Kraftwerk Farge (Quelle: wikipedia)

"Das Erinnern hat kein Ende"

#46 von Lola3 , 01.02.2017 07:47

http://www.weser-kurier.de/deutschland-w...id,1539254.html

Zitat

Gedenken an Auschwitz-Befreiung vor 72 Jahren
"Das Erinnern hat kein Ende"
27.01.2017 0 Kommentare

Am 27. Januar 1945 befreite die Rote Armee das KZ Auschwitz. Seit 1996 wird an diesem Tag der Opfer des Nationalsozialismus gedacht - und in diesem Jahr insbesondere der Ermordeten im Namen der "Euthanasie".



Mit zahlreichen Veranstaltungen in Deutschland und Europa wird am Freitag der Opfer der nationalsozialistischen Massenmorde gedacht. Auf dem Gelände des ehemaligen deutschen Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau versammeln sich Überlebende des Konzentrationslagers, das am 27. Januar 1945 von Soldaten der Roten Armee befreit worden war. Unter der Herrschaft der Nazis waren dort mindestens 1,1 Millionen Menschen vergast, zu Tode geprügelt oder erschossen worden, oder an Krankheiten und Hunger gestorben.

"Wir gedenken in diesem Jahr besonders der Kranken, Hilflosen und aus Sicht der NS-Machthaber 'Lebensunwerten', die im sogenannten Euthanasie-Programm ermordet wurden", sagte Lammert. "300.000 Menschen, die meisten zuvor zwangssterilisiert und auf andere Weise gequält wurden." Zwischen der "Euthanasie" und dem Völkermord an den europäischen Juden habe "ein enger Zusammenhang" bestanden, sagte Lammert. "Als 'Probelauf zum Holocaust' gilt das Töten durch Gas, das zuerst bei den 'Euthanasie'-Opfern praktiziert und damit zum Muster für den späteren Massenmord in den NS-Vernichtungslagern wurde." An der Gedenkstunde des Parlaments nahm auch Bundespräsident Joachim Gauck teil
Zitat Ende

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"Ausdruck der Unmenschlichkeit"

#47 von Lola3 , 15.03.2017 07:54

http://www.weser-kurier.de/region/die-no...id,1567323.html

Zitat

Oratorium im Denkort Bunker Valentin erinnert an das kurze Leben Anne Franks und fordert dazu auf, aus den Schrecken zu lernen
Ausdruck der Unmenschlichkeit
Gerd Klingeberg 15.03.2017 0 Kommentare

Farge. Es ist düster. Kalt. Zugig und hallig. Kein angenehmer Konzertsaal, ganz im Gegenteil. Das Ambiente ist so bedrückend, dass viele Besucher vorab so lange wie möglich draußen in der Frühlingssonne bleiben. Und doch ist gerade die Unwirtlichkeit des Bunkers Valentin, diese in Beton gegossene Monstrosität, der ideale Ort für die Aufführung des Oratoriums „Anne! – Damit wir klug werden“ von Marita (Text) und Reinhard Gramm (Musik). Denn wo sonst könnte man besser eine Ahnung davon bekommen, welche unmenschlichen Verhältnisse das Mädchen Anne Frank – wie auch Millionen anderer Juden während der Zeit des Holocausts – in seinen letzten Lebensmonaten erdulden musste.

Es sei die Pflicht jedes Christen, die Erinnerung an solche Gräuel wach zu halten, „Haltung zu zeigen, klüger und solidarischer zu werden“, damit dergleichen nie wieder passiere, betonte Edda Bosse, die Präsidentin der Bremischen Evangelischen Kirche, in ihren einleitenden Worten. Und sie scheute auch nicht den Hinweis auf die judenfeindlichen Schriften Martin Luthers als ein „schweres Vergehen“, das es 500 Jahre nach der Reformation aufzuarbeiten gilt.
...
Weiter heißt es:
Die durch die Invasion der Amerikaner aufkeimende Hoffnung auf Befreiung, ausgedrückt im D-Day-Blues, blieb trügerisch. Der Abtransport der untergetauchten Juden um Anne Frank in die KZs von Auschwitz und Bergen-Belsen bedeutet den Tod durch Zwangsarbeit, Hunger und Typhus. Anne ist nicht einmal 16 Jahre alt geworden.

Zitat Ende

Den vollständigen Bericht kann man mit o.a. Link aufrufen.

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Die Geschichte eines Volkes muß korrekt aufgezeichnet sein.

#48 von Lola3 , 30.04.2017 10:07

https://volksbetrugpunktnet.wordpress.co...paul-rassinier/

Zitat

Starben wirklich 6 Millionen Juden? – Endlich die Wahrheit: Das Werk von Paul Rassinier

„Wir mußten die Krematorien einrichten, um die Leichen der vielen Gefangenen zu verbrennen, die an Infektionskrankheiten gestorben waren. Und daraus machen Sie eine Schlinge, an der Sie uns aufzuhängen wollen.“

Heinrich Himmler – in einer Besprechung mit den Vertretern des jüdischen Weltkongresses, im Jahre 1944.

Ohne Zweifel ist der grösste Beitrag für eine wahrheitsgemässe Untersuchung der Vernichtungsfrage, das Werk des französischen Historikers Professor Paul Rassinier. Der ausserordentliche Wert dieses Werkes liegt zunächst in der Tatsache begründet, dass Rassinier selbst das Leben in deutschen Konzentrationslagern kennenlernte, und ebenso, dass er als französischer intellektueller Sozialist und Anti-Nazi, es nicht nötig hatte, Hitler oder den National-Sozialismus zu verteidigen. Jedoch um der Sache der Gerechtigkeit und der historischen Wahrheit willen, verbrachte Rassinier die Nachkriegsjahre bis zu seinem Tode im Jahre 1966 damit, Untersuchungen anzustellen, die dann das Märchen von den Sechs Millionen und das Märchen über die Teufeleien der Nazis widerlegten.

Von 1933 bis 1943 war Rassinier Professor für Geschichte am College d’enseignement general in Belfort, Academie de Besancon. Während des Krieges leistete er Widerstandsarbeit, bis er am 30. Oktober 1943 von der Gestapo verhaftet wurde, die ihn dann bis 1945 in die Konzentrationslager Buchenwald und Dora schickte. Ende des Krieges bekam er Typhus, was seine Gesundheit so zerstörte, dass er seinen Lehrberuf nicht wieder aufnehmen konnte. Nach dem Kriege wurde Rassinier mit der Medaille de la Résistance ausgezeichnet und in die französische Abgeordneten-Kammer gewählt, aus der er von den Kommunisten im November 1946 hinausgeschmissen wurde.

Rassinier nahm dann sein grosses Werk in Angriff, eine systematische Analyse, besonders in bezug auf die angebliche „Vernichtung“ der Juden. Es ist nicht überraschend, dass seine Werke wenig bekannt sind. Sie wurden wenig aus dem Französischen übersetzt, und keines ist in englischer Sprache erschienen. Seine wichtigsten Werke sind: Die Lügen des Odysseus (Paris, 1949), eine Untersuchung über die Zustände in den Konzentrationslagern, beruhend auf seinen eigenen Erfahrungen darin, und Odysseus, verraten durch die Freunde (196o), eine Abfassung, die ebenfalls die Behauptungen der Propagandisten zurückweist. Seine ungeheure Aufgabe wurde vollendet mit 2 abschliessenden Bänden, Der wahre Eichmann-Prozess (1962) und Das Drama der europäischen Juden (1964), in welchem Rassinier die unehrlichen und verantwortungslosen des Schicksals der Juden anhand einer genauen statistischen Analyse blosstellt. Das letzte Werk untersucht ebenso die politische und finanzielle Bedeutung des Vernichtungs-Märchens und seine Ausbeutung durch Israel und die kommunistischen Mächte.

.......

.......

Der letzte Absatz lautet wie folgt:

Nichts könnte ein besserer und verheerenderer Beweis für die unverschämte Phantasie über Sechs Millionen sein. Die meisten dieser Forderer sind Juden, so dass kein Zwifel daran besteht, dass die Mehrzahl von 3.000.000 Juden, die der Nazi-Besetzung in Europa ausgesetzt waren, tatsächlich munter am Leben sind. Es ist also eine laut verkündete Bestätigung, dass in Wirklichkeit die jüdischen Verluste während des Zweiten Weltkrieges nur im Rahmen der Zahl von Tausenden geschätzt werden können. Sicherlich ist dies genug Leid für das jüdische Volk. Wer aber hat das Recht, dieses mit einer vorgetäuschten Schlächterei zu verbinden und eine grosse europäische Nation damit zu belasten und zu beschämen, und dann noch arglistig eine geldliche Entschädigung aus ihr herauszuholen.
Zitat Ende

Über den Autor Paul Rassinier kann man auf Wikipedia unter folgendem Link lesen: https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Rassinier

Zitat
"Paul Rassinier (* 18. März 1906 in Bermont; † 27. Juli 1967 in Paris) war französischer Politiker, Pazifist, Professor für Geschichte, Geographie und Literatur. Nachdem er im Zweiten Weltkrieg Gefangener in Buchenwald und Dora-Mittelbau gewesen war, wurde er nach dem Krieg zu einem Geschichtsrevisionisten und Holocaustleugner. In Frankreich gilt er als einer der Begründer des Negationismus."
Zitat Ende

Zu den Gaskammern:
"Seit dem Kriege hat Rassinier tatsächlich ganz Europa bereist auf der Suche nach jemandem, der während des Zweiten Weltkrieges tatsächlich Augenzeuge von Gaskammer-Vernichtungen in deutschen Konzentrationslagern gewesen war, aber er hat nicht einen einzigen gefunden. Er entdeckte, dass nicht einer der Autoren der vielen Bücher, die behaupteten, dass die Deutschen Millionen von Juden vernichtet hatten, auch nur eine Gaskammer gesehen hat, die für diesen Zweck gebaut war, geschweige denn eine in Betrieb gesehen hat, noch konnte einer der Autoren einen lebenden Zeugen herbeischaffen, der sie gesehen hat. Unzweifelhaft haben ehemalige Gefangene wie Renard, Kautsky und Kogon ihre Festellungen nicht auf dem gegründet, was sie gesehen haben, sondern auf dem, was sie „gehört“ haben, immer von „vertrauenswürdigen“ Quellen, die durch irgendwelche Umstände tot waren und denen es daher nicht möglich war, das Gesagte zu bestätigen oder nicht zu bestätigen.

Die wichtigste Tatsache, die aus den Untersuchungen von Rassinier hervorgeht, ist, und daran besteht kein Zweifel, der totale Schwindel über die „Gaskammern“. Ernsthafte Nachforschungen an Ort und Stelle haben durch unwiderlegbare Beweise gezeigt, dass es, im Gegensatz zu den Erklärungen der überlebenden „Zeugen“, keine Gaskammern in den deutschen Lagern in Buchenwald, Bergen-Belsen, Ravensbrück, Dachau und Dora oder Mauthausen in Österreich gegeben hat. Diese Tatsache, die wir schon früher festgestellt haben, wurde durch Stephen Pinter vom US-Kriegsministerium bestätigt und offiziell vom Institut für Zeitgeschichte in München zugegeben. Jedoch Rassinier weist besonders darauf hin, dass „Zeugen“ bei dem Eichmann-Prozess wieder erklärt haben, dass sie in Bergen-Belsen Gefangene auf dem Weg zu den Gaskammern gesehen haben."

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Meine Mutter hat Zeit ihres Lebens unter der Geschichte des Holocaust gelitten, obwohl ihr Vater (mein Großvater) wieder nach Hause gekommen ist, haben sich alle Berichte die sie in Zeitungen gelesen hatte, tief in ihr Gedächtnis eingeprägt. Sie erzählte mir, dass ihr Vater in Bezug auf den Holocaust lange nach Kriegsende gesagt hat, dass er dazu nichts sagen kann, denn er hat nie derartiges gesehen oder selbst erlebt.

Die "Greueltaten" jedoch hatten meine Mutter und später auch mich, fest im Würgegriff. Die Umerziehung der Nachkriegsgeneration funktionierte.

