weser flussaufwärts bis in die Werra, treffen wir dort auf Anrainer, die schon seit vielen Jahren auf die Versalzung der Flüsse Werra/Weser hinweisen.
http://de.wikipedia.org/wiki/Werra
Zitat
Ein Teil der Salzfracht des Flusses stammt aus natürlicher Auswaschung, der größere Teil wird eingeleitet, und zwar derzeit bei Unterbreizbach (Ulster), Dorndorf (Werra) und Heringen (Werra). Diese künstliche Einleitung begann erst mit der industrielle Nutzung der Lagerstätten. Schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts gefährdete sie die Trinkwasserversorgung flussabwärts liegender Orte, beispielsweise der Stadt Bremen,
Zitat Ende


Jeder Sponsor, der ein Wirtschaftsunternehmen leitet, hat eine Erwartungshaltung gegenüber dem Beschenkten. Macht sich ein Beirat nicht handlungsunfähig wenn er diese Gelder wie z.B. von GDF Suez annimmt? Kritik kann dieser Beirat doch überhaupt nicht mehr ausüben.

Könnte es sein, dass Lobbyisten schon längst das Ruder übernommen haben und lenken alles was für die Wirtschaftsunternehmen Profit verspricht und die Natur und die Lebensqualität der Bürger bleibt auf der Strecke?
Sind Politik, Aufsichtsbehörden und Verwaltung nur noch zahnlose Tiger? Aber das ist nur meine Meinung und die darf ich doch noch äußern, oder?

Ich lasse mich gern vom Gegenteil überzeugen, dass nur im Sinne der Natur und der Bürger gehandelt wird.


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Einmaliger Standortvorteil

#12 von Reinhard , 14.07.2014 08:47

Einmaliger Standortvorteil


In seinem Bericht über die Einweihung des Bolzplatzes auf der Bahrsplate berichtet der Weser Report über ein ganz besonderes Detail. Danach wird der Platz von der Wohnung des Ortsamstleiters aus videoüberwacht.

Ist dieser Sichtkontakt vielleicht der Grund dafür, dass der Blumenthaler Beirat nicht lange über einen geeigneten Standort diskutieren musste.

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RE: Einmaliger Standortvorteil

#13 von Klueverbaum , 18.07.2014 01:02

Big Brother?

http://www.taz-bremen.de/Ueberwachter-Bolzplatz/!142644/

Und wer hat den Platz nun eigentlich bezahlt? Diese Bürgerstiftung oder doch Werder Bremen?

http://www.werder.de/de/werder-bewegt/news/47504.php

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RE: Einmaliger Standortvorteil

#14 von fight4yrights , 18.07.2014 12:24

Hallo Klüverbaum,
sehr interessant....Ist doch zur Zeit "Erntezeit" und offensichtlich möchte jeder die "Lorbeeren" ernten.
Mach doch mal einen Bürgerantrag daraus (Anfrage), damit der "Bürgermeister" von Blumenthal wieder einmal 6 Wochen Zeit hat, diesen zu beantworten.
LG
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zuletzt bearbeitet 18.07.2014 | Top

RE: Einmaliger Standortvorteil

#15 von fight4yrights , 22.07.2014 13:50

Die Videoüberwachung des Bolzplatzes zieht Kreise:

http://www.taz.de/Streit-um-Fussballplatz/!142833/

LG

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Bürgerstiftung Blumental und ihr Förderverein
Bürgerstiftungen im Vergleich

Burg Blomendal (Quelle: wikipedia)
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