Schon als Kind habe ich meine Familie mit Fragen sehr genervt, weil ich immer für alles mögliche den Ursprung wissen wollte und meine Großmutter rollte häufig mit den Augen und stöhnte ...nein, jetzt geht sie wieder bis zum Urschleim zurück :-)
Nur Fragen zum Holocaust wurden bei mir im Keim erstickt, sobald ich Bilder mit Bergen von toten Menschen sah.

Aus heutiger Sicht kann ich sagen, dass diese Bilder wahrscheinlich deshalb gemacht wurden, damit niemand Fragen stellt.

Meine Mutter ist vor einigen Jahren an Demenz erkrankt und zwischenzeitlich gestorben, ohne jemals die Wahrheit zu erfahren, weil das, was sich in ihrer Erinnerung eingebrannt hat und durch die Krankheit wieder für sie greifbar wurde, nicht der Wahrheit entsprach.

Ich bin froh und erleichtert, dass es viele mutige und aufrechte Menschen gibt, die sich nicht haben abschrecken lassen von Bildern mit Bergen von toten Menschen und die Lügen ans Licht gezerrt haben.

Wenn es sogar ein Gesetz braucht um Lügen zu schützen, und Hinterfragen und Zweifel an der Geschichte mit Strafe geahndet wird, das ist dann pure Unterdrückung.

Die Historie für ein Volk hat korrekt zu sein.

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RE: Die Geschichte eines Volkes muß korrekt aufgezeichnet sein.

#49 von Lola3 , 30.04.2017 20:06

https://archive.org/details/1997-Adelaid...chwindlers-List

Die Wahrheit setzt sich immer durch.

https://volksbetrugpunktnet.wordpress.co...utschen-volkes/

Zitat
Geschichtsfälschungen und Verteufelung des deutschen Volkes
Geschrieben von UBasser – 17. April 2014

Mit diesem Artikel, der aus der Feder von Franz J. Scheidl stammt, möchte ich auf die wahren und tatsächlichen Zustände in der BRD – Geschichtsschreibung hinweisen. Bemüht, mit dem Ansinnen, den Nationalsozialismus und seine Mythen zu entzaubern und zu ergründen, müssen wir erkennen, daß fast nichts wirklich dem entspricht, was uns seit 70 Jahren (sogar während der Amtszeit der Nationalsozialisten) von “offizieller Seite” erzählt wurde und immer noch wird, was die Wahrheit und die Genauigkeit in unserer Historie ist. Das Meer an Lügen ist kaum noch zu übersehen, dabei ist gerade die geschichtliche Wahrheit und Genauigkeit heute wichtiger als zu irgend einer anderen Zeit. Die geschichtliche Genauigkeit ist der Schlüssel zum erfolgreichen Kampf gegen Krisen und Unstimmigkeiten in Politik und auch besonders im Völkerrecht. Die Würfel für Europa sind noch längst nicht gefallen.

Heute spricht man von Nazi, Nazismus, Rechtsextremisten, Faschisten. Kaum einer weiß diese politischen Bezeichnungen einzuordnen. Kaum einer weiß, das der Nationalsozialismus nichts mit rechter oder linker Politik allein zu tun hatte, sondern das es eine politische Einheit zwischen links-mitte-rechts war. Niemand kann zu einem Mitglied der NPD sagen, er wäre Nazi oder ein Rechtsextremer, weil es absolut nicht zutrifft, sollte man halbwegs Ahnung von deren Politik haben. Ebenso kann man Mitglieder der Linkspartei nicht als Nazi beschimpfen, auch wenn sie in vielerlei Hinsicht die gleiche Politik machen, wie die Nationalsozialisten – nur eingestehen sollten sie das!

Diese durchsichtige Spiel (nur für Menschen mit Kenntnissen) wird nun seit über 100 Jahren betrieben. Man hetzt diese und jene aufeinander, mit immer den selben Parolen! Die einen wollen es nicht wahr haben und die anderen wollen sich das nicht gefallen lassen. So haben wir ein Bindung des Widerstandes in der Bevölkerung, ohne das sie je etwas bewegen wird oder gar könnte. Es sind zu viele andere Vereinigungen im Spiel, die auf ihre Weise immer wieder Einfluß auf die Parteien nehmen. Wir kennen dieses Vereine als NGO’s. In anderen Staaten Europas und der Welt sind diese NGO’s längst entlarvt, nur in der BRD hält man sich die Augen zu.

Wer die Wahrheit sagt, wird als Nazi, Rechtsextremer, Verschwörungstheoretiker, Faschist, Antisemit oder als sonst etwas in diese Richtung beschimpft. Wir haben das Problem, das wir uns selbst leugnen, selbst hassen, selbst erniedrigen und das ist das Ziel, der Umerziehung – die immer noch stattfindende Kriegsführung gegen Deutschland. Uns stiehlt man Land, welches schon immer zu den Deutschen gehört hat und wir finden es gut. Wir verurteilen jene öffentlich, die darauf hinweisen das es Landraub, Mord an der Bevölkerung war. Niemand nennt die wahren Opfer eines Krieges, welcher nie von unserem Boden ausging – das bestätigen nun auch mittlerweile internationale Historiker und Staatsmänner. Uns zwingt man nach wie vor an etwas zu Glauben, was nicht mal annähernd eindeutig bewiesen wurde. Wir müssen für etwas aufkommen, was so niemals wirklich vorhanden war, oder durch unsere Ahnen gemacht worden sein soll. Speziell für den Abfall von diesem “Glauben” oder dieser neuen “Religion” hält man Gesetze parat, die jeden Einzelnen, der nach der Wahrheit sucht oder nur danach fragt und in Zweifel zieht, der Freiheit beraubt wird und man versucht jene mundtot zu machen! Das ist Perversion der ersten Güte.

Speziell an den Umständen in der Ukraine sieht man, wie wunderbar man Menschen gegeneinander aufhetzen kann. Das gerade in der Ukraine die westliche Macht eine besondere Rolle spielt und Verbrecher, Betrüger und Ganoven ohne sie niemals an die Macht gekommen wären, brauche ich hier nicht mehr daran zu erinnern. Fakt ist, der Osten propagiert, das in der Ukraine Faschisten und Nazis an die Macht geputscht wurden, und der Westen glorifiziert sie zu lupenreinen Demokraten. Hinzu kommt nach die Juden-Komponente. Im Sinne der Bünde und Vereinigungen der jetzigen Machthaber in Kiew kann man diesen Leuten beruhigt den Namen “Faschisten” geben. Sie erfüllen viele Punkte, die ein Bündnis solcher Art in Richtung Faschismus der Öffentlichkeit offenbaren. Da wäre doch die Art und Weise, wie Gesetze gemacht werden oder die gewaltsame Unterdrückung von Teilen der Bevölkerung. Andererseits wirft man sich der jüdischen Gelddiktatur an den Hals. Der Blick in Richtung Brüssel läßt jedoch genau die gleichen Strukturen erkennen. Auch hier sind die Machthaber zu gleichen Handlungen bereit, welche über diesen sogenannten “Lissaboner Vertrag” geregelt sind. Da gilt schon mal die Tötung schlecht hin als legitim. Da kann man auch Militär gegen die Bevölkerung einsetzen. Nur schnallen das nicht die meisten europäischen Bewohner. Ihnen wird nämlich die andere Seite der gleichen Medaille in Form von Propaganda um die Ohren gehauen.

Im Nationalsozialismus war hingegen der Kampf zwischen Rechts und Links nicht aktuell. Es war ein Kampf zwischen Arm und Reich. Wir müssen lernen und verstehen, das sich die Völker genau unter diesen Voraussetzungen zusammenfinden müssen. Wir können nicht ständig nur das Schlechte im Nationalsozialismus suchen, sondern wir müssen auch das Gute und Nützliche benennen und uns dieses wieder zu eigen machen. Es war 1933 keine Revolution, auch kein Putsch, als die Nationalsozialisten an die Macht kamen. Es war eine normale, auf demokratischen Werten angelegte normale Wahl. Das Volk entschied sich für diese Partei und für diesen Kanzler, weil man Ideen und Lösungen hatte. Und sie letztendlich umgesetzt hatten. Dabei war zu keiner Zeit an eine deutsche kriegerische Expansion zu denken. Es war auch nicht eine Absicht dieser Partei. Nirgends findet man Hinweise darauf. Und wenn es welche gibt, dann wurden sie eine lange Zeit vor ihrer Regierungszeit ausgesprochen und sogar im Laufe derer längst korrigiert!

Zu behaupten, das Deutsche keine Kriegsverbrechen begangen hätten, wäre nicht nur töricht zu sagen, sondern es würde in keinster Weise mit der Realität übereinstimmen. Man kann auch Kriegsverbrechen nicht gegeneinander aufrechnen. Es gilt hier nicht, irgend etwas unter den Teppich zu kehren, sondern wir sollten zumindest soweit in der Lage sein, den Dreck gleichmäßig zu verteilen. Die Alliierten begangen ebenso Kriegsverbrechen und im Besonderen NACHKRIEGSverbrechen. Und trotzdem gilt immer noch: auf eine Aktion erfolgt eine Reaktion. Das in vielerlei Hinsicht die deutsche Wehrmacht oder die deutschen Truppen der SS-Einheiten nach dem damals gültigen Recht der Haager Landkriegsordnung und der Genfer Konvention gehandelt haben, liegt eindeutig auf der Hand. Dazu gehören auch Geiselerschießungen. Aber denken wir nur an die Partisanen, Marquis und wie sie noch alle hießen. Damals war es verboten, ohne Länderkennung, ohne Uniformen oder anderen erkenntlichen Zeichen, ganz in Zivil und mit versteckten Waffen, gegen Armeen und Soldaten anderer Länder vorzugehen. Heute würde man sie schlicht Terroristen nennen. Durch diese massiven Partisanenkampf erlitten nicht nur die deutschen Armeen hohe personelle und materielle Schäden, nein – die Partisanen forderten förmlich dazu auf, Repressalien gegen die Zivilbevölkerung zu unternehmen. Es war ein falsches Spiel der Alliierten.

So wie sich damals die westliche und bolschewistische Politik gegen Deutschland gerichtet hatte, so verhält es sich heute noch. Es gibt keine Zweifel daran. Nur die Qualität ist wesentlich besser geworden. Wir haben nun die Hasser unter den Deutschen im eigenen Land. Wir blockieren unseren Widerstand gegenseitig. Wir verstehen nicht, welche korrekten und richtigen Lehren wir aus der Vergangenheit ziehen können. Uns besudelt 24 Stunden von Montag bis Sonntag das allseits bekannte Hitler-TV mit hochwertigen Lüge und Intrigen, von den Machern erfunden oder mit von den Alliierten perfekt lancierte Geschichtsfälschungen!

So wie wir an der Europäischen Union – diesem gewaltigen Bürokratiemonster mit faschistoiden Bünden und Lobbys – an der BRD-Politik oder der Besatzer-Politik korrekte Kritik äußern, so sollten wir uns auch zu unserer eigenen Geschichte äußern dürfen. Wir können unsere Ahnen nicht verteufeln, nicht auf sie spucken, wir sind ihre Nachkommen und wir haben die verdammte Pflicht ihr Blut, welches in unseren Adern fließt zu ehren – auch mit der Gewißheit, das nicht jede ihrer Handlungen korrekt war! Ihr und unser Blut ist tausende Generationen schwer und wir haben die riesengroße Verantwortung dieses an unsere Kinder weiter zu geben, in der Hoffnung auf eine gerechte und friedliche Gesellschaft und Ordnung in unserem Land, Europa und der Welt!

Zitat Ende

........

Von Franz J. Scheidl

Wer frei von Haß ist, braucht kein Schwert.

EIN WORT ZUVOR NOCH AN MEINE DEUTSCHEN KRITIKER

Zitat
Für das Erscheinen dieses Werkes war es die höchste Zeit. Es war notwendig, mit dem Großkampfe gegen den lebensbedrohenden Haß der Welt gegen Deutschland und das deutsche Volk durch ein systematisch zusammenfassendes Werk vor allem einmal einen Anfang zu machen. Es durfte nicht länger aufgeschoben werden, sich gegen die Mörder der Ehre des deutschen Volkes endlich einmal energisch und planmäßig zur Wehr zu setzen. Deshalb mußte dieses Deutschlandbuch hinaus in die Welt.

Dieses Werk ist nicht geschrieben für jene geistige Elite des deutschen Volkes, die dieses Buches nicht bedarf, weil sie auch ohne dieses Buch längst weiß, welch abscheuliches Spiel mit dem deutschen Volke durch die Täuschung der Öffentlichen Meinung der Welt gespielt wird; dieses Werk ist geschrieben für die große, unaufgeklärte Masse des deutschen Volkes, die wehrlos und schutzlos dem Trommelfeuer der Greuel-, Haß- und Verleumdungspropaganda ausgesetzt ist und ihm bereits – zu einem bedenklichen Teile und in einem bedenklichen Maße – erlegen ist.

Diesem umfassenden Leserkreis, an den es sich wendet, mußte das Werk angepaßt werden. Es mußte – bei aller Gründlichkeit – lebendig, packend und mitreißend geschrieben werden. Manche unserer allzu objektiven Deutschen mögen daher finden, daß das Werk zu geradeheraus geschrieben ist.

Nun: politischen Wegelagerern und Ehrabschneidern, Verleumdern und Rufmördern, wie sie sich unter den Organisatoren der Greuellügen und Haßhetze gegen Deutschland befinden, kann man nicht mit einem zierlich geschnitzten Gänsekiel wirksam an den Leib rücken. Eine wirksame Abwehr und Bekämpfung, bzw. Niederkämpfung dieser Todfeinde und Hetzer, denen keine Lüge zu groß und keine Verleumdung zu infam, ist, macht es notwendig, einen handfesten Federstiel zur Hand zu nehmen, ihn umgekehrt – mit dem dicken Ende voran – ins Tintenfaß zu tauchen und mit wuchtigen Strichen zu schreiben, worauf es hier – im wesentlichen – ankommt, ohne sich erst mit gelehrter Umständlichkeit und politischer Gewundenheit aufzuhalten, die den Streichen ihre Wucht und den Worten ihre Kraft dadurch nehmen würde, daß das Buch ermüdend, langweilig und unlesbar und unwirksam für jene gemacht werden würde, für die es in erster Linie und hauptsächlich geschrieben ist: für die große Masse des deutschen Volkes und aller jener Völker, denen an Wahrheit und Recht noch etwas liegt.
Zitat Ende

Ein Zitat darf immer nur ein Ausschnitt sein und darum bitte ich den vollständigen Beitrag zu lesen, den man mit o.a. Link aufrufen kann.

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"Zisch - Zeitung in der Schule - Weser Kurier

#50 von Lola3 , 02.05.2017 08:28

http://www.weser-kurier.de/startseite_ar...id,1591534.html

Zitat

Schüler besuchen die Gedenkstätte Sandbostel ‒ und sind tief betroffen
Ein Ort wider das Vergessen
Aus der Klasse 8 a/d der IGS Osterholz-Scharmbeck von Thilo Hößelbarth, Kevin Klonecki, Sebastian Lüfemann und Gustav Grünthal 02.05.2017 0 Kommentare

Das Stammlager in Sandbostel war in den Jahren 1939 bis 1945 ein Ort des Schreckens für mehr als 300 000 Kriegsgefangene und KZ-Häftlinge. Viele starben wegen der erbärmlichen Lebensbedingungen. 2004 wurde ihnen zum Gedenken die Stiftung „Lager Sandbostel“ gegründet. 2005 erwarb die Stiftung einen ersten Teil des Geländes mit neun Gebäuden; in den nachfolgenden Jahren konnten weitere Teilstücke und Gebäude angekauft werden. Das heutige Gelände der Gedenkstätte ist nur ein Teil des ehemaligen Lagergeländes. Der größte Teil wird privat genutzt.

Viele der Holz- und Steingebäude sind nicht mehr erhalten, da nach der Befreiung durch die britische Armee Baracken niedergebrannt werden mussten, um eine Typhusepidemie zu verhindern. Einige der Gebäude sind noch zu besichtigen, andere schon so zerfallen, dass sie nicht mehr betreten werden dürfen. Die Stiftung hat sich die Aufgabe gestellt, die historische Bausubstanz möglichst zu erhalten. Die Dauerausstellung ist auf zwei Gebäude aufgeteilt. In einem Gebäude wird die Geschichte des Kriegsgefangenenlagers bis 1945 gezeigt und in dem anderen Gebäude die Nachkriegsgeschichte des Lagers.
Zitat Ende



......

http://www.weser-kurier.de/startseite_ar...id,1591575.html
Zitat
Vom Leben und Überleben im Lager
Lena von Düllen, Paulina Ciernioch und Celina-Marie Spisla 02.05.2017 0 Kommentare

Vor dem Besuch der Gedenkstätte haben sich die Schüler gefragt, wie die Gefangenen im Lager gelebt haben, wie sie untergebracht waren, wie der Tagesablauf war und ob es Überlebenschancen oder Fluchtmöglichkeiten gab. Der Rundgang über das Lagergelände, die vielfältigen Dokumente in der Ausstellung und die Berichte der Mitarbeiter der Gedenkstätte vermittelten ihnen Antworten, die sie sich nicht vorstellen konnten. Besonders die sowjetischen Gefangenen lebten überwiegend auf engstem Raum in überfüllten Holzbaracken.

In einem Teil der Baracken gab es keine Toiletten und Waschräume. Zu essen bekamen die Gefangenen hauptsächlich Kartoffeln, wässerige Suppe, die nicht nahrhaft und teilweise verdorben war. Sogar ein besonders minderwertiges Brot, das sogenannte Russenbrot, wurde extra für die sowjetischen Gefangenen gebacken. In jeder Nacht starben Gefangene an Unterernährung, Krankheiten und Epidemien. Die Gefangenen wurden in Arbeitskommandos innerhalb und außerhalb des Lagers eingesetzt. Überlebenschancen hatten besonders diejenigen, die auf Bauernhöfen arbeiten konnten und einer netten Familie zugeteilt wurden. Gefangene, die versuchten zu fliehen, wurden getötet oder mussten besonders hart arbeiten.

Zutaten für das „Russenbrot“

50 % Roggenschrot

20 % Zuckerrübenschnitzel

20 % Zellmehl (Holzmehl)

10 % Strohmehl oder Laub
Zitat Ende

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https://de.wikipedia.org/wiki/Stammlager_X_B
Zitat
Stammlager X B

Das Stalag X-B (Abkürzung für Stammlager B des Wehrkreises X)[1], das heißt, das zweite Kriegsgefangenenlager des Wehrkreises X in der Nähe von Sandbostel nordöstlich von Bremen war während der Zeit des Nationalsozialismus ein Arbeits- und Kriegsgefangenenlager.[2] Es ging aus einem Lager des FAD (Freiwilliger Arbeitsdienst Deutschland) hervor. Im letzten Kriegsjahr 1945 wurde es von der Schutzstaffel (SS) auch als Durchgangslager des Konzentrationslagers Neuengamme und als Zwischenstation bei den später so genannten Todesmärschen verschiedener Konzentrationslager verwendet.
Zitat Ende


https://de.wikipedia.org/wiki/Todesm%C3%...H%C3%A4ftlingen

https://www.memorialmuseums.org/denkmael...4tte-Sandbostel

http://www.spiegel.de/einestages/vergess...e-a-948682.html

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"Ewald Hanstein - Schreie sind nicht verstummt-"

#51 von Lola3 , 03.05.2017 21:23

http://www.weser-kurier.de/bremen_artike...id,1570182.html

Zitat
Veranstaltungen über Nazi-Verbrechen an Sinti und Roma
Schreie sind nicht verstummt
Jörn Hildebrandt 20.03.2017 0 Kommentare

Altstadt/Neustadt. „Der Zug setzte sich in Bewegung, die Schreie wurden mit jedem Meter leiser. Verstummt sind sie bis heute nicht.“ Der Sinto Ewald Hanstein beschreibt in seinen Erinnerungen „Meine hundert Leben“, wie er Mutter und Geschwister in Auschwitz , wo sie später ermordet wurden, zurücklassen musste, als er nach Buchenwald abtransportiert wurde. Während der Nazi-Herrschaft kamen 500 000 Sinti und Roma ums Leben, rund 80 Prozent aller Sinti und Roma. Nach dem Ende des NS-Regimes waren sie einer „zweiten Verfolgung“ ausgesetzt – ein weiterer Anlass für Hanstein, für ihre Bürgerrechte zu kämpfen.
Zitat Ende
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https://de.wikipedia.org/wiki/Ewald_Hanstein
Zitat

Ewald Hanstein (* 8. April 1924 in Oels; † 4. September 2009 in Bremen) war ein deutscher Sinto und Überlebender des Holocaust. Er überlebte Auschwitz-Birkenau, Buchenwald, Dora-Mittelbau und die Todesmärsche. Nach Kriegsende kämpfte er jahrzehntelang für die Anerkennung der Angehörigen der Roma-Minderheit als NS-Opfer.

Nationalsozialismus

1936 zog die Familie, um der besonderen Sichtbarkeit im kleineren Breslau zu entgehen, nach Berlin um. Dort wurde sie wenig später gezwungen, im „Zigeunerlager“ Marzahn, einem Zwangslager, zu leben. 1942 flüchtete Ewald Hanstein nach Deportationsgerüchten aus dem Lager Marzahn zunächst in die Wohnung eines Onkels, der unerfasst geblieben war. Er fand Arbeit bei verschiedenen Firmen und nach der Deportation auch des Onkels ein neues Versteck bei Berliner Nicht-Sinti, erklärten Antifaschisten. Im Mai 1943 wurde er entdeckt, festgenommen und nach Auschwitz-Birkenau deportiert. Zu diesem Zeitpunkt waren dort bereits seine Mutter und seine sechs Geschwister, die aus Marzahn dorthin deportiert worden waren. Sie überlebten das Lager nicht. Der Vater war bereits 1938 im Zuge der „Aktion Arbeitsscheu Reich“ im KZ Sachsenhausen inhaftiert worden. Auch er überlebte das Lager nicht. Der Liquidierung des sogenannten „Zigeunerfamilienlagers“ in Birkenau im August 1944 entging der junge Hanstein, weil er anders als seine Mutter und seine Geschwister als noch arbeitsfähig eingestuft wurde und „auf Transport“ in die Lager Buchenwald, Mittelbau-Dora und die Außenlager Ellrich-Juliushütte und Harzungen kam. Als das Lager Harzungen geräumt wurde, zwang die SS die verbliebenen Häftlinge auf einen Todesmarsch über den Harz ins Bördeland, wo Ewald Hanstein Mitte April 1945 bei Eggersdorf von Angehörigen der US-Armee befreit wurde.

In seinen Erinnerungen schrieb er zum Schicksal seiner weiteren Familienangehörigen: „Als ich in Auschwitz ankam, lebten nur noch drei Geschwister meiner Mutter. Als ich in Buchenwald ankam, hörte ich, daß alle vergast worden waren.“[4][5]

Weiter heißt es:
Ab 1979 engagierte er sich im Bremer Sinti-Verein, der zu einem Landesverband Bremen im nun begründeten Verband Deutscher Sinti und Roma wurde.[11] Hanstein wurde erster Vorsitzender der Bremer und der Bremerhavener Gruppe und später Ehrenvorsitzender. Der Verein organisierte Schulprojekte und war Träger einer kleinen Werkstatt, in der Hanstein Schlosser- und Schweißerkenntnisse vermittelte. Man forschte gemeinsam mit dem Historiker Hans Hesse zur NS-Verfolgung der Bremer und Bremerhavener Sinti. Außerdem wurde er Vorstandsmitglied des Zentralrat der deutschen Sinti und Roma in Heidelberg.[12] 1993 wurde Hanstein von der Landesregierung in den Beirat der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora berufen.[13]

Hanstein war als Vertreter der Verfolgtengeneration in bremischen Schulen, Bürgerhäusern, kirchlichen und anderen Einrichtungen und bei regionalen sowie überregionalen Veranstaltungen aktiv. Für sein politisches Wirken erhielt er 2006 das Bundesverdienstkreuz am Bande.[14]
Zitat Ende



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http://www.taz.de/!5156538/
Zitat
Nachruf
Einer der letzten Zeugen

Im Holocaust verlor Ewald Hanstein einen Großteil seiner Familie, er selbst überlebte Auschwitz und Buchenwald nur knapp. In der jungen Bundesrepublik kämpfte Hanstein für die Bürgerrechte der Sinti und Roma. Nun ist er im Alter von 85 Jahren in Bremen gestorben.
Zitat Ende



http://www.weser-kurier.de/bremen_artike...rid,471902.html
Zitat
Romano Hanstein kämpft mit dem Sinti-Verein für ein besseres Miteinander und führt die Arbeit seines Vaters fort
„Es herrscht noch sehr viel Unwissenheit“
10.01.2013 0 Kommentare

Nach einigen Jahren Abstinenz ist Romano Han-stein, Sohn des mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichneten und 2009 verstorbenen Ewald Hanstein, wieder in den Bremer Sinti-Verein zurückgekehrt. Bis 2007 war er bereits 14 Jahre lang Geschäftsführer des Vereins, während sein Vater den Vorsitz innehatte. Nun ist Romano Hanstein als erster Vorsitzender in die Fußstapfen des Vaters getreten. Mit Liane Janz hat er über seine Arbeit und die Situation der Sinti gesprochen.
Zitat Ende


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zuletzt bearbeitet 03.05.2017 | Top

"Musik als soziale Praxis"

#52 von Lola3 , 04.05.2017 15:04

https://www.kreiszeitung.de/kultur/gross...in-2496889.html

Zitat
Foto: Schlachthof
Gediegenes Musizieren: das Cafe Royal Salonorchester überzeugte beim Bremer Gypsy-Festival.

Bremen - Von Andreas Schnell - Den Schlachthof in Bremen verbindet ein düsterer Teil der Geschichte mit den Sinti und Roma. Eine Gedenktafel auf dem Gelände vor dem Kulturzentrum erinnert daran, dass im März 1943 von hier aus Sinti und Roma aus Bremen und Norddeutschland in das Konzetrationslager Auschwitz deportiert wurden, wo die meisten von ihnen ermordet wurden.
Zitat Ende


http://www.abendblatt.de/hamburg/harburg...lhelmsburg.html
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Harburg

Nachrichten
Sport

26.01.12
Musik
Swing auf der Elbinsel Wilhelmsburg
Von Andreas Schmidt

Foto: Uwe Wolkenhauer
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Das Bürgerhaus Wilhelmsburg und Familie Weiss laden am 23. und 24. März zum "Elbinsel Gipsy Festival" ein. Musik, Ausstellungen, Lesungen.

Wilhelmsburg. Das wird ein musikalischer Leckerbissen auf der Elbinsel Wilhelmsburg: Die in Wilhelmsburg ansässige Familie Weiss und das Bürgerhaus Wilhelmsburg laden ein zum "Elbinsel Gipsy Festival": am 23. und 24. März im Bürgerhaus. Zwei Tage lang werden die Sinti mit Musik, Ausstellungen, Lesungen und Informationen ihre Kultur präsentieren.

Mit dem "Elbinsel Gipsy Festival" wollen die Veranstalter zwei bedeutenden deutschen Sinti gedenken, die gegen Ende ihres Lebens ihre Lebensgeschichten erzählt und von befreundeten Autoren aufschreiben ließen: Der Berliner Otto Rosenberg und der Bremer Ewald Hanstein. Die beiden Autobiografien "Das Brennglas" und "Meine hundert Leben" dokumentieren auf eindrucksvolle Weise den Lebens- und Leidensweg deutscher Sinti in diesem Jahrhundert. Dafür erhielten beide Männer das Bundesverdienstkreuz.

Am Freitag, 23. März, um 20 Uhr eröffnet das Café Royal Salon Orchester das Festival.
Zitat Ende


http://www.kirche-koeln.de/aktuell/artikel.php?id=1650

Zitat
"Die Zigeuner kommen! Markus Reinhardt entdeckt sein Volk" - der Großneffe von Django Reinhardt trat neben Buchautor Heinz G. Schmidt im Paul-Gerhardt-Forum auf


26.11.2007

Wohl auch ein bisschen ironisch gemeint war der Titel des Abends: "Die Zigeuner kommen!" hieß es auf den Plakaten, die eine Lesung mit dem Autor Heinz G. Schmidt und dem Musiker Markus Reinhardt im Forum Paul-Gerhardt-Kirche der evangelischen Kirche gleichen Namens in Lindenthal ankündigten. "Die Zigeuner kommen! Markus Reinhardt entdeckt sein Volk" ist der Titel eines Buches, das Schmitz geschrieben hat und in dem er Episoden von Reisen quer durch Europa und sogar bis Marokko schildert, die er mit dem Zigeuner Reinhardt unternommen hat.

Markus Reinhardt: Tief in der Tradition seiner Familie verwurzelt
Schmidt arbeitet seit 1972 als Reporter, Autor und Filmemacher für Radio und Fernsehen. Darüber hinaus ist er journalistischer Berater der Europäischen Union und der Weltbank in Mittel- und Osteuropa. Markus Reinhardt ist Großneffe des legendären Musikers Django Reinhardt, der in den 30-er Jahren zu Weltruhm gelangte. Markus Reinhardt ist tief in der Tradition seiner Familie verwurzelt: Als Sechsjähriger trat er mit Vater und Onkel auf und spielte dabei traditionelle Zigeunermusik. Er wollte aber auch schon früh andere Musik kennenlernen. Besonders hatten es ihm die alten Platten seines Vaters mit den unvergessslichen Aufnahmen des "Hot Club de France" mit Django Reinhardt und Stephane Grappelli angetan. Mit 17 Jahren gründete er seine erste Gruppe. Aktuell leitet der Geiger ein Ensemble mit vier Streichinstrumenten. Markus Reinhardt lebt in einem Verband von Sinti-Familien im Kölner Norden.

Auf den Spuren der Zigeuner: Quer durch Europa und Asien
Die Spuren der Zigeuner lassen sich kaum noch verfolgen. Allgemein wird angenommen, so Schmidt, dass sie aus den Bergen und den Wüsten des Pandschab flohen und dort ihre Wurzeln hatten. Doch die Spurensuche ist schwierig, weil die Sinti und Roma keine Bücher kennen und ihre Geschichte mündlich überliefern. Da ist viel verloren gegangen. Aber es gibt ja noch die Musik. Kostproben davon lieferten Markus Reinhardt und sein Esemble reichlich an diesem Abend in der Paul-Gerhardt-Kirche, in die das "Forum Paul-Gerhardt-Kirche" eingeladen hatte. Dazwischen las Schmidt immer wieder aus seinem Buch. Er berichtete von Zigeunern, die in Vorder- und Hinterasien als erstklassige Metallwerker bekannt waren, zum Beispiel sehr geschickt im Reparieren von Rüstungen. Schmidt erzählte von den Horden des Dschingis Khan, die auf ihren Raubzügen die Zigeuner im 13. Jahrhunderten vor sich her immer weiter nach Westen getrieben hätten. Viele seien im Südosten der heutigen Türkei gestrandet. Dort lebten 1,5 Millionen Zigeuner unbeachtet von der Welt zwischen den Fronten, zwischen den kurdischen Guerilla-Kämpfern auf irakischer Seite und dem türkischen Militär.

Von Köln ins KZ Treblinka: Die leidvolle Geschichte der Zigeuner
Reinhardt und Schmidt besuchten auch Zigeuner in Budapest, Andalusien, Rumänien und Bulgarien und fanden die unterschiedlichsten Lebensverhältnisse vor. Gut geht es den Sinti und Roma, den Gitanos und Travellers, den Kalderasch und den Cingene, den Tzigans und Manoush nirgends, immer wieder müssen sie sich wie etwa in Ungarn als Musiker verdingen, die Touristen Folklore vorgaukeln. Ganz still wurde es in der Paul-Gerhardt-Kirche, als Schmidt die Passage zitierte, in der Tutti Reinhardt, Vater von Markus, von seiner Deportation während der NS-Zeit berichtete. 1939 ist er in Köln von einer deutschen Schule in eine eigens eingerichtete "Zigeunerschule" neben einer jüdischen Schule geschickt worden. 1940 sei die jüdische Schule geschlossen worden. Die Kinder seien in Ferien, habe man gesagt. Kurz darauf sei auch die "Zigeunerschule" umstellt und die Kinder zum Messebahnhof Deutz gebracht worden. Von dort wurden sie in das berüchtigte KZ Treblinka gefahren. 500 Zigeuner aus Köln seien dort inhaftiert gewesen, etwa 100 hätten überlebt, so Tutti Reinhardt, damals 13 Jahre alt: "Wir haben ja auch Glück gehabt, dass der Russe schneller rein gekommen ist, sonst wäre ja soundso keiner mehr am Leben gewesen."

Zitat Ende


http://www.kirche-koeln.de/aktuell/artik...?id=1162&archiv
Zitat
Begegnung mit drei Überlebenden aus Buchenwald in der Lindenthaler Paul-Gerhardt-Kirche


10.11.2006

Konzentrationslager Buchenwald, Baracke 57, vier Tage nach der Befreiung durch die 8. amerikanische Armee liegen neben vielen weiteren hundert Menschen auch die damals einander unbekannten Naftali G. Furst, Nikolaus Gruner und Max Hamburger in den engen, vierstöckigen Holzpritschen-Verschlägen. Entkräftet, ausgezehrt. „Plötzlich gab es ein helles Licht, so etwas hatte ich noch nicht gesehen“, beschreibt Gruner. Dass es vom Blitzgerät eines amerikanischen Fotografen stammen könnte, dass er fotografiert werden würde, habe er sich nicht vorstellen können. In den sechziger Jahren besucht der inzwischen in Schweden lebende Gruner das Kriegsmuseum in Kopenhagen. Auf einem der Foto-Exponate, eines von denen, die „um die Welt gegangen sind“, glaubt er sich selbst zu erkennen. Der Museumsleiter bestätigt seine Vermutung. „Ich war so glücklich“, erinnerte er nun in der evangelischen Paul-Gerhardt-Kirche.

Bemerkenswert viele Jugendliche hörten zu
Auf dem Podium neben ihm saßen seine beiden Leidensgenossen. Vor über einem Jahr erst hatten sie sich durch die Initiative einer Journalistin persönlich kennengelernt. Das war auf der Gedenkfeier anlässlich des 60. Jahrestages der Befreiung von Buchenwald. Jetzt, am Vorabend des 9. November, berichteten die jüdischen Zeitzeugen auf Einladung des Forums Paul-Gerhardt-Kirche der Evangelischen Kirchengemeinde Köln-Lindenthal über ihr Schicksal und teils späteren Werdegang. Vor zahlreichen Besuchern, darunter bemerkenswert viele Jugendliche, dankte Moderatorin Pfarrerin Ulrike Gebhardt den drei Männern für ihren Besuch. Er sei ein Geschenk, sagte sie, „auch weil sie in unsere christliche Kirche gekommen sind“. Ihr Dank galt ebenso der bildenden Künstlerin Christiane Rohleder, die seit Jahren mit Hamburger zusammenarbeitet und maßgeblich am Zustandekommen und der Durchführung der Veranstaltung in Köln beteiligt war. Zudem leitete ein von ihr konzipierter, meditativer Film, in dem unter anderem das besagte Foto zu sehen ist, den Abend ein.

"Es wäre besser, man sterbe"
Es wurde eine aufschlussreiche Begegnung, in deren zweistündigen Verlauf die ehemaligen KZ-Gefangenen über ihre unterschiedlichen persönlichen Geschichten und doch ähnlichen Erfahrungen informierten. Dabei gingen sie auch auf Besucherfragen ein. Sie schilderten die endgültige Trennung von Mutter und Vater, die auch seelischen Misshandlungen durch ihre Peiniger, den zwiespältigen Umgang unter den Gefangenen. Sie erzählten zugleich plastisch und trotzdem weitgehend die Gemüter der Zuhörenden schonend von den unvorstellbar schlechten hygienischen Verhältnisse in den Lagern, vom ständigen Hunger. „Jeden Tag eine Suppe mit einem Stück Brot, aber kein Löffel, so dass häufig etwas verschüttet wurde, kein Wasser zum Trinken, manche sagten, es wäre besser, man sterbe“, beschrieb Furst.

Von der Schwierigkeit, Deutschland wieder zu besuchen
Sie sprachen auch von ihrer einstigen Abneigung, jemals wieder Deutschland zu besuchen. „Das konnte ich mir nicht vorstellen“, sagte der heute in Malmö ansässige Gruner. Nach vielen Jahren und kleineren Besuchen, während der er weder die deutsche Sprache habe vertragen, noch „die Leute hier angucken“ können, sei er unter anderem von Christiane Rohleder von einem längeren Aufenthalt überzeugt worden, auch um hier über seine Vergangenheit zu berichten. „Das Gefühl für die elterliche Kultur, Mutter und Vater haben mich deutsch erzogen, kommt wieder, auch für die deutsche Sprache“, erzählt Gruner. „Vielleicht funktioniert es oder es geht nicht.“ Der in Haifa lebende Furst hatte in Buchenwald entschieden, nicht nach Deutschland oder Polen zurückzukehren. „Ich hatte bis dahin auch nicht über die Kriegserlebnisse gesprochen. Als mein ebenfalls überlebender Bruder, der viele Menschen über die Zeit informiert hat, nun gestorben ist, habe ich mir gesagt, das muss ich fortsetzen.“ Ermutigung habe er durch seine beiden „neuen Brüder“ erfahren, denen er 2005 auf der Feier in Buchenwald begegnet sei.

Verluste und das Erleben völliger Entmenschlichung
„Im April 1945 wurde ich mehr tot als lebendig befreit“, begann Dr. med. Hamburger. „Ich war so geschwächt, dass ich gar nicht mehr gehen konnte. Das gute amerikanische Essen konnten mein Magen und Darm nicht ertragen. Ich bekam das Gefühl, wenn ich jetzt einschlafe, erwache ich nicht mehr. Aber ich wollte mir nicht erlauben zu sterben. Weil ich dann nicht hätte bezeugen können, was passiert ist. In jener Nacht kämpfte ich mit dem Tod.“ Die mit dem Verlust der Familie, von Verwandten und Freunden, mit dem Verlust der alten jüdischen Gemeinschaft, mit dem Erleben völliger Entmenschlichung einhergehenden psychischen Traumata habe er erst vor kurzem vollständig verarbeitet. Hamburger, Jahrgang 1920, wurde in Amsterdam geboren. Sein dort 1938 aufgenommenes Medizinstudium fand 1942 ein jähes Ende: Die deutschen Besatzer untersagten jüdischen Studenten ihre Ausbildung fortzusetzen. Als sich Hamburger als Assistenzarzt im Jüdischen Krankenhaus weigerte, an der Sterilisation von niederländischen Juden mitzuwirken, musste er untertauchen und wurde schließlich verraten.

Der Tod hat nicht das letzte Wort, wohl aber das Leben“
Aus dem niederländischen Internierungslager Westerbork führte Hamburgers Deportation zunächst nach Auschwitz, später nach Thannhausen, Groß-Rosen und Buchenwald. Den Zustand der erniedrigten Gefangenen beschrieb er als totale Verlassenheit, Aussichtslosigkeit und Dahinvegetieren. Man habe all seine Energie benötigt, dem Hunger, der Kälte, den Krankheiten, Misshandlungen und letztlich der Gaskammer die Stirn zu bieten. Nach der Befreiung sei zunächst keine Zeit geblieben, sich mit der Vergangenheit zu beschäftigen, so Hamburger, der allein fünf Jahre für seine körperliche Genesung benötigte. „Eine neue Welt musste aufgebaut werden.“ Auch seine eigene. Es gelang ihm mit dem Abschluss seines Studiums, seiner Tätigkeit als Mediziner, dem Aufbau einer wissenschaftlichen Karriere und der Gründung einer Familie. Dreißig Jahre nach Kriegsende ereilte ihn eine Krise. „Der Grund war die Beschäftigung mit dem Tod meiner in Auschwitz vergasten Mutter“, so Hamburger. Darüber wurde ihm seine Arbeit als Psychiater und Therapeut von Kriegsopfern und -waisen zu schwer. 1976 siedelte er nach Limburg (NL) über, wo er seine Tätigkeit eingeschränkt in einer Klinik fortsetzte sowie zeitgleich Verbindung zum jüdischen Lehrhaus in Maastricht aufnahm. Darüber entstanden wiederum ab 1982 im Dreiländereck neue Kontakte nach Deutschland, die sich mit den Jahren zu diversen Begegnungen und Gesprächsreisen ausweiteten. „Schweigen wäre ein Verrat an denen, die nicht mehr sprechen können“, nannte Hamburger in Köln seine Motivation, über das Erlebte zu sprechen. „Der Tod hat nicht das letzte Wort, wohl aber das Leben.“

Die Geschichte einer einzigen Nacht:
Furst kam 1942, mit neun Jahren, in ein Lager in der Slowakei. Von dort wurde er mit Vater, Mutter und dem ein Jahr älteren Bruder nach Auschwitz-Birkenau transportiert. In das „Kinderlager“ des KZ Buchenwald kam er 1945 mit einem der Todesmärsche. Insgesamt wurde er 1033 Nächte in insgesamt vier KZ gefangengehalten. Diese Erfahrung habe nicht nur einen großen Schatten, sondern eine Narbe hinterlassen. „Aber ich habe viel Glück gehabt“, sagte er angesichts von vielen Hunderten von schrecklichen Erlebnissen. Für die Zuhörer in Lindenthal hatte er einen kurzen Bericht verfasst, der die Nacht vom 2. auf den 3. November 1944 betrifft, die Nacht des Transportes auch seiner Familie nach Auschwitz. Zuvor hätten die Eltern die Flucht aus dem fahrenden Viehwaggon bis ins kleinste Detail geplant. Doch als der Vater die Türen öffnen wollte, hätten ihn Mitfahrende aus Angst vor Konsequenzen daran gehindert. „Die ganze Zeit vorher war ich zuversichtlich“, schildert Furst. Doch dann, in völliger Dunkelheit, ohne Wasser und Toiletten und bei unerträglichem Gestank sei er ängstlich geworden. Im sei klar geworden, dass in wenigen Stunden die Ermordung drohe. Am Zielort hätten dann wiederum Dunkelheit, Kälte und die brutalen SS-Männer mit ihren laut bellenden Hunde die Furcht vergrößert. Gleichwohl habe er sich die ganze Zeit der Worte seines Vaters erinnert: „Das müssen wir überstehen.“ Dies sei die Geschichte einer einzigen Nacht gewesen, doch der Albtraum habe sich fortgesetzt

„Ich hätte nie gedacht, dass ich überlebe“
Gruner sagte, er sein Buchenwalder. „Ich habe das Gefühl, dass ich dort geboren bin.“ Als er mit 15 Jahren befreit wurde, wog er 25 Kilogramm. Danach verbrachte er drei Jahre in einem Sanatorium in der Schweiz und nutzte die Freiheit, um sich kulturell weiter zu bilden und um zu verstehen „was Leben bedeutet“. Auch er war unter anderem in Auschwitz-Birkenau. Seiner Eltern wurden umgebracht. „Ich hätte nie gedacht, dass ich überlebe“, stellte Gruner fest.

"Wir waren eine normale Familie, sahen aus wie normale Menschen"
Warum das alles passiert ist, darauf hat auch Furst keine Antwort. „Wir waren eine normale Familie, sahen aus wie normale Menschen, haben nichts schlechtes gemacht.“ Er habe geglaubt, dass es einen Gott gibt, der hilft. Nachdem er dann in Auschwitz-Birkenau von Mutter und Vater getrennt worden sei, habe er nach Gott gefragt. „Ich habe ihn sogar beschimpft, dass er so etwas zulässt.“ Aber nichts sei geschehen. „Da habe ich meinen Glauben an Gott verloren.“ Hamburger meinte abschließend, man könne die Menschen der späteren Generation nicht verantwortlich machen für das, was damals passiert sei. „Sie sind nur verantwortlich für das, was heute passiert.“


Text: Engelbert Broich
Foto(s): Engelbert Broich

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"Ich empfinde keinen Haß"-Ehemaliger KZ-Häftling blickt zurück Ewald Hanstein

#53 von Lola3 , 06.05.2017 17:10

Nach dem Tod meiner Mutter fand ich beim Durchsehen ihrer persönlichen Papiere eine Seite der folgenden Zeitung:

Sonnabend, 6.Mai 1995 - Nr.105 . NOR ..............Lokales 5

Einen Link für diesen Artikel konnte ich leider nicht finden und darum fertige ich eine Abschrift an:

Abschrift
"Ich empfinde keinen Haß"
Ehemaliger KZ-Häftling blickt zurück

(jüw). Seine Mutter und seine sechs Geschwister sind in Auschwitz ums Leben gekommen, sein Vater in Neuengamme. Ewald Hanstein selbst hat die Verfolgung durch die Nationalsozialisten überlebt. "Ich empfinde keinen Haß", sagt der 71jährige Aumunder.
Als Vorsitzender des Bremer Sinti-Vereins hat er sich einer Aufgabe verschrieben: Solange ich lebe, werde ich mich bemühen, aufzuzeigen, daß Sinti keine Menschen dritter Klasse sind."

Im Mai 1943 war Hanstein in Berlinvon der Gestapo verhaftet worden.


Er kam ins KZ Auschwitz-Birkenau, wo er seine Mutter und drei seiner Geschwister antraf-
die anderen drei Geschwister waren bereits an Typhus gestorben.

Am 2.August 1944 wurden seine Mutter und die überlebenden Geschwister vergast.

Ewald Hanstein wurde ins KZ Buchenwald bei Weimar, dann ins KZ Mittelbau-Dora bei Nordhausen im Harz gebracht.

Die Nationalsozialisten hatten das Lager als Außenlager Buchenwalds eingerichtet, nachdem die Heeresversuchsanstalt Peenemünde , in der Raketenwaffen getestet wurden, bombardiert worden war. Ziel war es , in unterirdischen Fabrikanlagen Raketen zu bauen. Für den Ausbau der Stollensysteme wurden KZ-Häftlinge eingesetzt. Ewald Hanstein erinnert sich: "Ich mußte zwölf Stunden täglich mit einem schweren Preßlufthammer Löcher für Sprengungen bohren. Während der Sprengungen durften wir nicht aus dem Stollen raus. So haben wir uns hinter Felsbrocken gelegt oder versucht, uns mit leeren Zementtüten zuzudecken, denn nach der Explosion war alles voll Staub. Erst später wurden Entlüftungsanlagen angebracht. Zu essen gab es nur einen Liter Wassersuppe, 200 Gramm Brot, 20 Gramm Margarine und einen Löffel Marmelade. Das Tageslicht haben wir nur gesehen, wenn wir in unser Lager zurückmarschierten." Die Stollen, so Hanstein, glichen einem großen Grab.
Er selbst habe erlebt , wie tote oder sterbende Häftlinge mit Beton zugeschüttet wurden.

Rund 20.000 Menschen aus mehr als 40 Nationen fanden bei Nordhausen den Tod.

Anfang April 1945 begann die sogenannte "Evakuierung" des Lagers "Dora". Im Klartext: Die Häftlinge wurden auf auf Todesmärsche geschickt. Bewacht von SS-Mitgliedern mußte Hanstein zusammen mit zahlreichen Leidensgefährten Richtung Blankenburg marschieren. Dort wurden sie in eine Sandkuhle gebracht. Was dann geschah, beschreibt der Aumunder so: "Ein Mithäftling und ich hatten uns am Hang eingegraben , weil wir befürchteten, dass auf uns geschossen würde. Und so kam es auch. In der abendlichen Dunkelheit schoss die SS mit Maschinengewehren auf uns. Unter den Häftlingen gab es viele Tote. Ich selbst habe einen Streifschuß am Bein abbekommen. Am anderen Morgen mußten die Überlebenden wieder antreten". Wenig später - die alliierten Truppen waren nicht mehr weit- ließen die SS-Leute die Häftlinge in einer Scheune zurück und suchten das Weite.
2 Fotos:
1 x Ewald Hanstein: ein Opfer des Nazi-Terrors
1 x Stollen bei Nordhausen: ein Ort des Schreckens

Ende der Abschrift

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"Wir suchten die Freiheit- Weg einer Volksgruppe"

#54 von Lola3 , 20.05.2017 00:38

Autor: Reinhard Pozorny
1959 Bogen-Verlag G.m.b.H. München und Stuttgart

Der Autor schildert in seinem Vorwort seine Beweggründe dieses Buch zu schreiben, damit das Erlebte nicht in Vergessenheit gerät. Er schildert auch, dass er sich durchaus bewußt ist, dass sich auch so mancher "ärgern" wird.
Zitat
"Einmal müssen wir alle aus dem gelernt haben, was uns widerfuhr.
Vielleicht ist unsere Menschheit einem solchen Moment noch nie so nahe gewesen wie heute, da wir uns zum Flug auf den Mond rüsten, aber auch den Boden unserer guten Erde unter den Füßen immer mehr verlieren. Wenn es uralte und unabänderliche Gesetze gibt, nach denen sich der Vollzug der Geschichte erfüllt, dann ist nicht nur 3 1/2 Millionen Sudetendeutschen im Jahre 1945 ein schreiendes Unrecht geschehen, sondern dann ist das, was sich damals abspielte , ein Schlag in das Gesicht jedes anständigen und freien Menschen gewesen. An diese versucht sich das Buch zu wenden."
Zitat Ende

http://mahren.germanistika.cz/index.php?...author&lon=1636
Herr Pozorny war als Journalist, Schriftsteller und Kulturreferent in Prag und Pilsen tätig und beschäftigte sich mit volkskundlichen Forschungen, wie man der Mähren Databank entnehmen konnte.

Ich verzichte darauf den Wikipedia-Link hier einzufügen, weil ich mit Parteien und Parteipolitik nichts am Hut habe. Ich bin daran interessiert zu erfahren wie es überhaupt zu der Vertreibung der Sudetendeutschen hatte kommen können.
Es muss eine Vorgeschichte gegeben haben und genau die interessiert mich.

Der preußische König wollte Böhmen annektieren, aber Bismarck warf sich mit "ganzer Leidenschaft seiner Person gegen die Annektionsabsichten seines Königs und verhinderte schon wenige Wochen später in Nikolsburg jede Demütigung des besiegten Habsburgers. Er sah zum Unterschied von seinem Souverän Gewitterwolken am Horizont aufsteigen und vermutete Dinge , die der französische König fünf Jahre später vom Zaun brach.
Österreich schied 1866 aus dem Deutschen Bund aus. Damit endeten jene Wechselwirkungen , die zum Wohle sämtlicher Völker des mitteleuropäischen Raumes zwischen den Deutschen diesseits und jenseits der Grenzen ungezählte Jahre bestanden hatten."
Fortan mußte Österreich selbst sehen wie es mit seinen Slawen und Magyaren u.anderen Problemen fertig wurde.
"Seit der Einführung einer jahrelang umkämpften Verfassung durch das Ministerium Schmerling im Jahre 1861 begann die Parteipolitik in Österreich eine immer größere Rolle zu spielen. Der Wiener Reichsrat und der Prager Landtag wurden zum Zerrbild eines mißverstandenen Parlamentarismus, der in diesen Vielvölkerstaat Österreich schließlich zersetzend wirkte. Nach kurzer Zeit standen alle gegen alle.
An das gemeinsame aterland dachte keiner mehr.

Schon ein Jahr Jahr nach Königgrätz waren es die Magyaren, die als alte Realpolitiker und unnachgiebige Vertreter ihres nationalen Standpunktes einen langgehegten Plan durchsetzten:
sie trotzten der Monarchie eine neue Verfassung ab, die die Donaumonarchie in eine Union von zwei selbständigen Staaten umwandelte. Die ungarische Reichshälfte gehörte von nun an fast zur Gänze den Ungarn. Der dort vorhandene deutsche Einfluß ist in dem Augenblick zum Erliegen gekommen, als das Wort "Schwab" zu einem ...Schimpfwort wurde.
..Nicht nur die Deutschen , auch die Tschechen empfanden diesen Ausgleich mit Ungarn unter Minister Beust als eine Niederlage. Der erzwungenen Krönung in Budapest folgte nicht die von ihnen, auf Grund "böhmischen Staatsrechts" erstrebte Krönung in Prag. Auch von einer nationalen Autonomie der Tschechen innerhalb des Gesamtstaates war keine Rede. Trotzdem gewannen sie immer mehr an Gewicht. Ihre ständige Schaukelpolitik erzwang von den völkisch geschlechtslosen indifferenten Habsburgern ein Zugeständnis nach dem anderen. Südslawen und Polen taten ein Übriges, um die Kraft des Donaureiches zu schwächen, das nach einem berühmten Wiener Ausspruch nur noch "fortwursteln" konnte.
Das Jahr 1881 sollte man sich merken, denn in diesem Jahr wurde die deutsche Staatssprache in Österreich aufgehoben. Die Prager Universität wurde damals geteilt. Die Tschechen erhielten eine eigene Hochschule, fast zur gleichen Zeit errangen sie die Mehrheit im Prager Landtag. Die sogenannten Sprachenverordnungen des Ministerpräsidenten Badeni bildeten den Höhepunkt einer Entwicklung , die unter der Devise gestartet wurde, das geliebte Österreichische Vaterland zu retten, wobei immer die gleichen, nämlich die Deutschen Opfer bringen sollten, um sie der Meute der ewig Unzufriedenen zum Troste hinwerfen zu können. Durch die Sprachenverodnung kam es zwar zu einer ausgesprochenen Zurücksetzung und Benachteiligung der Deutschen, andererseits aber auch zu den ersten Auflehnungen auf deutscher Seite. Der deutsche Michel machte es den anderen nach und zeigte seinen Unmut. Demonstrationen einer plötzlich entstandenen alldeutschen Bewegung waren die Antwort auf diese plumpen Herausforderungen der bisher stillsten und verläßlichsten Bevölkerungsgruppe.
Die schwarz-gelben Kreise, die sich nicht genug über Karl Hermann Wolf und Herrn von Schönerer entsetzen konnten, kamen gar nicht auf den Gedanken, daß diese alldeutschen, nationalen Kräfte erst durch die ungeschickten Maßnahmen des Staates geweckt worden waren.
Der Götze Staat glaubte in Überschätzung seiner Funktion, in anmaßender Weise die natürlichen Rechte der Volkstümer mißachten zu können. Dies mußte schließlich eines Tages zur allgemeinen Katastrophe führen. Die Vergötterung des Staates folgte die Schaffung des Begriffes Staatsnation, und beides führte zum Bestreben , im Namen des Staates einzelne Völker zu Minderheiten zu deklassieren. Dadurch schuf man eine Überbewertung des Staates.
Altösterreich ist ein Musterbeispiel dafür - die spätere Tschechoslowakei hat es stur nachgeahmt - daß Nationalitätenstaaten auf Dauer nicht von einer Nation regiert werden können. Nur eine föderative Verfassung, die alle Völker und Volksgruppen als Rechtspersönlichkeiten auch in der Praxis anerkennt, kann den Bestand von Nationalitätenstaaten sichern."

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"Die gleichen Tschechen , die noch vor zwanzig Jahren nahezu daran waren, ihr Volkstum - soweit es noch lebendig war- aufzugeben, erlebten schon 1848 eine Hochflut nationaler Leidenschaften, die sich an der allslawischen Idee entzündeten, Leidenschaften, die für den Staat, dem die Tschechen angehörten, höchst bedenklich waren. Uns Deutschen wirft man immer Pangermanismus vor und übersieht dabei, daß unsere deutschen Romantiker es waren, die die nationale Substanz der Tschechen zur Entfaltung brachten und dadurch den besten Nährboden für den Panslawismus schufen.
Masaryk schreibt in seiner "Weltrevolution" davon, daß "alle Erwecker unseres Volkes ihre Bildung aus deutscher Kultur schöpften. Sie haben deutsch geschrieben und deutsch gesprochen, waren eigentlich deutsche Schriftsteller und sind nur mühsam nationale Lehrmeister ihres Volkes geworden". So hat sich u.a. der "Vater der Slawistik", Josef Dobrowsky, noch ein Jahr vor seinem Tode als Deutschen bezeichnet und fast alle Werke in deutscher Sprache verfaßt."

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RE: "Wir suchten die Freiheit- Weg einer Volksgruppe"

#55 von Lola3 , 20.05.2017 10:26

Nachdem der Autor uns über das leidenschaftlich erwachte Nationalbewußtsein der Tschechen aufgeklärt hat, gebe ich an dieser Stelle nur die wichtigsten Ereignisse wieder, denn es ist spannender das ganze Buch selbst zu lesen.

Obwohl die Deutschen gegen jede Beeinträchtigung ihrer Nationalität protestierten und man gegen die Einführung der slawischen Sprache an Volksschulen in deutschen Orten war und der Protest bezog sich auch darauf, dass Beamte und Volksvertreter nicht auszuschließen sind, welche der böhmischen Sprache nicht mächtig sind, die ihren Wirkungskreis in ausschließlich deutschen Gegenden haben. Die Deutschen sprachen sich auch für die Aufrechterhaltung der deutschen Sprache an der Prager Hochschule aus.
"Als die deutschen Entscheidungen reiften, schickte der Tscheche Rieger dem Wiener französischen Botschafter eine Denkschrift, in der er auf den militärischen Wert eines deutschfeindlichen und unabhängigen Böhmens verwies.
1870 protestierte der gleiche Rieger gegen die "Deutschen , die unser Königreich zum Vasallen König Wilhelms von Preußen machen wollten", und Masaryk schwelgte in Erinnerungen, als er vermerkte : "In feierlicher Weise haben Tschechen ihren Standpunkt gegen das drohende Preußentum im Jahre 1870 zum Ausdruck gebracht, als sie im Prager Landtag gegen die Losreißung Elsaß-Lothringens von Frankreich ihren Protest eingelegt hatten."
Als 1892 in Nancy ein internationales Studentenfest stattfand, donnerte der tchechische Vertreter POdlipsky aus Ostrau den verdutzten Gastgebern die Worte entgegen: "Unsere Feinde sind auch unsere Feinde, eure Feinde sind die unseren. Keine Macht der Welt kann uns trennen. Es lebe Frankreich!" -Man hat nichts von nachteiligen Folgen für den jungen Mann gehört. Eine Zeit später gab es in Österreich einen Minister namens Dr.Pac'ak. Er war Jungtschechenführer, und vor seiner Tätigkeit als Minister, Angehöriger des extremen Flügels der Tschechen.
1893 forderte er in aller Offenheit den Austritt Österreichs aus dem Dreierbund, weil dieser zur Stärkung des Deutschtums führe!"

Im Spätsommer 1917 gab es eine Schrift eines Hanus Kuffner "Unser Staat und der Weltfrieden".
Kuffners Vorschläge gingen dahin, dass die "kleinen friedlichen Völker als Wächter des Friedens dem Raubtier Deutschlands an der Gurgel bleiben müßten." In seiner Schrift hat er Vorschläge für die Grenzen für einen "tschechischen Staat aufgeführt, die Gebiete bis Dresden im Norden und das Dreieck Passau, Regensburg Eger einschlossen und zerlegten Deutschland in Interessenzonen , kleine Pufferstaaten und eine "Reservation für Deutsche". "Pikanterweise war diese Reservation nicht einmal viel kleiner als das, was uns 1945 geblieben ist. Was Herr Kuffner sonst noch von uns hielt, sei in einigen Kostproben angeführt, wobei nicht unterlassen werden soll, darauf hinzuweisen, daß diese Unterlagen bei den Frieensverhandlungen 1919 als seriöses Beweismaterial offeriert und akzeptiert wurden.
"Ein Volk, das nicht Eigentümer seines Bodens ist, ist nicht befreit, weil seine Abhängigkeit vom volksfremden Besitzer des Grund und Bodens niemals aufhört. Es befreit auch nicht, wer sich fürchtet, den Räuber aus dem geraubten Gute hinauszujagen, und indem er, die Gefühle der Nachkommenschaft des Räubers schonend, die Nachkommenschaft der rechtmäßigen Besitzer in Sklavendienste zwingt.
Heute sind die Deutschen und Magyaren geschlagen. Man muß das Werk der Befreiung rücksichtslos vollenden und an die Zukunft denken.
Die Deutschen stützten stützten sich in allem auf ihr zahlenmäßiges Übergewicht. Ein rein solidatischer Grundsatz , der Grundsatz der Wölfe. Hier muß man den Hebel ansetzen: das Deutschtum zahlenmäßig schwächen! Ein Unrecht wird dadurch nicht begangen: das ganze deutsche Volk ist die Nachkommenschaft gewaltsam germanisierter Völker. Durch den Untergang Preußens werden auch die Deutschen von einem Vampyr befreit.
Schließlich ist bekannt, daß es kein national schlapperes Volk gibt als die Deutschen[i].
Diese Pflanze hat keine Wurzeln.
Das preußische Deutschtum ist durchaus ein Produkt der Neuzeit, stellenweise der neuesten Zeit. Der materielle Vorteil wird die Umwandlung der deutschen Generationen beschleunigen. Man muß starke, selbständige, nichtdeutsche Staaten errichten, sie stark ausrüsten und ihnen Zeit garantieren, da mit sie Wurzel fassen können. Man muß auf ein Menschenalter hinaus nach Deutschland starke Besatzungen legen, zusammengesetzt aus allen Ententenationen, die Jahr für Jahr abgelöst werden. Wann findet sich denn wieder einmal eine solche Solidarität der ganzen Welt? Ein solches geradezu begeistertes Lustverlangen zu befreien und gerade von den Deutschen?"
1917 wurde diese Schrift zum ersten Mal überreicht. Verfaßt und in engem Kreise besprochen wurde sie 1912, also noch lange, bevor die Kriegsleidenschaften in Europa entfacht waren.
Man muß schon sagen: "Wie sich die Bilder gleichen ". Oder haben gewisse Umerzieher solche Pamphlete zum Ausgangspunkt ihrer politischen Gedankengänge gemacht? Hanus Kuffners Auslassungen stimmen in vielen Punkten mit dem überein, was wir nach 1945 hörten."

----und wieder einmal haben die Kinder leiden müssen. Die deutsche Bevölkerung hat protestiert und zusammen mit dem Kulturverein gekämpft, damit die Kinder deutschen Schulunterricht bekamen in vollständigen deutschen Gebieten. Die Schulen wurden kurzerhand geschlossen. Es wurden tschechische Schulen eröffnet obwohl es gar keine Kinder gab. Diese Kinder wurden aus weit entfernten Gebieten in diese Schule zum Unterricht befördert. Es hat den Steuerzahler Unmengen gekostet.
Wahlen wurden manipuliert. Der Autor hat von einem Wahlhelfer berichtet, dessen Frau vor Jahren verstorben ist und die plötzlich in Gestalt einer tschechischen Frau vor ihm stand und in tschechisch verlangte zu wählen. Seine Frau hat niemals tschechisch gesprochen. Es stellte sich dann heraus, dass man Patienten aus Psychiatrischen Anstalten mit Identitäten ausstaffierte die dann zur Wahl gehen mußten. Niemand hat etwas gegen solche Machenschaften unternehmen können. Es verlief im Sande.
Aber die Tschechen gewannen eine Wahl nach der anderen.
Unternehmen wurden enteignet- deutsche Beamte in Verwaltungen gegen tschechische Beamte ausgetauscht. Fabriken haben deutsche Arbeiter entlassen und die umgesiedelten Tschechen eingestellt. Die deutschen Familien litten große Not, weil sie irgendwann ausgesteuert waren und von niemandem Hilfe bekamen. Tschechen, die mit Deutschen befreundet waren bekamen Probleme. Es gab Hetze und die Denunzianten waren in ihrem Element. Jeder Kübel Dreck wurden über die Deutschen ausgekippt.

Das alles geschah zu einem Zeitpunkt als der bekannte Mann aus Braunau am Inn wohl selbst noch nicht wußte, dass er irgendwann einmal Politiker werden würde.

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RE: "Wir suchten die Freiheit- Weg einer Volksgruppe"

#56 von Lola3 , 20.05.2017 16:16

...über Zahlen aus der Landwirtschaft und viele weitere wirtschaftliche Informationen für den Leser, schreibt der Autor weiter:
"Jeder, der ein Volk zerstören will, der nimmt ihm das Dorf, der läßt die Bauernsöhne in die Stadt ziehen. Wer aber das Dorf hat, dem gehört nach kurzer Zeit das Land. Es ist kein Zufall, daß sich im Dorf die entscheidenden Phasen der sowjetischen Revolutionstaktik vollzogen haben."

Kommen wir zu einem weiteren Thema:
"Das jüdische Element
Nach amtlicher Volkszählung der Tschechoslowakischen Republik hatten sich im Jahre 1921 53,7% der Juden zur jüdischen Nationalität bekannt. 21,8% bekannten sich zum tschechischen und 14,6% zum deutschen Volk. Dieser Staatsdurchschnitt ist für eine Beurteilung der Situation in den Sudetenländern jedoch nicht brauchbar, da sich in den östlichen Teilen des Staates, nämlich in Karpathenrußland 87,3% der Juden zu ihrer Nationalität bekannten, während es in Böhmen beispielsweise nur noch 14,8% waren. Rund 85%der Juden in den Sudetenländern bekannten sich nicht zur jüdischen, sondern zur deutschen oder tschechischen Nationalität.
Der Prozentsatzwar nicht überall gleich, aber von diesen 85% haben sich wenigstens Dreiviertel zur deutschen Muttersprache bekannt, haben deutsche Schulen besucht, am deutschen Gesellschafts-und Vereinsleben teilgenommen und haben sich bei Wahlen eindeutig auf die deutsche Seite gestellt. Zugegeben, daß dies nicht überall gleich war, und daß vor allem seit Beginn der antijüdischen Bewegung und der politischen Veränderung en in Deutschland dieser Prozentsatz kleiner wurde. Diese Vergleichszahlen aber beziehen sich sowohl auf die Zeit vor als auch nach dem ersten Weltkrieg.
Sie können bis etwa 1930 als allgemein gültig angesehen werden.

Wir kommen damit zu einem etwas kritischen Thema, denn es hat auch im Sudetenland eine antisemitische Bewegung gegeben. Sie darf aber in ihrer Bedeutung keineswegs überschätzt werden. Ihre Zentren waren in einigen westböhmischen , nordböhmischen und schlesischen Bezirken. Ihre politische Heimat war ursprünglich in der alldeutschen Bewegung , war aber später an kein Parteiprogramm gebunden. Das heißt, wenn wir von den Sozialdemokraten und den sogenannten Deutschdemokraten absehen wollen, gab es Antisemiten in allen politischen Lagern.

.......
Die Not war groß in der CSR, aber sie war einseitig ausgeprägt und zwar zu Lasten der deutschen Bevölkerung. Sie war nicht nur Ausdruck einer wirtschaftlichen Fehlentwicklung, "sondern auch das Produkt einer bewußten und gelenkten Politik, die Staatsbürger erster und letzter Klasse geschaffen hatte.
Im Jahre 1936 sank derTagesverdienst einer ausgesprochenen Fachkraft auf 15,50 Kronen, also um ein Viertel. Gehaltskürzungen und Kündigung waren das Schreckgespenst jener Zeit.
Kinder wünschten sich daß es zu Hause immer etwas zu Essen gab, denn wenn "der Zins zu zahlen sei, würden sie immer hungern".
Im Ausland ein betredendes Schweigen , im Inland eine wüste Hetze gegen all jene die durch die Warnungen angeblich das Ansehen des tcheschischen Staates schmähten. Nun lag klar zutage, daß man den Sudetendeutschen den Todesstoß versetzen wollte. Denn:
Wirtschaftliche Not
+ soziale Not
+ politische Ausweglosigkeit
+ nationaler Chauvinismus der Tschechen führten, totz gemeinsamer Abwehr der Sudetendeutschen, zur Vernichtung der Substanz der Volksgruppe. Die systematische Verdrängung der Deutschen vom Arbeitsplatz hatte einen katastrophalen Geburtenrückgang zur Folge.

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RE: "Wir suchten die Freiheit- Weg einer Volksgruppe"

#57 von Lola3 , 20.05.2017 21:53

Zum Thema Bevölkerungsschwund gibt es folgende Information für den Leser:
"Die "Nordböhmische Volksstimme", ebenfalls ein Blatt der sudetendeutschen Sozialdemokratie, schrieb am 15.Jänner 1937 in einem Leitartikel unter anderem folgendes:
"Nachstehend einige Ziffern über Geburten und Todesfälle in den nordböhmischen Städten Warnsdorf, Obergrund, Schluckenau, Reichstadt, Nixdorf, Kaiserswalde, Böhmisch-Kamnitz, Obereinsiedel und Bensen. Diese Orte haben zusammen eine Bevölkerungszahl von 46 000 Einwohnern. 680 sind dort im Jahre 1935 geboren worden, 926 sind gestorben, also um 246 Menschen mehr gestorben, als geboren. Von den angeführten Orten weisen die größte Bevölkerungsabnahme Nixdorf mit 74 auf Tausend und Böhmisch-Kamitz mit 11 auf Tausend auf. Aus der Stadt Warnsdorf führen wir auch die Vergleichszahlen des Jahres 1934 an. Die Entwicklung von 1934 bis 1935 ist geradezu katastrophal. Die Zahl der Geburten ist von 251 auf 134 gesunken. Die Zahl der Todesfälle von 273 auf 317, um volle 16 Prozent, gestiegen. In allen angeführten Orten ist die Zahl der Selbstmorde gestiegen; die durch das Elend geschwächte Widerstandskraftdes Körpers gegen Krankheiten hat es soweit gebracht."

Das sozialdemokratische Tagblatt "Volkswille" in Karlsbad schrieb am 25. September 1936: "Die Berichte der Nationalbank sprechen seit längerer Zeit schon von einem Ansteigen der wirtschaftlichen Konjunktur in der Tschechoslowakei. Aus den Belegziffern geht hervor, daß es sich dabei durchaus nicht um Geflunker handelt. So hat vor allem die Einfuhr an Rohmaterialien in den letzten Monaten ganz erheblich zugenommen, und ein bestimmter Teil der Industrie muß darum mit Aufräumen ungemein reichlich versorgt sein. Auch Steuereingänge haben sich gehoben und die Sozialversicherungsanstalt meldet einen ganz erheblichen Mitgliederzuwachs. Also: Es beginnt tatsächlich wieder ein Aufstieg.
Aber nun ist eine für uns tief betrübliche Einschränkung zu machen: unser Gebiet verspürt von diesem Aufschwung nichts. Die Randgebiete der Republik, die Wohnsitze der Sudetendeutschen , werden von dem industriellen Aufschwung nicht berührt. An unserem Elend hat sich nichts geändert.
Wir haben weder etwas von dem Anwachsen der Rüstungsindustrie, noch ist irgend ein entscheidender Schritt für unsere Exportindustrie oder für die Hebung des Fremdenverkehrs getan worden."

Aus der "Prager Neuen Morgenpost" vom 21. Dezember 1936 entnehmen wir: In einem Aufruf der Knabenbürgerschule an die Marienbader Bevölkerung, die Schulkinder unbemittelter Eltern an ihren Mittagstisch zu nehmen, heißt es u.a.: Man gehe heute einmal in die Schule. In ärmlichen Kleidern, die eigentlich nur die Körper bedeckten, ohne für den Winter geeignet zu sein, sitzen die Kinder hier. Manche kommen nicht zur Schule, weil sie keine Schuhe haben. In den Kanzleien der Leitungen und Direktionen häufen sich die Bittbriefe um Besohlung der Schuhe, um Mittagessen, Hefte, Zeichenblätter usw. Wie sollen die Kinder dem Unterricht folgen, wenn sie nichts im Magen haben? Wie sollen die Kinder mitarbeiten, wenn sie keine Hefte und Zeichenblätter haben? Der Stadtrat und der Ortsschulrat von Marienbad haben bisher die größten Anstrengungen gemacht, um zu helfen. Aber diesen gewaltiegen Anforderungen kann auch er nicht mehr entsprechen, da sie über die Leistungsfähigkeit hinausgehen.Um einen Mittagstisch meldet sich die halbe Klasse. Weinend stehen Väter und Mütter in den Kanzleien und bitten um Hilfe. Die Kinder, die den Eltern zum Segen gereichen sollen, werden ihnen jetzt zum Fluch."
Lassen wir die tschechische Schriftstellerin Pujman in der seriösen und im allgemeinen sehr sachlichen Zeitschrift "Pritommost", Prag, am 19.Oktober 1935 sprechen: "Die Menschen im Reichenberger Gebiet sind unterernährt, von Massenneurasthemie befallen. Überall sieht man ausgehungerte, visionäre Gesichter. Ein junger Mann, ein Textilarbeiter spricht, plötzlich treten ihm Tränen in die Augen. Frauen weinen, wenn sie reden. Ich habe bei einer Versammlung eine Frau gesehen, die plötzlich aufstand, die Hände zusammenschlug und um Hilfe rief, daß zu Hause alles schon irrsinnig sei. Man wird einwenden, daß die Not in Nordböhmen die gleiche ist wie in der Slowakei und in Karpathorußland usw. Ich bin weit davon entfernt , zu behaupten , daß die Not ein ausschließliches Merkmal Nordböhmens ist. Aber ich habe mich überzeugt, daß die Not in Nordböhmen spezifisch schwerer ist.
Arbeitslos zu sein ist dort keine epidemische Erscheinung mehr , sondern ein natürlicher Zustand, und das ist bös. In den Wohnungen in Grottau, wo sechs und sieben Personen in einem Zimmer wohnen, wird nur Petroleum gebrannt. Die Arbeitslosen nähren sich von Brot aus dem schimmeligen vorjährigen Mehl der Staatslager, son Suppe, Kartoffeln, Zichorie, Sacharin und Margarine, und der Gesundheitsazustand ist danach.
..Der Arzt in Weißkirchen berichtet, daß die Menschen schon im 30. Lebensjahr krebskrank werden, daß die Diphterie-und Scharlachepidemie auch im Sommer nicht nachgelassen hat, und daß auch alte Personen an diesen Kinderkrankheiten gestorben sind, daß die Mutter den Arzt, wenn dieser sagt, die ähne müßten gepflegt werden, bittet, er solle ssie lieber herausreißen, da sie keinerlei Geld für Pflege hat. Die Arbeitslosen gehören keiner Krankenkasse mehr an und sind ohne ärztliche Hilfe."

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RE: "Wir suchten die Freiheit- Weg einer Volksgruppe"

#58 von Lola3 , 20.05.2017 22:41

Für die Deutschen war es eine ausweglose Lebenssituation, was eigentlich nur den
"Zusammenbruch der Volksgruppe" zur Folge haben kann.

"Seit dem 1.Weltkrieg setzte aus dem nahen tschechischen Sprachgebiet der Zustrom tschechischer Arbeitskräfte und Handwerker ein."

Der Zustrom der Tschechen war unaufhaltsam von 16 auf 22 1/2% und erreichte 1938 bereits 30%.

Auch in den übrigen deutschen Städten war die bei den Tschechen wesentlich stärkere Geburtenbewegung der beste Bundesgenosse für alle Tschechisierungsmaßnahmen

Auf Seite 192 findet der Leser eine Aufstellung von Lebendgeburten über Tschechen und Deutsche.

Anhand dieser Aufstellung kann man den dramatischn Rückgang der Deutschen in Zahlen sehen.
Kinder sind unerernährt, ganze Familien schlafen auf dem Fußboden weil sie nichts mehr haben.
Im Adlergebirge mischt man Baumrinde ins Brot, während die Regierung Massen an Getreide in die Moldau werfen läßt, um ein Absinken des Preises zuverhindern.

Der "Höhepunkt: Der Schulkampf"
"Trotz der Worte eines tschechischen Unterrichtsministers, die Schule dürfe kein Politikum sein, tobte sich ein wesentlicher Teil der Auseinandersetzungen im Schulwesen aus. Die heranwachsene Generation wurde Objekt von Streitigkeiten und Kämpfen , deren Sinn sie oft gar nicht begreifen konnte.
Unmittelbar nach Errichtung ihres Staates schlossen die Tschechen insgesamt 4000 deutsche Schulklassen, was etwa einem Drittel des gesamten deutschen Schulbestandes entsprach. Begründet wurden die Maßnahmen der sogenannten "Schulreform" mit angeblich geringen deutschen Schülerzahlen , mit dem Mangel ....an Bedarf deutscher Schulen oder damit, daß diese Schüler angeblich gar nicht deutscher Nationalität gewesen wären."

Es war ein zermürbender Kampf für die Deutschen, den der Autor sachlich beschreibt. Es würde zu weit führen hier ins Detail zu gehen. Für mich sieht es sehr nach Niedertracht aus.

All das was die Deutschen erleiden mußten, diente nur dem Zweck der tschechovisierung der Deutschen.

1918 war jedes 50.Kind einer tschechischen, staatlichen Minderheitsschule das Kind deutscher Eltern, also ein deutsches Kind!
1938 aber jedes fünfte!!!

Langt das immer noch nicht zu beweisen wo national unterdrückt wurde und wer bei diesem Vorgang der Gebende und wer der Nehmende war? Glaqubt man im Ernst , daß sich ein anderes Volk auf der Welt ein solches Vorgehen gefallen lassen würde."

Lange, bevor der Braunauer sein Werk begonnen hat,
haben andere schon die brennende Zündschnur gelegt und ein gemeinssam bewohntes Haus anzuzünden begonnen."

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RE: "Wir suchten die Freiheit- Weg einer Volksgruppe"

#59 von Lola3 , 21.05.2017 10:53

...das "Zweite Buch" beginnt auf Seite 213 mit dem Inhaltsverzeichnis der einzelnen Themen

"Eine Partei im Alleingang und Selbstverwaltung heißt das Ziel

Wahlerfolge der DNSAP"

Nachdem die Partei im Jahre 1919 kaum 40 000 bekommen hat, erhielt sie in den darauffolgenden Wahlen ständig Stimmenzuwachs
1923 - 120.000
1925 - 168.000
1929 - 205.000
Die Parteirepräsentanten Ing.Rudolf Jung, Hans Knirsch, Max Karg, Josef Patzelt, Hans Krebs, Dr.Franz Jesser und Leo Schubert hatten demnach in demokratisch durchgeführten Wahlen schon wesentliche Teile der Sudetendeutschen auf sich vereinigen können. Sie war die "einzige deutsche Partei in der CSR, die einen gleichbleibenden Stimmenzuwachs aufweisen konnte." Alle anderen Parteien haben Verluste erfahren müssen. Jugendliche und Frontgenerationen fanden hier ein Sammelbecken in dem ihre Forderungen und Wünsche Gehör fanden.

Am 22.März 1933 schrieb die tschechische Zeitung "Express" "Die deutschen Regierungsparteien sind .......entsetzt über das Ergebnis der Gemeindewahlen....Eigentlich sollten es noch mehr die tschechischen Parteien sein, denn die Wahlen wsind ein ernstes Memento!"

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RE: "Wir suchten die Freiheit- Weg einer Volksgruppe"

#60 von Lola3 , 21.08.2017 15:30

Kerensky der Tschechen

Beness wahre Absichten (S.361)

Zitat
"Dr. Stransky kennen wir noch aus den Tagen der Benes-Republik. Er war jahrelang tschechoslowakischer Minister, stand stark umstritten lange Zeit im öffentlichen Leben der Tschechen und der Republik und galt als vorbildlicher tschechischer Patriot. Etliche Jahre nachher, als in Prag Hitlers Macht durch die Kommune längst abgelöst war, entrang sich der Seele des Emigranten und Exminister Stransky folgendes Geständnis:
"Tschechen und Slowaken hatten dank Masaryk und Benes 20 Jahre lang einen eigenen Staat, aber das, was heute davon übrig geblieben ist, ist unvergleichlich schlechter als das , was ihm vorangegangen war....Dieser Staat endete zweimal in einer nationalen Katastrophe ungekannten Ausmaßes ....Masaryks und Beness politischer Versuch hat sich nicht bewährt--- Wir sprechen heute davon, daß die kommunistische Machtergreifung von 1948 wieder rückgängig gemacht werden muß. Aber ist sie nicht nur die logische Folge eines früheren Zusammenbruchs, desjenigen von 1938? Und ist 1938 nicht wieder nur die Folge eines früheren Ereignisses, das man auch rückgängig machen müßte: ....Wir kommen da bis in das Jahr 1918!

So, wie Beness nicht ohne Masaryk denkbar ist, die sich gegenseitig ergänzten, ist 1945 ohne 1938, sind beide Ereignisse nicht ohne das Jahr 1918 denkbar.

Und nun zu Benes:
Daß er der erklärte Feind aller Sudetendeutschen war, spielt zunächst hier keine Rolle. Das Unfaßbare an diesem Großintriganten und überheblichen Ränke-und Pläneschmied war seine Handlungsweise im Jahr 1942, als er um seines persönlichen Erfolges willen Europa und die Tschechen verriet und dem Bolschewismus den Weg nach Mitteleuropa öffnete.

Denjenigen , die diesen Mann schon lange Zeit vorher negativ beurteilten und kein gutes Haar an ihm ließen, gaben die Ereignisse in grausamer Weise recht. Es ist ein wahrhaft makabres Spiel, das dieser zutiefst unaufrichtige Opportunist einer kleinen bürgerlichen Welt zwei Generationen lang getrieben hat, bis er als Gefangener der roten Machthaber, die ihn auf den Müllhaufen der Geschichte geworfen hatten, in der Einsamkeit seiner letzten Monate starb.

Grausam, wie der Bolschewismus schon ist, hatte er auch für Benes die geeignete Todesart gefunden. Für den ewig von lodernderm Ehrgeiz brennenden bürgerlichen Emporkömmling war das zwangsweise Versinken in die Vergessenheit bei lebendigem Leibe schlimmste Todesart. Nicht der Genickschuß, nicht das Fallbei, nicht der Galgen töteten ihn, sondern die Zeit, die ihn als so uninteressant und bedeutungslos abtat, daß niemand etwas daran fand, als er sogar das Präsidentenschloß Lany räumen und ein kleines Häuschen in einem tschechischen Dorf beziehen mußte. Der Tod dieses Mannes fand in den meisten tschechischen Zeitungen nur im Lokalteil Erwähnung. Die Redaktionen , die ihm nach seinem Ableben Leitartikel widmen wollten, mußten diese einer Vorzensur vorlegen, die gelassen und sadistisch genug tagelang zur Erledigung benötigte, so daß diese Nachrufe völlig verstümmelt ohne jede Aktualität und zum Teil erst eine Woche nach dem Tode erscheinen konnten.

Bevor es so weit war, gab er der Welt noch allerhand aufzulösen. Sein Schicksal ist ein warnendes Beispiel dafür, daß der Bolschewismus all jene, die er zur Erreichung seiner Ziele braucht, bei der ersten Gelegenheit wieder schonungslos fallen läßt, sobald sie ihren Zweck erfüllt haben.
Ohne Pardon.
Ohne Sentimentalität.

Um in seiner Emigration während des letzten Krieges mit den Großmächten besser ins Gespräch zu kommen, brachte Benes den Sowjets schon 1942 einen Vertrauensvorschuß entgegen, der ihm in der Zukunft noch zu schaffen machen sollte. Es ging damals eigentlich zunächst um Polen und dann erst in zweiter Linie um die Frage der Tschechei. Rußland und England betrieben in diesen Monaten in der Frage Polens ein typisches Tauziehen. England versuchte, die Exilpolen durch verschiedenartige Zusagen an sich zu binden, um später einen Vorposten gegen Rußland zu haben. Man war zwar Bundesgenosse und im Kriegsziel einig, doch man traute einander nicht über den Weg und spürte unvorhergesehene Entscheidungen nahen. Das von Deutschland und den Sowjets besetzte und auseinandergerissene Polen in die eigene Machtsphäre zu bekommen, war das Ziel der Engländer. Moskau betrachtete diese britischen Absichten als eine ausgesprochene Aggression. Benes, Emigrant in England, nützte das Gastrecht dahingehend aus, daß er in London natürlich die Sache der Engländer, also seiner Gastgeber vertrat und die Exilpolen in endlose Scheinverhandlungen über eine beabsichtigte polnisch-tschechische Konföderation verstrickte.

Zitat Ende

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